Chronik

1900–2000

Der Zentralverband der deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e.V. wird 100 Jahre jung. Diese Jahreszahl ist für Goldschmiede sicherlich schon des öfteren Anlass für eine Feier gewesen, denn Goldschmiede, vor 3500 Jahren im 2. Buch Mose, 31 für die Arbeit berufen, freuen sich besonders, das Jahrhundertfest des Zentralverbandes in Berlin zu erleben.

Vor 100 Jahren wurden die Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere erstmals Mitglied in einem Verband des Gesamthandwerks. Konnten sie doch in Gemeinschaft auf Reichs- später auf Bundesebene viele Dinge in Bewegung setzen. Der Wahlspruch der Goldschmiede „Einigkeit überdauert" – wurde verwirklicht.

Für die Zukunft wünschen wir uns, dass dieses weiterhin Bestand hat.

Wer Goldschmiede und Silberschmiede kennt, kann darauf bauen, denn Gold- und Silberschmied ist nicht nur Beruf, sondern auch Lebensart.

– Schmuck und Gerät von Menschen für Menschen –

In unserem Beruf werden Innovationen entwickelt und als Herausforderungen angenommen. Besonders in unserer Zeit des Internet, E-Commerce und der Globalisierung finden wir neue Entfaltungsmöglichkeiten, denn – sich schmücken ist ein Grundbedürfnis des Menschen.

Unseren Goldschmieden, Silberschmieden und Juwelieren wünsche ich in der Zukunft immer neue Ideen.

Herzlichen Dank allen, die dem Verband in den letzten 100 Jahren die Treue gehalten, ihn gefördert und gestärkt haben.

Diese Tradition ist unserem Verband zugleich Verpflichtung in Gemeinschaft mit den anderen Branchenverbänden aus Einzelhandel und Handwerk sich den Herausforderungen des neuen Jahrhunderts, des neuen Jahrtausends zu stellen, die Weichen sind gestellt.

Die Chronik des Zentralverbandes der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e.V. kann zum Vorzugspreis von 24,95 € zzgl. Porto erworben werden. Interessenten melden sich bitte in der Geschäftsstelle des Zentralverbandes (Tel.-Nr.: 0355/29065035, E-Mail: info@zentralverband-goldschmiede.de).

1900-1910

Ist das Geburtsjahr des heutigen Zentralverbandes der Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere. Bis es im Herbst zu seiner offiziellen Gründung kommt, gehen noch einige erwähnenswerte Ereignisse voraus.

Berlin, am 1. Januar. Die Freie Innung der Berliner Goldschmiede wird in eine Zwangsinnung umgewandelt. An diesem Neujahrstag tritt auch das Bürgerliche Gesetzbuch, welches 1896 verabschiedet wurde, das Handelsgesetzbuch sowie das Invalidenversicherungsgesetz in Kraft.

Leipzig, am 1. Januar. Der Verleger Wilhelm Diebener unterbreitet seinem Freund, dem Juristen Hermann Pilz, den Gedanken einen „Edelmetallverband" zu gründen und wünscht von Pilz, dazu eine Satzung zu entwerfen. Kurze Zeit später liefert Pilz einen provisorischen Satzungsentwurf, der auch gleich in dieser Form von Diebener gebilligt wird.

Deutschland, am 2. April. Auf dem Territorium des Reiches werden die ersten Handwerkskammern errichtet.

Paris, am 14. April. Die 13. Weltausstellung wird eröffnet. Deutschland ist auch mit einigen Firmen aus der Schmuckbranche vertreten. (Für die gesamte elektrische Versorgung der Weltausstellung sind ausschließlich deutsche Firmen beauftragt worden!)

Berlin, am 9. Mai. Max Liebermann eröffnet die zweite Ausstellung der Berliner Sezession. Die Künstlervereinigung verhilft dem Impressionismus in Deutschland zum Durchbruch.

Leipzig, am 15. Juli. Wilhelm Diebener verbreitet einen Aufruf an alle Angehörigen des Edelmetallgewerbes, einen Verband zu gründen. Die Unterzeichner des Leipziger Papiers sind Wilhelm Diebener und Hermann Pilz. Davon unabhängig laufen in Berlin sowie auch in anderen Orten ähnliche Bestrebungen.

Leipzig/Berlin, am 1. August. Die Zeitschrift „Schmuck und Mode" erscheint zum ersten Mal. Die im Monat zweimal erscheinende Zeitung kostet komplett jährlich 7 Mark. (Faksimile!)

Berlin, Anfang August. Die Berliner Goldschmiede und die Freie Vereinigung des Gold- und Silberwaren-Gewerbes planen, den 400. Geburtstag von Benvenuto Cellini würdig zu begehen und zu diesem Anlass einen Goldschmiedetag in die Reichshauptstadt einzuberufen. Auf diese Weise soll gleichzeitig das Interesse an der Gründung eines deutschen Goldschmiedeverbandes geweckt werden.

Paris, im August. Auf der Weltausstellung in der französischen Hauptstadt feiert der Jugendstil wahre Triumphe. Am meisten bewundert werden die Arbeiten von René Lalique. Die Pforzheimer Schmuckfirma Kollmar & Jourdan wird für ihre hervorragenden Doubléuhrketten mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

1911-1920

Berlin, am 1. Januar. Das Handelshaus Hagenmeyer & Kirchner in der Unterwasserstraße 9a kann sein 30-jähriges Bestehen feiern.

Leipzig, am 1. Januar. Die „Goldschmiedekunst" bekommt ein neues Outfit. Die Zeitung vom Verlag Hermann Schlag, Inhaber Felix Heinze, erscheint im 32. Jahrgang. Die „neue" Zeitung beginnt mit dem Schiller-Spruch: „Das alte stürzt, es ändert sich die Zeit."

Dresden. V. Kongress deutscher Kunstgewerbetreibender und Handwerker; Punkt 4: „Der unlautere Wettbewerb im Edelmetallgewerbe." Referenten: OM Menzel und Oscar Müller, Berlin.

Deutschland, am 4. Februar. Die Edelmetallpreise sind wie folgt: Reichsbankankaufspreis (Bruchgold) 2784,00 Mark per Kilo. Verkaufspreis Feingold (elektrolytisches) 2810,00 Mark per Kilo. Silberkurs der Hamburger Börse 70,75 Mark per Kilo. Silberpreis des Verbandes der Silberwarenfabriken 64,00 Mark per Kilo 800/000 Silber.

Leipzig, am 18. März. Die Schriftleitung der DGZ: Kunstgewerblicher Teil: Prof. Rücklin, Pforzheim / Wirtschaftlicher Teil: Syndikus H. Pilz / Fachtechnischer Teil: Goldschmied Hermann Schmidhuber, Leipzig.

Dresden, am 25. März. Der Gold- und Silberschmiedegehilfenverein „Dinglinger" hält seine Hauptversammlung ab. Antrag: „... kranken und stellenlosen Mitgliedern eine Beihilfe auf Dauer von 6 Wochen zu gewähren."

Vors.: Koll. Voigt; 2. Vors.: Koll. Waldmann; Kassierer: Ripena; Schriftführer: Anlauff; Vereinslokal: „Kronprinz Rudolf". Deutschland. Ein m3 Leuchtgas kostet 12 Pfennig. Ein 4-PS-Gasmotor kostet bei 10-stündigem Betrieb jährlich 936,- Mark. Ein gleichstarker E-Motor vergleichsweise 2.160,- Mark.

Amsterdam. Das neue Gebäude der Diamantbörse wird errichtet.

Leipzig, am 3. April. Die Leipziger Gehilfenvereinigung hält ihre Generalversammlung im „Zills Tunnel", Barfußgäßchen, ab. Vors. Herr Ketscher; Kassierer: Herr Räbel; Schriftführer: Herr Kern.

Görlitz, am 5. April. Es tagt die „Freie Vereinigung der Gold- und Silberschmiede". Vorsitzender: Finster; Schriftführer: Scholze; Kassierer: Bauer. „Die eingezogenen Strafgelder von 5,75 Mark sind an die Unterstützungskasse bedürftiger Goldschmiede überwiesen worden."Die geplante Frühjahrsfahrt des Vereins soll nach Friedland in Böhmen führen.

Hanau, vom 7. bis 14. April. Die Königl. Zeichenakademie stellt Schülerarbeiten aus.

Rothenburg o.T., vom 4. bis 7. August. 11. Verbandstag der Deutschen Juweliere, Gold- und Silberschmiede in der alten Reichsstadt. Begrüßung im Hotel Bären. Eröffnung der Tagung im Rathaus, durch den 1. Vors. und Ehrenobermeister Fischer, Berlin. Begrüßungsansprache Bürgermeister Siebert. Vermeldet werden 70 Neuaufnahmen. Beklagt wird eine steigende Zunahme von Einbrüchen. Die Einbruchskasse, die 1033 Mitglieder zählt, war in der Lage alle Schäden zu regulieren. Als nützlich wird die Kommission zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs eingeschätzt. Jahresbeiträge des RV: 8.395 Mark. Kassenbestand: 3.082 Mark. Vermögen der Unterstützungskasse: 9.983 Mark. Schatzmeister Arthur Schmidt, Berlin, bittet um Rücktritt. Neuer Schatzmeister wird Hermann Hagenmayer. Bericht von Hofjuwelier Werner, Berlin, der als Abgeordneter des Verbandes an der Generalversammlung des englischen Schwesterverbandes in Birmingham weilte. An die Staatsregierung wird eine Resolution erlassen, die sich mit den Auswüchsen des unlauteren Wettbewerbs befasst.

Deutschland, am 30. Mai. Der Deutsche Reichstag verabschiedet mit 232 Stimmen gegen 58 Stimmen die Reichsversicherungsordnung. Mit ihr werden die aus der Bismarck-Zeit stammenden Sozialgesetze wesentlich erweitert.

1921-1930

Berlin. Das Arbeitsgebiet des Geschäftsführers und des Syndikus im RV wird in eine Hand vereinigt. Der Vorstand wird auf 18 Mitglieder festgesetzt, von denen 10 vom RV und 8 von den Untervereinen vorgeschlagen werden.

Dresden. Robert Neubert, Graveurmeister in der Walburgisstraße 2, hält Kurse in der Gravierkunst ab (Dauer 1 bis 2 Monate!).

Berlin. Die Verbandszeitung erscheint erstmals unter dem Titel „Das Fachblatt". Die Zeitung erscheint alle 14 Tage und wird den Mitgliedern kostenlos zugesandt.

Karlsruhe. Jahrestagung des deutschen Goldschmiede-Verbandes. Der Verband erhält seinen neuen Namen: „Reichsverband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede".

Königsberg, vom 14. bis 21 August. Auf der „2. Ostmesse" beteiligen sich viele Aussteller der Schmuckbranche.

Frankfurt/Hanau. Zu der Kunstmesse im Frankfurter „Römer" stellt Emailkünstler Karl Lang, Lehrer an der Staatlichen Fachschule Hanau, seine Arbeiten aus.

1922

Dresden. W.O. Scharffenberg verstirbt im Alter von 81 Jahren.

1931-1940

Deutschland, am 1. Januar. Per Gesetz wird die gewerbsmäßige Stellenvermittlung verboten.

Wiesbaden, am 13. Januar. Anlässlich seines 81-jährigen Geburtstages wird dem Goldschmiede-Altmeister Ferdinand Struck vom Reichspräsidenten Hindenburg „ein Glückwunschschreiben nebst Bild und Unterschrift übermittelt".

Bremen, im Januar. Obermeister Kleymann lädt die Innungsmitglieder in die Domschänke ein. Themen: Geänderte Meisterprüfungs-Verordnung und die Organisation der Reichshandwerkswoche.

Aachen, am 19. Januar. Goldschmiedemeister Wilhelm Becker wird 80 Jahre alt. Im Mai 1878 gründet er sein Geschäft am Kapuzinergraben.

Berlin, am 19. Januar. Die erste Innungsquartalsversammlung in den Bismarcksälen wird abgehalten. Nach dem Jahresbericht von Emil Eichendorff präsentiert Kollege Wingberg vom Reichsverband eine neugeschaffene Innungsmappe. Das Stück ist kunstvoll mit silbernen Beschlägen und gepunztem Leder gearbeitet.

Darmstadt, im Januar. Der Werbeberater Fried Senft von der DGZ regt zur Bildung einer Werbegemeinschaft der Goldschmiede an und wünscht, dass sich die Interessierten an Herrn Juwelier Baumhard in Mühlhausen wenden mögen.

Wesermünde, am 21. Januar. Der Obermeister der Zwangsinnung der Uhrmacher und Goldschmiede Wesermünde und der Kreise Geestemünde und Lehe, Uhrmacher und Goldschmied Friedrich Baier, begeht sein 25-jähriges Obermeisterjubiläum. Für die Treue zur Arbeit wird er auf Beschluss zum Ehrenobermeister ernannt. Zur Innungsversammlung erscheinen 18 Kollegen. Die satzungsmäßigen Wahlen ergeben folgendes: OM Beier lehnt nach 25-jähriger Amtszeit seine Wiederwahl ab. Zum Nachfolger wird einstimmig Kollege Adolf Riedel aus Wesermünde gewählt. Stellv. OM Knoblauch; Schriftführer Hornung.

Breslau, am 25. Januar, von 16.35 bis 16.50 Uhr. Die Rundfunkstationen Breslau und Gleiwitz senden unter der Rubrik: „Der Arbeitsmann erzählt" einen kurzen Vortrag des jugendlichen Silberschmiedes Werner Preuß.

Liegnitz, am 26. Januar. Die Freie Innung der Gold- und Silberschmiede zu Liegnitz hält ihre erste diesjährige Innungsversammlung in Hähnels Bierhalle ab. Obermeister Max Adler begrüßt die erschienenen Kollegen mit den besten Wünschen für das neue Jahr und gibt der Hoffnung Ausdruck, dass das Jahr 1931 besser werden möge als der Ruf, der ihm vorausgeht. Die Innung zählt 15 Mitglieder, ein beitragsfreies und ein Ehrenmitglied.

Berlin, am 27 Januar. Goldschmiedemeister Paul Gießel ist im Alter von 75 Jahren verstorben.

Deutschland, am 9. Februar. Der Silberpreis gibt beträchtlich nach und liegt im Kilo um die 35,- RM.

Pforzheim, am 21. Februar. Eröffnung der Ring-Ausstellung im Kunstgewerbeverein. Die Ausstellung ist ein Verdienst des Prof. Haupt, Vorstand des Kunstvereins. Die Ausstellung zeigt Stücke der ägyptischen Zeit, über alle Stile und alle Völker, bis in die Neuzeit.

Gera, am 22. Februar. Obermeister Jahr lädt zur Innungsversammlung in den Bahnhof-Süd ein. Es gründet sich eine neue Vereinigung unter den Namen „Ost-Thüringische-Goldschmiede im R.J.G.S.", abgekürzt „OSTHÜGO" im RV

Hanau, am 25. Februar. Konrad Schwahn, bekannt als Verleger und Hersteller von Goldschmiedebedarf, Seniorchef der bekannten Firma Schwahn, stirbt im Alter von fast 68 Jahren.

Frankfurt/O., am 8. März. Die Versammlung der Goldschmiede-Zwangsinnung Frankfurt a.O. wird im Hotel Prinz v. Preußen einberufen. Franz Sack, Obermeister / Paul Kanz, Schriftführer. Leipzig. Dr. S. Rösch vom Institut für Mineralogie der Universität Leipzig beschäftigt sich mit der Gewichtsbestimmung an Brillanten in der Fassung.

Görlitz, im Frühjahr. Der 30. Gründungstag der „Freien Vereinigung" wurde im Bankettsaal der Stadthalle mit Geschäftsfreunden und den Familien der Mitglieder festlich begangen. Vorsitzende der „Freien Vereinigung" : Von 1901–1921 Willibald Finster; von da ab Ehrenvorsitzender. Von 1921–1926 Oskar Höer. Von 1926–1933 Hermann Scholze.

Dresden. Die Dresdner Innung hat eine „Fahndungsstelle" eingerichtet. „Bei Raub, Diebstahl, Plünderung usw. ist die Zentralstelle (Koll. Frötschner) sofort telefonisch anzurufen."

Deutschland, am 15. März. Die Zahl der Arbeitslosen beträgt fast 5 Millionen. Nur die Hälfte von ihnen ist durch die Arbeitslosenversicherung abgesichert. 19 Prozent erhalten Mittel aus der Krisenunterstützung, der Rest ist auf die Wohlfahrt angewiesen. Die wirtschaftlichen und psychologischen Folgen der Weltwirtschaftskrise erzeugen eine allgemeine Katastrophenstimmung und bringen den radikalen Parteien Zulauf.

Breslau, im März. Die Tochter des Hofjuweliers Heinrich, Erna Heinrich, legt die Meis­terprüfung ab.

Hamburg, am 20. März. Einer der bekanntesten deutschen Edelschmiede, Prof. Alexander Schönauer, feiert seinen 60. Geburtstag. Geboren und Goldschmiedelehre in München. Siedelt 1895 nach Hamburg. Fertigte neben hervorragenden Sportpreisen auch das Ratssilber für das neue Hamburger Rathaus.

Leipzig, am 25. März. Adolf Giebel, Goldschmied und auch Obermeister, verstirbt.

Deutschland, am 29. März. Reichspräsident Paul von Hindenburg schränkt mit einer Notverordnung zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen das Versammlungsrecht und die Pressefreiheit ein.

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Hanau, am 1. April. Die Platinschmelze von Wilhelm Carl Heraeus wurde vor 80 Jahren gegründet und feiert mit den Mitarbeitern den Geburtstag.

Berlin. Die Gold- und Silberschmiede-Innung der Stadt hat 243 ordentliche Mitglieder und 3 Ehrenmitglieder.

Schwäbisch Gmünd, im April. Der Gmünder „Altherrenbund" beschließt auch junge Kollegen in die Reihen aufzunehmen und ändert auch seinen Namen. Neuer Vereinsname: „Tiegel".

Deutsche Goldschmiede-Zeitung, im April. Der Verlag gibt ein Wörterbuch für Goldschmiede und Juweliere heraus, das 9.000 Vokabeln in deutsch, englisch, französisch und spanisch beinhaltet.

Hagen, im April. Von der Handwerkskammer wird Goldschmiedemeister Hugo Oppermenn, Kampstraße 30, als Sachverständiger vereidigt.

Berlin, am 25. April. Im Lokal von Schulze, Stallschreiberstraße 5, findet die ordentliche Ausschusssitzung der Innungskrankenkasse der Juweliere, Gold- und Silberschmiede-Innung Berlin statt.

Speyer, am 25. April. Im Alter von 66 Jahren verstirbt der Vorsitzende des Pfälzer Landesverbandes Goldschmied Wilhelm Horz (Mitglied im RV). Anlässlich des RV-Tages in Idar-Oberstein leitete er ein Goldschmiede-Zusammentreffen in Neustadt a. Haardt.

Erfurt, am 26. April. Die Zwangsinnung der Gold-, Silberschmiede und Juweliere zu Erfurt hält im Gildehaus Frühjahrsversammlung. TOP 4: Vorstandswahl. Es scheiden aus: der Obermeister, der Schriftführer, ein Beisitzer.

Hanau. Im Alter von 48 Jahren schied der Cellinist Alex Ehrmann aus dem Leben.

Berlin, am 9. Mai. Der stellv. Obermeister der Innung Schöneberg, Goldschmiedemeister Paul Kempcke, ist im Alter von 37 Jahren verstorben. (Mitarbeiter der DGZ und des „Junggoldschmieds")

Weimar, am 10. Mai. Versammlung der Mitglieder der Zwangsinnung der Gold- und Silberschmiede und Juweliere im Stadthaus am Markt. TOP 8: Obermeister Carl Koch stellt Anträge zum Reichsverbandstag.

Rostock, im Mai. Vor der Prüfungskommission in Schwerin besteht der Ziseleur und Goldschmied Josef Kucher die Meisterprüfung mit „sehr gut".

Plau, am 17. Mai. Hauptversammlung der Innung bei der Mecklenburge. Schriftführer Eichholz verliest das Protokoll. Herr Stavenow aus Malchin gibt den Kassenbericht. Delegiert zur RV-Tagung nach Quedlinburg wird von Obermeister Schmieth der Kollege Burmeister.

Den Haag, vom 17. bis 19. Mai. III. Internationale Konferenz der Fabrikanten- und Einzelhändler-Verbände des Juwelier-, Gold- und Silberwarengewerbes im Restaurant „De Twee Steden".

Berlin, am 29. Mai. Im Restaurant Fuggerhaus-Kasino, Linkstraße 25, wird eine außerordentliche Innungsversammlung abgehalten. Carl Hugo Schaper nimmt für die bevorstehende Tagung des RV Anträge der Mitgliedschaft entgegen. Ehrend gedacht wird dem kürzlich verstorbenen Kollegen Hugo Eisenach.

Aachen, am 31. Mai. Goldschmiedemeister Matthias Stockem sen., Jacobstraße 48, kann seine Goldene Hochzeit feiern. Bereits im Vorjahr hatte er 50-jähriges Geschäftsjubiläum.

Stuttgart, am 31. Mai. Die Sonderausstellung im Württemberger Landesgewerbemuseum geht zu Ende. Gezeigt werden auch Arbeiten von Fritz Möhler. Besucht wird die Schau von Staatspräsident Dr. Bolz und dem Ministerialdirektor Cloß.

Gera, am 1. Juni. Goldschmiedemeister R. Finsterbusch eröffnet seine Gold- und Silberschmiede.

München, in der Nacht vom 6. zum 7. Juni. Der Münchner Glaspalast wird ein Raub der Flammen. Bei der Katastrophe werden über 3.000 Gemälde, ungefähr 1.000 Plastiken und auch zahlreiche Goldschmiedearbeiten vernichtet. So Goldschmiedearbeiten von J.M. Wilm, Franz Rickert, Max Obletter, Schmid-Geiler, Lorenz Durner, Ludwig Bub, Rudolf Schwarz, W. Heiden und anderer.

Dresden, am 7. Juni. Hauptversammlung des Landesinnungsverbandes Sachsen.

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Obermeister Gäbler eröffnet und begrüßt die 15 erschienenen Delegierten. Es wird berichtet, dass der LIV mit der Dresdner Innung Propaganda in Zeitschriften, Rundfunk, Lichtbildwerbung im Theater, im Kino und in der Hygieneausstellung betrieben habe. Schatzmeister Scharffenberg bilanziert mit 4.805,60 RM. Der „alte" Vorstand wird neu gewählt: 1. Vorsitzender Gäbler, Stellvertreter Moosblech, Schriftführer Resch. Ausschussmitglieder: Müller, Meißen; Haußding, Pirna; Steinwender, Aue; Scholze, Leipzig; Lange Zittau. Weitere Themen: Das Leihhauswesen; der Hausierhandel; die Schleuderfirmen; die Besteckpreise und der Fahndungsdienst. Antrag an den RV: „Der Reichsverband wird ersucht in der Verwaltung größte Sparsamkeit walten zu lassen und evtl. die Gehälter durch Senkung den wirtschaftlichen Verhältnissen anzupassen".

Itzehoe, am 7. Juni. Der Obermeister J.A. Lehmann lädt die Mitglieder des „Goldschmiede-Vereins" von Schleswig-Holstein in das Bahnhofshotel zur Hauptversammlung ein.

Schwäb. Gmünd, vom 8. bis 10. Juni. Die VII. Gmünder Fachtagung für Goldschmiede und Juweliere. Dr. G.F. Hartlaub, Direktor der Mannheimer Kunsthalle, hält einen Vortrag. Thema. „Kollektivismus und Individualismus in der angewandten Kunst". Paula Scholz wendet sich besonders gegen den Reichsverband. „Es ist eine schmerzliche Erkenntnis, wenn Prof. Frenzel sagt, dass die Juweliere den Anschluss an die Zeit verloren haben. Seit Jahren beklagen wir uns über den Niedergang des Gewerbes, und trotzdem geschieht so gut wie nichts um denselben aufzuhalten". Prof. Klein: „Das Ausscheiden aus dem Zentralausschuss für Deutsche Schmuckkultur ist für den Reichsverband verhängnisvoll gewesen." Die Forderung des Prof.: „Hinein in den Zentralausschuss!"

Meißen, im Juni. Goldschmiedemeister Pötschke und sein Sohn fertigen für die hiesige Fleischerinnung eine Obermeister-Kette in Silber, mit Gold und Email. Die Kette wird anlässlich der 700-Jahrfeier der Innung von den Meisterfrauen gestiftet.

Hainichen, im Juni. Goldschmiedemeister Paul Krauspe verstirbt. (Mitbegründer und Ehrenmitglied der Chemnitzer Innung. Ausgezeichnet mit der goldenen Reichsverbandsnadel.)

Deutschland, im Juni. In der Deutschen Goldschmiede-Zeitung ruft der Werbeberater Friedrich Senft aus Darmstadt zur Bildung von Werbegemeinschaften auf.

Quedlinburg, vom 20. bis 23. Juni. Reichsverbandstag in Quedlinburg. Ausrichter ist die Zwangsinnung für das Goldschmiedehandwerk in den Kreisen Aschersleben, Halberstadt, Oschersleben, Quedlinburg und Wernigerode, unter dem Vorsitz von Obermeister Jenrich. Tagungshotels: Quedlinburger Hof, Hotel Kaiserhof, Hotel Prinz Heinrich. Parole: „Glückauf zum 30. Verbandstag in Quedlinburg!"

Deutschland, am 17. Juli. Hindenburg erlässt eine Notverordnung über das Pressewesen, mit der Zeitungsverbote leichter als bisher durchgesetzt werden können.

Dresden, am 24. Juli. Sitzung des Reichsfachausschusses des Reichsverbandes. Für das Fachblatt wird der „Fragekasten" eingeführt.

Gera, am 24. August. Außerordentliche Versammlung der Innung in der Gastwirtschaft „Bahnhof-Süd". Obermeister Jahr gibt bekannt, dass diejenigen Innungsmitglieder, die dem Reichsverband auch weiterhin angehören wollen, sich zu einer neben der Zwangsinnung bestehenden Freien Vereinigung zusammenschließen.

Leipzig, am 30. August um 19.30 Uhr. Im kleinen Saal des Gesellschaftshauses „Tunnel" der Messegesellschaft, veranstaltet die „DGZ" ein zwangloses Beisammensein der Goldschmiede. Die Cellinisten kommen um 20 Uhr im Sachsenhof zusammen. Nürnberg, am 1. September. Goldschmiedemeister Georg Henning begeht goldenes Geschäftsjubiläum.

Frankfurt/M., am 19. September. Im Alter von 90 Jahren stirbt Goldschmiedemeister Georg Schlund, Mitbegründer und Ehrenvorsitzender der Innung im Landkreis Frankfurt.

England, am 20. September. Die Bank von England hebt den Goldstandard für das Pfund Sterling auf. Zahlreiche weitere Länder mit Sterling-Währung folgen.

Deutsche Goldschmiede-Zeitung Nr. 39, am 26. September. Aufruf der Fachzeitschrift, durch Spenden die „Glaspalast-Künstler" zu unterstützen. (Abgebrannt am 7. Juni.)

Hamburg, am 1. Oktober. Adolf Mohr, Admiralitätsstraße 84, begeht sein 25-jähriges Geschäftsjubiläum (Sohn von E.H. Mohr.)

Saarbrücken, am 1. Oktober. Die Goldschmiede von Friedrich Kraemer, Bahnhofstraße 78, feiert 40-jähriges Bestehen. (Eine der größten Goldschmieden Südwestdeutschlands mit 35 Beschäftigten.)

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Deutschland, am 6. Oktober. Reichspräsident von Hindenburg erlässt eine weitere Notverordnung zur „Sicherung von Wirtschaft und Finanzen" sowie zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen.

Leipzig. Wilhelm Woeckel, Inhaber des bekannten Fach-Handelshauses, Rosenthalgasse, feiert seinen 50. Geburtstag.

Berlin. Goldschmiedekunst auf der Bauausstellung 1931. H. J. Wilm stellt in einem eigens errichteten Pavillon eine Goldschmiede in vollem Arbeitsbetrieb dar.

Münster, am 17. Oktober. Juwelier J.C. Osthues feiert das 175-jährige Bestehen seines Unternehmens.

Plauen, am 19. Oktober. III. Quartalsversammlung der Innung der Kreishauptmannschaft Zwickau. Zu Gast der Vertreter des RV und des LIV Kurt Herrnsdorf aus Dresden.

Hanau, im Herbst. Gerhard Söhnlein und Otto Klein fertigen den Logenhammer.

Eberswalde, am 26. Oktober. Obermeister Otto Kienscherf, auch Stadtrat in Eberswalde, ist im Alter von 69 Jahren verstorben.

Görlitz, am 6. November. Hofjuwelier R. Hoer kann 75-jähriges Bestehen feiern. Der jetzige Geschäftsinhaber ist der Schwiegersohn Wilhelm Winne.

Leipzig, am 12. November. Im Börsenrestaurant besprechen etwa 30 Leipziger Goldschmiede den Zusammenschluss zu einer Freien Innung. Die konstituierende Sitzung ist für den 3. Dezember um 20.15 Uhr im „Silbernen Bär", Universitätsstraße, vorgesehen.

Gera, am 16. November. Vierteljahresversammlung der Goldschmiede-Zwangsinnung für Ostthüringen zu Gera in der Gastwirtschaft „Bahnhof Süd". TOP 3: Vortrag des Kollegen Stoephasius: „Was uns die Dichter in Poesie und Prosa über das Gold und die Edelsteine sagen". OM Fritz Jahr.

Leipzig. Die vom Sächsischen Innenministerium verwaltete Hermann-Ilgen-Stiftung hat einen Wettbewerb ausgeschrieben zur Erlangung von Entwürfen für eine Goetheplakette oder eine Ehrenauszeichnung, die anlässlich des 100. Todestages Goethes im nächs­ten Jahre von der Leipziger Universität verliehen werden soll.

Mainz-Rostheim, im Winter. Der Goldschmied Jacob Schmitt, durch einen Gewehrschuss im Weltkrieg erblindet, widmet sich sehr erfolgreich der Bildhauerei. Ein Gönner, der auf ihn aufmerksam wurde, ermöglicht ihm die Aufnahme eines Studiums an der Frankfurter Kunstgewerbeschule.

Hanau, am 7. Dezember. Der langjährige Lehrer an der Akademie Prof. Wilhelm Schultz stirbt im 71. Lebensjahr.

Berlin, am 10. Dezember. Die Goldschmiede-Werkgenossenschaft wird durch Beschluss der Hauptversammlung aufgelöst.

München, im Dezember. Die Hofgoldschmiede Th. Heiden, Promenadenplatz, kann auf ein 50-jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlass veranstaltet die Fa. einen ­Jubiläumsverkauf.

Gera, am 18. Dezember. Die Goldschmiede C. Th. Jahr & Söhne, Johannisplatz 9, feiert ihr 125-jähriges Bestehen.

1932

Hannover, am 1. Januar. Goldschmiedemeister Richard Levin, Seilwindstraße 12, feiert seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass wird ihm der Ehrenmeisterbrief überreicht.

Görlitz, am 13. Januar. Innungsversammlung. Der Vorsitzende Hermann Scholze eröffnet die gut besuchte Veranstaltung. Schriftführer Willi Finster verliest das Protokoll der letzten Tagung.

Augsburg, im Januar. Für die Amtszeit von 1932/34 werden folgende Fachbeisitzer für den Meisterprüfungsausschuss bestellt: Josef Rosenmaier, Adolf Winter, Max Gölte sen., Karl August Schmedding.

Berlin, am 18. Januar. 1. ordentliche Innungsversammlung im Hochzeitssaal der Kammersäle, Teltower Str. 4. Obermeister Eichendorff gibt den Jahresbericht. Weitere Themen: Satzungsänderung, Sterbeversicherung, Leihhäuser, Besteckpreise u.a.

Zwickau, am 31. Januar. Die 1. Hauptversammlung der Goldschmiede-Innung im neuen Jahr wird im „Weißen Hirsch" abgehalten.

Leipzig, am 4. Februar. Der Vorsitzende der Vereinigung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede Großmann lädt in den Burgkeller ein.

Gütersloh, am 29. Februar. Generalversammlung der Zwangsinnung der Uhrmacher und Goldschmiede des Kreises Wiedenbrück, im Gütersloher Kaiser-Hotel.

Görlitz, am 1. März. Die Goldwarenfabrik Paul Hartmann feiert 25-jähriges Bestehen.

Hanau, am 1. März. Silberschmied und Graveur Wilhelm Huth verstirbt. Er kopierte hervorragend alte Nürnberger und Augsburger Arbeiten für Museen.

Deutschland, am 22. März. Anlässlich des 100. Todestages Goethes wird in ganz Deutschland dem Dichterfürsten mit Feiern gedacht. Die Schaufenster der Schmuckgeschäfte sind mit Plaketten, Urkunden, aber auch mit Mineralien dekoriert.

Magdeburg, im Frühjahr. Bei Moritz Guttentag ist Max Träger jetzt 40 Jahre, zuerst als Juwelier, später als Geschäftsführer tätig.

Leipzig, im Frühjahr. Das Messamt ermäßigt die Werbebeiträge für kleine Ausstellungsflächen. Der Quadratmeter wird von 25,- RM auf 10,- RM reduziert.

Markneukirchen, im Frühjahr. Anlässlich des Goethe-Gedenkjahres bringt Gustav Brehmer eine Goethe-Kollektion in Form von Medaillen, Plaketten, Buchzeichen, Anstecknadeln, Festzeichen, Stocknägeln u.a. heraus.

Leipzig, im April. Der Konkurs der Schmelz-, Probier- und Scheideanstalt hat ein gerichtliches Nachspiel. Die Vorstandsmitglieder Weigand und Steinwachs sind rechtskräftig verurteilt worden, an die Konkursmasse Zahlungen zu leisten. (Weigand 12.000,- RM und Steinwachs 4.450,53 RM) Beide sind zahlungsunfähig und haben einen Offenbarungseid geleistet.

Hamburg, im April. Die Zwangsinnung wählt Paul Neumann zum neuen Obermeister. Es wird der Austritt aus dem RV beschlossen.

Deutschland. Die Löhne insgesamt betragen im Jahre 25,7 Milliarden RM. Die Einzelhandelsumsätze im Jahre 22,7 Milliarden RM.

Deutschland, am 14. April. Die Reichsregierung billigt eine weitere Million Reichsmark für mehrere Arbeitsbeschaffungsprogramme. Die Gesamthöhe der Summe, mit der die ­Regierung für den „freiwilligen Arbeitsdienst" aufkommt, beträgt im Juli 55 Millionen Reichsmark. 66.000 Arbeitslose werden für durchschnittlich 2 RM pro Tag beschäftigt. Die von Staat und Gemeinden gewährte Arbeitslosenunterstützung beträgt 1,80 RM/Tag.

Schwäbisch Gmünd. Die Stadt wird zum Notstandsgebiet erklärt. Der Zustand hält bis 1940 an. Trotzdem funktioniert das Innungsleben unter dem OM Rupp und später unter Möhler weiter.

München, am 5. Mai. Hauptversammlung des Bayrischen Kunstgewerbevereins München, Gruppe Gold- und Silberschmiede. Motto: „Zusammenschluss tut uns not". Dem Ruf folgen 15 Kollegen.

Eberswalde, im Mai. In der Goldschmiede Bruno Gottschalg sind jetzt 4 Meister tätig. (Der Chef, Heinz Buchholz, Herbert Buchholz und Kurt Ziegler) Der Betrieb hat vor 2 Jahren sein 50-jähriges Bestehen gefeiert.

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Angermünde, am 29. Mai. Die Zwangsinnung Eberswalde hält Hauptversammlung in Angermünde. Der stellv. Obermeister Brünner eröffnet und gedenkt dem verstorbenen ehem. Obermeister Otto Kienscherf. H. Brünner wird zum Obermeister gewählt und sein Stellvertreter wird Franz Elling.

Rostock, am 14. Juni. 100 Jahre Goldschmiede D.H. Dieken (Franz Diercks Nachf.).

München, im Juni. J. Danner, Direktor an der Städtischen Gewerbeschule tritt nach fast 40-jähriger Lehrertätigkeit zurück.

Chemnitz, am 26. Juni. 11. Hauptversammlung des LIV-Sachsen. Obermeister Gäbler eröffnet und weist auf die allgemeinen Probleme, mit denen das Handwerk und die gesamte Wirtschaft zu kämpfen haben. Von den 258 Firmen können eigentlich nur 180 als zahlende Mitglieder betrachtet werden. Die Beiträge werden von 6,- RM auf 4,80 RM gesenkt. Der RV wird ersucht, dahin zu wirken, dass den Privatleihhäusern der Handel mit Neuware untersagt wird.

Berlin, am 1. Juli. Oscar Müller (Fa. Wilhelm Müller, gegr. 1847) feiert 50-jähriges Inhaberjubiläum. O. Müller ist Mitbegründer der Freien Vereinigung Berlin und war viele Jahre im Vorstand des RV tätig.

Forst, am 1. Juli. Goldschmied Johannes Finsterbusch übernimmt das Brillanten-, Gold- und Silberwarenlager des Georg Buthke und eröffnet im Haus am Markt 17 sein Geschäft.

Halle, am 7. Juli. Im Hotel Sachsenhof hält die „Freie Vereinigung der Juwelier, Gold- und Silberschmiede Leipzigs" Halbjahresversammlung.

Berlin, im Juli. Ein „Goldschmiedefilm" wird von Regisseur Hans Banz und dem Juwelier C.H. Schaper gedreht.

Deutschland, am 17. Juli. In mehreren Städten kommt es zu Zusammenstößen zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten. Den ersten Höhepunkt der bürgerkriegsähnlichen Kämpfe nach Wiederzulassung der SA bildet der „Altonaer Blutsonntag". Die SA provoziert Straßenkämpfe mit Kommunisten. Bei den Schießereien sterben 18 Menschen.

Weißenfels, am 20. Juli. Goldschmiedemeister Adolf Teubner, Saalstraße, feiert sein 100-jähriges Firmenjubiläum. (Ununterbrochen im Besitz der Familie!)

Moskau, am 25. Juli. Unterzeichnung des Nichtangriffspaktes zwischen der Sowjetunion und Polen.

Deutschland, am 31. Juli. Bei der Reichstagswahl wird die NSDAP mit 37,4 Prozent stärks­te Fraktion vor der SPD mit 21,6 Prozent. Die Wahl ergibt keinerlei regierungsfähige Mehrheiten. Die NSDAP stellt mit Hermann Göring den Reichstagspräsidenten.

Halle, am 1. August. Hofjuwelier Hermann Walter (Inh. Walter Schilling), Große Steinstraße 73, feiert sein 75-jähriges Geschäftsjubiläum.

Berlin, am 3. August. Im Alten Museum in Berlin wird die Gesellschaft für Goldschmiedekunst gegründet. Die Gesellschaft versteht sich als Bindeglied zwischen Handwerk und Kunst. Eine der Forschungsstellen ist das „Grüne Gewölbe" in Dresden. Bekanntes­tes Gründungsmitglied aus der Branche ist F.R. Wilm.

Deutschland, am 6. August. Freigabe der ersten Autobahnstrecke des Deutschen Reiches. Sie verbindet Köln mit Bonn.

Lübeck, am 28. August. Die Goldschmiede H.H. Sack, Sandstraße 15, feiert als ältestes Fachgeschäft ihr 100-jähriges Bestehen (Gegr. von Hermann Georg Heinrich Sack).

Duisburg, am 10. September. Der Goldschmied Heinz Buchholz, Heinrichstraße 6, wird von einem 35-jährigen Kaufmann aus Halle erschossen.

Deutschland, am 23. September. Im Reichsgebiet kommt es wegen der im Wirtschaftsprogramm Papens vorgesehenen Lohnkürzungen zu Streiks.

Dessau, am 30. September. Auf Beschluss des Stadtrates von Dessau (Anhalt) muss das Bauhaus seinen Lehr- und Forschungsbetrieb einstellen. Konservative und nationalsozialistische Gegner des Bauhauses haben in einer Hetzkampagne die funktionalistische Formgebung des Bauhauses kritisiert. Das Dessauer Bauhaus zieht nach Berlin um.

Schwäb. Gmünd. Rudolf Schropp verbessert das Mundlötrohr und lässt sich dafür ein Reichspatent eingetragen.

Bamberg, am 17. und 18. Oktober. Arbeitstagung des Reichsverbandes. Die Tagung organisieren die Goldschmiede Brugger sen. und junior. Die Direktoriumssitzung eröffnet 15.00 Uhr der Präsident des Verbandes A. Schrader, Hamburg. Die Gesamtguthaben für 1931/32 werden mit rund 49.000,- RM beziffert, etwa 4.000,- RM mehr Ausgaben als Einnahmen. Auf Grund der schlechten Wirtschaftslage wird der Haushalt auf 34.000,- RM reduziert. Herr Schmieth regt an, den RV-Beitrag von 15,- RM auf 12,- RM zu senken. Der Vorschlag findet keine Zustimmung!

Weitere Themen: Die Besteckpreise und der Besteckhandel. Obmann der Besteckkommission Wollenweber, München, wird autorisiert erneut Verhandlungen mit den Herstellern aufzunehmen. Besonders kritisiert wird die Ausbreitung und Errichtung neuer „WMF-Geschäfte". Verlangt werden dringend erforderliche gesetzliche Regelungen für das Pfandhausgewerbe. Der Obmann des Reichsfachausschusses, Kurt Herrnsdorf, gibt einen ausführlichen Bericht über Lehrlingsvermittlung, Lehranstalten, Prüfungswesen, Verdienstmöglichkeiten und Arbeitsämter.

Gelobt wird die Berliner Fachschule unter Wehlack. Vorgesehen ist die Aufstellung einer Lehrlingsstatistik des R.F.A. Begrüßt wird vom RV die Gründung der Gesellschaft für Goldschmiedekunst.

Wahlen: Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Scheel, Kassel, und Köppen, Berlin, werden auf Vorschlag des Direktoriums wiedergewählt und nehmen an. Ebenso erklärt sich Präsident Schrader, Hamburg, bereit sein Amt weiter zu führen. Auch werden die Rechnungsprüfer Frankenberg und Rosenthal wiedergewählt.

Deutschland, am 31. Oktober. Nach Angaben der Reichsregierung ist die Arbeitslosenzahl auf 5,1 Millionen gesunken.

Deutschland, am 1. Dezember. Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (ADGB) fordert die Wiedereinführung der 40-Stunden-Woche und die Rücknahme der durch Notverordnung erzwungenen Lohnkürzungen.

Ulm, am 6. Dezember. Carl Neubronner, Marktplatz 13, feiert sein goldenes Berufsjubiläum und gleichzeitig sein 40-jähriges Jubiläum als Inhaber der Firma.

1933

174

Deutschland. Die Auflösungserscheinungen des parlamentarischen Systems spiegeln sich auch in der Anzahl der 1932 erlassenen Notverordnungen wieder: Den 66 Verordnungen stehen nur fünf vom Reichstag beschlossene Gesetze gegenüber. 1930 ergingen lediglich fünf Notverordnungen, während noch 98 Gesetze vom Reichstag beschlossen wurden.

Berlin. Betrifft Berlinvermögen: Grundbuch Bd. 42, Blatt 1392. Blücherstraße 19, 2 Flurstücke Nr.1552 und Nr.194, zusammen 1.097 qm. 1 Wohngebäude mit 2 Hofräumen.

Landshut, am 10. Januar. Goldschmiedemeister, Hofjuwelier und Gewerberat Ernst Rieger feiert seinen 65. Geburtstag und mit seiner Gattin Anna das 40-jährige Ehejubiläum. Gleichzeitig kann Herr Rieger auf ein nachweisbares 270-jähriges Bestehen seiner Goldschmiede zurückblicken.

Salzwedel, im Januar. Beim Plakatwettbewerb zur 700-Jahrfeier für Salzwedel erhält von den 70 Entwurfseingängen der Goldschmied Werner Schmidt, Bergstraße 24, den 1. Preis.

Zwickau, im Januar. August Emil Bufe, Inhaber der Firma A. Bufe & Söhne, Innere Plauensche Straße 5, stirbt im Alter von 64 Jahren.

Deutschland, am 30. Januar. Hitler wird von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Aus Anlass der Machtübernahme paradieren in Berlin etwa 15.000 Mitglieder von SA, Schutzstaffel (SS) und „Stahlhelm" mit einem Fackelzug durch das Brandenburger Tor. Die KPD ruft zum Generalstreik auf.

Braunschweig, am 3. Februar. Goldschmiedemeister Heinrich Rullkötter verstirbt.

Saarbrücken, am 6. Februar. Jahrespflichtversammlung der Uhrmacher- und Goldschmiede-Innung des Saargebietes. Der Obermeister Kern kann 67 Mitglieder begrüßen. Der Kassenbestand beträgt 1.641,- Frs. Entlastung des Kassierers durch Both und Kunze. In der Stadt wurde eine Notrufzentrale installiert, die den Kollegen vom Polizeikommissar vorgeführt wird. Bedauert wird, dass der Anschluss mit hohen Kosten verbunden ist.

Bremerhaven, am 8. Februar. Im Hotel „Drei Kaiser" findet eine zwanglose Zusammenkunft der Goldschmiede-Innung Bremerhaven statt.

Gera, im Februar. Es taucht ein Goldaufkäufer auf, über den die Innung beim RV Klage führt. Daraufhin wird ein langer Schriftwechsel fällig. Weiter kritisiert die Innung die WMF-Filialen und schreibt in der Fachpresse: „Stellt unser Reichsverband noch die Spitzenvertretung des Einzelhandels in unserer Branche dar, oder welche Interessen vertritt er?"

Berlin, am 27. Februar. Abends bricht im Reichstagsgebäude ein Brand aus, der fast den gesamten Mittelteil des Gebäudes und den Plenarsaal zerstört. Direkt nach dem Brand erklärt Göring, der festgenommene Niederländer Marinus van der Lubbe habe im Auftrag der KPD das Feuer gelegt. Es folgen zahlreiche politisch motivierte Verhaftungen.

Deutschland, am 28. Februar. Hindenburg unterzeichnet Notverordnungen, die mit sofortiger Kraft die Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit noch weiter einschränken und der Polizei weitreichende Befugnisse einräumen. Die SPD-Zeitung „Vorwärts" wird vorläufig verboten.

Heilbronn, am 4. März. Goldschmiedemeister Albert Stotz verstirbt.

Berlin, vom 20. bis 23 März. 10 Goldschmiede, 2 Edelsteinfasser und 1 Silberschmied legen die Gesellenprüfung ab. Eine Woche später ist Prüfung in der Innung Schöneberg für 2 Goldschmiede und 1 Silberschmied.

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Erfurt, am 26. März um 10.00 Uhr. Obermeister Oswald Glaser lädt zur Lehrlingsprüfung ins Gildehaus.

Hanau, am 6. April. Der Direktor der Staatlichen Zeichenakademie Prof. Hugo Leven wird von seinem Posten enthoben und beurlaubt. Vorläufige Vertretung: Studienrat Benninghoven.

Eberswalde, am 8. April. Die Zwangsinnung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede in Eberswalde hält ihre Sitzung ab. In dem festlich geschmückten Raum beginnt um 16 Uhr die Ehrensitzung für die jetzt 185 Jahre alte Firma Elling, Eberswalde, Inhaber derzeit Goldschmiedemeister Franz Elling. Der Redner führt aus: „Ein Beweis, dass die Ellings eine starke, hochwertige Rasse waren...". Verliehen wird den Ellings die Ehrenplakette der Handwerkskammer.

Preußen, am 11. April. Göring wird offiziell preußischer Ministerpräsident.

Dresden, am 12. April. Osterhauptversammlung der Goldschmiede-Kreiszwangsinnung Dresden. Obermeister Gäbler eröffnet und gedenkt an „all das Erhabene, das wir seit den Märztagen miterleben durften." (Machtergreifung!!)

Anschließend werden 5 Lehrlinge freigesprochen. In der Aussprache tritt Kollege Juhrs für einen engeren Zusammenschluss mit der Uhrmacherinnung ein. Der Obermeister gibt bekannt, dass die Gleichstellungsverordnung vorschreibe, dass vier von sechs Vorstandsmitgliedern der NSDAP angehören müssen.

Magdeburg, im April. Anlässlich der „Gleichschaltung" der Handwerkskammer ist der Obermeister der Goldschmiede-Innung Willy Heinecke zum Präsidenten der Handwerkskammer Magdeburg eingesetzt worden.

Berlin, im April. Die Vollversammlung des RV des Deutschen Handwerks hat die „Gleichschaltung" mit der „Nationalen Regierung" vollzogen. Etwa 40 Innungen und Verbände sind erschienen, um den Sitz des Reichsstandes des Deutschen Handwerks nach Berlin zu verlegen. Der Reichspräsident v. Hindenburg und der Reichskanzler Hitler erhalten das Ehrenbürgerrecht der Stadt Pforzheim.

Berlin, am Montag den 24. April. Innungsversammlung im dicht gefüllten Theatersaal der Kammersäle. Obermeister Eichendorff eröffnet um 20 Uhr. Besonders werden die Gäste der Schöneberger Innung unter Führung des Obermeisters Ostwald sowie Fachschullehrer Wehlack begrüßt. TOP: Ein- und Ausschreiben; Vorstellung der Ausgelernten; Bericht über die letzte Prüfung. Als neues Mitglied begrüßt der Obermeister Herrn Fritz Flamm. Durch Erweiterung der Zuständigkeit der Innung werden 118 neue Mitglieder zugeführt. Die Handwerkskammer fordert die Innung auf, sich an der Feier des 1. Mai auf dem Tempelhofer Feld zu beteiligen.Der Obermeister führt aus, dass seit der Januar-Versammlung Ereignisse von größter Tragweite vor sich gegangen sind. „Wir haben eine nationale Erhebung erlebt wie nie zuvor. Vierzehn Jahre Schande liegen hinter uns." Gerade der Goldschmiedeberuf habe unter der Schmarotzer- und Schieberwirtschaft unsäglich gelitten. Nur selten habe die Innung bei der Bekämpfung von Schädlingen und Auswüchsen die Unterstützung der Behörden gefunden, selbst die gegebenen Versprechungen sind fast niemals erfüllt worden ... Flamm fordert die Gleichschaltung, 5 neue Vorstandsmitglieder aus dem Kampfbund aufzunehmen. Es sind: Flamm, Neumann, Willer, Gießel, Truxa. Flamm betont: „Wir fünf neuen Männer tun dies nach unserem nationalsozialistischen Grundsatz: ,Gemeinnutz geht vor Eigennutz!'"

Mainz, am 27. April. Der Vorsitzende der Goldschmiede-Zwangsinnung zu Mainz, Herr Wolz, lädt zur Mitgliederversammlung in den Bürgerhof ein. Der alte Vorstand tritt zurück. „Ohne Widerspruch" wird ein neuer Vorstand ernannt. Vorsitzender Klöss, Stellvertreter Sauerwein, Schriftführer Roßteutscher, Kassierer Schipfer und Beisitzer Rückert.

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Berlin, am 3. Mai. Im Plenarsaal des Reichswirtschaftsrates wird eine außerordentliche Vollversammlung des Reichsverbandes abgehalten, auf der der Reichsstand des deutschen Handwerks beschlossen wird.

Schwäbisch Gmünd, am 3. Mai. Die beiden kunstgewerblichen Vereine „Vorwärts" und „Tiegel" schließen sich zusammen. Neuer Vereinsname: „Gmünder Kunstverein e.V."

Rom, vom 5. bis 8. Mai. IV. Internationaler Juwelierkongress. Der RV veranstaltet eine Gemeinschaftsfahrt, die vom 3. bis 12. Mai dauert. Der Preis beträgt pro Person 204,- RM. (Bahnfahrt ab München II. Klasse, Vollpension.) Eröffnung des Kongresses im Capitol. Bericht des Präsidenten der BIBOA, C.J.A. Beeger. Am Sonntag, den 7. Mai, 15.30 Uhr Plenarversammlung im großen Saal des Palastes des Faschistischen Reichsbundes für Handel. Vortrag über Ziele der Deutschen Gesellschaft für Goldschmiedekunst von Dr. W. Waetzoldt. 20.00 Uhr Abendessen im Lido. Montag: Audienz beim Papst.

Aachen, am 6. Mai. Goldschmiedemeister Bernhard Lennartz jun., Kapuzinergraben 26, feiert sein 25-jähriges Bestehen. (Seit 1917 vereidigter Sachverständiger und Mitglied der Aachener Prüfungskommission.)

Hof, am 7. Mai. Eine Vereinigung der Uhrmacher und Goldschmiede von Hof und Umgebung wird gebildet. Vorsitzender Fritz Spörl, Uhrmacher; Kassenwart Karl Spörl, Goldschmied; Schriftwart Fritz König, Uhrmacher in Rehau; Pressewart Georg Frisch, Uhrmacher in Hof.

Deutschland, am 7. Mai. Der Maler Max Liebermann erklärt seinen Austritt aus der Preußischen Akademie der Künste.

Deutschland, am 10. Mai. Die Deutsche Studentenschaft organisiert Bücherverbrennungen von Werken oppositioneller und jüdischer Autoren.

Chemnitz, am 10. Mai. Außerordentliche Generalversammlung der Zwangsinnung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede des Kammerbezirkes Chemnitz im Central-Hotel. Obermeister Felix Dorn begrüßt die 23 erschienenen Kollegen und tritt in die Tagesordnung ein. Themen: Einträge, Gleichschaltung, Vorstandswahl, Verschiedenes. Der Kampfbundführer Maximilian Schreiber leitet die Neuwahl. Gewählt werden: Ober­meis­ter Felix Dorn; 2. Obermeister Paul Müller; Kassierer Willy Roller; Schriftführer ­Erich Dorn; 1. Beisitzer Otto Beschor; 2. Beisitzer Fritz Rabiger; 3. Beisitzer Findeisen.

Dresden, am 12. Mai. Hauptversammlung der Goldschmiede-Innung. Neuer Vorstand nach der „Gleichschaltung": 1. Obermeister E. Waibel, 2. Obermeister A. Kalkbrenner, 1. Schriftführer K. Herrnsdorf, 2. Schriftführer Müller jun., Meißen; 1. Kassierer W. ­Frötschner, 2. Kassierer G. Scharffenberg. Ausschussmitglieder: A. Roessner, Seidel, Th. Heinze, Brückner, Tierbach aus Meißen, W. Hausding aus Pirna.

Plauen, am 12. Mai. Goldschmiedemeister Robert Hüttel stirbt. Die Firma wurde von seinem Vater im Oktober 1860 gegründet.

Weimar, am 14. Mai. Hauptversammlung der Zwangsinnung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede im Restaurant „Armbrust". Der Obermeister: „Beschämend wird festgestellt, dass von den 24 anwesenden Innungsmitgliedern nur zwei der einzigartigen großen Freiheitsbewegung angehören." Neuwahl: Obermeister Koch, Schriftführer Riese, Beisitzer Brepohl und Richter.

Frankfurt/O., am 14. Mai. Die Goldschmiede-Zwangsinnung hält eine außerordentliche Jahreshauptversammlung zum Zwecke der „Gleichschaltung" im Hotel Prinz von Preußen ab. Es erscheinen 24 Mitglieder. Der Vorstand legt sein Amt nieder. Die Neuwahl leitet Magistratobersekretär Schmieder. Neuer Vorstand: Obermeister Sack, Cottbus. Vorstandsmitglieder: Dietrich, Sorau; ­Patry, Frankfurt; Strecker, Landsberg; Kranz, Forst.

Schleswig, am 14. Mai. Hauptversammlung des Vereins der Juweliere, Gold- und Silberschmiede von Schleswig-Holstein im Prinzen-Palais. Alle Vorstandsmitglieder treten zurück, um die „Gleichschaltung" zu vollziehen. Neuer Vorstand: Obermeister Merkle, 2. Obermeister Hansen, 3. Obermeister Mordhorst, Kassierer Petersen, Schriftführer Lehmann. Saarbrücken, am 15. Mai. Vollversammlung der Uhrmacher- und Goldschmiede-Innung. Obermeister Kern kann 38 Mitglieder begrüßen. Als Gäste erscheinen Syndikus Reutler und von der Handwerkskammer Herr Violet. Der Reichsbeauftragte und Gauleiter des Kampfbundes, Dr. Savelkouls, spricht über die Veränderungen des Kampfbundes.

Deutschland, im Mai. In allen deutschen Innungen wird das Gebaren der WMF beklagt, überall in den Städten des Reiches Filialen einzurichten, um die Werksprodukte selbst zu vermarkten. Bautzen, im Mai. Die Zwangsinnung für das Goldschmiedehandwerk der Kreishauptmannschaft Bautzen hält eine außerordentliche Versammlung im Hotel Gude ab. Themen: Die Gleichschaltung der Innung. Obermeister Lange begrüßt und heißt den Kreislandführer der NSDAP, Pg. Bautzmann, willkommen. Neuer Vorstand: Obermeister Paul Lange, Zittau; Stellvertreter Adolf Marr, Löbau; Kassierer Ludwig Resch, Bischofswerda; stellvertretender Kassierer Walter Baldauf, Zittau; Schriftführer Paul Bauer, ­Bischofswerda; stellvertretender Schriftführer Erich Burkhardt, Herrnhut.

Deutschland, im Mai. „Gleichschaltung" im RV. Präsident Willi Heinecke, Magdeburg; 1. Stellvertreter Adolf Schrader, Hamburg; 2. Stellvertreter Willi Wollenweber, München.

Hamburg, im Mai. Nach der Gleichstellung des Verbandes Norddeutscher Juweliere e.V. wird der Vorstand vom Staatskommissariat bestätigt. Vorstand: 1. Vorsitzender August Timm; 2. Vorsitzender Carl M. H. Wilkens; Beisitzer Franz Barka.

Landau, im Mai. Der Kreisverband pfälzischer Uhrmacher und Goldschmiede tritt zur außerordentlichen Generalversammlung zusammen. Der alte Vorstand legt seine Ämter nieder. Neuer Vorstand: Obermeister Karl Rehn, Landau; Stellvertreter Chelius, Bad Dürkheim; Schriftführer Karl Wittmer, Ludwigshafen; Kassierer Otto Maaß, Bad Dürkheim. Berlin, im Mai. Der Einkaufsverband deutscher Juweliere löst sich auf.

Magdeburg, am 16. Mai. Generalversammlung der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede­innung. Kollege Fritsch spricht dem Obermeister Heinecke die Glückwünsche zu seiner Wahl zum Präsidenten des Reichsverbandes und zum Präsidenten der Handwerkskammer Magdeburg aus. Der neu gewählte Vorstand der Innung: 1. Obermeister Fritsch; 2. Obermeister Reitzenstein; 3. Obermeister Boese; Kassierer Rehfeld; Schriftführer Franz; 1. Beisitzer Kühne; 2. Beisitzer Goethert.

Leipzig, am 18. Mai. Zur außerordentlichen Innungsversammlung lädt der Vorsitzende Großmann ein. Er fordert: „An dem Kampfbundaufmarsch im Juni sollen sich alle Mitglieder beteiligen."

Rostock, am 20. Mai. Die Goldschmiede Hartwig Damp feiert 50-jähriges Firmenjubiläum. Der Firmengründer Hartwig Friedrich Christoph Damp ist trotz seiner 77 Jahre noch aktiv.

Güstrow, am 28. Mai. Hauptversammlung der Vereinigung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede beider Mecklenburg. Kollege Eichholz begrüßt die 18 erschienenen Mitglieder. Der Vorsitzende Schmieth dankt und verweist darauf, dass die Vereinigung vor genau 30 Jahren gegründet wurde. Kollege Stavenow wünscht, von seinem Posten als Kassierer zurückzutreten. Betreffs Gleichschaltung legt der Vorstand seine Ämter nieder. Neuer Vorstand: L. Schmieth, Schwerin; C. Rutenick, Rostock; G. Kramer, Ribnitz.

203

Hof, am 28. Mai. Die Freie Vereinigung der Uhrmacher und Goldschmiede beschließt ab 1. Juli dem RV beizutreten.

Hannover, am 28. Mai. Die Vereinigung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede der Provinz Hannover, Schaumburg-Lippe und Oldenburg ruft wegen „größter politischer und wirtschaftlicher Umwälzungen" eine außerordentliche Hauptversammlung ins Hotel Battermann ein. TOP 4: Neuwahlen: 1. Vorsitzender Eduard Sewig; 2. Vorsitzender Georg Puttkammer; Schriftführer Heinrich Linn; Schatzmeister Heinrich Böckeler.

Leipzig, am 8. Juni. Die beiden Leipziger Fachorganisatoren der Juwelier- und Goldschmiedevereinigung und die Leipziger Juweliervereinigung schließen sich zusammen.

Hamburg, im Juni. Die Innung bestätigt den vom Stadtkommissar Bartholatus vorgeschlagenen Vorstand. 1. OM Paul Merkle; 2. OM C. Johansen; Schriftführer Schönhauer; Kassierer Jacob; Beisitzer Bonitz und A. Köhler.

Schwäbisch Gmünd, vom 19. bis 21. Juni. VIII. Fachtagung für Juweliere in der Edel­metallstadt. Malchin, am 1. Juli. Der Hofgoldschmied Ernst Stavenow feiert den 75. Jahrestag seiner Firmengründung.

Deutschland, am 6. Juli. Verordnung über Führerketten im Handwerk. Der Generalfeldmarschall von Hindenburg hat dem Reichshandwerksmeister eine Führerkette verliehen. Eine eigenmächtige Beschaffung von Ketten ist verboten! Alle bereits vorhandenen Ketten sind neu zu verleihen.

Leipzig, am 9. Juli. Die „Vereinigung" hat sich geschlossen an der Kampfbundveranstaltung beteiligt. (Vorantritt einer kleinen Gruppe in Werkstattkleidung mit Fahne, Schild und Arbeitsstücken. Die Fahne wurde von Frau Schubert gestiftet.) Anwesend sind etwa 110 Personen.

Stuttgart, am 9. Juli. Generalversammlung des Landesfachverbandes der Juweliere, Gold- und Silberschmiede Württembergs. Der 1. Vorsitzende Zinser eröffnet und kann 18 Kollegen begrüßen. Neuer Vorstand: 1. Vorsitzender A. Regelmann; 2. Vorsitzender R. Zinser; 3. Vorsitzender G. Pfister; Schriftführer H. Mährlen; Kassierer Kostenbader.

Bonn, am 10. Juli. Im Kölner Restaurant treten Goldschmiede, Silberschmiede und Graveure zusammen, um eine Innung zu gründen. Ein Dreier-Ausschuss wird an Stelle eines Vorstandes bestimmt, die nötige Vorarbeit zu leisten. Die Gründungsversammlung wird für den 24. Juli festgesetzt.

Mannheim, am 13. Juli. Generalversammlung der Vereinigung der Uhrmacher und Juweliere Mannheims. Der Obermeister Max Fleig eröffnet die Versammlung und kann 59 Mitglieder begrüßen. Die Innung wird in eine Zwangsinnung umgewandelt und nimmt neben den Uhrmachern auch Optiker und andere anverwandte Berufe auf. Kollege Walter berichtet ausführlich über die RV-Tage in Halle. Es wird angeordnet, dass am 15. Juli zur Kundgebung von Dr. Ley eine Abordnung mit Fahne zu erscheinen hat Dresden, am 13. Juli. Die Goldschmiede-Kreiszwangsinnung hält ihre Versammlung ab. Obermeister Waibel schildert seine Eindrücke von der Fachtagung in Schwäbisch Gmünd und würdigt besonders die Leistungen des Silberschmiedes Wilhelm Wollenberger, der auch 2. stellv. Präsident des RV ist. Köln, im Juli. Die Freie Gold- und Silberschmiedeinnung ist nun auch „Gleichgeschaltet". Der neue Vorstand: Obermeister Balthasar Salomon; Stellvertreter Kurt Plenkers; 1. Schriftführer Mathias Wildt; 2. Schriftführer Walter Kemper; Kassierer Peter Müller; Beisitzer Josef Kiel und Max Semich. Neue Geschäftsstelle: Luxemburger Str. 20.

239

Hanau, im Juli. Die Platinschmelze W. C. Heraeus GmbH kann auf 10-jähriges Bestehen zurückblicken. In einer Festschrift schildert Dr. Rohn die Entwicklung des Unternehmens von 1923 bis 1933.

Berlin, am 17. Juli. Obermeister Fritz Flamm eröffnet die Quartalsversammlung der Berliner Innung. Der Obmann des Aktionsausschusses, Herr Träger, berichtet ausführlich über Verordnungen des Reichswirtschaftsministers betreffs der Konkurrenz der Warenhäuser.

Chemnitz, am 23. Juli. Goldschmiedemeister Karl W. Beschor, Holzmarkt 17, feiert seinen 80. Geburtstag (geb. in Hanau).

Chemnitz, am 24. Juli. Goldschmiedemeister Felix Dorn verstirbt. (Geb. 19. Mai 1875; Lehre bei O. Würscher in Leipzig; macht sich am 8. November 1908 in Chemnitz selb­st­ständig; war 11 Jahre Obermeister in Chemnitz; 2. Vorsitzender des LIV-Sachsen und im Direktorium des RV tätig.)

Berlin, am 10. August. Auf Druck der NSDAP erklärt Ludwig Mies van der Rohe die Auflösung der Bauhaus-Schule in Berlin.

Schwäbisch Gmünd, im August. 44 Betriebe des Gmünder Edelmetallgewerbes kommen im Rokokosaal des Stadtgartens zusammen und beschließen einen Zusammenschluss. Die führenden Kräfte dafür sind Fritz Möhler, Schwäbisch Gmünd, und A. Regelmann, Stuttgart.

Regensburg, am 16. August. Der Unterverein der Juweliere, Gold- und Silberarbeiter Regensburg tagt. Der Obermeister Josef Pleyer legt sein Amt, das er 26 Jahre geführt hat, nieder. Sein Nachfolger wird Fr. Lees.

Berlin, am 18. August. Bei der Eröffnung der Funkausstellung in Berlin präsentiert Propagandaminister Goebbels den Volksempfänger. Geringswalde. Der Fa. J.E. Hammer & Söhne wird wegen dem „Schutz der nationalen Symbole" die Produktion von Krawattennadeln, Broschen und anderen Sachen mit Hakenkreuz verboten.

Hof, am 20. August. Im Gasthaus Ludwigsburg hält die Freie Vereinigung ihre Vierteljahresversammlung ab.

Heidelberg, am 21. August. Der Reichsverband der Deutschen Edelmetall- und Schmuckwarenindustrie mit Sitz in Pforzheim wird gegründet. Vorsitzender: Max Lichtenberger.

Görlitz, am 26. August. Der älteste Goldschmied von Görlitz, Franz Swoboda, Lutherstraße 41, feiert in gesundheitlicher Frische seinen 80. Geburtstag. Swoboda ist Mitbegründer der Görlitzer Innung.

Leipzig, vom 27. bis 31. August. Die „1. Braune Großmesse" im Rahmen der Leipziger Herbstmesse auf dem Ausstellungsgelände wird vom Reichsausschuss für Ausstellungswesen zusammen mit dem Kampfbund für den gewerblichen Mittelstand veranstaltet.

Deutschland, am 31. August. Fristablauf für die Anmeldung von Auslandsbesitz und Devisen (auch Gold!). Bei Unterlassung drohen hohe Strafen, bei vorsätzlicher Unterlassung mindestens 3 Jahre Zuchthaus.

Leipzig, am 7. September. Neuwahl des Vorstandes der „Vereinigung" in Leipzig. 1. Vorsitzender Julius Müller; 2. Vorsitzender Großmann; Schriftführer Breitweg; Beisitzer: Jänicke, Eichhorn, Gebhard, Stoll; Kassierer F.B. Faber.

Dem Goldschmiedemeister Oscar Meschke wird gedacht, der im 75. Lebensjahr verstarb.

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Leipzig, im September. Der Vorsitzende der Juweliervereinigung Ernst Treusch startet einen Aufruf, der folgenden Wortlaut hat: „Im kommenden Winter darf kein in Leipzig wohnender Goldschmied und Silberschmied frieren oder hungern. Den Kampf der Reichsregierung gegen Hunger und Kälte wollen wir in den engeren Reihen unterstützen. Wer auf kostenloses Mittagessen glaubt Anspruch machen zu können, melde sich bitte bei unserem Vorsitzenden. Wir helfen nach Maßgabe unserer Mittel!"

Eisenach, im September. Die Junker-Jörg-Edelschmiede, lange Jahre mit der Firma E. Liebtreu verbunden, hat ihre Werkstätte in die Sophienstraße verlegt. Inh.: Hermann Rabe.

Karlsruhe, vom 9. bis 27 September. Auf der Nationalsozialistischen Grenzlandmesse ist die Pforzheimer Schmuckindustrie mit ihren Produkten stark vertreten.

München, am 10. September. Der Bruder des Hofgoldschmiedes Th. Heiden, Max Heiden, feiert mit seiner Gattin die Goldene Hochzeit.

Deutschland, am 15. September. Die von der Trauringgruppe des RV der Deutschen Edelmetall- und Schmuckwarenindustrie benannten Trauringpreise treten in Kraft.

Arnstadt, am 17. September. Versammlung der Zwangsinnung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede, Sitz Weimar, in Arnstadt. Der Obermeister Carl Koch kann 23 Mitglieder begrüßen und ermahnt die Kollegen dringend zur Mitarbeit. „Die Kollegen, die glauben, andere für sich arbeiten zu lassen, werden als Saboteure betrachtet und haben sich die Folgen selbst zuzuschreiben." Der Obermeister gibt einen ausführlichen Bericht über die RV-Tagung in Halle.

Leipzig, am 21. September. Der Reichstagsbrandprozess wird eröffnet, bei dem auch der ehemalige Vorsitzende der KPD-Reichstagsfraktion angeklagt wird.

Deutschland, am 22. September. Das Reichskulturgesetz wird verabschiedet. „Um eine Politik der deutschen Kultur zu treiben, ist es notwendig, die Schaffenden auf allen Gebieten unter der Führung des Reichs zu einer einheitlichen Willensgestaltung zusammenzufassen."

Frankfurt/M., am 23. September. Mit einer Großveranstaltung wird der Reichsautobahnbau offiziell begonnen. Die Planungen gehen bis auf das Jahr 1924 zurück.

Görlitz, am 28. September. Der Goldschmied Robert Gruner, früher auf der Weberstraße, wird 85 Jahre alt.

Stettin, am 1. Oktober. Der Obermeister der Stettiner Zwangsinnung, Goldschmiedemeister Georg Riebe, hat 25-jähriges Geschäftsjubiläum. Riebe ist auch Gauvorsitzender des Deutschen Radfahrerbundes.

Berlin, am 1. Oktober. In der Reichshauptstadt sind insgesamt 1573 männliche und weibliche Bürger als Gold- und Silberschmied oder Schmuckarbeiter tätig. (Stat. Amt.)

Schwerin, am 3. Oktober. Gedenkfeier der Schweriner Goldschmiede, die vor 360 Jahren ihre Amtsrolle vom damaligen Herzog Johann Albrecht empfangen haben (1573 – 1933).

Pforzheim, am 8. Oktober. Die „Zunft Turm" feiert die Weihe des neuen Zunftheimes. Der Obermeister der Zunft, Scherenberger, erläutert die Bedeutung der Zunft für die Industrie und das Handwerk.

Bautzen, am 8. Oktober. Versammlung der Goldschmiede-Innung in der Bahnhofswirtschaft. Zur Pflicht wird den Mitgliedern die Teilnahme an der Reichshandwerkswoche gemacht. Obermeister Lange verkündet die neuen Trauringpreise: Per Gramm 333 = 2,50 RM / Per Gramm 585 = 4,00 RM / Per Gramm 750 = 5,00 RM. Im Anschluss wird die Ringfabrik des Mitgliedes Mittenzwei (Merkel Nachf.) besucht.

Berlin, am 9. Oktober. Im Sitzungszimmer des Reichsstandes des Deutschen Handwerks ist die Gründungsversammlung des Reichsverbandes für deutsche 247Handwerkskultur (Kunsthandwerk und Kunstgewerbe). Zum Führer des Verbandes wird Kunstschlosser Josef Wolf, München, und zum Stellvertreter Goldschmiedemeister Richard Gießel gewählt (Sitz: Berlin NW 7, Dorotheenstraße 35).

Hildesheim, am 9. Oktober. Der Goldschmied Georg Reimers kann auf 50-jährige erfolgreiche Geschäftstätigkeit zurückblicken. Reimers war lange Jahre Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses. Das Goldschmiedegeschäft ist schon über 100 Jahre in Familienbesitz.

Aachen, am 15. Oktober. Festumzug zu Beginn der Reichshandwerkswoche. Im 7,5 km langen Zug die Goldschmiede, die den 1. Preis zuerkannt bekommen.

München, am 15. Oktober. Der Grundstein für den ersten nationalsozialistischen Monumentalbau, das Haus der Deutschen Kunst, wird gelegt.

Berlin, am 16. Oktober. Die Berliner Innung erwägt in einer kontroversen Diskussion den Beitritt der Innung in den RV.

Görlitz, am 22. Oktober. Die Goldschmiede der Stadt präsentieren sich im Umzug während der Reichshandwerkswoche mit einem „Schwarzen", der auf einem Kissen Medaillen und verschiedene Kostbarkeiten trägt.

Dresden, am 22. Oktober. Im Stadtwald-Schlösschen hält der LIV Sachsen seine Hauptversammlung ab. Anwesend Direktor Altmann vom RV. Gedacht wird den verstorbenen Mitgliedern Dorn, Hüttel und Richard Müller.

Neuwahl des Vorstandes: 1. Obermeister Eugen Waibel, Dresden; 1. Schriftführer W. Frötschner; Schatzmeister Georg Scharffenberg. Vorstandsmitglieder: Paul Müller, Chemnitz; Ernst Treusch, Leipzig; Hans Julius Müller, Meißen; Paul Lange, Zittau; Carl Günther, Zwickau.

Chemnitz, am 23. Oktober. Im Central-Hotel kann der stellvertretende Obermeister Paul Müller 31 Kollegen der Goldschmiede-Innung zur Hauptversammlung begrüßen. Die Goldschmiede Lohse aus Limbach und Weinhold aus Jöhstadt stellen den Antrag um Aufnahme in die Innung.

Lübeck, am 23. Oktober. Die Goldschmiedefirma G. Schwartzkopf hat 100-jähriges Geschäftsjubiläum.

Deutschland, am 1. November. Nach langem anhaltenden Ringen der Einzelhändler und Kleinbetriebe ist der Preisschutzvertrag für silberne Bestecke in Kraft getreten. Unterbietern drohen empfindliche Strafen.

Köthen, im November. Die zwölf Gewerbetreibenden des Goldschmiedehandwerks der Stadt beantragen, eine eigene Zwangsinnung begründen zu dürfen.

Deutschland, am 15. November. Gründung der Reichskulturkammer unter Goebbels Führung. Damit werden alle Kulturschaffenden der Aufsicht des Reichspropaganda­ministers unterstellt.

Görlitz, am 16. November. Der Goldschmiede-Seniorenmeister Willibald Finster, Steinstraße 12, bekommt anlässlich seines Meisterjubiläums von der Handwerkskammer Liegnitz eine Urkunde. Überreicht von Vertretern des Görlitzer Goldschmiedehandwerks. Text: „Ehrt Eure deutschen Meister!"Finster begeht trotz seiner 79 Jahre den Ehrentag in voller Rüstigkeit.

Halle, am 22. November. Im Hotel Stadt Hamburg ist Zusammenkunft von Landesinnungsverbänden, Innungen und Vereinigungen Mitteldeutschlands. Der Leipziger Obermeister Treusch eröffnet um 10.15 Uhr. Ziel der Veranstaltung: „Neufundamentierung" des Gewerbes.

Deutschland, am 29. November. Die Nazis verabschieden das Gesetz über den vorläufigen Aufbau des Deutschen Handwerks.

Köln, am 30. November. Im Innungslokal „Zum alten Fritz" treffen sich die Mitglieder und nehmen Goldschmied Prof. Karl B. Berthold, Direktor der Kunsthandwerkerschule Köln, als neues Mitglied auf. Obermeister Salomon begründet die Aufnahme und würdigt die Verdienste von Prof. Berthold.

Leipzig, am 8. Dezember. Das Juwelier-Unternehmen C. F. Gütig, Thomaskirchhof 11, feiert sein 150-jähriges Bestehen. 1783 von Goldschmiedemeister Chr. Friedrich Gütig gründet. Der jetzige Inhaber, ein Nachfolger aus der Familie, ist Goldschmiedemeister Curt Heine.

Deutschland, am 13. Dezember. Die Reichspressekammer untersagt für zunächst drei Monate die Gründung neuer Zeitungen und Zeitschriften.

Deutschland, am 14. Dezember. Der § 78 der Eichverordnung wird geändert.

Aachen, am 19. Dezember. Unter dem Vorsitz der Behörde ist die Vereinigung aufgehoben worden. Die Konstituierung der Zwangsinnung findet statt. Die neue Innung führt den Namen „Goldschmiede-Innung Aachen". Obermeister B. Lennartz jun.; stellvertretender Obermeister F. Frank; Schriftführer M. Stockem jr.; Beisitzer A. Schickel.

Deutschland, am 20. Dezember. Die Reichsführung „SS" hat die Herstellung und das Tragen von Ringen mit aufgesetzten oder eingelegten SS-Zivilabzeichen laut Gesetz verboten.

1934

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Idar-Oberstein, im Januar. Die Gesellschaft für Edelsteinkunde wird gegründet. Leiter ist Georg O. Wild. Magdeburg, am 19. Januar. Der Präsident des RV (RDGJS), Goldschmiedeehrenober­meis­ter Willi Heinecke, feiert seinen 50. Geburtstag. (Sohn eines Goldschmiedes; lernte bei seinem Vater; besuchte die Fachschule in Hanau; legte 1913 seine Meisterprüfung ab; ist seit 1919 Obermeister in Magdeburg und seit 1933 Präsident des Reichsverbandes.)

„Deutsche Goldschmiede-Zeitung" vom 10. Februar. „Wettbewerb für Maler zur Schaffung von Goldschmiede-Porträts". Format 64 × 50 cm. Einlieferung bis 1. Juli an die Kunstschau der Böttcherstraße in Bremen. Gez. Ludwig Roselius, Bremen.

Saarbrücken, am 12. Februar. Die Freie Uhrmacher- und Goldschmiede-Innung des Saargebietes tagt. Gegen 15.00 Uhr eröffnet der Obermeister Mand und kann 68 Mitglieder begrüßen. Kassenbericht: Bestand 733 Franken. Bezüglich Freie- oder Zwangsinnung gibt Kollege Richter jun. seinen Schriftwechsel mit dem Reichsverband bekannt. Es wird beschlossen, die Angelegenheit bis zur Rückgliederung des Saargebietes ruhen zu lassen.

Cottbus, im Februar. Vor den Toren der Stadt Cottbus wird bei Erdarbeiten ein außerordentlich wertvoller Goldschatz aus germanischer Frühzeit gefunden. (Fünf massive goldene Schmuckreifen von insgesamt 856 Gramm Gewicht.)

Bischofswerda, am 4. März. Die Kreiszwangsinnung der Goldschmiede für Bautzen hält Hauptversammlung. Obermeister Lange eröffnet um 10 Uhr und begrüßt besonders den Vorsitzenden des LIV Waibel. Kollege Fritz Heller wird zum 2. Vorsitzenden gewählt. Kollege Waibel erwähnt die Wichtigkeit der Herstellung von Obermeister-Ketten und Meisterringen. Diskutiert wird das Problem mit den Warenhäusern und dem Zugabe­wesen.

Leipzig, am 6. März. Anlässlich der Messe findet im „Tunnel" eine zwanglose Zusammenkunft von Leipziger und auswärtigen Goldschmieden statt.

Leipzig, im März. Der Reichskanzler besucht das Grassi-Museum und erhält einen silbernen Ehrenteller.

Münster, im März. Die Goldschmiede Joseph Deppenbrock, Salzstraße 8, feiert ihr 125-jähriges Firmenjubiläum.

Augsburg, im März. Die Goldschmiede C. F. Schmedding kann auf ein 100-jähriges Bestehen zurückblicken.

Leipzig, am 16. März. Goldschmiedemeister Hans Julius Müller, Schlossgasse 20, begeht sein 25-jähriges Meisterjubiläum. H.J. Müller leitete viele Jahre die nach dem 1. Weltkrieg gegründete „Werkufa" (600 Mitglieder).

Deutschland, am 21. März. Hitler ruft anlässlich einer Baustelleneröffnung der Reichsautobahn bei München vor 10.000 Anwesenden zur „Arbeitsschlacht" auf. Die verstärkte Nutzung von Begriffen aus dem militärischen Sprachgebrauch spiegelt die fortschreitende Militarisierung im NS-Staat wider.

Berlin, am 1. April. Hofjuwelier Rosenthal & Sohn, Friedrichstraße 69, feiert sein 125-jähriges Firmenjubiläum. (Der Gründer entstammt einer alten Goldschmiedefamilie aus Nordhausen.)

Löbau, am 1. April. Richard Mittenzwei feiert sein 25-jähriges Jubiläum als Inhaber der Ringfabrik Rudolf Merkel Nachf.

251

Dresden, am 13. April. 147. Hauptversammlung der Kreiszwangsinnung Dresden im Johannishof. Der Raum ist anlässlich der Freisprechungsfeier festlich dekoriert. Die Arbeiten der Lehrlinge werden für „recht gut" eingeschätzt. Im Anschluss berichtet Obermeister Waibel über den Verbandstag in Eisenach.

Weimar, am 15. April. Tagung der Innungen Eisenach, Gera, Weimar und der Reichsverbandsmitglieder des Kammerbezirkes Erfurt im Restaurant „Armbrust".

Berlin, im April. Goldschmiedemeister Johannes Seifert, Teichstraße 36, feiert seinen 65. Geburtstag.

Cottbus, im April. Die Cottbuser Goldschmiede erarbeiten eine Reparaturpreisliste mit den Ladenpreisen. Federführend OM Franz Sack.

Berlin, vom 21. April bis 3. Juni. Auf dem neuen Berliner Messegelände am Funkturm wird die Ausstellung „Deutsches Volk - Deutsche Arbeit" gezeigt. Prof. Kurt Baer präsentiert in der Halle IV eine Gemeinschaftsausstellung des Gold- und Silberschmiedehandwerks, die der Reichsverband organisiert hat.

Berlin, am 27. April. Eröffnungsversammlung der Goldschmiede-Innung im Cäciliensaal, Teltower Straße. Durch die Vereinigung mit der Schöneberger Innung am 5. März reicht für das weitaus größere Gebilde der Bürgersaal nicht mehr aus. Rund 400 Personen haben der Einladung des neuen Obermeisters Flamm Folge geleistet. Neuer Vorstand: Obermeister Fritz Flamm; Stellvertreter Walter Leubner; Schriftführer Franz Truxa, Kassierer Max Mertens; Beisitzer: G. Neumann, W. Schwechter, H. Szpitter.

Plauen, am 29. April. Die Goldschmiede-Zwangsinnung der Kreishauptmannschaft Zwickau hält Quartalsversammlung ab. Der Schriftführer Koch verliest das Protokoll der letzten Sitzung. Obermeister Carl Günther berichtet über den RV-Tag in Eisenach. Carl Steinwender gibt den Kassenbericht. Die Kollegen Thorn, Plauen und Doerffer, Zwickau, werden als Kassenprüfer gewählt. Es liegen Arbeiten der Zwischenprüfung aus, die von den Lehrlingen R. Günther, H. Männle und Erich Weber stammen. Die Prüfungsmeister Hommel, Birke und Giebel berichten.

Mainz, am 30. April. Im Handwerkerhaus wird feierlich die neue Standarte der Gold- und Silberschmiede-Innung übergeben. (Es handelt sich um eine Silbertreibarbeit von A. Kloß und W. Arnold.)

Deutschland, am 1. Mai. Die deutsche Regierung nutzt den von ihr 1933 eingeführten Feiertag zu einer gigantischen Propagandaschau, bei der Hitler in Berlin-Tempelhof vor einem Millionenpublikum spricht.

Rostock, am 13. Mai. Hauptversammlung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede beider Mecklenburg. Der Vorsitzende Schmieth begrüßt die 30 anwesenden Mitglieder und besonders Direktor Altmann vom RV. Herr Altmann berichtet in seinem Vortrag ausführlich über die derzeitigen Verhältnisse im Reichsverband.

Breslau, im Mai. In der Kunsthalle am Christopherieplatz läuft bis 22. Mai eine Ausstellung des schlesischen Kunsthandwerks. Aussteller in der Edelmetallabteilung: Prof. Beysell, O. Boehck, A. Buchmann, H. Diesener, Traute Eberding, Lotte Halen, E. Haeh­nelt, E. Heilscher, Maria Libich, K. Scheu und Lieselotte Stadie.

Dresden, im Mai. Auf der Jahresschau „Deutsches Volk - Deutsche Arbeit" werden Spitzenleistungen der deutschen Goldschmiedekunst ausgestellt. Über dem Schmuckstand von OM Waibel prangt der Spruch: „Edel sei der Mensch, echt sei sein Schmuck." Essen. Franz Brendgen wird Obermeister der Goldschmiede-Innung und behält das Amt bis 1937.

Penig, Ende Mai. Goldschmiedemeister Woldemar Weinhold, Mitbegründer und Ehrenmitglied der Chemnitzer Innung, feiert in rüstiger Frische mit seiner Gattin goldene Hochzeit.

Hameln, am 27. Mai, um 10 Uhr. Im Hotel zur Sonne, Oststraße, hält die Vereinigung der Provinz Hannover ihre Frühjahrsversammlung ab.

Dresden, am 27. Mai. Hitler eröffnet die erste Deutsche Theaterwoche mit der Wagner-Oper „Tristan und Isolde".

Gotha, am 1. Juni. Die Goldschmiede Max Weibezahl, Gutenbergstraße 19, feiert 60-jähriges Geschäftsjubiläum.

Berlin, im Juni. Der Kunstverein Dresden hat im Rahmen einer großen Bilderausstellung auf der Brühl'schen Terrasse auch einige Schaukästen mit Metallgeräten und Schmuck ausgestellt. Die Stücke stammen von A. W. Fritzsche und Johannes Eckert. Eckert wurde jüngst zum Bundesvorsitzenden für Sachsen des Bundes deutscher Kunsthandwerker als Fachverband des Kunsthandwerkes in der Reichskammer der bildenden Künstler ernannt.

Hildesheim, im Juni. Goldschmiedemeister Th. Blume hat in seiner Werkstatt das berühmte Bernwardskreuz nachgebildet. Für seine Nachbildung hat er die gleichen Steine verwendet, aber es mit seinen 25 cm Höhe etwas kleiner gehalten. Hohenstein-Ernstthal, im Juni. Goldschmiedemeister Hermann Resch feiert seinen 80. Geburtstag.

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Weimar, am 19. Juni. Im Alter von 61 Jahren stirbt Goldschmiedemeister Heinrich Bube. (Ließ sich in Hanau, Pforzheim und Düsseldorf ausbilden!)

Berlin, am 26. Juni. Mit großem Propagandaaufwand wird eine Sonnenwendfeier veranstaltet. Langfristig will die NSDAP christliche Feiern und Riten in den Hintergrund drängen.

Halle, am 30. Juni. Das Heide-Museum wird eingeweiht. Schöpfer der Einrichtung im hallischen Stadtwald sind die Goldschmiedemeister Franz Tittel und sein Sohn Gerhard. Franz Tittel wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zittau, am 1. Juli. Die Goldwarenfabrik Bruno Besser, Reichsstr. 3, feiert 50-jähriges Bestehen.

Wiesbaden, im Juli. Die Innung der Gold- und Silberschmiede für den Regierungsbezirk Wiesbaden (außer Stadtkreis Frankfurt/M., Obertaunus und Usingen), Sitz Wiesbaden, ist neu errichtet worden. Obermeister Julius Fuchs.

Berlin, am 18. Juli. Innungsversammlung. Obermeister Flamm eröffnet um 20.20 Uhr und kann etwa 260 Mitglieder begrüßen. Flamm befürwortet die immer engere Zusammenarbeit der Berliner Goldschmiede- und Uhrmacherinnung. Es wird gebeten, die Vorschläge für die geplante Obermeister-Kette einzureichen.

Düsseldorf, am 30. Juli. Hauptversammlung der Uhrmacher- und Goldschmiedeinnung. Obermeister Welbers betont die Notwendigkeit der Gemeinschaftswerbung und erhofft „restlose Mitarbeit sämtlicher Innungsmitglieder". Mit Unterstützung der Handwerkskammer hofft man, eine Fachschule für Goldschmiede und Uhrmacher ins Leben rufen zu können.

Deutschland, am 2. August. Hindenburg stirbt mit 86 Jahren auf seinem Gut Neudeck. Hitler übernimmt nun auch das Amt des Reichspräsidenten. Er nennt sich fortan „Führer und Reichskanzler". Die Reichswehr wird von nun an nicht mehr auf die Verfassung, sondern auf die Person Hitlers vereidigt.

Bielefeld. Gründung der Innung als Nachfolgerin der seit langem bestehenden Freien Vereinigung der Gold- und Silberschmiede. Ihr Innungsgebiet ist der Regierungsbezirk Detmold.

Hof, am 5. August. Im „Alten Bahnhof" tritt die Uhrmacher- und Goldschmiedeinnung zur Vierteljahresversammlung zusammen.

Wiesbaden, am 10. August. Der Vorstand der Innung der Goldschmiede zu Wiesbaden unter Obermeister Fuchs überreicht an die Goldschmiede C. Struck, Kaufmann, Sommer, Haacker und Nessler die Meisterbriefe.

Leipzig, am 13. August. Jahreshauptversammlung der Vereinigung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede. Obermeister Hans Julius Müller eröffnet und erteilt zunächst dem Schriftführer Breitweg das Wort. Der Plan, eine Obermeister-Kette zu schaffen, entwickelt sich positiv. Der Entwurf des Kollegen Schäfter wird zur Ausführung bestimmt.

Deutschland, im August. Um die Bewirtschaftung der vorhandenen Goldvorräte sicherzustellen, hat die Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung einschneidende Bestimmungen erlassen. Grunderlass Nr. 90/34 der Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung.

Frankfurt/M., im August. Versammlung der Pflichtinnung Frankfurt. Der Kreishandwerksführer Gabler führt den neuen Obermeister Karl Bräutigam in sein Amt ein. Stellv. Obermeister Oskar Röhl.

München, im August. Gründung der neuen Handwerksinnung feiert das Gold- und Silberschmiedehandwerk in München. Obermeister Joseph Fuess.

Kiel, im August. Neugründung der Handwerkerinnung für das Gold- und Silberschmiedehandwerk, Sitz Altona. Obermeister J. Arnold.

Eisenach, im August. Der Goldschmiedeobermeister Wilhelm Brehm ist anlässlich seiner 40-jährigen Selbstständigkeit von der Handwerkskammer mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet worden.

Adorf / Bad Elster, im August. Goldschmiedemeister Georg Thorn feiert 50-jähriges Bestehen. Das Geschäft wurde bereits 1851 von seinem Vater gegründet.

Erfurt, im August. Die Goldschmiede Walter Dietze, Hans Fink und Hans Glaser haben ihre Meisterprüfung abgelegt.

Lübeck, Ende August. Neugründung der Gold- und Silberschmiedeinnung. Obermeister Otto Lohmeyer, stellv. Obermeister Bruno Bernhard, Kassierer Karl Möller, Schriftführer Paul Böckmann, Lehrlingswart Gustav Dähn.

Plauen, Ende August. Neugründung einer Gold- und Silberschmiedeinnung in Plauen. Den Posten des Obermeisters übernimmt Karl Brocks, Ziegelstraße 9.

Schweidnitz, im September. Für die Kreise Schweidnitz und Waldenburg, der Städte Reichenbach, Glatz, Frankenstein und Habelschwerdt wird eine neue Innung errichtet.

Lichtenstein, im September. Silberhochzeit von Moritz Günther und seiner Ehefrau Anna geb. Bilz.

Halle, im September. Für den gesamten Kammerbezirk Halle wird eine neue Goldschmiedeinnung errichtet. Alle vorherigen Innungen sind aufgelöst. Obermeister Gerhart Tittel, Halle.

Glauchau, am 24. September. Juwelier Walter Moritz, Brüderstraße 7, feiert 75-jähriges Geschäftsjubiläum. (Übernahm das Geschäft 1892 vom Gründer Carl Reibetantz.)

Dortmund, am 1. Oktober. 281Die neue Goldschmiedeinnung wird errichtet. Zum Obermeis­ter wird Franz Drapal, Sonnscheingasse, gewählt.

Dresden, am 13. Oktober. Die Goldschmiede Carl Frötschner, Schießgasse 6, feiert 50-jähriges Bestehen. Guben, am 13. Oktober. Der Goldschmiedemeister Walter Billing, Markt 39, feiert sein 25-jähriges Geschäftsjubiläum. W. Billing entstammt einer alten Goldschmiedefamilie.

Deutschland, am 14. Oktober. Im Reich wird der Tag des Deutschen Handwerks gefeiert. München, im Oktober. Die Münchener Gold- und Silberschmiedemeister stellen in der Trinkstube des Bayrischen Kunstgewerbevereins, Pfandhausstraße 7, wie bereits im Frühjahr, wieder ihre Produkte aus.

Hanau, im Oktober. Die Bijouteriefabrik Wilhelm Schwahn feiert 70-jähriges Bestehen. Seit dem Eintritt des Sohnes Konrad fertigt die Fabrik auch kleine Maschinen für die Edelmetallbranche. 1900 bezog die Firma eine neue Fabrik in der Hahnenstraße. Die Firma Schwahn gilt als Erfinder der fugenlosen Trauringherstellung.

Leipzig, im Oktober. Neueröffnung der Leipziger Goldschmiede-Innung mit den Kreisen Wurzen, Grimma, Oschatz, Borna und Pegau. Gelöbnis: „Im Glauben fest, in Treue hart; dies ist und bleibt deutsche Art." Obermeister Hans Julius Müller; Schriftführer Breitweg und Stoll; Kassierer Faber und Gerhard; Gehilfenwart Räbel; Beiräte Lüders und Eichhorn; Stellvertreter Dombrowski.

Oberstein, im Oktober. Goldschmiedemeister Jacob Welsch kann mit seiner Gattin goldene Hochzeit feiern.

Deutschland, am 16. Oktober. Die Reichsregierung setzt eine Neuordnung über das Versteigerungswesen in Kraft.

Plauen, am 21. Oktober. Erste Versammlung der neu gegründeten Goldschmiede-Innung der Kreishauptmannschaft Zwickau, Sitz Plauen. Obermeister K. Brocks kann 26 Kollegen begrüßen. Dem bisherigen Obermeister K. Günther und den anderen Vorstandsmitgliedern spricht er seinen Dank aus.Stellvertretender Obermeister Teichmann, Schriftführer Hüttel.

Düsseldorf, am 22. Oktober. Neugründung der Goldschmiede-Innung. Obermeister Hans Beckmann; Innungsbeirat: E. Bayer, P. Clement, E. Karschkes, K. Neineus.

Hanau, am 23. Oktober. Die Goldschmiede Heinrich Hagemann, Hausmannstraße 14, begeht ihr 30-jähriges Geschäftsjubiläum. Seit 1926 unterhält die Firma im böhmischen Karlsbad eine Filiale.

Berlin, am 1. November. Der RV ist in seiner Gestalt in zwei Gruppen zerlegt: In Einzelhandel und Handwerk. Beide Geschäftsstellen befinden sich in Berlin W 30, Mackensenstraße 21.

Dresden, am 5. November. Hofjuwelier G. A. Scharffenberg, Seestraße 16, feiert 100-jähriges Bestehen. Die Firma hat 1861 die Befugnis erhalten, das sächsische Wappen zu führen und den Titel „Goldschmied für die K.S. Ordenskanzlei" verliehen bekommen.

Breslau, im November. „Neue" Breslauer Goldschmiede-Innung der Kreise Breslau-Stadt und -Land, Ohlau, Strehlen, Brieg-Stadt und -Land, Ramslau, Oels, Gr. Wartenberg und Neumarkt. Obermeister Erich Adolf.

Stuttgart, im November. Sitzung der Goldschmiede-Innung für den Handwerkskammerbezirk Stuttgart, ohne Kreis Gmünd. Obermeister Ewald Müller, Stuttgart, Schützenstraße 13.

Wuppertal, im November. Bildung einer neuen Innung des Kreises. Obermeister Werner Kölsch, Barmen.

Potsdam, im November. Die Goldschmiede Dedo Gadebusch kann ihr 90-jähriges Bestehen feiern.

Trier, am 17. November. Hofjuwelier Josef Lortz (Inh. Carl Lortz) feiert sein 100-jähriges Geschäftsjubiläum.

Zwickau, am 1. Dezember. Goldschmiedemeister Albrecht verlegt sein Geschäft nach Rosengässchen 1.

Düsseldorf, am 2. Dezember. Aus Anlass des Raubüberfalls und Mordes des Innungsmitgliedes Max Schlingermann findet eine Vortragsversammlung der Innung statt, in der die Kriminalpolizei über die Abwehr solcher Überfälle berät. Die Polizeibehörde hat entgegenkommenderweise eine Sammelgenehmigung von Waffenerwerbsscheinen zugesagt. Weiter wird Jiu-Jitsu oder ein Wachhund empfohlen. Die Mehrzahl der Versammlungsteilnehmer meldet sich sofort für einen Jiu-Jitsu-Kurs an.

Frankfurt/O., im Dezember. Die Innungsversammlung für das Gold- und Silberschmiedehandwerk wird abgehalten. Die neu errichtete Innung umfasst den Regierungsbezirk Frankfurt und die Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen. Neuer Obermeister Alfred Katzler, Frankfurt; 2. Obermeister Franz Sack, Cottbus; Schriftführer Paul Kranz, Forst; Kassierer Emanuel Patry, Frankfurt; Lehrlingswart Ernst Schmelter, Landsberg.

Augsburg, im Dezember. Gründung der Pflichtinnung für das Gold- und Silberschmiedehandwerk Augsburg. Karl Schmedding wird zum Obermeister bestellt. Dieser wiede­rum bestimmt die Innungsbeiräte J. R. Rosenmaier, Hermann Burkhardt und Herrn Schindler.

Heilbronn / Deutsche Goldschmiede-Zeitung Nr. 51. Paula Stotz schreibt in der Fachzeitschrift ­einen Beitrag unter dem Titel: „Eine Begegnung mit dem Schmuckmädel".

1935

285

Breslau, am 14. Januar. Versammlung der Gold- und Silberschmiede in der Innungsschänke. Obermeister Erich Adolf spricht über „Die Innung im neuen Staat". Weiter teilt er mit, dass er die alten Innungsakten aus dem 16. bis 18. Jahrhundert aufgespürt hat und das er selbe der Innung zugänglich machen will.

Deutschland, am 18. Januar. Einführung des Großen Befähigungsnachweises durch die 3. Handwerksordnung. Berlin, am 20. Januar. Der bekannte Goldschmied Johann Michael Wilm begeht seinen 50. Geburtstag. Wilm, der 1885 in einem Dorfe in Bayern geboren wurde, arbeitete erfolg­reich unter anderem in Berlin, New York und München.

Deutschland, am 24. Januar. Die Selbstständigmachung im Handwerk ist wieder grundsätzlich von der Meisterprüfung abhängig. Für alle ist die Meisterprüfung nachzuholen, welche nach dem 31. 12. 31 in die Handwerksrolle eingetragen wurden und nach dem 31. 12. 1899 geboren sind. Für alle diejenigen, die es angeht, ist die Prüfung bis zum 31. 12. 39 nachzuholen.

Deutschland, am 4. Februar. Das Gesetz über die „Goldbewirtschaftung" tritt in Kraft.

Löbau, am 17. Februar. Die Goldschmiedeinnung Zittau hat ihre Innungsversammlung im Albertshof zu Löbau. Neu aufgenommen wird Kollege Schmidt, Nachf. der Fa. Illner. Kollege Bauer aus Bischofswerda wird zum Vorsitzenden der Prüfungskommission gewählt.

Hannover, am 27. Februar. Die Innungsgründungsversammlung der Gold- und Silberschmiede Hannover findet im Brauergildehaus statt. Tagesordnung: 1. Eröffnung durch den OM; 2. Ansprache des Präsidenten der Handwerkskammer; 3. Ansprache des Kreishandwerksmeisters; 4. Satzungen; 5. Haushaltsplan; 6. Beiträge; 7. Verschiedenes.

Deutschland, am 16. März. Hitler verkündet die Wiedereinführung der Wehrpflicht und den Aufbau der Wehrmacht mit einer Stärke von 580.000 Mann. Damit bricht das Deutsche Reich die Verpflichtung zur Truppenstärke des Versailler Vertrages. Da die Wiederaufrüstung den Westmächten seit längerem bekannt ist, bleiben ihre Reaktionen verhalten.

Deutschland, am 18. und 19. März. Der Reichsberufswettkampf 1935 wird mit einer Propagandawelle ins Rollen gebracht. Es soll die größte berufliche Aktion werden, die jemals durchgeführt worden ist. Für die Goldschmiede sind die zwei Märztage für praktische und theoretische Prüfungen vorgesehen. Angestrebt wird eine gute Zusammenarbeit der Deutschen Arbeitsfront und der praktischen Goldschmiede.

Berlin, am 23. März. Eugen Hadamovsky eröffnet das erste regelmäßige Fernsehprogramm der Welt. Ein fahrbarer Sender überträgt dreimal wöchentlich eine 90-minütige Sendung in öffentliche Fernsehstuben.

217

Berlin, im Frühjahr. Die Sterbekasse des Reichsverbandes der Juweliere, Gold- und Silberschmiede ist aufgelöst.

Danzig, im März. Im Alter von 76 Jahren verschied Goldschmiedemeister Oskar Bieber. Der Meister hatte 47 Jahre in der Goldschmiedegasse sein Geschäft.

Löbau. Die Blattgoldschläger gehören zur Goldschmiedeinnung. „Nach dem 1. Weltkrieg waren im Großschönauer Bezirk noch 300 bis 400 Blattgoldschläger tätig", berichtete Obmann Uhlig, „heute sind noch 5 übrig geblieben". Obermeister der Löbauer Innung ist Paul Lange, Zittau.

Zwickau / Plauen. Im April findet im Hotel „Zum Greif" in Zwickau die Neugründung der Innung im südwestsächsischen Raum statt. Zum Obermeister wird Karl Brocks aus Plauen gewählt und der Sitz nach Plauen verlegt. Ferner wird beschlossen, einen „allgemeinen Wirtschaftsbericht" an den Reichsverband zu senden.

Gera, am 7. April. Innungsversammlung: „Der Beitrag zum RV wird mit 9,60 RM als eine zu hohe Belastung bezeichnet und entschieden eine Senkung erwartet". Der Goldschmiedemeister Oswald Seiler aus Ronneburg wird für seine 3 Jahrzehnte lange Reichsverbandstreue mit dem goldenen Ehrenzeichen geehrt.

Brüssel, am 27. April. Eröffnung der Weltausstellung. Erstmalig wird die Verwendung des Neonlichts gezeigt.

Halle, im Mai. Auf der so genannten „Braunen Messe" werden altehrwürdige Silbergeräte gezeigt.

Berlin, am 22. Mai. Für das „Goldschmiedehaus", Blücherstraße 19, wird eine Hypothek von 80.000,- RM aufgenommen.

Frankfurt/M., vom 11. bis 23. Juni. Zum Reichshandwerkertag in Frankfurt werden in der Pauluskirche etwa 160 Obermeisterketten ausgestellt. Die schönsten werden von Fritz Flamm und Hans Julius Müller ausgezeichnet. Als prächtigste Ketten galten die der Goldschmiede-Innungen von Leipzig und Berlin.

Berlin, im Juni. Der Reichsverband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede wird in den Reichsinnungsverband überführt. Flamm wird zum Leiter des Reichsinnungsverbandes berufen und ist ab sofort Reichsinnungsmeister. Stellvertreter des RIM wird Herr Waibel, Obermeister aus Dresden.

Hanau, vom 17. bis 20. Juni. Tagung des Reichsinnungsverbandes in der Edelmetallstadt.

Deutschland, am 20. Juni. Für die Goldschmiede tritt die Verordnung zum Führen des Wareneingangsbuches in Kraft.

Deutschland, am 26. Juni. Das „Reichsarbeitsdienstgesetz" tritt in Kraft, mit dem für alle Frauen und Männer zwischen 18 und 25 Jahren ein halbjähriger Arbeitsdienst zur Pflicht wird.

Deutschland, am 12. Juli. Errichtung der Überwachungsstelle für Edelmetalle. Jena, vom 17. bis 18. Juli. Die Bezirksinnungsmeister Deutschlands tagen in Jena. Es ist die erste Sitzung dieser Art. Sachsen wird zum Bezirk -11- erklärt und wird künftig durch Obermeister Eugen Waibel, Dresden, Ammonstraße 2, vertreten.

München, am 2. August. Hitler verleiht der Stadt den Titel „Hauptstadt der Bewegung". Diese Auszeichnung geht mit dem Bau von repräsentativen Gebäuden wie dem Führerhaus und dem Parteihaus einher.

Frankfurt/M., vom 24. August bis 8. September. Auf der Rhein-Mainischen Wirtschaftsausstellung präsentiert sich das Goldschmiede-Gewerbe mit einer bemerkenswerten Ausstellung.

Berlin, vom 28. bis 31. August. Der 5. Internationale Juwelierkongress wird in die deutsche Hauptstadt einberufen. Reichsinnungsmeister Fritz Flamm eröffnet den Kongress im Hotel „Kaiserhof". Präsident des Internationalen Büros ist Generaldirektor Carel J. A. Begeer. Die Deutsche Gesellschaft für Goldschmiedekunst wird von Präsident Generalkonsul Dr. h.c. Roselius aus Bremen vertreten. Die Schirmherrschaft übernimmt Ministerpräsident Göring. Festakt in der Akademie der Künste am Pariser Platz. Prof. K. Schloßmacher aus Königsberg hält einen bedeutenden Vortrag über die deutschen Schutzmaßnahmen für Edelsteine (Nomenklatur).

Leipzig. Der RV führt zweimal jährlich eine Musterschau handwerklicher Gold- und Silberschmiedearbeiten durch.

Görlitz. Die Görlitzer Goldschmiede treten in die Liegnitzer Goldschmiede-Innung ein, welche unter Obermeister Adler 22 niederschlesische Städte umfasst. Auf die Dauer ist dieser Verwaltungsapparat zu groß. Görlitz, Hirschberg, Rothenburg, Hoyerswerda, Landshut, Lauben und Löwenberg werden abgezweigt und unter Leitung von Obermeis­ter Werner Orlop aus Görlitz zu einer Innung zusammengefasst.

Deutschland, am 10. September. Auf dem Reichsparteitag verkündet Hitler die „Nürnberger Gesetze". Die Diskriminierung von Juden wird auf eine rechtliche Grundlage nach biologischen Kriterien gestellt.

München. Das Jagdmuseum möchte dem „Reichsjägermeister" Ministerpräsident Hermann Göring einen goldenen Ehrenring anlässlich seiner Vermählung stiften. Zu diesem Vorhaben wird der Entwurf des Prof. Richard Klein ausgewählt.

Deutschland, am 13. September.

Edelmetallpreise:

Im Ankauf: Gold je Gramm  2,79 Mark

Silber je Kilo 52,00 Mark

Im Verkauf: Gold je Gramm  3,00 Mark

Silber je Kilo 60,00 Mark

Platin je Gramm  3,50 Mark

Deutschland. Die Fachgruppe „Trauringe" beschließt, dass Trauringe über 585/000 nicht mehr - höchstens bei Materialanlieferung des Kunden - angefertigt werden dürfen. Sachsen. Einführung des „Großen Befähigungsnachweises". Nur geprüfte Handwerksmeister dürfen Lehrlinge ausbilden und einen Handwerksbetrieb selbstständig führen.

Frankfurt/O. im September. 28 Innungsmitglieder treffen sich zur Versammlung im „Nürnberger Hof". Obermeister Katzler begrüßt den Bezirksinnungsmeister Szpitter aus Berlin und den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Dr. Röhr.

Paris, am 26. September. 51 prominente Emigranten verschiedener politischer Richtungen treffen sich zu Beratungen über eine Volksfront gegen das NS-Regime, unter ihnen Heinrich Mann, Egon Erwin Kisch und Lion Feuchtwanger.

Stettin, am 29. September. Im Parkhaus der Stadt erscheinen die Innungsmitglieder der Gold- und Silberschmiedeinnung Pommern zur Pflichtversammlung. Obermeister G. Riebe berichtet vom Reichshandwerkertag und den Tagungen des Reichsinnungsverbandes. Weiter stellt er fest, dass die neue Obermeisterkette, von der ein Teil vorliegt, mit ihren 16 Städtewappen und den Oberschlesischen Chrysoprasen ein Kunstwerk pommerscher Goldschmiedearbeit zu werden scheint.

Deutschland, am 30. September. Im Deutschen Reich kommt es zu Versorgungsengpässen, besonders bei Butter und Margarine. Leipzig. Auf der Herbst-Messe ist die erste Musterschau des Gold- und Silberschmiedehandwerks zu sehen. Mehr als ein Drittel aller Innungen des Reiches ist daran beteiligt. Gera. OM Karl Neupert feiert sein 50-jähriges Geschäftsbestehen und stiftet aus diesem Anlass den „Friedrich-Neupert-Meisterbecher", der in seinem Betrieb angefertigt wurde.

Rendsburg, im Herbst. Obermeister Hugo Diedrichsen berichtet auf der 3. Pflichtversammlung, dass der Reichsinnungsverband „emsig bemüht ist, die handwerklichen Belange unseres Gewerbes zu fördern".

Zwickau, am 13. Oktober. Gold- und Silberschmiede-Innung Kreishauptmannschaft Zwickau, Sitz Plauen. In Zwickau „Zum Greif" findet die vierte Quartalsversammlung statt. Die dritte war aus „gewissen Umständen" ausgefallen. Obermeister Brocks eröffnet und begrüßt die Mitglieder und Gäste. Ein besonderer Gruß gilt den vier neuen Mitgliedern, die die Innung durch die Kreishandwerkerschaft zugewiesen bekam. Besonders wird auf die Freizeit der Lehrlinge hingewiesen, „dass dieselben im Sommer 14 Tage Ferien bekommen und die Hitler-Jugend-Lager besuchen können". Weitere Themen sind die Wirtschaftsberichte an den Reichsinnungsverband und die Führung des Wareneingangsbuches.

Deutschland. Die Neuordnung des Deutschen Handwerks. Die Führung des deutschen Handwerks hat der Reichshandwerksmeister. Der Reichsinnungsverband steht unter der Leitung des Reichsinnungsmeisters, der dem Reichshandwerksmeister unmittelbar unterstellt ist. Der Reichsinnungsmeister bestimmt für die einzelnen Landesteile Bezirksinnungsmeister. Reichsinnungsmeister für das Gold- und Silberschmiedehandwerk: Fritz Flamm.

Bezirksinnungsmeister für das Gold- und Silberschmiedehandwerk:

Brandenburg: Herbert Szpitter Schlesien: Erich Adolf

Nordmark: Franz Lebeda Niedersachsen: Eduard Sewig

Rheinland: Balthasar Salomon Hessen: Julius Fuchs

Sachsen: Eugen Waibel Bayern: Josef Fueß

Württemberg: Adolf Regelmann Ostpreußen: Paul Kusch

Pommern: Georg Riebe

Westfalen: Hans Beckmann

Mitteldeutschland: Gerhard Tittel

Südwestdeutschland: Alfred Winkler

Saarland-Pfalz: Friedrich Chelius

223Berlin, am 19. Oktober. Eröffnung des „Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands". Das Institut soll die NS-Weltanschauung in der Geschichtsschreibung umsetzen.

Rostock, am 27. Oktober. Im festlich geschmückten Sitzungszimmer des „Heldts Wintergarten" findet die zweite Quartalsversammlung der Gold- und Silberschmiedeinnung für die Kreise Rostock, Güstrow, Malchin, Waren und Stargard, mit dem Sitz Rostock, statt. Der Obermeister Claus Dieken eröffnet um 10 Uhr die Tagung und begrüßt ganz herzlich den Bezirksinnungsmeister Lebeda aus Hamburg. Er kündigt u. a. an, dass das kommende Zunftzeichen einer sauberen Goldschmiedearbeit das Zeugnis für Qualität ausstellen wird.

Düsseldorf, am 30. Oktober. Im Tucherbräu wird der 1. Jahrestag der Neugründung der Innung begangen. Ein Lehrling erscheint in der neuen Zunfttracht. Diese zweckmäßige, praktische Kleidung findet allgemein Beifall.

Deutschland. Betriebsvergleiche bringen folgende Ergebnisse:

Miete 8,30%; Strom und Heizung 4,5%; Löhne, einschließlich eines Unternehmergehaltes und der Vergütung mitarbeitender Familienangehöriger: 15,6%; Reklame 2,5%; alle übrigen Kosten: 8,2%. Die Gesamtkosten belaufen sich demnach auf 39,1%. Der Umsatz je Beschäftigter beträgt 9.000,- RM.

Deutschland, am 14. November. Es werden Bestimmungen über den Handel mit Orden und Ehrenzeichen erlassen.

Königsberg, am 17. November. Zur großen Quartalsversammlung der Goldschmiede-, Uhrmacher- und Optiker-Innung zu Königsberg sind ca. 200 Mitglieder aus Königsberg und den zehn dazugehörigen Kreisen erschienen. Durch OM Groeger wird die Organisation der Innung bekannt gegeben, die Arbeit, die bisher geleistet wurde, sowie das neue Werbematerial der Reichsinnung und ein Teil der Handwerkskarten ausgegeben.

Essen, am 25. November. Innungsversammlung der Gold- und Silberschmiede im Zunfthaus. Von der Gold- und Silberschmiedeinnung Schwäb. Gmünd wird die Einführung einer Zunftkleidung propagiert. Diese soll sowohl praktisch sein und doch schön wirken. Sie besteht entweder aus einem langen Mantel oder einer kurzen Bluse, dazu ein Schurzfell und Gürtel mit Silberschloss. (Wie alle Versammlungen in dieser Zeit endet sie mit einem „dreifach Sieg Heil" auf Führer, Volk und Vaterland.)

Berlin, am 29. November. Die neue Deutschlandhalle wird eingeweiht. Platzangebot: 20.000 Sitzplätze.

Leipzig, am 9. Dezember. Der Initiator der Leipziger OM-Kette, Hans Julius Müller, verstirbt.

1936

Deutschland, am 3. Januar. Das Winterhilfswerk (WHW) erklärt, es unterstütze derzeit 12,5 Millionen Menschen.

Deutschland, am 17. Januar. Der Propagandaminister Joseph Goebbels erklärt die Lebensmittelknappheit im Deutschen Reich für belanglos, weil „man zur Not auch einmal ohne Butter, nie aber ohne Kanonen auskommen" könne.

Schlesien, im Februar. Die Zollfahndungsstelle gibt dem Reichsinnungsverband bekannt, dass „bei einem verdächtigen Juden" zwei 14-karätige goldene Zigarettendosen vorgefunden wurden. Der Goldwert der Dosen war je 400,- Mark. Die Einziehung der Dosen war aber nicht möglich, da sie vor dem 23. März 1936 gefertigt wurden, also vor dem Tage des Herstellungsverbotes.

Deutschland, am 25. Februar. Der Reichsarbeitsdienst beruft alle im ersten Quartal 1915 geborenen Männer zur sechsmonatigen „Landarbeit" auf.

Deutschland, am 27. Februar. Der erste für Transatlantikflüge gebaute Großzeppelin LZ 129 „Hindenburg" wird fertiggestellt. Es ist das größte Luftschiff der Welt.

Deutschland. Altgold darf nur noch mit Genehmigungsschein aufgekauft werden. Aussteller der Genehmigung ist der OM, der den Antrag dem RIV, und dieser der Überwachungsstelle für Edelmetalle weiterleitet.

Deutschland / Schwarzenberg. Im Reichsberufswettkampf 1936 schnitt in der Gauentscheidung ein Schwarzenberger Goldschmied als Bester ab. Im „Fachblatt" vom 1. August 1936 veröffentlicht er darüber einen markigen Bericht, der stark gekürzt folgt: Ich war dabei!

Zum dritten Male wurde in diesem Jahr der Reichsberufswettkampf ausgetragen. Für uns Goldschmiede war es eine Ehrenpflicht daran teilzunehmen. Schon Wochen vorher waren wir auf den Kampf gespannt. Zuerst hatten wir theoretische, dann weltanschauliche Fragen zu beantworten. .... kam ganz unerwartet, die Nachricht, dass ich die erforderliche Punktzahl erreicht hatte und an der Gauentscheidung in Dresden teilnehmen sollte.

Die Gauverwaltung Sachsens hatte alles aufs Beste vorbereitet. Wir trafen am 13. März in Dresden ein. Am ersten Abend wurde der Wettkampf mit einer Eröffnungsfeierlichkeit eingeleitet, in der auch der sächsische Kultusminister Göpfert in eindrucksvollen Worten zu uns sprach. Gestärkt an Leib und Seele begannen wir am nächsten Morgen den eigentlichen Wettstreit. Zu meinen Erstaunen war nur noch ein Goldschmiedelehrling aus Dresden zum Gauentscheid zugelassen. Wenn wir auch nur zu zweien arbeiteten, so war es doch ein harter Kampf. ... Dank der guten Organisation konnten wir anschließend in der Horst-Wessel-Schule mit dem Aufsatz, .... unsere theoretischen Übungen lösen .... Danach wurde noch einmal für unser leibliches Wohl gesorgt, ehe wir an die Lösung der weltanschaulichen Fragen gingen. Damit war der Haupttag des Wettkampfes beendet.

.... fanden wir uns in der Ilgenkampfbahn ein, wo wir noch unsere sportlichen Leistungen unter Beweis stellen mussten. .... denn was nützt uns denn ein kluger Kopf, der auf einem nicht widerstandsfähigen Körper sitzt. .... Abschlussfeier zusammen, in der uns Gaujugendwalter May mit eindrucksvollen Worten verabschiedete. .... Tage unvergesslich bleiben, besonders wenn man wie ich zu erfahren bekommt, dass man als Bester abgeschnitten hat und einige Buchpreise erhält...... .

Eins möchte ich an dieser Stelle noch erwähnen, die Beteiligung am Reichsberufswettbewerb ist gerade in unserem Handwerk noch viel zu gering. Ich will also hoffen und wünschen, dass ich im nächsten Jahr meine Kräfte mit allen Goldschmiedelehrlingen messen kann. Es ist ja nicht nur zum Vorteil jedes einzelnen, nein, wir wollen dem Ausland gegenüber beweisen, dass die Jugend des Dritten Reiches gewillt ist, im redlichen Wettkampf ihre Kräfte zu stählen und zu fördern.

PS. Der junge Goldschmied ist zu Beginn des Weltkrieges gefallen.

225

Königsberg. Zum „Reichskampf zum 3. Berufswettbewerb der deutschen Jugend" darf ein Goldschmiedelehrling aus Düsseldorf reisen. Im „Fachblatt" schildert er seine Eindrücke im Sinne der nationalsozialistischen Propaganda.

Deutschland, am 1. April. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Werner Freiherr von Fritsch, fordert eine weitere Vergrößerung der Truppen. Seit 1933 hat sich die Heeresgröße verfünffacht.

Deutschland. Die Leiter der Reichsgruppen „Industrie und Handwerk" haben sich dafür ausgesprochen, die Gleichstellung von Facharbeitern der Industrie und des Handwerks durchzusetzen. Leipzig. Die Gold- und Silberschmiedeinnung Leipzig trifft sich im „Sachsenhof". Obermeister Curt Gießel berichtet, dass vom Rat 54 Amtsketten bestellt wurden. Im Zusammenhang mit dem Auftrag wird Goldschmiedemeister Schäfter gebeten, sich mit den Berufskollegen deswegen zusammenzusetzen.

Stuttgart, am 26. Mai. Innungswahl der Gold- und Silberschmiede. Wiedergewählt wird Obermeister Ewald Müller. In der Staatlichen Kunstgewerbeschule werden jeden Donnerstag praktische Übungsabende unter Prof. Haustein und Fachhauptlehrer Bausch durchgeführt.

Den Haag. Gemäß dem Beschluss der letzten Haager Konferenz hat die BIBAO ein Archiv für Fabrikanten und Handwerkermarken einzurichten.

Hanau, im Juni. Der bekannte Berliner Goldschmied Emil Lettré beendet seine Tätigkeit als Leiter der Goldschmiedeschule. Neuer Chef des Hauses wird der Münchner Gold- und Silberschmied und Plastiker Hermann Wandinger.

Frankfurt / M., am Sonntag den 7. Juni. Im Rahmen des Reichshandwerkertages finden auch Arbeitstagungen des Reichsinnungsverbandes statt. Der Geschäftsführer der ­Fachuntergruppe Juwelen, Gold- und Silberwaren und des Reichsinnungsverbandes Leidicke legt der Versammlung Einzelheiten über die Edelmetallbewirtschaftung dar.

Verleihung des Ehrenringes des Deutschen Handwerks an 10 verdiente Bürger im alt­historischen Römer der Stadt. Die Ehrenringe, die von Goldschmiedemeistern gefertigt wurden, zeigen beste deutsche Handwerksarbeit. Der Festumzug mit dem Goldschmiedewagen wird trotz strömenden Regens begeistert empfangen.

Dresden, am 18. Juni. OM Waibel in Dresden ruft die Gold- und Silberschmiede zur Innungsversammlung auf. Leipzig, im Juni. Oskar Müller, der Seniorchef der Großhandlung Wilhelm Müller und Gründungsmitglied des RV, verstirbt.

Breslau, am 25. Juni. Der Bezirksinnungsmeister und Obermeister Erich Adolf tritt aus gesundheitlichen Gründen von seinem OM-Posten zurück. Das Amt übernimmt Johannes Heinrich. Der neue OM spricht sich in seiner Rede gegen die selbstvernichtende Preisdrückerei und für den eigentlichen Sinn des Innungslebens aus.

Berlin, am 15. Juli. Obermeister Szpitter eröffnet die 3. Quartalssitzung der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung. Beglückwünscht wird der jüngste Meister, Rattay, der mit einem Ehrendiplom der Stadt Frankfurt ausgezeichnet wurde. Als besondere Auszeichnung wird ihm noch eine handgebundene Ausgabe des Führerwerkes „Mein Kampf" überreicht.

Dresden, am 15. Juli. Die Dresdner Innung verbindet ihre Sitzung mit der Freisprechung ihrer Lehrlinge. Der Obermeister überreicht die Lehrbriefe „... nach altem Brauch und alter Sitte nimmt der Obermeister den handgeschmiedeten Innungspokal, trinkt ihn an und übergibt ihn den Junggehilfen zum kameradschaftlichen Umtrunk."

Dresden, am 24. Juli. Die Hauptversammlung der Innung in Dresden findet statt. Es wird bekannt gegeben, dass Ehrenobermeister Paul Eckert verstorben ist. Deutschland. Der Reichsverband des Deutschen Handwerks hat sich die Aufgabe gestellt, das gesamte handwerkliche Fachschrifttum zu erfassen. Für den Reichsinnungsverband des Juwelier-, Gold- und Silberschmiedehandwerks ist für diese Aufgabe als Vertrauensmann Will Odening aus Leipzig in die Pflicht genommen worden.

Neuenburg / Deutschland. Der RIV hat alle OM zu einer 8-tägigen Arbeitstagung nach Neuenburg an der Donau zusammengerufen. Deutschland, im Sommer. Die „Adolf-Hitler-Spende" wird in den Innungen erhoben.

Berlin. Im „Haus der Kunst", Königsplatz 4, werden in einer Sonderschau aus Anlass der Olympischen Spiele Siegerpreise und Ehrengaben ausgestellt. Veranstalter ist der RIV.

Berlin, am 18. August. Im Schlossmuseum wird der Welfenschatz erstmals gezeigt.

Deutschland, am 20. August. Neue Trauringverordnung. Die AO Nr. 3 tritt in Kraft. „Der gewerbsmäßige Verkauf goldener Trauringe mit einem Feingehalt von mehr als 333/- und einen Gewicht von mehr als 3,5 Gramm für das Stück ist verboten".

Helmstedt, am 17. September. Die Goldschmiede von Jean Emmel übernimmt der Goldschmied Walter Gralow.

Deutschland, am 21. September. Die Wehrmacht hält ihr erstes großes Manöver nach dem Ersten Weltkrieg ab.

Deutschland, am 27. September. Mit der Eröffnung eines Teilstücks bei Breslau sind die ersten 1.000 Kilometer der Reichsautobahn fertiggestellt.

Berlin vom 15. Oktober bis 15. November. Ausstellung des deutschen Gold- und Silberschmiedehandwerks im Hause des Deutschen Handwerks in Berlin. Dr. Haenel vom Dresdner Grünen Gewölbe sprach über „Meister deutscher Goldschmiedekunst".

Reichshandwerksmeister: „Es ist die Aufgabe der deutschen Goldschmiede, der Gegenwart sichtbaren Ausdruck zu geben." Als Hauptredner tritt Reichsinnungsmeister der Goldschmiede des RIV, Fritz Flamm, auf.

Deutschland, am 18. Oktober. Preiserhöhungen aller Art sind ab sofort verboten. Dresden, im Oktober. Aus der Goldschmiede-Innung scheiden die folgenden Mitglieder aus: Mau, Billert, Schultheiß, König, Schlaghan, Maushard, Reißner, Anders, Bundesmann, Oertel, Großmann, Merz. Neue Mitglieder: Th. Scholze, Bagehorn, Kätchen verw. König. Deutschland. In Deutschland sind ca. 4.200 Gold- und Silberschmiede selbstständig. Einige davon beschäftigen 20 bis 30 Gesellen, die Mehrzahl sind Kleinbetriebe mit 1 oder 2 Beschäftigten. Insgesamt werden etwa 1.500 Gesellen beschäftigt und etwa 750 Lehrlinge ausgebildet.

Berlin, am 15. Oktober. Eröffnung der Ausstellung des deutschen Gold- und Silberschmiedehandwerks im Haus des Deutschen Handwerks in Berlin. Die Ansprache hält Reichsinnungsmeister Fritz Flamm. Gezeigt werden auch einige neu geschaffene Obermeisterketten. Die Ausstellung ist bis zum 14. November geöffnet.

Hof, am 15. November. Sitzung der Gold- und Silberschmiedeinnung Oberfranken, Sitz Kronach. OM Georg Müller aus Kronach eröffnet die Versammlung und begrüßt besonders den Bezirksobermeister Fueß aus München. Heiß diskutiert werden Fragen zum Berufsfeld Goldschmied / Uhrmacher. Weiter erinnert der OM daran, dass der Goldschmied in erster Linie wieder selbstständiger Goldschmied und nicht Kaufmann sein soll.

Deutschland, am 27. November. In einem Erlass verbietet Goebbels jede Form von „Kunstkritik" und fordert eine reine „Kunstberichterstattung".

1937

229

Leipzig, am 7. Januar. Die Mitteldeutsche Meisterschule des Gold- und Silberschmiedehandwerks nimmt ihren Lehrbetrieb auf. Die Schule ist gedacht für Lehrlinge, Gehilfen und Meister. Die Schule ist ein Verdienst des OM Giebel.

Friedberg / Hessen, am 10. Januar. Innungsversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung Hessen im Hotel „Deutsches Haus". Der Landesinnungsmeister Kurt Sibig aus Darmstadt eröffnet die Versammlung. Beschlossen wird, dass die Mitglieder der Obmannschaft Oberhessen an dem Umzug der Maifeier in Bad Nauheim geschlossen teilnehmen: Für die Anfertigung von Gliedern für eine Obermeisterkette erklären sich einige Firmen bereit, Arbeiten zu übernehmen.

Breslau, am 24. Januar. Bezirkstagung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede Schlesiens im „Schlesischen Hof" in Breslau. Es erschienen an die 150 Mitglieder der Pflicht­innungen Neiße, Schweidnitz, Liegnitz und Breslau. Der Bezirksinnungsmeister E. Adolf begrüßt die Kameraden und besonders Herrn Reichsinnungsmeister Flamm.

Deutschland, am 26. Januar. Der Bauhausbegründer Walter Gropius erhält einen Lehrstuhl für Architektur an der Harvard-Universität.

Berlin, am 3. Februar. Im Petrigemeindehaus eröffnet Obermeister Szpitter die 1. Quartalsversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung Berlin. Der OM gibt dann das kurz vor Weihnachten stattgefundene Rundfunkinterview des Reichsinnungsmeisters bekannt und knüpft daran den Erlass des neuen Vierjahresplanes. Im zweiten Teil des Abends spricht der Geschäftsführer des Reichsinnungsverbandes, Dipl.-Kaufmann Leidicke, über „Unser Werkstoff".

Leipzig, am 7. Februar. Im Leipziger „Sachsenhof" versammelt sich die Innung zu ihrer Sitzung. Obermeister Giebel betont: „... denn gerade die Jugend ist es, auf die weiter gebaut werden muss." Silberschmiedemeister Schäfter berichtet über den Stand der Arbeiten an den Amtsketten für den Rat der Stadt Leipzig. Anschließend Diskussion zu dem Thema: „Amtsketten".

Tabarz/Th., vom 15. bis 20. Februar. Zur Mitgliederversammlung der Einbruchskasse für das Edelmetallgewerbe laden Flamm und Leidicke ein. Die Arbeitstagung der Fachgruppe ist im Kurhotel „Deutscher Hof".

Breslau, im Frühjahr. Der Reichsinnungsverband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede versammelt die schlesischen Berufskameraden zu einer Bezirkstagung. Bezirksinnungsmeister Erich Adolf begrüßt den Reichsinnungsmeister Flamm und den Geschäftsführer des RIV, Leidicke. Flamm verweist auf seine enge Bindung zu Schlesien und stellt fest, dass bereits sein Großvater in Waldenburg/Schl. als Silberschmied tätig war.

Leipzig, vom 28. Februar bis 8. März. Die Frühjahrsmesse findet statt. Gold- und Silberschmiede präsentieren sich in Kollektivausstellungen im Petershof und im Grassi-Museum.

München, am Rosenmontag. Im Saale des Bayrischen Kunstgewerbevereins hält die Gold- und Silberschmiede-Innung ihre Pflichtversammlung ab. Die Kapelle Schuhmann spielt zum zweiten Teil der Tagung schneidig auf, und der OM Fueß verfällt aus der ­ernsten und fachlichen Rede in fröhliche Reime.

Pforzheim, am 3. März. Josef Schmalz, Seniorchef der Fa. J. Schmalz, Pforzheim, Leopoldstraße 5, feiert seinen 70. Geburtstag. Deutschland, im Frühjahr. Ein Ein-Karäter-Brillant kostet etwa 1.000,- RM. 1924 ­musste man für den Stein gleicher Qualität ca. 1.200 RM bezahlen.

Deutschland. Die Aufkaufpreise für Edelmetalle: Gold je Gramm  2,80 Reichsmark,

Silber je Kilogramm 34,50 Reichsmark

Osnabrück, im Frühjahr. Die Kreisfachgruppe hält ihre Mitgliederversammlung der Gold- und Silberschmiede in der Stadtschänke ab. Es erscheinen 57 Kollegen und der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Dr. Vogel, aus Hannover.

Leipzig, im April. In der „DGZ" werden Arbeiten aus den Landesschulwerkstätten gezeigt. Die Arbeiten stammen von Giebel, Donner, Stoll, T. Zermial, H. Ehrhardt, S. Maurer, R. Berger, S. Scheibe, Lotter, Kreuzer, E. Reimer, M. Reichelt, S. Gatsch, K. Henel, Curt Hasenohr, Hans Przyrembel, Ingeborg Gisecke, Rudolf Peger, F.B. Faber, Will Odening.

Essen. Goldschmiedemeister Dangelmaier wird Obermeister der Innung und hat das Amt bis nach 1960 inne.

Deutschland. Zur Gemeinschaft der Goldmantelringhersteller - GOSI - gehören u. a. die Firmen Paul Hartmann, Görlitz; Gustav Lachmann, Gera; Max Träger, Magdeburg.

Berlin, am 4. Mai. Der Reichsinnungsverband übernimmt auf dem Wege der Umwandlung das Haus Blücherstraße 19 von der „Goldschmiedehaus-Gesellschaft". Die Umschreibung des Hauses erfolgt am 3.

Frankfurt/M. Im Franz-Mathes-Verlag ist „Die Pforzheimer Schmuck-, Edelmetall- und Uhrenindustrie" erschienen. Autoren: Prof. R. Rücklin und Direktor Frank von der Badischen Kunstgewerbeschule.

Paris, am 24. Mai. Die Weltausstellung wird eröffnet. Silberschmiedemeister W. Stoll aus Leipzig zeigt seine Arbeiten.

Düsseldorf / Dresden, am 14. Juli. Zur Düsseldorfer Innungsversammlung erscheint der Stellvertreter des RIV, Goldschmiedeobermeister Waibel aus Dresden, und spricht zu Themen der Zeit.

München, am 18. Juli. Hitler weiht das Haus der Deutschen Kunst in München ein. München, am 19. Juli. Die Propagandaausstellung „Entartete Kunst" wird eröffnet, auf der Werke von verfemten Künstlern gezeigt werden.

Leipzig. Rudolf Peger fertigt die Amtskette für die Leipziger Universität.

Berlin, am 14. August. Die Ausstellung „700 Jahre Berlin" gibt den Auftakt für die Feiern zum Stadtjubiläum.

Leipzig, am 29. August. Die Leipziger Herbstmesse wird mit großer Auslandsbeteiligung eröffnet.

Leipzig, im September. Über das Vermögen der „Schmuck-, Probier- und Scheideanstalt Deutscher Goldschmiede e.G." wird der Konkurs eröffnet.

Leipzig, am 10. Oktober. Die Leipziger Innung tagt im „Sachsenhof". TOP: Bericht des Obermeisters über den Reichsparteitag; Wehrsteuergesetze; Adolf-Hitler-Spende; Lehrlingsarbeiten im Wettbewerb der Deutschen Goldschmiedezeitung.

Berlin, im Spätherbst. Die Geschäftsstelle des RIV, Potsdamer Str. 111, vertreibt Werbematerial für das Weihnachtsgeschäft. „Wirb mit dem Werbeheft des Reichsinnungsverbandes". Das Stück zu 2 Rpf.

Dortmund. Franz Drapal wird neuer Obermeister der Dortmunder Gold- und Silberschmiede-Innung.

1938

Dortmund. Bernhard Rosendahl und Anneliese Neuer fertigten als Meisterstück die Dortmunder Oberbürgermeisterkette in Silber an. Die Arbeit erfordert 500 Stunden. Gravuren, Granulation, Emailarbeit und das Fassen der Steine wird von Georg Pietsch ausgeführt, der auch das Stück entwarf.

Deutschland. Der „Deutsche Goldschmiedekalender" vom Diebener-Verlag existiert 25 Jahre. Zur diesjährigen Ausgabe wird noch ein Warenzeichen-Nachtrag geliefert.

Berlin, im Januar. Ministerpräsident Generaloberst Göring setzt kommissarisch einen neuen Reichshandwerksmeister ein. An der Stelle von Lohmann, Berlin, wird der Präsident der Handwerkskammer Lübeck, Ferdinand Schramm beauftragt, die Geschäfte des Reichshandwerksmeisters zu führen.

Hannover, am 14. Januar. Der Obermeister der Goldschmiedeinnung Hannover und Bezirksinnungsmeister Niedersachsens, Goldschmiedemeister Eduard Sewig, kann seinen 70. Geburtstag in voller Rüstigkeit feiern.

Berlin, am 11. Februar. Mit einer Großkundgebung wird der Reichsberufswettkampf eröffnet, der von der Deutschen Arbeitsfront (DAF) unter Robert Ley organisiert wird.

Idar-Oberstein, am 19. Februar. Im Lokal „Karpenstein" eröffnet der Kreishandwerksmeister die Versammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung und stellt den neuen OM Lorenz vor. Er berichtet über einige Fach-Reisen und kommt dann zu seiner Vereinbarung über den Beitrag der Innung zum RIV. Erläutert wird auch das Rundschreiben des RIV betreffend die Werbeaktion.

Aachen, am 24. Februar. Im „Bürger-Bräu" eröffnet OM B. Lennartz jr. die Versammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung Aachen und begrüßt besonders die 3 Preisträger der Pariser Weltausstellung: Schickel, Schwerdt und Witte.

Oelsnitz/V., am 25. Februar. Goldschmiedemeister Carl Louis Geigenmüller wird 75 Jahre.

Berlin, am 27. Februar. Die Ausstellung „Entartete Kunst" wird eröffnet, die in anderer Form bereits in München zu sehen war.

Deutschland / Österreich, am 13. März. Österreich wird an Deutschland angeschlossen.

Bamberg, im Frühjahr. Silberschmiedemeister Emil Neumüller geht beim Reichsberufswettkampf als Gausieger hervor.

Trier, im Frühjahr. Neue Meister im Kammerbezirk: Heinrich Schäfer, Wilhelm Stockert, Otto Schilling als Goldschmiede und Richard Feikert als Fasser.

Görlitz, im Frühjahr. Goldschmiedemeister Emil Hochwitz, Ecke Hindenburgplatz/ Konsulstraße ist im Alter von 70 Jahren verstorben.

Osnabrück, im Frühjahr. Innungsversammlung mit Ehrung des Reichssiegers Göttgens und des Ortssiegers Wobker. Beide werden mit Sachpreisen geehrt. Dr. Bäumer berichtet über die internationale Handwerksausstellung in Berlin. Weitere Themen: Adolf Hitler-Spende und Hermann Görings Gesetz zum Schutze der Jugendlichen. Neuregelung bei der Einstellung von Lehrlingen.

Regensburg. Gausieger im Berufswettkampf: Max Leser, Josef Wihr und Josef Feuerstein.

Nürnberg. Hans Schott fertigt für den Berufswettkampf einen silbernen Armreif und wird Reichssieger.

Mannheim, am 31. März. Die Einbruchskasse des Reichsinnungsverbandes ist aufgelöst. Der gesamte Versicherungsbestand wird der Mannheimer Versicherungsgesellschaft in Mannheim übertragen, die die Tradition der RIV-Einbruchskasse fortsetzt.

Idar-Oberstein, am 1. April. In der Stadt wird im Einvernehmen mit der Regierung in Koblenz und dem Ministerium in Berlin eine neue Fachschule für Diamant-, Edelstein- und Goldschmiedeberufe eröffnet.

Hamburg. Im Adressbuch werden 2 Goldschmiede namens Schrader erwähnt: Bernhard H. Schrader, Petkumstr.12, und Hermann Schrader, Neuer Wall 18.

Oelsnitz/V., am 1. April. Die Goldschmiede Carl Geigenmüller, Hindenburgplatz 10, feiert 50-jähriges Bestehen. Am 1. April übernimmt auch der Sohn Ludwig Geigenmüller die Firma vom Vater. Die Geigenmüller-Familie ist seit sehr alten Zeiten mit dem Goldschmiedehandwerk verbunden.

Plauen, am 6. April. Goldschmiedemeister R. Lepping, Tischlerstraße 11, feiert mit seiner Ehefrau Talita die silberne Hochzeit.

Deutschland, am Sonntag den 10. April. Reichtagswahl und Volksabstimmung. Leipzig. Herr Christian Schwan, Körnerstraße 31, ist zum Messebeauftragten des RIV berufen.

Deutschland, im April. Es starten zu einer Studienfahrt 46 Berufskollegen mit der „Bremen" nach den USA.

Breslau, am 25. April. 15. Innungspflichtversammlung. Themen: Gemeinschaftsausstellung der Innung im Rahmen der Breslauer Messe.

Marienwerder/Westpreußen, am 1. Mai. Die Goldschmiede O. Zermann (Inh. Heinz Zermann) Marienburger Str. 42, feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Die Firma wurde 1841 von Ludwig E. Ferdinant Motschmann gegründet. Motschmann war Schüler der Hansischen Hochschule für bildende Künste in Hamburg.

Frankfurt/M., am 7. Mai. Gemeinsame Tagung des RIV mit den Fachschaftsverwaltern der DAF.

Heide, am 8. Mai. Die Gold-, Silberschmiede- und Graveur-Innung im Handwerkskammerbezirk Flensburg hält ihre 8. Pflichtversammlung im Hotel „Stadt Hamburg" ab. Mit einem umfangreichen Themenkatalog hat sich der Obermeister Hugo Dietrichsen zu beschäftigen. Bei dem Hinweis auf die Gemeinschaftswerbung des RIV wird auch wieder die immer noch ungeklärte Frage der Berufsbezeichnung „Juwelier" erörtert. Es wird geäußert: „mit der Berufsbezeichnung ,Goldschmiedemeister' und dem Verzicht auf den ,Juwelier' kann man bei dem Publikum nur ins Hintertreffen geraten gegenüber dem Uhrmacher, der sich ,Juwelier' nennt."

Leipzig. Die Firma Wilhelm Woeckel, Werkzeuge und Goldschmiedebedarf, in der Leipziger Rosenthalgasse feiert ihr 25-jähriges Geschäftsbestehen.

Wolfsburg, am 26. Mai. Vor einem Massenaufgebot von 70.000 Menschen legt Hitler den Grundstein für den Bau des Volkswagenwerkes in der Nähe des Dorfes Wolfsburg. Hier soll das größte Automobilwerk der Welt entstehen und Autos für die NS-Organisation „Kraft durch Freude" produziert werden. Konstrukteur: Ferdinand Porsche.

Berlin, vom 28. Mai bis 2. Juni. In Verbindung mit der Internationalen Handwerksausstellung findet auch der Internationale Kongress der Goldschmiede statt. Zu diesem Kongress hält Dr. R. Heraeus einen Vortrag über neue Edelmetallwerkstoffe, die in seiner Scheideanstalt entwickelt wurden, die trotz niedrigen Feingehalts eine hohe Güte hätten. Diese Legierungen gingen später unter der Bezeichnung HERA-Gold in den Handel.

Deutschland, am 29. Mai. Die Goldschmiede und Juweliere, die auf Studienreise in Amerika waren, kehren wohlbehalten mit reichlich neuen Erfahrungen in die Heimat zurück.

Hirschberg, am 12. Juni. Innungsversammlung der Gold- und Silberschmiede Görlitz in Hirschberg. Die Innung zählt noch 32 Mitglieder. Für die Lehrlinge ist ein zusätzlicher Unterricht von wöchentlich zwei Stunden geschaffen worden. Dazu stehen die Mitglieder, Lehrlingswart Voigt und Gesellenwart Pornitz zur Verfügung. Die Werkstatt von R. Hoer kann zum Praktikum genutzt werden. Nach der Vertrauensfrage wird dem Obermeister Orlop einstimmig das Vertrauen ausgesprochen. Die Versammlung schließt mit einem dreifach „Sieg Heil" auf den Führer.

Berlin. In Berlin werden die neu geschaffenen Obermeisterketten ausgestellt. Gezeigt werden die Amtsketten des Reichshandwerksmeisters, die Obermeisterkette der Berliner Innung, der Leipziger Innung, der Düsseldorfer und der Stettiner. Die Leipziger Kette wird allgemein als eine ganz hervorragende Goldschmiedearbeit, der Gegenwart, bezeichnet.

Dresden. Eine Ausstellung über „Sächsisches Edelgestein" wird im Dresdner Rathaus gezeigt.

Mannheim. Die „Mannheimer Versicherungsgruppe" hat die Einbruchskasse des Edelmetallgewerbes übernommen.

Köln, im Sommer. Einen „Meistertrunkpokal" für die Innung schaffen Hans Markl, N. Epp und H. von Wassenberg.

Dresden, am 1. Juli. Der Dresdner Obermeister Woelck ruft zur Pflichtversammlung in den „Johannishof" auf. Der Lehrling Zimmermann wird als Gausieger des Reichsberufswettkampfes geehrt. Der Junggehilfe Kopprasch, beschäftigt bei der Fa. Stark, wird 3. Reichspreisträger im Handwerker-Wettkampf der DAF.

Deutschland. Anzeige der Breslauer Goldschmiede: Die Gold- und Silberschmiede des Großdeutschen Reiches und der Auslandskameraden, die anlässlich des Deutschen Turn- und Sportfestes 1938 nach Breslau kommen, treffen sich mit den Breslauer Berufskameraden in der Terrassengaststätte in Scheitnig neben der Jahrhunderthalle.

München, am 10. Juli. Hitler eröffnet die Große Deutsche Kunstausstellung Deutschland, im Sommer. Die Reichswirtschaftskammer stellt fest, dass bei Lehrabschlussprüfungen mangelhafte Kenntnisse der Prüflinge über die Pflicht für Partei und Staat vorherrschen. Deshalb veranlasst sie, die nationalpolitische Erziehungsschrift „Der junge Reichsbürger" als einzig dastehendes Grundwerk für die Lehrausbildung in den Betrieben einzuführen.

Plauen / Dresden, am 7. und 8. August. Die Mitglieder der Gold- und Silberschmiede­innung Plauen befinden sich auf einer Schulungsfahrt nach Dresden. In Dresden begrüßten Bezirksinnungsmeister Waibel und Herr Frötschner die Gäste aus Südwestsachsen im Schlosshof. Im Anschluss wird das „Grüne Gewölbe" besucht und um 13 Uhr im „Narrenschlössel" das Mittagessen eingenommen. Im Stadtwaldschlöss­chen wird danach die Innungsversammlung durch Obermeister Brocks eröffnet. Wichtiges Thema ist u. a. der Ankauf und die Verarbeitung von Gold- und Silbermünzen und die damit verbundenen Gefahren (VO über Verkehr mit Edelmetallen!). Den Abschluss bildet eine Dampferfahrt nach Schloss Pillnitz.

Leipzig, vom 28. August bis 1. September. Reichsmesse zu Leipzig. Aufforderung zur Beteiligung an der 7. Musterschau des Gold- und Silberschmiedehandwerks: „Die Ablieferung der Ausstellungsstücke muss spätestens bis zum Montag, den 22. August bei dem Messebeauftragten des Reichsinnungsverbandes, Herrn Christian Schwahn, Leipzig, Körnerstraße 31, erfolgen."

Leipzig, am Sonntag den 28. August. Im goldenen Saal des Hotel „Sachsenhof" am Johannisplatz findet das Messetreffen für die Goldschmiede aus dem Reich statt. Beiratsmitglied Eichhorn berichtet über die Tagung des RIV in Schwäb. Gmünd.

Deutschland. Die Löhne betragen insgesamt im Jahr 42,7 Milliarden RM Der Einzelhandelsumsatz insgesamt 33,9 Milliarden RM Schwarzenberg. Lehrling Hans Seidel aus Schwarzenberg, beschäftigt bei Oscar Männle, wird als bester Lehrling bei den Zwischenprüfungen ermittelt und vom Reichsverband mit einer Urkunde geehrt.

Nürnberg, am 5. September. Für den Reichsparteitag „Großdeutschland" werden Krone und Insignien des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation aus Wien nach Nürnberg gebracht.

Deutschland. Die Meisterprüfungsgebühren werden neu geregelt. Jetzige Gebühr 45,- RM.

Berlin im Herbst. Reichsinnungsmeister Flamm eröffnet in Berlin den Internationalen Goldschmiede-Kongress.

Deutschland, am 12. November. Es tritt die Anordnung Nr. 16 der Überwachungsstelle für edle Metalle in Kraft. § 8: „Die Herstellung von Gegenständen in Silber ist verboten: Suppenterrinen, Tafelaufsätze, Bowlen, Flaschenuntersetzer, Damenhandtaschen, Stock- und Schirmgriffe und vieles andere mehr."

Herrnhut, am 15. November. Die Fa. Gustav Burkhardt, Goldschmiedewerkstatt und Kunstgewerbehaus, kann ihr 100-jähriges Jubiläum feiern. Hervorgegangen aus der 1745 gegründeten „Brüderhaus-Goldschmiede" gehört die Firma seit 1838 den Burghardts. Die Goldschmiede besitzt in Herrnhut einen Laden mit 5 Schaufenstern und im Handelshof Zittau ein ganz modernes Geschäft.

Danzig, im November. Quartalsversammlung der Innung im Volkshaus. Obermeister Strumpf gedenkt dem verstorbenen Kollegen Mach. Weiter mahnt er die Kollegen an, die ihre Meisterprüfung ablegen müssen, und gibt zu bedenken, dass nur bis zum 31. Dezember dazu Zeit ist, sonst droht Schließung des Geschäftes. Goldschmiedemeister Richter gibt den Kassenbericht. Zum Schluss gedenkt der Obermeister „der Rückkehr unserer sudetendeutschen Brüder und Schwestern ins Reich". Die Versammlung wird mit einem „Sieg Heil" geschlossen.

Pforzheim, im November. Neustrukturierung des Innungswesens der Edelmetallbetriebe.

Idar-Oberstein, im November. Goldschmied Karl Bock feiert in Rüstigkeit seinen 80. Geburtstag.

Heilbronn, am 27. November. Pflichtversammlung der Innung im Hotel Schon. Ober­meis­ter Gertler begrüßt besonders den Bezirksinnungsmeister Regelmann.

Kulmbach, im Winter. Goldschmiedemeister Willy Münstermann wird mit dem „Alt­meis­terbrief" der Handwerkskammer geehrt.

Deutschland, am 2. Dezember. Hitler propagiert die komplette Einbindung aller deutschen „Volksgenossen" in die Partei- und Staatsorgane und betont: „Sie werden nicht wieder frei, ihr ganzes Leben.

Deutschland, Reichsgesetzblatt, vom 3. Dezember. Durchführung der Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens. Alle Kunstgegenstände, die einen Wert von über 1.000,- RM übersteigen, sind in den öffentlichen Ankaufsstellen zu veräußern. Hanau, im Dezember. Den Professoren der Staatlichen Goldschmiedeschule, August Bock und Willi Gartenbach, ist das silberne Treuedienst-Ehrenzeichen verliehen worden.

München, im Dezember. Goldschmiedemeister Max Heiden, über 44 Jahre bei seinem Bruder Hofgoldschmied Theodor Heiden tätig, verstarb im Alter von 81 Jahren.

Deutschland, im Dezember.

Edelmetallpreise je Gramm:

Feingold = 2,83 RM

Silber = 0,39 RM

Platin = 3,25 RM.

Für den Bezug von Edelmetallen ist die Devisenstelle in Wien berechtigt, den Verkehr zu regeln. Die Ausweiskarten zum Bezug sind bis zum 31. März 1939 gültig.

Bamberg, im Dezember. Goldschmiedemeister Hans-Joachim Echterling übernimmt das Geschäft von S. Wetzlar.

Deutschland, im Dezember. In der Fachpresse wird das Weihnachtsgeschäft im Schmuckbereich für gut eingeschätzt. „Allgemein 10% besser als im Vorjahr".

Schwäbisch Gmünd, am 17. Dezember. In der Firma Wilhelm Binder werden während ­eines Betriebsappells zehn Arbeitsjubilare geehrt.

Pforzheim, am 23. Dezember. Bei Rodi & Wienenberger werden durch den Betriebsführer W. Katz langjährige und verdiente Mitarbeiter geehrt.

Deutschland, am 24. Dezember. Edelmetallgesetz, Anordnung 17: Für den Ankauf von Alt- und Bruchgold ist von der Reichsstelle für Edelmetalle die Genehmigung „C" erforderlich. Anordnung 21: Herstellung von Goldwaren. § 2: Die Herstellung von Goldwaren mit einem Feingehalt von mehr als 585 ist verboten.

Deutschland, am 30. Dezember. Der Reichsbeauftragte der Überwachungsstelle für Edelmetalle von Schaewen veröffentlicht im Reichsanzeiger die „Anwendung Nr. 17".

Schwäbisch Gmünd. Die Staatliche Höhere Fachschule für Edelmetallindustrie ist im Winterhalbjahr 1938/39 von insgesamt 151 Schülern besucht worden.

1939

Deutschland, am 1. Januar. Es werden „im Reich" folgende neue Handwerkskammern errichtet: Eger, Reichenberg, Aussig und Troppau.

Hamburg, am 1. Januar. Goldschmiedemeister Gerhard Samstag übernimmt den Betrieb von Ewald Matthies in der Lindenallee 5.

Lauban, am 1. Januar. Goldschmiedemeister Erich Pohl übernimmt die Goldschmiede seines Vaters Rudolf Pohl (Gegr. 1899).

Leipzig, am 11. Januar. Die Gold- und Silberschmiedeinnung hält ihre Jahresfeier mit der Uhrmacherinnung im Festsaal des Zentral-Theaters ab.

Hamburg, im Januar. Goldschmiedemeister J. F. Goldmann eröffnet in den Kolonnaden 13 sein eigenes Geschäft. Hagen i. W., im Januar. Die Witwe Eva Dupré, geb. Crecelius, ist neue Inhaberin der Firma Ed. Dupré.

Breslau, im Januar. Der Breslauer Oberbürgermeister sucht für die Meisterschule des deutschen Handwerks eine Lehrkraft für die Abendklasse der Gold- und Silberschmiede. Bedingung u. a.: „arische Abstammung".

Idar-Oberstein, im Januar. Innungsversammlung mit Wahl. Wiedergewählt zum Obermeister wird Goldschmiedemeister Lorenz. Fachschullehrer Hilpert hält einen Lichtbildervortrag über Buchführung im Handwerk. Der Goldschmiedemeister Philipp Wilhelm Wenzel ist im Alter von 74 Jahren verstorben.

Hildesheim, am 22. Januar. Obermeister Walter Märtens lädt zur Innungsversammlung ins Gildehaus, Kreuzstraße, ein. Gäste: Dr. Bruckmann von der Handwerkskammer, Dr. Saß von der Kreishandwerkerschaft und der Bezirksinnungsmeister Höfer aus Hannover. Dr. Bruckmann schildert die innige Verbundenheit des Handwerks mit den Beauftragten für den Vierteljahresplan des Generalfeldmarschall Göring. Höfer erklärt, dass der Goldbezugsschein und die Genehmigung zum Erwerb von losen Brillanten vorläufig noch Gültigkeit besitzen.

Deutschland, am 24. Januar.

Edelmetallankaufpreise per Gramm:

800 Silber = 0,28 RM

Feinsilber = 0,37 RM

Platinbruch = 2,90 RM

Augsburg, am 26. Januar. Goldschmiedemeister Max Götte, Karolinenstraße 15, feiert sein 40-jähriges Betriebsjubiläum.

Saarbrücken, am 28. Januar. Die Innung Saarpfalz hält Versammlung und Wahl ab. Obermeister Sparn, Schriftführer Thinnes. Fünf neue Mitglieder treten bei: Wilhelm Wagner, Alfred Lehnert, Rudolf Blumann aus Saarbrücken; Willi Keller, Saarlautern; Fritz Menn, Rockerhausen.

Halle, am 29. Januar. Außerordentliche Innungsversammlung im „Coburger Hofbräu". Obermeister Scharpe eröffnet und begrüßt den Geschäftsführer des RIV, Pg. Leidicke, und den stellvertr. Präsidenten der HWK, Pg. Tittel, sowie Obermeister Fritsch aus Magdeburg und den Obermeister Heinzelmann aus Dessau.

Liegnitz, am 1. Februar. Silberschmiedemeister Max Rinn, Breslauer Str. 31, feiert sein 40-jähriges Meisterjubiläum.

Liegnitz, am 2. Februar. Der Silberschmiedemeister Paul Sandig (geb. in Breslau) feiert in körperlicher Frische seinen 75. Geburtstag.

Leipzig, am 5. Februar. Quartalsversammlung der Innung. Gast: Ratsherr Friedemann. Themen: ÜWST-Edelmetalle, Diamanthandel, Sicherstellung von Gold- und Juwelenschmuck aus jüdischem Besitz. Über den Berufswettkampf berichtet Studienrat Schäfter.

Mainz, am 5. Februar. Zweite Stabssitzung der Landesinnung Hessen. Auf Grund des RIV-Rundschreibens über den Einsatz des jüdischen Vermögens wird eine Stabssitzung einberufen. Geladen und anwesend die Fachgruppenleiter, Obmänner und Obermeister, dazu die Verhandlungsmänner zu den Leihhäusern der Region. Die anstehenden Aufgaben werden durchorganisiert.

Breslau, am 6. Februar. Obermeister Eispert begrüßt 77 Mitglieder zur Innungspflichtversammlung und besonders den Bezirksinnungsmeister Adolf. Hauptthema: Freisprechung der 14 Gehilfen.

Wien, am 9. Februar. Der als Staatskommissar in der Privatwirtschaft bestellte Abwickler des Juwelen- und Uhrenfaches, Andreas Käs, für Liquidation und Arisierung des Faches macht bekannt, dass 654 Unternehmungen in sein Ressort fallen.

Dresden, am 10. Februar. Pflichtversammlung der Goldschmiedeinnung im Johannishof. Obermeister Waibel eröffnet um 20 Uhr. Themen: Es berichten die Gesellenwarte Keppler und Frötschner und Lehrlingswart Scharf. Ausgelegt sind die Gesellenstücke. Linke und Hampe erhalten dafür eine Anerkennung. Die Lehrlinge Hofmann und Friedel werden vom RIV als Bezirksbeste der Zwischenprüfung mit Urkunden geehrt. TOP 3: Die Antragsbogen der Genehmigungsscheine zum Bezug von Edelmetall bzw. der Umgang mit losen Brillanten.

Jülich, am 12. Februar. Der seit 1889 selbstständige Goldschmied Arnold Samans und Gattin feiern goldene Hochzeit (84 und 78 Jahre alt). Sohn Wilhelm führt das Geschäft.

Köln, am 14. Februar. Der ehemalige Leiter der Goldschmiedeklasse an der Kunstgewerbeschule (bis 1933), Ernst Riegel, ist im Alter von 67 Jahren verstorben.

Leipzig / Berlin, im Februar. Die „neue linie", Kunstzeitschrift des Verlages Otto Beyer, Leipzig, ruft im Heft 6 Jg. 10 zum Schmuckwettbewerb auf. Aufgabe: „Schmuckstücke oder Entwürfe, in denen Edelsteine aus Idar-Oberstein verarbeitet sind". Die Arbeiten sind zu richten an den Verlag, Berlin, Schützenstraße 5.

Essen, am 15. Februar. Goldschmiedemeister Franz Brendgen wird 75 Jahre alt. Sein Sohn Ernst, der das Geschäft jetzt führt, wurde 1937 in Paris mit der goldenen Medaille ausgezeichnet.

Deutschland, am 21. Februar. Dritte Anordnung zur Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden. Es wird bestimmt, dass alle Juden deutscher Staatsangehörigkeit und alle staatenlosen Juden die ihnen gehörenden Gegenstände aus Gold, Silber und Platin sowie Edelsteine und Perlen binnen 2 Wochen an die öffentlichen Ankaufsstellen abzuliefern haben. Die Ablieferung erfolgt gegen Entschädigung. Zuständig sind die von den Gemeinden betriebenen Pfandleihanstalten.

Wien, am 24. Februar. In der Wiener Zeitung wird ausführlich über die Abwicklung der jüdischen Unternehmer der Schmuckbranche berichtet. Sitz des Amtes: Wien I., Spiegelgasse 13, 1. Stock.

Deutschland. Reichsberufswettkampf. Angetreten sind 100.000 Teilnehmer. 6.000 gelangten zur Reichsausscheidung. 211 Reichsbeste wurden ermittelt, aus deren Kreis 121 Reichssieger hervorgingen. 1.289 erhielten eine Plakette. Unter den 121 Reichssiegern aller Berufe, vertreten als einziger Goldschmied der Geselle Siegfried Männle, beschäftigt bei Schlüter in Bielefeld, wohnhaft Kastanienstraße 10, Gau Westfalen-Nord. Gausieger im Reichsberufswettkampf werden die Goldschmiedemeister G. Kramer jun. aus Ribnitz und Paul Moeller aus Bayreuth.

Gera, am 26. Februar. Die Frühjahrsversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung findet im „Haus des Handwerks" statt. Zur gut besuchten Veranstaltung kann OM Neupert besonders Herrn Leidicke vom Reichsinnungsverband begrüßen. Mit dem Ehren­trunk aus dem Friedrich-Neupert-Meisterbecher wird die Versammlung geschlossen.

Leipzig, im Frühjahr. Die Leipziger Messe hat eine Ausstellungsfläche von 186.000 Rechnungsmetern, 9.512 Ausstellern und fast 305.000 Besuchern. Auf der 8. Leipziger Musterschau des Gold- und Silberschmiedehandwerks stellen Otto Bortenreuter und Kurt Reimann, beide aus Dresden, ihre Schmuckarbeiten aus. Als einziger Aussteller aus der Gastgeberstadt präsentiert Walter Donner seine formschönen Produkte.

Berlin, im Frühjahr. Firma H. J. Wilm, Jerusalemer Straße 25. Einzelprokuristin Rose Wilm, geb. Soehlmann.

Dresden, im Frühjahr. Goldschmiedemeister Eugen Waibel hat sein Geschäft von der Ammonstraße 2 nach der Prager Str. 37 verlegt.

Deutschland, im Frühjahr. Die DEGUSSA führt niederkarätige Spezial-Goldlegierungen ein und fasst sie unter dem Namen ORPAL-Gold zusammen.

Berlin, im Frühjahr. Neue Anschrift der Deutschen Gesellschaft für Goldschmiedekunst: Berlin W 50, Nürnberger Str. 13. Erfurt, im Frühjahr. In der Wettkampfgruppe Eisen und Metall des Gaues Thüringen wird der Goldschmied Hans Joachim Baumgard aus Mühlhausen zum 2. Mal Gausieger. Werkstatt Oswald Glaser & Sohn, Erfurt.

Krefeld, am 15. März. Sommersemester an der Meisterschule, Peterstraße 123. Lehrgang für Goldschmiede, Silberschmiede, Graveure und Ziseleure. Teilnahmegebühr 50,- RM.

Dresden, im März. Der Goldschmiedelehrling Hofmann und der Silberschmiedelehrling Friedel erhalten als die Bezirksbesten in der Reichszwischenprüfung des RIV Urkunden.

Deutschland, am 16. März. Böhmen und Mähren werden annektiert und ein Reichsprotektorat errichtet.

Berlin, am 20. März. Tausende von Kunstwerken werden als „entartet" in der Hauptstadt verbrannt.

Cottbus, am 1. April. In Cottbus kann die Firma F. F. Sack ihr 100-jähriges Geschäftsjubiläum feiern. Friedrich Franz Sack gründete 1839 und übergab das Geschäft 1864 an seinen Sohn Paul. Im Jahre 1898 übernahm Franz Friedrich Sack die Goldschmiede. Lange Jahre war F. F. Sack Obermeister der Innung Frankfurt/O. und Sohn Paul war derzeit Kreisfachgruppenleiter der Fachgruppe 12.

Berlin-Wilmersdorf, am 14. April. Fritz Flamm ist im Alter von 56 Jahren verstorben. Zur Abschiedsfeier sind Vertreter der Partei, Sturmkameraden und ihrer Gliederungen, Berufskameraden des Juwelier- , Gold- und Silberschmiedehandwerks, des Uhrmacherhandwerks und des Einzelhandels erschienen. In der gefüllten Kuppelhalle hält mit „kurzen markigen Worten" der Führer des SA-Sturmes Berlin 6 die Gedächtnisrede.

Münster, am 20. April. Reichshandwerksmeister Schramm beruft den bisherigen Be­zirks­innungsmeister für Westfalen, Bernard Lühn, zum Reichsinnungsmeister des Juwelier-, Gold- und Silberschmiedehandwerks. Bernard Lühn wurde am 15. Januar 1898 als Sohn einer Handwerkerfamilie in Münster geboren. Als 17-jähriger Primaner meldete er sich nach bestandenem Abitur freiwillig zum Heeresdienst. (Fußartillerie-Bataillon 21). Beförderung zum Offizier als Ballonbeobachter (EK I und EK II), schlug die Offizierslaufbahn ein und studierte einige Semester. Beschloss aber dann, dem Vorbild eines Teiles seiner handwerklichen Ahnen folgend, Goldschmied zu werden. Lehre und Gesellenprüfung in München. Besuch der Fachschule in München. Schüler von Prof. Schneider. 1925 selbstständig. 1928 Meisterprüfung. Obermeister in Münster. Berufung zum Bezirksinnungsmeister durch Reichsinnungsmeister Fritz Flamm. SA-Sturmführer der SA-Gruppe Westfalen ehrenamtlich tätig und Gauschützenführer in NSRL. Gau Westfalen.

Leipzig, am 23. April. Innungsversammlung im Sachsenhof. Obermeister Gäbel gibt den Tod von Fritz Flamm bekannt und stellt in seinen Ausführungen die Berufung des neuen Reichsinnungsmeisters Bernard Lühn dar.

Osnabrück, am 23. April. Obermeister Friedrich Wacker eröffnet die Innungs- und Wahlversammlung. Gewählt werden zum Stellvertreter I. R. Franke, Schriftwart Hämmerling; Kassenwart A. Jacob.

Reichenberg, am 14. Mai. Die Gründung der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung im Kammerbezirk Reichenberg, Sitz Gablonz a. N., wird in Reichenberg abgehalten. Der Obermeister Siegfried Scharf begrüßt seine Handwerkskameraden und einen Vertreter der DAF (Deutsche Arbeitsfront). Scharf gibt bekannt, dass er von der Handwerkskammer zum Obermeister der Innung ernannt worden ist und befasst sich in seinen Ausführungen eingehend mit dem Innungsgedanken. Er weist darauf hin, dass in der Tschechei eine Innung oder Genossenschaft nicht bestanden habe, sodass erst jetzt, nach der Befreiung des Sudetengaues, das Innungsleben geweckt werden könne.

Nürnberg, am 15. Mai. Letzter Einreichungstermin für den „Wettbewerb Ehrenpokal" der Stadt der Reichsparteitage, Nürnberg.

Deutschland, am 17. Mai. Eine Volkszählung im Deutschen Reich ergibt ohne Österreich eine Bevölkerungszahl von knapp 70 Millionen.

Frankfurt/M., vom 19. bis 21. Mai. Tage des Deutschen Handwerks.

Deutschland, am 22. Mai. Mit dem „Stahlpakt" erneuern das Deutsche Reich und Italien die „Achse Berlin-Rom". Künftige Expansionen sollen aufeinander abgestimmt werden. Für den Kriegsfall sichern sich beide Staaten Waffenhilfe zu.

Bremen, am 1. Juni. Mit dem Lloyd-Dampfer Columbus erfolgt der Start der 2. Amerika-Studienfahrt des Edelmetall- und Uhrengewerbes nach den USA. Ankunft in New York am 9. Juni, Aufenthalt bis 20. Juni, Rückreise mit dem Dampfer Europa am 21. Juni. Programm: Besichtigung der Weltausstellung, Fachbetriebe, die Niagarafälle, Detroit, Chicago, Washington und Lancaster. Kosten der Reise insgesamt pro Person: 1.265,- RM.

Hannover. Goldschmiedemeister August Düe verlegt sein seit 40 Jahren bestehendes Geschäft von Burgstraße 40 in die neu erbaute Altstadt, Ballhofstraße 10.

Leipzig, im Juni. Im Heft 10 der „neuen linie" 10. Jg. werden die Ergebnisse des Schmuckwettbewerbes abgebildet. 1. Preis: Halsschmuck von Fries-Arauner aus Augsburg.

Ulm, am 4. Juni. Der Obermeister Otto Ehinger begrüßt seine Mitglieder der Gold- und Silberschmiede-Innung zur Versammlung und heißt den Bezirksinnungsmeister A. Regelmann aus Stuttgart besonders willkommen. Gedacht wird dem verstorbenen Reichs­innungsmeister Fr. Flamm. Vor dem Mittagessen in den „Drei Kannen" werden noch Silberbedarfsscheine an die Mitglieder verteilt.

Luxemburg, vom 2. bis 5. Juli. Der VII. Internationale Kongress des Edelstein-, Edelmetall und Uhrengewerbes (BIBOA) findet statt.

Berlin, am 28. Juli. Bei der Eröffnung der Rundfunkausstellung wird der Einheitsfern­seher E1 in Größe eines Radiogerätes präsentiert.

Berlin, am 26. August. Die NSDAP sagt den für Anfang November geplanten Reichsparteitag ab.

Gleiwitz, am 31. August. Zur Schaffung eines Vorwandes für den Krieg gegen Polen überfallen als polnische Soldaten verkleidete Angehörige des deutschen Sicherheitsdienstes (SD) den Rundfunksender Gleiwitz (Oberschlesien). Über den Rundfunk behaupten sie, Gleiwitz sei von Polen besetzt worden.

Deutschland, am 1. September. Mit der Beschießung von polnischen Munitionslagern auf der Westerplatte bei Danzig durch das deutsche Linienschiff „Schleswig-Holstein" beginnt der Überfall auf Polen und damit der Zweite Weltkrieg. Die deutsche Wehrmacht marschiert ohne Kriegserklärung in Polen ein. Im Deutschen Reich gelten Kriegsbedingungen: Nachts herrscht Verdunkelung, abendliche Kulturveranstaltungen werden untersagt. Das Hören ausländischer Radiosender wird unter Zuchthausstrafe gestellt. Juden erhalten ein Ausgehverbot. Es kommt zu willkürlichen Erschießungen.

Deutschland, am 3. September. Großbritannien und Frankreich erklären Deutschland den Krieg, nachdem ein letzter Vermittlungsversuch Mussolinis von Hitler nicht beantwortet wird. Die USA, Italien und Spanien erklären sich für neutral.

Saarland, am 7. September. Französische Truppen rücken ins Saarland ein. Die im Beistandspakt mit Polen vereinbarten Offensiven gegen die deutsche Westfront werden jedoch nicht durchgeführt. Diese erleichtern den deutschen Blitzkrieg gegen Polen.

Deutschland, am 13. September. Neue Anordnung über den Verkehr mit Platin.

Leipzig. Auf der Herbstmesse in Leipzig werden kunsthandwerkliche Goldschmiedearbeiten gezeigt. Besonders erwähnt wird „ein sehr hübscher zu öffnender Ehrenring, der mit einer Leistungsurkunde im Reichsentscheid in Frankfurt/M. ausgezeichnet wurde, er stammt aus der Meisterhand von Ernst Brepohl, Arnstadt". Weitere Aussteller sind Will Odening, Leipzig; Martin Hildebrandt, Dresden; Gudrun Steineck, Radebeul; Walter Pönsch, Eibau; Albert Thomeé, Hellerau; Irma Gräfe-Schütze, Leipzig; Lieselotte Wirth, Leipzig.

Deutschland, am 29. September. In Deutschland treten neue Lebensmittelverordnungen in Kraft. Sie sehen die Zuteilung von Nahrungsmitteln auf Lebensmittelkarten vor.

Leipzig, im Herbst. Der RIV hält seine 9. Musterschau ab. Vertreten u.a. der bekannte Kirchengoldschmied Erich Adolf.

Bielefeld / Schwarzenberg. Ein Halsschmuck mit hervorragender Granulation von Siegfried Männle wird in der „DGZ" gezeigt. Siegfried Männle, beschäftigt in der Fa. Schlüter, ist ein Sohn von Oscar Männle, Schwarzenberg.

1940

Leipzig, vom 3. bis 8. März. In der Reichsmessestadt wird die Frühjahrsmesse durchgeführt. Das deutsche Edelmetall- und Uhrengewerbe ist, wie bisher, im Specks Hof zentralisiert (4. Stock, Koje 739).

Wien, vom 10. bis 17. März. Wiener Frühjahrsmesse. Das Wiener Gold- und Silberschmiedehandwerk lädt zum Besuch der gemeinsamen Ausstellungen in den Wiener Messepalast.

Deutschland, am 14. März. Göring ruft zu einer Metallspendensammlung für die Kriegswirtschaft auf.

Deutschland, im März. Es erscheint im Fachblatt ein Artikel mit Skizze unter der Überschrift: „Zugkräftige Schaufensterwerbung während der Verdunkelung".

Deutsches Protektorat, im Frühjahr. Das Ministerium teilt mit, dass Organisationen oder Verbände des Protektorates sich bestehenden deutschen Organisationen anzuschließen haben oder sich auflösen.

Pforzheim. Dr. Herbert Hafner - Sohn des Robert Hafner - ist gestorben.

Deutschland, am 3. Mai. Das Reichsluftfahrtbundesamt ordnet eine einheitliche und allgemeine Verdunkelung für ganz Deutschland zwischen Sonnenuntergang und -aufgang an.

Helsinki, am 3. Mai. Die angesetzten Olympischen Spiele werden abgesagt.

Deutschland, am 4. Mai. Neue gesetzliche Bestimmungen über die Herstellung von Edelmetallwaren.

Bielefeld. Siegfried Männle legt die Meisterprüfung ab. Sein Prüfungsstück: ein silberner Teller mit 19 Sportlern unterschiedlicher Disziplin in hervorragender Granulation.

Deutschland. Handwerker-Wettkampf. „Der HWK 1940 unterliegt selbstverständlich, wie alles im Leben, dem Gesetz des uns aufgezwungenen Krieges."... „Die Teilnahme der Goldschmiede z. B. ist dadurch gesichert, dass Eisen und Silber in diesem Jahr ihre Werkstoffe bilden."

Deutschland. Die Meisterprüfungsgebühr wird im Handwerk mit 60,- RM festgelegt.

Deutschland, am 10. Mai. Das Gesetz über die Herstellung von Goldwaren wurde erweitert.

Freiburg, am 10. Mai. Versehentlich bombardieren deutsche Flugzeuge Freiburg im Breisgau. Der Angriff dient später zur Rechtfertigung des Bombenkriegs gegen Großbritannien.

Deutschland, am 6. Juni. Das Wirtschaftsministerium erhält umfassende Vollmachten für die Rationierung von Waren und Lebensmitteln in Deutschland. Deutschland, am 25. Juni. Als „Gemeinschaftshilfe" des deutschen Handwerks bezeichnet, wird die „Umlage" eingeführt. Hohe Tauern. Den Bergbau auf Gold nimmt die PREUSSAG erneut auf.

Deutschland, am 18. September. Die Kunst- und Kulturwerke der jüdischen Bankiers­familie Rothschild in Frankreich werden nach Deutschland transportiert. Teile davon kommen in den Privatbesitz von Hermann Göring und Alfred Rosenberg.

Deutschland, am 23. November. Die Erlasse des Reichswirtschaftsministers über die Berufsausbildung treten in Kraft.

Deutschland, am 18. Dezember. Hitler gibt die Weisung für den Fall „Barbarossa" aus. Damit wird der deutsche Angriff auf die Sowjetunion für Mai 1941 vorbereitet.

1941-1950

Deutschland, am 13. Januar. Martin Bormann verfügt als Stabsleiter von Rudolf Heß die Umwandlung von Klöstern in staatliche Einrichtungen, u. a. Erziehungsanstalten und Urlaubsheime.

Dresden. An der Kreuzkirche 3 befindet sich die „Goldschmiede-Bedarfs-Handlung" von Horst Berger.

Moskau, am 29. Juni. Die sowjetische Regierung ruft den „Großen Vaterländischen Krieg" zur Verteidigung des Landes aus.

Deutschland. Das Wertverhältnis Gold und Silber liegt bei 100 : 1. Moskau, am 21. Juli. Erstmals bombardieren deutsche Flugzeuge die sowjetische Hauptstadt.

Münster, am 3. August. Der Münsteraner Bischof Clemens August Graf von Galen bezeichnet in einer Predigt die von der NSDAP angeordnete Massentötung von Geisteskranken als „Ermordung Unschuldiger".

Deutschland, am 4. August. Der Reichsarbeitsdienst für Mädchen wird um 6 Monate Kriegshilfsdienst verlängert.

Deutschland, am 17. September. Im Deutschen Reich werden erstmals Todesurteile für das Hören ausländischer Rundfunksender verhängt.

Dresden. Im Buchwettbewerb „Die Goldschmiedekunst der deutschen Städte" ausgeschrieben von der Gesellschaft für Goldschmiedekunst, wird Walter Holzmann 1. Preis­träger.

1942

Deutschland, am 1. Februar. Für eine Rationierung des Tabaks werden im Deutschen Reich Raucherkontrollkarten eingeführt.

Deutschland, am 9. Februar. Um Treibstoff für den Krieg zu sparen, verbietet das Reichsverkehrsministerium private Fahrten mit dem Auto.

Deutschland.

Goldankaufspreise:

Basis 3,20 M. à Gramm Feingold.
1 g 333/- = 1,06 M 1 g 585/- = 1,87 M 1 g 750/- = 2,40 M

Lübeck, am 28. März. Beim ersten Flächenbombardement auf eine deutsche Großstadt wird die Innenstadt von Lübeck von der britischen Luftwaffe zerstört.

Köln, am 30. Mai. Mit dem Einsatz von 1.000 Bombern zerstört die britische Luftwaffe die gesamte Kölner Innenstadt.

München, am 4. Juli. Propagandaminister Joseph Goebbels eröffnet in München die 6. Große Deutsche Kunstausstellung mit Werken von 680 Künstlern.

Peenemünde, am 3. Oktober. Auf der Ostseeinsel Usedom gelingt der erste Start einer A4-Rakete. Die „Vergeltungswaffe" erhält später den Propagandanamen V2. Es handelt sich um die erste Fernrakete der Welt.

Hanau, am 18. Oktober. Weihe des Deutschen Goldschmiedehauses in Hanau. Im Rahmen von Veranstaltungen, das 170-jährige Bestehen der Zeichenakademie und das 10-jährige Bestehen der Gesellschaft für Goldschmiedekunst, wird die Weihe gefeiert. Das Haus selbst, ursprünglich 1537 als Rathaus erbaut, 1768 völlig umgebaut und verändert, wird vom Hanauer Geschichtsverein erworben und 1903 als Museum eröffnet. ­Initiator des Vorhabens war Ernst J. Zimmermann, Vors. des Hanauer Geschichtsvereins, der das Haus nach den alten Plänen in neuem Glanz erstrahlen lässt. Etwa 40 Jahre dient das Haus dem Geschichtsverein als Bleibe und Ausstellungsstätte, bis sich der bekannte Berliner Juwelier Ferdinand Richard Wilm, früher selbst Schüler der Hanauer Zeichen­akademie, für das Haus interessiert. Wilm: Gründer der Gesellschaft für Goldschmiedekunst.

Stalingrad, am 10. November. Nach schweren Kämpfen ist der 6. Armee unter Generalmajor Friedrich Paulus die Einnahme Stalingrads gelungen. 12 Tage später schließt die Rote Armee die 6. deutsche Armee mit insgesamt 284.000 Soldaten in Stalingrad ein.

Deutschland, am 6. Dezember. Als Mitglied des Exilvorstandes der SPD fordert Erich ­Ollenhauer die Emigranten zur Planung der Zeit nach dem NS-Regime auf.

1943

Berlin, am 1. Januar. Auf das „Goldschmiedehaus", Blücherstraße 19, wird eine Abgeltungshypothek in Höhe von 58.300,- RM aufgenommen.

Stalingrad, am 2. Februar. Mit der Kapitulation der letzten Wehrmachtstruppen in Stalingrad gehen über 100.000 Soldaten in sowjetische Gefangenschaft.

Deutschland, am 4. Februar. Reichswirtschaftsminister Walter Funk befiehlt, alle nicht kriegswichtigen Betriebe des Handwerks, Handels und Gaststättengewerbes zu schließen.

Deutschland. Träger des Ehrenringes der Goldschmiedekunst 1943 ist Herbert Zeitner.

Paris, am 27. Mai. Die deutschen Besatzer verbrennen rund 500 Kunstwerke, darunter Bilder von Paul Klee, Max Ernst und Pablo Picasso.

Leipzig. Der Diebener-Verlag stellt das Erscheinen des Goldschmiedekalenders „bis auf Weiteres" ein.

Deutschland, am 1. Januar. Im Deutschen Reich werden neue Postleitzahlen eingeführt.

Deutschland, am 20. Februar. Die groß angelegte Luftoffensive („Big Week") der Alliierten gegen deutsche Industrie- und Rüstungseinrichtungen beginnt.

Augsburg, am 25. Februar. Die Innenstadt von Augsburg wird durch einen Bomben­angriff fast völlig zerstört.

Berlin, am 1. März. Mit der „Verlags-Sperrliste" gibt die Reichspressekammer ein Verbot zahlreicher deutscher Verlage bekannt, unter ihnen Brockhaus, Westermann und Goldmann.

Leipzig. Das Klammerbuch, neu bearbeitet von Christian Schwahn, erlebt im Schlag-Verlag seine 3. Auflage.

Deutschland, am 31. März. Alle Eltern im Deutschen Reich werden aufgefordert, in luftkriegsgefährdeten Gebieten die Kinderlandverschickung zu unterstützen.

Deutschland. Das Wertverhältnis Gold und Silber liegt bei etwa 78 : 1.

Westeuropa, am 6. Juni. Mit 6.000 Schiffen beginnt in der Normandie die Invasion der ­Alliierten in Westeuropa. Mit der Landung von 150.000 Soldaten werden mehrere Brückenköpfe gebildet. Auch wegen der Lufthoheit der 14.000 alliierten Bomber können die deutschen Einheiten keine entscheidende Abwehr leisten.

Deutschland, am 8. September. Erstmals wird die von Wernher Freiherr von Braun entwickelte V2-Rakete zum Angriff auf London eingesetzt.

Trier, am 11. September. Alliierte Truppen erreichen das Reichsgebiet.

Niederlande, am 17. September. Mit der größten Luftlandeaktion des Weltkrieges setzen die Alliierten 35.000 Mann hinter der deutschen Westfront in den Niederlanden ab. Die geplante Besetzung von Rheinübergängen durch die Alliierten schlägt jedoch fehl.

Deutschland, am 25. September. Hitler ordnet die Erfassung aller wehrfähigen Männer zwischen 16 und 60 Jahren für den „Volkssturm" an.

1945

Deutschland, am 30. Januar. Adolf Hitler ruft in einer Rundfunkansprache zum „Endsieg" auf und verweist auf den Einsatz von „Wunderwaffen".

Berlin, am 3. Februar. Bei einem schweren Luftangriff der Amerikaner kommen in Berlin 22.000 Menschen ums Leben.

Dresden, am 13. und 14. Februar. Britische und amerikanische Flächenbombardements zerstören Dresden fast völlig.

Mannheim. Die amerikanische Militärregierung veranlasst die Bildung einer Gold- und Silberschmiede-Innung für den Bezirk Mannheim-Heidelberg-Wertheim. Obermeister wird Friedrich Schweigert.

Freiberg. Prof. Dr. Karl Schloßmacher (geb. 10. Juli 1887 in Offenbach/M.) lehrt an der Bergakademie Freiberg. Geht von da aus nach ca. 2 Jahren in den Westen und gibt Geologie an der Landesanstalt Hannover.

Berlin, am 22. April. Die Rote Armee dringt in das Stadtgebiet Berlin ein.

Torgau, am 25. April. An der Elbe treffen sich erstmals sowjetische und amerikanische Einheiten in Deutschland.

Dresden. „Verlorene Kunst". Das Grüne Gewölbe ist geräumt und viele Kunstwerke sind verschollen. Darunter auch die Werke der Dinglingers: „Der Hofstaat des Großmoguls" und „Kinderbacchanal".

Deutschland, am 8. Mai. Bedingungslose Kapitulation der Hitler-Wehrmacht.

Deutschland, am 15. Mai. Erste Ausgabe der „Täglichen Rundschau", der ersten deutschsprachigen Zeitung nach Kriegsende.

Zwickau (SBZ), am 1. Juli. Die Zwickauer Edelschmiede wird gegründet. H. Albrecht geht nach dem „Westen", aus dessen Betrieb wird später ein VEB gebildet. Der VEB Zwickauer Edelschmiede entwickelt sich zum größten Betrieb der Branche in der DDR. Spezialität: Uhrengehäuse, Melanaise-Armbänder, Schmuck und Trauringe.

Sowjetische Besatzungszone, am 1. bis 4. Juli. Sowjetische Truppen besetzen die von den Amerikanern geräumten Gebiete in Sachsen und Thüringen sowie die von den Briten geräumte Küste Mecklenburgs.

Sowjetische Besatzungszone, am 9. Juli. Die sowjetische Militäradministration verfügt die Bildung der Länder Thüringen, Sachsen, Brandenburg, Mecklenburg und Sachsen-Anhalt in der Sowjetischen Besatzungszone.

Ostzone, im Juli. Die sowjetische Militäradministration installiert in den Großstädten und auch in kleineren Orten Stadtfunkanlagen. Die Lautsprecheranlagen, in Leipzig waren es 75 an der Zahl, berieselten das Publikum mit Propaganda, Nachrichten und Musik an beliebten Stellen und Plätzen. Diese Einrichtungen verfielen immer mehr und als letzte von allen, war die von Leipzig noch 1998 in Betrieb.

Köln. Gold- und Silberschmiedemeister A. Wortmann (geb. 3. 2. 1904), beginnt seine Selbstständigkeit als Goldschmied. Gehilfenprüfung mit Auszeichnung, Kunstgewerbeschule Köln, 1935 Meisterprüfung mit Auszeichnung. Während des Krieges „U.K." gestellt wegen der Erfindung und Ausführung einer künstlichen Hand.

Berlin, im Sommer. Das Berliner Goldschmiedehaus in der Blücherstraße wird beschlag­nahmt und zwangsverwaltet.

Sachsen, am 11. September. Die Landesverwaltung Sachsens verordnet die „Enteignung der Kriegsverbrecher". Amerikanische Besatzungszone, am 19. September. Bildung der Länder Bayern, (Groß-) Hessen und Württemberg-Baden durch Proklamation der US-Militärregierung. Im Gebiet des Taunus. Viele Betriebe aus dem Böhmerland, besonders aus Gablonz, siedeln sich an und gründen Glas verarbeitende und Schmuckbetriebe.

Berlin, im Herbst. Die Gesellschaft für Goldschmiedekunst, Präsident Wilm, wird von der sowjetischen Militärregierung aufgelöst.

1946

Amerikanische Besatzungszone, am 20. Januar. Erste freie Gemeinde-Wahlen seit 1933.

Stuttgart, am 1. Februar. Es erscheint die erste Ausgabe der von Erich Kästner herausgegebenen Jugendzeitschrift „Der Pinguin". Schwäb. Gmünd. Prof. Möhler baut die Goldschmiedeinnung auf und bleibt OM bis 1966.

Freiberg-Halsbrücke, am 22. Februar. Der Scheideanstalt „Saxonia" ist noch keine Arbeitsgenehmigung erteilt worden. Die Bearbeitung durch die sowjetische Militäradmi­nis­tration (Dresden, Bautzener Str. 130) verzögert sich. Saxonia schreibt die Innungen an und erbittet von den Goldschmieden, durch Eingaben Druck zu machen.

Görlitz, am 3. März. Beschlagnahme des Maschinenparks und des gesamten Materials bei der Fa. Sachse & Kohl. Weil auch das angelieferte Silber der Kunden mit beschlag­nahmt wurde, hat der Obermeister bei der Handwerkskammer um Freigabe nachgesucht.

Wolfsburg, am 16. April. Der 1000. Personenkraftwagen seit Kriegsende läuft im Volkswagenwerk vom Band.

Leipzig, am 8. Mai. Eröffnung der ersten deutschen Nachkriegsmesse in Leipzig.

Hamburg, am 15. Mai. Eröffnung einer Kunstausstellung mit während des Nationalsozialismus verbotenen Werken von Emil Nolde, Karl Schmidt-Rottluff, Käthe Kollwitz und Max Beckmann.

Görlitz, am 23. Mai. Die Handwerkskammer versendet das Rundschreiben Nr. 7 an alle bestehenden Innungen. Von der Goldschmiedeinnung wird verlangt, bis spätestens 29. Mai alle Kassenbestände nebst Abrechnung der Handwerkskammer zu übergeben.

Sachsen, am 25. Mai. Auf Grund der Durchführungsverordnung über die Errichtung der Handwerkskammer für das Bundesland Sachsen gelten mit Wirkung vom 25. Mai d. J. selbstständige Innungen als aufgelöst. Ab sofort wird dem OM der Titel „Sachbearbeiter" zuerkannt. Innungsstempel dürfen nicht mehr verwendet werden.

Hamburg, im Juni. Die Hamburger Goldschmiedeschule wird wieder eingerichtet. Obermeister Brandt eröffnet das Haus.

Deutschland, am 30. Juni. Einführung des Interzonenpasses. Deutsche dürfen ab sofort über die Besatzungsgrenzen hinaus reisen. München, am 3. August. Eröffnung der ersten Exportschau der bayrischen Wirtschaft seit Kriegsende.

Bonn, am 5. August. Die Gold- und Silberschmiedeinnung wird unter Leitung des OM Emil Rodd gegründet.

Britische Besatzungszone, am 23. August. Bildung der Länder Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein durch die britische Militärregierung.

Französische Besatzungszone, am 30. August. Bildung des Landes Rheinland-Pfalz aus dem Zusammenschluss der Pfalz, Teilen der Provinz Hessen-Nassau und dem linksrheinischen Teil Hessens durch die französische Besatzungsmacht.

Arnstadt. In der Stadt wird eine so genannte Bezirksfachklasse, in der die Goldschmiedelehrlinge mehrerer Lehrjahre gleichzeitig ausgebildet werden, gegründet.

Leipzig, im September. Goldschmiedemeister Will Odening zieht nach Crimmitschau. Bonn. Die Goldschmiede der Stadt verlassen die Kölner Innung und bilden eine selbst­ständige Innung.

Pforzheim. Robert Hafner sen. gestorben. Er stand über 50 Jahre an der Spitze des Unternehmens.

Leipzig, am 7. Oktober. Die „Handwerkergenossenschaft der Juweliere, Gold- und Silberschmiede Westsachsens" wird gegründet.

Hamburg, am 17. Oktober. Gründung des Zonenverbandes der Gold- und Silberschmiede mit Sitz in Hamburg.

Ostzone, im Herbst. In fast allen größeren Städten des Landes werden sogenannte Tauschzentralen eingerichtet. Für angebotene Waren werden „Punkte" nach dem Wert der Ware ausgegeben, die dann zum Bezug von anderen Gebrauchtwaren in Zahlung ­genommen werden.

Deutschland, am 29. Oktober. Nach der Volkszählung hat Deutschland eine Fläche von 356.400 qkm und eine Bevölkerung von 65,9 Millionen Menschen, davon sind 29,3 Millionen männlich und 36,6 Millionen weiblich. Auf die einzelnen Besatzungszonen entfallen:
Bevölkerung in Millionen Fläche in 1000 qkm
Sowjetische Zone, ohne Berlin 17,3 107,2
Berlin  3,2   0,9
Amerikanische Zone 16,7 107,0
Britische Zone 22,8  98,5
Französische Zone  5,9  42,8

Deutschland, am 1. November. Bildung des Landes Niedersachsen durch Zusammenschluss der Provinz Hannover und der Länder Oldenburg und Braunschweig.

Kiel, im Herbst. Goldschmiedemeister Emil Lehmann wird zum Landesinnungsmeister von Schleswig-Holstein gewählt. Im März 1920 wird er in den Vorstand des damaligen Verbandes der Juweliere, Gold- und Silberschmiede gewählt und übernimmt das Amt des Schriftführers. Da die Innung ihren Sitz in Altona hat, wird er auch zum Bezirks­meister für Kiel ernannt.

1947

Deutschland, am 21. Januar. Endgültige Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen unter Einschluss von Lippe-Detmold.

Ahlen, vom 1. bis 3. Februar. Vom Zonenausschuss der CDU der britischen Besatzungszone wird ein umfangreiches Sozial- und Wirtschaftsprogramm, das so genannte Ahlener Programm, verabschiedet, in dem unter anderem die Verstaatlichung der Schlüssel­in­dus­trien verlangt wird.

Pforzheim. Die „Zunft Turm" arbeitet wieder. Vorsitzender ist W. Königsberger.

Nordrhein-Westfalen, am 27. März. In fast allen größeren Städten des Landes beginnen Streiks und Massenkundgebungen hungernder Arbeiter.

Hamburg. Goldschmiedemeister Rosemarie Berner (geb. 1919 in Bernburg/Saale) wird freischaffend selbstständig. Studierte 1936 an der Kunstakademie Berlin bei Prof. Zeitner, danach Meisterschülerin in Berlin und kam 1946 zu H. J. Wilm nach Hamburg.

Hannover, am 11. Juni. Auf der Tagung des H.I.V. werden Richtlinien für Anlernlinge und Umschüler beschlossen. Hauptinnungsmeister Franz Lebeda. Sowjetische Besatzungszone, am 21. Juli. Die ehemaligen preußischen Provinzen Brandenburg und Sachsen-Anhalt erhalten Länderstatus.

Leipzig. Der Wilhelm-Diebener-Verlag, ausgebombt in der Messestadt, aber noch teilweise in Leipzig aktiv, gibt für Ost-Handwerker einen Informationsbrief der Uhrmacher-Woche und der Goldschmiede-Zeitung, heraus. Das Blatt – hektographiert und auf billigem Papier – ist ein wichtiger Helfer für die Branche der Ostzone.

Ost-Berlin, vom 20. bis 24. September. 2. Parteitag der SED. Der stellv. Parteivorsitzende Walter Ulbricht fordert die Einführung der Planwirtschaft in der SBZ und die Umwandlung der SED in eine „Partei neuen Typus" nach dem Vorbild der sowjetischen KPdSU.

Görlitz, am 30. Oktober. Mitgliederversammlung der Berufsgruppe der Gold- und Silberschmiede des Kreises Görlitz.

Saarland, am 8. November. Verabschiedung der saarländischen Verfassung, die den wirtschaftlichen Anschluss des Saarlandes an Frankreich und die politische Autonomie vorsieht.

Görlitz, am 14. November. Wahlversammlung der Berufsgruppe der Gold- und Silberschmiede. 16 Handwerker tragen sich in die Anwesenheitsliste ein. Zum ersten OM der Nachkriegszeit wird Bruno Janka gewählt.

Aue / Schwäbisch Gmünd. Die Silberwarenfabrik von August Wellner aus Aue eröffnet auf der Leutzestraße 19 in Schwäbisch Gmünd einen Betrieb.

Homburg v.d.H., am 10. Dezember. Unter der Leitung des HWK-Präsidenten Schöppler, Wiesbaden, wird eine bizonale Handwerkerkonferenz abgehalten.

US-Zone, im Dezember. Über die Preisgestaltung für Schmuck, Antiquitäten, Kunst- und Sammlergegenstände wird die Anordnung PR 22/47 wirksam. Es treten verschiedene Auffassungen betreffs der Auslegung auf.

1948

Hamburg, im Januar. Der H.I.V. beschließt ein „handwerkliches Gütezeichen" zu schaffen. Gleichzeitig wird nach einem wirksamen Musterschutz für das zu schaffende Zeichen gesucht.

Hamburg, am 25. Januar. Der Hauptinnungsverband für das Gold- und Silberschmiedehandwerk mit Sitz in der britischen Zone verschickt ein Rundschreiben in die „Westzonen". Dabei hat der Hauptinnungsmeister Franz Lebeda die Aufgabe übernommen, die Landesinnungen der beiden Westzonen zu einer gemeinsamen Tagung nach Hamburg zu bitten. Themen: Allgemeine Aussprache der Goldschmiede der US-Zone, der LIM ­Bayern, Württemberg, Baden und Hessen sowie der britischen Zone.

Essen. Das Handelshaus für Uhrmacher und Goldschmiede Oskar Leiber wird gegründet.

Hamburg, im Frühjahr. Die Berufsfachverbände der amerikanischen und der britischen Besatzungszone schließen sich zusammen. Es kommt zur Gründung des Verbandes der vereinten Westzonen. Goldschmiedemeister Lebeda aus Hamburg wird Vorsitzender „Nord" und Goldschmiedemeister Winkler aus Augsburg Vorsitzender „Süd".

Berlin, am 1. April. Beginn der „kleinen" Berlin Blockade: Behinderung des Verkehrs durch sowjetische Inspektionen und Behinderungen westalliierter Militärreisender; später werden die Maßnahmen der SMAD auch auf den zivilen Personen- und Güterverkehr zu Wasser und zu Lande ausgedehnt.

Hannover, vom 22. Mai bis 5. Juni. Die Goldschmiede unterhalten einen Gemeinschaftsstand auf der Exportmesse Hannover.

Westdeutschland, am 20. Juni. Einführung der D-Mark in den westlichen Besatzungs­zonen.

Ostdeutschland, am 23. Juni. Währungsreform in der Sowjetischen Besatzungszone.

Berlin, am 24. Juni. Die SMAD beginnt die Großblockade der Berliner Westsektoren zu Lande und zu Wasser als Reaktion auf den gescheiterten Versuch, ihre (Ost-)Währungsreform auf Gesamtberlin auszudehnen; die Westmächte führen in ihren Sektoren die D-Mark ein.

West-Berlin, am 26. Juni. Beginn der britisch-amerikanischen Luftbrücke zur Versorgung West-Berlins mit Waren und Lebensmitteln.

Heidelberg, am 25. Juli. Im Hotel „Bratwurstglöckle" in Heidelberg wird die Innung der Gold- und Silberschmiede gegründet. Die Gründung erfolgt durch Goldschmiedemeister Karl Kley, der auch zum Obermeister gewählt wird. Trennung von der Mannheimer Innung.

Hannover, im Sommer. Der Goldschmiedeobermeister von Hannover, Fritz Schneider, wird vom Zentralinnungsverband (ZIV) in die Arbeitsgemeinschaft Uhren und Schmuck des vereinigten Wirtschaftsgebietes, Sitz Frankfurt/M., bestellt.

257

Stuttgart, im Sommer. Bei der ZIV-Tagung in Stuttgart wird die Errichtung von Genossenschaften für das Gold- und Silberschmiedehandwerk eingehend erörtert. Im Verfolg der Stuttgarter Beschlüsse hat die Hamburger Innung eine Genossenschaft errichtet und auch die Stuttgarter haben inzwischen die EXAURO-Genossenschaft der Gold- und Silberschmiede Württemberg-Baden für Ein- und Verkauf eGmbH gegründet. Aus München geht ebenfalls die Nachricht ein, dass die bayrische Einkaufsgenossenschaft wieder ins Leben gerufen wurde. Das Gleiche wird aus Augsburg vermeldet.

Leipzig. Die Firma Georg Jacob GmbH, Leipzig, und die Firma Horst Berger, Dresden, bieten als Fachhändler Werkzeuge und Goldschmiedezubehör im „Informationsblatt" an. Arnsberg. Im Auftrage der Handwerkskammer Arnsberg mit interessierten Goldschmieden schließen sich 10 Goldschmiede zu einer Innung mit Sitz Iserlohn zusammen. Zum Obermeister wird Carl Ruchser gewählt. Sein Stellvertreter wird Peter Schneider. Die Innung tritt sofort dem ZIV bei.

Ost-Deutschland. Im „Informations-Blatt" für die Ostzone, vom Rühle-Diebener-

Verlag machen Reklame: Th. Wehrle, Chemnitz, Rosenstraße 21; Willy Albert KG, Dresden, Commeniusstr.; Unter Chiffre: „Suche Drehstuhl komplett, evtl. Tausch gegen Radio, Staubsauger oder anderem Gewünschten."

West-Deutschland. „Diebeners Leitfaden für die Meisterprüfung im Gold- und Silberschmiedehandwerk", gedruckt bei Richard Markewitz, Mühlhausen, kommt im Sommer auf den Markt.

Ost – Deutschland, im Oktober. Im „Informations-Blatt": „Goldschmiedebedarf liefert nach allen Zonen zuverlässig, prompt und preiswert gegen Zahlung in Ihrer Währung. Das fortschrittliche, alteingeführte Spezialhaus für den gesamten Goldschmiedebedarf Wilhelm Woeckel, Leipzig C 1.

Kiel, am 20. Oktober. Innungsversammlung in Kiel. Themen: Währungsreform, Edelmetallbewirtschaftung, Preisgestaltung, Gewerbefreiheit u. a. Eingehend wird die Lehrlingsausbildung besprochen.

Görlitz / Stuttgart im Oktober. Die Silberwarenfabrik Fritz Gerber aus Görlitz verlagert ihren Standort nach Stuttgart-Zuffenhausen.

Ost-Deutschland, am 3. November. Die „Handelsorganisation Freier Läden" (HO) wird als staatliches Unternehmen in der SBZ zugelassen. Am 15. November eröffnen in den Großstädten die ersten HO-Läden.

Heidelberg, am 24. November. Das älteste Innungsmitglied, Goldschmiedemeister Hamsch aus Heidelberg, wird 90 Jahre alt und wird auf Vorschlag des OM zum Ehrenmitglied ernannt. Herr Hamsch hat in liebenswerter Weise sein Werkbrett und die Werkzeuge für den Berufsnachwuchs der Innung gestiftet.

Berlin, am 30. November. Die SED spaltet den Berliner Magistrat. In Ost-Berlin wird eine eigene Stadtverwaltung eingerichtet. Der Amtssitz des West-Berliner Magistrats ist das Schöneberger Rathaus.

Leipzig, im Dezember. Nach langjähriger Unterbrechung konnte erstmals wieder eine Meisterprüfung durchgeführt werden. (11 Prüflinge, darunter 3 Töchter alteingesessener Goldschmiede!) OM Lauffer spricht alle Kandidaten frei und äußert unter anderem: „In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister." Später sind die Prüfungsstücke im Schaufenster von Goldschmiedemeister Fritz Köhler ausgestellt.

1949

West-Deutschland, im Januar. In den Westzonen werden amtlich die Preise für Edelmetall festgesetzt. Feingold per Gramm 3,95 Mark und Feinsilber etwa 80,- Mark das Kilogramm. Der Schwarzmarktpreis liegt aber beträchtlich höher!

München. OM Raig entwickelt eine „Richtlinie für die Meisterprüfung". Die Arbeit findet in den West-Ländern Anwendung, wird gedruckt und für 2,50 DM verkauft.

Köln, am 2. Februar. Ihre ordentliche Mitgliederversammlung hält die Gold- und Silberschmiede-Innung Köln im Collonia-Haus ab. Themen: Gewerbefreiheit; Gesetz über den Verkehr mit Edelmetallen; Tariffragen; Gesellen- und Meisterprüfung; Beteiligung an Messen und Ausstellungen; freie Aussprache. Der OM Kemper schließt die Versammlung mit einem „Alaaf Kölle!".

Fulda, am 5. und 6. Februar. Die Vorstandschaft des Zentralinnungsverbandes hat eine außerordentliche Mitgliederversammlung nach Fulda einberufen. Außer Württemberg-Baden und Bremen sind alle Landesinnungsmeister erschienen. Die umfangreiche Tagungsordnung beschäftigt sich besonders mit Folgendem: Gewerbefreiheit; Gütezeichen, Mitgliedsbeiträge, Genossenschaftswesen. Das Prüfungswesen soll nach dem bewährten Muster von Herrn Raig, München, einheitlich über die Bizone angewandt werden. Der Vorsitzende Günter Winkler, ersucht die Landesinnungsmeister, die Arbeit in den einzelnen Innungen zu aktivieren.

Augsburg, im Februar. 2. große Zusammenkunft der Verbände nach dem Kriege. Zusammenschluss der zwei Verbände Nord und Süd zum Zentralinnungsverband für das Juwelier-, Gold- und Silberschmiedehandwerk. Zum 1. Vorsitzenden wird Günter Winkler, Augsburg, gewählt. Sitz der Gesellschaft ist Augsburg, Schmiedberg 4. Auf der Tagung wendet sich der Verband schärfstens gegen den Gesetzentwurf der Aufwandsteuer (Luxussteuer). Die Eingabe wird direkt nach Frankfurt/M. gerichtet.

Neumünster, am 17. Februar. Jahreshauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung für die Kreise Kiel, Neumünster, Plön und Steinburg. Nach einigen Berichten kommt Obermeister Lehmann zur Arbeit des Zentralinnungsverbandes und stellt fest, dass bei der Vielzahl zu lösender Aufgaben der ZIV sich voll und ganz für die Interessen unseres Handwerks einsetzt.

Köln, am 18. Februar. Die Untergruppe der Innung, „Ring der Jung-Goldschmiede", veranstaltet ihre erste Karnevalssitzung.

Pforzheim, im Frühjahr. Die Goldschmiedeschule kann ihren Betrieb noch nicht wieder aufnehmen. Nach der völligen Zerstörung am 23. Februar 1945 sind noch keine neuen Möglichkeiten gefunden worden. Der OStR. P. Pfeiffer ging mit 70 Jahren in den Ruhestand.

München, im Frühjahr. Der Landesverband des Gold- und Silberschmiedehandwerks untersteht dem Bayrischen Wirtschaftsministerium und betreut zurzeit ca. 450 Mitgliedsbetriebe. Das Land Bayern ist in 7 Handwerkskammerbezirke eingeteilt, das Handwerk selbst gliedert sich in eine Haupt-, sieben Bezirks- und eine örtliche Innung.

Augsburg, im Frühjahr. In der alten Weinwirtschaft, genannt die Weiberschule, haben die Augsburger Gold- und Silberschmiede eine Genossenschaft gegründet. Es handelt sich um eine An- und Verkaufsstelle für Edelmetall, Edelsteine, Schmuck und Juwelen. Verwaltet wird der Laden von einem „Flüchtlingsgoldschmied".

Schwäb. Gmünd, im Frühjahr. Der Gmünder Edelmetallverband, der Gewerkschaftsbund, die Gablonzer Glas- und Schmuckwaren-Industrie und die Gold- und Silberschmiede-Innung Schwäb. Gmünd haben in einer Protestversammlung gegen die durch die Verwaltung vorbereitete Luxussteuer protestiert. Betroffen davon seien 58.000 Arbeitnehmer.

Leipzig, vom 9. bis 13. März. Zur Leipziger Frühjahrsmesse ist das Kunstgewerbe wieder in der alten Ausstellungshalle – im wiederhergestellten Grassi-Museum – vertreten. 350 Aussteller umfasst die Gruppe des Gold- und Silberschmiedehandwerks.

Sowjetische Besatzungszone, am 19. März. Verabschiedung der Verfassung der künftigen DDR durch den Volksrat der Länder der SBZ.

Deutschland. Der Zentralinnungsverband konnte sich trotz vieler eingesandter Vorschläge noch nicht auf ein „Gütezeichen" einigen.

Berlin, am 1. April. Sonderwertfeststellungsbescheid auf das Goldschmiedehaus, Blücherstraße 19. Sonderwert 87.300,- DM EHW am 1. 1. 1935 = 146.800,- RM.

Stuttgart, am 1. April. Im Diebener Mitteilungsblatt „Das Goldschmiede-Handwerk" 1. Jahrgang, Nr. 1, schreibt Landesinnungsmeister Werner Faas in seinem Geleit: „... droht die Gewerbefreiheit, alle die mühselige Kleinarbeit im Aufbau der Organisation, die bisher für das Handwerk geleistet wurde, mit einem Federstrich zunichte zu machen".

Pforzheim, am 1. April. Der Kunstgewerbeverein Pforzheim e.V. kann seine neu hergerichteten Räume im Industriehaus beziehen.

Eberswalde, am 8. April. Goldschmiedemeister W. F. Elling in Eberswalde, Neue Kreuzstraße 9, feiert das 200-jährige Bestehen seiner Firma. Die Goldschmiede ist wahrscheinlich die älteste in der Sowjetischen Besatzungszone.

Essen, am 28. April. Der Landesinnungsverband des Gold- und Silberschmiedehandwerks des Landes Nordrhein-Westfalen tagt. OM Litzinger legt die Satzung vor, die mit kleinen Änderungen einstimmig beschlossen wird. Weiter gibt der OM einen Bericht über die stattgefundene ZIV-Tagung in Fulda.

Frankfurt/M., Erbach, Hanau, Idar-Oberstein. Den Zentren der deutschen Diamant­industrie stattet der Vorsitzende des Weltverbandes der Diamantenarbeiter, Mynheer van Moyen, einen Besuch ab und stellt fest, dass die Betriebe eine tatsächliche Kriegsgefahr darstellen. Van Moyen forderte daraufhin von den Besatzungsbehörden, das völlige Verbot der deutschen Diamantindustrie.

Hamburg, am 4. Mai. Der Vorstand der Gold- und Silberschmiede-Innung tritt zurück. Am 16. Mai wird Gustav Schleede zum neuen Obermeister und gleichzeitig als Vertreter zum ZIV gewählt. Dem Vorstand gehören an: Reinhold Hein, Paul Merall, Walter Brandt, Herbert Prüsmann, Hans Koch und Hans Abel.

Bonn, am 10. Mai. Der Parlamentarische Rat wählt Bonn zur vorläufigen Bundeshauptstadt.

Berlin, am 12. Mai. Die Sowjetunion hebt die Berlin-Blockade auf.

Bonn, am 23. Mai. Feierliche Verkündung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Das Grundgesetz tritt damit in Kraft.

Bundesrepublik Deutschland. Edelmetall verarbeitende Betriebe in der Handwerksrolle: Gold- und Silberschmiede: 2.538, Lehrlinge in der Ausbildung: 1.040. Zum Vergleich: 10.242 Uhrmacher-Betriebe.

Amsterdam, vom 16. Juni bis 3. Juli. In der großen Halle der Diamantbörse findet eine Ausstellung unter der Bezeichnung: „Amsterdam, die Diamantstadt" statt.

Marburg, am 25. und 26. Juni. Obermeistertagung und Tagung des Zentralinnungsverbandes. Der überraschend gute Besuch von fast 100 Teilnehmern ist das Ergebnis guter Vorbereitung (Presse, Rundfunk) des Vors. Winkler und des Geschäftsführers D. Zimmermann. Der Marburger Oberbürgermeister Bleek findet scharfe Worte gegen die von den Amerikanern diskutierte Gewerbefreiheit. Es folgen interessante Vorträge vom Vors. Winkler über das Handwerk der Gold- und Silberschmiede und deren Innungen; Prof. Schloßmacher über Edelsteine; Obermeister Schneider, Hannover, über Aktivitäten der Innungen; Handwerker-Präsident Mensing über die wirtschaftliche Bedeutung des Handwerks; stellv. LIM-Bayern, Raig, über Meisterprüfungen; Dr. Zimmermann, Aufwandsteuer und Punzierungsgesetz; Leidicke (früher Reichsverbands-Geschäftsführer) über seine Pläne einer Gemeinschaftsversicherung.

Köln, am 3. Juli. Abschluss der Werkbund-Ausstellung mit der Gesamtschau „Deutsche Malerei und Plastik der Gegenwart".

München, vom 15. bis 31. Juli. Im Münchner Ausstellungspark auf der Theresienhöhe findet die erste Großveranstaltung des deutschen Handwerks seit rund 20 Jahren, die „Handwerksmesse München 1949", statt.

Bundesrepublik Deutschland, am 14. August. Wahlen zum 1. Deutschen Bundestag. Die Wahlbeteiligung liegt bei 78,5%. Die Stimmen für die Parteien verteilen sich wie folgt: SPD 29,2%, CDU 25,2%, CSU 5,8%, FDP 11,9%,BP (Bayernpartei) 4,2%, DKP/DRP (Deutsche Konservative Partei/Deutsche Reichspartei) 1,8%, DP (Deutsche Partei) 4,0%, Zentrum 3,1%, EDV (Europäische Volksbewegung Deutschlands) 0,1%, KPD 5,7%, Parteilose 4,8%, RSF (Radikal-Soziale Freiheitspartei) 0,9%, RWVP (Rheinisch-Westfälische Volkspartei) 0,1%, SSW (Südschleswigscher Wählerverband) 0,3%, WAV (Wirtschaftliche Aufbauvereinigung) 2,9%.

Bonn, am 15. September. Wahl Konrad Adenauers (CDU) zum Bundeskanzler.

Deutschland, am 7. Oktober. Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Die Provisorische Volkskammer (bisher 2. Deutscher Volksrat) setzt die Verfassung in Kraft.

DDR, am 11. Oktober. Die Provisorische Volkskammer und die Provisorische Länderkammer wählen einstimmig den SED-Vorsitzenden Wilhelm Pieck zum Präsidenten der DDR.

Münster, im Herbst. Der Regierungspräsident hat auf Antrag der Handwerkskammer die Berufsfachschulklassen der Goldschmiede zu Bezirksfachklassen in Münster-Stadt und -Land, Ahaus, Beckum, Bocholt, Borken, Kosefeld, Lügdinghausen, Burgsteinfurt, Rheine, Tecklenburg und Warendorf erklärt.

Deutschland, am 1. November. Bildung des Landes Niedersachsen durch Zusammenschluss der Provinz Hannover und der Länder Oldenburg und Braunschweig.

Deutschland. Die „Deutsche Goldschmiede-Zeitung" vom Diebener-Verlag wird vorübergehend im Verlag Heinrich Haar in Schwäb. Gmünd gedruckt.

Dresden / Lichtenfels. Fachhandelsgeschäft Horst Berger geht in den Westen und eröffnet in Lichtenfels (Oberfranken), Marktplatz 30, sein Branchenhandelshaus.

Augsburg. In der Stadt sind 15 Goldschmiede in die Handwerksrolle eingetragen, die insgesamt 28 Gesellen und 16 Lehrlinge beschäftigen.

Leipzig. Die „Degussa-Leipzig" ist vom Karl-Marx-Platz nach der Gottschedtstr. 12 in den 3. Stock verzogen.

DDR. In der DDR wird ein Gütezeichen für kunsthandwerkliche Erzeugnisse eingeführt. Es zeigt eine stilisierte Franziska-Lilie mit Hammer gekreuzt.

Leipzig. Die Leipziger Herbstmesse ist besser beschickt als die Frühjahrsmesse. Von den insgesamt 132 Firmen der Branche kommen 66 aus der DDR.

Berlin, im Dezember. Die Gesellschaft für Goldschmiedekunst, die durch die sowjetische Militärregierung aufgelöst wurde, erregt Aufmerksamkeit. Der ZIV kritisiert das Verhalten des Präsidenten Wilm, der die Vermögensverhältnisse des Vereins nicht offenlegt.

1950

BRD, am 1. Januar. Im Bundesgebiet werden im Gold- und Silberschmiedehandwerk insgesamt 951 Lehrlinge ausgebildet (753 männlich / 198 weiblich) (1. Lj.: 189 / 2. Lj.: 316 / 3. Lj.: 313 / 4. Lj.: 133).

BRD. 1950 erscheint der erste „Deutsche Goldschmiede-Kalender" nach dem Kriege.

München, am 25. Januar. Im großen Saal des Hotels Kreuzbräu wird die Versammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung München-Oberbayern durch OM Raig eröffnet. Als bedeutendster Gast wird der Präsident des ZIV, Günter Winkler, Augsburg, begrüßt. Wichtigster Punkt: Führung des Gebrauchtwarenbuches. Koll. Thalhammer erläutert die neu organisierte Einkaufsgenossenschaft.

Berlin, am 9. Februar. Die Deutsche Bau- und Grundstück AG verwaltet gemäß § 52 des Militärgesetzes das Goldschmiedehaus, Blücherstraße 19. Das Haus ist mit einem Abgeltungsdarlehen von ursprünglich 58.300 RM und einer Hypothek von 70.100 RM belas­tet. Beide Posten sind nach der Währungsreform gezehntelt und umgestellt auf DM/West. Zinsen und Tilgung betragen zusammen 139,08 DM. Nach erneuter Überrechnung der HYPO-Bank gleich 202,76 DM im Vierteljahr.

Idar-Oberstein. Jahreshauptversammlung der Innung Idar-Oberstein. Innungswahl: Obermeister Rudolf Stein; Stellvertreter: Hermann Becker; Schriftführer und Kassierer: Heinrich Schäfer; Beisitzer: Hermann Emil Werle, Franz Risch.

Braunschweig, im März. Versammlung der Juwelier-, Gold- und Silberschmiedeinnung Braunschweig. Innungswahl: Rullkötter aus Wolfenbüttel wird Obermeister; Zängel stellv. OM; Wächter Schriftführer; Koch Kassierer.

Berlin, im März. Bei einer Juwelenauktion bekommt ein Brillantsolitär von 2,86 ct. für 3.500,- DM den Zuschlag.

BRD, im März. Der ZIV veröffentlicht in der DGZ eine Erklärung gegen die geplante ­Luxussteuer.

München, am 25. März. Vortrag des Herrn Gewerbestudienrates Schmid über Metall­legierungen und ihre Behandlung. Obermeister Raig lädt seine Mitglieder ein.

München, im Frühjahr. Der Neubau der Münchner Meisterschule wird eingeweiht. Oberstudiendirektor H. Landauer.

BRD, im April. Der ZIV hat einen Antrag an das Wirtschaftsministerium eingebracht, die Lehrzeit wieder auf vier Jahre anzuheben.

BRD / GZ Nr.4. Curt Hasenohr, Markkleeberg (DDR), veröffentlicht einen Artikel zur Geschichte des Schmuckemail.

BRD, im April. Für das Gold- und Silberschmiedehandwerk ist die Berufsgenossenschaft des Großhandels- und Lagereiberufsgenossenschaft Mannheim, Mollstraße 51, zuständig.

Krefeld, im April. Mitglieder- und Wahlversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung. Der komplette Vorstand wird wieder gewählt: OM Bielefeld, Neuß / Stellvertreter: Simon, M.-Gladbach / Schriftführer: Haupt, M.-Gladbach / Kassierer: Bründt, Krefeld / Beisitzer: Kamps, Viersen. Innungsbeiträge, monatlich pro Mitglied: 3,50 DM - Geselle: 1,25 DM - Lehrling: 0,75 DM.

Letmathe, am 21. April. Versammlung der Goldschmiedeinnung Iserlohn im Hotel „Zur Post", Letmathe. Prof. Dr. Schloßmacher hält einen Vortrag über: „Die Erforschung von Perlen und Edelsteinen". Obermeister Ruchser erwähnt erneut, dass sich recht viele Kollegen an der gemeinsamen Fahrt zum Goldschmiedetag nach Idar-Oberstein beteiligen mögen.

BRD, am 28. April. In Göttingen findet die 1. Mitgliederversammlung des im Januar gegründeten Verbandes des Schmuckwarengroßhandels im Bundesgebiet statt. 1. Vorsitzender: Paul Greitnig, Stuttgart.

BRD. Die „Schmuck-Gemeinschafts-Werbung" sucht ein treffendes Schlagwort oder auch eine Werbezeile, mit der man erfolgreich für Schmuck werben kann. Einsendetermin: 30. Juni 1950. Vorsitzender der Jury: ZV-Präsident Günter Winkler, Augsburg.

BRD, am 1. Mai. In der Bundesrepublik hat die Rationierung von Lebensmitteln auf Karten seinen Abschluss gefunden.

Idar-Oberstein / GZ Nr. 5, im Mai. Der Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung, Rudolf Stein, schreibt in seinem „Willkommensgruß" zur Tagung: „Hierbei möchte ich nicht unterlassen, unseren ostdeutschen Berufskameraden die Versicherung abzugeben, dass wir gerade an diesen festlichen Tagen ihrer besonders herzlich gedenken, und bedauern, dass wir auch in diesem Jahr noch immer nicht mit ihnen zusammen raten und taten können."

Bremen, am 16. Mai. Innungsversammlung der Oldenburger Gold- und Silberschmiede. Anwesend: Dr. Graf von der Handwerkskammer und ein Vertreter der HWK Oldenburg und vom LIV der Vorsitzende Bergner. Auf der Innungsversammlung wird einstimmig beschlossen die Kammerbezirke Aurich, Bremen, Oldenburg und Wilhelmshaven wieder zu einer Innung zu verschmelzen. Sitz der neuen Innung: Bremen. Name: Landesinnung für das Juwelier, Gold- und Silberschmiedehandwerk.

BRD, Im Mai. In der GZ wird der erste Entwurf des „Gütezeichens" vorgestellt. Eingereicht von Goldschmiedemeister Schmedding, Augsburg.

Idar-Oberstein, vom 3. bis 5. Juni. Goldschmiedetagung des Zentralinnungsverbandes, die erste große Tagung nach dem Kriege. Etwa 300 Teilnehmer kommen am 3. Juni vormittags zur Eröffnung in die Stadthalle. Nach den Begrüßungsworten des 1. Vorsitzenden des ZIV G. Winkler aus Augsburg, heißt Bürgermeister Hermann die Gäste herzlich willkommen. Ministerpräsident Altmeier (Rheinland-Pfalz) spricht die Hoffnung aus, dass sich in nicht zu ferner Zeit die Grenzen öffnen und der Handel sich wieder beleben möge. Die Ausstellung von Schmuck und Steinen stand unter dem Motto: „Alle Kunst muss durch das Handwerk gehen" (Goethe). Sie wird für so wertvoll erachtet, dass selbst die Polizei in diesen Tagen bewaffnet wird und auch die Franzosen ihre Mithilfe zur Sicherung zugesagt haben. Beschluss der Satzung des Zentralverbandes für das Juwelier-, Gold- und Silberschmiedehandwerk. Eingetragen in Augsburg.

Unterzeichner:

Werner Faas LIM Württemberg/Baden, Stuttgart
Albert Litzinger LIM Nordrhein-Westfalen, Dortmund
Karl H. Bräutigam LIM Hessen, Frankfurt/M.
Gustav Schleede LIV Niedersachsen, Hannover
Emil Lehmann LIV Schleswig-Holstein, Kiel
Günter Winkler LIV Bayern, Augsburg.

Erlassen wird eine Resolution gegen die Wiedereinführung der Luxussteuer. Abgestimmt mit verwandten Verbänden und präzis erläutert werden die Bezeichnungen Uhrenfachgeschäft, Gold- und Silberwarenfachgeschäft und die Bezeichnung Juwelier. Beschlossen wird, bis zum 1. August eine einmalige Spendensammlung durchzuführen, zu der jedes Mitglied ein beliebiges Schmuckstück von mindestens 1 Gramm Feingold Gewicht oder mindestens ein Gramm Feingold abgeben solle. Der Vorsitzende Winkler gibt bekannt, dass durch Schreiben des Bundesministers das Goldschmiedehandwerk als „notleidend" anerkannt wurde. Die Neuwahlen ergeben: 1. Vorsitzender Günter Winkler -
2. Vorsitzender Albert Litzinger - Beisitzer Faas und Bräutigam - Rechnungsprüfer Thalhammer, Rudolph und Eichler.
Anlässlich der Goldschmiedetage in der Stadt errichten Heimatfreunde im Heimatmuseum eine Goldschmiedestube aus der Zeit um 1800.

Dresden, im Juni. Die Silberwarenfabrik von Herrn Bernhard Nachf. Blasewitzer Str. 60 wird ins Volkseigentum überführt und trägt jetzt den Namen „DRESIFA".

Schwäb. Gmünd, vom 26. bis 29. Juni. Fachtagung der Goldschmiede in der Stadt.

DDR, am 6. Juli. Unterzeichnung des Görlitzer Abkommens über die Oder-Neiße-Grenze zwischen Polen und der DDR.

Kassel, am 30. Juli. Hauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung, mit Obermeisterwahl. Alter und neuer Obermeister Jean Kanstein. Gast: Ehrenobermeister Willi Scheel. Für den September ist eine Fahrt nach Fritzlar ins Landesmuseum geplant.

DDR, am 9. August. Das Gesetz zur Förderung des Handwerks wird verabschiedet. Als Handwerker gilt, wer auf Grund des Gesetzes vom 9. August 1950 zur Förderung des Handwerks (GBl. S.827) in die Handwerksrolle eingetragen ist.

Pforzheim. Die Scheideanstalt C. Hafner feiert ihr 100-jähriges Gründungs-Jubiläum.

Idar-Oberstein, am 8. September. Der Fachschuldirektor i.R., Otto Holstein, feiert in ­Rüstigkeit seinen 80. Geburtstag. In Hamburg geboren, lernte er seit 1885 Goldschmied, besuchte Kunstschulen und Zeichenakademien. Seit dem 1. Juli 1921 Leiter der Schule in Idar-Oberstein.

Hannover. Obermeister Schneider lädt zur außerordentlichen Mitgliederversammlung der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung Hannover ein. Sorge bereitet das Fachschulwesen, da geeignete Lehrkräfte fehlen. Eine Zusammenarbeit mit der Hildesheimer Innung wird erwogen und beschlossen, die Handwerkskammer und den ZIV zu unterrichten.

Dortmund, im September. Die Innung hält eine Versammlung ab, in der ein Bericht über den Goldschmiedetag in Idar-Oberstein einen breiten Raum einnimmt.

Idar-Oberstein. 250-jähriges Jubiläum als „Schmuckstadt". Im Jahre 1700 kam der Goldschmied Frinken aus Köln nach Idar und gründet die erste erwähnte Werkstatt.

Hanau, am 12. Oktober. Nach langen Jahren erzwungener Ruhe treffen sich erstmals wieder die alten Herrn der Akademie-Schülervereinigung „Cellini" mit den jetzigen Schülern der Zeichenakademie, um der alten AV Cellini zu einer neuen Aktivität zu verhelfen. Herr Söhnlein, 2. Präsident des Alten Herren-Verbandes, ruft dabei die junge aktive Schülervereinigung erneut ins Leben.

Leipzig, im Oktober. Alfred Schäfter aus Leipzig, ehemaliger Lehrer am Dessauer Bauhaus und an der Kunstgewerbeschule in Leipzig, wird in den VBKD (Verband bildender Künstler Deutschlands) aufgenommen.

Köthen, im Oktober. Der VEB Gold- und Silberschmiede Köthen wird gebildet. Eine Spezialität des Betriebes: Goldmanteltrauringe.

1951-1960

Pforzheim, am 5. Januar. Sitzung der Verbände wegen der Schmuckgemeinschaftswerbung. 1950 wurden rund 60.000 Drucke der Tagespresse, der illustrierten Zeitschriften, der Monats- und Frauenzeitschriften, Schmuck in Wort und Bild publiziert. Durch originelle Preisausschreiben, Radiodurchsagen, Modeveranstaltungen, Film- und Theatervorführungen ist im Sinne der Schmuckwerbung gearbeitet worden.

BRD, im Januar. Das neue „Gütezeichen" wird eingeführt und der Mitgliedschaft angeboten. Es besteht aus einem Wappenschild, darin ein Brillantsymbol und über dem Schild eine stilisierte Krone.

BRD, im Januar. Die Luxussteuer ist endgültig vom Tisch. Dafür beabsichtigt das Bundesfinanzministerium die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 3% auf 4%.

Köln, am 26. Januar. In den Satory-Sälen von Köln wird von der Gold- und Silberschmiedeinnung das „Fest in Gold" ausgerichtet. Diesem Fest ging ein Wettbewerb der Lehrlinge und Junggoldschmiede voraus, karnevalistische Orden zu gestalten.

BRD, im Frühjahr. Augenblicklich sind Zentralisierungsbestrebungen im Gange, wonach die Gablonzer Glas- und Schmuckwarenindustrie des gesamten Bundesgebietes zur Erreichung einer besseren Leistungsfähigkeit auf den Raum Kaufbeuren-Markt­oberndorf konzentriert werden soll.

Hannover, am 3. März. Alle Obermeister des Landesinnungsverbandes Niedersachsen treffen sich, um eine Menge fachliche und wirtschaftliche Probleme zu behandeln. Für den bisherigen LIM Franz Peter Höfer, Hannover, wird der seitherige Obermeister von Hannover Fritz Schneider einstimmig als Landesinnungsmeister gewählt. Für den Verbandstag in Augsburg wird eine starke Beteiligung zugesichert.

Dortmund, am 5. März. Auf der Innungsversammlung wird Albert Litzinger erneut zum Obermeister einstimmig wiedergewählt. Goldschmiedemeister Drapal wird Ehrenobermeister. Weitere Themen: Edelmetallmarkt und Gütezeichen.

BRD, im März. Der Bezug von Silber ist weiterhin beschränkt. Für Exportaufträge muss ein Antrag an die Landeszentralbank von Baden-Württemberg Abt. Edelmetallkontrollstelle Pforzheim gestellt werden.

Hamburg, am 20. März. Prof. Alexander Schönauer wird 80 Jahre alt. Geboren 1871 in München, Lehre bei Prof. Fritz Miller. Gründet mit 24 Jahren eine Werkstatt in Hamburg.

Idar-Oberstein, vom 3. bis 5. April. Konferenz der Sachverständigen für Edelsteine des Internationalen Juwelierverbandes (BIBAO). Die Tagung, an der auch der Vorsitzende Beeger teilnimmt, leitet Prof. Dr. Schloßmacher.

DDR.

Löhne in der DDR:

Lohngruppe V. Facharbeiter (Gesellen) für Arbeiten, die eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine lange Anlernzeit mit entsprechenden Erfahrungen und Kenntnissen erfordern.
Ortsklasse III. Stundenlohn 1,25 Mark brutto,
Ortsklasse III. Stundenlohn 1,18 Mark brutto,
Ortsklasse III. Stundenlohn 1,11 Mark brutto.
Lohngruppe VIII.

Hochqualifizierte Facharbeiter, die bei hochwertigen Arbeiten weitgehende Selbständigkeit, Dispositionsvermögen, Verantwortung und entsprechende Kenntnisse voraussetzen.
Ortsklasse III. Stundenlohn 1,63 Mark brutto,
Ortsklasse III. Stundenlohn 1,54 Mark brutto,
Ortsklasse III. Stundenlohn 1,45 Mark brutto.
Die Eingruppierung erfolgt durch den Betriebsinhaber mit Zustimmung der Ortsgewerkschaft.
Lehrlinge erhalten im 1. Lehrhalbjahr im Monat OK II. 70,00 Mark brutto bis 95,00 Mark brutto (Steigerung bis 6. Lehrhalbjahr).

BRD, am 9. Mai. Freigabe des Wechselkurses der D-Mark.

Leipzig (DDR), am 16. Mai. Eröffnung des ersten deutschen Kulturkongresses mit Teilnehmern aus beiden deutschen Staaten.

München, am 13. Juni. Die Gesellschaft für Wirtschaftswerbung, Haasenstein & Vogler, hat für das Zeichen der ZV-Gemeinschaftswerbung das Klischee fertiggestellt.

Berlin, am 22. Juni. Emil Lettré feiert seinen 75. Geburtstag. Lettré entstammt einer Hanauer Hugenottenfamilie und betreibt seine Goldschmiede als geschätzter Künstler Unter den Linden.

Augsburg, vom 29. Juni bis 2. Juli. In der traditionsreichen Gold- und Silberschmiede-Stadt findet die ZV-Tagung statt. Bundespräsident Heuss übergibt dem Goldschmiede-Bundessieger Manfred Klein aus Essen die Ehrenurkunde. (Ausbilder: Christmann)

Görlitz (DDR). Die Schmuckwarenfabrik von Karl Voigt beschäftigt zur Zeit 47 Mitarbeiter. Spezialität ist außer der Anfertigung von Schmuckringen auch die Herstellung von fugenlosen Trauringen. Die Maschine dazu stammt aus der völlig zerbombten Trauringfabrik von F.W. Streck, Niesky /OL, die er selbst wiederhergestellt und repariert hat. Patentiert sind seine „Asigo-Trauringe" in Silber, mit starker aufgewalzter 333/- Goldauflage.

Ost-Berlin, vom 5. bis 19. August. Die „III. Weltfestspiele der Jugend und Studenten" finden in Ost-Berlin statt. Nach offiziellen Angaben nehmen ca. 2 Millionen Jugendliche aus beiden Teilen Deutschlands und 26.000 Delegierte aus 104 Ländern an den politischen, sportlichen und kulturellen Veranstaltungen teil.

Berlin, am 20. September. Das Interzonenhandelsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR (Berliner Abkommen) wird unterzeichnet.

Bonn, am 27. September. Der Bundestag verabschiedet eine Wahlordnung für freie Wah­len in ganz Deutschland unter Aufsicht der UNO.

BRD / „Goldschmiede-Zeitung". In der Fachzeitschrift werden Werke von J. M. Dinglinger im Bild vorgestellt und als "verlorene Kunstwerke" gemeldet. ("Kinderbachanal"; "Der Hofstaat des Großmoguls")

Lübeck, im Herbst. Freisprechungsfeierlichkeiten von sechs Lehrlingen durch Ober­meister Lohmeyer.

Stuttgart, im Oktober. Im Sitzungssaal der HWK hält der Landesverband von Baden-Württemberg seine Ausschusssitzung. Eines der Themen: Wettbewerb von Ideenskizzen für eine Amtskette des LIM. Einlieferung an die Geschäftsstelle Schwäb. Gmünd. Termin ist der 20.12.1951 BRD. Für einen Dollar müssen 4,20 DM und für ein Pfund Sterling 11,76 DM bezahlt werden.

Hannover, am 13. Oktober. Arbeitstagung des LIV Nordrhein-Westfalen. LIM Fritz Schneider berichtet ausführlich über die ZV-Tagung in Augsburg. Angeregt wird, dass die nächste ZV-Tagung auch einmal in Hamburg, Göttingen, Goslar oder Kassel stattfinden solle. Die nächste Landesinnungsverbandstagung, die erste nach dem Kriege, soll im Frühjahr 1952 in Braunschweig sein.

Münster, am 14. Oktober. OM Drabe gibt neue Richtlinien zur Ausbildung bekannt, die vom ZV vorgeschlagen wurden.

Leipzig, am 14. Oktober. Der Ehrenobermeister der Berufsgruppe Gustav Lauffer stirbt im Alter von 72 Jahren.

Pforzheim, am 15. Oktober. Der Kunst- und Kunstgewerbeverein, gemeinsam mit der Fa. Koschkin stiften einen Schmuckwettbewerb zur Erlangung von Entwürfen für Perlschmuck in Goldarbeit.

DDR, am 1. November. Die Volkskammer beschließt das Gesetz über den Fünfjahresplan (1951 bis 1955). Damit beginnt die zentrale staatliche Planwirtschaft für langfristige Wirtschaftslenkung.

Pforzheim, am 3. November. Die Jury des Schmuckwettbewerbes des Kunst- und Kunstgewerbevereins e.V. lobt die Preise aus.

Deutschland.

Edelmetallpreise per Gramm:

Gold: 7,15 DM / Silber: 0,14 DM / Platin: 19,50 DM

Stuttgart, im November. Im Sitzungssaal der Handwerkskammer findet die Ausschusssitzung des LIV unter dem Vorsitz des LIM Prof. Fritz Möhler statt. Einleitend wird eingeschätzt, dass die ZV-Tagung von Augsburg eine vorbildliche Veranstaltung war.

Dortmund, am 2. Dezember. Der Landesinnungsverband lädt in das Capitol-Theater zu einer Kulturveranstaltung ein. Es spricht der Kunsthistoriker Benediktiner-Pater C. Dahm von der Abtei Laach zu dem Thema: „Heilige Goldschmiedekunst".

Baden, am 9. Dezember. Volksentscheid in Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern zugunsten der Bildung des gemeinsamen Bundeslandes Baden-Württemberg.

1952

Köln, im Januar. Bereits zum 4. Mal wird das „Fest in Gold" vorbereitet. Anlässlich des Festes wird auch gleichzeitig ein Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sich jeder Goldschmied beteiligen kann: Es geht um Karnevalsorden, die in echten und unechten Metallen, besonders von den Lehrlingen, gefertigt werden sollen.

Hof, im Januar. Juwelier Julius Hoffmann, Ludwigstraße 91, feiert 100-jähriges Jubiläum.

Köln, am 16. Februar. Das „Fest in Gold" wird im neuen Börsensaal der Kölner Indus­trie- und Handelskammer ausgerichtet. Eine originell bebilderte Bierzeitung „Der Krätzwurm" trägt erheblich zur guten Stimmung des Abends bei.

Hannover, vom 27. Februar bis 2. März. Auf der Deutschen Industrie-Messe stellen die an mehreren Standorten neu angesiedelten Gablonzer Schmuckhersteller gemeinsam ihre Produkte aus.

Schwäb. Gmünd, vom 2. bis 5. Mai. Arbeitsbesprechung des ZV. 1952 fällt die ZV-Tagung aus. Der ZV-Präsident Günter Winkler kandidiert nicht mehr für das Amt, sein Nachfolger wird Arnold Wächter, Braunschweig.

Braunschweig, im Sommer. Zur Beratung der Mitglieder des ZV ist eine Versicherungsstelle in Braunschweig, Hutfiltern 7, eingerichtet worden.

DDR, am 23. Juli. Das Gesetz über die „Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe" sowie die Neugliederung der Länder in 14 Bezirke und 217 Kreise tritt in Kraft.

Pforzheim, im September. Heinz Jarosch, geb. am 20.12.1917 in Oberschlesien, legt die Meisterprüfung im Goldschmiedehandwerk ab.

Kiel, am 5. Oktober. Tagung der Gold- und Silberschmiedeinnung Flensburg mit Gästen aus der Kieler Innung. Obermeister Möller regt zur Pflege alter Tradition und zur Schaffung von Innungsrequisiten an. Eine eigene Innungslade, in künstlerischer Ausführung, die unter Mitarbeit des Vorstandes entstanden ist, wird vorgeführt.

Bonn, im Herbst. Der Physiker Meincke und zwei seiner Mitarbeiter wurden festgenommen. Meinckes Unternehmen, die „Hamag", plante die „Großfabrikation" synth. Diamanten. Seine Pläne hatten in den Diamantzentren der Welt für beträchtliche Verwirrung gesorgt. Der Verdacht des Betrugs hat sich bestätigt.

Pforzheim. Das Schmuckmuseum ist neu im Entstehen. Die historischen Schmuckstücke konnten im Kriege vor der Vernichtung gerettet werden.

Essen, am 13. Oktober. Unter Vorsitz von Landesinnungsmeister Litzinger findet in Essen eine Mitgliederversammlung statt. Nach einem Bericht über die ZV-Vorstandssitzung in Schönberg und Frankfurt gibt der LIM Ausführungen über die Lage.

Bremen, am 14. Oktober. Versammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung. OM Bergner gibt einen ausführlichen Bericht über die Arbeitstagung des ZIV in Schwäb. Gmünd sowie über die Neuwahl des 1. Vorsitzenden des Verbandes, Herrn Arnold Wächter, Braunschweig.

Schwäb. Gmünd, am 15. November. Versammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung. Ehrend wird dem Ableben des ehemaligen Direktors der Staatl. Edelmetallfachschule Prof. Walter Klein gedacht. Einen Vortrag über Perlen hält Eugen Waibel, ehemaliger Bezirksinnungsmeister von Sachsen.

Bremerhaven, am 16. November. Obermeister Bergner organisiert einen Vortrag des bekannten Kirchengoldschmieds Pater Dahm.

1953

Dresden (DDR), am 1. März. Eröffnung der dritten „Deutschen Kunstausstellung", auf der ein Querschnitt des „sozialistischen Realismus" gezeigt wird.

Bonn, am 25. März. Der Bundestag verabschiedet das Bundesvertriebenengesetz, das die Eingliederung von Vertriebenen und Flüchtlingen aus den früheren deutschen Ostgebieten und der DDR bundesweit einheitlich regelt.

DDR, am 9. April. Eine Verordnung tritt in Kraft, die den Kreis der Lebensmittelkarten-Empfänger weiter einschränkt. Danach erhalten Handwerker und deren Familienangehörige - mit mehr als 5 Beschäftigten - keine Lebensmittelkarten mehr.

Hanau, vom 9. bis 11. Mai. Im Rahmen der Arbeitstagung des Zentralverbandes wird das im Krieg zerstörte und nun wieder errichtete Gebäude der Zeichenakademie eingeweiht und des 180-jährigen Bestehens der Schule gedacht. Der Vorsitzende des ZIV des Juwelier-, Gold- und Silberschmiedehandwerks, Arnold Wächter, würdigte ganz besonders den Einsatz des Hanauer Bürgermeisters Rehbein (selbst gelernter Goldschmied) und überreicht ihm einen silbernen Teller.

Chemnitz (DDR), am 10. Mai. Die Stadt Chemnitz wird auf Beschluss der DDR-Regierung in Karl-Marx-Stadt umbenannt.

München, im Mai. Goldschmiede-Feierstunde im Münchner Bavariakeller. 21 Münchner und 4 Augsburger Lehrlinge werden vom OM Friedrich Raig feierlich freigesprochen. LIM Günter Winkler und Ehren-OM Karl Blum gratulieren den Prüflingen. Im Anschluss erhält Günter Winkler eine Urkunde, die ihm die Ehrenmitgliedschaft in der Münchner Innung bestätigt.

Kaufbeuren, am 17. Mai. Im Rahmen eines Maiausfluges gestaltet die Innung für das Juwelier, Gold- und Silberschmiedehandwerk Schwaben und Neuenburg ihre Jahreshauptversammlung. Wiedergewählt wird OM Schmedding, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Obermeisterjubiläum feiern kann. OM Günter Winkler macht interessante Ausführungen über die ZV-Tagung in Hanau.

Neustadt an der Weinstraße, im Juni. Die Innungen der Gold- und Silberschmiede und Graveure der Pfalz, beschließen in ihrer Hauptversammlung sich dem Zentralinnungsverband der Gold- und Silberschmiede anzuschließen. Obermeister Kurt Voelcker wird wieder gewählt. Die Innung Pfalz ist derzeit die einzige Bezirksinnung des Bundesgebietes, die dem Zentralverband noch nicht angehört.

Schwäb. Gmünd, vom 14. bis 17. Juni. Die Fachtagung beginnt in Stuttgart zusammen mit der Tagung des Internationalen Verbandes BIBOA mit einer Festsitzung auf Schloss Solitude, an der sich auch die Gesellschaft für Goldschmiedekunst beteiligt. Die eigentliche Eröffnungsfeier der Tagung hat mit der Ausstellung „Internationale Silberschau" erst am Dienstag begonnen. Vorträge: K. Dittert, Besteckfabrikation / Elisabeth Treskow, Granulation / Prof. K. Schmidt, Gravierung / Prof. Lochmüller, Email / Dr. Braun, Die Zeit und ihr Schmuck.

DDR, am 17. Juni. Der Streik gegen die Normerhöhung in Ost-Berlin weitet sich auf 72 Städte und Ortschaften in der DDR zum Aufstand gegen das kommunistische Regime aus. Die Demonstrationen werden von sowjetischen Soldaten und DDR-Volkspolizisten gewaltsam zerschlagen. Über insgesamt 167 Kreise wird der Ausnahmezustand verhängt. Tags darauf werden in Ost-Berlin, Leipzig, Magdeburg und Jena etwa 20.000 Personen vorübergehend in Haft genommen. Von ihnen werden in den ersten Tagen 29 Personen von sowjetischen Standgerichten zum Tode verurteilt und hingerichtet und in den nächsten Monaten mindestens 1.400 Menschen zu teilweise mehrjährigen Freiheits­strafen verurteilt.

Pforzheim, im Sommer. Die „Gemeinschaftswerbung" gibt einen farbenfreudig gestalteten Prospekt unter dem Titel „Schmuck für den Sommer" heraus. 100 Prospekte kosten 5,80 DM, dazu ein Gratis-Aufsteller.

Königstein, im Taunus. Das Förderungswerk Königstein wird gegründet. Es ist eine Fortbildungseinrichtung mit einem breitgefächerten Lehrprogramm für die deutschen Uhren- und Schmuckwarenfachgeschäfte. Zu den 9 Betreibergesellschaftern gehört auch der Zentralverband der Juweliere, Gold- und Silberschmiede.

Rackwitz (DDR). Im Leichtmetallwerk Rackwitz (Kreis Delitzsch) wird mit der Produktion von „Eloxal-Schmuck" begonnen. (sogenanntes Schaumgold)

Berlin, im Juli. Für die Berliner OM-Kette liegen 13 Entwürfe vor. Nach der 2. Abstimmung erhält Ludwig Riffelmachers Entwurf mit 26 Stimmen den Zuschlag. Für die Schaffung der Kette wird eine Goldsammlung veranstaltet. Damit beauftragt wird Willi Kirchner, Berlin-Lichterfelde, Berliner Str. 19. Der Vorsitzende der „Kommission OM-Kette" ist Hermann Britsch.

Ost-Berlin, am 1. August. Einrichtung der „Industrie- und Handelskammer der DDR" in Ost-Berlin.

Bonn, am 4. August. Der 17. Juni wird durch Bundesgesetz zum „Tag der deutschen Einheit" bestimmt.

BRD, im Sommer. Die neue Handwerksordnung ist verabschiedet (beschlossen am 26.3.53), aber noch nicht in Kraft. Noch gilt das Recht, ohne Meisterbrief in der amerikanischen Zone einen Handwerksbetrieb zu eröffnen, wozu in der britischen und französischen Zone der Große Befähigungsnachweis erforderlich ist.

DDR, am 30. September. Die Landeshandwerkskammern, ihre Organe und ihre Kreisgeschäftsstellen haben ihre Tätigkeit einzustellen. In den Bezirken und Kreisen werden neue Kammern und Organe gebildet.

DDR. 1953 hatten die Preise noch den zulässigen Preisen von 1944 zu entsprechen.

DDR, am 21. November. Laut Anordnung kommen Interzonenpässe nicht mehr zur Ausgabe. Damit ist der Personalausweis ausreichend für Reisen zwischen der Bundesrepublik und der DDR.

1954

DDR, am 7. Januar. Der Ministerrat der DDR bildet den „Ausschuss für deutsche Einheit" und das Ministerium für Kultur in der DDR. Erster Kulturminister wird der Schriftsteller Johannes R. Becher.

Arnstadt / DDR. In Arnstadt/Thür. wird eine zentrale Berufsschule für Goldschmiede eingerichtet. Angemietet wird die Jugendherberge „Werner Gottfeld", als Wohn- und Unterrichtsstätte. Teilweise wird auch Unterricht in den Schulungsräumen der Arnstädter Eisenwerke und des RFT gehalten. Allgemeinbildender Unterricht wird durch Berufsschullehrer, der Fachunterricht durch Goldschmiedemeister, u.a. Herrn Ernst Brepohl, Herrn Kister und später Herrn Erhard Brepohl gegeben. Es werden Goldschmiedelehrlinge der Bezirke Erfurt, Gera und Suhl zentral ausgebildet.

Berlin, im März. Der Fachhandel Hagenmeyer & Kirchner empfiehlt sich der Kundschaft mit einem großartigen Angebot in der Fachpresse.

Berlin, am 21. Mai. Obermeister Drechsel eröffnet die Wahlversammlung der Gold- und Silberschmiedeinnung und begrüßt seine Mitglieder und auch Gäste aus Ostberlin. Drechsels Wiederwahl wird mit Beifall quittiert. Kollege Schuhmann legt sein Amt als Bezirksmeister des Britischen Sektors nieder. Weiteres Thema: Die 400-Jahrfeier der Berliner Gold- und Silberschmiede-Innung im nächsten Jahr. Der Obermeister wird beauftragt, anlässlich dieses Jubiläums, den Goldschmiedetag des ZV nach Berlin zu holen.

Braunschweig, im Juni. ZV-Goldschmiedetage in Braunschweig. Ein Höhepunkt ist die Ausstellung „Edler Schmuck, edles Gerät, edle Steine". Besonderer Dank gilt dem Direktor der Hanauer Zeichenakademie Direktor Oehmichen, der es verstand die Arbeiten „alter und neuer Meister" ins rechte Licht zu rücken.

Hannover, am 29. Juni. Nach schwerem Leiden entschlief der Landesinnungsmeister, Bernhard Seitz, im Alter von 47 Jahren. Seit 20 Jahren im Verbandsleben von Innung, Landesverband, Zentralverband und Einzelhandelsverband.

Frankfurt/M., vom 5. bis 9. September. Internationale Frankfurter Messe.

Leipzig, vom 5 bis 19. September. Leipziger Messe (mit technischer Messe).

UdSSR, im Oktober. Zwischen 1953 und 1954 hat der Kreml Goldbarren im Gegenwert von 50 bis 60 Millionen Pfund Sterling am Londoner Markt verkauft.

Landshut, am 24. Oktober. Außerordentliche Vollversammlung der Innung Niederbayern. Gäste: LIM Schmedding, Augsburg, sein Stellvertreter Raig, München; Dr. Zimmermann, Rechtsberater des LIV und Herr Trebes, HWK Passau. Mit einer Ehrenurkunde der Handwerkskammer werden Kollege Karl Herzer, Landshut, und Heinrich Hechenberger, Passau, ausgezeichnet.

Berlin, am 25. Oktober. Obermeister J.B. Drechsel eröffnet die Versammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung, an der auch Gäste aus Ostberlin teilnehmen. Hauptthema: Obermeisterkette! Es liegen 13 Entwürfe vor, nach der 2. Abstimmung wird der Entwurf von Ludwig Riffelmacher angenommen.
Mitteilung: Am 30. Oktober findet im Meistersaal der HWK eine Freisprechungsfeier statt. Der Fachlehrgang für arbeitslose Gold- und Silberschmiede hat begonnen und wird von 11 Teilnehmern besucht.
Ausschuss „400-Jahrfeier": da der ZV im Jahre 1955 lediglich eine Arbeitstagung veranstalten wird - die Innung Berlin hatte an einen Goldschmiedetag und damit verbundener Bundesfachschau gedacht - wird die 400-Jahrfeier nicht im Mai, sondern am Gründungstag im Oktober ausgerichtet.

Arnstadt, im Herbst. Die Goldschmiede-Schule zieht in den Hopfengrund. Andere Bezirke der DDR schicken nach und nach ihre Lehrlinge nach Arnstadt, so dass die Lehrlinge letztendlich aus allen 15 Bezirken der DDR zentral in Arnstadt unterrichtet werden.

Stuttgart, Ende Oktober. Der OM der Innung, Werner Faas (seit 1947 im Amt), legt sein Amt nieder. Neuer OM wird der Stellvertreter Hans Mährlein.

Mainz, am 28. Oktober. Versammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung Rheinhessen. Obermeister V. Madler gibt die neuen Trauring- und Fassongoldpreise bekannt. OM der Trierer Innung, Paul Mergen, regt die Gründung eines LIV für Rheinland-Pfalz an. Die Versammlung lehnt Zwischenorganisationen ab und ist der Meinung, dass der ZIV sie wirksam vertreten könne.

Hamburg, am 28. Oktober. Innungsversammlung der Gold- und Silberschmiede. Vortrag über „Emailkunst"; weiter sind Abendkurse in Schmuckentwurf, Zeichnen und Modellieren geplant. Zum neuen Innungsobermeister wird Jean Koch gewählt. Am 30. Oktober ist die Freisprechungsfeier, die Obermeister J. Koch selbst musikalisch umrahmt.

Hannover, am 6. November. Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Richard Uhlemeyer, ist im Alter von 55 Jahren verstorben.

Essen, am 4. Dezember. Wiedereröffnung des Essener Ruhrlandmuseums.

1955

Stuttgart, am 3. Januar. Heute ist der Abgabetermin für den Friedrich-Wilhelm-Müller-Wettbewerb (Entwürfe für Goldbroschen).

Hanau, im Januar. Bernd Oehmichen, Fachlehrer an der Zeichenakademie und Mitglied des Kulturausschusses im Zentralverband für das Juwelier-, Gold- und Silberschmiedehandwerk, veröffentlicht in der „Deutschen Goldschmiede Zeitung" einen über zwei­seitigen Artikel mit dem Titel: „Lasst dem Handwerk seine Art".

Hanau, im Februar. Richtfest am Deutschen Goldschmiedehaus. Die Mittel für den Wiederaufbau stellte die Stadt Hanau, der hessische Staat und durch Vermittlung des Zentralverbandes der Juweliere, Gold- und Silberschmiede, der Bund zu Verfügung.

Stuttgart, am 6. März. Im Gasthof „Königstor" tagt der Landesinnungsverband von Baden-Württemberg. Alle Obermeister des Landes sind anwesend. LIM Prof. Fritz Möhler kann zum ersten Mal auch den OM aus Freiburg, Nittel, und den OM aus Karlsruhe, Carl Hofmann, begrüßen. Die neuen Satzungen werden einstimmig angenommen. Die Landesausstellung Baden-Württemberg, auf dem Stuttgarter Killesberg, im Juli, wird mit schöpferischen Goldschmiedearbeiten ausgestattet.

Pforzheim, vom 8. bis 10. Mai. Der Internationale Kongress für Goldschmiedekunst wird in der Goldstadt abgehalten.

Karlsruhe, am 11. Mai. Der ehemalige Direktor der Goldschmiedeschule Pforzheim, Reinhold Herrmann, ist verstorben.

BRD, im Mai. Bundessieger im Leistungswettbewerb: im Goldschmieden, Richard Weiland, Baden-Württemberg; im Silberschmieden, Horst Pieper aus Hamburg.

Arnstadt. Die „Goldschmiede-Schule" wird in Splitterberufsschule „Tilmann Riemenschneider", später in „Zentralberufsschule Tilmann Riemenschneider", umbenannt. Es werden unterrichtet: Goldschmiede, Silberschmiede, Schmuckgürtler, Graveure, Korpusgürtler, Lüstergürtler und Fasser.

DDR. Für Werktätige, die mit Giften arbeiten, wird eine Zuteilung Milch verabreicht. Das betrifft neben den Galvanikbetrieben auch die Goldschmiedewerkstätten.

Fredeburg, vom 19. bis 22. Mai. Arbeitstagung des Zentralverbandes für das Juwelier-, Gold- und Silberschmiedehandwerk. Jetziger Vorstand: 1. Vorsitzender: Arnold Wächter, Braunschweig / 2. Vorsitzender: OM Friedrich Raig, München / Beisitzer: LIM Albert Litzinger, Dortmund; LIM Karl H. Bräutigam, Frankfurt; LIM Fritz Schneider, Hannover; Gustav Schleede, Hamburg. LIV: Anstelle des verstorbenen LIM Seitz wird LIM Schneider, Hannover, in den Vorstand gewählt. Neu in die Satzung aufgenommen: „Einzelne Innungen können unmittelbar Mitglied des ZV werden, sofern in ihren Bezirken kein Landesinnungsverband besteht"... Es wird mit einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die Verfassungsmäßigkeit des Befähigungsnachweises gerechnet. Weitere Themen: Meisterprüfungswesen, Gutachtertätigkeit, Werbung und Export, Kultur. Der Ausschuss gibt ein „Kunstblatt" heraus, in dem in Abständen Dr. Oehmichen berichten wird. Im Auftrag des Hanauer Bürgermeisters Rehbein berichtet Oehmichen über den Stand der Wiedererrichtung des Deutschen Goldschmiedehauses in Hanau. Es soll wahrscheinlich im Frühjahr nächsten Jahres eröffnet werden. Direktor Steinmetz von der Mannheimer Versicherungsgesellschaft hält einen Vortrag über den Einsatz von Verbundsicherheitsglas in Verbindung mit besseren Konditionen bei den Versicherungskosten.

Pforzheim, am 22. Mai. Prof. Egon Gutmann, Kunstpädagoge und Direktor der Vereinigten Goldschmiede-, Kunst- und Werkschule Pforzheim, verstarb im Alter von 61 Jahren.

DDR, am 1. und 2. Juni. Das Zentralkomitee der SED verabschiedet ein „Zehn-Punkte-Programm" zur Wiedervereinigung Deutschlands.

Kassel, am 16. Juli. Im Fridericianum wird die erste „documenta", eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst, eröffnet. Der große Erfolg der Veranstaltung führt dazu, dass die „documenta" zur festen Institution innerhalb der Kunstwelt wird und alle vier bis fünf Jahre in Kassel stattfindet.

West-Berlin, am 25. Juli. Errichtung der „Stiftung Preußischer Kulturbesitz" in Berlin.

DDR, am 18. August. Der Ministerrat der DDR ordnet die Bildung von „Produktionsgenossenschaften des Handwerks" (PGH) an.

Essen. Heinz Ulrich Bullermann (geb. 1928 in Stade) gründet seine Goldschmiede.

Schwäb. Gmünd. Nach der Flucht in den Westen hat die Fa. August Wellner & Söhne GmbH erstmals wieder auf der Industrie-Messe Hannover ihre Produkte ausgestellt.

Schwäb. Gmünd, im Herbst. Der Landesinnungsmeister von Baden-Württemberg Prof. Fritz Möhler, Träger des „Goldenen Ehrenrings" der Gesellschaft für Goldschmiedekunst, wird beauftragt, die Württembergischen Kronjuwelen instandzusetzen.

Reutlingen, am 2. Oktober. Jahreshauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung Reutlingen, in Hechingen, mit LIM Prof. Möhler. Die Gold- und Silberschmiede der Innung Reutlingen schufen eine Obermeisterkette. Entwurf: Otto Haas, Balingen und Helmut Lachenmann, Reutlingen. Ausgeführt in den Werkstätten von B. Bindlingmaier, H. Lachenmann und H. Lehmann. OM Lehmann: „Nach einjähriger, mühsamer, aber mit viel Idealismus und Liebe getragener Arbeit, wurde die Kette vollendet."

Pforzheim. Gustav Braendle übernimmt den bekannten Schmuckbetrieb Theodor Farner, der in der Stadt seit 1853 ansässig ist.

Berlin, am 14. Oktober. Im Grünen Saal des Schöneberger Rathauses beginnt der Festakt zur Feier der 400. Wiederkehr der Gründung der Berliner Goldschmiede-Innung. Neben den hochrangigen Gästen aus Politik und Wirtschaft kann OM Drechsel vom ZV den Präsidenten Arnold Wächter, LIM Fritz Schneider, LIM Albert Litzinger, OM Zängel, Gustav Schmidt und den Präsidenten der Gesellschaft für Goldschmiedekunst F.R. Wilm begrüßen. Ein Höhepunkt ist die fertiggestellte neue Obermeisterkette. Im Ostteil der Stadt wird ebenfalls das Jubiläum gefeiert. Im Märkischen Museum werden vom 1. bis 30. Oktober wertvolle Arbeiten Berliner Goldschmiede aus vergangener und heutiger Zeit zur Schau gebracht. In Ostberlin sind in der sogenannten Berufsgruppe noch ca. 70 Betriebe organisiert.

BRD. Aus den Schächten in Rammelsburg (Harz/BRD) wurde aus dem gewonnenen Blei-Zink-Erz noch für 2.376.000,- DM Gold und für 8.761.500,- DM an Silber ausgebeutet.

Dresden, im Oktober. Die Fachzeitschrift „Feinmechanik + Optik" veröffentlicht einen Beitrag des neuen Dresdner OM Willy Richter, in dem er für eine Goldschmiedeschule mit praktischer Ausbildung wirbt.

Zentralverband, im Oktober. Der ZV möchte ein Verzeichnis anlegen, in dem die Amts- und Obermeisterketten erfasst werden sollen. Angestrebt wird eine Fotodokumentation mit Farb-Dia-Serie, die auch den Innungen zur Verfügung stehen soll.

Münster, am 8. November. Die Innungsversammlung der Gold- und Silberschmiede eröffnet Obermeister Drabe. Bericht über die ZV-Tagungen in Fredeburg und Solingen.

1956

Baden-Württemberg. Der Kohlhammer-Verlag teilt dem ZV mit, dass die „Neue Goldschmiedekunst" erschienen ist. Darin sind 230 Gold- und Silberschmiedearbeiten veröffentlicht. Der Verlag regt an, dass alle LIV des ZV ein solches Buchwerk herausgeben sollten.

Lindenfels. Die Delegierten des Zentralverbandes treffen sich zur Tagung im Odenwald.

DDR, vom 24. bis 30. März. Auf der Parteikonferenz der SED wird die Direktive für den nächsten Fünfjahresplan festgelegt. Die Zielsetzung lautet „Modernisierung, Mechanisierung und Automatisierung" und sieht eine Arbeitssteigerung von 50% bis 1960 vor.

Voorschoten / Holland. Im Alter von 73 Jahren ist das Ehrenmitglied des ZV und der Gesellschaft für Goldschmiedekunst, Gründer der BIBAO Carel I.A. Begeer verstorben.

Dresden (DDR), am 3. Juni. Die Gemäldegalerie im Zwinger und das Staatstheater werden wiedereröffnet.

Dortmund, am 17. Juni. Im Lande Nordrhein-Westfalen schließen sich, erstmalig in der Geschichte der Region, nichtselbstständige Gold- und Silberschmiede zu einem Bund zusammen. 1. Vorsitzender J. Fritze, Dortmund.

Idar-Oberstein, am 23. Juni. Innungsversammlung der Goldschmiede für den Bezirk Kob­lenz. OM Albert Juchem hält einen Dia-Vortrag über Goldschmiedetechniken. Seine Ausführungen über die Arbeitstagung des ZV zeigen aufschlussreiche Details aus den Sorgen und Nöten der Handwerker in Bezug auf die Gesetzgebung. An zehn junge Meister werden die Meisterbriefe überreicht.

Berlin, am 13. Juli. Der stellvertretende ZV-Präsident H.-J. Reimann wird 70 Jahre alt. Hans-Jaro Reimann hatte ein Geschäft in der Friedrichstraße, das 1943 durch Kriegs­einwirkung restlos ausbrannte.

Leipzig, am 24. Juli. Der Gründer des Fachhandelsgeschäfts für Goldschmiede Woeckel, Leipzig, Herr Wilhelm Woeckel wird 75 Jahre alt.

Augsburg, vom 27. Juli bis 16. September. Internationale Ausstellung „Schmuck. Gerät und Edelsteine". Neben Arbeiten aus 14 europäischen Staaten, auch Exponate aus der Ostzone.

Berlin-West, am 10. August. Ludwig Riffelmacher wird 60 Jahre alt. Riffelmacher ist Sohn einer alten Goldschmiedefamilie und konnte 1937 als Reichssieger im Meisterwettkampf hervorgehen. Er entwarf auch die Berliner Obermeisterkette.

Dortmund, am 16. September. Albert Litzinger legt den Vorsitz im LIV nieder. Zum neuen Landesinnungsmeister für Nordrhein-Westfalen wird Heinz Mohr aus Köln gewählt.

Pforzheim, am 1. Oktober. An die Goldschmiedeschule wird OStR Karl Schollmayer aus Düsseldorf berufen. Er tritt an die Stelle von Prof. Gutmann.

Hannover, im Herbst. Goldschmiedemeister Herbert Bitter eröffnet in der Aegi-Passage eine Werkstatt mit Laden.

Hanau, am 29. Oktober. Der ehemalige Oberstudiendirektor Prof. Hugo Leven stirbt in Bad Soden im Alter von 82 Jahren. Leven war 1907 bis 1933 und von 1948 bis 1950 Leiter der Staatlichen Zeichenakademie. Anlässlich seines 80. Geburtstages wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Prof. H. Leven setzte sich auch für die Förderung von Siegfried Männle aus Schwarzenberg ein, der später als OstR an der Akademie fungierte.

Gera, am 18. Dezember. Zur Erinnerung an seinen Urgroßvater Johann Gottfried Jahr stiftete aus Anlass der 150. Wiederkehr der Firmengründung Goldschmiedemeister Fritz Jahr für das Goldschmiedehandwerk einen „Obermeisterhammer". Der Hammer trägt den Namen „Johann-Gottfried-Jahr-Obermeister-Hammer" und wird der Gold- und Silberschmiede-Berufsgruppe der Stadt übereignet.

1957

Saarland, am 1. Januar. Das Saarland wird das zehnte Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. Erster Ministerpräsident wird Hubert Ney.

BRD. Das Handwerkszeichen der Goldschmiede in der Bundesrepublik wird eingeführt. Köln. Neuer Präsident des ZV wird Heinz Mohr aus Köln. Heinz Mohr nimmt sich besonders den Angelegenheiten über das Vermögen des ehemaligen Reichsinnungsverbandes in Berlin an. Er führt aus: „Es bestehe Hoffnung für die Rückerstattung des Vermögens, da der Zentralverband als der alleinige Nachfolger des RIV anerkannt werde....."

Leipzig. Zur Leipziger Frühjahrsmesse werden im Grassi-Museum hervorragende Arbeiten der Familie Felber, Leipzig, von Willi Stoll, Leipzig, und von Elfriede Greif aus Lommatzsch ausgestellt. Erwähnenswerte Arbeiten in Silber von Jutta Reiche aus Leipzig, von Viola Weidermann aus Schwarzenberg und Emailarbeiten von Curt Hasenohr aus Markkleeberg.

BRD. Es wird jedem BRD-Bürger gestattet Goldbarren zum Börsenkurs zu kaufen. Der 100 Gramm Barren Feingold kostet etwa 500,- DM, der 1000 Gramm Barren Feingold kostet etwa 4900,- DM.

Trier, am 16. März. Auf der Jahreshauptversammlung der Innung wird berichtet, dass sich der ZV erst kürzlich wieder von der Leistung der Innung beeindruckt gezeigt hat.

Braunschweig, am 18. März. Jahreshauptversammlung der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung. Neuwahlen des gesamten Vorstandes. OM Zängel hat sein Amt niedergelegt. Neuer Vorstand: OM Arnold Wächter / stellv. OM: Zängel / Schriftführer: Otto Schwacke / Kassierer: Otto Lechler.

Osnabrück, am 19. März. Die Hauptversammlung eröffnet Obermeister Franke. Innungswahl: Neuer Obermeister der 14 Mitglieder starken Innung wird Wilhelm Abeler.

Altenstein (DDR), im Frühjahr. Tagung der Thüringer Goldschmiede und Leistungsschau von etwa 350 Goldschmiedearbeiten. Beschlossen wird, im September den 1. Goldschmiede-Tag der DDR (und einzigen!), verbunden mit einer Leistungsschau, in Erfurt auszurichten.

Göttingen, am 23. März. Die Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung für den Kammerbezirk Hildesheim hält Hauptversammlung in Göttingen ab. OM Rogge begrüßt 22 Teilnehmer, darunter Goldschmiedemeister Loos aus Chemnitz (Limbach-O.). Zum OM wird einstimmig Kollege Rogge wiedergewählt. Stellvertretender OM wird Kollege Loos, gleichzeitig Obmann für Göttingen.

Berlin. Goldschmiedeobermeister J. B. Drechsel wird Vorstandsmitglied im ZV, das Amt hat er 2 Jahre inne. Am 5. Juli 1960 verstirbt der Meister.

Dortmund, am 1. April. Der ehemalige OM, jetzt Ehrenobermeister Franz Drapal stirbt kurz vor Vollendung seines 60. Lebensjahres.

Schwäb. Gmünd, im April. Ehrenmitglied des ZV und Direktor der Fachschule Prof. Walter Klein stirbt (geb. am 29. Juni 1877).

Sachsen, im April. In Zwickau, Karl-Marx-Stadt und Freiberg werden einige Goldschmiede verhaftet, denen man vorwirft gegen das Edelmetallgesetz verstoßen zu haben. Der stark belastete Curt Mißbach aus Zwickau wird später zu 7 Jahren Gefängnis verurteilt, enteignet, und sein Betrieb dem „VEB Edelschmiede" zugeschlagen.

Braunschweig, am 28. April. Vorbereitung zur Feierlichkeit des 725. Innungsjubiläums (seit 1231). LIM Schneider regt an, die Feier noch nachträglich mit der Jahreshauptversammlung des LIV in Braunschweig auszurichten.

Schwäb. Gmünd, am 3. Mai. Die Mitglieder der Innung und Gäste aus Fulda treffen sich zur Vollversammlung. Prof. Walter Klein, der 80-jährig verstarb, wird gedacht. Klein war Direktor der Fachschule und Ehrenmitglied des Zentralverbandes. Vorträge: Kunstmaler Paul Mehringer und Dr. Werner Plate.

Stuttgart, am 5. Mai. Vorstandsitzung des LIV Baden-Württemberg. OM Mährlen empfiehlt seinen Mitgliedern den Besuch der Arbeitstagung des ZV in Würzburg und die XII. Fachtagung in Schwäb. Gmünd zu besuchen.

Würzburg, am 10. und 11. Mai. Arbeitstagung des Zentralverbandes im „Ring-Hotel". Mitgliederzahl: 1.430. Veränderung im Vorstand: Zum ZV-Präsidenten wird LIM Heinz Mohr gewählt. Stellvertreter Prof. Fritz Möhler, Schwäb. Gmünd. Beisitzer: OM Drechsel, Berlin / OM Mährlen, Stuttgart / OM Schmedding, Augsburg. Vorträge: Direktor Oehmichen, Hanau; Dr. W. Hegemann, Frankfurt. Weitere Themen: Lehrfilm über das Goldschmiedehandwerk; Versuch die 45-Stunden-Woche einzuführen; Liberalisierung des Handels mit Barrengold; Bericht über die Wiederaufbauarbeiten des Goldschmiedehauses in Hanau. Rahmenprogramm: Vortrag von Dr. Bernd Oehmichen: „Der Goldschmied unserer Zeit". Beiträge zum ZV: 200,- DM pauschal für 149 Mitglieder (Berlin); 3,80 DM (Innung Pforzheim) bis 13,80 DM (Innungen in Hessen) pro Jahr.

München, vom 15. bis 26. Mai. 9. Deutsche Handwerksmesse mit internationaler Beteiligung. Ausstellung in 18 Messehallen.

Braunschweig, vom 26. bis 28. Mai. Im Gildehaus versammelt sich die Braunschweiger Innung, um das seltene Jubiläum ihres 725-jährigen Bestehens zu feiern. Es ist somit die älteste bekannte Goldschmiedeordnung Deutschlands. Im Auftrage des ZV übergibt Fritz Schneider der Braunschweiger Innung einen silbernen Becher, gearbeitet vom Goldschmied van Dornick. Mit besonderer Freude wird ein Telegramm der „mitteldeutschen Kollegen" aus Erfurt, Gera und Suhl in Empfang genommen.

Nordrhein-Westfalen. Der Jahresbeitrag zur Innungskasse kann von 24,- DM auf 18,- DM gesenkt werden. Davon werden 50% der Beiträge an den ZV weitergeleitet.

Dortmund, am 16. Juni. 1. Delegiertentagung des BNGS-NWR (Bund nichtselbständiger Gold- und Silberschmiede Nordrhein-Westfalen). Der Vorsitzende Jos. Fritze kann 15 Delegierte begrüßen. Hauptthema: Mantel- und Lohntarif.

Münster i.W., vom 16. Juni bis 7. Juli. Ausstellung von Goldschmiede- und Emailarbeiten von Frau Prof. Lili Schultz, Halle, Burg Giebichenstein (DDR).

Schwäb. Gmünd, vom 17. bis 19. Juni. Nach einer vierjährigen Pause findet wieder eine Fachtagung für Juweliere, Gold- und Silberschmiede statt. Beteiligt an der XII. Fachtagung sind die Fachschule und der Verband der Württembergischen Edelmetallindustrie.

Köln. Der ZV-Präsident Heinz Mohr bittet alle OM und Goldschmiede und die Meisterprüfungskommissionen, hervorragende Arbeiten in Form von Abbildungen an den ZV zu senden, um eine Art „Schmuckarchiv" aufzubauen.

BRD, im Sommer.

Edelmetallpreise per Gramm:

Gold: 4,92 DM, Silber: 0,14 DM, Platin: 12,75 DM.

BRD, im Sommer. Leistungswettbewerb der Handwerksjugend.

Preisträger:
1. Peter Schelling aus Stade, * 19.12.36, ausgebildet bei Karl Dunkelstein, Hamburg.
2. Herbert Schmitz aus Köln/Deutz, * 23.4.36, ausgebildet bei Heinz Mohr, Köln.
3. Sönke Paulsen aus Heide, * 17.9.38, ausgebildet bei Otto Spliedt, Itzehoe/ Holstein.

Köln, am 9. Juli. Wahl- und Innungsversammlung. Wiedergewählt werden: OM Heinz Wehren, Köln; stellv. OM Heinz Mohr, Köln.

Idar-Oberstein, am 10. Juli. Prof. Dr. Karl Schlossmacher, bekannter Mineraloge und Gemmologe, wird 70 Jahre alt (geb. 1887 in Offenbach).

Essen, im Juli. Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahl der Gold- und Silberschmiede-Innung. Bernhard Dangelmaier wird einstimmig wiedergewählt, stellv. OM Kurt Richter, Duisburg / Lehrlingswart: Albert Classen. Als Ehrenmitglied der Innung wird William F. Kraemer, Sohn des Essener Goldschmiedes, der vor 35 Jahren in die USA auswanderte, eingeschrieben. Kraemer spendete der Innung eine ansehnliche Summe für die Anschaffung einer Obermeisterkette.

Berlin, 15. Juli. Der Obermeister und LIM von Berlin, J. B. Drechsel, wird 65 Jahre. Obermeister seit März 1952; Beisitzer im ZV-Vorstand seit Mai 1957.

Berlin, am 18. Juli. Goldschmiedehaus. Die Löschung einer Hypothek von 12.000,- RM, umgestellt auf 1.200,- DM, auf das ZV-Grundstück, Blücherstraße 19, wird vollzogen. Der Betrag wird auf das Sperrkonto der Erbin Helene Briest, Niederschönhausen/Ostberlin, eingezahlt. Gläubigerin war Frau Hedwig Kollert.

Erfurt (DDR) vom 19. bis 21. September. Im "Erfurter Hof" der Stadt wird der erste Goldschmiedetag abgehalten. Unter den 250 Gästen kann Obermeister Glaser auch etliche Kollegen aus der BRD begrüßen: ZV-Präsident Heinz Mohr, LIM Fritz Schneider, Hannover; Gesellschaft für Goldschmiedekunst Frau Dr. Stoever, Hamburg; Frau Jo Stotz, Heilbronn und der Vertreter der DGZ. Eine Ausstellung die von Erhard Brepohl organisiert wurde findet reges Interesse. Unter den Ausstellern sind Willi Hertrich und Theodor Münzner aus Annaberg; Johannes Heck aus Plauen, der mit Zuckerschale und Löffel vertreten war; Kurt Schmidt aus Steineidel mit „kühn und elegant" gestaltetem Ring und Karl Beschor aus Karl-Marx-Stadt mit einem Armband mit Granulation.

Wiesbaden, am 22. September. Im Landesmuseum trifft sich die Deutsche Gesellschaft für Edelsteinkunde zu ihrer Jahrestagung. Vorträge von Prof. Dr. Schlossmacher, Idar-Oberstein; Dr. Eppler, Freyburg; Dr. H. Bank, Mainz. Düsseldorf, am 30. September. Herbsttagung des Landesinnungsverbandes Nordrhein-Westfalen. Alle OM und weitere 11 Vorstandsmitglieder des LIV sind erschienen. LIM Heinz Mohr referiert insbesondere über die „große Goldschmiedetagung in Erfurt".

Hannover, im Herbst. Will Odening fertigt für die Stadt Hessisch Oldendorf eine Bürgermeisterkette in 925 Silber. Will Odening ist Fachlehrer der Gold- und Silberschmiedeklasse an der Berufsschule Hannover. Seine Atelierwerkstatt befindet sich in der Lavesstraße.

Hamburg, im Herbst. Innungswahl: Obermeister Jean Koch / Stellv. OM Paul Schmitt / Schriftführer Hans Abel / Lehrlingswart Hugo Scheele.

Münster, am 8. Oktober. Aufnahme- und Lossprechungsfeier der jungen Meister und Gesellen. Obermeister Fischer begrüßt besonders den Präsidenten des ZV Heinz Mohr, Köln. Die Aufnahme in die „Goldschmiedefamilie" erfolgt unter dem Goldschmiedewappen, mit einem Trunk aus dem Innungspokal. Der ZV-Präsident berichtet über die Tagung in der DDR und wünscht eine weitere Pflege der Kontakte.

Essen, im Oktober. ZV-Präsident und LIM von NRW, Heiz Mohr, besucht die Freisprechungsfeier in Essen. 13 junge Handwerker werden von OM Bernhard Dangelmaier als Gesellen in die Zunft aufgenommen.

Stuttgart, am 24. November. Vorstandsitzung des LIV Baden-Württemberg. Thema: Betreuung des Berufsnachwuchses. Dem ZV wird eine Resolution zugeleitet.

Pforzheim, am 7. Dezember. Jahreshauptversammlung bei Kollmar & Jourdan. Der Umsatz konnte, im Vergleich zum Vorjahr, um 19% gesteigert werden.

1958

Berlin, am 7. Januar. Senatsbeschluss Nr. 4019/58, das Vermögen des RV wird auf den ZV übertragen. Noch am gleichen Tag legt der Berliner Juwelierverband gegen diesen ­Beschluss der Vermögensübertragung Einspruch ein. Der Einspruch wird später frist­gerecht vom Juwelierverband zurückgenommen!

Hanau, am 19. März. Das Deutsche Goldschmiedehaus kann genau 13 Jahre nach seiner vollständigen Zerstörung, wieder aufgebaut, eingeweiht werden.

Hanau, am 29. April. Bundespräsident Prof. Theodor Heuss besucht das Deutsche Goldschmiedehaus.

Berlin, am 6. Mai. Goldschmiedehaus. Das Finanzamt Tiergarten erlässt dem ZV die Grundsteuer für 1957 auf das Grundstück, Berlin, Kluckstraße 21, „da es ohne Ertrag gewesen" (Ruine, sonst 912,- DM Grundsteuer).

DDR, am 28. Mai. Die Volkskammer hat die Abschaffung der Lebensmittelkarten zum 1. Juni beschlossen.

Trier, am 29. Mai bis 3. Juni. Auf dem Goldschmiede-Tag wird erstmalig die auf Anregung des Vorstandes geschaffene „Goldene Ehrennadel" vorgestellt. Die Nadel ist in 750/- Gold gefertigt und mit dem Verbandsemblem, in Karneol geschnitten, versehen. Die Nadel wird in Verbindung mit einer Urkunde an Günter Winkler, Arnold Wächter, Albert Litzinger, Fritz Raig, K.H. Bräutigam und Fritz Schneider verliehen. Bis 1972 erhielten insgesamt 11 verdiente Goldschmiedemeister diese hohe Auszeichnung. Präsident Mohr begrüßt die Delegationen aus Luxemburg, dem Saarland und die LIM aus Österreich und Norwegen und bedauerte das Fehlen der Delegation aus der Sowjetzone, da die Ausreise untersagt wurde. Themen: Einführung einer „Positivliste" des Handwerks, der Begriff „Juwelier"; Lastenausgleichsangelegenheiten; einheitliche Gesellen- und Meisterbriefe; die Verlustrechnung der Industrie; Mitgliederwerbung; Einführung eines Schmuckwettbewerbes und die Beteiligung an der Handwerksmesse München. Einführung eines „Kavalierdienstes" für ein Damenprogramm auf den nächsten Tagungen.

Dresden / Sowjetunion. Die Schätze des Grünen Gewölbes und einiger anderer Museen werden auf Beschluss der Sowjet-Regierung wieder an die DDR übergeben. Bereits 1959 werden sie der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.

Köln, am 12. Juni. Eintragung des ZV in das Vereinsregister. „Zentralverband für das Juwelier-, Gold- und Silberschmiedehandwerk", Sitz Köln, Bergisch-Gladbacher Str. 119.

Berlin, am 11. Juli. ZV-Vermögen. Zum „Goldschmiedehaus-Grenztermin" wird J. B. Drechsel in die Kluckstraße geladen. Informiert wird darüber auch der Präsident Mohr.

Berlin, am 17. September. Das ZV-Objekt Blücherstraße hat einen EHW von 115.400,- DM. Im Februar des gleichen Jahres betrug der EHW noch 97.600,- DM. Grundbuch: Blücherstraße 19, Tempelhofer Vorstadt Band 35/ Blatt 2988/51.

Berlin, am 14. Oktober. Im Goldschmiedehaus des ZV - jetzt restlos vermietet - werden monatlich insgesamt 2.481,68 DM an Miete eingenommen. Die Geschäftsführerin für das Berlinvermögen ist Hildegard Gabriel-Radünz, Fasanenstraße 71. (Mit Wirkung vom 1. August 1958 ist Frau Hildegard Gabriel-Radünz als Geschäftsführerin für das Berlinvermögen eingesetzt.)

Köln-Tielenbruch, am 16. Oktober. Der ZV-Präsident Mohr informiert den ZV-Vorstand, die LIM und die Obermeister in einem Brief über den Sachstand des Berlinvermögens, das dem ZV am 7. Oktober übertragen wurde.

Ost-Berlin, am 2. November. Eröffnung einer Ausstellung auf der Museumsinsel mit Kunstschätzen, die 1945 in die Sowjetunion verschleppt und nun zurückgegeben wurden (darunter auch der Pergamonaltar).

DDR, am 8. Dezember. Die Volkskammer beschließt die Auflösung der Länderkammern in der DDR.

1959

Pforzheim, am 15. Januar. Tagung der Vereinigung der Bundesverbände des deutschen Schmuck- und Silberwarengewerbes im Industriehaus. Der ZV ist auf dieser Tagung durch den ZV-Präsidenten Herrn Mohr aus Köln vertreten.

Berlin, am 19. und 20. Februar. Der Vorstand des Zentralverbandes hält Sitzung. Beschäftigt wird sich mit der Vorbereitungsarbeit für die Zentralverbandstagung und dem „Berlinvermögen". Besichtigt wird das neuerworbene Haus des ZV in der Blücherstraße.

Augsburg, am 14. April. Die Goldschmiede Schmedding in Augsburg feiert 125-jähriges Bestehen. 1834 erhielt Carl Franz Schmedding von der Augsburger Goldschmiedzunft die Konzession. Seit der Zeit ist die Firma ununterbrochen in Familienbesitz. Jetziger Inhaber Carl August Schmedding.

Idar-Oberstein, am 18. April. Auf der ordentlichen Jahreshauptversammlung im Hotel Schützenhof beschließt die Versammlung in gemeinsamer, freiwilliger Arbeit eine Obermeisterkette anzufertigen. Zur Erlangung von Entwürfen hierzu wird ein Wettbewerb ausgeschrieben.

Wolfenbüttel, am 18. April. In der Lange Herzogstraße 42 eröffnet Eberhard Rullkötter ein neues Geschäft mit Werkstatt.

Düsseldorf / DGZ Nr. 4. Der ZV hat das Vorhaben, ein Schmuckarchiv mit sämtlichen dazugehörigen Unterlagen zu schaffen realisiert. Es wird berichtet, dass gute Voraussetzungen dafür geschaffen seien und dass Bildmaterial bereits in das Schmuckarchiv eingeordnet sei. Allein die Tatsache, dass der ZV alljährlich einen Schmuckwettbewerb veranstalten will, bedinge schon die Anlegung einer solchen Datei.

Stuttgart, am 26. April. Vorstandsitzung des Landesverbandes. Landesinnungsmeister Prof. Möhler begrüßt eine erfreuliche Anzahl von Obermeistern und hebt die Stellung zum ZV eingehend hervor. Der Verkauf von Schmuckwaren im Warenhaus und beim Juwelier und der auftauchende billige italienische Schmuck erfahren eine tiefgründige Beleuchtung im freien Wettbewerb.

Soltau, vom 6. bis 10. Mai. Im Haus Heidland wird die Zentralverbandstagung für das Juwelier-, Gold- und Silberschmiedehandwerk ausgerichtet.
Der Präsident Heinz Mohr fasst die Hauptziele in 4 Punkten zusammen:
1. Die Geschlossenheit des Berufes herzustellen, ist das große Aufgabengebiet.
2. Die Leistungsfähigkeit des Berufes sicherzustellen, ist das zweite Arbeitsgebiet.
3. Das Ansehen des gesamten Berufsstandes in der Öffentlichkeit zu wahren, zu mehren und zu stärken, umfasst ein weiteres Gebiet unserer Arbeit.
4. Die Berufsorganisation hat schließlich die Aufgabe, die berechtigten Interessen des gesamten Berufsstandes gegen jedermann nach außenhin zu vertreten und wenn notwendig, mit dem Einsatz aller verfügbaren Mittel zu verteidigen.
Die Mitgliederversammlung beschließt eine Satzungsänderung. 1. Vorsitzender Heinz Mohr, 2. Vorsitzender Carl A. Schmedding, Geschäftsführer Dr. Hermann Müller, Köln, Hohenzollernring 74.

München, am 11. Mai. Obermeister Friedrich Raig wird 60 Jahre alt. Aus diesem Anlass finden sich der Innungsausschuss und namhafte Vertreter vom Fach, den Schulen und aus dem öffentlichen Leben ein.

DDR. Von insgesamt 7.919.727 Beschäftigten waren 434.749 im Handwerk tätig. Von den 359.132 Lehrlingen sind 47.026 im Handwerk beschäftigt. Goldschmiedelehrlinge insgesamt in der DDR: 138. Recklinghausen. Der Obermeister der Innung Gelsenkirchen, Herr Stein, verstirbt. Zum neuen Obermeister wird Goldschmiedemeister Kapteina, aus Gelsenkirchen gewählt.

Frankfurt/M., am 13. Mai. Zwecks Löschung der Hypothek von insgesamt 7.396,81 DM wird ein Gemeinschaftskonto von der „Berliner Handelsgesellschaft" unter der Bezeichnung „Dr. Ing.h.c. Julius Springer und Zentralverband für das Juwelier-, Gold- und Silberschmiedehandwerk" unter der Nr. 8818 eröffnet. (Hypothek von Frau Marie von Waldheim, Grundstück Kluckstraße 21, Berlin. Verlagsbuchhändler Dr. Ing.h.c. J. Springer, Berlin-Zehlendorf.)

Stuttgart, am 28. Juni. Vorstandssitzung des ZV! Es wird beschlossen, in absehbarer Zeit, die Vermögen in Berlin zu besichtigen.

Berlin, am 20. Dezember. Die HYPO-Bank erklärt den Wert des Goldschmiede-Hauses, Blücherstraße 19.

1960

München, am 1. April. Goldschmiedemeister Friedrich Raig ist gestorben. Friedrich Raig ist am 11. Mai 1899 in München geboren, war von 1949 bis zu seinem Tode Obermeister der Innung München und LIM. Träger der Goldenen Ehrennadel des ZV. Zum neuen Obermeister der Innung München-Oberbayern wird Friedrich Paul (geb. 10.6.1904 in München) gewählt. Er übernimmt auch im gleichen Jahr die Aufgabe des stellvertretenden LIM Bayerns.

Dortmund, im April. Auf der Jahreshauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung werden alle Ehrenamtsträger für die neue Wahlperiode bestätigt. Starke Kritik wird an den Direktverkäufen geübt, die Großhandlungen bzw. Hersteller an Privatpersonen vornehmen. Karl-Marx-Stadt (DDR). Im „Fall" Beschor, Tröber, Graichen und einem Preisprüfer des Rates berichtet die Presse reißerisch und heizt die Gemüter der Leute auf. So hätte der Finanzbeamte Geschenke angenommen. Berichtet wird von einem Brillantring im Wert von 2.500 Mark, von einem Ring im Wert von 1.000 Mark und von einem Türkisring für 270 Mark.

Köln, im Mai. Neuer Obermeister der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung wird A. Wortmann. Geboren 1904, 1923 Gesellenprüfung mit Auszeichnung. Studium an den Kölner Werkschulen.

Berlin, am 10. Mai. Auf der Jahresversammlung der Berliner Gold- und Silberschmiede­innung wird Goldschmiedemeister Erich Schultz, Berlin-Wilmersdorf, zum neuen Obermeister gewählt.

Freiberg / Halsbrücke (DDR) am 10. Mai. Eine sozialistische Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von Dipl.-Ingenieur Richter, Dr. Ing. Schlegel, Ing. Leuchte und weiteren Mitarbeitern führte gemeinsam mit dem LEW Hennigsdorf eine Schutzgasglühanlage für Edelmetallhalbzeuge in die Produktion ein. Die Einführung bedeutet eine Steigerung der Arbeitsproduktivität und eine Einsparung von 104.420,- Mark.

Nürnberg. Obermeister Adolf Erdl (geb. 3.4.1933) wird Werkstattleiter in einem führenden Nürnberger Juweliergeschäft.

Hamburg, am 8. Juni. Kabinettmeister Heiner Koch stirbt in Hamburg im Alter von fast 89 Jahren. Er ist Vater des Landesinnungsmeisters Jean Koch und konnte noch erleben, dass sein Enkel Jean Koch jun. kürzlich Landessieger bei der Gesellenprüfung wurde.

BRD, „G+S / U/S", im Juni. Der Münsteraner Obermeister Werner Fischer schreibt in die Zeitung ein Geleitwort für den Goldschmiedetag 1960 in Münster.

Münster, vom 7. bis 11. Juni. Tagung des Zentralverbandes der Juweliere, Gold- und Silberschmiede im Bahnhofshotel. Empfang beim Oberbürgermeister Dr. Busso Peus mit der Überreichung des silbernen Tellers durch den Obermeister Werner Fischer. Zum Festakt im Rathaus sind 300 Gäste anwesend. Begrüßung neuer Obermeister: Erich Schultz, Berlin; Alois Wortmann, Köln; P. G. Hartkopf, Düsseldorf; Paul Kapteina; Hans Ziegler, Nürnberg. Themen: Schaffung von Arbeitskreisen, Errichtung von Betriebsberatungsstellen, Fragen zur Punzierungspflicht.

Schmuckwettbewerb im Landesmuseum: Halsschmuck: 1. Preis: Hildegard Buchmann, Schwäb. Gmünd; 2. Preis: Helga Zhoms, Bad Hersfeld; 3. Preis: Reinhard Rischke, Düsseldorf. Taufschale: 1. Preis: Wolfgang Schwarzer, Pforzheim; 2. Preis: Dörte Bierkämpfer, Berlin; 3. Preis: Hedwig von Eickstedt, Pforzheim.

Köln. Goldschmiedemeister Fritz Ziehgruber restauriert in 4-jähriger Arbeit den berühmten Dreikönigsschrein.

Braunschweig / Hamburg im Juni. Die Lehrlinge und Ausbilder unternehmen eine Studienfahrt zur Degussa nach Hamburg.

Heiligendamm (DDR). Anlässlich der Feierlichkeiten zum 10. Jahrestag der Fachschule für angewandte Kunst Heiligendamm findet erstmalig eine Zusammenkunft der Absolventen der Abteilung Schmuckgestaltung statt.

Berlin am 20. Juni. Fritz Hagenmeyer, Teilhaber des Handelshauses Hagenmeyer & Kirchner, kann seinen 70. Geburtstag feiern. Heiligendamm. An der „Fachschule für angewandte Kunst" lehrt Erhard Brepohl bis 1991. (Seit 1985 „doktor philosophiae".)

Berlin-West, am 5. Juli. In Berlin stirbt J. B. Drechsel. Drechsel war von 1952 bis 1960 Obermeister von West-Berlin.

West-Berlin, am 13. Juli. Das „ZV-Gelände" Kluckstraße 21 ist beräumt und neu vermessen. Eintragung im Grundbuch: Bauplatz, 499 qm, Flurgrundstück Nr. 3973.

Bundesrepublik Deutschland, am 9. August. Das Jugendarbeitsschutzgesetz tritt in Kraft. Das Mindestalter für eine Beschäftigung wird auf 14 Jahre festgelegt und die Akkord- und Fließbandarbeit für Jugendliche verboten.

Münster, am 17. September. Für das Ratssilber der Stadt stiftet anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens die Schmuck- und Uhrengroßhandlung Carl Engelkemper, im Zwei-Löwen-Club, einen silbernen Teller.

Düsseldorf, vom 22. bis 24. September. Internationaler Kongress für Goldschmiedekunst der Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V., Hamburg, wird ausgerichtet (siehe Programm).

Karl-Marx-Stadt (DDR), am 1. Oktober. In der „Freien Presse" werden die Urteile gegen die Juweliere Tröber, Graichen und Beschor verkündet.
Tröber: 2,5 Jahre Gefängnis + 15.000 Mark Geldstrafe + Einzug einer Münzsammlung und Schmuck + 3 Jahre Gewerbeentzug.
Beschor: 8 Monate Gefängnis + 1000 Mark Geldstrafe.
Graichen: 5 Monate Gefängnis + 500 Mark Geldstrafe.

Bremen. Hans Bergner wird Mitglied der AKO (Arbeitsgruppe Kunsthandwerk Oldenburg).

Düsseldorf. Paul G. Hartkopf (geb. 21.5.1925 in Naumburg/Saale) wird Obermeister der Innung Düsseldorf.

1961-1970

Deutschland, am 1. Januar. Der Interzonenhandel zwischen der Bundesrepublik und der DDR wird wieder aufgenommen.

West-Berlin, am 1. März. Neuregelung für Gewerbemieten in Berlin/West. Zulässige Erhöhung der Grundmiete um 75%.

Köln / Berlin, vom 24. bis 26. März. Drei Mitglieder des ZV-Vorstandes reisen nach West-Berlin um den Grundbesitz des ZV zu besichtigen und Verhandlungen mit den Behörden zu führen (Vors. H. Mohr, Paul Schmitt, Geschäftsführer Dr. Müller). Prüfung der Buchführung von Frau Gabriel-Radünz. Zeitraum 1.4.1959 bis 31.12.1960. – Keine Beanstandungen – Besichtigung des Hauses Blücherstraße mit

Obermeister Schultz. Absprachen über notwendige Baumaßnahmen.

DDR, am 12. April. Die Volkskammer beschließt das „Gesetzbuch der Arbeit". Es regelt die Positionen des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) im Rahmen der DDR-Planwirtschaft und die Position der Arbeiter in den Betrieben.

Hanau, vom 11. bis 14. Mai. Goldschmiede-Kongress in der Stadthalle. Begrüßung und Eröffnung durch den LIM Hessen, Karl H. Bräutigam. Ehrengäste: Prof. Dr. Reuß, Hessisches Wirtschaftsministerium; Präs. Schöppler, Hessisches Handwerk; Oberbürgermeister Fischer. Präsident Mohr überreicht dem Oberbürgermeister Fischer eine Silberschale aus dem Hause Schmedding in Augsburg. Er nimmt zu den Aufgaben der Berufsfachschule Stellung und betont die positive Einstellung der Branche. Seinen Gruß an die Kollegen der Ostzone, die leider nicht teilnehmen können, formuliert Heinz Mohr mit den Worten: „Haltet Bindung untereinander und seid guter Hoffnung. Wir werden unsere geistige Bindung mit Euch nie aufgeben!" Themen der Tagung ist das Berlinvermögen. Es wird beschlossen, das Grundstück Kluckstraße an die Stadt Berlin zu verkaufen, da eine Bebauung nicht möglich ist. OM Schultz, Berlin, wird beauftragt die Verhandlungen zu führen. Erstmals nimmt nach dem Anschluss des Saarlandes OM Fritz Krämer, Saarbrücken, an der Tagung teil. Der ZV erwirbt eine Mitgliedschaft beim „Deutschen Goldschmiedehaus". Ausstellungen in Hanau: LIV's im Goldschmiedehaus: „Weg und Zeit, eine Dokumentation" (Schülerarbeiten) und III. Preisausschreiben (Wettbewerb des ZV) zum Thema Ansteckschmuck in der Zeichenakademie.

DDR, am 1. August. Die Regierung der DDR kündigt Beschränkungen im innerdeutschen Reiseverkehr an.

Berlin am 13. August. In Berlin wird eine Mauer errichtet, die „Antifaschistischer Schutzwall" von der Obrigkeit genannt wird. Bis 1961 zählte man insgesamt 3,5 Millionen Flüchtlinge von Ost nach West.

Ost-Berlin, am 7. September. Ost-Berlin wird als Hauptstadt der DDR zum 15. Bezirk der DDR erklärt.

Dresden (DDR), am 17. Oktober. In Dresden legen 12 Goldschmiede die Meisterprüfung ab. Davon waren 7 aus dem Bezirk Karl-Marx-Stadt. Reiner Georgie, Uwe Hübsch, Hugo ­Petry, Gerthold Bretschneider, Hans-Heinrich Träger, Günter Poppitz und Herr Bennewitz. Die Meisterbriefe wurden mit dem Stempel versehen: „Handwerkskammer des Bezirkes Dresden – Land Sachsen –". Obermeister der Dresdner Berufsgruppe: Willy Richter.

1962

Dresden (DDR). Prof. Manfred v. Ardenne entwickelt einen künstlichen „Edelstein", der dem Aussehen des Diamanten nahe kommt. Der Stein wird auf den Namen Fabulit getauft, und den Goldschmieden Mayer und Gerlach aus Freiberg gebührt die Ehre, die ­ersten Schmuckstücke aus ihnen fertigen zu dürfen. Saarbrücken. Helmut Lang (geb. 24.8.1906 in Saarbrücken) wird zum Landesinnungsmeister für das Saarland gewählt.

Freiberg (DDR). Goldschmiedemeister Horst Gerlach wird für seine besonderen Leistungen im Handwerk mit dem Titel „Anerkannter Kunsthandwerker" ausgezeichnet. Bonn, vom 24. bis 27. Mai. Internationaler Goldschmiedekongress in der Beethoven-Halle. Der Kongress steht unter dem Motto: „Das Schaffen der Gold- und Silberschmiede in europäischer Sicht." Die Teilnehmer reisen aus ganz Europa an. In der Beethoven-Halle wird die Ausstellung des Wettbewerbes „Kelch und Armschmuck" gezeigt. Der Wert der Stücke wird auf über 3 Millionen DM angegeben. Dr. Ehrhard und Gattin erscheinen zur Eröffnung persönlich. Bundeskanzler Adenauer und Dr. Gerstenmaier schicken ein Grußtelegramm. Paul G. Hartkopf, OM der Innung Düsseldorf wird in das Präsidium des ZV gewählt. Obermeister Atemar Frère wird in den Vorstand des Zentralverbandes berufen. Ausgezeichnet wird ZV-Präsident Heinz Mohr aus Köln mit der Goldenen Ehrennadel des ZV.

Dresden (DDR), am 27. Juli. In Dresden stirbt Johannes Eckert. Er gehörte zu den berühmtesten deutschen Goldschmieden und entstammt einer traditionsreichen Goldschmiedefamilie. Auf seinem Gebiet war er ein umfassender Könner. Sein letztes Werk war die Rektor-Amtskette der Technischen Universität Dresden.

Bremen. Hans Bergner (geb. 11.10.1932) gründet mit seiner Gattin eine Goldschmiede in der Hansestadt.

DDR. Die erste Auflage des Buches „Theorie und Praxis des Goldschmieds" von Erhard Brepohl erscheint in einer Auflage von 3000 Stück.

DDR, am 23. November. Die SED veröffentlicht einen neuen Entwurf ihres Parteiprogramms, indem unter anderem der Führungsanspruch der SED und die nationale Einheit zur Reform des Wirtschaftssystems festgeschrieben wird.

1963

Arnstadt (DDR). Die Zentralberufsschule „Tilman Riemenschneider" in Arnstadt eröffnet einen Leistungswettbewerb, an dem sich 46 Goldschmiede-, 5 Gürtler- und 10 Graveurlehrlinge beteiligen.

Hannover, im April. Georg Schlotter, Obermeister der Innung Lüneburg-Stade, wird zum stellv. Landesinnungsmeister gewählt.

Baden-Württemberg, am 9. Mai. Mit der Zustimmung der IG Metall zum Kompromiss der Tarifkommission über eine gestaffelte Lohnerhöhung endet der seit 29. März andauernde Streik der Metallarbeiter. Erstmals seit 1928 haben die Unternehmer auf einen Streik mit der geschlossenen Aussperrung im gesamten Tarifgebiet reagiert.

DDR, am 14. Mai. Das Zentralkomitee der SED und der Ministerrat beschließen die Einführung einer „Arbeiter- und Bauerninspektion" (ABI) als „Gesellschaftliches Kontrollorgan".

Braunschweig, am 20. Mai. Obermeister Arnold Wächter legt sein Amt, das er seit 1957 inne hat, nieder (ZV-Präsident von 1952 bis 1957).

Essen. Manfred Klein (geb. 3.5.1930 in Wuppertal) wird zum Obermeister der Innung Essen gewählt.

Bensheim - Auerbach, vom 23. bis 25. Mai. Jahrestagung des Zentralverbandes im Hotel Krone. Vorstellung neuer Obermeister: Werner Kölsch, Wuppertal; Werner Winkemann, Solingen; Gottfried Lubahn, Münster; Manfred Klein, Essen; Kurt Meier, Reutlingen; Otto Schulz, Wiesbaden. Fachvorträge: Prof. Eppler, Edelsteinkunde; Prof. Schrage, Gestaltung im Handwerk und C.H. Neumetzger über Aufgaben und Werbemaßnahmen des Diamant Komitees. Produktschau von Geräten für moderne Oberflächenbearbeitung. Der Berliner Obermeister Erich Schultz berichtet über den Sachstand des Berlinvermögens. Der Verkehrswert des Grundstückes Kluckstraße bewegt sich bei ca. 85,- DM pro Quadratmeter. Kiel. Gerhard Lehmann (geb. 15.3.1921 in Kiel) wird zum Obermeister gewählt.

DDR. Der Stundenverrechnungssatz eines selbstständigen Goldschmieds (Ortsgruppe II) liegt bei 3,14 Mark.

Solingen. Zum neuen Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung Solingen wird Werner Winkemann (geb. 1910) gewählt.

Hanau. Obermeister Werner Fischer beginnt ein Studium an der Zeichenakademie. Köln, am 19. September. ZV-Präsident Mohr teilt dem Berliner Obermeister Schultz mit, dass das Grundstück Kluckstraße 21 zu einem Preis von 32.435,- DM an die Stadt Berlin verkauft werden soll. Grundbuch (Lützowviertel Band 14, Blatt 406, Lastenwechsel am 1.4.1964)

DDR am 15. November. Die Richtlinie über den „Verkauf von Goldschmuck gegen Abgabe von Altgold" - eine Mitteilung des Ministeriums für H & V – wird erlassen. Angestrebt wird ein Netz von „Spezialverkaufsstellen" (sprich HO!). „Die Einschaltung der Münze als Zwischenglied in der Goldverrechnung zwischen Handel und Produktion bringt für den Verkauf von Goldschmuck gegen Abgabe von Altgold wesentliche ökonomische Vorteile". (Sprich die totale Kontrolle der Kundschaft!)

Freiburg / Baden. Franz Spintzig (geb. 25.5.1907) wird zum Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung gewählt.

Deutschland, am 17. Dezember. Unterzeichnung des 1. Passierscheinabkommens zwischen der Bundesrepublik und der DDR, das den Besuch von West-Berlinern in Ost-Berlin über die Weihnachtsfeiertage und Silvester regelt. Damit öffnen sich erstmals seit dem Mauerbau wieder die Sektorenübergänge.

1964

DDR, am 2. Januar. In der DDR werden neue Personalausweise mit dem zusätzlichen Vermerk „Bürger der Deutschen Demokratischen Republik" ausgegeben.

Bonn, am 14. Februar. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik konstituiert sich. Die sogenannten „fünf Weisen" werden vom Bundespräsidenten als unabhängige Gutachter berufen.

Bitterfeld (DDR), am 24. und 25. April. Die 2. Bitterfelder Konferenz für sozialistische Nationalkultur in der DDR räumt ein, dass die Erwartungen in das Kulturprogramm von 1959 nicht erfüllt worden sind. Köln. 1000 Jahre Goldschmiedekunst in Köln mit Ausstellung in der Handwerkskammer.

Bielefeld. Unter Leitung des OM Wilhelm Holtmann wird mit der Fertigung einer OM-Kette begonnen, die 1971 unter Mitwirkung der gesamten Innung, fertig gestellt wird.

Bamberg, vom 28. bis 31. Mai. Jahrestagung des Zentralverbandes der Juweliere, Gold- und Silberschmiede im Hotel Bamberger Hof. Auf der Tagung wird beschlossen, den Benvenuto-Cellini-Preis zu stiften. In der Präambel heißt es: „Der Benvenuto-Cellini-Wettbewerb soll dokumentieren, dass, wie zu Zeiten Benvenuto Cellinis, die Werkstatt auch heute Quelle der handwerklichen und künstlerischen Kräfte der Gold- und Silberschmiede ist, d.h. die schöpferische Möglichkeit, eine Idee über den Entwurf bis zur vollendeten Arbeit aus eigener Kraft zu verwirklichen." Neue Obermeister: Gerhard Lehmann, Kiel; Rudolf Lehmann, Nordstemmen; Berthold Steiber, Freiburg. Wichtiges Thema auf der Tagung ist der Versuch einer einheitlichen Punzierung in Europa.

Görlitz (DDR), am 13. Mai. Goldschmiedemeister Lothar Voigt wird zum Obermeister der Berufsgruppe „Ostsachsen" gewählt. Die Aufgabe als Lehrlingsobmann hat noch Harald Wolter aus Zittau inne. Nach seinem Tode übernimmt das Amt Kollege Christian Lange aus Zittau. Wiesbaden. Otto Schulz (geb. 3.6.1907 in Berlin) wird zum Obermeister der Innung Wiesbaden gewählt. Er war bereits 2 Jahre Geschäftsführer der Innung.

Karl-Marx-Stadt (DDR), am 19. Juni. GSM Karl Funcke wird von der Abteilung Finanzen der Stadt beauflagt, einem Kunden 9,40 M zurückzuerstatten, die er angeblich bei einem Trauringauftrag dem Kunden zuviel berechnet hätte. (Der zulässige Preis der Trauringe: 7 mm breit, Sonderanfertigung: 39,10 M.) Diese schikanösen Preisüberprüfungen fallen in eine Zeit, in der man das private Handwerk in Genossenschaften zusammenschließen wollte!

Frankfurt/M., am 10. Juli. Die Ehrenplakette der Handwerkskammer wird dem Goldschmiedemeister K.H. Bräutigam verliehen.

DDR, am 1. August. Neue Banknoten mit der Bezeichnung „Mark der deutschen Notenbank" werden ausgegeben. Memmingen, im August. Hans Kühn (geb. 30.4.1922) gründet seine Goldschmiede.

DDR. Die Zeitschrift „Uhren und Schmuck" erscheint zum ersten Mal.

DDR, am 9. September. Der Ministerrat der DDR beschließt die Möglichkeit einer Besuchsreise jährlich von Bürgern der DDR im Rentenalter in die Bundesrepublik und nach West-Berlin.

Bonn, am 16. September. Die Bundesregierung beschließt die Gründung einer „Stiftung Warentest" mit Sitz in West-Berlin. Die Institution zum Schutz der Verbraucher wird durch den Bundeshaushalt finanziert.

Hildesheim. Rudolf Lehmann (geb. 19.7.1924 in Heyersum) wird zum Obermeister der Innung Hildesheim gewählt.

Köln. Die Goldschmiede feiern „1000 Jahre Goldschmiedekunst Köln". Dazu eine Ausstellung in der Handwerkskammer mit Arbeiten aus der heutigen Zeit.

1965

Karlsruhe, am 16. Januar. Das Bundesverfassungsgericht beurteilt den Interzonenhandel weiterhin „als auf der Rechtsgrundlage alliierter Gesetze basierender Binnenhandel besonderer Art". Die Grenze zwischen der Bundesrepublik und der DDR ist dementsprechend keine Zollgrenze.

Bonn, am 27. Januar. Der Bundestag verabschiedet ein Gesetz über Hilfsmaßnahmen für deutsche Flüchtlinge aus der DDR.

Pforzheim, im März. 1. Internationaler Schmuckwettbewerb des Schmuckmuseums Pforzheim. Ausgeschrieben ist Ohrschmuck.

Bundesrepublik Deutschland, am 23. März. Der Deutsche Gewerkschaftsbund verabschiedet sein zweites Aktionsprogramm. Unter anderem wird das 13. Monatsgehalt, ein Mindesturlaub von vier Wochen, die Herabsetzung der Altersgrenze in der Rentenversicherung, die Einführung eines zehnten Schuljahres und bezahlter Bildungsurlaub gefordert.

West-Berlin, am 21. April. Kassenprüfung des Berlinvermögens von H. Mohr, Albert Litzinger und Werner Omanowsky. Die Herren Mohr und Litzinger logieren im Flughafen-Hotel Tempelhof, Platz der Luftbrücke.

Görlitz (DDR). Görlitz zeigt „400-jährige Goldschmiedetradition Ostsachsens" auf einer Ausstellung. Motto: Schmuck aus vier Jahrhunderten.

West-Berlin, vom 2. bis 7. Juni. Deutscher Goldschmiedekongress des Zentralverbandes der Deutschen Juweliere, Gold- und Silberschmiede. Mitglieder: 1.494
Zum Schirmherrn der ZV-Tagung erklärt sich der Berliner Oberbürgermeister Willy Brandt bereit. Organisator der Tagung ist Landesinnungsmeister Erich Schultz und der Präsident der HWK Herbert Snigola.
Erstmals werden Preise für den Cellini-Wettbewerb im Charlottenburger Schloss verliehen (420 Einsendungen). Preisträger Goldmedaille: Bernd Abt, Karlsruhe; Max Heidemann, Berlin; Hans Markl, Berlin. Silbermedaille: H.U. Bullermann, Steinheim; Hubertus Holland, Nürnberg; Peter Tauchnitz, Berlin; Peter Thate, Osterrath; Peter Schmid, München; Klaus Zeitz, Essen.
ZV-Vorstandswahlen: 1. Vors. Heinz Mohr, 2. Vors. Karl Bräutigam.
Beiräte: Atemar Frère, Trier; Paul G. Hartkopf, Düsseldorf; Jean Koch, Hamburg; Fried­rich Paul, München; Georg Schlotter, Celle; Erich Schultz, Berlin.
Thema: Punzierung. Einführung von Schauzeichen für Betriebe im Rahmen der EWG.
Vorträge: Berliner Silber in 3 Jahrhunderten, Dr. Scheffler.
Natur, Entwurf, Goldschmiedekunst, Hans Markl.
Transluzide Naturachate, Hans Flüchter.
Erstmals findet ein Junggoldschmiedetreffen in der Kongresshalle mit 450 Lehrlingen und Gesellen statt.

Braunschweig. Die Auszubildenden und ihre Meister unternehmen eine Exkursion in die Edelsteinstadt Idar-Oberstein.

Pforzheim. Hermann Leppert (geb. 16.4.1914 in Pforzheim) wird in die Internationale Experten-Union als Sachverständiger berufen. 1969 wird er zum Obermeister in Pforzheim gewählt.

Bonn, am 20. Oktober. Ludwig Erhard wird zum Bundeskanzler gewählt.

DDR, am 18. Dezember. Bildung des Staatssekretariats für gesamtdeutsche Fragen in der DDR.

Bonn, am 28. Dezember. Novellierung der Handwerksordnung, Trennung von Gold- und Silberschmied in der Anlage A (Positivliste). Der Silberschmied ist ein eigenständiger Beruf.

1966

West-Berlin, am 1. Januar. Mieterhöhung bei Altbauten bis zu 25%.

Halle (DDR). Professor Joachim Fitzermann wird Prorektor an der "Burg" in Halle.

Schwäbisch Gmünd. Peter Ferner, Silberschmiedemeister (geb. 20.8.1928 in Schwäb. Gmünd) wird zum Obermeister gewählt.

DDR, am 16. März. Neues Gesetz über die Besteuerung im Handwerk wird verabschiedet.

Hamburg, am 1. April. In der Universität werden die Preise für den erstmalig ausgetragenen Wettbewerb „Jugend forscht" vergeben.

Zwickau (DDR). Das Edelmetallkontingent für die Berufsgruppe Zwickau - zu der 2 Stadtkreise und 10 Landkreise gehören - beträgt im Jahre 3.176 Gramm Feingold. Diese Zuteilung teilen sich 27 Betriebe.

Hannover, im April. Goldschmiedemeister Georg Schlotter wird LIM in Niedersachsen. Herr Schlotter wurde am 10. Dezember 1919 in Hildesheim geboren. Lehre von 1934 bis 1938. Am 5. Mai 1948 Meisterprüfung. Seit 1.2.1951 selbstständig in Celle. Obermeister der Innung Lüneburg-Stade im April 1961. Seit Juni 1965 Vorstandsmitglied im ZV.

West-Berlin, am 11. Mai. Im Amtsgericht Tempelhof wird der Rechtsstreit des ZV gegen die Mieterin Frieda Klingbeil, Blücherstraße 19, verhandelt. Der ZV strebt die Zwangsräumung der Wohnung an, da der Sohn der Mieterin die Mitmieter permanent terrorisiert. („Zimmer, Küche und Nebengelass, Monatsmiete: 54,17 DM.)

Hanau, im Mai. Studienrat und Goldschmiedemeister Siegfried Männle arbeitet mit 2 Assistenten in einem Labor von Degussa an neuartigem Email. Seine Neuentwicklungen werden schon sehnsüchtig am Markt erwartet.

Zwickau (DDR), am 16. Mai. Ergänzung zur Wettbewerbskonzeption des VEB Zwickauer Edelschmiede. Motto: „Durch sozialistische Rationalisierung zur Erhöhung des Nationaleinkommens – Aus dem Groschen die Mark."

Hanau, vom 19. bis 22. Mai. Gold- und Silberschmiedetage in Hanau, im Haus des Handwerks. Mitglieder im Zentralverband: 1.544. Begrüßung und Eröffnung im Schloss Phillippsruh mit dem Oberbürgermeister Dröse, dem Hessischen Minister für Wirtschaft Herr Arndt und Obermeister Fix aus Hanau. Für das Ratssilber der Stadt wird ein Silberleuchter dem Oberbürgermeister überreicht. Auf der Tagung wird die Anschaffung einer Präsidentenkette und die Einführung von Meisterzeichen für eingetragene Betriebe beschlossen. Neue Obermeister: Robert Stein, Recklinghausen, Helmut Christiansen, Innung Flensburg, und erneut Obermeister Werner Fischer, Innung Münster.

Heidelberg / Mannheim. Die Gold- und Silberschmiedeinnung Heidelberg-Mannheim wird gegründet. Zum OM wird Heinz Jarosch gewählt.

Trier, am 19. August. Fachabend der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung. OM Frère berichtet über die Ausstellung „Edle Steine im Hanauer Goldschmiedehaus" und hält dazu einen Vortrag über Edelsteine. Frère ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Edelsteinkunde.

Hanau, am 6. September. Anlässlich des 8. Internationalen Hanauer Diamant-Seminars findet das „Diamant-Festival 1966" statt. Landshut. Obermeister Karl Herzer sen. wird zum stellv. Landesinnungsmeister Bayern gewählt.

Pforzheim, am 16. September. Direktor Reinhard Kollmar (Fa. Kollmar & Jourdan) wird anlässlich seines 65. Geburtstages mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Bonn, am 30. September. Herausgabe der fachlichen Vorschriften zur Regelung des Lehrlingswesen und der Gesellenprüfung im Silberschmiedehandwerk. Erlass des Bundesministers für Wirtschaft.

Mainz. Hermann Kley (geb. 1924) wird zum Obermeister der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung Rheinhessen gewählt.

Pforzheim, im Oktober. Die Schmuck-Gemeinschaftswerbung e.V. bringt den „Schmuckkalender" und das Prospekt „Goldenes Make up?" heraus. Preise: Kalender pro Stück 0,28 DM, Prospekt pro Stück 0,10 DM.

Wuppertal. Günter Arhelger ( geb. 1930 in Dortmund) wird zum Obermeister der Innung gewählt.

Bonn, am 30. und 31. Oktober. Jahrestagung der Gesellschaft für Edelsteinkunde im Poppelsdorfer Schloss.

Bonn, am 1. Dezember. Kurt Georg Kiesinger wird zum Bundeskanzler einer Regierung der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD gewählt. Vizekanzler und Außenminister wird Willy Brandt.

Pforzheim, am 28. Dezember. Letzter Termin für die Beteiligung am Internationalen Schmuckwettbewerb 1966. Thema: „Armband in Gold".1967

Bonn, am 14. Februar. Auf Initiative des Bundeswirtschaftsministers Karl Schiller kommen Vertreter von Arbeitnehmer- und Unternehmerverbänden sowie des volkswirtschaftlichen Sachverständigenrates und der Bundesregierung zu informellen Gesprächen über eine „Konzertierte Aktion" zusammen, mit der die Rezession bekämpft werden soll.

DDR, am 20. Februar. Die Volkskammer der DDR verabschiedet das Gesetz über die Staatsangehörigkeit der Deutschen Demokratischen Republik und proklamiert damit eine eigene DDR-Staatsnation. Damit reagiert die DDR auf den Alleinvertretungsanspruch der Bundesrepublik.

Hannover, im März. Robert Köthe (geb. 29.7.1931 in Hannover) wird zum Obermeister gewählt.

DDR, im März. In der „Uhren und Schmuck" März 1967, erscheint ein Artikel mit der Überschrift: „Der Beitrag des Uhren-, und Schmuckhandels zur Vorbereitung des VII. Parteitages der SED." Das einzige Bemerkenswerte an diesem Artikel ist, dass von den Autoren einer Flasche und der andere Hoffmann heißt.

Pforzheim, am 17. März. 2. Internationaler Schmuckwettbewerb des Pforzheimer Schmuckmuseums. Zu Ausschreibung gelangt Halsschmuck.

Hamburg. Die Hamburger Goldschmiedeinnung stellt den Antrag eine Kette für den Zentralverbandspräsidenten zu schaffen. Aus einem Wettbewerb wird der Entwurf von Peter Tauchnitz aus Berlin favorisiert. Die Ausführung der Kette wird ebenfalls Peter Tauchnitz übertragen. Die Kette ist aus über 400 Punzierungszeichen alter deutscher Goldschmiedemeister in 750 Gold geschaffen. In einem großen runden Amethyst in der Mitte des Anhängers ist das Wappen des Zentralverbandes eingeschnitten. Die Wappen der Bundesländer und des Landes Berlin sind um den Amethyst platziert. Die nicht geschnittenen Steine sind für die Wappen der deutschen Länder reserviert, die bei einer glücklichen Wiedervereinigung in der Kette ihren Platz finden sollen.

Pforzheim, vom 4. bis 6. Mai. Tagung des Zentralverbandes der Deutschen Juweliere, Gold- und Silberschmiede in der Goldstadt. Mitglieder: 1.562. Eröffnung im Reuchlinhaus im Beisein von Bürgermeister Dr. Klein; Herrn Huber, Präs. der Industrie- und Handelskammer; Herrn Beck, Vertr. der Schmuckindustrie und die Oberbürgermeister Dröse, Hanau, und Scheffold, Schwäb. Gmünd. Themen: Punzierungszeichen: Großes D mit innen einer Innungszahl und dem Meisterzeichen. Peter Tauchnitz erhält den Zuschlag für die Herstellung der Präsidentenkette. Fachliche Vorschriften für die „Nebenberufe" wie Edelsteinfasser, Uhrgehäusemacher, Emailleur und Polierer werden erarbeitet sowie die Meisterprüfung im Silberschmiedehandwerk erstellt.

Frankfurt/M., am 28. Juli. Das Bundesverdienstkreuz am Bande erhält für seine Leistungen um den Berufsstand K.H. Bräutigam.

Bundesrepublik Deutschland, am 25. August. ARD und ZDF treten in das Farbfernseh-Zeitalter ein. Die Live-Fernsehshow „Der goldene Schuß" ist die erste Farbsendung, die das ZDF ausstrahlt.

Görlitz (DDR), im Herbst. „VEB Görlitzer Schmuck- und Silberwarenindustrie" weihen im Herbst ihre neue Lehrwerkstatt ein. Hannover. Mit dem Bundesverdienstkreuz I. Klasse wird Ehrenlandesinnungsmeister Fritz Schneider ausgezeichnet.

Zwickau, im September. In der Wettbewerbskonzeption der Zwickauer Edelschmiede wird die Losung vom VEB Strickmaschinenbau Karl-Marx-Stadt übernommen: „Rationeller produzieren – für Dich – für Deinen Betrieb – für unsern sozialistischen Friedensstaat – dem VII. Parteitag entgegen".

1967

Hanau. F. R. Wilm vermacht testamentarisch seine Kunst- und Fachbibliothek von über 1000 Bänden der vom Zentralverband und der Stadt Hanau neugegründeten Bibliothek im Goldschmiedehaus.

Bonn, am 30. September. In der Bundesrepublik gibt es 2.788 selbstständige Goldschmiede, die insgesamt 10.436 Mitarbeiter beschäftigen.

Lüneburg, am 15. Oktober. LIV-Tagung der Verbände Niedersachsen, Berlin, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein.
Thema: Ausbildungs- und Prüfungswesen, das bereits 1955 von Fritz Schneider, Raig und Oberlehrer Hostmann vorbereitet wurde, in die Tat umzusetzen.

Bonn. Carl Wilhelm Garbers ( geb. 1933 in Hamburg) gründet seine eigene Goldschmiede. Er wird 1972 zum Obermeister der Bonner Innung gewählt. (Löst OM Emil Rodd ab.)

Leipzig (DDR), im Oktober. Die Goldschmiedeobermeister der DDR treffen sich in Leipzig.

1968

Bundesrepublik Deutschland, am 1. Januar. In der Bundesrepublik wird die Bruttoumsatzsteuer durch die Mehrwertsteuer ersetzt. Außerdem wird die Versicherungspflichtgrenze für Angestellte aufgehoben, womit deren Rentenversicherung der geltenden Regelung für Arbeiter angeglichen wird.

Hanau, im Januar. Michael Heynen, Lehrer an der Zeichenakademie, veröffentlicht in der „Goldschmiede Zeitung" seine 11. Fortsetzung „Gestaltungslehre".

DDR, ab Januar. 1968 erscheint die Fachzeitschrift „Uhren und Schmuck" wieder monatlich und kostet pro Heft 4,50 Mark.

Berlin, am 2. Februar. Jahreshauptversammlung der Goldschmiede-Innung. OM Schöneberg berichtet, dass die Innung jetzt 119 Mitglieder zählt. Die Innungsmitglieder werden aufgefordert, einen freiwilligen Beitrag für die Amtskette des ZV-Präsidenten zu ­leisten.

BRD, am 1. Februar.

Die Edelmetallpreise:

Feingold à Gramm: 4,80 DM, Feinsilber à Gramm: 0,26 DM, Platin à Gramm: 28,25 DM.

Pforzheim, am 6. Februar. Prof. Theodor Wende stirbt im Alter von 84 Jahren. Wende, in Berlin geboren, arbeitete unter anderem als Goldschmiedemeister in Dresden und war bis zu seiner Pensionierung an der Badischen Kunstgewerbeschule Pforzheim tätig.

Augsburg. Goldschmiedemeister Schmedding legt das Amt des OM nieder. Schmedding wurde am 11. August 1893 in Augsburg geboren. Er lernte den Beruf bei seinem Vater, Gesellenprüfung am 4. 4. 1911. War tätig in mehreren großen Städten Europas. Meisterprüfung am 2.3.1921. Bis 1966 Obermeister. Goldene Ehrennadel des ZV 1961.

Hamburg, am 8. März. J. Friedrich Goldemann ist im Alter von 63 Jahren verstorben. Goldemann fertigte u.a. für den Schah von Persien auserlesenen Schmuck und verfasste das Buch „Das Edelmetallgewerbe". Münster, im Frühjahr. Im Bürgersaal des historischen Rathauses stellt die Goldschmiede-Innung in 10 Vitrinen ihre Arbeiten aus. Der Erfolg der Ausstellung ist auf die Initiative von OM Werner Fischer zurückzuführen.

München, vom 14. bis 17. März. Deutscher-Goldschmiede-Kongress in München, verbunden mit dem 2. Benvenuto-Cellini-Wettbewerb im Rahmen der Handwerksmesse. Es laden ein: Heinz Mohr, Präsident und Dr. Müller, Geschäftsführer. Die Amtskette des Präsidenten des Zentralverbandes ist fertiggestellt und wird Heinz Mohr durch den Handwerkspräsidenten Wild übergeben. Entwurf und Ausführung: Peter Tauchnitz, Berlin.
Dem Oberbürgermeister Dr. Vogel wird ein Silberleuchter für die Stadt München als Dank für die spontane Einladung zum Weißwurstessen ins Rathaus übergeben.
ZV-Wahlen: 1. Vors. Heinz Mohr. Für Karl Bräutigam, der nicht mehr kandidiert, wird Jean Koch, Hamburg 2. Vors. Beisitzer werden die Herren Schönberg, Berlin; Paul, München; Schlotter, Niedersachsen; Fischer, Münster. Beschlüsse: Genehmigung des Entwurfs für die fachlichen Vorschriften, für Ausbildung und Prüfungen im Gold- und Silberschmiedehandwerk. Bildung eines Ausschusses für Sachverständigenwesen.

München, im März. Für hervorragende Leistungen bei der Durchführung des Cellini-Wettbewerbs erhält auf der 20. Internationalen Handwerksmesse der ZV-Präsident Heinz Mohr vom Bayr. Staatsministerium für Wirtschaft und Verkehr eine Ehrenurkunde. Die Goldschmiedemeisterin Eva Maschner-Elsässer aus Braunschweig wird für ihre Leistungen „Internationaler Schmuck" mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Trier / Milwaukee, im Frühjahr. Die Goldschmiede Schwarzmann aus Trier errang auf der Internationalen Ausstellung in Mount St. Mary College einen bedeutenden Erfolg, der einige Aufträge aus den USA und England nach sich zog.

Münster, im März. Die Innungsversammlung der Goldschmiede findet in der Werkstatt von Karl-Heinz Metzger statt, der den kompletten Schleuderguss praktisch demons­triert. OM Fischer gibt einen Jahresrückblick und plant für die Lehrlinge eine Studienfahrt nach Idar-Oberstein.

Saarbrücken, im Frühjahr. Die Innung wünscht dem ZV beizutreten und stellt den Antrag zur Aufnahme.

Köln, im Frühjahr. Dem Bewertungsausschuss für den Leistungswettbewerb 1968 gehören folgende Herren an: Emil Rodd, Eugen Zahn, Leo Richarz und Heinz Dienst aus Bonn.

Bundesrepublik Deutschland, am 1. April. Verabschiedet wird das Gesetz über die Handwerkerzählung.

Schwäb. Gmünd, am 5. April. OM Ferner ehrt den ehemaligen OM Prof. Fritz Möhler mit dem Ehrenobermeister und einem silbernen Becher. Geehrt wird er für seine 20-jährige Tätigkeit als OM, die er im vergangenen Jahr beendete.

Leipzig (DDR), März / April. Das Grassi-Museum gestaltet wieder seine Kunsthandwerker-Ausstellung. Leiter des Museums: Fritz Kämpfer.

Kassel, am 6. April. Jahreshauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung. Die 25 Mitglieder zählende Innung diskutiert über eine Gebührenordnung. Der Jahresbeitrag pro Mitglied wird von 30,- DM auf 45,- DM angehoben, für die Gesellen von 5,- DM auf 12,- DM. Ein weiteres Thema ist die Fortbildungsstätte, die im Neubau der Handwerkskammer entstehen soll. OM Stiehl überreicht dem früheren OM F. Bauer die Ehrenobermeister-Urkunde.

Köln, am 8. April. Jahreshauptversammlung der Innung im Haus des Handwerks. OM Wortmann gibt einen Bericht über die Tagung des Zentralverbandes in München. Vorführung eines Farbfilmes „Diamantgewinnung in Südafrika". Die geplante Studienfahrt für die Jugend führt über Belgien, Luxemburg nach Idar-Oberstein.

Hamburg, am 9. April. Jahreshauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung. OM Jean Koch gibt einen Bericht über die Zentralverbandstagung in München und stellt fest: „.... Wir Preußen haben uns in dieser Zeit bei den Bayern recht wohl gefühlt ..."
TOP 2: „Die Fortbildungswerkstatt" (Kochs Lieblingsobjekt!). Leipzig (DDR), am 9. April. Juwelier Ernst Treusch verstirbt im Alter von 87 Jahren. Treusch trat stets für das Neue ein. Wirkungsstätten: Künstlerkolonie Darmstadt, Werkbund, Dessauer Bauhaus.

Hanau, vom 11. April bis 13. Mai. Im Goldschmiedehaus werden die Arbeiten des Cellini-Wettbewerbes ausgesellt. Die feierliche Eröffnung wird im Fernsehen und Rundfunk übertragen.

Stuttgart, im April. Die „Goldschmiede Zeitung" erscheint mit einer neuen Titelseite.

Hanau, am 23. April. Feierstunde in der Staatl. Zeichenakademie. Walter Dennert (geb. 1924 in Hamburg) wird neuer Schulleiter und löst Direktor B. Oehmichen ab.

Hannover, am 27. April. Jahreshauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung. Zur gutbesuchten Veranstaltung kann OM Köthe auch den LIM Schlotter aus Celle und den Ehrenlandesinnungsmeister Fritz Schneider begrüßen. Tagesordnungspunkte: Telefon-Warndienst, Werkkunstschule, Innungssatzung, Meister-Freisprechung.

Wuppertal, am 27. April. Um 11 Uhr beginnt im Hause Abeler die Ausschusssitzung des Sachverständigenwesens. Anwesend: Litzinger, Abeler, Wortmann, Düe, Heidemann, Frère. Omanowski wegen Krankheit entschuldigt. Themen: Änderung der Gebührenordnung. Entwurf eines Formblattes von Goldschmiedemeister Schneider. Entwurf zu einem Anhang über Diamantqualitäten, RAL 560.

Hanau. Das Goldschmiedehaus und die Gesellschaft für Goldschmiedekunst schreiben einen Wettbewerb unter dem Titel „Amtsketten deutscher Städte" aus.

Hannover, am 5. Mai. Im Alter von 74 Jahren stirbt Goldschmiedemeister Fritz Schneider. Schneider hat sich sehr für die Erarbeitung von Ausbildungs- und Prüfungsvorschriften eingesetzt.

Berlin, am 14. Mai. Ehrung der Berliner Preisträger im Cellini-Wettbewerb im Hause Wipperfeld, wo der Goldmedaillenpreisträger Uwe Pabel beschäftigt ist. Für den Herbst wird die Ausstellung „Geformtes Gold" organisiert.

BRD. Auf der Jahrestagung der Fachverbände wird ZV-Präsident Heinz Mohr mit dem Deutschen Handwerkszeichen geehrt. Hanau. Ausstellung „Europäisches Silber" im Goldschmiedehaus. Eröffnungsreferat: Heinz-Ulrich Bullermann.

DDR, am 10. und 11. Juni. Die Volkskammer beschließt die Einführung der Pass- und Visapflicht im Reise- und Transitverkehr zwischen der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin.

Hanau, im Juni. Im Anschluss an die Handwerksmesse werden die preisgekrönten Arbeiten des zweiten Cellini-Wettbewerbes im Goldschmiedehaus ausgestellt. Zur Eröffnung wird ZV-Präsident Heinz Mohr herzlich begrüßt. Göttingen. Die Goldschmiede von Albert Kramer feiert ihr 225-jähriges Bestehen. 1743 gegründet, befindet sie sich in 6. Generation in Familienbesitz.

Dortmund. Albert Litzinger legt sein Amt als Obermeister von Dortmund nieder. Litzinger wurde am 9.12.1905 in Wiesbaden geboren. 1924 Goldschmiedegeselle, Meisterprüfung 1934 in Dortmund, seit 1948 OM von Dortmund. 1948 Mitbegründer des ZV in Fulda.

Würzburg. Adelmar Dölger wird vom Präsidium der Internationalen Welser Messe mit der Goldenen Medaille ausgezeichnet.

Hanau, am 17. Juli. Obermeister Willi Fix ist im Alter von 67 Jahren verstorben (geb. 9.4.1901 in Hanau). Seit 1946 bis zu seinem Ableben war er Innungsobermeister.

Düsseldorf, am 20. Juli. Die Zwillingsbrüder Alfred und Hermann Weyersberg feiern ihren 60. Geburtstag. Die Goldschmiede stammen aus Dresden und betreiben seit 1946 in der Königsallee 50 ihr Geschäft.

Köln, am 26. Juli. Der ZV gibt bekannt, dass die Mitglieder Emil Lehmann, Kiel; Paul Kapteina, Gelsenkirchen, und Willi Fix, Hanau, verstorben sind.

Berlin. Goldschmiedemeister Max Heydemann wird Cellini-Preisträger.

Augsburg, am 11. August. Der frühere OM und langjährige bayr. LIM C. A. Schmedding kann seinen 75. Geburtstag feiern.

Annaberg (DDR), am 15. August. Die Fa. Karl Beyer besteht 125 Jahre. Gegr. 1843 vom Goldschmiedemeister Eduard Merkel konnte sich das Geschäft bis heute erhalten. Die Haustür des historischen Gebäudes ziert ein kunstvoll geschnitztes Goldschmiedewappen (Inh. Kleinschnitz).

Berlin, am 23. August. Zur Hochzeit von Goldschmiedemeister Peter Bräutigam mit Goldschmiedemeisterin Angela-Elisabeth Drechsler (Bundessiegerin 1964) bilden die Junggoldschmiede Spalier.

Brüssel, vom 10. bis 12. September. Die „EWG-Arbeitsgruppe Edelmetall" tagt. Thema: Neubestimmung der Feingehalte und die Punzierungsvorschriften.

West-Berlin, am 15. September. Die von Ludwig Mies van der Rohe entworfene Neue Nationalgalerie wird eröffnet.

Düsseldorf, am 16. September. Tagung des Landesinnungsverbandes Nordrhein-Westfalen. Themen: Erziehungsbeihilfen, Mindeststundenlöhne, Sachverständigenausschuss, Ausbildungsvorschriften, Versicherungen. Empfehlung der Stundenlöhne: 1. Gesellenjahr 2,45 DM; 2. Gesellenjahr 2,92 DM; 3. Gesellenjahr 3,20 DM; 4. Gesellenjahr 3,65 DM; 5. Gesellenjahr 4,15 DM. Biberach, am 29. September. Anlässlich des 300. Geburtstages von Georg Christoph Dinglinger (geb. 6.9.1668 in Biberach, gest. 28.5.1746 in Dresden) veranstaltet der Kunst- und Altertumsverein und der Familienverband Dinglinger eine würdige Feierstunde. Den Festvortrag hält Dr. Holzhausen, Bonn.

Köln, am 26. Oktober. Den Lossprechungsfeierlichkeiten der Gold- und Silberschmiede-Innung Köln wohnen 27 französische Junghandwerker aus Lyon bei.

Bonn, am 28. Oktober. Willy Brandt erklärt die Bereitschaft, von der Existenz der DDR als eines zweiten deutschen Staates auszugehen und der Regierung der DDR auf gleichberechtigter Basis zu begegnen.

Bonn, im Herbst. Die Begabtenförderung im Handwerk bewilligt Mittel für folgende Goldschmiede: Egbert Bahrs, Uli Gaißer, Renate Hötz, Hans Peter Jost, Andreas Killinger, Axel Möhrle und Doris Nowak.

Düsseldorf, am 3. November. Einbruch bei Goldschmiedemeister René Kern in der Königsallee. Es werden 2 Panzerglasscheiben zerstört und 33 Schmuckstücke im Gesamtwert von 20.000,- DM geraubt.

DDR. Durchführung des 1. DDR offenen Schmuckwettbewerbes, an dem insgesamt 106 Stücke zur Bewertung vorliegen. Erfolgreichste „Werkstatt" war die Firma Meyer/Gerlach aus Freiberg. Sechs Arbeiten kamen von 4 Mitarbeitern und alle sechs waren unter den ersten 15 Wertungsplätzen. Der 1. Preis ging an Horst Gerlach für einen Damenring, 585 Gold mit Perlen und Granulation. Unter den weiteren „schönsten Stücken" ein Damenring in 585 Gold mit Amethyst von Helga Schlegel, Firma Träger, Mülsen St. Jacob.

BRD, am 19. November.

Edelmetallpreise:

Feingold à Gramm: 5,37 DM, Feinsilber à Gramm: 0,28 DM, Platin à Gramm: 36,95 DM.

Düsseldorf, am 28. November. An der Kunstakademie kommt es zu Auseinandersetzungen um die Lehrtätigkeit von Joseph Beuys, weil dieser sich für Mitbestimmungsrechte der Studenten einsetzt.

Bonn. Herausgabe der „Fachlichen Vorschriften zur Regelung des Lehrlingswesen und der Gesellenprüfung im Goldschmiede- und im Silberschmiede-Handwerk durch den Deutschen Handwerkskammertag. Damit werden die Vorschriften vom März 1941 ersetzt.

Bundesrepublik Deutschland, Bundesgesetzblatt vom 21. Dezember. Die vom Minister für Wirtschaft erlassene Verordnung über verwandte Handwerke ist in Kraft getreten. Aufführungsliste Nr. 30: „Silberschmiede, Gürtler und Metalldrücker werden für verwandt erklärt".

Köln, am 31. Dezember. Die Jahresrechnung des ZV wie folgt: Einnahmen: 46.900,86 DM; Ausgaben: 42.801,71 DM. Die ZV-Kette wird mit 27.000,- DM in der Bilanz geführt. Das Berlin-Vermögen mit 134.879,91 DM angegeben.

1969

Zwickau (DDR), am 17. Januar. Im „Aufruf zur Weiterführung des sozialistischen Wettbewerbs zum 20. Jahrestag der DDR" der Zwickauer Edelschmiede steht unter anderem: „Erarbeitung eines Modells zur Bildung eines Schmuckkombinates". (Betriebsleiter Heinz Barth)

Hamburg, vom 6. bis 8. Februar. Vorstandssitzung des Zentralverbandes der Deutschen Juweliere, Gold- und Silberschmiede.

BRD, im Februar. Edelmetallpreise in Gramm ca.: Gold: 5,50 DM, Silber: 0,24 DM, Platin 34,00 DM.

Köln, am 28. Februar. Eröffnung der Ausstellung „Kunst der sechziger Jahre" im Wallraf-Richartz-Museum. Es handelt sich dabei um die Privatsammlung des Aachener Industriellen Peter Ludwig, der eine der wichtigsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst in Europa besitzt. In der Ausstellung sind rund 100 Bilder und Objekte sowie Lithographien als Dauerleihgaben zu sehen. (Aus der Dauerleihgabe entsteht später das Museum Ludwig.)

West-Berlin, am 5. März. Gustav Heinemann wird mit 512 Stimmen zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Saabrücken. Die Innung Saarbrücken mit dem Obermeister Lang wird Mitglied im Zentralverband.

Hamburg, im März. Eine Delegation des ZV besucht die Hauptverwaltung der IDUNA-Versicherung in Hamburg. Präsident Heinz Mohr, Vizepräsident Jean Koch und weitere Repräsentanten des Handwerks informieren sich vor Ort über die Dienstleistungen und Verbindungen der Versicherung.

Neumünster, am 16. März. Jahreshauptversammlung der Goldschmiede-Innung Kiel, im Tannhof, Neumünster. Themen: Vorbereitung der 500-Jahrfeier der Kieler Innung 1970 und Schaffung einer Amtskette und einer Medaille.

Iserlohn, am 25. März. Hauptversammlung der Goldschmiede-Innung Iserlohn. Zum Nachfolger des langjährigen OM Peter Schneider wird Rudolf Leder aus Siegen gewählt.

Münster, im April. Die Gold- und Silberschmiede-Innung Münster stiftet für die älteste Einwohnerin, Agnes Beckmann, zum 102. Geburtstag eine Ehrenkrone. OM Fischer und der Bürgermeister Dr. Biermann überreichen das Schmuckstück und übermitteln die Grüße.

BRD, im April.

Edelmetallpreise, per Gramm:

Gold: 5,60 DM, Silber 0,23 DM, Platin: 27,00 DM.

Pforzheim, am 25. April. Freisprechungsfeier in der Aula der Goldschmiedeschule. 49 junge Goldschmiede, 2 Silberschmiede und 4 Fasser haben die Meisterprüfung abgelegt.

München, am 29. April. Im Alter von 80 Jahren ist Goldschmiedemeister Max Olofs gestorben. Kurz vor seinem Tod richtete er sich noch eine neue Werkstatt ein. Seine letzte große Arbeit war die Amtskette für die Stadt

Günzburg/Donau. Max Olofs hat viele Auszeichnungen erhalten und war auch Träger des Goldenen Ehrenringes.

Bonn, am 13. Mai. Der Bundestag verabschiedet ein Arbeitsförderungsgesetz (AFG), das die Funktion der Bundesanstalt für Arbeit neu festlegt. Das AFG, das am 1.7. in Kraft tritt, umfasst neben der finanziellen Arbeitslosenunterstützung vorbeugende Maßnahmen, wie Beratung, Vermittlung, Umschulung und Fortbildung zur Verhinderung von Arbeitslosigkeit.

Rostock (DDR), am 14. Mai. Der erste Museums-Neubau der DDR, die Rostocker Kunsthalle, wird eröffnet.

Wißgoldingen, vom 14. bis 17. Mai. Arbeitstagung des Zentralverbandes für das Juwelier-, Gold- und Silberschmiedehandwerk. Präsident Heinz Mohr wendet sich an die „neuen" Obermeister, denen er ans Herz legt 3 Dinge zu beherrschen: „Den Beruf kennen - Toleranz üben – Sich selbst Mäßigung auferlegen". OM Werner Fischer berichtet mit Lichtbildaufnahmen über seine Ceylon-Reise. OM Köthe referiert über die Arbeit des Fachausschusses für das Ausbildungswesen. OM Frère hält einen Vortrag über „synthetische Smaragde". Beschlüsse: Für die Fachbibliothek im Goldschmiedehaus werden 1.000,– DM bereitgestellt. Einrichtung eines Ausschusses für das Berlinvermögen, Umbau des Hauses Blücherstraße 19 in Berlin. Der ZV zählt insgesamt 1.558 Mitglieder. Der Jahresbeitrag beträgt jährlich 14,40 DM. Auf der Jahrestagung wird beschlossen, den ZV-Beitrag um 20% zu erhöhen.
Festlegung der Stimmrechte:
1967 1968 1969 Stimmen
Baden-Württemberg 160 158 157   5
Bayern 265 265 265   7
Berlin 122 122 122  4
Bremen 40 40 40   2
Rheinland-Pfalz 106 106 103  4
Hamburg 95 95 95   3
Hessen 135 130 133  4
Niedersachsen 120 120 119  4
Nordrhein-Westfalen 465 465 455 11
Schleswig-Holstein 54 54 37  2
Saarbrücken – – 32  2
1.562 1.555 1.558 48

Arnstadt (DDR). Es werden unter Leitung des Ministeriums für Musik und Kultur, Sitz Plauen/V., für Goldschmiede Lehrpläne für Theorie und Praxis erarbeitet.

Freiberg (DDR), im Mai. In der „Uhren und Schmuck" Mai 1969 wird Goldschmiede­meis­ter Horst Gerlach aus Freiberg vorgestellt. (Mitglied der Jury des DDR Schmuckwettbewerbes seit 1968).

Dortmund, im Mai. Versammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung. OM Albert ­Litzinger legt sein Amt nieder. Neuer Obermeister wird Berthold Knies, Dortmund. Stellv. OM Klaus Winckel, Hagen.

München, am 10. Juni. OM Friedrich Paul wird 65 Jahre alt. Paul ist seit 1967 LIM und seit vielen Jahren im Vorstand des ZV tätig.

Pforzheim, am 11. Juni. Einlieferungstermin für den „3. Internationalen Schmuckwettbewerb des Schmuckmuseums".

Bonn, am 12. Juni. Verabschiedung des Gesetzes über die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall im Bundestag.

Wißgoldingen, vom 19. bis 22. Juni. Fach-Happening im Haldenhof. Junggoldschmiede aus allen Teilen der Bundesrepublik kommen zu Vorträgen und zum Erfahrungsaustausch zusammen.

Bundesrepublik Deutschland, am 24. Juni. „Der Betrieb" 1969/1505. Urteil des Oberlandesgerichtes „Preisunterbietung ist ein unlauteres Mittel .... Allerdings werde die Preis­unterbietung wettbewerbsrechtlich angreifbar, wenn sie verwerflich sei ..."

Hanau, im Sommer. Semesterabschlussfeier an der Fachschule. Oberstudienrat H. U. Bullermann und seine Kollegen E. Burgel, G. Froschauer, S. Männle, A. Amend und deren Schüler gestalten den Festabend.

Burg (DDR), GZ Nr. 7. Kirchengoldschmied Hans Adolf wird in der „Goldschmiede Zeitung" vorgestellt. 1911 in Breslau geboren, studierte in München, Meisterprüfung 1934, Umsiedlung aus Schlesien 1945 und seit 1947 anerkannter Kunsthandwerker der DDR.

Karl-Marx-Stadt (DDR). Auf der „Konferenz der sozialistischen Kollektive, der Schrittmacher und Neuerer des Handwerks im Bezirk Karl-Marx-Stadt" reift bei den Goldschmieden der Berufsgruppe der Gedanke, ein Fachkabinett einzurichten.

Nürnberg, vom 3. bis 6. Juli. Tagung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. Bundesrepublik

Deutschland, am 10. Juli. Der Bundesrat stimmt in seiner 342. Sitzung dem Berufsbildungsgesetz zu. Am 1. September des Jahres tritt das Gesetz in Kraft.

Düsseldorf, am 10. Juli. Die Victoria-Versicherung kündigt den Goldschmieden den Rahmenvertrag über „Bearbeitungsschäden". Begründung: „Zu wenige Gold- und Silberschmiede machen von der Möglichkeit der Versicherung Gebrauch". Bundesrepublik Deutschland. Die Begabtenförderung für Goldschmiede geht an Hans Klinkhammer, Münster; Armgart Redlich, Hamburg, und Frauke Kühn, Rendsburg.

Bonn, am 14. August. Der Bundestag verabschiedet das Berufsbildungsgesetz, das betriebliche und überbetriebliche Ausbildung bundeseinheitlich neu regelt.

DDR / Freiberg. Die „Uhren und Schmuck" stellt Ziseleur- und Goldschmiedemeister Siegfried Meyer aus Freiberg vor. Meisterprüfung der beiden Berufe 1951. Siegfried Meyer fertigte u.a. die Beschläge für das Gästebuch von Wilhelm Pieck; eine Nachbildung der historischen Rektoratskette der Freiberger Bergakademie. Siegfried Meyer ist auf vielen Ausstellungen präsent, gibt seine Erfahrungen und Ideen bereitwillig an die Kollegen weiter und ist als hervorragender sächsischer Goldschmied zu bezeichnen.

Görlitz (DDR). Aus Anlass des 20. Jahrestages der Gründung der DDR findet in Görlitz eine Schmuckausstellung statt, an der sich das Handwerk und die Industrie beteiligen.

Krefeld. Karl-Heinz Bründt (geb. 8.6.1930 in Krefeld) wird zum Obermeister gewählt.

Freiberg (DDR). In Freiberg wird der Erz- und Silberbergbau eingestellt.

Berlin, am 5. September. Versammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung. Wahl eines neuen Vorstandes: Obermeister Ernst August Grimm, stellv. OM Else Kowalski, Schatzmeister Max Heydemann, Schriftführer Burkhard Grammersdorf, Lehrlingswart Peter Bräutigam.

Bundesrepublik Deutschland, am 17. September. Der vormalige Präsident des ZV, Arnold Wächter, kann seinen 70. Geburtstag feiern.

DDR, am 3. Oktober. Der DDR-Staatschef Walter Ulbricht eröffnet ein zweites Fernsehprogramm in der DDR.

Paris, am 23. Oktober. Die Fabrikanten in der Internationalen Vereinigung Schmuck- und Silberwaren tagen in der französischen Hauptstadt. Hauptthema: Die Vereinheitlichung der Feingehalts- und Punzierungsvorschriften in der EWG.

Bundesrepublik Deutschland, im Herbst. Sieger im praktischen Leistungswettbewerb der Handwerkerjugend. Gold- und Silberschmiede: Peter H. Siegel, München; Burkhard Schürmann, Abtei Münsterschwarzach. 2. Sieger: Karin Blumberg, Düsseldorf; Michael Robscheit, Aachen. 3. Sieger: Christiane Göbel, Hamburg. Bundesrepublik

Deutschland, im Herbst. Im Edelmetallhandwerk werden die Mindestlöhne um 8 % erhöht. Jetzt: 1. Gesellenjahr Brutto 2,65 DM; 2. Gesellenjahr Brutto 3,15 DM; 3. Gesellenjahr Brutto 3,45 DM; 4. Gesellenjahr Brutto 3,95 DM; 5. Gesellenjahr Brutto 4,48 DM.

Bonn, am 28. Oktober. In seiner Regierungserklärung kündigt Bundeskanzler Willy Brandt das umfangreichste Reformprogramm der deutschen Nachkriegsgeschichte an. Unter anderem zeigt er unter dem Motto „Zwei Staaten - eine Nation" Bereitschaft zu gleichberechtigten Verhandlungen mit der DDR.

Braunschweig. Eberhard Rullkötter (geb. 17.7.1926 in Braunschweig) wird zum Obermeister gewählt.

Bremen. Hans Bergner wird Landesinnungsmeister und Obermeister der Landesinnung Aurich-Bremen-Oldenburg.

1970

Hanau, am 1. Februar. Im Innungsbereich werden insgesamt 32 Goldschmiede-Gesellen und 7 Lehrlinge beschäftigt.

DDR, im März. In der „Uhren und Schmuck" März 1970 erscheint ein Artikel „Wer darf Gold- und Silbermünzen besitzen?" Erklärt wird, dass dabei die Bestimmungen des Devisengesetzes zu beachten sind!

Erfurt (DDR), am 19. März. Bundeskanzler Willy Brandt und der Vorsitzende des Minis­terrates der DDR Willi Stoph treffen sich in Erfurt zum ersten innerdeutschen Gipfelgespräch. Obgleich keine nennenswerten Ergebnisse erzielt werden können, macht die stürmische Begrüßung des Bundeskanzlers seitens der DDR-Bürger das Treffen zu einem politisch bedeutsamen Ergebnis.

Solingen, im April. Der ehemalige Obermeister Franz Helf ist verstorben.

Hannover, am 5. Mai. Goldschmiede- und Edelsteinfassermeister Fritz Schneider starb. Schneider wurde am 20. Oktober 1896 in Langendiebach bei Hanau geboren. Meisterprüfung 1935, selbstständig seit April 1936 in Hannover. 1951 bis 1963 Landes­innungs­meis­ter von Niedersachsen. 1962 Träger des Bundesverdienstkreuzes I. Klasse; Träger der Ehrennadel des ZV. Hanau, im Mai. Das Ehrenmitglied des ZV, Bernd Oehmichen ist verstorben. Wißgoldingen, vom 28. bis 31. Mai. Zum dritten Mal wird die Begegnung Schmuckschaffender auf dem Haldenhof durchgeführt. Eingeladen ist auch die Fachjugend aus dem Ausland. (Möglichst deutschsprechend!)

Hamburg, vom 10. bis 15. Juni. In Verbindung mit der 600-Jahrfeier der Innung Hamburg wird die Jahrestagung des ZV abgehalten. Auf der ZV-Tagung wird zum III. Benvenuto-Cellini-Wettbewerb für 1973 in Schwäb. Gmünd aufgerufen. Beschluss: Änderung der Bezeichnung 1. bzw. 2. Vorsitzender in „Präsident" bzw. „Stellvertretender Präsident" auf Antrag der Innung Münster. Mitgliederzahl: 1.542. Hamburg, am 15. Juni. Die Teilnehmer der ZV-Tagung machen eine Schiffsfahrt nach der Insel Helgoland.

Hamburg, am 13. August. Der Senatspräsident dankt dem ZV für den silbernen Leuchter, den Senator Kern anlässlich der Jahrestagung des ZV entgegennehmen konnte.

Bremen, am 6. September. Hans Bergner, Goldschmiedemeister im Herdentorsteinweg 7, wird zum Obermeister gewählt.

Köln, im September. Der ZV gibt bekannt, dass von der Stiftung für Begabtenförderung im Handwerk, Bonn, insgesamt 3.760,- DM bewilligt und 5.400,- DM in Aussicht gestellt werden. Die Beträge kommen den Goldschmieden Bernd Convertini, Hamburg; Lorenz Gall, Kleindingharting; Anette Lucas, Münster und Petra Popp zugute.

DDR, am 16. September. Die Volkskammer verabschiedet die „Grundsätze für die Aus- und Weiterbildung der Werktätigen" und das „Gesetz über die Zivilverteidigung der DDR".

Geldern. Paul van Ooyen (geb. am 7.‑12.‑1919) wird zum Obermeister der Innung Geldern, Kleve, Moers gewählt.

Bonn, am 5. November. Die Bundesregierung beschließt die Verbesserung der Qualifikationen der Ausbilder und die Schaffung neuer Ausbildungsplätze.

DDR, im Dezember. Die Erzeugnisgruppe Schmuck hält in Leipzig ihre erste Vollversammlung ab. Leiter der EG Schmuck ist Franz Gahler, Betriebsdirektor des VEB Ostseeschmuck.

1971-1980

Bundesrepublik Deutschland, am 1. Januar.

Löhne für Goldschmiede:
1. Lehrjahr pro Monat: 190,- DM,
2. Lehrjahr pro Monat: 230,- DM,
3. Lehrjahr pro Monat: 270,- DM,
4. Lehrjahr pro Monat: 315,- DM.

Gesellenlöhne:

17 bis 19 Jahre pro Stunde 4,25 DM, 19 bis 21 Jahre pro Stunde 4,75 DM.

Bundesrepublik Deutschland. Die Bundesrepublik stellt auf Erdgas um.

Dresden, am 12. Februar. Goldschmiedemeister Ulrich Kretzschmar klagt mit einer Eingabe an den Rat des Stadtbezirkes Dresden über die schleppende Bearbeitung seines Gewerbeantrages.

Stuttgart, am 11. März. Die erste DDR-Ausstellung in der Bundesrepublik unter dem Titel „Fünf Städte mahnen" eröffnet. Gezeigt werden Bilder der Zerstörung der Städte Dresden, Leningrad, London, Rotterdam und Warschau im Zweiten Weltkrieg.

Bielefeld, im Mai. Auf Initiative von Obermeister Wilhelm Holtmann wird die Amtskette für den Obermeister fertiggestellt. Arbeitsbeginn war 1964!

Würzburg. Goldschmiedemeister Karl Süssenguth (geb. 17.12.1913) legt das Amt als Obermeister nieder, das er seit 1950 inne hat. Nachfolger wird Adelmar Dölger (geb. 7.5.1911 in Obernau).

Saarbrücken, vom 13. bis 15. Mai. Tagung des Zentralverbandes der Juweliere, Gold- und Silberschmiede im Hotel „Am Triller". 51 Kollegen kommen zur Tagung. Von den 43 stimmberechtigten Vertretern sind 37 anwesend. Begrüßung durch Obermeister Lang, Saarbrücken. Gäste: Eine Delegation aus Luxemburg mit Präsident Kass. Wahl des Präsidenten des Zentralverbandes zwischen Fischer und Hartkopf. 19 Stimmen für Fischer, 17 Stimmen für Hartkopf bei einer Enthaltung. Obermeister Peter Ferner aus Schwäbisch Gmünd wird Vizepräsident des Zentralverbandes. Der neue Beirat: Die Herren Grimm, Hartkopf, Fuess. Der „alte" Präsident Heinz Mohr wird Ehrenpräsident des ZV. Vorstandsmitglied Atemar Frère wird die Goldene Ehrennadel des ZV verliehen. Der Oberbürgermeister Dröse aus Hanau wird Ehrenmitglied des Verbandes. Auf der Verbandstagung des ZV wählen die Mitglieder einen neuen Fachausschuss für Ausbildungs- und Prüfungswesen. Neue Obermeister: Keller aus Köln; Klaus Winckel aus Hagen, Innung Dortmund; Bruder Dölger, Kloster Münsterschwarzach, Innung Würzburg; Hans Bergner aus Bremen.

Düsseldorf, im Mai. Der Geschäftsführer des Zentralverbandes, Rechtsanwalt Dr. Hermann Müller, erhält die Ehrennadel des Deutschen Handwerks. (Entwurf der Nadel: Goldschmiedemeister Bullermann.)

Bielefeld. Goldschmiedemeister Georg Zartmann wird zum neuen Obermeister gewählt. Er führt das Amt bis 1983 aus.

DDR, ab Juni. Die „Uhren und Schmuck" erscheint nur noch jeden 2. Monat.

Zwickau (DDR). Die Edelschmiede bezieht ihr neues Gebäude in der Leipziger Str. 130.

Köln. Goldschmiedemeister Friedrich Keller (geb. am 27.4.1927) wird Obermeister.

Ahlen, im Juni. Rundschreiben 4/71. Der neue ZV-Präsident Werner Fischer bedankt sich bei seinen Wählern und bittet um deren Vertrauen und eine gute Zusammenarbeit.

Köln / Ahlen, im Juni. Umzug der Geschäftstelle von Köln nach Ahlen. Spediteur Anton Neuhaus berechnet: 2 m Ladung – 139 km. Rechnung 23. Juni 1971, mit 11% Mwst. Gesamt 326,34 DM.

Wiesbaden, am 5. Juli. Das Bundeskriminalamt teilt auf Anfrage des ZV die Kriminalitätsdelikte auf die Branche 1969 und 1970 mit: Im Jahre 1969: 319 Einbrüche, davon 206 in Schaufenster, im Jahre 1970: 452 Einbrüche, davon 355 in Schaufenster.

Mainz, im Juli.

Praktischer Wettbewerb der Handwerksjugend im Gold- und Silberschmiedehandwerk.

1. Bundessieger: Margot Henkel, Hildesheim / Ausbilder: Jacob Welker; 2. Bundessieger: Arno Weber, Oberhausen / Ausbilder: Otto Kaminski, Mühlheim; 3. Bundessieger: Doris Hohweiler, Neustadt/Weinstr. / Ausbilder: Herbert Maeller.

Berlin, am 8. und 9. August. Arbeitstagung des ZV-Präsidiums. Präsident Fischer legt in Begleitung von Frau Schultz am Grabe des verstorbenen Landesinnungsmeisters Erich Schultz einen Trauerstrauß nieder.

Köln, am 14. August. Im WDR wird ein berufskundliches Hörbild über den Goldschmied und Gemmologen gesendet. (Ausgestrahlt im 2. Programm, 9.20 Uhr).

USA, am 15. August. Aufkündigung der Dollar-Gold-Konvertibilität in den Vereinigten Staaten. (Beginn der Goldpreisteigerung!)

Königstein, am 27. August. Der ZV-Präsident Werner Fischer wird von Dr. Witthöfft nach Königstein zur Einweihung des 3. Lehrsaales eingeladen. Als sichtbares Zeichen, die Verbindung zum ZV nach Königstein darstellend, hat der ZV-Präsident einen Goldenen Nagel, mit echtem Saphir angefertigt und überreicht.

Berlin. Der Rechtsanwalt und Notar Lothar Dittmar verwaltet das Goldschmiedehaus und leitet die Dienststelle des ZV-Berlin.

Hanau, am 2. und 3. Oktober. Zu einer Arbeitstagung treffen sich 17 Fachlehrer aus der Bundesrepublik. Robert Köthe hat in die Zeichenakademie eingeladen, um verbindliche Rahmenpläne zu erarbeiten. Auf Einladung des ZV besprechen die Obermeister Bräutigam, Hagemann und der Präsident Fischer mit der Presse die „Hanauer Tage 1972".
Der scheidende Oberbürgermeister von Hanau, Herbert Dröse, wird vom Ehrenpräsidenten H. Mohr mit der Ehrenmitgliedschaft des ZV ausgezeichnet. Anwesende: Präsident Werner Fischer, Vizepräsident Ferner, Landesinnungsmeister Bräutigam, Hartkopf, Dennert, Hagemann und von der Goldschmiede Zeitung, Frau Bergmaier. Übergabe der Amtskette der Innung an Obermeister Hagemann. Die Idee zur Amtskette stammt von Willi Fix. Entworfen und angefertigt wurde sie von Herrn Astikainen, Heitzenröder, Kempel, Kunesch und dem Graveur Tölle.

Hamburg, am 9. Oktober. F. R. Wilm verstirbt. Wilm, eine der bedeutendsten Goldschmiedepersönlichkeiten der Zeit, übernahm in 5. Generation das Erbe einer fast 200-jährigen Firma, die über viele Jahre als kaiserlicher und königlicher Hofjuwelier privilegiert war. Mitglied des Deutschen Werkbundes, RV-Präsident, Gründer der Gesellschaft für Goldschmiedekunst, Mitglied der Preußischen Akademie der Bildenden Künste. (geb. 11. Oktober 1880 in Berlin.)

Zwickau (DDR), am 13. Oktober. Die Berufsgruppe des Zwickauer Goldschmiede-Handwerks versammelt sich im „Thüringer Hof". TOP 1: Die Volkskammerwahlen am 14.11.1971. TOP 2: Bericht des Eigenkontrollorgans: Kollegen Günther und Metzner. Kollege Träger hält einen Lichtbildvortrag über seine Reise in den sowjetischen Orient.

Hanau, am 4. und 5. November. Der ZV-Präsident Fischer, Ferner, Hartkopf und Köthe reisen zu Gesprächen nach London. Themen: Intensivierung des Diamanthandels und Werbung für Diamantschmuck in Deutschland.

Dortmund, am 15. Dezember. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Unfallforschung wird gegründet. Sie soll die Bedingungen für sichere und gesunde Arbeitsplätze erforschen.

1972

Wuppertal, am 10. Januar. Obermeister Arhelger organisiert die Zusammenkunft des ZV-Präsidiums. Thema: Vorbereitung des Cellini-Wettbewerbs.

Bonn. Für das Rechnungsjahr hat der Zentralverband 3.761,00 DM an die Bundesvereinigung der Fachverbände zu zahlen.

Frankfurt/M., am 14. März. Goldschmiedemeister Karl H. Bräutigam wird Ehrenobermeister der Frankfurter Innung. Bräutigam wurde am 14. Oktober 1900 in Frankfurt geboren. Gründer der Innung Frankfurt. Meisterprüfung am 1.10.1934. Seit 1949 Landesinnungsmeister von Hessen. Bundesverdienstkreuz am Bande am 28. Juli 1967. Ehrennadel des ZV am 11.7.1970, seit 1972 Ehrenmitglied.

Bonn, am 16. März. Mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande wird Goldschmiedemeis­ter Georg Abeler aus Wuppertal-Elberfeld ausgezeichnet. Georg Abeler besuchte die Oberrealschule, Goldschmiede-Lehre, Zeichenakademie Hanau, 1932 Meisterprüfung, 1958 Eröffnung des Uhrenmuseums. Mitglied der Uhrmacherinnung und der Goldschmiedeinnung.

BRD. Dem ZV gehören 7 Landesinnungsverbände an. Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Saarland.

West-Berlin, am 30. März. Nach dem Umzug von Darmstadt nach West-Berlin beginnt das Bauhaus-Archiv seine Ausstellungstätigkeit mit einer Werkschau des Künstlers László Moholy-Nagy.

DDR. Zum „DDR-offenen Schmuckwettbewerb" (Armschmuck) wurden 41 Arbeiten eingesandt. Es wird über die Interessenlosigkeit am Wettbewerb geklagt. Preis: Siegfried Meyer, Freiberg. Preis: Gottfried Peloke, Löbau.

Ahlen. ZV-Präsident Fischer gründet den Förderring des ZV. Für die Jahre 1972 bis 1973 stellen sich spontan folgende Firmen bereit, den Verband mit einer namhaften Summe zu unterstützen: Degussa, Frankfurt / Heraeus, Hanau / Diamantschleiferei Köhler, Langenselbold / Gebrüder Schaffrath, Hanau / Jean Wunderlich, Hanau / Gebrüder Ott, Hanau / Zeh und Schien, Hanau.

Zwickau (DDR), im Mai. In der „Uhren + Schmuck" Nr. 3 werden Ringe in Gusstechnik von der Edelschmiede abgebildet.

Karl-Marx-Stadt (DDR), Ende Mai. Die Arbeiten aus dem DDR-Schmuckwettbewerb werden im Schaufenster des HO-Kunstgewerbeladens, Karl-Marx-Allee, ausgestellt.

Hanau, vom 1. bis 3. Juni. ZV-Tagung im Kammermusiksaal der Stadthalle.

Gäste der Tagung: Walter Dennert, Zeichenakademie; H. Bredel, Magistrat und Goldschmiedehaus; Prof. Dr. Hermann Bank, Dt. Gemmologische Gesellschaft.
Die neue Satzung mit Sitz in Ahlen ist eingetragen. Auf Vorschlag von OM Bründt, Krefeld, soll der Beitrag von bisher 20,- auf 30,- DM erhöht werden, Berlin will in Zukunft den vollen Beitrag zahlen. Weitere Themen: Wettbewerb der Warenhäuser, die damit Werben, für das erste Jahr die Schmuckversicherung zu übernehmen. Hierzu werden Gespräche mit der Mannheimer-Versicherung geführt. Ergänzung zum Vertrag Zentralverband – Goldschmiedehaus, betr. der Fachbibliothek. Bei einer evtl. Auflösung hat der ZV das Vorkaufsrecht der Bestände. Goldschmiedemeister Robert Köthe, Hannover, bekommt einen Ehrenbecher für seine Arbeit im Ausbildungs- und Prüfungswesen überreicht. Fachausschuss für Ausbildungs- und Prüfungswesen: Vors. R. Köthe, Hannover; P. Bräutigam, Berlin; H. Carstensen, Essen; H. Scheele, Hamburg; W. Wolf, Bremen.
Zum zweitägigen Sachverständigen Meeting macht Dr. Gübelin, Luzern, die rund 200 Teilnehmer mit den schweizerischen Richtlinien für Sachverständige vertraut.
Neue Obermeister: Paul Rotgerber, Vallendar, Innung Mittelrhein; Georg Zartmann, Herford, Innung Bielefeld; Horst Siomon, Münster; Albert Welker, Neu-Isenburg, Innung Frankfurt; Kurt Glaeser, Lüneburg; C. W. Garbers, Bonn. Aufnahme von förderaktiven Mitgliedern: Goldschmiede Zeitung; Fa. Eickhorst; Fa. Oskar Leiber; Gebr. Ott; Fa. Wieg & Co. Mitgliederzahl: 1.426.

BRD, am 5. Juni. Der Malermeister Paul Schnitker, geb. am 12.1.1927 in Münster, wird zum Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks gewählt.

Regensburg, am 15. Juni. Franz Riebel (geb. 30.3.1915 in Regensburg) wird zum Obermeister gewählt. Er war bereits von 1951 bis 1956 Obermeister der Innung.

Lüneburg. Kurt Glaeser (geb. am 14.1.1922 in Lüneburg) wird zum Obermeister gewählt.

Deutschland, am 16. August. Die offiziellen Verhandlungen zu einem Vertrag über die Grundlagen der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der DDR beginnen.

Ahlen. Das Goldene Buch, zur Berufsausbildung im Edelmetallgewerbe wird unter Federführung von ZV-Präsident Werner Fischer und Robert Köthe erstmals herausgegeben.

Dresden (DDR). Das Staatliche Museum für Mineralogie und Geologie zu Dresden gestaltet eine Ausstellung. Thema: „Edle Steine in Natur, Kultur und Technik". In einer Vitrine werden besondere sächsische Edelsteine gezeigt: Topase vom Schneckenstein, hellblaue Topase von den Greifensteinen, Turmaline von Penig und Wolkenburg sowie Schörl aus dem Turmalin-Schorf von Ifersgrün und Aquamarine aus der gleichen Lagerstätte.

Hannover, im September. In den Gesellenausschuss der Gold- und Silberschmiede-Innung wurde Heinz-Jürgen Ahnefeld zum Vorsitzenden (Altgeselle), Brigitte und Horst Meyer zu ordentlichen Mitgliedern; Hasso Herdes und Richard Hübner zu stellvertretenden Mitgliedern gewählt.

Mannheim–Heidelberg, im September. Die Jahresmitgliederversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung für den Handwerkskammerbezirk Mannheim–Heidelberg wählte ihren bisherigen Obermeister Heinz Jarosch für die nächsten 3 Jahre erneut in dieses Amt. Stellvertreter wurde Goldschmiedemeister Werner Welsch, Heidelberg, Lehrlingswart Goldschmiedemeister Ullrich Ehmke, Mannheim.

Arnsberg. Goldschmiedemeister Heribert Schewe (geb. 1927) wird zum Obermeister gewählt.

DDR, am 16.Oktober. DDR-Bürgern, die vor dem 1. Januar 1972 die DDR verließen, wird die DDR-Staatsbürgerschaft aberkannt. Sie werden strafrechtlich nicht mehr verfolgt.

Unterfranken. Obermeister Adelmar Dölger arbeitet eine Obermeisterkette und einen Innungshumpen in Silber. Die Kette ist mit einem Sonnenstein und 20 Labradoriten und Email besetzt. Weiterhin erarbeitet er eine Chronik seiner Innung, die auf Büttenpapier gedruckt ist. Die Deckel der Chronik ziert ein in Zellenschmelz ausgeführtes Eligius-Motiv. Alle angeführten Arbeiten stiftet OM Dölger seiner Innung.

Aachen. Für die Goldschmiede-Innung Aachen wird in Zusammenarbeit mit den Lehrlingen wird eine Obermeisterkette geschaffen.

Bundesrepublik Deutschland, im Herbst.

Die Bundessieger im Landeswettbewerb der Deutschen Handwerksjugend im Gold- und Silberschmiedehandwerk 1972.
1. Bundessieger (Silberschmied) Michael Rohe, Kleinwallstadt. Ausbilder: Fa. Sebald & Enger, Würzburg.
1. Bundessieger (Goldschmied) Wolfgang Wünsche, Hamburg. Ausbilder: Heinz Gödecke, Hamburg.
2. Bundessieger (Goldschmied) Franz G. Stampfer, Warburg. Ausbilder: E.A. Reinhold, Hildesheim.
3. Bundessieger (Goldschmied) Thomas Hörner, Schwäbisch Gmünd. Ausbilder: Adam Hörner, Schwäbisch Gmünd.

Ahlen, am 7. November. ZV-Präsident Werner Fischer schreibt an den Innenminister Genscher, Bonn, einen Einschreibebrief. Es wird um Auskunft einer „möglichen Verordnung im Sinne einer Selbstschutzpflicht für Juweliere, Gold- und Silberschmiede" gebeten, die am 17. Juli 1972 bei der Konferenz der Innenminister verhandelt worden sei.

Königstein/Ts., am 29. November. Präsident Werner Fischer lädt nach Königstein zu einer Grundsatzbesprechung ein. Thema: „Zunehmende Gefährdung der Fachgeschäfte".

DDR. In der DDR werden viele genossenschaftlichen Betriebe und 11.000 private Betriebe verstaatlicht.

1973

Hamburg, am 1. Januar. Inkrafttreten der Regelung der überbetrieblichen Ausbildung betreffend. Alle Auszubildenden des Gold- und Silberschmiedehandwerkes Hamburg haben im Rahmen ihres Ausbildungsverhältnisses zum Zwecke der Grundausbildung an einem Pflichtkurs der Innung teilzunehmen. 128 Pflichtstunden. Lehrwerkstätte der Gold- und Silberschmiede-Innung, 2 Hamburg 50, Goetheallee 9.

Hanau, am 15. Januar. 50 Jahre Gebr. Schaffrath. Jubiläumsempfang im Deutschen Goldschmiedehaus. ZV-Präsident Werner Fischer dankt dem Diamant-Handelshaus mit einer Urkunde.

Ahlen i. Westfalen, im Januar. Das ZV-Präsidium setzt sich wie folgt zusammen: Präsident: Werner Fischer; Vizepräsident: Peter Ferner; Präsidiumsmitglieder: Ernst-August Grimm und Paul G. Hartkopf.

Ahlen, am 20. Februar. In der Dienststelle des ZV treffen sich die Repräsentanten der Frankfurter Versicherung und des ZV, um zu klären, welche Verpflichtungen sich aus der Vergangenheit ergeben.

DDR. Der sozialistische Wettbewerb der Betriebe der Schmuckindustrie der DDR wird ins Leben gerufen.

Langenselbold, im Frühjahr. Die Diamantschleiferei Köhler hat in der Kleinstadt Langenselbold, in der Nähe von Hanau, ein neues Diamant-Zentrum unter dem Slogan: „Alles in einem Haus!" errichtet. Die Firma ist Mitglied des Förderringes des Zentralverbandes.

Ahlen, am 12. März. Präsidiumssitzung des Zentralverbandes. Empfang des ZV-Präsidenten Fischer und dessen Gäste im Ahlener Rathaus.

West-Berlin, am 8. April. Auf der 3. Freien Kunstausstellung in den Messehallen unter dem Funkturm dürfen neben Berufskünstlern erstmalig Laien je ein Bild nach eigener Wahl ausstellen.

Frankfurt/M., im April. Etwa 2.300 Gäste folgen der Einladung der Degussa (Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt) zu ihrem 100-jährigen Bestehen. Die Festansprache hält Golo Mann. Präsident Werner Fischer überbringt die Glückwünsche des ZV und überreicht eine Urkunde.

Stuttgart. Die Innungen Ulm und Reutlingen schließen sich mit der Innung Stuttgart zusammen.

Hannover, im April. Im Rahmen einer Ausstellung der Gold- und Silberschmiede-Innung vergab in den Räumen der Volksbank die Jury den 1. Preis an Henning Meyer aus der Werkstatt Dr. Pakzad & Co. Hannover; 2. Preis an Peter Raub aus der Werkstatt R. Köthe, Hannover; 3. Preis an Heidemarie Stumm aus der Werkstatt Goldschmiede Mauck, Hannover; 4. Preis an Ortrun Werner aus der Werkstatt Michel & Co., Hannover; 5. Preis an Thomas Schultchen aus der Werkstatt R. Köthe, Hannover; 6. Preis an Michael Fischer aus der Werkstatt U. Böttinger, Hannover; 7. Preis an Monika Bauerochs aus der Werkstatt R. Köthe, Hannover. Zusammen mit den Wettbewerbsarbeiten wurden die Gesellenstücke aus den Lehrabschlussprüfungen des Jahres 1972 gezeigt.

Baden-Württemberg, im April. Der Benvenuto-Cellini-Wettbewerb wird nach 5-jähriger Pause wieder ausgeschrieben. Die Jury setzt sich aus folgenden Damen und Herren zusammen: Ingeborg Filbinger, Dr. Anette Sibylle Schosland, Frau Nanine, OstR Arnold K. Lutz, Paul G. Hartkopf, Willy Abeler, Max Heydemann, Jean H. V. Koch, G. P. Spies.

Ahlen, am 21. April. Die Ahlener Volkszeitung kündigt die „Dokumentation 1973" an. Es handelt sich um eine Darstellung des Zentralverbandes der Juweliere, Gold- und Silberschmiede aus der Feder des Präsidenten Werner Fischer.

München, vom 27. bis 30. April. Auf dem Messegelände an der Theresienwiese wird die 1. „Inhorgenta" eröffnet. Der ZV nutzt von Anbeginn die Messe als Podium für seine Darstellung, nicht nur zum Informationsaustausch mit Kollegen und Firmen, sondern auch zur Dokumentation handwerklichen Könnens seiner Mitglieder. So zum Beispiel die Ausstellungen von Gesellenstücken unter dem Motto: „Unikate der Jugend".

Hamburg. Jean Koch legt sein Obermeisteramt nieder; neuer Obermeister wird Hugo Scheele.

Bonn-Bad Godesberg, Anfang Mai. In der Vertretung der Israelischen Botschaft treffen sich Vertreter der Israelischen Botschaft, der Zentralverbandspräsident Werner Fischer und 4 Vertreter des ZV zu Gesprächen in Sachen „Abkommen mit Israel".

BRD, am 4. Mai.

Edelmetallpreise pro Gramm:

Gold: 8,78 DM, Silber: 0,21 DM; Platin: 14,85 DM

Israel, im Mai. Mitglieder des Zentralverbandes bereisen Israel und besuchen dabei die Diamantbörse des Staates.

Bremen, am 27. Mai. LIM Bergner und Vorstandsmitglied Wolf haben den Zentralverbandspräsidenten Werner Fischer eingeladen, an der festlichen Mitgliederversammlung teilzunehmen, auf der eine Amtskette an den LIV überreicht werden soll.

Bundesrepublik Deutschland. Das Schmuck-Informationszentrum (SIC) wird gegründet. (Verein zur Förderung von Echtschmuck.)

Schwäbisch Gmünd, am 18. Juni. Die Jury des Benvenuto-Cellini-Wettbewerbs tagt. Frau Filbinger, Gattin des Ministerpräsidenten Baden-Württemberg; Elisabeth Schoch, Gattin des Oberbürgermeisters Schwäb. Gmünd; Nanine, Chefredakteurin „Style"; Willi Abeler, OM Osnabrück, Paul G. Hartkopf, OM Düsseldorf; Max Heydemann.

Benvenuto-Cellini-Preisträger 1968 Berlin; Jean Koch, LIM Hamburg.

Schwäbisch Gmünd, vom 21. bis 24. Juni. Der Gold- und Silberschmiede-Kongress des Zentralverbandes der Juweliere, Gold- und Silberschmiede wird anlässlich der 600-Jahrfeier der Edelmetallstadt abgehalten. Fertiggestellt hat der ZV-Präsident Werner Fischer auch seine „Dokumentation" über den ZV, die in einer Auflage von 2000 Stück gedruckt, der Mitgliedschaft zugänglich ist. Schwäbisch Gmünd wird auch zum Austragungsort des III. Benvenuto-Cellini-Wettbewerbes.
Auf eigenen Wunsch wird Walter Fuess vom Präsidium dispensiert. Die Gruppe Werkzeuge des Förderrings hat sich aufgelöst. Neue Fördermitglieder möchten werden: Fa. Gebr. Freuding, Stetten, Laboreinrichtungen; KaVo, Leutkirch, Elektronisches Werk; Dr. Dreher, Pforzheim; Migomat, Giessen, Schweißgeräte; IGC München.
Beschluss ohne Gegenstimme für die Festsetzung des Beitrags bei 30,- DM.
Der Zentralverband wehrt sich vehement gegen die beabsichtigte Einführung eines 2. Berufschultages. Der Präsident Fischer begründet die Eingaben an die Politiker damit, „dass viele Lehrlinge über 18 Jahre alt sind und entsprechende Schulabschlüsse haben, sodass für einen zweiten Berufsschultag kein Bedarf besteht."
Mitglieder des ZV nahmen eine Einladung des Staates Israel an und besuchten die Diamantbörse in Tel Aviv und die Diamantschleiferei der Gebrüder Lustig (300 Beschäftigte). Weiterhin folgten die Mitglieder den Einladungen verschiedener Goldschmiedewerkstätten und des Bürgermeisters von Bethlehem.
Neue Obermeister: Helmut Gerster, Pforzheim; Hugo Scheele, Hamburg; Martin Ulbrich, Nürnberg. Mitgliederzahl: 1.369.

Zwickau (DDR). Im Planjahr 1973 werden in der Edelschmiede insgesamt 272.000 Uhrengehäuse produziert.

Bonn, am 1. Juli. Inkrafttreten des neuen Preisauszeichnungsgesetzes, nach dem in allen Fachgeschäften auch eine Reparaturpreisliste ausgelegt werden muss.

BRD / Österreich. Zwischen den beiden Ländern werden die Unterlagen für das Sachverständigenwesen und die Ausbildungsrichtlinien verglichen und überarbeitet.

BRD. Dem ZV gehören insgesamt 43 Innungen in Westdeutschland an.

Frankfurt/M., am 12. November. Mit einem Presseempfang wird um 10.30 Uhr die Ausstellung der Frankfurter Schmuckschaffenden, in der Schalterhalle der Stadtsparkasse in der Hasengasse, eröffnet.
Organisatorische Leitung der Ausstellung: Goldschmiedemeisterin Marlis Braun, Mainzer Landstraße 258.

Münster, am 10. Dezember. Im Friedenssaal des Münsteraner Rathauses wird um 10.30 Uhr der Botschafter des Staates Israel, Ben Horin, vom Präsidenten des ZV Werner Fischer zu einer Presseinformation empfangen.

1974

DDR. Der Versandhandel im Lande wird total eingestellt. DDR. Die Firmenstempel der DDR-Goldschmiede werden vom „Amt für Patentwesen der DDR" registriert.

München, im Frühjahr. Auf der Inhorgenta werden die Meisterprüfungsarbeiten des Berufsnachwuchses ausgestellt.

Köln, am 4. März. Das neue Römisch-Germanische Museum wird eröffnet.

München, vom 9. bis 17. März. 26. Internationale Handwerksmesse München.

Zwickau (DDR), im März. Die Edelschmiede ist erneut Aussteller auf der Leipziger Messe. Ihre Stände 301 bis 307 befinden sich im Specks Hof in der 3. Etage.

Ahlen. Der Sachverständigenausschuss des ZV wird intensiviert. Vorsitz des Ausschusses Georg Abeler, Wuppertal; Voelker, Neustadt; Omanowski, Berlin, zusammen mit den Vorsitzenden des Verbandes der Exporteure und Importeure für Edelsteine und Perlen, Herrn Hahn aus Düsseldorf, und dem Geschäftsführer Herrn Dr. Georgi.

DDR. Im Wettbewerb der VEB-Schmuckbetriebe – der erstmalig durchgeführt wurde – erzielen der VEB Dresdner Silberwaren, die Gold- und Silberschmiede Köthen, der VEB Gablona, der VEB Ostseeschmuck, der VEB Brillant Leipzig und die Zwickauer Edelschmiede Preise.

Zwickau (DDR), im April. Im „Pulsschlag" 4/74 stellt Ruth Werner die Zwickauer Edelschmiede vor. „... Übrigens entstehen 1974 nicht weniger als 264.000 Trauringe in zehn verschiedenen Mustern. ..."

München, vom 27. bis 30. April. Deutsche Goldschmiedetage in München im Hotel Domus, Hotel Bayrischer Hof und Messegelände. Begrüßung durch den OM Paul. Neuwahlen des Präsidiums: Präsident Werner Fischer; Vizepräs. Friedrich Weiss, München. Mitglieder: Paul G. Hartkopf, Düsseldorf; Ernst-August Grimm, Berlin; Robert Köthe, Hannover; Gerhard Lehmann, Kiel; Peter Ferner, Schwäb. Gmünd.
Erste Vereinbarungen mit dem Zentralverband der Uhrmacher unter Präsident Fritz Vollbrecht. Neue Obermeister: Jürgen Umland, Lüneburg-Stade; Hans Peter Kaltschmidt, Freiburg. Mitglieder: 1.405.

DDR, im Frühjahr. Die Gesellschaft des Landes wird zur Diskussion über die Wehrerziehung und die Gewährleistung von Ordnung und Sicherheit aufgerufen.

Heiligendamm / Berlin (DDR). 1974 wird der „Schmuckbaukasten" von Erhard Brepohl als Wirtschaftspatent Nr. 109299 beim Patentamt Berlin registriert.

Zwickau (DDR), am 1. Juni. Im VEB Edelschmiede wird ein Vervielfältigungsgerät (Hektograph) angeschafft. Aus Sicherheitsgründen wird über den Zugang und dessen Benutzung eine „Benutzerordnung" angelegt. „Das Gerät ist unter Verschluss zu halten und zu versiegeln".

Zwickau (DDR), im Juni. Die Goldschmiede-Abteilung der Zwickauer Edelschmiede wird nach umfangreicher Rekonstruktion wieder bezogen.

Ost-Berlin, am 26. und 27. Juni. Die wirtschaftswissenschaftliche Konferenz zur „Wirkungsweise der ökonomischen Gesetze des Sozialismus" findet in Berlin statt.

Bonn, am 5. August. Der Bundestag verabschiedet das Einkommenssteuergesetz, das den Familienlastenausgleich und die Sparförderung regelt.

DDR, am 14. September. Die Staatsbank der DDR beginnt mit der Herausgabe neuer Banknoten, welche die Währungsbezeichnung „Mark der DDR" anstatt der alten Bezeichnung „Mark der Deutschen Notenbank" tragen.

Ahlen / Westfalen. ZV-Präsident Werner Fischer setzt seine Idee um, ein „Fortbildungszentrum der deutschen Gold- und Silberschmiede" zu gründen. Aufgabe und vordringliches Ziel ist es, dem Beruf des Juweliers, Gold- und Silberschmieds zu dienen, den Einzelnen zu fördern und die Betriebe des Gold- und Silberschmiedehandwerks wirtschaftlich und rentabel zu halten, um somit Existenzen und Arbeitsplätze zu sichern.

DDR, am 27. September. Die Volkskammer beschließt eine Änderung der DDR-Verfassung, danach wird der Begriff „deutsche Nation" aus dem Text getilgt.

Karlsruhe, im Herbst. Die Gold- und Silberschmiede der Bezirke Karlsruhe, Bruchsal, Baden-Baden und Bühl schließen sich zu der Innung Mittlerer Oberrhein zusammen.

Bundesrepublik Deutschland, im Herbst. Die Bundessieger im Leistungswettbewerb der Deutschen Handwerksjugend 1974 im Gold- und Silberschmiedehandwerk.

1. Platz: Birgit Specht, Berlin. Ausbilder Fritz Specht, Soest
2. Platz: Fritz Rottler, Trier. Ausbilder Fritz Rottler sen. ,Trier.
3. Platz: Rudolf Neumair, München. Ausbilder Hans-Ulrich Kaddick, München.

1975

DDR. Die Finanzierung der Meisterprüfung wird im Gesetzblatt 173 Teil 1 Nr. 9 neu geregelt. Die Kündigung eines Werktätigen kann nur mit Zustimmung der Ortsgewerkschaftsleitung erfolgen. Die Meisterprüfung ist auch „verdienten Werktätigen des Bereiches der Haus- und kommunalwirtschaftlichen Dienstleistungen" (DLK) zu ermöglichen.

Zwickau (DDR). Der Berufswettbewerb der Zwickauer Edelschmiede „ist als Bestandteil des sozialistischen Wettbewerbs" unter der Losung: „Werdet klassenbewusste Facharbeiter! Handelt als sozialistische Patrioten und proletarische Internationalisten!" zu führen (Betriebskollektivvertrag).

Dresden (DDR). Es bestehen von 18 Bewerbern 16 die Meisterprüfung im Goldschmiedehandwerk. Es musste „ein vorliegendes Modell maßgerecht nachgearbeitet werden, dabei konnte nur die Arbeit eines Bewerbers voll befriedigen!"

Dresden (DDR), am 1. April. Goldschmiedemeister Dieter Forberger, bisher stellvertretender Obermeister der Berufsgruppe, wird zum Obermeister berufen.

Berlin, vom 9. bis 11. Mai. Tagung des Zentralverbandes Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede im Hotel „Hilton". Der ZV feiert sein 75-jähriges Jubiläum. Aus der Festrede des Präsidenten Fischer: „Alljährlich ein Goldschmiedetag ist zu wenig. Jedes Bundesland, jeder Kreis, jede Stadt, überall dort, wo Goldschmiede beheimatet sind, brauchen wir einen Goldschmiedetag, brauchen wir Ausstellungen als Schaufenster für die Öffentlichkeit." Der ZV lehnt einen Verkauf des Hauses Berlin ab. Die Firmen Engelkemper, Münster, und Färber, München, werden Mitglieder im Förderring. Aufgrund der neuen Satzung (Amtszeit jetzt 5 Jahre) wird beschlossen, dass das Präsidium bis zur Neuwahl 1980 im Amt bleibt. Der ZV unterstützt den eingeführten Warndienst in NRW, an dem sich bereits 90 Firmen beteiligen. Der Beitrag zum ZV für 1976 wird auf 48,- DM genehmigt. Neue Obermeister: LIM Niedersachsen, der OM aus Braunschweig Eberhard Rullkötter; LIM Jürgen Both, Saarland; Wilhelm Kranefoed, Gelsenkirchen. Mitgliederzahl: 1.363.

Zwickau (DDR). Die Warenproduktion der Zwickauer Edelschmiede wird mit 75.400.000 Mark geplant.
Darunter: Uhrengehäuse und Ansatzbänder 8.607.000 Mark; Goldschmuck 24.695.000 Mark; Trauringe 36.868.000 Mark; Doubléschmuck 2.030.000 Mark; Ehrengeschenke für NVA (Nationale Volksarmee) 700.000 Mark; Oberflächenveredlung 2.500.000 Mark.

Hannover. Obermeister Köthe entwirft die Ehrennadel des LIV Niedersachsen. Die erste Nadel (750 Gold) geht an Georg Schlotter.

Bielefeld, am 14. Mai. In der Zeitung „Neue Westfälische" wird die im Cellini-Wettbewerb ausgezeichnete Arbeit von Edwin Nölke vorgestellt.

Bonn, am 20. Mai. Versammlung der Bundesverbände der Fachverbände. Der Zentralverband ist vertreten durch Präsident Werner Fischer.

Düsseldorf, am 21. Mai. Empfang im Düsseldorfer „Malkasten". Paul Günter Hartkopf wird 50 Jahre alt. Anlässlich seines Geburtstages wird er mit der höchsten Auszeichnung, die der ZV je verliehen hat, geehrt. Für seine besonderen Verdienste um den Verband erhält er die Sonderstufe der Cellini-Medaille (Feingold in Bergkristall.).

Leer, am 8. Juni. Innungsversammlung des Juwelier-, Gold- und Silberschmiedehandwerks Aurich, Bremen, Oldenburg. Besondere Beachtung finden die Berichte über die Berliner ZV-Tagung von LIM und OM Hans Bergner.

Mainz, am 9. Juni. Innungstagung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede im Hilton-Hotel. Der Obermeister H. Kley und der stellv. OM H. Becker werden von der Versammlung wiedergewählt.

Berlin, am 9. Juni. Deutscher Handwerkstag. Den Zentralverband vertritt Präsidiumsmitglied Paul G. Hartkopf.

Ahlen, am 8. Juli. Der neugewählte Präsident des Europäischen Diamant-Rates Curt Albert Neumetzger besucht die ZV-Geschäftsstelle. Besprochen wird die zukünftige Arbeit in Sachen Diamant.

DDR / Freiberg. In der „Uhren und Schmuck" veröffentlicht Siegfried Meyer seinen Beitrag „Gedanken zu Gegenwartsproblemen".

Zwickau (DDR), im September. Die Edelschmiede Zwickau kann die kritischen Anmerkungen zur Facharbeiterprüfung nicht ertragen und entzieht, ohne Gründe zu nennen, dem Beisitzer aus dem Handwerk die Mitgliedschaft in der Prüfungskommission.

DDR. Das neue Edelmetallgesetz verbietet den privaten Goldschmieden den Ankauf von Schmuck aus der Bevölkerung und verweist darauf, dass nur die VEB (Volkseigene Betriebe) berechtigt sind Ankäufe zu tätigen.

Ahlen, am 20. und 21. September. Erstes Seminar „Galvanotechnik in der Goldschmiede", im neuen Fortbildungszentrum.

Idar-Oberstein, am 27. und 28. September. Das neuerbaute Deutsche Gemmologische Ausbildungszentrum wird eröffnet. Finanziert durch die Bundesanstalt für Arbeit, das Land Rheinland-Pfalz, die Stadt Idar-Oberstein und die Gemmologische Gesellschaft.

DDR, am 7. Oktober. Der 26. Gründungstag der DDR wird erstmals als Nationalfeiertag begangen. Zwischen der DDR und der Sowjetunion wird ein Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe mit einer Laufzeit von 25 Jahren geschlossen. Im Gegensatz zu früheren Abmachungen enthält er keinen Hinweis auf eine Wiedervereinigung Deutschlands.

Zwickau, am 14. Oktober. Leitungssitzung in der Edelschmiede. Vom Produktionsleiter und dem technischen Leiter werden entsprechend der Beratung vom 02.10.1975 „Untersuchungen über die tatsächlichen Leistungen der Jugendlichen" durchgeführt.

Frankfurt/M., am 14. Oktober. Geburtstag des Ehrenmitgliedes und LIM Karl H. Bräutigam. Herr Welker überbringt die Glückwünsche des ZV.

Zwickau (DDR), im Oktober. Im „Pulsschlag" Nr. 10/75 schreibt ein Dipl.-Ing. Hertel in seinem Aufsatz „Edelsteine – Schmucksteine" wörtlich: „... In der DDR gibt es zwei Betriebe, die echten Schmuck herstellen, den VEB Zwickauer Edelschmiede als größten und einzigen Edel- und Schmucksteinverarbeitenden Betrieb und den VEB Ostseeschmuck Ribnitz-Damgarten. ..."

Freiburg. In einer unter Denkmalschutz stehenden historischen Ölmühle richtet sich der Goldschmiedemeister Jürgen Brandes eine Goldschmiede ein.

Arnstadt (DDR). In den 70er- und 80er-Jahren werden in Arnstadt jährlich DDR-offene Schmuckwettbewerbe bzw. Leistungsvergleiche in der praktischen Ausbildung ausgerichtet. Die jährlich ca. 350 Teilnehmer werden durch die zentrale Kommission in Arnstadt bewertet.

Zwickau (DDR), am 4. November. Der Wirtschaftsrat des Bezirkes Karl-Marx-Stadt beschließt, dass der VEB Zwickauer Edelschmiede dem Kombinat Musikinstrumente und Kulturwaren, Sitz Plauen, ab 1.1.1975 unterstellt wird.

Königstein, am 11. November. Aufsichtsratssitzung im Förderungswerk. Präsident Werner Fischer berichtet u. a. über das neue Fortbildungszentrum des ZV in Ahlen.

Dresden (DDR), am 21. November. Goldschmiedemeister Ulrich Kretzschmar kann nach einigen Kämpfen mit den Behörden seine Goldschmiede mit Laden auf der Schandauer Straße eröffnen.

Hanau, am 13. Dezember. Jahresausstellung des Künstlerbundes Simplizismus im Deutschen Goldschmiedehaus. Die Presse berichtet u. a. über den von Siegfried Männle ausgestellten emaillierten, auf Schiefer montierten Edelstahlstern.

1976

Ahlen, am 14. Januar. Erstes Treffen zwischen Alarmanlagenherstellern und der Kriminalpolizei in der Dienststelle des Zentralverbandes.

Bonn, am 23. Januar. Der Bundestag verabschiedet ein neues Jugendarbeitsschutzgesetz. Für Jugendliche wird unter anderem die Fünf-Tage-Woche, der Acht-Stunden-Tag, die Vierzig-Stunden-Woche und die Erhöhung des Urlaubs von 24 auf 25-30 Tagen eingeführt.

Bundesrepublik Deutschland, am 6. Februar. Aufruf des ZV, gemeinsam mit der Degussa, an die Lehrlinge im Gold- und Silberschmiedehandwerk zur Teilnahme an einem Wettbewerb. Prämierung der Arbeiten zu den Goldschmiedetagen in Idar-Oberstein.

DDR, am 22. Februar. Stimulierung der Ausbildung von Lehrlingen! Der Ausbildungsbetrieb erhält eine Stimulierung von 500,– Mark bzw. 750,– Mark pro Lehrling und Lehrjahr, wenn der steuerpflichtige Gewinn des Betriebes jährlich 30.000,– Mark nicht übersteigt.

Hamburg. In der berühmten Krameramtswohnung, neben dem berühmten Wahrzeichen Hamburgs, dem Michel, beginnen neun junge Hamburger Goldschmiedemeister und Meisterinnen, das so genannte Hamburger Gold- und Silberschmiedehaus mit viel Idealismus auszubauen und einzurichten. Die Arbeiten an diesem Projekt ziehen sich über vier Jahre hin.

Ahlen, am 4. März. Das Präsidiumsmitglied Robert Köthe stellt den neuen Dozenten, Uwe Böttinger, Hannover, vor. Er soll in Ahlen, nach einem Probeseminar, „Schmuck- Entwurf und Darstellung" unterrichten.

Neu-Isenburg, am 13. April. Sitzung des Diamant-Komitees. Den Zentralverband vertritt der Präsident Werner Fischer.

Ahlen, am 15. und 16. April. Präsidiumssitzung des Zentralverbandes. Eingeladen sind auch die Landesinnungsmeister.

Bonn, am 27. April. Handwerksrats-Sitzung. Geschäftsführender Vorstand des Bundesverbandes der Fachverbände. Der Zentralverband ist vertreten durch den Präsidenten Werner Fischer.

Frankfurt/M., am 3. Mai. Jury-Sitzung für das Degussa-Wettschmieden. Vizepräsident Weiss nimmt als Juror teil.

Braunschweig, am 12. Mai. Beerdigung des ehemaligen ZV-Präsidenten Arnold Wächter. Im Namen des Zentralverbandes legt Präsident Werner Fischer an der Bahre des verstorbenen einen Kranz nieder.

Münster, am 14. Mai. Franz Abeler führte 40 Jahre die Firma Carl Engelkemper. Die Firma Engelkemper ist Mitglied des Fördervereins des Zentralverbandes. Präsident Werner Fischer überbringt Glückwünsche und spricht auf der Festveranstaltung.

Ahlen, am 19. Mai. Treffen der Förderring-Mitglieder in der ZV-Dienststelle. Anwesend die Repräsentanten der Firmen Degussa, Heraeus, Hafner, Dr. Wieland.

Arnstadt / Gotha (DDR). In der Handwerkerzeitung wird Hans Kister als überzeugter Marxist vorgestellt. Goldschmied Kister war Mitbegründer der Berufsschule in Arnstadt 1953. „Er war – im Auftrag der Partei – mehrere Jahre Lehrer, wirkte aktiv im Kulturbund mit, wurde als Taxator eingesetzt, fungierte als Obermeister seines Gewerbes und ist heute Ehrenobermeister."

Idar-Oberstein, am 27. Mai. Tagung des Zentralverbandes Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede in Idar-Oberstein, im Börsensaal. Begrüßung durch OB Erwin Korb und den Präsidenten der Edelsteinbörse Herrn Wild.
Die Innung Pforzheim ist aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nicht mehr Mitglied im ZV. Je eine Flasche Nahe-Wein erhalten vom Präsidenten: E. Rullkötter, G. Maimann und OM Scheele dafür, dass es ihnen gelungen ist mehr als 3 Neumitglieder zu werben. Neues Fördermitglied wird die A. Ruppenthal KG. Der ZV beschließt die Errichtung eines Fortbildungszentrums in Ahlen in Form einer GmbH. Präsident Werner Fischer wird Mitglied im Kuratorium der Zeichenakademie Hanau. Die Goldschmiedeschule Pforzheim sucht die Unterstützung des ZV zur Vermittlung von Betrieben, die bereit sind, Absolventen nach einer 2-jährigen Schulausbildung eine 1-jährige Abschlusslehre zu ermöglichen. Vorstellung eines Verbandsabzeichens, Aufsteller für die Schaufenster. Text: „Edelstein + Goldschmied = Schmuck". Neue LIM: Friedrich W. Weiss, Bayern; Albert Welker, Hessen.
Neue Obermeister: Siegfried Pohlmann, Solingen; Günter Maimann, Warendorf, Innung Münster; H. Neuner, Bamberg, Innung Oberfranken; Jürgen Umland, Stade; Wolfgang Grändorf, Osnabrück. Mitgliederzahl: 1.295.

Bonn, am 10. Juni. Der Bundestag beschließt erstmals ein Gesetz zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität.

Zwickau (DDR). Die Edelschmiede, gegründet 1951, feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläums erscheint eine Medaille, die an die Gefolgschaft verteilt wird.

DDR, am 30. Juli. Der Staatsrat beschließt die Erhöhung des monatlichen Mindestlohnes von 350,- Mark auf 400,- Mark.

DDR, am 10. August. Eine Medaille für hervorragende Leistungen im Bereich der Haus- und kommunalwirtschaftlichen Dienstleistungen (DLK) wird geschaffen, auch werden Preise für Edelmetallerzeugnisse vergeben.

Dresden (DDR), vom 22. bis 28. August. Die Exponate des DDR-offenen Schmuckwettbewerbs (31 Stücke) werden im Schaufenster des Goldschmiedemeisters Kretzschmar in der Schandauer Str. 94 ausgestellt (Halsschmuck für die Jugend).

DDR. Eine weitere Durchführungsbestimmung über die Besteuerung im Handwerk tritt in Kraft. Die Pauschalsteuer für Handwerker – mit höchstens einem Beschäftigten – wird eingeführt und in den Versammlungen diskutiert.

Dessau (DDR), am 19. November. Die Rekonstruktion des Bauhauses nach den Plänen von Walter Gropius 1925 wird abgeschlossen. In dem Gebäude sollen Ausstellungen mit Arbeiten der früheren Hochschule für Gestaltung stattfinden.

Hanau, am 28. Dezember. Der Obermeister Gerd Hagemann beantwortet ein Schreiben des ZV vom 23. November 1976 zum Thema „Freischaffender Künstler – Handwerke". Darin gibt Hagemann zu bedenken, dass durch den offenen Weg zum Handwerk die „Künstler" bald in der Überzahl sein werden.

1977

Bundesrepublik Deutschland, am 1. Januar. Im edelmetallverarbeitenden Handwerk sind in die Handwerksrolle eingetragen: 2.729 Goldschmiede; 73 Silberschmiede; 30 Ziseleure. Im Vergleich: 849 Graveure und 7.432 Uhrmacher.

Karl-Marx-Stadt (DDR). Ein Fachausschuss für Goldschmiede wird in der Handwerkskammer gebildet.

Deutschland, am 17. Februar. Der DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker bestätigt in einem Interview mit der „Saarbrücker Zeitung", dass rund 10.000 DDR-Bürger Ausreiseanträge gestellt hätten. Eine großzügigere Reiseregelung in das westliche Ausland könne es aber nur bei Anerkennung der DDR-Staatsbürgerschaft durch die Bundesregierung geben.

DDR. Die Verordnung über die Freiwillige Zusatzrentenversicherung tritt in Kraft.

Ahlen, am 26. April. Herausgabe des „Goldenen Buches". Die Berufsausbildung zum Goldschmied und zum Silberschmied mit Muster der betrieblichen Ausbildungspläne.

DDR. Neues Ausbildungsprogramm für Gold- und Silberschmiede. Das Programm umfasst insgesamt 550 Ausbildungsstunden.

Motorschiff Princess Ragnhild von Kiel nach Oslo, vom 5. bis 9. Mai. ZV-Tagung. Besuch des Norwegischen Goldschmiedeverbandes. Die Innung Kassel ist wieder Mitglied im ZV. Die Innungen Düsseldorf und Krefeld schließen sich zusammen. OM Bründt tritt für diesen Zusammenschluss von seinem Amt als OM von Krefeld zurück. Mit vermindertem Beitrag wird die Innung Pforzheim wieder aufgenommen. Der ZV beschließt ein neues Verbandszeichen. Gestaltet von Hans Michael Heynen, mit der dazugehörigen Satzung. Für das Fortbildungszentrum Ahlen wird eine Umlage von 10,– DM als GmbH-Einlage beschlossen. Der ZV hat damit 7 Anteile. Herr Bullermann, Hanau, regt eine Sammlung von ­Meisterzeichen an, die im Goldschmiedehaus zu Dokumentationszwecken gesammelt werden sollen. Der ZV ruft seine Mitglieder auf, sich an der ersten Handwerksdokumenta in Kassel unter dem Motto: „Signal, Signet, Medium" zu beteiligen. Mitgliederzahl: 1.305.

Stuttgart, am 20. Juni. Der Rühle-Diebener-Verlag stellt zur Verstärkung der Redaktion der Goldschmiede Zeitung und Uhrmacher Zeitschrift den Goldschmiedemeister, Gemmologen DgemG und Diamantgutachter DGemG Heinz-Jürgen Ahnefeld als Redakteur ein.

Münster, am 3. Juli. In der Stadt findet die Ausstellung „Skulptur im öffentlichen Raum" statt. In den Grünanlagen sind unter anderem Arbeiten des Kölners Ulrich Rückriem und des US-Amerikaners Claes Oldenburg zu sehen.

Karl-Marx-Stadt (DDR). Es finden Meisterprüfungen statt. Ort ist das Lehrkabinett der dortigen Berufsgruppe. Im Anschluss hat sich die Kommission aufgelöst. Die Einschätzung: „Es war leider festzustellen, dass viele der jungen Meisterhandwerker den Grad für eine Meisterqualifikation noch nicht erreicht haben."

Ahlen, Anfang September. Pressekonferenz anlässlich des Wettbewerbes „Kontraste". Alle Zeitungen des Ruhrgebietes und Westfalens berichten über das Ereignis. Zwei Tage ist das Regionalfernsehen und der WDR zur Berichterstattung anwesend.

Bundesrepublik Deutschland, im Herbst. Die Bundessieger im Leistungswettbewerb der Deutschen Handwerksjugend 1977 im Gold- und Silberschmiedehandwerk: 1. Platz: ­Susanne Gautzsch, Barsinghausen. Ausbilder: Herbert Bitter, Hannover. 2. Platz: Silvia Bunke, Scharbeutz. Ausbilder: Max Lachmann, Lübeck. 3. Platz: Hans Getrey, Überherrn. Ausbilder: Günter Gruber, Saarbrücken. Silberschmiede: Waldemar Then, Sommerach. Ausbilder: Adelmar Dölger, Münsterschwarzach.

Arnstadt (DDR), im Herbst. Der Bau einer neuen Berufsschule beginnt. Unter dem neuen Dach der Berufsschule „Karl Liebknecht" lernen die Schüler der ehemaligen „Zentralberufsschule Tilman Riemenschneider", der „Landwirtschaftlichen Berufsschule Thomas Münzer" und der „Allgemeinen Berufsschule Arnstadt". Als Internat für die Goldschmiede wird weiterhin der „Hopfengrund" genutzt.

London, am 21. November. Im Gebäude der Royal Academy of Arts findet die Gründungsversammlung der „Society of Jewellery Historians" statt. Die etwa 30 Mitglieder wählen zum Präsidenten Dr. Reynold Higgins, London. Deutsche Mitglieder: Der ehemalige Leiter der Antikabteilung der Staatlichen Museen Berlin, Prof. Dr. Adolf Greifen­hagen, und der Leiter des Schmuckmuseums Pforzheim, Dr. Fritz Falk.

Ahlen / Frankfurt/M., am 20. Dezember. Der Präsident des Zentralverbandes Werner Fischer bedankt sich bei Wilfried Schäfer für sein Engagement als Dozent. Hamburg, im Herbst. Auf Einladung der Iduna/Signal-Versicherungen trafen sich die Ehrenamtsträger des Zentralverbandes zu einer erweiterten Präsidiumssitzung mit den Ehrenmitgliedern, den Landesinnungsmeistern und deren Stellvertretern sowie den Mitgliedern des Sachverständigenrates in Hamburg.

1978

Zwickau (DDR) / Pforzheim. Der VEB Zwickauer Edelschmiede kauft über das Schalck-Golodkowsky-Unternehmen.

Damstadt, im Januar. Ausstellung "Kontraste" in der Dresdner Bank. Fernsehsendung und Ausstrahlung bundesweit.

München, am 02. Februar. Gespräch von Verbandsvorstitzenden, Obermeistern und Frau Bergmaier von der GZ über die Umbenennung von Uhrmacherinnungen.

DDR, am 18. Februar. Das DDR-Kultusministerium legt einen "Plan zur lanfristigen Entwicklung der sozialistischen Kultur und ihrer materiel technischen Basis" vor. Darin wird unter anderem eine Steigerung der jährlich erscheinenden Bücher von 5.900 auf 7.200 genannt. Als vordringlichstes Bauvorhaben bezeichnet das Ministerim den Wiederaufbau des Dresdner Zwingers.

DDR. Im DDR-offenen Schmuckwettbewerb sind von 58 Einsendern insgesamt 89 Stücke zu bewerten. 1. Preis: Horst Gerlach, Freibert. 2. Platz: Thomas Günther, Zwickau.

Bonn, im März. Die Innung Bonn bemüht sich um die Ausstellung "Kontraste" und leistet dafür in der Bundeshauptstadt vorbildliches.

Hannover, am 17. April. Die Jury für den Benvenuto-Cellini Wettbewerb bewertet die eingegangenen Arbeiten. Vergeben werden 3 Goldmedaillen, 15 Silbermedaillen und 20 Feingoldbarren á 20 g. Für die Teilnehmer wird eine Kostenbeteiligung von 3 % des Wertes vom Stück, aber mindestens 10,00 DM gerechnet.

Bundesrepublik Deutschland, am 27. April. Die CIBJO legt für die Qualitätsbestimmung für Diamanten den Satz von sieben Farbgraden der Mustersteine fest.

Ahlen, am 21. Mai. Das Fortbildungszentrum Ahlen wir ins Handelsregister eingetragen.

Hannover, vom 24. bis 28. Mai. ZV-Tagung mit 3. Meeting der "Vereidigten Sachverständigen" in der niedersächsischen Hauptstadt.

Am Benventuo-Cellini Wettbewerb, den fünften, nehmen 177 Gold- und Silberschmiede teil, die 399 Stücke einreichen. Die Teilnehmer sind, neben Deutschen, aus der Schweiz, Österreich, Frankreich und den Niederlanden.

ZV-Präsident Werner Fischer halt anlässlich der Eröffung der ZV-Tagung eine brisante Rede vor den Delegierten und Gästen. Goldschmiedemeister Drabe-Soer stellt den Antrag, den Benvenuto-Cellini Wettbewerb "neu zu fixieren und zu überdenken".

Als Gastgeschenk erhält die Stadt für das Ratssilber 6 silberne Becher mit Tablett. Obermeister Thewis überreicht einen von ihm gefertigten silbernen Ehrenbecher an Peter Ferner.

Themem: Umbenennung von Uhrmacherinnungen und Vorgehensweise des ZV in dieser Frage (Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik). Obermeister Hartkopf will nicht, dass die 2-jährige Ausbildung an der Schule in Schwäbisch Gmünd auf eine Ausbildung in NRW anerkannt wird. Der ständige Ansieg des Goldpreises bringt die Industrie auf die Idee, eine Goldlegierung von 4 Karat anzubieten. Darauf bezieht der Präsident des ZV Werner Fischer wie folgt Stellung: "Als verantwortungsbewusster Goldschmiedemeister und vornehmlich das Präsident des ZV muss ich mich von Legierungen, die nur einen Hauch von Gold beinhalten, distanzieren... Schon der Gedanke an eine neue Scheingoldlegierung von 4 Karat ist für mich unlauter. Es ist absurd, eine 4-Karat-Legierung noch als Gold zu bezeichnen, herzustellen und zu vertreiben". Mitgliederzahl: 1.300.

Hannover, vom 16. bis 17. Juni. Schwerer Einbruch in das Handwerksforum Hannover. Aus der Ausstellung des Benventuo-Cellini Wettbewerbes werden von 398 Arbeiten 334 Stücke entwendet. Die Gestehungskosten der Stücke werden mit insgesamt 718.770,- DM angegeben. Der Schadensbetrag beläuft sich bei der IDUNA-Versicherung auf 661.502,-DM.

Ulm, am 4. September. Eine Arbeitsgruppe unter dem Goldschmiedemeisterehepaar Drabe-Soer, Obermeister Stumpe, Schwäbisch Gmünd, und Goldschmiedemeister Welte, Wangen, erarbeitet einen neuen Entwurf für die Ausschreibung zum Cellini Wettebewerb.

DDR, am 2. Oktober. Die Staatsbank bringt neue 100-Mark Banknoten im Umlauf. Die tragen die Währungsbezeichnung "Mark der Deutschen Demokratischen Repubik". Die sind in einem blauen Farbton gehalten. Die Vorderseite zeigt das Kopfbild von Karl Marx, die Rückseite den Palast der Republik. Die aufgedruckte Jahreszahl ist 1975.

DDR, am 22. November. Die Staatsbank gibt neue 1- und 2- Mark-Stücke mit der Bezeichnung Mark, statt der alten Bezeichnung "Deutsche Mark" heraus.

Hanau, am 31. Dezember. Der Leiter des Deutschen Goldschmiedehauses Fritz

Bredel geht in Pension. Fritz Bredel (geb. 23.03.1913 in Leipzig) hatte 16 Jahre die Leitung des Hauses inne.

1979

Hanau. Als Patent Nr. 971 243 wird das Zeichen geschützt, welches der OStR Hans Michael Heynen für den ZV geschaffen hat. (Stein/Sonne/Mond)

Wolfenbüttel. Mit der Ehrennadel des LIV Niedersachsen wird Eberhard Rullkötter ausgezeichnet. Es ist die 3. Verleihung; die zweite Nadel ging 1977 an Robert Köthe.

Bruchsal, im Januar. Die Firma Selectra Schäfer GmbH und die Firma Uhren-Schmuck-Diamanten-Depot GmbH geraten in die Schlagzeilen. Die Erna Schäfer GmbH treit unlauteren Wettbewerb, indem sie Schmuckgeschäfte gekauft und Räumungsverkäufe insziniert.

Ahlen, im Januar. Mit Genehmigung des Bundesministers für Wirtschaft wird dem ZV gestattet eine Beratungs- und Informationsstelle einzurichten. Bestetzung erfolgt ganztägig mit Dipl. Kaufmann Bodo Jonda (geb. 1943 in Braunschweig). Büro: Hellstr. 18, 4730 Ahlen. Der "Tiegel" als Mitteilungsblatt des ZV wird erstmals gedruckt. Die Kosten für den Verband werden auf jährlich 25.000 ,- DM geschätzt.

München, am 2. Februar. Preisverleihung des Degussa-Wettschmieden ´79 in Verbindung mit dem Zentralverband.

Bundesrepublik Deutschland, im Februar.

Edelmetallpreise per Gramm:

Gold: 15,00 DM / Silber: 0,44 DM / Platin: 27,30 DM.

Ahlen, im Frühjahr. Der Fachhandelsberater der IGC (International Gold Corporation) J. Heier stattet dem Fortbildungszentrum Ahlen einen Besuch ab.

Ahlen. Der Zentralverbandsbeitrag beträgt jährlich 58,00 DM pro Mitgliedsbetrieb.

Cuxhafen, vom 30 März bis 1. April. Norddeutsches Goldschmiedetreffen im Hotel Seelust.

Kronberg, am 10. April. Im Schlosshotel wird der Deutsche Carat Club aus der Taufe gehoben. ZV-Präsident Werner Fischer ist eingeladen und wird in den Club aufgenommen.

Bundesrepublik Deutschland. Im genannten Jahr betragen die Durchschnittslöhne für Goldschmiede-Gesellen im Monat 1.782 ,- DM = Stundenlohn von 10,28 DM.

Ahlen, im Mai. Im "Tiegel" ruft der ZV-Präsident Werner Fischer unter der Überschrift "Hallo Senioren" die Kollegen auf, die Geschichtszeugen aus dem Handwerk zu erhalten und zu sammeln.

Bundesrepublik Deutschland, am 23. Mai.

Edelmetallpreise per Gramm:

Gold: 16,80 DM / Silber: 0,54 DM / Platin: 29,50 DM.

Ahlen, vom 14. bis 17. Juni. Deutsch Gold- und Silberschmiedetage in Ahlen. Motto: "Das goldene Ahlen". Präsident Werner Fischer eröffnet die Tagung im Rathaussaal. Diskutiert wird über die Inhorgenta; den internationalen Berufswettkampf in Irland; den Cellini-Wettbewerb; Antrag über die "Schmuckbörse" . Die Durchführung des Wettbewerbs "Schätze des Meeres". Die Innung Schwaben erreicht die Zulässigkeit einer Klage gegen die Handwerkskammer Schwaben bezüglich der Genehmigung von Satzungsänderungen von Uhrmacherinnungen (Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik). Die Mitgliederversammlung beschließt eine Rechtskostenfond von 5 ,- DM pro Mitglied. Wertplomben mit dem neuen ZV-Zeichen und der Unterschrift "Goldschmiede-Kunst" sind in der ZV-Dienststelle zu erhalten und dürfen nur an Schmuckstücke aus eigener Werkstatt angebracht werden. Zum Lehrlingstreffen, Initiator die Degussa, verantwortlich Goldschmiedemeister Hans Klinkhammer, Goldschmiedemeister Haumer und Dipl. Kaufmann Jonda, kamen etwa 300 Auszubildende. Mitgliederzahl: 1.335.

Frankfurt/M., am 16. Juni um 9 Uhr. "Antiquitätenmarkt" im Hessischen Rundfunk. Die Goldschmiedin Prinzessin Margarethe v. Isenburg moderiert die Sendung: "Unterschiede im Jungendstil in Deutschland, Wien und Paris".

DDR. Es wird "freies" Gold im Handel mit der doppelten Verbauchsabgabe belegt ( = zweimal 30 ,- Mark = 60 ,- Mark je Gramm). Bezeichnet als "Exiquisit Gold".

Münsterschwarzach. Der Abt von Münsterschwarzach schenkt dem Zentralverband ein Gästebuch. Gefertigt von Bruder Adelmar Dölger mit den Klostergoldschmieden.

Hanau. Der ZV schließt mit der Stadt einen Vertrag über finanzielle Unterstützung zwecks Anschaffung von Fachliteratur für die Bibliothek des Deutschen Goldschmiedehauses von jährlich 1.000 ,- DM. Bei einer möglichen Auflösung der Bibliothek wird dem ZV das Vorkaufsrecht zugesprochen.

Ahlen, am 20. August. Die Dienststelle des ZV bietet die neue "Familien-Fibel" an.

Gelsenkirchen, am 9. September. Wihelm Kranefoed wird 60 Jahre alt und sein Betrieb kann auf ein 25-jähriges Bestehen zurückblicken.

Stuttgart, am 7. Oktober. Der Goldschmied und Redakteur der GZ, Gustav Merkle, wird 75 Jahre alt. Aulage des Fachblattes "GZ" der ca. 12.000 Stück.

Ahlen, am 13. Oktober. Obermeister Grändorf lädt seine Osnabrücker Innungskollegen zur Tagung nach Ahlen ein.

Bundesrepublik Deutschland, am 22. Oktober.

Edelmetallpreise pro Gramm:

Gold: 23,40 DM / Silber: 1,05 DM / Platin: 32,90 DM.

Ahlen, im Herbst. Im Informationsblatt "Tiegel" wird zu einer Feingoldspende aufgerufen. Das Material soll zu einem "Eligius-Becher" verarbeitet werden, der dem Papst Johannes Paul II. geschenkt werden soll.

Karlsruhe, im Herbst. OM Johann Kölmel schreibt im "Tiegel" über Gutachten.

Köln, im November. Das Bundesverwaltungsamt in Köln teilt mit, dass die vom ZV benutzte Adler-Darstellung nicht im Widerspruch zu den geltenden "Richtlinien" steht.

Mannheim, im Dezember. Obermeister Jarosch und der Sachverständige Wöhler gehen erfolgreich gegen eine Kunst- und Antiquitäten-Auktion vor, welche neuen Schmuck als alten versteigern wollte.

1980

Bundesrepublik Deutschland. Praktischer Leistungswettbewerb der Goldschmiede-Handwerksjugend auf Bundesebene. 1. Preis: Beate Kaczmarek bei Wolfgang Schäfer, Detmold. 2. Preis: Wolfgang Kraft bei Bruder Adelmar Dölger, Münsterscharzach. 3. Preis: Beate Hanke bei Arnold Hanke, Mayen.

Ahlen, am 3. Januar. Goldpreis-Explosion! ZV-Präsident Werner Fischer schreibt an den Bundesminister für Wirtschaft, Graf Lambsdorf, einen Brief und bittet darin um die "vorrübergehende Aufhebung der Preisauszeichnungspflicht für Edelmetallschmuck".

Bonn, am 4. Januar. Konferenz der Schmuckverbände. Regierungsdirektor Dr. Groger spricht über die Problematik der Preisauszeichnungspflicht.

Bundesrepublik Deutschland, im Januar. Die Edelmetallpreise schaukeln sich im Wechsel nach oben. Das Gold erreicht eine Rokordhöhe von 47,50 DM per Gramm Feingold.

Schöningen, im Januar. Ernst August Grimm, der bisherige Obermeister von Berlin, verlässt seine Heimatstadt Berlin un eröffnet in 3338 Schöningen ein neues Geschäft.

Arnstadt (DDR). Für Edelmetallfacharbeiter mit der Spezialisierungsrichtung Schmuckgürtler und Graveur werden unter Leitung des Ministerims für Musik und Kulturwaren (Sitz Plauen) neue Lehrpläne erarbeitet. Die Lehrpläne sind für das gesamte Gebiet der DDR gültig und verbindlich.

Münster, am 29. Januar. Lossprechungsfeier für sechs Auszubildende. OM Maimann und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses Hans Klinkhammer überreichen die Gesellenbriefe.

Ahlen, am 30. Januar. Der Zentralverband beantragt beim Deutschen Institut für Normung (DIN) DIN-Normen für Doublé.

München, am 8. Februar. Die Sonderstufe der Cellini-Medaille wird an den Präsidenten des Zentralverbandes Werner Fischer verliehen. Die Eingravierung in den Bergkristall:

Dem Goldschmiede Werner Fischer dem Präsidenten des Zentralverbandes für das Juwelier-, Gold- und Silberschmiedehandwerk in Anerkennung und Würdigung seines Vielfältigen Wirkens für den Berufsstand.

München, 8. Februar 1980.

München, am 10. Februar. Präsidiumssitzung während der Inhorgenta-Messe. Außer Robert Köthe und Gerhard Lehmann ist kein Präsidiumsmitglied bereit sich für iene weitere Amtsperiode im Zentralverband zur Verfügung zu stellen.

Berlin, im Februar. Neuer Obermeister wird Max Heydemann. (Lehre von 1947-1950, Meisterprüfung 1954, Mitglied des ZV-Präsidiums).

München, im Februar. G. Spies von der International Gold Corporation, München: "Der Goldpreis macht uns allen Kopfschmerzen, unsere Kunden sind aber über die Preisentwicklung durch die Medien so gut wie noch nie zuvor informiert".

Bundesrepublik Deutschland, im März. Das Gramm Feingold kostet ca. 32 ,- DM.

Koblenz, am 25. März. Innungsversammlung Mittelrhein. Paul Rothgerber tritt zurück. Zum neuen Obermeister wir Joachim Flach gewählt. Flach ist Jahrgang 1943 und hat im November 1971 die Meisterprüfung bestanden.

Ahlen, am 31. März. In der Dienststelle des ZV Ahlen treffen sich die drei Herren, Geschäftsführer der Platingilde Freiherr von Loe, ZV-Präsident Werner Fischer und Dipl. Kaufmann Jonda vom Zentralverband. Besprochen werden Kooperationsmaßnahmen mit der Platingilde.

DDR, am Freitag, dem 11. April. "Aktion Rudi!" Es werden Punkt 17 Uhr alle Goldschmiede und edemetallverarbeitenden Betriebe in der DDR heimgesucht, um durch eine körperliche und buchmäßige Erfassung die Edelmetallbestände für die Aufbewahrung festzustellen. Die Aktion, welche unter dem Decknamen "Rudi" läuft, dauert bei vielen Kollegen bis nach Mitternacht und wird jeweils von 2 Beamten durchgeführt. Nachdem alle Bestände - auch das Material und die Aufträge der Kunden - erfasst sind, wird die Umbewertung von Gold á Gramm, von 33,67 Mark auf 250 ,- Mark und von Silber á Gramm 0,28 Mark auf 6,50 Mark vorgenommen. Die "Wertdifferenz" muss binnen Wochen an das Finanzamt abgeführt werden.

Arnstadt (DDR). An der Thüringer Berufsschule werden Berufe ausgebildet: Edelmetallfacharbeiter mit Spezialisierungsrichtungen: Goldschmied, Serienfertigung von echtem Schmuck, Schmucksteinfasser mit Gravierfertigkeiten, Silberschmied, Steinschleifer. Weiterhin Graveure mit den Spezialisierungsrichtungen: Reliefgravur, Falchdurckgravur, Jagdwaffengravur, Maschinengravur, Flachstichgravur und Stahlstichgravur.

Bückeburg, am 12. April. Tagung des Landesinnungsverbandes. LIM Eberhard Rullkötter berspricht mit den OM die bevorstehende ZV-Tagung, das Norddeutsche Goldschmiedetreffen in Hamburg 1981 und die Ausbildungsbeihilfen.

Bonn, im April. Nach der Eingabe eines Bürgers und der Überprüfung durch das Bundesamt wird ausdrücklich festgestellt, dass der Zentralverband des Juweliere, Gold- und Silberschmiede berechtigt ist das Hoheitszeichen der BRD, den Adler, in seiner Korrospondenz bei Urkunden, Mitteilungen etc. zu führen.

Würzburg, im April. Zum neuen Obermeister der Innung Unterfranken wir Rudi Engert gewählt.

Frankfurt/M., im April. Gerd Walter wird neuer Obermeister der Goldschmiede-Innung.

Wißgoldlingen, im April. Der Präsident Fischer lobt im "Tiegel" das Engagement von Jo Stotz, die sich mit dem "Haldenhof" verdiet gemacht hat.

Zwickau (DDR), am 17. April. Wegen der Aktion "Rudi" ruft die Berufsgruppe sofort eine "Krisensitzung" ein, an der auch der "Staatsapparat" als Gast und Horcher teilnimmt. (Tauschert, Hirsch, Fickert, Fritzsch)

Hanau, vom 18. bis 20. April. Jahreshauptversammlung der Gesellschaft für Goldschmiedekunst. Klaus Osthues: "Altes Silber aus Münster".

Basel, vom 19. bis 28. April. Europäische Uhren- und Schmuckmesse.

Vatikanstadt, am 30. April. ZV-Präsident Werner Fischer überreicht dem Papst Johannes Paul II. zu einer Audienz einen goldenen Becher (258 Gramm 900/- Gold), den Peter Ferner fertigte und er aus Spenden der Mitglieder des ZV entstand. Es handelt sich um den ersten St. Eligius-Becher.

Pforzheim, am 9. und 10. Mai. Feierlichkeiten zum 75-jährigen Jubiläum der Goldschmiedeschule. Ausstellung: 7. bis 26. Mai, Lehrerarbeiten OStR A. Lutz / Dipl. Ing. Studiendirktor H. Meyer.

Hanau, vom 15. bis 18. Mai. Deutsche Juwelier-, Gold- und Silberschmiedetage. Vorträge: Prinzessin von Isenburg über "Schmuck im Art déco". Hans Michael Heynen: "Kreativität - eine Herausforderung für das gestaltende Handwerk". OStR. Walter Dennert: "Die Staatliche Zeichenakademie Hanau; Aus- und Weiterbildung".

Nach einem Jahr Pause wird der 6. Benvenuto-Cellini Wettbewerb wieder ausgerichtet. Beteiligt haben sich 92 Gold- und Silberschmiede aus Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz, die zusammen 179 Arbweiten einreichten. 3. Goldmedaillen: Willy Wiemann, Meran; Günter Arhelger, Wuppertal; Gearg Dobler, Berlin.

Die Mitglieder des Zentralverbandes für das Juwelier-, Gold- und Silberschmiedehandwerk wählen ihr neues Präsidium. Nach über zehnjähriger Amtszeit tritt Werner Fischer zurück. Mit großer Mehrheit wählen die Delegierten Hans Bergner zum neuen Präsidenten. Vizepräsident wird Gerhard Lehmann, Kiel. Weitere Mitglieder des Präsidiums: Max Heydemann, Berlin; Hermann Jaufmann, Augsburg; Johannes Kemter, Freiburg; Robert Köthe, Hannover; Paul van Ooyen, Kevelaer. Für das Haus Berlin wird ein eigenes Referat eingerichtet: OM Heydemann. Die Punzierungsverhandlungen mit der EWG bezüglich einer einheitlichen Punzierung müssen durch den Beitritt Großbritanniens mit dem 9-Karat-Gold neu aufgenommen werden. Der ZV erhält nach vorheriger Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens den Bescheid, den "Bundesadler" in seiner Korrospondenz zu führen (eigentlich als staatliches Hoheitszeichen vorhanden!). Der ZV Beitrag wird auf 58,-DM erhöht. Goldschmiedemeister E. A. Grimm überreicht den vom ihm geschaffenen Ehrenbecher an Obermeister Hans Kühn. Neue OM Max Heydemann, Berlin; Joachim Flach, Koblenz; Gerd Walter, Frankfurt. Fritz Bredel, ehem. Leiter des Goldschmiedehauses wird Ehrenmitglied. Mitgliederzahl: 1.292.

Königstein, am 22. Mai. Das Förderwerk feiert sein 25-jähriges Bestehen. ZV-Präsident H. Bergner übermittelt Glückwünsche der Goldschmiede.

BRD, am 11. Juni.

Edelmetallpreise per Gramm:

Gold: 34,50 DM / Silber: 0,94 DM / Platin: 41,55 DM.

Bremen, am 24. Juni. Rolf G. Lange soll einen Diamanten in einer versiegelten Diamantbox begutachten, der als Sicherheit von einem Kunden für 95.000,-DM entgegengenommen wurde. (Zertifikat eines Schweizer gemmologischen Instituts). Nach der Öffnung, in Anwesenheit eines Notars, stellt sich heraus, dass der Stein nicht die angegebenen 2,47 ct wog, sonder 3,77 ct. Die versiegelte Box beherberte eine Steinfälschung im Wert von ca. 100,-DM.

Kassel, im Juni. Obermeister Herman Stiehl stirbt im Alter von 51 Jahren.

BRD, im September. Die Platingilde Deutschlands bekennt sich zur Zusammenarbeit mit den Schwestergilden in London und Tokio und wird somit mit ihrem Warenzeichen "Pt" international.

BRD, im Sommer.

Edelmetallpreise per Gramm:

Gold: ca. 39,00 DM / Silber: ca. 1,00 DM / Platin: ca. 43,00 DM

Bonn, im August. Zum Obermeister der Goldschmiede-Innung wird Stephan Düren gewählt.

Augsburg, am 23. September. Günter Winkler kann seinen 65. Geburtstag feiern. Geboren in Pforzheim, Meisterprüfung 1939, Obermeister der Innung Augsburg/Schwaben, seit 1945 2. Vorsitzender des ZV. 1947 und von 1948 bis 1952 1. Vorsitzender des Zentralverbandes.

Stuttgart, am 27. September. Hauptversammlung der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung. OM Hermann Leppert wird wiedergewählt. Stellv. OM wird Theophil Schreiber.

Hamburg. Die norddeutschen Goldschmiedetage werden in der Stadt ausgerichtet.

DDR. In der Mai-Ausgabe der "Uhren und Schmuck" erscheint ein Artikel des Prof. Dr. Klaus Kolloch über "Gold und Geld im Kapitalismus". Kolloch kommt zu dem Schluss: "Erst im Sozialismus wurde der Geldfetischismus als gesellschaftliche Erscheinung überwunden".

Bremen, im Herbst. Das Präsidium des ZV des Juwelier-, Gold- und Siblerschmiedehandwerks der BRD hat in Bremen seine Dienststelle eingeweiht. Eine erste Ausstellung befasst sich mit dem Edlemetall Platin.

Dortmund, im Herbst. Albert Litzinger, Mitbegründer des Zentralverbandes, Obermeister und Landesinnungsmeister, ist verstorben.

Münster, am 10. Oktober. Im Zimmertheater des Hauptbahnhofs ist Premiere für das Schauspiel "Der Laden des Goldschmieds" von Karol Wojtyla. (Papst Johannes Paul II.)

DDR, am 20. Oktober. Die Preisanordnugn 4257 tritt in Kraft.

Hamburg, am 25. Oktober. Der Obermeister Hugo Scheele wird 70 Jahre.

Köln, am 4. November. Der Ehrenpräsident des ZV, Heinz Mohr, wird 75 Jahre. Von 1958 bis 1971 leitete er die Geschicke des Verbandes.

Wachenheim, am 13. November. Der weltbekannte Edelsteinexperte Prof. Dr. Schlossmacher verstirbt im Alter von 93. Jahren.

Bremen, im November. Zu einer gemeinsamen Arbeitswoche treffen sich angehende Goldschmiede aus Bremen und Zürich (Schweiz) in den Räumen der Berufsschule zu Bremen.

Bonn, im Winter. 23 Mitglieder der Innung reichen Entwürfe für eine Obermeisterkette ein. Der Vorschlag des Goldschmieds H. G. Bathauer aus Bonn, Franzstr. 34, wird angenommen und mit 1.500 DM prämiert.

1981-1990

München, im Januar. Gold- und Silberschmiedemeister Friedrich W. Weiss erhält das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der BRD.

Regensburg, am 11. März. Die Innung der Goldschmiede und Silberschmiede Oberpfalz und Kreis Kelheim wählt zum neuen Obermeister Kurt Riebel jun. aus Regensburg. Er übernimmt das Amt von seinem Vater Franz Riebel.

Kiel, am 15. März. Gerhard Lehmann, Vizepräsident des ZV, wird 60 Jahre alt.

BRD, im April. Edelmetallpreise per Gramm: Gold: ca. 35,00 DM / Silber: ca. 0,82 DM / Platin: ca. 35,00 DM.

Braunschweig, vom 7. bis 10. Mai. 750-Jahrfeier der Gold- und Silberschmiede-Innung Braunschweig. Anlass eine „neue" Obermeisterkette zu fertigen. Es ist eine Gemeinschaftsarbeit der Kollegen Herbert Mrochen und Karl-Heinz Peters. Weiter mittätig: E. Rullkötter, Franz Mölders, Hans-Heinrich Koch, Hubert Schröder, Wolfgang Herbig, Gerhard Wundenberg, E. August Grimm, Uwe Schnackenbeck, Erhard Leuner, Jost Nöschel, Hans-Joachim Graßhoff.
Der Mittelpunkt das Innungssiegel von 1675, darüber das Stadtwappen, anschließend die Wappen Wolfenbüttel, Helmstedt, Wolfsburg, Goslar, Salzgitter, Schöningen, Bad Ganderheim, Braunlage und das Handwerkerzeichen.
Der alte LIV wird aufgelöst und ein neuer Landesinnungsverband gebildet. Neuer LIM Eberhard Rullkötter. Anwesend der ZV-Präsident Bergner.

GZ, im Mai. In der Goldschmiede Zeitung werden hervorragende Emailarbeiten von Lilli Schultz, Burg Giebichenstein / Halle, vorgestellt.

Nürnberg, vom 17. bis 19. Juni. Goldschmiedetage im Nürnberger Carlton-Hotel. Begrüßung durch den Präsidenten Bergner. Gäste: Kommerzialrat Schiller, Bundesinnungsmeister aus Österreich, und Otto Assam, LIM Bayern der Uhrmacher. Gewählt wird der neue Vizepräsident des ZV Hermann Jaufmann. Ausstellung: „Verschluss – Schmuck im Wandel der Zeit". Werner Fischer wird zum Ehrenpräsidenten ernannt. Festlegung des Beitrags für 1982 auf 72,- DM und 1983 auf 82,- DM. Bildung eines Arbeitskreises „Werbung". Mitglieder sind die Damen Frau Braun, Frau Schönke und die Herren Jaufmann als Sprecher, Engert, Klein und Kühn jun. Neue Obermeister: LIM Peter Strunck, Hamburg; LIM Wolff, Bremen; OM Klinkhammer, Münster; OM Klaus Labisch, Essen; OM Kurt Riebel, Regensburg.

BRD, GZ/8, im August. Das neue Fachzeichen des ZV wird vorgestellt. Für Gold: Sonne; für Silber: Mond; für Edelstein: Facetten.

Hanau, im August. Wegen Renovierungs- und Umbauarbeiten bleibt das Deutsche Goldschmiedehaus bis voraussichtlich Mai 1982 geschlossen. Die Gesamtkosten des Umbaus werden mit 1,3 Millionen Mark beziffert.

Wuppertal. Im Alter von 74 Jahren stirbt der Wuppertaler Goldschmiedemeister Georg Abeler.

Karl-Marx-Stadt (DDR), vom 1. bis 10. September. Im Schaufenster der PGH Brillant, Karl-Marx-Allee 2, werden die Ergebnisse des DDR-Schmuckwettbewerbes 1981 – Gestaltung feingliedriger kleiner Damenringe – ausgestellt.

Halle (DDR), im September. Auf der Burg Giebichenstein werden Goldschmiede-Arbeiten von Burg-Schülern gezeigt, die alle nach dem Krieg entstanden sind.

Pforzheim, am 19. September. Im ehemaligen Fabrikationsgebäude der Fa. Kollmar & Jourdan wird das neu errichtete Museum eingeweiht.

Koblenz, am 26. September. 1. Obermeistertagung im Hotel Rheingold. Referat Werner Becker, Präsident der Handwerkskammer. Thema: „Aufgaben der Ehrenamtsträger des Handwerks". Hauptthema ist der gravierende Eingriff der Uhrmacher in das Berufsbild der Goldschmiede. (Der Entwurf des neuen Berufsbildes der Uhrmacher wurde dem ZV zugesandt.) Diskussionspunkte sind: Aufgaben der Innung, Problemstellungen und Lösungsmöglichkeiten; Berufsbilder und Werbung. Rahmenprogramm: Eröffnung der Schlängelwoche, Schiffsfahrt nach Braubach und Ausflug nach Maria Laach.

Schwäbisch Gmünd, am 14. Oktober. Der Edelmetallindustrieverband feiert sein 75-jähriges Bestehen.

Frankfurt/M., im Oktober. Der Präsident des ZV Hans Bergner besucht in der Frankfurter Sparkasse die Ausstellung „Goldschmiedekunst 1981".

Stuttgart, am 16. Oktober. Die „GZ" hat ein neues „Gesicht". Der ZV gratuliert in einem offiziellen Schreiben der „GZ" zu ihrer neuen „Aufmachung".

BRD, im Herbst. Die Gold- und Silberschmiede beschließen eine gemeinsame Werbeaktion. In Zusammenarbeit mit der IGC München wird die erste Werbebroschüre „Was ist Gold" herausgegeben. Darüber hinaus wird der ZV weitere werbliche Maßnahmen zur Förderung seiner Mitglieder entwickeln.

Ahlen. Im Fortbildungszentrum wird es möglich, durch die Absolvierung von 7 Seminaren innerhalb von 12 Monaten, sich zum Edelmetalltechniker ausbilden zu lassen.

Köln, im Herbst. Anlässlich der Amtseinführung von OM Franz-Heinrich Hartmann ­lässt die Innung die alte Tradition des „Ochsenessens" wieder aufleben. Dieser Brauch geht auf das Jahr 1496 zurück, als die Goldschmiede bei den „Schießspielen" der Kölner Zünfte gewannen. Über den errungenen Sieg wurde ein Zunftessen veranstaltet, zu dem ein kapitaler Ochse gebraten wurde.

Ahlen, am 10. November. Zweite Gesellschaftsversammlung des Fortbildungszentrums des ZV, im Ahlener Rathaus. Der Aufsichtratsvorsitzende Werner Fischer begrüßt besonders den neuen Präsidenten des ZV Hans Bergner, Bremen. Geschäftsführerin M. Knickenberg gibt den Finanzbericht. Neuer Name: „Fortbildungszentrum Ahlen für die deutschen Juweliere, Gold- und Silberschmiede".

Berlin, vom 20. bis 22. November. Die größte Schmuckschau der letzten Jahre wird auf 2000 qm Ausstellungsfläche in den Hallen des Messegeländes am Funkturm gezeigt.

Mannheim, am 1. Dezember. Die ansässige Goldschmiede-Innung begeht feierlich ihr 250-jähriges Stiftungsfest im Hotel Wartburg. OM Heinz Jarosch, seit 15 Jahren der Vorsitzende, erinnert in seiner Rede an die Gründungszeit von 1731.

DDR, am 16. Dezember. Laut Mitteilung der ÖVW (Örtliche Versorgungswirtschaft) und der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik sind ab sofort alle Goldschmiedeleis­tungen (P1, P2 und Reparaturen) im Formblatt 320 unter Dienstleistungen und Reparaturen auszuweisen.

1982

Kassel, im Januar. Der OM der Innung Kassel, Eberhard Kumpe, stirbt. BRD, im Januar. ZV-Mitteilungen: „Ein Handwerk geht in ein anderes?" Ist ein Uhrmacher + ein Goldschmied = ein Uhrschmied? Die Diskussion wird entfacht, da die Uhrmacher ihr Berufsbild ändern wollen.

DDR. Es erscheint eine Tabelle, auf der man Werte von Brillanten ermitteln kann. Die Herkunft der hektographierten Liste bleibt unbekannt. Preise für Brillanten und viele andere Edelsteine hatten bis dahin keinen offiziellen Charakter.

München, im Februar. Auf der Inhorgenta stellen 13 Goldschmiede-Innungen ihre Amtsketten aus.

GZ, im März. Hans-Jürgen Wiegleb, Wolfsburg, wird mit vier seiner Arbeiten vorgestellt. Geboren am 19. 11. 1948 in Ehrenfriedersdorf/Erzg.; 1964 Goldschmiedelehre in Braunschweig, 1971 Meisterprüfung, seit 1981 selbstständig in Wolfsburg. Auszeichnungen – Mitgliedschaften – Ehrenämter.

München, am 25. März. Freisprechungsfeier der Gold- und Silberschmiede-Innung München und Oberbayern in der kleinen Festhalle des Nobelhotels Bayrischer Hof. Die Arbeiten der 50 Absolventen sind in mehreren Vitrinen zu bewundern.

Bonn, am 25. und 26. März. Im Bonner Haus des ZV tagt die Jury, um die Preise des alle drei Jahre stattfindenden „Degussa-Wettschmieden" zu vergeben (616 Arbeiten!).

Aschenhütte / Südharz, am 3. und 4. April. Landesinnungsverbandstagung Niedersachsen. LIM Eberhard Rullkötter kann alle OM und den ZV-Präsidenten Hans Bergner begrüßen. Die Idee von W. Grändorf, silberne Becher zu stiften, wurde realisiert und den 1. Becher erhält ZV-Präsident Hans Bergner vom LIM überreicht. Den ersten Becher hat Silberschmiedemeister Wolfgang Grändorf selbst gearbeitet.

Düsseldorf, vom 19. bis 23. Mai. Im Hotel Hilton wird die Jahrestagung des ZV abgehalten. OM Paul Hartkopf, Düsseldorf, ist Gastgeber. LIM Max Heydemann, Berlin, berichtet über den Zustand des Berlin-Objektes. Auf Vorschlag der Vollversammlung wird beschlossen, das Berlin-Vermögen in einem geeigneteren Objekt anzulegen. Einstimmig wird beschlossen, die Dienststelle des ZV von Ahlen nach Bremen zu verlegen. Lebhaft debattiert wird das neue Berufsbild der Uhrmacher. Hans Kühn überreicht den von ihm gefertigten silbernen Ehrenbecher seinem Kollegen Atemar Frère mit den Worten: „Ich habe einen Becher selbst gearbeitet für einen Kollegen, den wir alle kennen und über den ich nichts weiter sagen brauche."

Bremen, im Mai. 2. Auflage des „Golden Buch". Die Berufsausbildung zum Goldschmied und zum Silberschmied mit Mustern der betrieblichen Ausbildungspläne werden auf dem neusten Stand dargestellt.

Wißgoldingen, vom 2. bis 6. Juni. 15. Begegnung Schmuckschaffender im Haldenhof. Danach (10. bis 13. Juni) Treffen der Fachjugend am selben Ort.

Osnabrück-Emsland. Goldschmiedeobermeister Wolfgang Grändorf ist wiedergewählt worden.

BRD. In den rund 3000 Gold- und Silberschmieden des Landes werden zur Zeit 1693 Lehrlinge ausgebildet.

Heidelberg / Mannheim. OM Heinz Jarosch übernimmt die Regie zur Fertigung einer Obermeister-Kette. Die Lehrlinge werden in die Pflicht genommen, zur Gesellenprüfung je ein Teil der Kette zu arbeiten. So sind von 30 Lehrlingen die Glieder gefertigt worden. Die Glieder in Silber mit je einem Edelstein besetzt, der symbolisch für die Eigenschaften, die ein Meister haben sollte, steht. Die vergoldeten Zwischenteile sind von OM H. Jarosch modelliert und ausgeführt worden.

DDR, am 29. Juni. Über den Rat des Bezirkes ÖVW (Örtliche Versorgungswirtschaft) ergeht eine Anweisung, die den Transport und die Lagerung von Edelmetallen und Edelsteinen regeln soll. Gbl. Teil 1 Nr. 29 S. 541.

Dresden / Bautzen / Görlitz (DDR), vom 18. August bis 15. September. Die Exponate des DDR-offenen Schmuckwettbewerbes werden in den vorgenannten Städten bei Ulrich Kretzschmar, Dresden, Schandauer Str. 94; Eckhardt Freund, Bautzen, K.-Pachalek-Str. 5 und bei Horst Finster, Görlitz, Steinstraße 12, in den Schaufenstern ausgestellt.

Bundesrepublik Deutschland. Zählung der in die Handwerksrolle eingetragenen edelmetallverarbeitenden Betriebe: Gold- und Silberschmiede: 2.880, davon Silberschmiede: 73. Zum Vergleich Uhrmacher: 6.614. Frankfurt , am 18. September. 2. Obermeistertagung im Air Kongress Hotel in Dreieich. Bereits am Vortag fand ein Festakt in der Volksbank in Frankfurt statt mit der Preisverleihung des Wettbewerbs „Rund um die Chinaperle". Auf Antrag von Paul Hartkopf, Düsseldorf wird über die Beschlussfähigkeit abgestimmt. Das Forum der Obermeistertagung ist nicht beschlussfähig. Abstimmungen sind nur Absichterklärungen und müssten auf der Delegiertentagung beschlossen werden. OM Hartkopf stellt einen Werbeprospekt für Goldschmiede vor. Gesellenstücke sollen nicht unter 40 und nicht über 60 Stunden in Anspruch nehmen. Arbeitsprobe 8 Stunden. Wertung 50 zu 50. Informationen über Normenkontrollklage. Kritik an die Schule Würzburg, da hier unter Vorwand des Berufsbildes der Uhrmacher eine Goldschmiedewerkstatt für die Uhrmacher eingerichtet wurde. Gespräche über Einrichtung eines Rechtskostenfonds. Frau Bergmaier bietet die Integrierung des „Tiegel" in die „Goldschmiede Zeitung" an. OM Gerhard Lehmann aus Kiel gibt seine Erfahrungen über Renditeberechnung mit einem Kleincomputer bekannt. Präsident Hans Bergner regt einen gemeinsamen Dachverband für die Branche an, unter Einbeziehung der Uhrmacher, Juweliere, Schmuck- und Edelsteinindustrie, des Großhandels und der Im- und Exporteure.

Dresden (DDR) / Oberfranken, vom 2. bis 3. Oktober. Etwa 30 Goldschmiede aus Nürnberg, Würzburg und Umgebung begeben sich auf eine Studienreise nach Dresden, Freiberg und Pillnitz. Krönung ist der Besuch des Grünen Gewölbes.

Schwäbisch Gmünd, am 22. Oktober. Der seit 1982 im Präsidium des ZV mitwirkende OM Peter Ferner wird für seine Leistungen um den Berufsstand mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Hanau, am 23. Oktober. Festakt zur Wiedereröffnung des Deutschen Goldschmiedehauses. Paul Hartkopf hält die Festrede. Glückwunschadressen überbringen der ZV-Präsident Hans Bergner, der Direktor des Pforzheimer Schmuckmuseums Dr. Fritz Falk. Ausgestellt werden die Arbeiten aus dem Wettbewerb „Die Kette", insgesamt 438 Stücke.

Köln, im Herbst. OM Hartmann empfängt zum alljährlichen, traditionellen Ochsenessen, ein Brauch seit 1496, wieder die Prominenz aus Wirtschaft und Politik.

Berlin, am 18. bis 21. November. Auf dem Messegelände unter dem Funkturm werden die „Goldenen Tage" abgehalten. OM Max Heydemann kann neben der Gattin des regierenden Bürgermeisters Marianne von Weizäcker, auch den ZV-Präsidenten Hans Bergner begrüßen. Zu sehen ist Schmuck vom 55-Karäter bis zum Silberanhänger.

Ludwigsburg, am 19. November. OM Hermann Leppert wird das Bundesverdienstkreuz verliehen. Mannheim, am 1. Dezember. Die Gold- und Silberschmiede-Innung feiert ihr 250-jähriges Bestehen.

Düsseldorf, am 1. Dezember. Zum Eligiustag gedenkt die Düsseldorfer Innung im Hilton-Hotel mit einer festlichen Versammlung der 275. Wiederkehr der Gründung der Gold- und Silberschmiedezunft. Paul G. Hartkopf übergibt Amt und Kette an den neuen OM Karl-Heinz Bründt.

1983

BRD, GZ Nr. 1. Artikel im Fachblatt: „1983 ein Jahr der ,realen Stagnation', oder des ,realen Nullwachstums'." Bundesrepublik Deutschland. Das Jahr wird als Jahr des Handwerks ausgerufen.

Brüssel, am 20. und 21. Januar. Großveranstaltung zum Auftakt „1983 Jahr des Handwerks". Gründer und Vorsitzender des Komitees: Paul Schnitker. Der ZDH arbeitet mit folgenden Verbänden zusammen: BGA / DIHT/ BDI / BDA / CDH / HDE / DEHOGA.

Bremen, am 28. Januar. Am Ende der Ausstellung „Rund um die Chinaperle" des Zentralverbandes wird die Freisprechungsfeier von 11 Goldschmieden und einem Graveur durchgeführt. Zu dieser Veranstaltung kann der LIM Wolfgang Wolff den Präses der HWK Bremen und den ZV-Präsidenten begrüßen.

Frankfurt/M., am 16. Februar. Delegationen der Verbände von Goldschmieden und Uhrmachern einigen sich über das Berufsbild der Uhrmacher, die den Uhrmachern im Fertigungs- und Kenntnisbereich aus dem Berufsbild Goldschmied Zugeständnisse machen.

Essen, am 20. März. Im Flume-Haus, Hachestraße 66, wird die 56. Erfa-Veranstaltung (Erfahrungsaustausch) der Firma Flume durchgeführt.

Bielefeld, am 6. April. Auf der Innungsversammlung wird Hans-Dietrich Schlüter (geb. 28.4.1937) zum neuen Obermeister gewählt.

Cuxhaven, im April. Landesinnungsverbandstagung Niedersachsen. Ausrichter OM Lüder Wöbber. LIM Eberhard Rullkötter kann den Vizepräsidenten des ZV Gerhard Lehmann, die Obermeister der norddeutschen Goldschmiedeinnungen und Senta Bergmaier von der GZ begrüßen. Unter anderem werden folgende Lohnempfehlungen ausgesprochen: 1. Gesellenjahr: 8,80 DM, 2. Gesellenjahr: 9,60 DM, 3. Gesellenjahr: 10,40 DM, 4. Gesellenjahr: 11,40 DM, 5. Gesellenjahr 12,40 DM, Meistergeselle 2.740,- DM monatlich.

Dresden / Bärenfels (DDR), vom 2. bis 5. Mai. Im Handwerkererholungsheim „Spitzbergbaude" in Bärenfels findet eine Informations- und Schulungstagung der Dresdner Goldschmiede-Berufsgruppe statt. U. a. berichten Kollege Greif und Kollegin Rathai über die Nachbildung des Lutherbechers. Als praktische Vorführung werden Schleifarbeiten an Schmucksteinen ausgeführt, die jeder Kollege sich in seiner Werkstatt selbst ausführen kann. (OM M. Winefeld, Innung Zwickau)

GTS Finnjet, Travemünde, vom 12. bis 15. Mai. Zentralverbandstagung an Bord der GTS Finnjet, Ziel Helsinki. Schon die Vorbereitung ergab große Schwierigkeiten, da nicht alle die Reise mitmachen wollten oder konnten, musste ein Teil der Tagung vorab in Travemünde stattfinden, was wiederum auf Ablehnung vor allem aus Bayern führte.
Wichtigster Tagesordnungspunkt ist das Abgrenzungsgespräch über den Entwurf des neuen Berufsbildes des Uhrmacherhandwerks. Im Falle der Annahme des Entwurfes durch den ZV, kündigt LIM Kühn den Austritt des Landesverbandes Bayern an.
Für 1984 wird als Beitragserhöhung die Angleichung an den Lebenshaltungskostenindex beschlossen. Als Nachfolger für den nicht mehr zur Verfügung stehenden Vizepräs. Jaufmann wird OM Joachim Flach aus Koblenz gewählt. Der Sitz des Verbandes wird nach Bremen verlegt. Der Delegierte Schuldt aus Hannover regt an, Beziehungen zu den Kollegen in der DDR aufzunehmen. OM Kirsch berichtet von seinen Kontakten zu Dresdner Kollegen. Die Tagung ist geprägt durch kontroverse Diskussionen.

Frankfurt/M., im Mai. Karl Bräutigam ist im Alter von 82 Jahren gestorben.

DDR. Ein neuer Stundenverrechnungssatz ist seit November in Anwendung. Für den selbstständigen Handwerksmeister:

Akkordrichtsatz: 1,77 Mark
110% Mehrlohnprämie: 1,95 Mark
3,72 Mark
112% Gemeinkostenzuschlag: 4,17 Mark
Stundenverrechnungssatz: 7,89 Mark

1983

Bremen, am 11. Juni. Der Obermeister der Innung des Juwelier-, Gold- und Silberschmiedehandwerks Aurich, Bremen, Oldenburg, Herr Wolfgang Wolff, ist 60 Jahre alt geworden.

Karl-Marx-Stadt (DDR), am 15. Juni. Zu einer festlichen Berufsgruppenversammlung laden die Karl-Marx-Städter Goldschmiede in ihr neurenoviertes „Kabinett" ein. Ein weiterer Anlass ist die 15-jährige Amtszeit des Obermeisters Heinz Schneider, dem für seine langjährige Arbeit als OM herzlich gedankt wird.

Dresden (DDR), am 22. Juni. Leitungssitzung der Goldschmiede-Berufsgruppe in der Werkstatt des OM Dieter Forberger. Als Gast erscheint Herr Nöthzig, Direktor des Betriebsteiles der Zwickauer Edelschmiede in Dresden. Herr Nöthzig informiert, dass die Zwickauer Edelschmiede insgesamt 1150 Mitarbeiter beschäftigt, im Betriebsteil Dresden 220 Mitarbeiter sind. Weiter ging es um die Probleme des staatlichen Edelmetallankaufs.

Fulda, am 8. Oktober. Außerordentliche Mitgliederversammlung des ZV im Hotel Bachmühle.
Die Versammlung beschließt, das Berufsbild der Uhrmacher nun doch vorerst nicht zu unterschreiben und zu versuchen eine Besserung zu erreichen. Sollte der LIV Bayern im ZV bleiben, wofür LIM Heinz Kühn sich einsetzen will, wird ein Rechtskostenfond von 20,- DM erhoben.

Dresden (DDR), am 31. Oktober. Berufsgruppenversammlung der Goldschmiede im Hotel „Astoria", Thälmannplatz. Goldschmiedemeisterin Ursel Lindner wird in die Berufsgruppe aufgenommen. Hartmut Schöne wird zur bestandenen Meisterprüfung beglückwünscht. Der Vorsitzende der Kreisgeschäftsstelle der HdB, Kollege Appelt, macht auf die äußerst kritische weltpolitische Situation aufmerksam. Er führt aus, dass der Beitrag des Handwerks zur Sicherung des Friedens in der Steigerung der Leistung und damit in der ökonomischen Stärkung der DDR liegt.

BRD. Betriebszahlen im Edelmetallgewerbe: 2.740 / Beschäftigte: 9.620 / Organisationsgrad im ZV: 55%

Pforzheim, am 6. Dezember. Das Technische Museum der Schmuck- und Uhrenindustrie Pforzheim wird offiziell eröffnet (Ehemals Kollmar & Jourdan).

1984

Dresden (DDR), am Montag, dem 12. März. Berufsgruppenversammlung im Hotel „Astoria". Kollege Schulz von der HdB gibt einen Überblick über die wirtschaftliche und politische Situation und stellt fest, dass die Handwerkerleistungen im Bezirk auf 571 Millionen Mark angewachsen seien. Kritisiert wird die Arbeitsmoral in einigen Zweigen der Volkswirtschaft, er appelliert an das Handwerk, alle Reserven zu erschließen.

Kiel, am 12. März. Jahreshauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung. OM Gerhard Lehmann, seit 20 Jahren im Amt, tritt zurück. Neuer OM wird Jürgen Schütt und sein Stellv. OM Laslo Janusko, beide aus Neumünster. Verlagerung des Innungssitzes nach Neumünster.

Bremen, am 23. März. In der Dienststelle des ZV in Bremen findet eine Präsidiumssitzung statt. Neben dem vollständigen Präsidium sind die Herren Both, Gruber, Kirsch und Wolff anwesend. Themen: Vorbereitung der Goldschmiedetage Berlin und des Benvenuto-Cellini-Wettbewerbs.

Arnstadt (DDR). Auf dem Gelände der Berufsschule „Karl Liebknecht" wird ein Lehrlingswohnheim – bestimmt auch für Goldschmiedelehrlinge – mit 180 Plätzen errichtet.

Wißgoldingen, nach Himmelfahrt. „Schmucktreffen" – für Goldschmiede und Silberschmiede im Haldenhof, gelegen an der Hauptstraße von Schwäb. Gmünd nach Donzdorf.

Berlin, am 30. Mai. Im Vorfeld der ZV-Tagung findet im Hotel Berlin ein Sachverständigen-Seminar statt.

Berlin, vom 31. Mai bis 2. Juni. ZV-Tagung in West-Berlin im Hotel Berlin. Die Teilnehmer können auf einer Stadtrundfahrt auch Ostberlin kennen lernen. Der LIV Bayern ist inzwischen ebenso ausgetreten wie die Innung Hamburg. Die Innung Düsseldorf kündigt mit der Begründung, dass ein Antrag nicht bearbeitet wurde und das Präsidium ein Schreiben nicht beantwortete, die Mitgliedschaft auf. ZV-Präsident Bergner in seiner Festrede: „Berlin ist eine ganz besondere Stadt, mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Bonn liegt zwischen Koblenz und Köln, Berlin liegt zwischen Washington und Moskau." Das Präsidium erhält das Votum, das Haus Berlin zu sanieren. Kosten 600.000,- DM. Zuschüsse vom Senat der Stadt werden erwartet. Paul van Ooyen tritt aus dem Präsidium zurück, er begründet seinen Schritt mit mangelndem Vertrauen und einer Missachtung durch den Präsidenten, der einer Einladung zur LIV-Tagung NRW in Münster nicht gefolgt sei.
Nach einer hitzigen Diskussion mit wenig Verständnis füreinander verlassen der Präsident H. Bergner und die Präsidiumsmitglieder Köthe, Heydemann und Kemter den Saal. Der Rest des Präsidiums verlässt den Vorstandstisch mit der Aufforderung, dass, wenn sich 1⁄2 der Mehrheit gegen das Präsidium aussprechen, sie eine neue Sitzung einberufen sollten. OM Frère erhält die Zustimmung zur weiteren Leitung der Sitzung. Herr van Ooyen betont, dass er nun aus dem Präsidium austreten wolle, muss sich jedoch aus der Versammlung vorwerfen lassen, dass er ein Telefonat mit dem Präsidenten aufgezeichnet hat. Auf Antrag von Herrn Drabe-Soer wird dem Präsidium bei 5 Enthaltungen ohne Gegenstimme das Vertrauen ausgesprochen.
Den Silbernen Ehrenbecher erhält, aus den Händen von Atemar Frère, der OM von Ha­nau Gerd Hagemann. Hans Bergner gratuliert OM Köthe und OM Leppert zum Bundesverdienstkreuz. Mit der Silbernen Ehrennadel des Verbandes werden ausgezeichnet: Eberhard Rullkötter, Hermann Leppert, Gerd Hagemann.
Neue Obermeister: Konrad Karbe, Garbsen, Innung Hannover; Hans Baldur Klein, Darmstadt, Innung Frankfurt; Jürgen Schütt, Kiel; Heinrich Thon, Lüneburg.

Dresden (DDR), am 28. Mai. Treffen der Dresdner Goldschmiede mit den Obermeistern der Bezirke Erfurt, Gera, Suhl und Karl-Marx-Stadt in der Gaststätte „Elbtal" in Laubegast.

Arnstadt (DDR). Die Lehrzeit der Goldschmiede beträgt 2 1/2 Jahre. Pro Lehrjahr bestehen 3 Klassen mit insgesamt 100 bis 110 Lehrlingen. Davon kommen ca. 25% aus dem Handwerk, die anderen aus der Industrie.

Hamburg, am 23. August. Zum ersten Mal treffen sich die Hamburger Goldschmiede und Uhrmacher zu einer gemeinsamen Diskussion am „Runden Tisch".

DDR. Von den staatlichen Stellen wird die mangelhafte Bereitschaft zur Lehrlingsausbildung beklagt. Von den Handwerkern die völlig unzureichende Versorgung mit Werkzeugen, Hilfsmitteln und Materialien.

Cloppenburg, am 13. September. Die Gold- und Silberschmiede-Innung Osnabrück veranstaltet ihre Sitzung in dem Museumsdorf. Der Einladung von OM W. Grändorf sind bis auf 3 Kollegen alle gefolgt. Wichtigster Punkt: Der Austritt der Innung aus dem Landesinnungsverband Niedersachsen. Die Innung Osnabrück muss diesen Schritt zwangsläufig tun, da sie es ablehnte weiterhin im ZV zu sein. LIM Rullkötter versucht die Versammlung umzustimmen, „da man ohne die Mitgliedschaft auch nichts bewegen kann".

Worpswede, am 21. September. Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Goldschmiedekunst. Es wird beschlossen, die Geschäftsstelle in das Deutsche Goldschmiedehaus nach Hanau zu verlegen. Der Umzug soll bis zum 1. April 1985 erfolgen. Zweigstellen sollen in Schwäb. Gmünd und Pforzheim eingerichtet werden.

Hanau, im Herbst. Der ZV unterstützt die Initiative von Studiendirektor H.-U. Bullermann, Meister- und Punzierungszeichen zu sammeln. Bullermann schreibt: „Ist es nicht ein Unsinn, dass Dinge 50 oder gar 100 Jahre hinausgeschoben werden, wenn man hinterher einsieht, dass es besser gewesen wäre, sie vorher rechtzeitig zu tun ?"

DDR. Die Wünsche der Bürger werden zunehmend größer. Die Annoncen in den Presseorganen werden mit allerlei Verordnungen im Griff gehalten. Dennoch erscheinen Anzeigen, die die Zustände im Lande widerspiegeln. Einige Originalbeispiele: „Suche 2 Trauringe, einen schönen Damen- und Herrenring sowie eine Damenhalskette oder Armreif. Jede Zuschrift wird diskret behandelt." „Student mit handwerklichen Fähigkeiten sucht ab September Zimmer in Karl-Marx-Stadt." „Verk. ,Winnetou' von Karl May, Band I, II, und III, je 19,50 M. Suche Einbaubadewanne, 1,60 m zu kaufen."

Schwäbisch Gmünd. Eine Bürgerinitiative erklärt die Ott-Pausersche Silberwarenfabrik zum Kulturdenkmal und beginnt damit das Objekt für die Stadt als Museum zu gewinnen.

Ahlen. Im Goldschmiedehaus Ahlen eröffnet Werner Fischer, unter der aktiven Mithilfe seiner Gattin Anni und seiner beiden Söhnen Maurus und Raphael, ein Museum, das seine Sammlungen beherbergt. Seine privaten Sammlungen „Sakrale Kunst" und seine Sammlung seltener Uhren (summa summarum ca. 300 Stück!) macht der ehemalige ZV-Präsident damit der Öffentlichkeit zugänglich.

Trier, im Herbst. Nahe der „Porta Nigra" hat die Trierer Handwerkskammer einen Kunsthandwerkerhof geschaffen, in dem auch eine Goldschmiede betrieben wird. Die jungen Goldschmiedemeisterinnen Margret und Monika Grewenig arbeiten und reparieren Schmuck unter den Augen der Interessierten.

Hanau, am 23. Oktober. Studiendirektor Heinz-Ulrich Bullermann ist verstorben.

Osnabrück, am 24. Oktober. Wolfgang Grändorf feiert seinen 50. Geburtstag. Lehre bei Gentsch in Göttingen, 1954 Gesellenprüfung, Meisterprüfung 1960 in Hildesheim, seit 1962 selbstständig mit Ehefrau, zum Obermeister von Osnabrück 1977 gewählt.

BRD. Betriebe im Edelmetallgewerbe: 2.665 / Beschäftigte: 9.355 / Organisationsgrad im ZV: 55%.

Mannheim, vom 3. bis 25. November. Die Gold- und Silberschmiede-Innung für den Kammerbezirk Mannheim stellt in der Stadtsparkasse Mannheim „Gestaltetes Gold" aus. Organisator: OM Heinz Jarosch.

Karlsruhe, vom 9. bis 30. November. Die Innung der Goldschmiede Mittlerer Oberrhein zeigt eine Ausstellung unter dem Motto „Goldschmiede zeigen Edelsteine und Schmuck" in der Sparkasse am Europaplatz. OM Johann Kölmel.

Münster, am 1. Adventssonntag. Fast 100 Goldschmiede feiern in der Clemenskirche in einer gemeinsamen Messe das Fest des Heiligen Eligius. Der Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung, Hans Klinkhammer, hat eingeladen, um die alte Tradition wieder aufleben zu lassen. Das nächste Eligius-Treffen ist für den 1. Dezember 1985 geplant.

Berlin, am 3. Dezember. Der Ehrenobermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung Berlin, Erich Schöneberg, wird 85 Jahre alt.

Hagen, am 14. Dezember. Der OM der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung für den Kammerbezirk Dortmund, Klaus Winckel, wird 50 Jahre alt.

1985

BRD, am 1. Januar. Es treten Änderungen im Gewerbegesetz in Kraft. Besonders betroffen das Reisegewerberecht.

Dresden (DDR), am 31. Januar. Leitungssitzung der Goldschmiede-Berufsgruppe in der Werkstatt des Obermeisters Forberger. Ein Ratsbeschluss vom 25. 10. 84 legt fest, dass einheitliche Öffnungszeiten durchgesetzt werden sollen. Für die Berufe Uhrmacher, Goldschmiede und Rundfunk- und Fernseh-Mechaniker wird die Öffnungszeit auf Dienstag und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr festgelegt. Diese Verordnung tritt per 1. 4. 85 in Kraft. Der OM informiert über die OM-Anleitung: „Das besondere Augenmerk ist auf die Verpflichtungsbewegung zu Ehren des 40. Jahrestages der Befreiung und die Vorbereitung des XI. Parteitages der SED zu lenken."

Würzburg, am 23. Februar. Freisprechung für 20 junge Gold- und Silberschmiede in der Franz-Oberthür-Schule in Würzburg. Kammersieger Sascha Leder, Ausbildungsbetrieb OM Rudolf Engert.

Freiburg, am 28. Februar. OM Joh. Kemter lädt zur Jahreshauptversammlung ein. Im vollbesetzten Haus hält er Rückschau. Ausstellung: „Perlen und Korallen – Früchte des Meeres", dazu Vorträge von Dir. Merkle und Atemar Frère. Vorschau: Die Bundesversammlung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede im Mai 1986. Zum Ehrenobermeister werden Wilhelm Nittel und Franz Spintzik ernannt.

Kiel, am 11. März. Im kleinen Saal des Wirtschaftsministeriums überreicht Staatssekretär Dr. Kreussen Goldschmiedemeister Gerhard Lehmann, Vizepräsident des ZV, das Bundesverdienstkreuz am Bande. G. Lehmann, geboren am 15. März 1921 in Kiel, 1947 Goldschmiedemeister, 1964 Obermeister der Innung Kiel.

Saarbrücken, am 13. März. 220 Arbeiten, die zu dem vom ZV ausgeschriebenen Benvenuto-Cellini-Wettbewerb eingereicht wurden, bewertet die Jury in der Saarbank.

Zwickau (DDR). Im Jahre 1985 leben auf dem Territorium der Goldschmiede-Berufsgruppe Zwickau 851.395 Einwohner. 26 Goldschmiede-Familienbetriebe sind eingetragen. So kommt auf 31.533 Einwohner 1 Goldschmied.

Bundesrepublik Deutschland. Die Zahl der Sozialhilfeempfänger ist gegenüber des Vorjahres um 20.000 auf 2,8 Millionen gewachsen.

Saarbrücken, vom 16. bis 19. Mai. ZV-Tagung. „Goldene Tage '85 Saarbrücken".Festabend auf dem Schloss Halberg. Besuch der einzigen St. Eligius-Kirche Deutschlands, etwa 20 km vom Tagungsort entfernt, in der Kleinstadt Völklingen. Die Innung Hamburg wird wieder Mitglied im ZV. Als Gast nimmt auch LIM Bayern Hans Kühn an der Tagung teil. Das Für und Wider einer 31⁄2-jährigen Ausbildung an der Schule in Schwäbisch Gmünd wird äußerst lebhaft diskutiert, dass die Entscheidung von der Zustimmung des ZV abhängig gemacht werden soll. Die unterschiedlichen Ansichten werden vor allem von OM Stumpe, Schwäb. Gmünd, und OM Kölmel, Karlsruhe, sowie entsprechenden Handwerksvertretern ausgetauscht. Der Antrag der Innung Schw. Gmünd wird in geheimer Wahl abgelehnt. Trotz fehlender Mitgliedschaft kann LIM Kühn seine Meinung zum Streit des LIV Bayern mit dem ZV darlegen. Zur Deckung der Kosten spenden verschiedene Innungen Beträge um 500,- DM. Im Vorfeld der Tagung war in der GZ eine Großanzeige erschienen, die sich äußerst kritisch mit dem Präsidium auseinandersetzte. Diese fand nicht allgemein die Zustimmung der Versammlung. Neuwahlen: Präsident erneut Hans Bergner mit 38 Stimmen vor OM Jürgen Both mit 25 Stimmen. Vizepräsident wird E. Rullkötter. Mitglieder des Präsidiums: M. Heydemann, Berlin; H. Klinkhammer, Münster; J. Kemter, Freiburg; J. Flach, Koblenz; R. Köthe, Hannover. Mit der Silbernen Ehrennadel des Verbandes werden folgende Kollegen geehrt: Eva Harsewinkel, Münster / Albert Welker, Neu-Isenburg / Herbert Bitter, Hannover / Hans Günther Stumpe, Schwäb. Gmünd / Hans Klinkhammer, Münster. Neuer Ober­meister für Hildesheim ist Ernst August Reinhold.

DDR. Im Lande existieren ca. 82.000 private Handwerksbetriebe und ca. 2.700 PGHs.

BRD. Der LIV-Niedersachsen empfiehlt dem ZV folgende Monatslöhne durchzusetzen:

Für Gesellen im

1. Jahr  1.690,- DM brutto
2. Jahr  1.830,- DM brutto
3. Jahr  1.990,- DM brutto
4. Jahr  2.175,- DM brutto
für Meister ca. 2.930,- DM brutto

Köln, am 2. Juni. Der Ehrenpräsident des Zentralverbandes, Goldschmiedemeister Heinz Mohr, ist verstorben (geb. am 4. 11. 1905 in Köln).

Ahlen, am 17. Juni. Gründung des St. Eligius-Komitees im Fortbildungszentrum. Gründungsmitglieder: Ehrenpräsident des ZV Werner Fischer, LIM-NRW Paul van ­Ooyen und die Obermeister Gerhard Thewis, Aachen; Hans-Dieter Schlüter, Bielefeld; Hans Klinkhammer, Münster; Hermann Leppert, Stuttgart; Atemar Frère, Trier.

Nürnberg, vom 28. Juni bis 15. September. Anlässlich des 400. Todestages von Wenzel Jamnitzer (1508 bis 1585) veranstaltet das Germanische Nationalmuseum Nürnberg eine Ausstellung über das Werk des Goldschmiedes.

Ahlen, im Sommer. Fortbildungszentrum der Deutschen Juweliere, Gold- und Silberschmiede. Seit Bestehen der Einrichtung haben rund 2.000 Teilnehmer die angebotenen Seminare besucht.

Dresden (DDR), am 12. Juli. Walter Stückert wird 75 Jahre alt. Gleichzeitig feiert er sein 40-jähriges Geschäftsjubiläum. W. Stückert geboren und ausgebildet in Hanau, besuchte die dortige Zeichenakademie, arbeitete bei Weißkopf in Hanau, später bei Mau in Dresden, wo er die Meisterprüfung ablegte. Ab 1. 8. 1945 selbstständig in Dresden; von 1946 bis 1953 Vorsitzender der Meisterprüfungskommission für Sachsen.

Augsburg, am 1. August. Anlässlich des 2000-jährigen Jubiläums der Stadt Augsburg wurde von der Gold- und Silberschmiede-Innung eine Amtskette für den Obermeister geschaffen. In einer Feierstunde im Fürstenzimmer des Augsburger Rathauses wird sie dem OM Hans Kühn übergeben. Entwurf und Ausführung: Hermann Jaufmann. Verarbeitet wurden 260 Gramm Feingold, 1000 Gramm Sterlingsilber und 32 Almandine. Auf 32 Schildplatten sind die Wappen der Stadt und des Regierungsbezirkes Schwaben eingraviert. Günter Winkler, nach dem Krieg erster Vorsitzender des ZIV, wird für seine Verdienste um das Handwerk von der HWK zum Ehrenobermeister des Schwäbischen Handwerks ernannt.

Darmstadt, vom 29. August bis 22. September. Die Innungen der Gold- und Silberschmiede Frankfurt, Neu-Isenburg, Bad Nauheim, Michelstadt und Umgebung veranstalten eine Sonderausstellung im Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Obermeister Klein kann neben Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft auch den ZV-Präsidenten Hans Bergner begrüßen.

Arnstadt (DDR), am 1. September. An der neu errichteten Kommunalen Berufsschule „Karl Liebknecht" erhalten 890 Lehrlinge in 15 Berufen ihre fachtheoretische Ausbildung. Darunter auch die Edelmetallfacharbeiter und die Schmuckgürtler. Es ist die Zentralberufsschule für das Edelmetallhandwerk in der DDR.

Leer / Ostfriesland, am 21. und 22. September. Die norddeutschen Gold- und Silberschmiede-Innungen veranstalten das 5. Norddeutsche Goldschmiedetreffen. Schirmherr: Ministerpräsident Ernst Albrecht.

DDR. Das genossenschaftliche und private Handwerk erwirtschaftet 1984 das größte Jahresresultat seit Bestehen der DDR, mit 18 Milliarden Mark. In diesem Bereich sind etwa 417.000 Menschen beschäftigt.

Koblenz, am 12. Oktober. Obermeistertagung im Ausbildungszentrum der Handwerkskammer. Eingeladen sind alle Obermeister. Der Obermeister der Innung Mittelrhein und Vizepräsident des ZV Joachim Flach begrüßt, bevor der Präsident Hans Bergner die Tagung eröffnet, auch die anwesenden Leiter der Schulen Pforzheim und Hanau, die Herren Studiendirektoren Jochem Wolters und Walter Dennert.
Konrad Karbe, Garbsen, stellt, als Darstellungsmöglichkeit für Kollegen und Innungen, seine Multimedia-Schau vor.
Im Mittelpunkt der Tagung: Fragen der Aus- und Weiterbildung. Es wird darüber abgestimmt der nächsten Delegiertenversammlung zur Abstimmung vorzuschlagen, zum einen die Errichtung von Berufsfachschulen in die Entscheidung der Innungen Baden-Württembergs zu geben und nur an den 3 traditionellen Orten der Bundesrepublik Ha­nau, Pforzheim und Schwäbisch Gmünd bei begrenzter Schülerzahl eine 31⁄2-jähr. Berufsfachschule mit Abschluss zuzulassen. Weitere Themen: Bildung eines Arbeitskreises Werbung, Vorstellung einer „Obermeistermappe" und Satzungsfragen.

Berlin, am 23. Oktober. Jahreshauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung. M. Heydemann gibt als noch amtierender OM einen Bericht seiner sechsjährigen Amtszeit und gratuliert danach Burghard Grammersdorf zu seinem neuen Amt als OM. Weitere Mitglieder des Vorstandes: stellv. OM Wilfried Schlüter; Schatzmeister Gerhard Bandelow; Schriftführer Uwe Grebe. Themen: Werbung, Zeichenkurse, Edelsteinkurse und Auszeichnungen von verdienten Kollegen.

Mannheim. Heinz Jarosch, OM der Innung Heidelberg-Mannheim, wird für seine außergewöhnlichen Verdienste bei der Integration von ausländischen Studenten sowie für seine wertvolle Mitarbeit in der Innung durch den Bundespräsidenten mit dem Verdienstkreuz am Bande der BRD geehrt.

Bremen, im Herbst. In der Güldenkammer des Rathauses wird dem Präsidenten des ZV Hans Bergner für seine Leistungen um den Berufsstand das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Münster, im Herbst. Goldschmiedemeister Salzmann und seine Museums-Werkstatt wirken bei der Filmproduktion „Stadt im Wandel" mit.

Dresden (DDR), am 18. November. Im Beutlerpark fand ein Erfahrungsaustausch mit der „Münze" statt. Kritisiert werden die viel zu langen Liefertermine. Bekannt gegeben wird, dass auch Altedelmetall aus der Herkunft des Intershops, das bei der Strichprobe nicht besteht, entgegengenommen wird, sofern es gestempelt ist.

Saarbrücken, am 19. Dezember. Im ARD-Wunschkonzert, mit Dagmar Berghoff und Max Schauzer, zeigen 5 Goldschmiede der Innung des Saarlandes verschiedene handwerkliche Tätigkeiten. Dabei findet die Amtskette des OM besonderes Interesse.

Deutschland.

Bekannte Preisschlüssel! 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0
Lachmann um 1920 O R D E N T L I C H
Schmuck, Pforzheim B A L D U R I N O S
Steine, Ruppenthal F A L K E N H O R G
Steine, Giede P R O F I T A B L E

1986

Bielefeld, am 5. Januar. Nachdem sich im westfälischen Ahlen das „Eligius-Komitee" konstituiert hat, treffen sich die Mitglieder erstmals am 5. Januar in Bielefeld. Eingeladen hatte das Mitglied Hans-Dietrich Schlüter, gleichzeitig Goldschmiedeobermeister der Innung Bielefeld. Das Komitee sucht Informationen, Bildnisse, Skulpturen, Siegel und anderes für eine Dokumentation über den Schutzpatron der Gold- und Silberschmiede. Informationen an den Ehrenpräsidenten des ZV Werner Fischer.

Dresden (DDR), am 8. Januar. Leitungssitzung der Goldschmiede-Berufsgruppe. Es wird angestrebt, als Beitrag der Berufsgruppe der Goldschmiede zum XI. Parteitag der SED eine Schnellreparatur für Ketten einzuführen (Preisaufschlag von ca. 1,50 Mark.). Wer Schnellreparaturen übernimmt, muss auch die Möglichkeit zur Normalreparatur schaffen. Schnellreparaturen müssen innerhalb von 48 Stunden und Normalreparaturen innerhalb von 14 Tagen ausgeführt werden. Das Preisaktiv stellt über die Rechtsabteilung der HWK einen Antrag.

DDR. Einer Statistik zufolge wird die handwerkliche „Pro-Kopf-Leistung" eines Goldschmiedes im Handwerk im Jahre 1986 mit 36.300,- Mark festgestellt.

Frankfurt/M., am 12. Februar. An seinem Geburtstag verstirbt Goldschmiedemeister Albert Welker. Bis 1985 Landesinnungsmeister, darauf vom ZV mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.

Zwickau (DDR), im Februar. „Freie Presse" meldet: „Wussten Sie eigentlich, dass alle goldenen Trauringe aus Zwickau stammen? Jährlich werden im VEB Zwickauer Edelschmiede 150.000 Trauringe – Jahrhunderte altes Symbol gemeinsamen Glücks – hergestellt –" (Kein Wort vom Handwerk!)

Hanau, am 2. März. Die 8. Europäische Silbertriennale wird im Deutschen Goldschmiedehaus eröffnet. Den Festvortrag hält Prof. Friedrich Becker, Düsseldorf, Träger des Goldenen Ehrenrings.

Hannover, vom 26. April bis 31. Mai. 17 Goldschmiede zeigen auf der 10. Leistungsschau ihre Arbeiten. Attraktion ist die Multi-Media-Show der Morgana Lights Art aus Bonn.

Dresden (DDR), am 28. April. Berufsgruppenversammlung im Café Hausberg. Herr Schulz von der HWK spricht im Rahmen des Handwerkerlehrjahres über den XI. Parteitag der SED. Der Referent führt aus, dass eine umfassende Analyse nach der kurzen Zeit noch nicht möglich ist. Vorrangiges Thema des Parteitages war die Erhaltung des Friedens und der damit verbundene Kampf um die Verhinderung der weiteren Anheizung der Rüstungsspirale.

Freiburg, vom 8. bis 10. Mai. Goldschmiedetage des Zentralverbandes. Motto: „Die Profilierung des Goldschmieds" (54 stimmberechtigte Mitglieder). Die Abstimmung über die Empfehlung der Obermeistertagung in Koblenz, nur an den traditionellen 3 Standorten eine 31⁄2-jährige Ausbildung zuzulassen, nun auch in Schwäbisch Gmünd, geht positiv aus. Günter Winkler, Augsburg, wird Ehrenpräsident. Vizepräsident Rullkötter referiert zu der Arbeit des ZV im Kulturausschuss des ZDH in Bonn. Herbert Bitter wird als Vertreter des ZV in den Kulturausschuss nominiert. Preisverleihung des Wettbewerbs „Degussa Wettschmieden 1986". Preisträger: Johannes Kemter, Freiburg / Peter Strunk, Hamburg / Bruno Schiller, Wien / Hans Bergner, Bremen / Eberhard Rullkötter, Braunschweig / Jürgen Both, Saarbrücken / Hans Klinkhammer, Münster / Burkhard Grammerstorf, Berlin, und Jürgen Schütt, Neumünster. Neuer Obermeister für Berlin: Burkhard Grammerstorf.

Gelsenkirchen, im Mai. Tagung des Landesverbandes der Gold- und Silberschmiede sowie Juweliere Nordrhein-Westfalen. OM Kranefoed kann etwa 50 Delegierte aus 13 Innungen begrüßen. Diskutiert wird: Konjunkturumfrage (OM Winckel); Schutzmaßnahmen bei Raub- und Trickdiebstählen (LKA Dortmund); Begriff Juwelier (OM Pohlmann); Erfolgreiche Werbung (OM Winckel).

Wißgoldingen, vom 29. Mai bis 1. Juni. Treffen der Schmuckschaffenden auf dem Haldenhof.

Noyon / Frankreich, am 21. Juni und 22. Juni. Internationales Treffen der Freunde des Heiligen Eligius. Aus Deutschland angereist: die Mitglieder der Goldschmiedegilde St. Eligius, Sitz Paderborn, Grube 7. Vorsitzender des Komitees: Kurator Bernd Cassau.

DDR, am 1. Juli. Durch Beschluss des Ministerrates der DDR tritt im Lande ein neues Musterstatut für ELGs des Handwerks in Kraft. (Gbl. Sonderdruck Nr. 1265, vom 17. März 1986)

München, im Juli. Im Alter von 82 Jahren verstirbt der ehemalige LIM von Bayern, Fried­rich Paul. LIM seit 1966, 1979 Bundesverdienstkreuz.

Braunschweig, am 17. Juli. Goldschmiedemeister Rullkötter aus Wolfenbüttel feiert seinen 60. Geburtstag. Dazu gratuliert der OM der Innung Braunschweig.

Arnstadt (DDR). „Einladung zu den Lehrgängen für die theoretische Berufsausbildung". Vom Lehrling sind mitzubringen: „FDJ-Bluse, Hausschuhe, Geschirrtuch und Wecker."

Dresden (DDR), am 8. September. Leitungssitzung der Goldschmiede-Berufsgruppe in der Werkstatt des OM Forberger. TOP: Allgemeine Informationen, Meisterprüfung, Gewerbeanträge, Kasse. Erfahrungsaustausch mit der Schweriner Berufsgruppe. Weiterbildungslehrgang vom 2. bis 4. Oktober in Bärenfels.

Hanau, am 10. und 11. Oktober. Sachverständigenseminar und Obermeistertagung im Brüder Grimm Hotel. Herr Dr. Sperner von der Fa. Heraeus: Edelmetallbestimmungen.Weiter Themen waren Haftungsfragen, Entschädigungssätze, sowie Imitate und Synthesen von Edelsteinen. Obermeistertagung: Für den erkrankten Präsidenten Hans Bergner leitet der Vizepräsident Eberhard Rullkötter die Tagung. Referat von Rechtsanwalt Aberle vom ZDH zu allgemeinen Handwerksthemen wie Stellung und Wirken in der Öffentlichkeit, Strukturen der Verbände und die Verhinderung von Schwarzarbeit. Die Teilnehmer fordern eine Änderung der Gewerbesteuer und betrachten die staatlichen Ausbildungsprogramme der Länder Niedersachsen und Hessen sehr kritisch.
Als Gast erläutert der Obermeister Allekotte aus Idar-Oberstein die neue Fachhochschule, die jetzt eröffnet wird. In der Diskussion begrüßen die Obermeister zwar die Fachschule, haben jedoch Bedenken bei einer Fachhochschule. Herr Rullkötter berichtet über ein in Niedersachsen durchgeführtes Pilotprojekt der überbetrieblichen Unterweisung zwischen Auszubildenden im Einzelhandel und Handwerk.
Bei einem Besuch im Goldschmiedehaus, auf Einladung der Gesellschaft für Goldschmiedekunst durch Frau Dr. A. B. Chadour zu der Ausstellung von Klaus Bohnenberger, werden die Obermeister vom Oberbürgermeister Martin der Stadt Hanau begrüßt. Der Vizepräsident E. Rullkötter bekräftigt die Verbundenheit des Zentralverbandes mit der Stadt Hanau und seinem Goldschmiedehaus, der Gesellschaft und der Zeichenakademie und überreicht ein Buch über das Handwerk, „dem Fundament allen Könnens".

Karl-Marx-Stadt (DDR). Die Goldschmiede-Berufsgruppe hält mit den Partnerberufsgruppen von Dresden und Cottbus ein Treffen in Hetzdorf ab.

Leipzig (DDR), am 19. Oktober. Goldschmiedemeister Uwe Matthiessen wird Obermeis­ter der Leipziger Berufsgruppe.

BRD. Der Zentralverband hat 700 zahlende und stimmberechtigte Mitglieder.1987

Bremen, am 1. Januar. Das Verbandsblatt des ZV erscheint erstmals unter dem

Titel „Der Ring" (viermal jährlich!).

München, am 14. Februar. Die Vereinigung zur Förderung des Farbedelsteins „VFF" wird gegründet und ein Vorstand von 15 Personen gewählt. 1. Vorsitzender: Helmut Leyser, Idar-Oberstein, Mainzer Str. 50-52.

DDR. Im Lande erlernen jährlich 7.800 Bürger einen Handwerksberuf. Ausgebildet wird in 105 Facharbeiterberufen.

München, im Februar. Auf der Inhorgenta wird eine „Straße der Goldschmiede" errichtet, die interessierten Kollegen offen steht. Am Stand des Zentralverbandes stellen die Goldschmiede von Niedersachsen aus. Die Universität Braunschweig führt das erste Laserschweißgerät vor.

Berlin (DDR). Der Oberbürgermeister der Stadt Berlin Erhard Krack bekommt eine Oberbürgermeisterkette gewidmet. Das Stück wurde im VEB Prägewerk Markneukirchen/Vogtl. angefertigt. Erstmals trugen der Berliner Oberbürgermeister und der Stadtverordnetenvorsteher 1843 Ketten. Die damaligen waren aus massivem Gold und mit den verschiedenen Wappen der Stadtteile verziert.

Den Haag/Niederlande. Präsident der CIBJO (Confédération Internationale de la Bijouterie, Joallerie, Orfèvrerie, des Diamants, Perles et Pierres) ist Dr. Bernhard W. Buenk, Den Haag. Vorsitzender Sektor III: Rudi Biehler, München. Diese Organisation hieß früher BIBOAH.

Essen, Mitte April. Mitgliederversammlung des LIV Nordrhein-Westfalen. LIM Paul van Ooyen kann fast alle Mitglieder begrüßen. Gäste: LIM Hans Kühn, Bayern, und OM Kirsch aus Kassel. Imagewerbung: OM Winckel und Goldschmiedemeister Tiemann haben eine Broschüre entwickelt, die großen Anklang findet.

Bielefeld, am 20. April. Goldschmiedemeister Hans-Dietrich Schlüter wird 50 Jahre alt. Lehrbeginn 1954 , im Anschluss Fachschule Schwäb. Gmünd; seit 1971 alleiniger Inhaber der Fa. Juwelier Schlüter; seit dem 6. April 1983 Obermeister der Innung Ostwest­falen-Lippe.

Memmingen, am 30. April. Der OM der schwäbischen Innung und LIM des Landes Bayern Hans Kühn empfängt in seinem Haus die Geburtstagsglückwünsche zum 65.

Dresden (DDR) / Münster, vom 1. bis 4. Mai. Mitglieder der Münsteraner Innung mit deren Ehepartnern (30 Personen) wandelten auf den Spuren Dinglingers in Dresden. OM Klinkhammer überreicht Prof. Menzhausen vom Grünen Gewölbe eine Münzplastik, gestaltet von Gert Salzmann, mit dem heiligen Eligius. Weiter kommt es zu einem (unerlaubten) Kontakt mit Dresdner Goldschmieden. Abschluss der Ostreise ist Erfurt; Besuche von Dom und der Goldschmiede J. Kaiser.

DDR. „Zentral", über das Ministerium Berlin wird für Ausbildungsbetriebe im Goldschmiedehandwerk - für Goldschmiedelehrlinge auf genehmigten Antrag – eine Sonderbestellung an Werkzeugen bereitgestellt, die über den „VEB Maschinenbauhandel Leipzig" zu bestellen sind.

Wien, vom 27. bis 31. Mai. ZV-Tagung in der österreichischen Hauptstadt. Johannes Kemper tritt aus dem Präsidium aus. Das Mitteilungsblatt „Der Ring" ersetzt den „Tiegel". Gerd Hagemann gibt den Ehrenbecher an Hans Bergner weiter. Kommerzialrat Bruno Schiller wird Ehrenmitglied im ZV. Zu einer hl. Messe treffen sich die Obermeister und die österreichischen Kollegen eindrucksvoll mit ihren Amtsketten im Ste­phansdom. Neue Obermeister: Klaus Näther, Koblenz; Dieter Becker, Kaiserslautern; Konrad Bergmann, Hamburg.

Magdeburg (DDR). In Magdeburg findet eine Obermeistertagung statt, bei der eine einheitliche Meisterprüfungsordnung für die DDR gefordert wird.

Augsburg, am 13. Juni. Jahrestagung der Gesellschaft für Goldschmiedekunst. Die Goldene Medaille für Goldschmiedekunst erhalten die langjährige Geschäftsführerin Dr. Ulla Stöver, Hamburg, und der scheidende Präsident Klaus Osthues, Münster.

Hamburg, im Juni. Hans K. Bergmann wird Obermeister der Hamburger Innung. Sein Großvater war „Goldarbeiter" in Hanau, der Vater gründete das jetzige Unternehmen in Hamburg.

DDR, am 26. Juni. Erneut wird eine Umbewertung der Edelmetalle in der DDR unter dem Decknamen „Karin" durchgeführt. Diesmal wird das Metall abgewertet. Die PAO (Preisanordnung) Nr. 560 tritt am 29. Juni in Kraft und gilt nicht für Bestände an Handelsware. „Bestände fremder Eigentümer sind zu erfassen, aber nicht umzubewerten."
Umbewertung:

Gold von 250,00 Mark auf 210,00 Mark pro Gramm
Silber von   6,50 Mark auf   3,45 Mark pro Gramm

Coburg, am 27. Juni. Eröffnung der Ausstellung „Email", an der 248 Künstler aus 29 Ländern teilnehmen. Gezeigt werden rund 500 Arbeiten, davon auch Arbeiten von Beate Selig aus Rüdersdorf (DDR).

DDR. Die „Uhren und Schmuck", September/Oktober, berichtet über einen Erfahrungsaustausch der Berufsgruppenleitungen der Bezirke Dresden, Karl-Marx-Stadt und Cottbus. Man schreibt von „kritischen Diskussionen". Angeregt wird ferner ein „gemeinsames Sinnbild", sprich Zunftzeichen, für die Berufsgruppen zu entwerfen.

Osnabrück, am 15. September. Die Goldschmiede von Irmgard und Wolfgang Grändorf kann auf 25-jähriges Bestehen zurückblicken. W. Grändorf ist nicht nur erfolgreich in seinem Schaffen, er ist auch Obermeister der Innung Osnabrück-Emsland.

Stuttgart, im September. Obermeister Hermann Leppert verstirbt. Ist seit 1953 öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger, 1969 zum Obermeister gewählt und hat diese Funktion bis zu seinem Tode ausgeführt. Ausgezeichnet mit der Silbernen Ehrennadel des ZV 1984.

Berlin, am 19. September. Ehrenobermeister Erich Schöneberg ist im Alter von 88 Jahren verstorben. (Mitschöpfer der Berliner Obermeisterkette.)

Hamburg. Peter Strunk legt sein OM-Amt nieder; zum neuen Obermeister wird Konrad Bergmann gewählt.

Mainz, am 8. Oktober. Obermeistertagung in der Stadt.

Künzelsau, im Oktober. ZV-Präsident Hans Bergner besucht die angeblich älteste Goldschmiedefamilie der Welt und zeichnet sie mit dem Titel „familia auri faber honoris causa" aus. Die Goldschmiedefamilie Breuninger ist in ununterbrochener Folge seit 1600 Goldschmied in der Stadt Künzelsau.

Bonn, am 17. Oktober. Obermeistertagung des ZV. Themen: Ablauf der ZV-Tagung 1988 in Pforzheim; Arbeitskreise; Herstellung und Marketing von Schmuck- und Silberwaren. In der Ländervertretung der Freien Hansestadt Bremen, in Bonn, wird unter Obermeister Grammersdorf ein Arbeitskreis „Öffentlichkeit" gegründet.

Braunschweig, am 17. und 18. Oktober. Im Technologiepark hält Focus Control ein Seminar zum Laserschweißen ab. Gebühr pro Teilnehmer 198,- DM.

Schwäbisch Gmünd. Die Ott-Pausersche Silberwarenfabrik hat die Stadt von den Erben erworben und ein Verein bemüht sich um die Sanierung und Einrichtung eines Museums. Nach 4-jähriger Arbeit wird 1991 die Einrichtung eröffnet.

Bezirk Karl-Marx-Stadt (DDR), im November. Das Handwerker-Lehrjahr. Thema: „Überleben der Menschheit – Schlüsselfrage der Gegenwart." „Die entscheidende Rolle von Wissenschaft und Technik, besonders der Schlüsseltechnologien für ein dauerhaftes, dynamisches und hohes Wirtschaftswachstum." Weiter heißt es: „Jenen Kräften in der BRD – vor allem vom rechten Flügel der CDU/CSU – wurde eine Abfuhr erteilt, die nach wie vor die Souveränität und Gleichberechtigung der DDR nicht anerkennen wollen und Hirngespinste über eine mögliche Wiedervereinigung kultivieren."

Stuttgart, am 17. November. Goldschmiedemeister Leppert ist gestorben. Seit 1947 selbstständig, OM von Stuttgart.

DDR. Ein Witz kursiert: „Was ist Glück? Dass wir in Erich Honeckers DDR leben dürfen! Was ist Pech? Dass wir gerade das Glück haben!"

1988

DDR. Die Berufsnummer der Goldschmiede laut Ausbildungssystematik ist „66 255". Ahlen. Der Profil-Verlag Kurt Vössing, Gütersloh, druckt das von Werner Fischer ver­fass­te Buch „Sakrale Kunst" (ISBN 3-927182-00-1).

München, am 1. Januar. Neuer ZDH-Präsident ist Heribert Späth.

Frankfurt/M., am 24. Januar. Namhafte Fachleute aus dem Schmuckbereich gründen bei einem Treffen in Frankfurt eine Initiativgruppe, die sich gezielt für zeitgenössische Gestaltung im Schmuck einsetzt. Vorstand: J. Exner, Gebr. Niessing / A. Freisfeld, Münster / Anette Kopp, München / H. H. Lingenbrink, PUR-Schmuckatelier / D. von Loe, Königstein / Prof. R. Müller, Idar-Oberstein / W. P. Schwarz, Köln / A. Zickendraht, Hanau.

Hamburg, vom 30. Januar bis 1. Februar. 9. USSIFA-Messe im Modezentrum. Auf 4.500 qm Ausstellungsfläche sind 119 Aussteller vertreten.

Berlin, im Frühjahr. Die Berliner Goldschmiede-Innung, unter Obermeister Grebe, macht im „Ring" auf sich aufmerksam. Titel: .."Wir schmieden für Sie kostbare Pläne."

Bezirk Karl-Marx-Stadt (DDR), am 26. Februar. Der Rat des Bezirkes informiert seine Abgeordneten über die Eingaben und stellt u. a. fest: „Bei der Bearbeitung der Eingaben gelingt es immer besser, die Vorschläge, Hinweise und Kritiken im persönlichen Gespräch mit dem betreffenden Bürger im Wohngebiet oder den Werktätigen im Betrieb auszuwerten und an Ort und Stelle zu klären. Mit der Verwirklichung dieses Arbeitsstiles wächst zugleich bei den Werktätigen die Bereitschaft, bei der Lösung ihrer Eingaben selbst aktiv mitzuhelfen. Das trifft besonders bei den Eingaben über die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen zu." (Eingaben im 2. Halbjahr 1988 im Bezirk K.-M.-Stadt: 11.180 insgesamt.)

Schwäbisch Gmünd, am 9. März. Der bekannte Silberschmiedemeister Peter Ferner verstirbt. (Obermeister von 1966 bis 1977. Fertigte 1980 den Eligius-Becher.)

Zwickau (DDR), am 21. April. Die Berufsgruppe der Goldschmiede versammelt sich im Zwickauer „Thüringer Hof". Der langjährig verdiente Obermeister Mannfred Winefeld bittet aus gesundheitlichen Gründen um Entlastung. Zum neuen Obermeister wird Hans-Heinrich Träger aus Mülsen St. Jacob einstimmig gewählt. Ebenfalls einstimmig gewählt, für das Amt des Stellvertreters, Thomas Günther aus Zwickau.

Bezirk Karl-Marx-Stadt (DDR). Für den gesamten Bezirk Karl-Marx-Stadt kommen im Jahr 1987 sowie im Jahr 1988 genau 5.700 Gramm Feingold und 123.000 Gramm Feinsilber an die Betriebe zur Verteilung.

DDR / Berlin. In der „Uhren und Schmuck", März/April, wird der Berliner Obermeister Peter Lemcke vorgestellt. Geboren 1938; Lehre von 1954 bis 1957 in Berlin; Meisterprüfung 1966; Übernahme des väterlichen Betriebes 1973.

Pforzheim, vom 11. bis 13. Mai. ZV-Tagung im Hotel „Goldene Pforte". Goldschmiedemeister Grebe, Berlin, stellt ein Werbekonzept der Innung vor und Herr v. Brockdorf das Werbekonzept der WGC. Hierzu wird angeregt eine Gemeinschaftswerbung mit anderen Verbänden, die „Goldene Kette", zu bewerben. Die Innung Flensburg wird Mitglied im ZV. Neuer Obermeister: Jörg Hirner, Schwäbisch Gmünd.

Berlin (DDR). In Ost-Berlin wird ein Handwerkermuseum errichtet, in dem sich auch eine historische Goldschmiedeabteilung befindet (Nicolai-Viertel).

Neumarkt / Polen, im Mai. In dem Städtchen Sroda Slaska, in der Nähe von Breslau, wird ein mittelalterlicher Goldhort von internationaler Bedeutung gefunden.

Düsseldorf, vom 19. bis 21. August. Auf dem Messegelände NOWEA werden die Fachtage für Silber, Schmuck und Uhren abgehalten.

Dresden (DDR), am 24. August. Das Ministerium für Bezirksgeleitete Industrie und ­Lebensmittelindustrie, 1086 Berlin, Leipziger Str. 5–7, teilt wegen der Klagen mit der Versorgung von Etuis folgendes mit: „Leider jedoch ist es so, dass die ,Versorgung' dieses wichtigen Artikels fast vollkommen zum Erliegen gekommen ist ... von bestellten 130.000 Stück Halb- und Plast-Etuis für Ringe und Trauringe ganze 1.100 Stück geliefert ... die den totalen Zusammenbruch der Versorgung mit Etuis für das Handwerk verursacht haben."

DDR / BRD. Zum Tode von Franz Josef Strauß sandte der Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzende des Staatsrates der DDR, Erich Honecker, an den Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Richard von Weizsäcker, folgendes Beileidstelegramm: „Mit Betroffenheit habe ich die Nachricht vom Ableben des Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern, Herrn Franz Josef Strauß, erhalten. Erlauben Sie mir, Ihnen mein aufrichtiges Beileid zu übermitteln. Durch sein engagiertes Wirken hat Ministerpräsident Strauß einen bleibenden Beitrag zur Entwicklung der Beziehungen zwischen der DDR und der BRD geleistet." An die Tochter von Franz Josef Strauß, Frau Monika Hohlmeier, richtete Erich Honecker folgendes Telegramm: „Tief betroffen über das plötzliche Ableben Ihres Vaters, des Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern Franz Josef Strauß, übermittle ich Ihnen und der Familie mein tiefempfundenes Beileid. Wir werden nie vergessen, dass Ihr Vater durch sein Engagement viel für die Beziehungen zwischen der DDR und der BRD getan hat."

Bezirk Karl-Marx-Stadt (DDR), am 5. September. Lehrprogramm der Handwerkskammer. „Im 40. Jahr des Bestehens unserer Deutschen Demokratischen Republik wollen wir als Handwerker und Gewerbetreibende unseren bündnispolitischen Beitrag leisten." Orientiert an den staatlichen Planaufgaben und am wachsenden Bedarf der Bevölkerung heißt das für uns „Immer zu Diensten". Vors. Gundermann.

München, vom 24. bis 26. September. Erstmals finden die „Münchner Uhren- und Juwelentage – Exklusiv" statt. Ca. 150 Firmen präsentieren ihre Waren auf 600 qm, in Halle 20 des Messegeländes.

Mainz, am 8. Oktober. Obermeistertagung des Zentralverbandes und Festlegung der Goldschmiedetage 1989 in Bremerhaven. Ausschreibung eines Wettbewerbes für die Auszubildenden der Bundesrepublik Deutschland und Westberlin. Verwendung der finanziellen Zuwendung für die Ausbildung vom Bundesfinanzministerium. Die Werbeaktion von Silber- und Besteckarbeiten auf dem Inhorganta-Stand in München.

Berlin, im Oktober. Freisprechungsfeier durch den Goldschmiedemeister Kurt Weinland (Rede im „Ring" Nr .4/1988).

Dresden (DDR), am 16. Oktober. Leitungssitzung der Goldschmiede in der Werkstatt des OM. Hauptthema: Vorbereitung der „Dinglinger-Ehrung" zum 325. Geburtstag. Die Praktikanten Kipper, Simmchen und Linder haben das Meisterstudium erfolgreich abgeschlossen.

Dresden (DDR), am 7. November. Auf der Leitungssitzung der Goldschmiede wird festgestellt, dass erstmals der Facharbeiterprüfungsausschuss von Karl-Marx-Stadt, Leipzig, Cottbus und Dresden gemeinsam tagte. Wegen der katastrophalen Versorgung mit Federringen schreibt der OM Forberger einen Brief an die Edelschmiede Zwickau.

Schmiedefeld (DDR), vom 25. bis 27. November. Der Bezirk Erfurt lädt zur Fachtagung nach Schmiedefeld/Thür. ein. Gäste sind alle DDR-Obermeister. Dr. Erhard Brepohl hält einen sehr interessanten und mit Pointen gewürzten Vortrag über seine Reise nach Pforzheim. Außerdem kamen auch Meisterstücke zur Ausstellung; u. a. das Stück von Bertram Wurlitzer aus Erla. Die ELG Zwickau, die seit etwa 2 Jahren auch die thüringischen Bezirke mit versorgt, hat einen Materialverkaufsstand eingerichtet.

Münster, im Herbst. Zu einem Meinungsaustausch reisen Goldschmiede aus dem Müns­terland nach Krakau in Polen. Ein Lehrlingsaustausch und Gegenbesuch wird vereinbart. Teilnehmer: Gerd Salzmann, Alf Teufel, Werner Fischer, Hans Klinkhammer.

Bundesrepublik Deutschland, am 30. November. Im Bundesanzeiger Nr. 223 b ist das Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe als Beilage erschienen.

1989

Wolfenbüttel, am 1. Januar. Die Länder Niedersachsen und Bremen haben sich zu einem Landesinnungsverband zusammengeschlossen. Landesinnungsmeister ist Eberhard Rullkötter, Wolfenbüttel.

Oberbayern, im Januar. Der Obermeister der Uhrmacher-Innung München und Oberbayern Rudolf Frieß schreibt dem ZV-Präsidenten Bergner einen Brief, in dem er kritisch die geschäftliche Entwicklung im Schmuck- und Edelmetallhandwerk darlegt.

Wien, am 16. Januar. Präsident Bergner folgt einer Einladung des österreichischen Bundesinnungsmeisters, Kommerzienrat Bruno Schiller. Besprochen wird die Durchführung der internationalen Fachtagung im Herbst. (Dreiländertreffen: Österreich, Bundesrepublik Deutschland, Schweiz, vom 16. bis 18. Oktober, im Palais Auersperg, Wien.)

Bundesrepublik Deutschland, am 13. März, von 21.40 Uhr bis 22.30 Uhr. ARD-Sendung über das deutsche Handwerk: „Das Handwerk und der goldene Boden".

Bezirk Karl-Marx-Stadt (DDR). Das Quantum der Edelmetallzuteilung für den Bezirk Karl-Marx-Stadt ist das Gleiche wie im Vorjahr. 62 Betriebe und eine PGH teilen sich in 5.700 Gramm Feingold und 123.000 Gramm Feinsilber. Das würde – statistisch betrachtet – für jeden Bürger eine jährliche Zuteilung von 0,003 Gramm Feingold ergeben. (Zuteilung für Hans-Heinrich Träger: 140 Gramm Feingold und 125 Gramm Feinsilber.)

Berlin-Ost, vom 20. bis 23. März. Die 1. (Ost)Berliner Fachtagung der Goldschmiede findet in Berlin-Hessenwinkel statt. Geladen sind u. a. alle Obermeister der DDR. Genosse Fiedler von der „Münze der DDR" verweist darauf, „dass zur Aushändigung von Be- und Verarbeitungsgenehmigungen der Meisterabschluss und eine Gewerbegenehmigung vor­liegen muss." Berliner Obermeister: Peter Lemcke.

DDR / Ungarn / Österreich, am 2. Mai. Ungarn beginnt Teile des Grenzzaunes nach Österreich abzubauen. Bis 10. August verlassen etwa 1.600 DDR-Bürger das Land über diese Grenze.

Bremerhaven, vom 4. bis 6. Mai. ZV-Tagung im Weser Forum. Durchführung des Wettbewerbs „Maritime Objekte" für Auszubildende. Der Zentralverband lädt die Sprecher der Berufsschulklassen zu einem Lehrlingsforum ein. Leiter des Forums vom ZV-Referat, Robert Köthe. Das Haus Berlin ist inzwischen renoviert. Herrn Dr. Brepohl aus der DDR wurde die Einreise verweigert. (Der ZV hätte die Tagung als internationale Veranstaltung durchführen müssen.) Herbert Bitter berichtet über die Künstlersozialversicherung und die Probleme mit dem Handwerk.
Neue OM: Manfred Kühner, Stuttgart; Karlheinz Kremp, Freiburg.

DDR. Bürgerinitiativen in den Gemeinden: „Ordentlich und schön vor der Haustür!"

DDR, am 7. Mai. Kommunalwahlen in der DDR (die Letzten!) 98,85% für die Kandidaten der NF.

DDR, am 8. Mai. Über die ELG wird auf eine „Gemeinsame Verfügung" aufmerksam gemacht, dass gebrauchte Konsumgüter ausländischer Produktion durch gesellschaftliche Bedarfsträger nicht mehr angekauft werden dürfen. „Dabei ist es unwichtig, ob diese Güter aus Privathand oder aus den An- und Verkaufsläden bezogen werden." (Gemeint waren im besonderen Computer, Disketten, Videogeräte und andere Elektronik, die im Intershop gekauft und zum Teil mit 10-fachem Gewinn wieder weiter veräußert wurden.)

Bezirk Karl-Marx-Stadt (DDR). Im Bezirk Karl-Marx-Stadt gibt es 1989 insgesamt 357 PGHs und 13.500 private Handwerksbetriebe, die insgesamt 3.800 Lehrlinge ausbilden.

DDR. Im Gesetz über den Volkswirtschaftsplan 1989 heißt es: „Die Dienstleistungen und Reparaturen sind weiter zu erhöhen und gegenüber 1988 auf 104,3% zu steigern ..." Die 1.380 PGHs der Republik beschäftigen gegenwärtig 290.000 Personen. In der DDR gibt es 60.700 Handwerksbetriebe.

Sopron (Ungarn), am 19. August. Bei einer Veranstaltung in der Stadt haben Ungarn und Österreicher gemeinsam den Grenzzaun niedergelegt. Im Anschluss daran kommt es zur Flucht von einigen Bürgern aus der DDR. Dieser Tag kann als Anfang der friedlichen Revolution betrachtet werden!

Hamburg. Anlässlich der 800-Jahrfeier des Hamburger Hafens wird ein Wettbewerb für den gesamten norddeutschen Raum ausgeschrieben. Das Motto. „Hamburg lässt sich schmücken – Schmuck am maritimen Objekt."

Bezirk Karl-Marx-Stadt (DDR), am 5. September. Die Handwerkskammer des Bezirkes Karl-Marx-Stadt gibt eine Broschüre für die Handwerker als Lehrprogramm heraus. Titel: „Immer zu Diensten, im 40. Jahr des Bestehens unserer Republik."

Wuppertal, am 23. September. Obermeistertagung im Waldhotel Eskeshof.Begrüßung durch den Obermeister Günter Arhelger aus Wuppertal. Themen dieser Tagung: Zulassungsvoraussetzungen zur Meisterprüfung. Die Gestaltung als Aufgabe der 90iger Jahre: Präsident Hans Bergner. Die Gestaltung wird wie Herr Köthe, Hannover, berichtet, auch erstmals im Handwerk Eingang in das neue Berufsbild finden. Herr Rullkötter stellt das Programm von der nächsten ZV-Tagung in Bad Harzburg vor.
Die Geschäftsführerin Frau Gisela Kettler referiert, anhand von Schaubildern, über die inneren Strukturen des Verbandes und seine Einbindung in die Branche und in die Handwerksorganisationen. Das Uhrenmuseum der Familie Abeler steht natürlich auch auf dem Programm „Hier dokumentiert die Familie Abeler die private Initiative. Seit 1958 wird hier, 500 Jahre Zeitmesstechnik' dargestellt."

Karl-Marx-Stadt (DDR), am 7. Oktober. Bei den Feierlichkeiten anlässlich des 40. Jahrestages der DDR kommt es zu massiven Demonstrationen, die sich gegen das DDR-Regime richten.

Zwickau (DDR), am Dienstag, den 17. Oktober. Im „Haus der DSF", Max-Pechstein-Str. 31, werden verdienstvolle Handwerker anlässlich des 40. Jahrestages der DDR ausgezeichnet.

Halle (DDR), im Oktober. Die Kunstschule Burg Giebichenstein feiert ihr 75-jähriges Bestehen.

DDR, am 23. Oktober. Demonstrationen in allen Landesteilen. Die „Montagsdemos" kommen in Leipzig in Bewegung und breiteten sich auf das ganze Land aus (Plauen, Zwickau, Dresden, Karl-Marx-Stadt usw.). Zur Montagsdemo in Zwickau kommen ca. 15.000 Bürger in der Stadt zusammen. Den bereitstehenden Polizisten rufen die Demonstranten zu: „Grüner Mann – schließ Dich
an!!"

BRD / DDR. Goldschmiedemeisterprüfungen in Deutschland. In Westdeutschland legten 264 und in der DDR 47 Goldschmiede die Meisterprüfung ab.

Karl-Marx-Stadt (DDR), am 5. November. In der Stadt diskutieren im Verlauf des Tages Bürger an drei Orten mit Funktionären der Stadt, des Bezirks und der FDJ. 200 Teilnehmer zählt die Diskussionsrunde im Jugendklubhaus „Fritz Heckert". Völlig überfüllt ist ein Forum zu Fragen der Bildungspolitik im kleinen Saal der Stadthalle. In der Technischen Universität debattieren 1000 Menschen unter anderem über ein neues Wahlrecht. Kritik hagelt es an die Adresse des SED-Bezirkschef Siegfried Lorenz, da er sich nicht selbst den Fragen der Bürger stellt.

DDR / BRD am 9. November. Günter Schabowski gibt bei einer Kundgebung in Berlin bekannt, dass die Grenzen zur BRD soeben geöffnet wurden (ca. 21.00 Uhr). In Berlin setzt eine wahre Völkerwanderung zu den Grenzübergangsstellen ein.

Bremen, am 14. November. Der zukünftige Generalsekretär des ZDH, Eberhard Schleyer, stattet in der ZV-Dienststelle seinen Antrittsbesuch ab und diskutiert mit dem ZV-Präsidenten Hans Bergner über die derzeitige Lage im Handwerk.

Dresden (DDR), vom 24. bis 26. November. In Dresden wird, anlässlich des 325. Geburtstages von J. M. Dinglinger, eine Fachtagung mit Beratung und kulturellem Programm der Bezirksobermeister in der Kreisgeschäftsstelle der Handwerkskammer des Bezirkes abgehalten. Einladung von Obermeister Dieter Forberger!

DDR / BRD, Anfang Dezember. Der Wechselkurs Ostmark zu Westmark klettert auf ca. 20 : 1 (vor der Grenzöffnung rund 5 : 1).

Dresden (DDR), am 2. Dezember. Obermeister Dieter Forberger stellt sich einem ADN-Interview anlässlich des Obermeistertreffens und der Geburtstagsfeierlichkeiten zum 325. Jahrestag von J.M. Dinglinger. Zitat von D. Forberger in der Presse: „Die derzeitlichen materiell-technischen Voraussetzungen seien jedoch kein ,goldener Boden' für die Gold- und Silberschmiedekunst im Lande. Vielmehr sei diese zu einem Reparaturhandwerk herabqualifiziert worden, bedingt vor allem durch einen erheblichen Mangel an Schmuck-Ersatzteilen und Halbfabrikaten. Nicht im Fachhandel, wo sie dringend benötigt werden, sondern im Sortiment der Intershops seien diese ,Raritäten' zu finden."

Halle (DDR), am 4. Dezember. Arthur Rieck, Halle, verbreitet ein Papier an die Kollegen Obermeister, dass von ihm, Obermeister Galke, Magdeburg, und Obermeister Matthiessen, Leipzig, erarbeitet wurde und an die Handwerkskammern der Bezirke weitergeleitet werden soll. Das Schreiben beinhaltet folgende Forderungen:
- Offenlegung der Edelmetallverteilung
- unbegrenzter Edelmetallankauf der Handwerker
- einheitliche Stundenverrechnungssätze Devisen für Werkzeuge, Literatur u. a.
- Ausgliederung aus der jetzigen Abhängigkeit von VEB Maschinenbauhandel
- sofortige Verteilung von den VE-Ressourcen an die Privaten.
- und die unter LVO laufenden Werkzeuge und Maschinen.
Der letzte Punkt wörtlich: „- absolute Gleichstellung der privaten Handwerker und der VEB, DLK und PGH beim Ankauf von Werkzeugen, Maschinen, Ersatzteilen und Besatzmaterialien."

Schwerin (DDR), am 18. Dezember. Obermeister des Bezirkes Schwerin, Wilfried Nothdurft, sendet ein Schreiben an die Bezirks-Obermeister und regt zur Innungsgründung an. Im Schreiben bereits beiliegend - ein „Musterstatut".

Karl-Marx-Stadt (DDR), am 29. Dezember. Im „Karl-Marx-Städter Handwerk" wird der „Reformkatalog zur Erhaltung des Handwerks in der DDR" von den Autoren Pfeil und Hartwig veröffentlicht. ( Konditormeister Hartwig wird später Präsident der Handwerkskammer im Regierungsbezirk Chemnitz.)

Arnstadt (DDR) / Kassel. Im Rahmen der Städtepartnerschaft Kassel - Arnstadt nimmt der Goldschmiede-Obermeister Kirsch (Hessen) Kontakt zur Berufsschule in Arnstadt auf. Durch die kooperative Zusammenarbeit zwischen der Handwerkskammer Kassel, der Handwerkskammer Erfurt und der Berufsschule Arnstadt wurde es möglich, unter dem Begriff „Aufbauhilfe Ost" im darauffolgenden Jahr eine neue Werkstatt mit 25 Arbeitsplätzen einzurichten.

1990

Ahlen, am 13. Januar. Werner Fischer, Gründer des Fortbildungszentrums in Ahlen und ehemaliger ZV-Präsident bis 1980, wird 60 Jahre alt. Werner Fischer lernte bei Abeler in Münster; wird 1957 OM in Münster und 1968 Präsidiumsmitglied des ZV. 1971 wird Werner Fischer in Saarbrücken zum ZV-Präsidenten gewählt.

Berlin-Ost, Anfang Januar. Die Berliner Goldschmiede, unter Obermeister Peter Lemcke, halten in Berlin eine „Krisensitzung" ab.

Dresden (DDR), am 15. Januar. Leitungssitzung der Goldschmiede-Berufsgruppe in der Werkstatt von U. Kretzschmar. TOP 1: Gegenwärtige Situation des Handwerks. TOP 2: Gründung einer Dresdner Gold- und Silberschmiedeinnung.

Magdeburg (DDR), am 16. Januar. Neugründung der Innung der Gold- und Silberschmiede und Graveure. Wenig später treten die Graveure aus der Innung aus und gründen einen eigenen Verband. Zum OM wird erneut Hermann Galke gewählt. Hermann Galke, geb. 1945, Meisterprüfung 1971, seit 1983 Obermeister der Berufsgruppe des Bezirkes Magdeburg.

Hannover. „Der Ring" Nr. 1/90. Herbert Bitter berichtet in einem Artikel über die gegenwärtigen politischen Verhältnisse in der „noch-DDR".

DDR, am 1. März. Ein Musterprotestschreiben wird von den Berufsgruppen verfasst und über die Obermeister an das Ministerium geleitet. Inhalt: Der Differenzausgleich bei der Edelmetallumbewertung.

Deutschland, am 1. März. Der Verlag „gold+silber / uhren+schmuck" aus Leinfelden-Echterdingen nimmt Kontakt mit seiner Zielgruppe im Osten auf und verschickt ab 1. März die Zeitschrift für ein Jahr kostenlos.

Würzburg, am 3. und 4. März. Treffen der Mitglieder der Gilde des Heiligen Eligius im Mainfränkischen Museum. Themen: Aufnahmeritus und Wettbewerb. Die nächsten Eligiustage finden am 28. und 29. April in Paderborn statt. Kurator: Werner Fischer.

Solingen, am 8. März. Obermeister Siegfried Pohlmann verstirbt.

Frankfurt/M., am 12. März. Goldschmiedemeister Fritz Braun verstirbt (geb. 1927 in Alfeld/Leine). Schüler der Zeichenakademie Hanau, 1952 selbstständig. Geschäft in Frankfurt, Mainzer Landstraße, seit 1955.

Görlitz /Jonsdorf (DDR), am 12. März. In der Gaststätte „Gondelfahrt" wird die „Goldschmiede-Innung Oberlausitz", Sitz Görlitz, Hospitalstraße 1, gegründet. Zum Ober­meis­ter wird der langjährige Obermeister Lothar Voigt - seit dem 13. Mai 1964 im Amt - wiedergewählt. Stellvertreter Horst Navratiel, beide aus Görlitz. Der Innungsbezirk um-fasst die Kreise Görlitz, Bautzen, Löbau, Zittau, Kamenz, Hoyerswerda, Niesky und Bischofswerda.

Stuttgart, im März. Der Rühle-Diebener-Verlag bittet seine Leser der Goldschmiede Zeitung „Geschenk-Abos" für DDR-Goldschmiede zu zeichnen.

Ost-Berlin, im März. Die Gold- und Silberschmiedeinnung in Ost-Berlin hält eine Veranstaltung zur Neugründung ab. Die 46 Mitglieder sprechen erneut Peter Lemcke ihr Vertrauen aus.

Bremen, am 12. März. Das „alte" Präsidium des ZV tagt zum letzten Mal. Themen: Die Entwicklung in der DDR; Neuordung der Ausbildung; Vorbereitung der Tagung und Durchführung der Wahl. Bergner, Rullkötter, Flach, Heydemann, Köthe, Klinkhammer.

Hagen, im März. Auf dem Landesinnungsverbandstag Nordrhein-Westfalen wird der Vorstand neu gewählt: Landesinnungsmeister Klaus Winckel, Stellvertreter Klaus Labisch, Vorstandsmitglieder: Bründt, Krefeld; Schlüter, Bielefeld; Arhelger, Wuppertal.

Ahlen, im März. Das Fortbildungszentrum Ahlen der deutschen Juweliere, Gold- und Silberschmiede beginnt mit einer sogenannten „DDR-Aktion" für ihre Bildungsstätte zu werben.

Halle (DDR), im März. Neugründung der Gold- und Silberschmiede-Innung im Bezirk Halle. Bei der Innungsgründung mit Neuwahl sind etwa 75 Kollegen erschienen. Zum Obermeister wird Bernd Swiekatowski gewählt. Sein Stellvertreter wird Kollege Kapp.

Bad Iburg, im März. Jahreshauptversammlung der Goldschmiedeinnung Osnabrück-Emsland. Der OM Grändorf informiert über die Absicht zum Beitritt in den niedersächsischen LIV. Darüber hinaus ist er für Kontakte mit den Gold- und Silberschmiedeinnungen Greifswald und Neustrelitz (beide DDR). Auch sollen Spenden zur Verfügung gestellt werden.

Dresden (DDR), im März. Verkaufsausstellung von BRD-Firmen für „Edelsteine, Schmuck und Juwelierbedarf" in den Fucik-Hallen, zu DDR-Mark. (Über 150.000 Besucher).

Braunschweig, am 19. März. Versammlung der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung. OM Rullkötter kann ca. 40 Gäste aus der DDR begrüßen. OM Galke aus Magdeburg nimmt einen Schluck aus dem Meisterbecher und wird weiterhin mit einem Innungsbrief der Goldschmiede zu Braunschweig von 1231 bedacht, die anlässlich der 750-Jahr-Feier herausgegeben wurden.

Bremen, am 30. März. Das Präsidium des ZV hat den Dresdner OM Dieter Forberger als Ratgeber in Berufsangelegenheiten in der DDR ins Präsidium gerufen, da er bereits ein gewählter Sprecher der DDR-Kollegen ist. (Empfang von Hans Bergner in der ZV-Dienststelle.)

BRD / DDR, Ende März. Der DDR-Handel kann ab sofort unbegrenzt Waren und Dienstleistungen aus der BRD beziehen und gegen einheimische Währung oder DM anbieten. BDI-Präsident Dr. Tyll Necker schreibt: „Die Pläne für die künftigen DDR-Aktivitäten sind auch eine Stilfrage. Die großen Betriebsformen hierzulande halten sich damit nicht lange auf. Fast täglich berichtet die Presse von Kooperationen bzw. Kooperationsabsichten dieser Firmen. Ganz so als gelte es, im Stil des Kolonialismus noch unbesetztes Terrain in Beschlag zu nehmen ...."

Schweinfurt, am 31. März. Jahreshauptversammlung der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung Unterfranken. Bei den anstehenden Neuwahlen wird der bisherige OM Rudolf Leder, Schweinfurt, sein Stellvertreter Günter Engelhard, Würzburg, und der bisherige Innungsvorstand wiedergewählt. Als Gäste sind 9 Kollegen aus Thüringen unter Führung von OM Helfricht aus Zella-Mehlis anwesend.

DDR, am 10. April. Eine Mitteilung des Ministerrats des DDR-Ministeriums der Finanzen und Preise : "..., dass die Edelmetallbestände bis auf weiteres zu den bisher geltenden Aufkaufpreisen aufgekauft werden." (à Gramm Feingold ca. 200,- DDR-Mark)

BRD, „Uhren + Schmuck", im April. „Uhrenindustrie sieht Chancen in der DDR".(DDR: rund 12.000 Mitarbeiter und rund 12 Millionen Uhren und Uhrwerke jährlich. (Ruhla, Glashütte, Weimar) Der Sachverständigenrat macht darauf aufmerksam, „dass die Uhren- wie die Schmuckindustrie eine weitere Verkürzung der Arbeitszeit auf Grund struktureller Beschaffenheit schwerlich verkraften könne. Niemand dürfe übersehen, dass im vergangenen Jahr allein 42,3 Mio. Kleinuhren in die BRD (hauptsächlich aus Fernost) eingeführt worden seien."

BRD, „Uhren + Schmuck", im April. Der IHK-Präsident Nordschwarzwald, Werner Weber, fordert in der Vollversammlung sich als sogenannte „Patenfirmen" für DDR-Betriebe zur Verfügung zu stellen.

Karl-Marx-Stadt (DDR), am 24. und 25. April. Im Schulungsobjekt der Handwerkskammer (Esche-Villa) veranstalten einige Firmen aus der BRD eine Ausstellung mit Verkauf von Schmuckwaren, Uhren, Steinen und Furnituren. Die Bezahlung kann in Ostmark, oder - auch wahlweise nach der Währungsunion - in DM erfolgen.
Beteiligt sind die Firmen Siebler & Rothfuß aus Pforzheim, vertreten durch Herrn Schiefer aus Flöha, sowie die Zuchtperlhandlung Roth aus Pforzheim und andere.

Dresden (DDR), am 27. April. Im Hotel „Astoria" wird die Dresdner Gold- und Silberschmiedeinnung neu gegründet. Prominentester Gast ist der Präsident des Zentralverbandes Hans Bergner aus Bremen. (Bremen ist derzeitiger Sitz des Zentralverbandes.) Die Firmen Schmalz und Hans Staib aus Pforzheim bringen heiß begehrte Werkzeuge mit, die zur Verlosung kommen. Der Erlös daraus fließt in die noch junge und leere Innungskasse. (Beachtliche 2.100 Ostmark!) Der Innungsvorstand: Obermeister Dieter Forberger, Stellvertreter Ulrich Kretzschmar, Gerhard Kurzawski, Monika Salomon und Herbert Fuchs aus Meißen.

München, am 7. Mai. Chef des Goldschmiede-Handelshauses Horst Berger wird 85 Jahre alt. Horst Berger hat einen Sohn und drei Töchter. Sein Sohn Hannes (geb. 1957) leitet das Unternehmen mit seinen 90 Mitarbeitern.

"Goldschmiede Zeitung" Nr. 5, im Mai. Hochschullehrer Prof. Dr. Erhard Brepohl veröffentlicht in der Fachzeitschrift einen Situationsbericht des

Goldschmiedehandwerks in der DDR.

BRD / DDR, am 8. Mai. Die EG-Kommission hat einer Erhöhung der Mittel aus dem „Marshall-Plan" um das Fünffache zugestimmt. Der „Marshall-Plan" ist im Zuge des Einigungsprozesses beider deutscher Staaten auf die DDR ausgedehnt worden. Die Gesamtsumme wird auf sechs Milliarden DM erhöht.

Berlin, am 8. und 9. Mai. Im Bundesinstitut für Berufsbildung tagen die Sachverständigen des Handwerks. Von Seiten der Goldschmiede sind delegiert: Hans Bergner, Hans Klinkhammer und R. Köthe.

Bayern / Sachsen, am 10. Mai. Das Handelshaus für Werkzeuge, Schmuck und Uhren Horst Berger, München und Bamberg, lädt die Goldschmiede des Bezirkes Karl-Marx-Stadt zu einem Besuch in ihre Geschäftsräume nach München ein. Die Fahrt wird mit einem von der Firma gemieteten Bus durchgeführt und beginnt ab Hof. Treffpunkt ist die Freiheitshalle der Stadt.

Dresden (DDR), am 10. Mai. Goldschmiedemeister Stückert schreibt im Namen der Berufsgruppe einen Brief an das Ministerium für Finanzen, in dem er seinen Unmut über die Verfahrensweise des Edelmetallrückkaufes durch den VEB Münze, Berlin, zum Ausdruck bringt.

Wolfenbüttel, im Mai. Eine Ehrenamtskette für den Landesinnungsmeister der Länder Niedersachsen und Bremen stellt Eberhard Rullkötter fertig.

Pforzheim, am 17. Mai. Die Lehrer der Pforzheimer Fachschule, Ulrich Haaß und Ulrich Haager, fahren gemeinsam mit 5 Schülern verschiedener Klassen zu einem Gegenbesuch nach Heiligendamm. Eingeladen hat Dr. Erhard Brepohl, der die Goldschmiedeschule von Heiligendamm mit den Gästen besichtigt.

Dresden (DDR), am 21. Mai. Innungsversammlung des Gold- und Silberschmiedehandwerkes in der Handwerkskammer, Wiener-Str. 43. TOP 1: Aktuelle Informationen zu Problemen unseres Handwerks. TOP 2: Herr OM Brüderlin aus Aachen und ein weiterer Gast aus der BRD kommen als Berater und beantworten Fragen.
Herr Pfeil von der Degussa erklärt, dass Handelsware für den Goldschmied unerlässlich ist. Der Vertreter der Fa. Niessing gibt eine Verkaufsanalyse von Trauringen der letzten Jahre bekannt, die wichtige Aufschlüsse über den Geschäftsablauf mit Trauringen gibt.

Bad Harzburg, vom 24. bis 26. Mai. Goldschmiedetage mit Neuorientierung im ZV.
Zum ersten Mal nehmen die Goldschmiede aus der ehemaligen DDR an einer Delegierten-Vollversammlung teil.
Die Neuwahlen zum Präsidium des ZV, die Entwicklung innerhalb der EG und vor allem die Ereignisse in der DDR bestimmen die Goldschmiedetage in Bad Harzburg. Insbesondere die Neuwahlen setzen Akzente für die künftige Arbeit des ZV in der BRD und darüber hinaus im gesamten Deutschland. Zum neuen Präsidenten wird Eberhard Rullkötter gewählt. Sein Präsidium: Vizepräs. Hans Klinkhammer, Münster und Joachim Flach, Koblenz. Mitglieder: Uwe Grebe, Berlin; Robert Köthe, Hannover. Zwei Plätze im Präsidium werden bewusst nicht besetzt, um neuen Mitgliedern vor allem aus den neuen Ländern, die Möglichkeit zur Mitarbeit im Präsidium zu geben.
Neue Mitglieder im ZV werden die Innungen Essen mit OM Ursula Fischer und Solingen mit OM Pohlmann. Neue OM: Doris Raymann, Schwäbisch Gmünd; Peter Gall, Frankfurt/M.

DDR. Der „DDR-offene Schmuckwettbewerb" läuft letztmalig! Thema: Herrenring.

Zwickau (DDR), im Juni. Der letzte „HQ-Bogen" (Handwerkliche Berichterstattung in Quartalen.) wird an die ELG gesandt.

BRD, im Juni. Die „GZ" veröffentlicht im Juni eine „Tausch- und Kooperationsbörse der DDR-Kollegen". Bremen, im Juni. Der 20-jährigen Tradition folgend wird Herbert Bitter neues Mitglied der „Ehrenbecherriege" und nimmt die Ehrung entgegen.

Berlin/West, am 16. Juni. In der Urania wird eine Erfa-Tagung durchgeführt. Thema: „Gemeinsam in die Zukunft, Marktwirtschaft für alle". Erwartet werden zu dieser, von der Firma Flume organisierten Tagung, rund 1000 Fachteilnehmer aus der DDR.

Königstein, am 16. Juni. Im Alter von 51 Jahren verstirbt Erhard Wanhoff, Chefredakteur der Fachzeitschrift „Uhren Juwelen Schmuck".

Ost-Berlin, am 16. Juni. Die Gold- und Silberschmiede-, Fasser- und Graveurhandwerks-Innung wird gegründet. Bis auf drei Mitglieder sind alle anwesend und es wird einstimmig Peter Lemcke zum Obermeister gewählt. Als Gäste erscheinen die Kollegen Grammerstorf, Heydemann und Grebe mit ihren Gattinnen sowie Frau Senta Bergmaier von der GZ.

Mülsen St. Jacob (DDR), am 17. Juni. Obermeister Dieter Forberger, Obermeister Horst Gerlach, Siegfried Meyer und Gerhard Unger mit Ehepartnern besuchen Hans-Heinrich Träger in seinem Goldschmiedemuseum. (Diskutiert wird die neue politische Lage im Handwerk.)

Leipzig (DDR), am 22. Juni. Im Hotel „Astoria" wird die Gold- und Silberschmiede­innung Leipzig wiedergegründet. Der Vorstand: Obermeister: Uwe Matthiessen; Stellv. OM: Frank Belger. Vorstandsmitglieder: Monika Heyn, Monika Urbanski, Herbert Thoß, Matthias Wendel, Jürgen Werner. An der Gründungsfeier nehmen Berufskollegen der Hannoveraner Innung teil.

DDR, am 10. Juli. In der „Noch-DDR" wird die Gewerbefreiheit verkündet.

DDR, am 12. Juli. Unter der letzten DDR-Regierung von de Maiziere tritt das „Gesetz über die Inkraftsetzung des Gesetzes zur Ordnung des Handwerks der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik" in Kraft.

DDR / Halsbrücke. Die „Saxonia-AG" unterbreitet den Goldschmieden ein Vertragsangebot für den Ankauf von Edelmetallen. „Der Ankäufer ist verpflichtet alle gemäß §01 aufgeführten edelmetallhaltigen Materialien an den Verarbeiter abzuliefern."

Zwickau, am 21. Juli. Beide Teile Deutschlands vollziehen in der Muldenstadt die Vereinigung des Deutschen Handwerks (GZ 9/90).

Pforzheim. Die größte Pforzheimer Schmuck- und Juwelenfabrik Hammer & Söhne (gegr. in Geringswalde/Sachsen), denkt an eine weitere Expansion. Belegschaft Ende 1988 450 Mitarbeiter; Anf. 1990 550 Mitarbeiter. 1988 rund 120 Mio. DM Umsatz. Seit 1989 zählt die Juwelenfabrik Georg Lauer GmbH & Co. mehrheitlich zur Hammer-Gruppe.

Dresden (DDR). Ergebnisse des letzten DDR-Schmuckwettbewerbes werden in der „gold + silber - uhren + schmuck" gezeigt. Unter den Preisträgern ist Cornelia Rütz aus Dresden mit ihren Reversnadeln.

DDR, „Uhren und Schmuck", im August. Vom letzten Schmuckwettbewerb in der DDR wird berichtet. „Uhren und Schmuck", im August. Der Vorstand des Pforzheimer Industrieverbandes Schmuck & Silberwaren bereist die DDR berichtet wird: „Ostdeutschland im Sog der Schmuckwelle .... Vier VEBs bringen knapp fünftausend Mitarbeiter ins Rennen." (Dr. Alfred Schneider). VEB-Generaldirektor Siegfried Wolfrun erklärt, dass für die ganze DDR 46 Kilogramm Gold jährlich verteilt wurde.

Idar-Oberstein, „Nahe-Zeitung", vom 17. August. „Gesprächsforum Mittelstand". Werner Preißler, Direktor der Zwickauer Edelschmiede: „Das Angebot von Trauringen beschränkte sich auf zwei bis drei Muster. Ab und zu mal ein einfacher Quarz oder eine Perle, die aber der Kunde gegen Valuta im Intershop erstehen musste - mehr war als schmückendes Beiwerk zum edlen Metall nicht zu haben".

Deutschland, am 31. August. Der Einigungsvertrag wird zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR unterzeichnet. Wolfgang Schäuble (BRD) und Günter Krauße (DDR) unterzeichnen das Werk, das die Bildung der Deutschen Einheit für den 3. Oktober möglich macht.

Hanau, vom 14. bis 16. September. Die Gesellschaft für Goldschmiedekunst tagt in der Stadt. Im Deutschen Goldschmiedehaus wird neben der Ehrenringverleihung an Anton Cepka, Bratislava, das kinetische Objekt von Prof. Friedrich Becker im Treppenhaus des Goldschmiedehauses eingeweiht.

"Uhren + Schmuck" Nr. 5, September / Oktober. Die Zusammenführung der Zeitschrift „Uhren und Schmuck" und der Zeitschrift „gold + silber - uhren + schmuck" wird bekannt gegeben und vollzogen.

BRD / DDR im September. Das Bundeswirtschaftsministerium, Referat Öffentlichkeitsarbeit, gibt eine Schrift „Wirtschaftliche Hilfen für die DDR" heraus.

Erfurt (DDR), im September. Seminar über Betriebswirtschaft für Thüringer Goldschmiede. Am dreitägigen Seminar nehmen über 100 Kollegen teil.

Südwestsachsen / Bermsgrün (DDR), am 21. September. Die Gründung der Gold- und Silberschmiedeinnung „Südwestsachsen" findet im „Arbeiterheim" Bermsgrün bei Schwarzenberg statt. Gründungsmitglieder sind laut Aufnahmeantrag: Günter Wurlitzer, Gerhard Unger, Rolf Hertel, Hans-Jochen Schleizer, Heinz Kreißel, Marianne Wehle, Christoph Schreiber, Brunhilde Kuka, Gabriele Garcia-Greno, Peter Heck, Christine Molzahn, Adelheit Halbauer, Hans-Heinrich Träger, Peter Scherfke, Rudolf Hahn, Henry Hartmann, Mannfred Winefeld, Alfred Acker, Johannes Seidel, Wolfgang Meyer, Walter Metzner, Gerhard Scherfke. Anlässlich der Innungsgründung fertigten Bertram Wurlitzer und Hans-Heinrich Träger eine Medaille an, von der 50 Stück gegossen wurden und an die Mitglieder und Gäste zur Verteilung kommen. Gäste: Horst Berger, Fachhandel Berger, München (bis 1945 in Dresden); Hans Neuner Obermeister, Bamberg; Goldschmied Heyder, Bayreuth; Dietmar Geppart, Bamberg; Dieter Forberger Obermeister, Dresden; Reiner Georgi stellv. Obermeister, Chemnitz.
Obermeister der Innung Südwestsachsen Günter Wurlitzer, Stellv. Hans-Heinrich Träger. Die Innung hat ihren Sitz in Schwarzenberg mit der Registriernummer 105. (Wird später durch Kreisreform nach Aue verlegt!)

Augsburg, am 23. September. Der erste Vorsitzende des ZV, nach dem Kriege, Günter Winkler, kann seinen 75. Geburtstag feiern.

Hanau, am 24. und 25. September. Fachlehrertagung an der Staatlichen Zeichenakademie. Robert Köthe vom ZV gibt einen Überblick zur Neuordnung der edelmetallgestaltenden Berufe.

Deutschland am 3. Oktober. Tag der Deutschen Einheit, mit Feierlichkeiten im ganzen Lande.

Neue Bundesländer, am 4. Oktober. Zu einer Studienfahrt nach Pforzheim und Baden-Baden starten die Obermeister der neuen Länder. Eingeladen haben einige Firmen aus Baden-Württemberg.

Deutschland. Mit Inkrafttreten des Einigungsvertrages und des Berufsschulgesetzes gelten die Vorschriften über die Berufsausbildung der „alten" BRD auch in den neuen Bundesländern.

Mülsen St. Jacob, am 4. Oktober. In den Räumen der historischen Goldschmiede von H.-H. Träger wird einen Tag nach der Deutschen Einheit das „Südwestsächsische Industriemuseum Zwickau" gegründet.

Friedrichsbrunn/Harz, vom 10. bis 12. Oktober. Mitgliederversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung des Landes Sachsen-Anhalt, Kammerbezirk Halle und Gästen aus dem Bezirk Magdeburg. LIM NRW Klaus Winckel hält Vorträge über Betriebswirtschaft und Marktwirtschaft. Frau Kirsch aus Kassel gibt Tipps für die Schaufensterdekoration.

Potsdam, 13. Oktober. Gründung der Landesinnung Brandenburg aus den ehemaligen Bezirken Cottbus, Frankfurt und Potsdam. LIM Werner Elling, Eberswalde, Obleute Hans-Joachim Förster für Potsdam und Diether Sack für den Bezirk Cottbus.

Erfurt, am 13. Oktober. Im Gildehaus konstituiert sich die Landesinnung des Gold- und Silberschmiedehandwerks Thüringen. Die Landesinnung geht aus den drei Thüringer Berufsgruppen Erfurt, Gera, Suhl hervor. Es werden 69 Betriebe aufgenommen. Landesinnungsmeister wird Karl-Heinz Glaser.

Arnstadt / Idar-Oberstein. Eine Gruppe von Fachlehrern und Schülern der Kommunalen Berufsschule „Karl Liebknecht" in Arnstadt besuchen die Edelsteinstadt Idar-Oberstein. Eingeladen hat der Vorsitzende des Bundesverbandes Jochen Müller und einige Mitgliedsfirmen.

Berlin, am 20. und 21. Oktober. Die Ausstellung „Geformtes Gold" im Haus der Kaufleute zeigt 1001 Schmuckstücke von 34 Gold- und Silberschmiedemeistern.

Stuttgart / GZ, im Oktober. GZ-Interview über die Schmuckindustrie und den Handel in der DDR. Gesprächspartner: Dr. Alfred Schneider, Geschäftsführer des Industrieverbandes Schmuck und Silberwaren, Pforzheim.

Geislingen, im Oktober. Die WMF berichtet über ihre Betriebsergebnisse und stellt fest, dass sich im ersten Halbjahr der Umsatz um 15,7% steigerte. Seit dem 2. Juli 1990 ist die Württembergische Metallwarenfabrik in über 200 Orten der früheren DDR präsent.

Idar-Oberstein, im Herbst. Die Edelstein-Firma Ruppenthal wird 100 Jahre alt.

Frankfurt/M., im Herbst. Sonderschau Schmuck-Symposium. „Schmuck und Mensch – eine Bestandsaufnahme".

Sachsen, am 14. Oktober. Die Wahl zum sächsischen Landtag. MP wird Kurt Biedenkopf.

Magdeburg, am 27. Oktober. Goldschmiedemeister Galke organisiert das erste Obermeis­tertreffen für Vertreter aus ganz Deutschland. Er bezeichnet die Tagung „Deutsche treffen Deutsche". Präsident des Zentralverbandes Rullkötter betont in seiner Ansprache: „Wir stehen am Anfang des Weges." Die Kollegen Galke aus Magdeburg und Matthiessen aus Leipzig werden künftig dem Präsidium des Zentralverbandes als Berater zur Seite stehen.
„Eine Werbeveranstaltung war das gewiss nicht." Überschrift der Fachzeitschrift „gold + silber" im November. Die Zeitschrift kritisiert damit die Zerstrittenheit innerhalb des Zentralverbandes, die hier voll zum Ausdruck kam. „Anstatt nach vorn zu schauen, in eine gemeinsame Zukunft, wurden alte Probleme neu kontrovers breit diskutiert. Erfrischend im Gegensatz dazu der gute Zusammenhalt der Kollegen aus den Ost-Ländern."
Nach der Begrüßung des OM Hermann Galke überbringt Herr Dr. Sommer die Grüße der Handwerkskammer und betont das Bekenntnis zur freien sozialen Marktwirtschaft.
Besonders hervorzuheben ist der Vortrag von Wolfgang Kuckenburg aus Erfurt über den „Schatz des Priamos". W. Kuckenburg rekonstruiert seit fünf Jahren im Auftrag der Staatlichen Museen Berlin (Ost) den Priamosschatz, der in den Nachkriegswirren verloren ging. Seine Materialien waren Silber vergoldet. Besonders beeindruckend sind die alten Techniken. Über das Thema: „Die Scheideanstalt als Partner der Goldschmiede" referiert Dr. Helmut Knosp von der Fa. C. Hafner, Pforzheim.
Der Präsident stellt den Zentralverband vor. Strukturen, Aufgaben, Stellung innerhalb der Branche und der Handwerkorganisation. Sein Appell an die außenstehenden Innungen zum Beitritt findet angesichts der nachfolgenden Diskussionen nicht die gewünschte Resonanz. Weitere Themen: Die Punzierungsrichtlinie sowie die Aus- und Weiterbildung.

Deutschland, am 1. November. Der „Fahrplan" für die gesamtdeutsche Wahl am 2. Dezember ist klar. Mitte November werden die vollständigen Listen der Kandidaten veröffentlicht. Etwa 60 Millionen Deutsche sind wahlberechtigt.

Dresden, am 7. November. Innungsversammlung: Diskussion über Innungen, Kreishandwerkerschaften und Handwerkskammer. Diskutiert wird die Bildung von Landesinnungen sowie die Mitgliedschaft im Zentralverband.

Karl-Marx-Stadt, am 17. November. Die Gold- und Silberschmiedeinnung Chemnitz wird gegründet. Zum Obermeister wird Horst Gerlach aus Freiberg gewählt. Der Vorstand wie folgt: Stellvertretender Obermeister Reiner Georgi, Chemnitz; Gesellenprüfungsausschuss Bertram Berger, Niederschöna; Kultur Regina Liebers, Hartmannsdorf; Schatzmeister Elisabeth Schäfer; Gesellenwart Matthias Schneider, Chemnitz.

Dresden, am 19. November. Innungsversammlung der Goldschmiede in der Handwerkskammer Dresden. Wahl des Meisterprüfungs- und des Gesellenprüfungsausschusses für Dresden.

Leipzig, am 25. November. Obermeister Uwe Matthiessen, Leipzig, geht gegen einen wettbewerbswidrigen Räumungsverkauf erfolgreich vor (Stengelhofen & Co.).

Berlin, am 26. November. Die beiden Berliner Goldschmiedeinnungen schließen sich feierlich im Clubhaus des Berliner Ruderclubs (Berlin-Wannsee) zur Gold- und Silberschmiedeinnung Berlin zusammen. Obermeister wird Bernd Püschel; stellv. OM Peter Lemcke und zum Koordinator zwischen Ost und West wird der Ostberliner Gerd Haselau gewählt.

Dresden, vom 1. bis 3. Dezember. Im Dresdner Kongresszentrum „Dresdner Hof" veranstaltet die GHS-Werbung-Sudau, aus Idar-Oberstein, mit ca. 40 bis 50 Ausstellern eine Verkaufsausstellung „Schmuck und Stein". Eintritt 25,- DM.

Deutschland, am 2. Dezember. Etwa 60 Millionen Deutsche wählen in einer 1. gesamtdeutschen Wahl den Bundestag.

Arnstadt / GZ, im Dezember. Beitrag in der Fachzeitschrift über „Die Lehrlingsausbildung der ehemaligen DDR in der Zentralberufsschule"

1991-2000

Betriebsstatistik inkl. neue Bundesländer im Edelmetallgewerbe: 4.090 Betriebe, 14.000 Mitarbeiter, Organisationsgrad in Innungen 48 %. Mitglieder im ZV 825, davon zahlende 700.

Neue Bundesländer, ab 1. Januar. Es treten wichtige Neuerungen im Steuerrecht in Kraft. Die Lohnsteuer wird ab 1991 generell nach der Karte berechnet. Arbeitnehmer erhalten entsprechende Vordrucke über ihre Betriebe.

GZ, im Januar. Der Präsident des ZV, Eberhard Rullkötter warnt im Fachblatt: „Zusammenarbeit darf nicht zur Vereinnahmung führen ..."

Pforzheim, am 20. Januar. Die Scheideanstalt „Allgemeine" feiert 100-jähriges Bestehen.

Weimar / „markt intern", am 30. Januar. Das Blatt meldet: „Gerissene Geschäftemacher grasen Mitteldeutschland ab und machen mit fürchterlichen Übertreibungen tolle Geschäfte." Es geht um einen Schmuckverkauf in einem Hotel in der Dichter-Stadt.

München, vom 8. bis 11. Februar. Die Schmuckmesse „Inhorgenta" wird auf dem städtischen Messegelände ausgerichtet. Als Attraktion wird erstmals ein aus Platindraht gewirktes Kleid vorgeführt. Der Wert des edlen Stückes beläuft sich auf 500.000 DM. „gold + silber"-Fachzeitschrift, Mitte Februar. Beim Konradin-Verlag gehen zwei Briefe aus den neuen Bundesländern ein, die in der Zeitschrift im Faksimile abgedruckt werden. Die Schreiber der Briefe, Hans-Joachim Förster, Potsdam, und Tobias Keucher, Leip­zig, nehmen kritisch die neuen gesellschaftlichen Verhältnisse aufs Korn und fordern von der Zeitung sich den Problemen zu stellen.

Kassel, im Frühjahr. Auf Einladung des Präsidiums des ZV gründet sich der „Kasseler Kreis". Aus allen Teilen der neuen Bundesrepublik werden Ehrenamtsträger aufgerufen eine für alle tragbare neue Satzung des Zentralverbandes zu erstellen. Der Kreis besteht aus den Präsidiumsmitgliedern Klinkhammer, Grebe und Flach. Weitere Kollegen:
LIM Rullkötter, Niedersachsen; LIM Winckel, NRW; LIM Glaser, Thüringen; LIM Both, Saarland; LIM Eidel, Bayern; LIM Bergmann, Hamburg; LIM Elling, Brandenburg; OM Jarusch, Mannheim; OM Galke, Magdeburg; OM Matthiessen, Leipzig; OM Kirsch, Kassel; OM Reindl, Kiel.

Dresden / Stuttgart, im Frühjahr. Der Rühle-Diebener-Verlag (GZ) wird von der Innung Dresden mit der Dinglinger-Plakette geehrt.

München, vom 16. bis 24. März. Internationale Handwerksmesse. Sachsen ist als einziges Land der neuen Bundesländer erstmals vertreten. Vom Goldschmiedehandwerk stellen die Goldschmiedemeister Horst Gerlach und Siegfried Meyer aus Freiberg aus.

Gera, im Fachblatt „Ring" Nr. 3/1991. Die Treuhandanstalt, Niederlassung Gera, Puschkinplatz 7, bietet eine Schmuckwarenfabrik mit Presserei und 15 Arbeitskräften zum Kauf an. Grundstück und Fabrik sind im Besitz des Unternehmens.

„Sachsenpost", am 22. März. „Ost-Handwerk im Aufschwung". Wolfgang Glaser, Geschäftsführer des ZHD: „Seit der Wende stieg die Zahl der Handwerksbetriebe im Osten von 82.000 auf inzwischen 110.000 Betriebe."

Lückendorf, am 24. März. Die „Berufsgruppe der Gold- und Silberschmiede, Graveure und Edelsteinschleifer für Ostsachsen" lädt zu einer Informationsveranstaltung nach Lückendorf ein. TOP: Vorträge über Versicherungen, Vorstellung von Firmen aus den alten Bundesländern und ein reger Erfahrungs- und Meinungsaustausch zu den aktuellen Fragen sowie ein Bericht über das Obermeister- und Fachtreffen in Arnstadt. Eingeladen hat der Obermeister Lothar Voigt, Görlitz.

Schwäbisch Gmünd. Die Gold- und Silberschmiedemeisterin Doris Raymann-Nowak wird zur Obermeisterin der Innung gewählt.

Dresden, am 7. April. Berufung der Meisterprüfungskommission Sachsen (Zeitraum 1991–1994) Vorsitzender: Dipl. Jurist H. Büttner; Mitglieder: R. Georgi, M. Heyn, E. Schöhnherr, D. Forberger, H.-H. Träger, B. Greif, A. Gerlach, U. Kretzschmar, B. Bischoff und Berufsschul-Lehrer R. Nimus.

Bonn, vom 9. bis 11. Mai. ZV-Tagung im Residence Hotel. Der Präsident Rullkötter beziffert die Verbindlichkeiten zum Jahresende auf 75.000,- DM und beabsichtigt einen Sparhaushalt. Einstellung des Informationsblattes „Der Ring" und die Auflösung der Geschäftsstelle. Hier treten Meinungsverschiedenheiten mit dem Präsidenten offen zu Tage. Das Präsidium wirft dem Präsidenten vor, sich über Beschlüsse hinweggesetzt zu haben. Zur Finanzierung des Hauses Berlin wird ein Darlehn von 35.000,- DM genehmigt. (Wurde nie aufgenommen!) Im Laufe der Diskussion über den Haushalt und die weitere Vorgehensweise tritt zunächst Robert Köthe zurück. Dem Präsidenten wird aus der Versammlung vorgeworfen, Anträge zu provozieren, die sich mit der Verlegung der Geschäftsstelle befassen.
Der Präsident tritt zurück! Hans Klinkhammer stellt den Rücktritt des Präsidenten fest und bittet um das Vertrauen der Versammlung, dass das jetzige Präsidium die Geschäfte weiterführt bis zur Neuwahl im nächsten Jahr. Die Innung Bonn erhält eine Obermeis­terkette, die erstmals beim Empfang des Oberbürgermeisters Dr. Daniels getragen wird.

Memmingen, Mitte Mai. Neuwahlen des Landesverbandes Bayern. LIM Hans Kühn kann alle Obermeister Bayerns begrüßen und erklärt den Anwesenden, dass er aus Gründen des Alters sein Amt niederlegt. Neuer LIM wird Wolfgang Eidel, Augsburg; Stellvertreter Karl Rothmüller. Vorstandsmitglieder werden: Herr Heiden, München; Herr Keim, Passau; Herr Kühn, Memmingen.

Karl-Marx-Stadt / Chemnitz, am 1. Juni. Die Stadt erhält ihren alten Namen „Chemnitz" wieder.

Hildesheim, am 3. Juni. Goldschmiedemeister Rudolf Lehmann verstirbt. Meisterprüfung 1955, Obermeister der Innung Hildesheim seit 1964.

Deutschland, am 20. Juni. Der Bundestag beschließt mit 338 gegen 320 Stimmen, dass Berlin Sitz von Regierung und Parlament wird.

Hamburg, am 23. Juni. Im Alter von 88 Jahren verstirbt der Ehrenobermeister Jean Koch. 1967 Vizepräsident des ZV; 1969 Goldene Ehrennadel.

Pforzheim, am 25. Juni. Ehrengäste, Gäste und Repräsentanten aus dem Handwerk und der Goldschmiedeschule erscheinen zur Meisterfreisprechung in der Gaststätte Alinger. Mit den Worten: „Ich verpflichte mich zur Wahrhaftigkeit, zur höchstmöglichen Qualität meiner Arbeit, mit meiner Goldschmiedekunst stets Freude zu geben und den Lehrlingen ein Vorbild zu sein" und dem gemeinsamen: „Ich spreche dies, so wahr ich Goldschmied bin" erhalten die Jungmeisterinnen und Jungmeister ihre Weihung mit dem Tupfer Bo­rax, dem Punkt Polierrot, dem Hammerschlag und einem kräftigen Schluck aus dem Meis­terpokal. Darauf werden die Meisterbriefe von Obermeister Manias übergeben.

Bremen, im Juli. Die ZV-Geschäftsführerin Gisela Kettler wird 50 Jahre alt.

Dresden, am 1. August. Die Goldschmiede von Walter Stückert kann auf ein 45-jähriges Bestehen zurückblicken. Insgesamt wurden in ihr 34 Lehrlinge ausgebildet und 32 Goldschmiede legten in seinem Betrieb die Meisterprüfung ab.

Bonn, im August. Frau von Weizsäcker empfängt im Palais Schaumburg Vertreter der Gold- und Silberschmiede-Innung. Obermeister St. Düren stellt die neue Obermeister-Kette vor. 1980 hat Frau v. Weizsäcker als Jury-Mitglied den Entwurf der Kette befürwortet. Die Kette ist in 925 Silber gearbeitet, mit emailliertem Wappen. Sie wurde von den Innungsmitgliedern, in mehreren Jahren intensiver Arbeit, jetzt fertiggestellt.

Deutschland. Es wird eine dramatische Zunahme von Ladendiebstählen registriert. 1990 waren es 22% mehr und somit insgesamt fast eine halbe Million Fälle in den westlichen Bundesländern. In Schmuckgeschäften nehmen neben den Diebstählen auch die Überfälle erschreckend zu.

Glashütte, am 1. September. Als Betriebsleiter und Goldschmiedemeister nimmt bei Cas­tello Patriarca Peter-Wolfhard Sieper die Arbeit auf. Sieper ist am 22.1.1949 in Hanau geboren und hat am 2. Juli 1971 in Wiesbaden die Meisterprüfung abgelegt. Sein Bruttogehalt wurde im Arbeitsvertrag bei 20 Wochenstunden mit 2.000 DM festgelegt.

Arnstadt, am 7. September. Der „Verein der Freunde und Förderer der Bildungseinrichtung der Gold- und Silberschmiede an der Staatlichen Berufsbildenden Schule Arnstadt" wird gegründet. Gleichzeitig findet die Eröffnung und Übergabe der neuen Ausbildungs- und Fortbildungsstätte für Gold- und Silberschmiede in Arnstadt statt. Insgesamt stehen 26 Arbeitsplätze zur Verfügung.

Schwäbisch Gmünd, vom 20. bis 22. September. Die 3. Gold- und Silberschmiede-Tage werden in der Schmuckstadt veranstaltet.

Kassel, Anfang Oktober. 2. Sitzung „Kasseler-Kreis". Teilnehmer: LIM Bergmann, LIM Both, LIM Eidel, LIM Elling, VP Flach, OM Galke, LIM Glaser, OM Grebe, OM Jarosch, OM Kirsch, VP Klinkhammer, OM Matthiessen, OM Reindl, LIM Rullkötter, LIM Winckel und Frau Bergmaier von der GZ.

Dresden, am 14.Oktober. Goldschmiedemeister Ulrich Kretzschmar wird zum Obermeis­ter der Goldschmiede-Innung gewählt. Vorstand: Gerhard Kurzawski, Monika Salomo, Volker Stohr und Herbert Fuchs. Die Landesinnung Thüringen informiert über eine Entscheidung zur Ausbildungsvergütung von Lehrlingen: 1. Jahr 295,- DM; 2. Jahr 350,- DM; 3. Jahr 415,- DM; 4. Jahr 435,- DM.

Schweinfurt, im Herbst. Handwerkermarkt zum 1200-jährigen Bestehen der Stadt. An zwei Tagen arbeiten drei Goldschmiede in ihren Schauwerkstätten. Obermeister Rudolf Leder ist Inhaber der Firma Edelmann & Belchner, gegründet 1730.

Berlin, vom 18. bis 20. Oktober. Zum 3. Mal in Folge findet die Verkaufsausstellung „Geformtes Gold 91" im Haus der Kaufleute statt. Der Obermeister der Goldschmiede-Innung kann die Schirmherrin Senatorin Ingeborg Stahmer herzlich begrüßen.

Bad Iburg, am 25. bis 27. Oktober. Obermeistertagung des ZV im Kurhaus Bad Iburg. Im Mittelpunkt der Tagung, zu der alle Innungen eingeladen sind, steht die Neuorientierung des Verbandes. Durch den Rücktritt von Präsident Eberhard Rullkötter auf der ZV-Tagung im Mai hat das Restpräsidium unter Vizepräsident Hans Klinkhammer die Führung des Verbandes bis zur Neuwahl eines Präsidenten übernommen. Nach der Begrüßung durch Hans Klinkhammer, dem gastgebenden Obermeister der Innung Osna­brück-Emsland, Wolfgang Grändorf, und dem Präsidenten der Handwerkskammer Osna­brück Herrn Haug erläutert Klinkhammer die Lage des ZV. So bezifferte er die Verbindlichkeiten des Verbandes zum Jahresende 1991 auf ca. 20.000 DM und schlägt eine Umlagefinanzierung vor. Die Abstimmung ergibt eine Zustimmung von 20,-- bis 30,-- DM pro Mitglied (wurde allerdings nicht durchgeführt). Einstimmig angenommen wird der Vorschlag von Hans Klinkhammer mit der Vergangenheit endgültig abzuschließen und einen Neuanfang einzuleiten. Hans Klinkhammer stellt ein neues Satzungsmodell vor, das vom „Kasseler Kreis" erarbeitet wird und ruft alle Verbände auf sich daran zu beteiligen, um einen neuen Zentralverband ins Leben zu rufen, den alle mittragen könnten. Haus Berlin: Obermeister Grebe erläuterte die Situation: Das Haus ist für einen Verband nicht mehr tragbar. Mieteinnahmen ca. 110.000 DM, Kosten ca. 90.000 DM, Belas­tung ca. 500.000 DM, geschätzte Sanierungskosten ca. 500.000 DM. Wert des Hauses ca. 1,3 Mio. DM. Eine Abstimmung über die Zukunft des Hauses ergibt 1/3 für Sanierung, 1/3 für Verkauf und Neuinvestition des Erlöses, 1/3 Enthaltung. Über die schwierige Situation in den neuen Ländern nach der Wende berichteten die OM Hermann Galke, Magdeburg, und Wolfgang Radicke, Greifswald. Weitere Themen der Tagung: Sammlung von Meisterzeichen. Die EU-Richtlinie zur Stempelung von Edelmetallen. Die Errichtung einer überbetrieblichen Ausbildungswerkstatt für Silberschmiede in Osnabrück u.a.

Pforzheim. In einem Rundschreiben der „GZ" werden die Abonnenten der Zeitung in den neuen Bundesländern über „Zahlungs- und Mahnverfahren" durch den Fachverlag informiert.

Dortmund, im November. Dem Goldschmiedemeister Peter Tiemann wird die Silberne Ehrennadel des Landesinnungsverbandes NRW verliehen. Anlass sind die Erfolge zu Wettbewerben und Ausstellungen. Letztlich sein Auftritt im ZDF in der Sendung „Ein Abend in Gold", zu der er vom Sender eingeladen wurde.

1992

Stuttgart / Freiberg, im Januar. In der „Goldschmiede Zeitung" 1/92 erscheint wieder ein interessanter Beitrag von Siegfried Meyer, Freiberg, unter dem Titel „Werkstatttipps".

Hanau, am 26. Januar. Einsendeschluss der 10. Silberbiennale. Der Internationale Wettbewerb wird anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Goldschmiedehauses und des 60-jährigen Jubiläums der Gesellschaft für Goldschmiedekunst ausgeschrieben.

Kassel, am 15. Februar. Arbeitstreffen der Satzungskommission „Kasseler Kreis". Ziel: Ein „schlanker" Zentralverband bestehend aus nur 16 Ländervertretungen, in ­denen die einzelnen Innungen zusammengeschlossen sind. Übergangsfrist 2 Jahre. Präsidium: Präsident und 2 Vizepräsidenten mit einem wechselnden Beirat aus 2 Ländervertretern.

Ansbach, im Januar. LIM Hans Kühn wird mit der Goldenen Ehrennadel des Bayrischen Handwerks geehrt.

Kassel, im Februar. Der Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung Kassel, Klaus Kirsch, wird mit der Silbernen Ehrennadel der Handwerkskammer Kassel ausgezeichnet.

Leipzig, im März. Der „Jacob-Bote" erscheint anlässlich der Leipziger Frühjahrsmesse. Es ist ein Informationsblatt, das an die Traditionen des alten Handelshauses anknüpfen soll. Die Firma wurde als Georg Jacob Nachf. GmbH von der Fa. Stengelhofen übernommen und mit dem Geschäftsführer Werner Jonas besetzt. Die Firma hat im November 1990 durch einen spektakulären Ausverkauf von sich reden gemacht und ist später liquidiert worden.

Sachsen, am 11. März. Vom Sächsischen Staatsministerium wird die neue Gesellen-Prüfungsordnung, gemäß §§ 42 Abs. 2, 106 Abs. 2 HwO, genehmigt. Die Innung „Südwestsachsen" erhält als einzige das Recht, im Kammerbezirk die Prüfungen abzunehmen.

Pforzheim, am 22. März. Anlässlich seines 90. Geburtstages stiftet Fritz Hammer einen Förderpreis für Schmuckdesign. Das Hammersche Schmuckunternehmen wurde am 1. April 1860 im sächsischen Geringswalde gegründet und nach dem 2. Weltkrieg in Pforzheim neu etabliert. Heute gehört das Unternehmen zu den größten Schmuckbetrieben in Deutschland.

Kevelaer, am 28. März. Der ehemalige LIM von Nordrhein-Westfalen, Paul van Ooyen (1984 bis 1990), wird mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.

Bad Zwischenahn, Ende März. Gründung der Gold- und Silberschmiede-Innung für den Kammerbezirk Oldenburg/Ostfriesland. Zum Obermeister wird Peter Speckmann gewählt. Sein Stellvertreter wird Jochen Kaltenbach. Nach einer kurzen Ausführung von LIM Rullkötter tritt die Innung dem Landesverband bei.

Augsburg, Ende März. Obermeister Hans Kühn tritt zurück. Uta Werner-Dick (geb 1951) wird zum Obermeister gewählt. (Lehre in Augsburg – Kunstschule München – Meisterprüfung 1974)

Bremen, am 30. März. ZV-Geschäftsführerin Gisela Kettler verlässt nach 10-jähriger Tätigkeit den Verband.

Berlin, am 2. April. Vollversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung in Berlin. Burghard Grammerstorf tritt zurück. Neuer Obermeister wird Uwe Grebe, Stellvertreterin Claudia Zugck.

Arnstadt, am 2. April. Die neue Ausbildungsverordnung tritt in Kraft (Goldenes Buch) und damit ein neuer Lehrplan für Goldschmiede und eine neue Prüfungsordnung.

Deutschland, Ende April. Die Obermeister der ehemaligen DDR, mit Ehepartnern, starten zu einer mehrtägigen Studienfahrt. Mit dem Bus geht es nach Holland und Belgien. Besucht werden die Diamantzentren und Schleifereien.

Thüringen, vom 1. bis 3. Mai. Landes-Innungs-Tagung der Gold- und Silberschmiede im Ringberghaus Suhl. Referenten: Oberstudienrat Dennert, Hanau; ZV-Vizepräsident Hans Klinkhammer, Münster; Dipl. Jurist Bache, HWK Erfurt; Prof. Dr. Erhardt Brepohl, Heiligendamm; Herr Dr. Freiesleben u.a. Es lädt ein: Landesinnungmeister Glaser.

Hamburg, am 4. Mai. Nach Umzug in den Pilatuspool 1 eröffnen die Goldschmiede Gud­run und Konrad Bergmann ihr Geschäft wieder.

Fulda, am 9. und 10. Mai. Die Innung feiert die Eligius-Tage. Heidelberg, vom 28. bis 30. Mai. Im Queenshotel wird die Mitgliederversammlung und Delegierten-Vollversammlung des Zentralverbandes abgehalten. Gastgeber ist die Innung Mannheim-Heidelberg, OM Jarosch. Vizepräsident Klinkhammer stellt 66 eingetragene, stimmberechtigte Delegierte fest. Themen: Satzungsänderung, Wahlen, Berufsbild, Punzierung, Normenausschuss, Verbandstätigkeit.
Nach dem Rücktritt des Präsidenten Rullkötter hat das „Restpräsidium" den Verband für ein Jahr weitergeführt. Der Vize stellt fest, daß etwa 400 neue Mitglieder, überwiegend aus den neuen Bundesländern hinzugekommen sind und der Verband derzeit 1133 Mitglieder zählt. (Beigetreten sind folgende Innungen bzw. LIV: Chemnitz, Halle, Leipzig, Magdeburg, Oberlausitz, Thüringen, Mark-Brandenburg, Oldenburg-Friesland.) Die neue Satzung des Zentralverbandes wird beschlossen.

Sein neuer Name ist: „Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e.V."
Hans Klinkhammer wird mit überwältigender Mehrheit zum neuen Präsidenten des ZV gewählt. Vizepräsidenten: Herr Grebe und Herr Koch. Sprecher der Länder: Herr Kremp und Herr Elling. Kassenprüfer: Herr Karbe und Herr Schuldt.

Bundesrepublik Deutschland, am 30. Juni. Betriebsstatistik der edelmetallverarbeitenden Betriebe im Handwerk: Alte Länder: 3.533 Goldschmiede, 69 Silberschmiede. Neue Länder: 552 Gold- und Silberschmieden. Seit dem 1.1.1992 ein Rückgang von 19 Betrieben.

Münster, am 1. Juli. Der ZV eröffnet seine neue Geschäftsstelle in der Kreishandwerkerschaft Münster. Geschäftsführer des ZV wird Reinhold Wegmann, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Deutschland, am 9. Juli. Erich Honecker kehrt von Russland nach Deutschland zurück.

Hanau, vom 12. Juli bis 6. September. Im Deutschen Goldschmiedehaus ist eine Ausstellung des OStR. Siegfried Männle, Lehrer an der Fachschule Hanau, unter dem Thema „Schmuck und Schmückendes", zu sehen.

Aachen, am 13. Juli. Die Innung beschließt, dem ZV beizutreten. Der Obermeister ist ­Prosper Brüderlin. Essen, im Juli. Tagung des Landesinnungsverbandes NRW in den Räumen der Fachschule, zum „Tag der offenen Tür". Gäste: ZV-Präsident Hans Klinkhammer, LIM Wolfgang Eidel und OM Klaus Kirsch. TOP: Verabschiedung des Fachschuljahrganges 1990/92; Warenwirtschaftssystem Nathan Aurum; ZV-Tagung in Heidelberg, Warndienst zur Verbrechensabwehr.

Bonn, am 1. August. Inkrafttreten der Verordnung über die Berufsausbildung zum Goldschmied/in, zum Silberschmied/in und zum Edelsteinfasser/in.

Augsburg, am 4. August. Am Goldschmiedebrunnen werden erstmals Lehrlinge freigesprochen. Die Obermeisterin Uta Werner-Dick nimmt die sieben Lehrlinge in den Kreis der Gehilfen auf.

Leipzig / Idar-Oberstein, im August. Gold-Wittmann aus Idar-Oberstein hat in Leipzig unter Ausnutzung ungeklärter Eigentumsverhältnisse drei Geschäfte im Zentrum zu Räumungsverkäufen präpariert. In den Läden wurde kaum etwas investiert. Selbst die Kassenzettel – noch aus HO-Zeiten – finden neue Verwendung.

Hamburg. Die Goldschmiedeinnung schafft für Ausstellungen 15 gleiche und transportable Vitrinen an. Mit diesen Vitrinen werden regelmäßig Ausstellungen in der Hamburger Musikhalle und der Hamburgischen Staatsoper unter dem Motto: „Hamburger Goldschmiedetage" durchgeführt.

Halle, am 29. und 30. August. Tagung des Sachverständigen-Referates des Zentralverbandes. Egon Ludwig hat seine Kollegen Atemar Frére, Horst Gerlach und Hans-Jürgen Wiegleb eingeladen. Themen: Erarbeitung eines Leitfadens für Sachverständige: Zusammenarbeit der Sachverständigen in der Bundesrepublik.

Deutschland, am 4. und 5. September. Über die Fernsehsender ZDF und 3sat wird die ­erste Folge der mehrteiligen Serie über „Historischen Schmuck" ausgestrahlt. Autoren und Akteure sind OM Rudolf Leder, Schweinfurt und Hans Wilfart, Hersbruck.

Deutschland, am 10. September. Anlässlich des 225-jährigen Bestehens der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie gibt die Deutsche Post eine Sonderbriefmarke heraus. Gedruckt werden 32 Mio. Stück zum Nennwert von 100 Pf.

Pforzheim, im Herbst. Die Kettenfabrik Ernst Gideon Bek stellt Vergleichsantrag. Eine Sanierung des Unternehmens, mit seinen 100 Mitarbeitern wird unmöglich. Der Betrieb beschäftigte 1970 mehr als 260 Mitarbeiter.

Dresden, am 10. und 11. Oktober. Die Gold- und Silberschmiede halten Jahrestagung. Gast ist der ZV-Präsident Hans Klinkhammer, der zu den Aufbauplänen einer Landesinnung referiert. Weitere Themen: Tarif- und Arbeitsrecht, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Löhne und die Ausbildung. Am 11. Oktober wird nach einigen Ringen die Satzung des LIV beschlossen.

Bremen, am 11. Oktober. Hans Bergner, Ehrenpräsident des ZV feiert seinen 60. Geburtstag. Bergner stand dem ZV 10 Jahre als Präsident vor und wurde 1985 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Augsburg, vom 16. bis 18. Oktober. Tagung des Zentralverbandes und Obermeistertreffen in Augsburg, Hotel Arcade. Im goldenen Saal der Stadt Augsburg wird am Samstag die Ausstellung „Gold- und Silberschmiedelehrlinge schmieden und gestalten" eröffnet. LIM Eidel kann ca. 700 Gäste zur Preisverleihung des Lehrlingswettbewerbes begrüßen.
Themen: Der Umzug des Zentralverbandes nach Münster; Strukturverbesserung der Branche; das Verhältnis Uhrmacher / Goldschmied; Punzierungsrichtlinie; das Verhältnis zu den Mitgliedern aus den neuen Ländern und das ewige „Juwelier-Thema". ZV-Präsident Klinkhammer referiert über den Stand der Punzierung in der EG, über Marketing und Werbung u.a. Gelobt werden die Impulse, die von den Obermeistern der neuen Bundesländer einfließen. Große Beachtung findet auch der Vortrag von Rudolf ­Leder, über historischen Schmuck.

Krefeld, im Oktober. Herbsttagung des Landesinnungsverbandes NRW. Der Vorstand wird ermächtigt, dem Zentralverband beizutreten.

Dortmund, im Oktober. Die Innung hat sich einstimmig für den Beitritt zum ZV ausgesprochen. Obermeister P. Tiemann.

Dresden, am 28. Oktober. Bei der Handwerkskammer sprechen vor: Castello Partiarca und Finanzkaufmann Uwe Hohlfeld. Es geht um die Umschulung von 16 Feinmechanikern zu Goldschmiedemeistern. Zu prüfen sei, inwieweit die Voraussetzungen zu schaffen seien, die praktische und theoretische Ausbildung in Glashütte zu gewähren.

Holzau, am 6. bis 8. November. Die Chemnitzer Goldschmiede-Innung hält im Hotel „Lindenhof" ihre Jahrestagung ab. Bedeutendster Gast ist Prof. Dr. E. Brepohl, der den Vortrag „Ein Goldschmied entdeckt Deutschland" hält.

Bundesrepublik Deutschland, im November. Der Mietpreis für Schmuckgeschäfte liegt durchschnittlich bei 36,60 DM pro qm. in Städten über 100.000 Einwohner bei 46,20 DM.

Dresden, am 11. November. In Dresden eröffnet Hannes Berger (geb. 10.12.1957) eine ­Filiale des Handelshauses Horst Berger KG in der Heinrichstraße 9.

BRD, am 12. November. Prozessbeginn gegen die Mitglieder der DDR-Führungsriege Honecker, Mielke, Stoph, Keßler, Strelitz und Albrecht.

BRD, am 13. November. Das Verfahren gegen Stoph wird eingestellt. Am 17. November scheidet Mielke aus und am 12. Januar wird auf Anweisung des Verfassungsgerichtes das Verfahren gegen Honecker eingestellt. Honecker darf nach Chile ausreisen.

Freiburg, im November. Auf der 11. Badischen Handwerks- und Gewerbeausstellung präsentieren die Gold- und Silberschmiede-Innung Freiburg-Südbaden die Sonderschau „Außergewöhnliche Diamanten". OM Kremp eröffnet die Schau.

Leipzig, am 19. November. Werner Jonas, 1. Geschäftsführer der Fa. Georg Jacob Nachf., zeigt bei der IHK Leipzig einen Räumungsverkauf an, den die IHK am 1. Dezember untersagt. Am 3. Dezember geht trotz heftiger Gegenwehr der Ausverkauf über die Bühne.

Leipzig, am 20. November. Goldschmiedemeister Josef Blümer kündigt seinen Totalausverkauf an, der am 17.12. beendet sein soll. Vor der Handwerkskammer weist der sonst eher ärmliche Laden plötzlich einen Warenwert von 670.000 DM aus. Später kann festgestellt werden, dass hinter dieser Aktion der Profiräumer Werner Kümmerlin steckte. Trotz allgemeiner Proteste stellen Blümer & Co. erst am 11. 1. 1993 die Geschäftstätigkeit in der Reichsstraße ein.

Mülsen St. Jacob, am 23. November. Der Mitteldeutsche Rundfunk besucht das Goldschmiedemuseum bei H.-H. Träger und strahlt am 28. November den Beitrag aus.

Mannheim, am 20. Dezember. Goldschmiedemeister Heinz Jarosch, seit 26 Jahren Obermeister der Innung, ZV-Mitglied und Bundesverdienstkreuz-Träger, wird 75 Jahre alt.

1993

Münster, am 1. Januar. Herausgabe des „Goldenen Buch". Leitfaden über die Berufsausbildung zum Goldschmied/in, zum Silberschmied/in und zum Edelsteinfasser/in mit betrieblichen Ausbildungsplänen.

Köln, im Januar. Zum alljährlichen traditionellen Ochsenessen der Juwelier, Gold- und Silberschmiede-Innung im festlich geschmückten Messeclub kann OM Aluis 130 Gäste begrüßen.

Augsburg. Goldschmiedemeister Hans Kühn bekommt das Bundesverdienstkreuz verliehen. Wien, am 23. Januar. Einladung an die deutschen Goldschmiede zum 8. Ball der Wiener Goldschmiede im Hotel Papagino. Das Vier-Tage-Wien-Programm kostet pro Person 830,- DM.

Braunschweig, am 2. Februar (Maria Lichtmess). Die GZ meldet: Die Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung Braunschweig lässt einen alten Brauch aus Westpreußen wieder aufleben. Gefeiert wird erstmals wieder das „Lichtgans-Essen", das anlässlich Maria Lichtmess in seiner Heimat von den Goldschmieden gefeiert wurde, berichtet Raimund Lange. Leider ist in der Überlieferung der Termin nicht korrekt. (Siehe: Lichtegans-Feier 1909!)

Münster, vom 9. Februar bis 6. Juni. Zum Festakt des 1200-jährigen Stadtjubiläums zeigt das Stadtmuseum eine große Sonderausstellung zum Thema: „Gold und Silber aus Münster". Ausgestellt werden nahezu 150 Stücke, vom 14. Jh. bis Anfang des 20. Jh.

Trier, im Frühjahr. Atemar Frére wird zum Ehrenobermeister ernannt. Er ist 27 Jahre Obermeister und ein treuer Vertreter im ZV.

Dithmarschen, im Frühjahr. Der Kulturpreis des Kreises geht an den 90-jährigen Goldschmied Paul Gosch Möller aus Meldorf. Möller fungierte 18 Jahre lang als Obermeister.

München, vom 2. März bis 31. Mai. Ausstellung: „Drei Generationen Gold- und Silberschmiede – von der Weimarer Republik bis heute". Gezeigt werden Arbeiten von Franz Rickert, Erhard Hößle, Hermann Jünger, Ulla Mayer und Otto Künzli.

Schwäbisch Gmünd, am 17. März. Dr. Erhard Brepohl hält im Prediger seinen

Vortrag „Theophilius Presbyter und die mittelalterliche Goldschmiedekunst".

Essen, vom 18. bis 20. März. Tagung des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, gemeinsam mit den gewerblichen Schulen. Leitung LIM Klaus Winckel.

Sachsen, am 19. März. Die Satzung des Landesinnungsverbandes für das Gold- und Silberschmiedehandwerk und Juweliere des Freistaates Sachsen wird laut Schreiben vom Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit genehmigt.

Stuttgart – Bad Cannstatt, am 19. und 20. März. Die Innung Stuttgart-Heilbronn-Reutlingen veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Degussa und der Platingilde im „Buchbinder-Colleg" einen Workshop mit Seminar unter Leitung von Wilfried Schäfer.

Landshut, am 20. März. Goldschmiedemeister Dieter Becker, OM der Innung der Pfalz, aktives Mitglied im ZV und Träger der silbernen Ehrennadel des ZV, wird 50 Jahre alt.

Borgholzhausen, im April. Die Delegierten der Gold- und Silberschmiede-Innung Os­na­brück-Emsland treffen sich zu ihrer zweitägigen Sitzung. Obermeister Grändorf teilt mit, dass die Bereitschaft der HWK, eine Silberschmiedeausbildungswerkstatt einzurichten, vorhanden sei. OM Grändorf stellt sich für den Gesellenprüfungsausschuss für Silberschmiede zur Verfügung.

Kevelar, im April. Im Alter von 73 Jahren verstirbt Paul van Ooyen.

Suhl, am 17. und 18. April. Tagung des Landesinnungsverbandes Thüringen. Über 100 Teilnehmer und Gäste kann der Landesinnungsmeister Glaser begrüßen. Die Fachvorträge: HWK Günzler, Arbeitsschutz: Dr. Moser; Berufsschule: Cieciorra; Sachverständigenwesen: Ludolf Dührsen; Punzierung: ZV-Präsident Klinkhammer; Verkaufen: Frau Klaus; Schmuck im Historismus: Dr. Thiele.

Aachen, im April. Turnusmäßige Wahl und Mitgliederversammlung.Wieder gewählt zum Obermeister wird Prosper Brüderlin, Stellvertreter Johannes Hieronimi, Schriftführer: Ursula Maahnen; Schatzmeister: Wilhelm Comouth.

Cuxhaven, im April. Landesinnungsverbandstag Niedersachsen-Bremen. Nach 22 Jahren Vorstandsarbeit tritt Landesinnungsmeister Eberhard Rullkötter zurück. Zum neuen LIM wird Obermeister Wolfgang Grändorf, Osnabrück, gewählt. Eberhard Rullkötter wird mit der goldenen Ehrennadel mit Brillanten ausgezeichnet und gleichzeitig zum Ehreninnungsmeister des Landesinnungsverbandes ernannt.

Freiburg / Baden, am 3. Mai. Die Freiburger Gold- und Silberschmiede-Innung nimmt die Tradition von 1415 wieder auf, immer am 3. Mai mit einer Besinnungsfeier in der Kloster­kapelle St. Albert, der Bruderschaft der „Stein-Slyffer-Borrer- und Balierer" zu gedenken.

Münster, im Mai. Zum 8. Mal wird der Benvenuto Cellini-Wettbewerb ausgeschrieben. Der Jury gehören an: Goldschmiedemeister Günter Arhelger, Wuppertal; Goldschmiedemeister Herbert Bitter, Hannover; Goldschmiedemeisterin Marlies Braun, Frankfurt; Kunsthistorikerin Dr. Beatriz Chadour, Münster; Goldschmiedemeister Joachim Kaiser, Erfurt; Goldschmiedemeister Peter Speckmann, Oldenburg; Redakteur der GZ, Heinz-Jürgen Ahnefeld, Stuttgart.

Pfalz, im Mai. Ehren-Obermeister Kurt Voelker ist im Alter von 83 Jahren verstorben. (War Obermeister von 1947 bis 1987.)

Sachsen, am 14. Mai. Der Landesinnungsverband für das Gold- und Silberschmiedehandwerk und Juweliere - Freistaat Sachsen -,wird vom Sächsischen Staatsministerium bestätigt. Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Dieter Forberger, Landesinnungsmeister; Uwe Matthiessen, stellv. Landesinnungsmeister; Horst Gerlach, Vorstandsmitglied; Hans-Heinrich Träger, Vorstandsmitglied, und Ulrich Kretzschmar, Vorstandsmitglied.
Als Wahlmann für die Innung SWS ist Kollege Rudolf Hahn nominiert.

Nürnberg, am 14. Mai. Die Mitglieder der Gold- und Silberschmiede-Innung Mittelfranken treffen sich zu einem zwanglosen Kennenlernen bei einem Stehempfang im Grand-Hotel in Nürnberg. Aus gesundheitlichen Gründen tritt die langjährige Obermeisterin Wächtler zurück. Als neuer OM wird Weng Mong Ruan gewählt. Ruan ist in Taiwan geboren, lebt seit 14 Jahren in Deutschland und ist außer Goldschmiedemeister auch ­Diplom-Bildhauer und Gemmologe. Gäste sind der LIM Wolfgang Eidel und die Obermeisterin der Innung Augsburg-Schwaben, Uta Werner-Dick.

Erfurt, vom 14. bis 16. Mai. Im Restaurant Gildehaus trifft sich das Eligius-Komitee zur Tagung. Essen, im Mai. Obermeister Labisch stellt sein Amt nach 12 Jahren zur Verfügung. Erstmals wird in der Innung eine Frau Obermeister. Gewählt wird die ehemalige Stellvertreterin Ursula Fischer.

Bielefeld. Die Goldschmiede Schlüter feiert ihr 125-jähriges Bestehen. Hans-Dietrich Schlüter, der das Familienunternehmen bereits in 5. Generation führt, wird anlässlich des Jubiläums vom Landesinnungsverband NRW mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

Münster, vom 20. bis 23. Mai. Der Zentralverband lädt alle Gold- und Silberschmiede und Juweliere (nicht nur Delegierte und Mitglieder!) nach Münster ein. Es finden die Schmuck- und Juwelentage im Bildungszentrum der Handwerkskammer Münster und im Parkhotel Schloss Hohenfeld statt. Etwa 180 Delegierte kommen, um über die wichtigsten Fragen der Zukunft des Verbandes zu beraten. „Die Tage in Münster sollen ein Neubeginn sein, ...." Präsident Hans Klinkhammer bezeichnet es als Meilenstein der Geschichte des ZV, dass die Innungen der neuen Bundesländer eingetreten sind und somit von Flensburg bis Görlitz die Goldschmiede im ZV vertreten sind. Allgemein begrüßt wird von den Delegierten der Wiedereintritt des Landesinnungsverbandes Bayern.

Brandenburg, am 22. Mai. Während der Meisterfeier der Handwerkskammer, nehmen auch vier Goldschmiedinnen ihren Großen Befähigungsnachweis entgegen. Es ist die ­erste Meisterprüfung nach der „Wende" in Brandenburg.

Sachsen. Lehrgangsangebot zur Meisterprüfung im Gold- und Silberschmiedehandwerk durch die Handwerkskammer Dresden: Lehrgangsgebühr 2985,00 DM, Prüfungsgebühr Teil I und II 685,00 DM, Übernachtung pro Nacht 18,50 DM.

Taucha, am 28. Juni. Die Edelsteinschleiferei der Edelschmiede Zwickau geht in Konkurs. Der Auktionator Röhricht aus Dortmund verschickt den Bestandskatalog an interessierte Betriebe. Zwischenzeitlich firmiert der Betrieb unter „Edelsteinschleiferei ­Geermann GmbH", Eilenburger-Str. 42, Taucha.

Aachen, im Sommer. Gerda Brüderlin, Ehefrau von Goldschmiedeobermeister Prosper Brüderlin, wird als „Meisterfrau 93" von Rita Süßmuth ausgezeichnet.

Bundesrepublik Deutschland, im Sommer. Bekanntgabe der neuen Obermeister und Landesinnungsmeister: Obermeister: Elisabeth Alof-Lortz, Trier / Thomas Klein, Landshut / Robert Dähne, Neubrandenburg / Wen Mong Ruan, Mittelfranken / Petra Schmidt, Flensburg, Landesinnungsmeister: Wolfgang Grändorf, Niedersachsen / Dieter Forberger, Sachsen.

Stuttgart und Norderney, am 18. Juli. Es verstirbt Senta Bergmaier (geb. Rühle, am 3. Februar 1923) an ihrem Ferienort Norderney. Als Mitinhaberin war sie nach dem Krieg stark am Wiederaufbau des Rühle-Diebener-Verlages beteiligt. Deutschland, am 1. August. Ein neues Berufsbild für das Silberschmiedehandwerk tritt in Kraft.

Lübeck, im August. In die Reihe festlicher Veranstaltungen zum 850. Geburtstag der Hansestadt Lübeck, schaltet sich eine Werkschau der Goldschmiede ein. Gezeigt werden die Arbeiten von 21 Goldschmieden des Bundeslandes Schleswig-Holstein.

Leipzig am 28. August. Die Goldschmiedeinnung Leipzig kann in diesem Jahr auf eine 500-jährige Geschichte zurückblicken. Anlässlich dieses bedeutenden Jubiläums zeigt das Stadtgeschichtliche Museum vom 28. August bis zum 25. September eine Ausstellung der Branche unter dem Titel „Kostbarkeiten aus 5 Jahrhunderten".

Erfurt, im August. Die Mitglieder der „Goldschmiedegilde Eligius" besuchen mit ihrem Kurator der Gilde, Werner Fischer aus Ahlen, die Domstadt Erfurt. Die Führung der ­Gäste übernimmt Goldschmiedemeister Joachim Kaiser. Im Festsaal des Rathauses zeigt die Archivarin Antje Bauer ein Kleinod: Das Goldschmiedesiegel aus dem Jahre 1592, das den hl. Eligius darstellt.

Deutschland, am 1. September. Der Zentralverband fasst die Meisterzeichen Deutschlands zusammen und gibt einen Katalog dazu heraus. Ebenfalls im Heft die Obermeister Deutschlands und deren Adressen.

Wolfsburg, am 11. und 12. September. Die Mitglieder des Sachverständigenwesens des ZV treffen sich in der VW-Stadt. Eingeladen hat Hans-Jürgen Wiegleb.

Hanau / Arnstadt. OStR i.R. Walter Dennert (geb. 1924) beteiligt sich aktiv an der Berufsausbildung im neuen Bundesland Thüringen.

Pforzheim, am 12. September. Die Goldschmiedeschule der Stadt begeht ihr 225-jähriges Stiftungsfest. Die Einrichtung gilt als die älteste Berufsschule der Welt.

Halle / Bamberg, im September. Obermeister Neuner hat Kollegen aus Halle zum Gedanken- und Meinungsaustausch nach Bamberg eingeladen.

Münster, am 16. September. Der Zentralverband der Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere Deutschlands wird in das Vereinsregister beim Amtsgericht Münster unter -VR 3515- eingetragen.

Schwäb. Gmünd, am 17. und 18. September. Die 4. Gold- und Silbertage finden statt.

Zwickau / Idar-Oberstein. „5. Deutscher Nachwuchswettbewerb für Edelstein- und Schmuckgestaltung Idar-Oberstein 1993". Den ersten Preis erhält die Zwickauer Goldschmiedin Bettina Röber für einen Armschmuck aus Holz, Kupfer und Moosgummi.

Nürnberg, am 22. September. Die Gold- und Silberschmiede-Innung lädt in das Germanische National-Museum ein. Gast und Referent ist Prof. Dr. Erhard Brepohl, der einen interessanten Vortrag über „Mittelalterliche Goldschmiedekunst" hält.

Leipzig, am 24. und 25. September. Der ZV hat das Jubiläum der Leipziger Innung genutzt, erstmals in Leipzig eine Obermeister-Tagung durchzuführen. ZV-Präsident Hans Klinkhammer kann nahezu alle Obermeister aus dem gesamten Bundesgebiet begrüßen. Tagungsthemen: Aktivitäten des ZV; Wettbewerbsrecht; Nickelallergie. Der Vizepräsident und Berliner Obermeister Uwe Grebe lädt alle Kollegen zu den Schmuck- und Juwelentagen, vom 12. bis 15. Mai 1994, nach Berlin ein. Der Verband zählt rund 1.700 Mitglieder.

Hanau, am 17. und 18. Oktober. 50 Jahre Deutsches Goldschmiedehaus. Die Idee, das alte Rathaus der Stadt zum Goldschmiedehaus zu machen, stammt von Juwelier Ferdinand Richard Wilm und von Bernd Oehmichen, Leiter der Staatl. Zeichenakademie.

Deutschland, am 28. Oktober. Laut Beschluss des Zentralverbandes beträgt der Beitrag für Mitgliedsbetriebe aus den neuen Bundesländern jährlich 58,50 DM. (Halbe Gebühr!)

Schmallenberg, Ende Oktober. Der LIV Nordrhein-Westfalen hat die Voraussetzungen getroffen, geschlossen dem ZV beizutreten.

Arnstadt, am 2. November. Im Berufsschulzentrum Arnstadt beraten einige Handwerksfunktionäre aus Thüringen und Sachsen über die Berufsschulausbildung in Arnstadt und die Bildung eines Gesellenprüfungsausschusses für Sachsen. Festgestellt wird u.a., dass die Lehrlinge zu wenig Zeit in den Werkstätten verbringen.

Augsburg, am 11. November. Die Gold- und Silberschmiede-Innung feiert 125-jähriges Bestehen. Die Gründung erfolgte 1868, als „Verein der Gold- und Silberarbeiter in Augsburg." Feierliche Eröffnung der Ausstellung der Innungsmitglieder in der Sparkasse, durch die Obermeisterin Uta Werner-Dick.

Erxleben, im November. Goldschmiedemeister Holger Bartel ist vom Kuratorium für Begabtenförderung im Handwerk eine Prämie von 3.000,- DM zugesprochen worden.

Münster, am 1. Adventssonntag. In der Aegidiekirche zelebriert Pastor Franz Jung die Messe zur Eligius-Feier, die die Gold- und Silberschmiede-Innung wieder aufleben ließ.

1994

Deutschland, am 1. Januar. Eine Novellierung der Handwerksordnung tritt in Kraft. Junge Handwerker werden ab sofort mit zinsgünstigen Darlehen gefördert, wenn sie mit dem Ziel der Selbstständigkeit den Meistertitel anstreben.

Dresden – Budapest – Wien, am 20. Januar. Der Landesinnungsmeister von Sachsen, Dieter Forberger, lädt alle Obermeister der neuen Bundesländer zu einer Studienreise nach Budapest und Wien ein. Ziel ist es, die Kontakte zu den dortigen Goldschmieden weiter zu pflegen.

Helmsdorf bei Stolpen, vom 5. bis 6. Februar. Zu einen Kurzlehrgang lädt der Landesinnungsverband auf Schloss Helmsdorf ein. Goldschmiedemeister Wilfried Schäfer, bekannt durch das „Praktikum" in der GZ, führt interessante und neue Techniken vor. Schwerpunkt: Platinverarbeitung.

München, im Frühjahr. ZV-Präsident Hans Klinkhammer wird in den Fachbeirat

der Inhorgenta-Messe gewählt. Nach Jahren der Abstinenz hat der ZV wieder einen Informationsstand auf der Inhorgenta in Halle 21 eingerichtet.

Hanau, am 22. Februar. Im Rahmen des 222-jährigen Jubiläums der Staatlichen Zeichenakademie beginnt die Reihe „Ehemalige Lehrer und Schüler berichten". Erster Vortrag: C.-F. Dau, Berlin.

Pforzheim, im März. Der Kreditoren-Verein Pforzheim begeht seinen 100. Geburtstag. Der Verein hat zur Zeit weltweit 900 Mitglieder.

Nürnberg, im März. Zur Freisprechung mit einer Gesellentaufe kann der Obermeister Weng-Mong Ruan herzlich den Präsidenten des ZV Hans Klinkhammer begrüßen.

Münster, im März. Der ZV ruft seine Mitglieder auf, sich gegen die Richtlinie der EU, betreffs der Punzierung zu stellen und die politischen Vertreter auf die Situation aufmerksam zu machen.

Rothenfelde, am 9. und 10. April. Frühjahrstagung der Gold- und Silberschmiede-Innung Osnabrück-Emsland. Obermeister Grändorf eröffnet eine Ausstellung von Kreativ­schmuck, in den Schaufenstern und Vitrinen von Frau Maimann in Rothenfelde. Darüber berichtet auch ausführlich die überregionale Presse.

Greifswald-Wieck, am 23. und 24. April. Der Landesinnungsverband Niedersachsen / Bremen kommt zu seiner Tagung im Maria-Hotel zusammen. OM Radicke hat eingeladen, aber von seinen Innungskollegen ist keiner anwesend. Landesinnungsmeister Grändorf nimmt als Gast alles in die Hand und die Tagung ist gerettet. Neues Mitglied im Landesinnungsverband wird die Obermeisterin von Braunschweig, Frau Pieper. Diskutiert wird über die ZV-Tagung in Berlin und die Einladung zur OM-Tagung nach Aachen.

Chemnitz, am 29. und 30. April. Auf der Chemnitzer Handwerkermesse präsentiert sich die Chemnitzer Goldschmiede-Innung mit einem Gemeinschaftsstand.

Zeulenroda, vom 29. April bis 1. Mai. Landesinnungstag der Gold- und Silberschmiede Thüringens. Etwa 120 Innungsmitglieder und Gäste treffen sich zu gemeinsamen Gedankenaustausch und interessanten Vorträgen. Themen: Kriminalität und Sicherheit; Tarifverträge und Arbeitsrecht; Wettbewerbe und Ausbildung; Fundstellen der edlen Steine; neue Werkstoffe und deren Verarbeitung.

Aue / Erzgebirge, am 1. Mai. Die Traditionsfirma Besteckfabrik Wellner (einst die größte in Deutschland) wird privatisiert. Neuer Besitzer wird die Familie Herbert Hillebrandt aus Kerpen-Horrem bei Köln. Die 150 Arbeitsplätze wären für 5 Jahre garantiert, ließ Hillebrandt über seinen Geschäftsführer Erhard Schleiff berichten. Hillebrandt sammelt nicht nur Betriebe, sondern auch Burgen und Schlösser, von denen er weit über ein Dutzend in Deutschland besitzt.

Dresden, am 5. Mai. Die Gold-/Silberscheideanstalt C. Hafner GmbH lädt die Goldschmiede von Sachsen zu einer Schulungstagung in ihre neue Dresdner Filiale ein.

Osnabrück, vom 6. bis 8. Mai. Treffen der Mitglieder des Eligius-Komitees im Franziskaner-Kloster. Kurator der Eligiusgilde, Werner Fischer, Oststraße 69, 59227 Ahlen.

Wien, am 12. Mai. Der österreichische Bundesinnungsmeister für Goldschmiede, Silberschmiede, Juweliere und Uhrmacher, Kommerzienrat Bruno Schiller, wird 70 Jahre alt.

Berlin, vom 12. bis 15. Mai. Die Schmuck- und Juwelentage richtet die Berliner Innung aus. Tagungsort ist das Hotel „Radisson Plaza", in dem auch die Zentralverbandstagung stattfindet. Uwe Grebe, Obermeister von Berlin und ZV-Präsident Hans Klinkhammer eröffnen die Tagung. Es folgen interessante Vorträge über wirtschaftliche und fachliche Belange. Ausstellung mit Schmuckunikaten und die Ergebnisse des internen Wettbewerbs „Originelle Trinkgefäße". Neue Obermeister: Frauke Pieper, Braunschweig; Manfred Flessa, Hof; Rudolf Neumair, München; Peter Tiemann, Dortmund; LIM Klaus Winckel, NRW. Mitgliederzahl: 1.539.

Bregenz, im Mai. Das Vorarlberger Landesmuseum in Bregenz zeigt die Ausstellung „Zauber des Art déco". Alle Stücke stammen aus der Sammlung des Chemnitzer Kunsthistorikers Georg Brühl. (Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi!)

Erfurt, vom 30. Mai bis 27. August. „6. Erfurter Schmucksymposium". Die Stadtverwaltung schreibt ein Stipendium für einen „Stadtgoldschmied" aus, der in den offenen Werkstätten arbeiten soll und Vorträge hält.

München, am 5. und 6. Juni. Jahreshauptversammlung des Landesinnungsverbandes Bayern. LIM Wolfgang Eidel lädt die Kollegen aus den sieben Innungen in die Landeshauptstadt ein. Hauptthema: Finanzen! „Zusätzliche Kosten durch den Beitritt zum ZV, Erhöhung der Attraktivität der Interessenvertretung bei gleichzeitiger Einsparung kann mit der Quadratur des Kreises verglichen werden." Neuwahlen des LIM: Zwei Kandidaten stellen sich zur Wahl, der amtierende Wolfgang Eidel und Peter Kreitmeir. Wolfgang Eidel wird wiederholt zum LIM gewählt, sein Stellvertreter wird Peter Kreitmeir. Beiratsmitglieder: Rudolf Neumair, Kurt Riebel, Heidrun Kissinger. Der Präsident des ZV, Hans Klinkhammer, berichtet über die Berliner Tagung.

Münster im Juni. Das erste Verzeichnis der deutschen Meistermarken liegt gedruckt vor. Für Mitgliedsbetriebe des ZV wird das Verzeichnis für 10,- DM + Porto angeboten.

Deutschland, am 25. Juni. Nachdem am 18. Juni die Westalliierten sich verabschiedet haben, ziehen auch die Russen am 25. Juni endgültig aus Deutschland ab.

Deutschland. Im Goldschmiedehandwerk haben von 346 Meisterprüfungsteilnehmern 295 die Prüfung bestanden. (Davon waren 156 weiblich!)

Kassel, am 26. Juli. Der Landesinnungsmeister von Hessen, Klaus Kirsch, ist verstorben. (geb. 1938 in Dessau.)

Freiberg, am 24. und 25. September. Die Sachverständigen des Zentralverbandes halten ihre Tagung in der Bergstadt ab. Eingeladen hat OM Gerlach.

Sachsen. Der Landesinnungsverband zählt 118 Mitglieder, die sich auf die Innungen wie folgt verteilen:

Zwickau 16 Mitglieder 2 Stimmen
Leipzig 43 Mitglieder 3 Stimmen
Chemnitz 25 Mitglieder 2 Stimmen
Dresden 33 Mitglieder 3 Stimmen
E. Schönherr  1 Einzelmitglied 1 Stimme.
Die Kosten für den Zentralverband betragen pro Mitgliedsbetrieb im Jahre 58,50 DM. Der Jahresbeitrag des Landesinnungsverbandes beträgt pro Mitgliedsbetrieb 20,- DM.

Deutschland. Die „Zweite Novelle der Handwerksordnung" – im Mittelpunkt stehen erleichterte Möglichkeiten für Handwerker, sich in anderen Handwerken zu betätigen. Die Anlage B zur Handwerksordnung wurde von 40 auf 50 Berufe erweitert.

Kassel. Ludolf Dührsen (geb. am 24.07.1934 in Flensburg) wird neuer Obermeister der Innung.

Aachen, vom 7. bis 9. Oktober. Obermeistertagung des ZV in Aachen. Dazu Einladung von Obermeister Prosper Brüderlin. Hauptthema: Die Zusammenarbeit mit dem ZV. Über die Arbeit des ZV referiert Geschäftsführer Reinhold Wegmann. Vizepräsident Uwe Grebe berichtet über die finanzielle Situation des „Hauses Berlin". Präsident Hans Klinkhammer: Punzierungsrichtlinie. Über ein wirkungsvolles Werbekonzept und ein „Gütesiegel" hält der Werbefachmann, Herr Gottesleben, einen Vortrag. Neue Obermeister: Ludolf Dührsen, Kassel; Peter Kreitmeir, Vize-LIM Bayern; Elisabeth Alof-Lortz, Trier. Weng Mon Rouan, OM Nürnberg, stellt seine gefertigte OM-Kette vor.

Zwickau, am 14. Oktober. Castello Partriarca erklärt der IHK Dresden, dass nach dem Räumungsverkauf der Geschäftsstelle in Dresden der Geschäftsbetrieb in und um Dresden eingestellt werde.

Köln, im Oktober. Die Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung unter Vorsitz des OM Hans-Jürgen Alius, hat eine umfangreiche Broschüre als Beitrag zum Umweltschutz erstellt. Die Mappe enthält die Richtlinien zum Arbeitsschutz und den Umgang mit Gefahrenstoffen im Edelmetallgewerbe. Preis: 48,50DM + Versandkosten.

Münster, im Herbst. Norbert Hammer wird zum Obermeister der Innung gewählt. Hammer tritt die Nachfolge von Hans Klinkhammer an, der das Amt wegen seines Postens als ZV-Präsident abgibt.

Pforzheim, im Oktober. Mit einem Meistertrunk, Borax Polierrot und Hammerschlag werden 45 junge Meister von Obermeister Heiko Lampert freigesprochen. Hanau, im Herbst. Im Goldschmiedehaus ist bis 15. Januar 1995 die Ausstellung „222 Jahre Staatliche Zeichenakademie Hanau" zu sehen.

Arnstadt. In Arnstadt wurden von 1960 bis 1994 3.500 bis 4.000 Lehrlinge in der zentralisierten Ausbildung der Schmuck- und Kunstgewerbe-Klassen ausgebildet.

Hohenmölsen, am 19. Dezember. Der Hallenser OM Bernd Swiekatowski wendet sich in einem Schreiben an die Mitglieder des ZV, gegen die geplante EU-Punzierungs-Regelung und bittet um gemeinsame Aktionen.

1995

Dresden, im Januar. In den Ausstellungshallen am Straßburger Platz präsentiert sich zur „Bildungsmesse" die Gold- und Silberschmiedeinnung Dresden, auf dem Gemeinschaftsstand der Handwerkskammer.

Sachsen, am 27. Januar. Die neue Meisterprüfungsordnung im Handwerk tritt in Kraft. §§50 und 91 Abs. 1 Nr. 6.

München, am 24. Februar. INHORGENTA. Informationsveranstaltung des ZV um 14 Uhr, im Konferenzraum Chiemsee. Thema: Der ZV heute und morgen – Aufgaben und Perspektiven". Um 19 Uhr sind die Goldschmiede mit Partner in den Ratskeller eingeladen. Der stellv. LIM Peter Kreitmeir hat von der HWK München Michael Biberger eingeladen, der über neues im Handwerksrecht referiert.

Görlitz /Oybin, am 11. März. Satzungsgemäße Neuwahl der Goldschmiede-Innung Oberlausitz in der Gaststätte Nensch, Oybin. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Lothar Voigt, Obermeister; Lothar Lange, 1. Stellvertreter; Manfred Lehmann, 2. Stellvertreter. Zum Fachgebiet der Innung gehören die Berufe der Gold- und Silberschmiede, Edelsteinschleifer und Edelsteingraveure. Bedingt durch die Kreisreform vom 1. August 1994, bezeichnet sich der Innungsbezirk jetzt Landkreis Niederschlesischer Oberlausitzkreis, LK Sächsischer Oberlausitzkreis, LK Westlausitzkreis, LK Bautzen mit den Kreisstädten und die kreisfreie Stadt Hoyerswerda.

Pforzheim am 16. März. Die Innung Pforzheim, unter Obermeister Heiko Lampert beschließt den Beitritt zum Zentralverband.

Schloss Trebsen, am 4. April. Der Leipziger Obermeister Uwe Matthiessen lädt zu einer Sitzung den Vorstand des Landesinnungsverbandes auf das Schloss Trebsen ein. Tagesordnung: Die weitere Vorbereitung des Landesinnungsverbandstages. Zum Schluss der Tagung stellt Obermeister Träger die fast fertiggestellten Innungsrequisiten – bestehend aus einer Amtskette, einem Kelch und einem Tischglöckchen – vor.

Niedersachsen, im Frühjahr. Auf dem Landesverbandstag wird Hans J. Wiegleb zum neuen LIM gewählt. Der Vorgänger, Wolfgang Grändorf, tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Stellvertreter wird Konrad Karbe aus Garbsen.

Dresden, am 21. April. Anlässlich des bevorstehenden Verbandstages lädt die Handwerkskammer zur Pressekonferenz nach Dresden ein. Der Frage- und Themenkomplex: Landesinnungsmeister Dieter Forberger: „Probleme des Gold- und Silberschmiedehandwerks in Sachsen". Stellv. Landesinnungsmeister Uwe Matthiessen: Die Kriminalitätsentwicklung, ein existenzbedrohender Faktor für das Goldschmiedehandwerk.
Obermeister Horst Gerlach: Goldschmied / Juwelier alles Handwerker?
Obermeister Hans-Heinrich Träger: Gold- und Silberschmiede – nur in der Großstadt?

Hannover, am 22. April. Der bekannte und geschätzte Goldschmiedemeister, Herbert Bitter, feiert seinen 75. Geburtstag.

Dresden, am 22. und 23. April. Der 1. Landesinnungsverbandstag wird wie geplant in Dresden abgehalten. Landesinnungsmeister Dieter Forberger eröffnet die Tagung. Vortragsthemen: Kriminalität; Wettbewerbsrecht (Herr Saupe); Marketing (Gottesleben). Am Abend gemütliches Beisammensein mit den Ehepartnern auf dem Weingut „Schloss Wackerbart". Prominentester Gast vom ZV ist der Vizepräsident Uwe Grebe. Dabei Freisprechung von Lehrlingen und die Vorstellung der Innungsrequisiten der Gold- und Silberschmiedeinnung Südwestsachsen. (Amtskette, Kelch und Tischglocke). Dazu Bild und Beschreibung! Obermeister Träger macht dem Landesinnungsmeister die Ehre, als erster den Innungskelch antrinken zu dürfen.

München, am 27. April. Auf einer Wanderung in Nepal verstirbt, 64-jährig, der bekannte Goldschmied Johann Michael Wilm jr.

Schwäbisch Gmünd, vom 28. bis 30. April. Unter dem Patronat von Bischof Dr. Walter Kasper der Diözese Rottenburg-Stuttgart werden die Eligiustage 1995 abgehalten.

Freiburg, am 3. Mai. Jahresversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung Freiburg-Südbaden im Dominikaner-Kloster. Obermeister Karlheinz Kremp stimmt die Kollegen mit einer besinnlichen Andacht, „auf die Gedanken die heute jeden bewegen", ein.

Pforzheim, am 5. Mai. Die Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule Pforzheim gibt ihr Aus- und Weiterbildungsprogramm Goldschmied / Silberschmied heraus und verbreitet es an die zuständigen Verbände. Unterzeichner OStD Jochem Wolters.

München / Bamberg, am 7. Mai. Chef des Handelshauses Berger, Horst Berger wird 90 Jahre alt.

Idar-Oberstein, im Mai. Die Goldschmiede-Zunft feiert ihren 250. Geburtstag. Anlässlich des Jubiläums sind Feierlichkeiten und Ausstellungen in der Edelsteinstadt zu sehen. ZV-Präsident Hans Klinkhammer überbringt die Glückwünsche des ZV und überreicht OM Herbert H. Stein ein Ehrengeschenk.

Zwickau, am 18 Mai. Im Hotel „Am Windberg" findet in Zwickau die Innungsversammlung der Innung Südwestsachsen statt. Hauptthema: ist der Wechsel des Innungssitzes von Aue zurück nach Zwickau. Zu diesem Schritt sind vom Obermeister und der Kreishandwerkerschaft die Vorbereitungen getroffen worden. Der Vorschlag wird einstimmig gefasst und die Wahl durchgeführt. Der Obermeister stellt die Amtskette und die anderen dazugehörenden Teile vor. Weiterhin wird beschlossen den 5. Jahrestag der Innungsgründung im September feierlich zu begehen.

Deutschland. Erste gesamtdeutsche Handwerkszählung seit der Wiedervereinigung Deutschlands -zunächst im Vollhandwerk.

Nürnberg, vom 16. bis 18. Juni. Die Nürnberger Schmuck- und Juwelentage werden von der Gold- und Silberschmiedeinnung Mittelfranken abgehalten. Auf der Delegiertenversammlung des Zentralverbandes am ersten Tag, werden anstehende Probleme diskutiert und Beschlüsse gefasst. (Punzierung, Werbung/Marketing, Berufsbildung, Gestaltung, Dekoration, Berufsgenossenschaft). Der Goldschmied, so heißt es auf der Tagung in Nürnberg, habe die fachliche Kompetenz, um Schmuck selbst individuell herzustellen, bestens einzukaufen, vertrauensvoll zu beraten, einen optimalen Service zu bieten und in einem guten Preis/Leistungsverhältnis zu verkaufen. Samstag abend: Fränkisches Büffet in der alten Vogtei in Wolframs-Eschenbach mit Nürnberger Kollegen.

Leipzig, im Juni. Der Fachbuchverlag Leipzig gibt das neue verbesserte Werk von E. Brepohl: „Theorie und Praxis des Goldschmieds" zum Preis von 98,- DM in der 11. Auflage heraus.

Augsburg, vom 22. Juni bis 13. August. „Augsburger Gold- und Silberschmiede-Sommer". Im Schaezler-Palais stellen 27 Gold- und Silberschmiede insgesamt 74 Arbeiten aus. Acht Tänzerinnen präsentieren die Schmuckobjekte. Die Augsburger Regionalpresse und die Fachzeitschriften berichten über das besondere Ereignis.

Deutschland, am 1. Juli.

Die aktuellen Edelmetallpreise per Gramm:

Gold: 17,83 DM / Silber: 0,24 DM / Platin: 20,65 DM.

Hamburg, am 1. Juli. Das 50-jährige Berufsjubiläum feiert Hans Konrad Bergmann. Hans Bergmann ist seit 1987 Obermeister der Hamburger Innung und Mitglied des ZV.

Ahlen, im August. Das Fortbildungszentrum Ahlen führt ein neues Logo ein.

Münster, am 11. August. Der ZV verschickt ein Schreiben, mit den 1.Terminen für die Vorstellung des neuen Werbe- und Marketingkonzeptes. (2.9.95 Berlin / 3.9.95 Leipzig / 9.9.95 Neumünster)

Berlin, am 14. August. Goldschmiedemeister August Grimm ist verstorben. (geb. 1934 in Dassel) 1971 wurde Grimm in das fünfköpfige Präsidium des ZV gewählt und hat sich besonders um das „Berlin-Vermögen" verdient gemacht. 1978 erhielt er vom ZV den Silbernen Ehrenbecher.

Leipzig, am 2. September. Der Vorstand des Landesinnungsverbandes trifft sich zu einer Sitzung, anlässlich der Uhren und Schmuckmesse in Leipzig. Als Gast ist der Präsident des ZV – Hans Klinkhammer – anwesend. Hauptthema sind die Mitgliedsbeiträge zum ZV, die den Innungen der neuen Bundesländer für nicht erwirtschaftbar erscheinen.

Deutschland, im September. Ein „Verein zur Förderung der Goldschmiedekunst" soll gegründet werden. Dafür ist eine Vereinssatzung erarbeitet worden und soll den Obermeistern zugeleitet werden. Sitz des Vereins: Bonn.

Schwäbisch Gmünd, im September. Prof. Dr. Ernst Raub ist im Alter von 90 Jahren verstorben. Raub war von 1930 bis 1970 Leiter des Forschungsinstitutes für Edelmetalle und Metallchemie in der Schmuckstatt.

Augsburg, am 23. September. Ehrenpräsident des ZV Günter Winkler wird 85 Jahre alt.

Hannover, am 23. September. LIM Hans-Jürgen Wiegleb ruft die an der Ausbildung beteiligten Meister zu einem Treffen in die Handwerkskammer Hannover zusammen. Themen: „Neue Ausbildung", „Neue Prüfung", „Vorschriften und deren Umsetzung".

Hartenstein, am 23. und 24. September. Fünfjähriges Gründungsfest der Gold- und Silberschmiedeinnung Südwestsachen auf der mittelalterlichen Burg Stein. Der Einladung folgten der Landesinnungsmeister Dieter Forberger, Kollegen aus der Schwesterinnung Chemnitz und aus Ebermannstadt Henry Leidholdt. Vorstandsmitglied Winfried Wurlitzer und Freunde, bringen hervorragende musikalische Darbietungen zu Gehör. Die ganze Burg ist „in den Händen" der Goldschmiede. Laut Rechnung: 20 Übernachtungen a. 25,- DM = 500,- DM; Getränke: 759,80 DM; Speisen: 903,60 DM; Sonstiges (Museumsbesuch) 84,- DM. Gesamtkosten: 2.247,10 DM

Glashütte, am 5. Oktober. Das Amtsgericht hat für den 25. Oktober die Zwangsversteigerung von der Immobilie am Erbenhang, des C. Patriarca angeordnet. „Bezahlt er seine Schulden, werde die Zwangsversteigerung ausgesetzt", heißt es.

Augsburg, am 10. Oktober. Eröffnung der Ausstellung „Gold und Silber, Schmuck und Gerät heute", mit Stücken aus dem Benvenuto Cellini-Wettbewerb 1995 im Sparkassensaal der Kreissparkasse Augsburg. Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse, der Obermeisterin Uta Werner-Dick und dem Landesinnungsmeister Wolfgang Eidel. Auftritt der Tanzakademie Subklew.

Zwickau, am 12. Oktober. Die Zwickauer Edelschmiede gerät unter Zahlungsschwierigkeiten. Es fehlen 350.000,- DM an Lohn und Beiträgen. Landtagsabgeordneter Thomas Pietzsch bemüht sich die Arbeitsplätze zu erhalten.

Halle, vom 13. bis 15. Oktober. Obermeistertagung des Zentralverbandes im Hotel „Rotes Ross". TOP: Antrag der neuen Bundesländer wegen Beitragsnovellierung; das Haus des ZV in Berlin; das Werbekonzept der Goldschmiede (Gottesleben) „Deutschlands Goldschmiede setzen Zeichen"; Satzungsänderung!

Zwickau, am 17. Oktober. „Freie Presse": „Nur neues Geld rettet die Edelschmiede".
„Geschäftsführung, Anwälte und Vertreter der Sächsischen Aufbaubank sowie des Sächsischen Wirtschaftsministeriums hatten sich gestern in Dresden getroffen, um über die Zukunft des Unternehmens und die Gewährung von Unterstützung zu verhandeln."

Augsburg, am 18. Oktober. Zu Gunsten des „Bunten Kreises" (Förderkreis Kinderklinik Augsburg für Familien mit chronisch-, krebs- und schwerkranken Kindern) veranstaltet die Gold- und Silberschmiedeinnung Schwaben / Augsburg eine Versteigerung von Schmuckgegenständen in der hiesigen Sparkasse. 13.000,- DM ist der Reinerlös, der übergeben wird.

Schwäbisch Gmünd, am 20. und 21. Oktober. Der Edelmetallverband veranstaltet die 5. Gold- und Silbertage.

Dresden. Walter Geltermair, ein Profiräumer aus Koblenz betreibt in der Goldpassage einen Ausverkauf.

Trier, im Dezember. Im Alter von 74 Jahren verstirbt Ehrenobermeister Atemar Frére. Seine profunden Fachkenntnisse reichte er bereitwillig der Jugend weiter.

Sachsen, am 31. Dezember. Im Land beziehen 66.184 Menschen Sozialhilfe, das sind rund 11 % mehr als im Vorjahr. Die Bedürftigen werden jedoch auf noch mal soviel geschätzt. Dass dies natürlich Auswirkungen auf die Schmuckbranche hat, ist selbstverständlich.

1996

Dresden, am 6. Januar. Die Bild-Zeitungs-Schlagzeile „Millionenschulden – Gläubiger jagen Dresdner Juwelenkönig." Castello Partriarca, Besitzer der Edelschmiede Zwickau und Gründer der „Glashütter Schmuck-Manufaktur" wird per Haftbefehl gesucht.

Braunschweig, am 15. Januar. Hans-Jürgen Wiegleb (geb. 19.11.1948 in Ehrenfriedersdorf/Sa.) wird zum Obermeister der Innung Braunschweig gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder der Innung: Jens Chr. Peters, Andreas Morgenroth.

Dresden, am 7. Februar. Vorstandssitzung des Landesinnungsverbandes in der Handwerkskammer Dresden. TOP 1: Bericht zur Lage unseres Handwerks. LIM Dieter Forberger. TOP 2: Zentralverbandstagung der Gold- und Silberschmiede im Mai 1996 in Dresden. TOP 3: Kassenbericht und Revision. TOP 4: Satzungsmäßige Feststellung der Stimmenzahl 1996.

Zwickau / Leipzig, am 10. bis 12. Februar. Auf der Leipziger Uhren- und Schmuckmesse stellt die Edelschmiede im Messehof am Stand 251 ihre Produkte aus. „In einigen Artikelgruppen bieten wir Ihnen einen Preisnachlass von 25 bis 40 Prozent an."

Hamburg, am 28. Februar. Das Inventar eines der größten und bekanntesten Häuser für Schmuck und Edelsteine H. J. Wilm, Hamburg an der Binnenalster – seit 228 Jahren im Dienst anspruchsvoller Kunden – wird versteigert.

Zwickau, am 1. März. Über das Vermögen der Firma Edelschmiede Zwickau GmbH (HRB 1049), Leipziger Straße 130, 08058 Zwickau, vertreten durch den Geschäftsführer Castello Patriarca, wird am 1.3.1996, 6.00 Uhr das Gesamtvollstreckungsverfahren eröffnet. Verwalter: Rechtsanwalt Wolfgang Tack, 09247 Röhrsdorf/Chemnitz.

Münster, am 1. März. Das Mitteilungsblatt des ZV „Der Ring" veröffentlicht den Veranstaltungsplan für die Deutschen Schmuck- und Juwelentage 1996 in Dresden. Termin der ZV-Tagung ist der 16. bis 19. Mai im Hotel Mercure in Dresden.

Leipzig, im Frühjahr. Vom LIV-Sachen wird erstmals der Elias-Geyer-Wettbewerb ausgeschrieben. Thema: Ornamente im Wandel der Jahrhunderte".

Fürstenau, am 23. März. Der Präsident der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland zeichnet auf der Innungsversammlung der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung Wolfgang Grändorf mit der Goldenen Ehrennadel aus. Seit 1976 Obermeister, seit 1991 Landesinnungsmeister, war Vorstandsmitglied im ZV. Zur Neuwahl tritt Grändorf nicht mehr an. Neuer Obermeister wird Horst Glüsenkamp aus Osnabrück.

Hagen, am 25. März. Der LIM NRW Klaus Winckel stellt einen Antrag zur ZV-Delegiertentagung in Dresden: Es soll eine Werbeagentur beauftragt werden, ein Prospekt zu entwickeln, der die Arbeit der Innungen in Wort und Bild darstellen soll. Gemeinschaftsveranstaltungen der Innungen sollen mit Mitteln des ZV unterstützt werden, die jährlich nach einem Schlüssel zur Verteilung kommen können.

Berlin, am 29. März. Max Heydemann, ehemaliger Obermeister (1979-85) und Vorstandsmitglied im ZV (seit 1980), feiert seinen 70. Geburtstag.

Wolfsburg, am 13. und 14. April. Jahrestagung des LIV Niedersachsen/Bremen. Der Landesinnungsverband kann auf ein 50-jähriges Bestehen zurückblicken. Der Oberbürgermeister, Werner Schlimme, begrüßt im Rathaus die Delegierten des Landesinnungsverbandes und trägt zur Würde, die Amtskette der Stadt. (Die Kette ist eine Stiftung des Vorstandsvorsitzenden des VW-Werkes Prof. Nordhoff.) Robert Köthe erinnert an die Geschichte und Gründung des Verbandes 1946. LIM Hans-Jürgen Wiegleb schildert die Aufgaben und Ziele, die in Angriff genommen werden.

Bremen, am 15. April. Der LIV stellt einen Antrag an den ZV zur Aktivierung und steuerlichen Erleichterung für Auszubildende und Ausbildungsbetriebe. Ferner wird zur Zusammenarbeit mit europäischen Berufskollegen aufgerufen.

Beilngries, am 28. und 29. April. Im Haus des Gastes findet die feierliche Ehrung der Preisträger im Nachwuchswettbewerb statt. Darüber hinaus tagt der Landesinnungsverband Bayern. LIM Wolfgang Eidel erklärt seinen Rücktritt. Die Versammlung wählt als Nachfolger, Peter Kreitmeir aus Weilheim und zur Stellvertreterin Uta Werner-Dick. Beisitzer wird Hans Bock, aus Beilngries.

Hamburg. OM Konrad Bergmann legt sein Amt nieder, Obermeisterin wird Marion Meckel.

Dresden, vom 17. bis 19. Mai. Tagung des Zentralverbandes im Hotel „Mercur", Petersburger Str. 34. ZV-Präsident Hans Klinkhammer eröffnet die Tagung mit der Begrüßung der neuen Obermeister: Peter Haarstick, Innung Oldenburg / Bremen, Horst Glüsenkamp, Innung Osnabrück / Emsland, Hans J. Wiegleb LIV Niedersachsen / Bremen, Peter Kreitmeir, LIV Bayern; Kurt Soucek, Innung Frankfurt; Marion Meckel, Innung Hamburg und Kurt Ruth, Innung Idar-Oberstein. Beschlüsse: Neuordnung des Stimm- und Wahlrechts, Satzungsänderung. Einstimmig wiedergewählt zum ZV-Präsidenten, wird Hans Klinkhammer, Vizepräs. Uta Werner-Dick und Hans-Jürgen Wiegleb. Vorträge: Konsumtrends, Hans-Rainer Glaser; Goldschmiedekunst in Sachsen, Dr. Joachim Menzhausen; Punzierungsrichtlinie, Dr. Alfred Schneider; Werbekonzept „Juwelier der Meisterklasse", Wolfgang Gottesleben; Berufsbild, Robert Köthe; Kulturausschuss, Herbert Bitter; Lichtbildervortrag „Grünes Gewölbe", Hans J. Wiegleb.
Die sächsischen Goldschmiede unternehmen mit Vertretern des ZV eine Raddampferfahrt auf der Elbe. Im Anschluss an den Galaabend der Schmuck- und Juwelentage wird anlässlich seines Geburtstages der Vorsitzende der sächsischen Meisterprüfungskommission Herr Büttner, mit einem Schluck aus dem südwestsächsischen Innungskelch in die Gilde der Goldschmiede aufgenommen.
Geschäftsbericht: Das „Goldschmiedehaus" in Berlin wurde verkauft. Uwe Grebe leitete die Verhandlungen und konnte ein gutes Ergebnis erzielen. Schätzung 1,55 Millionen; Verkaufsergebnis: 1,8 Millionen DM. Ausgezeichnet werden unter anderem die sächsischen Obermeister Ulrich Kretzschmar, Dieter Forberger und Horst Gerlach.

Mülsen St. Jacob, am 25. Mai. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) dreht in Lichtenstein und Mülsen für den „Sachsenspiegel" eine Fernsehsendung. Dabei wird im Goldschmiedemuseum, unter Leitung von Frau Klemt und dem Kameramann Mühlberg, von 14.30 bis 18.15 Uhr aufgezeichnet. Sendung am 15. Juni.

München, am 15. und 16. Juni. Zum Stadtgründungsfest ist die Innung mit einer „lebendigen Werkstätte" im Handwerkerhof vertreten.

Dresden. Das „Dresdner Hofmuster" wird in altbekannter Güte weiterhin von der „Dresdner Silber und Metallveredlung GmbH", Sosaer Str. 39, gefertigt. Inhaber Herr Strohbach, Sohn des Gründers (geb. 1906).

Deutschland, im Juli. In rund 3500 Unternehmen des Schmuckhandwerks sind 12.800 Beschäftigte tätig. Davon wiederum sind 57% Frauen.

Deutschland, am 25. Juli. Novellierung des Gesetzes Aus- und Räumungsverkäufe. Die Änderung hat zur Folge, dass den Räumungsverkäufen Tür und Tor noch weiter geöffnet werden. (§§ 7-10 UWG und § 8 UWG (BGB 11 1196)

Deutschland, im Sommer. Der Zentralverband der Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere ist im Internet unter http:// www.zv-gold.com zu finden.

Münster, am 2. August. Monika Klinkhammer, die Gattin des ZV-Präsidenten, verstirbt nach einem mit Geduld ertragenen Leiden. Der Fachwelt wird sie unvergesslich bleiben.

Leipzig / Oberursel, am 7. August. Die „Platin-Gilde" stellt auf der Leipziger Messe aus. „Es freut sich ganz besonders auf Ihren Besuch in Leipzig das Team der Platin-Gilde International." Roswitha Affemann, Elke Barnhofer, Rosemarie Sauer, Christel Übelacker.

Braunschweig, im August. Im historischen Rahmen des Städtischen Museums wird durch den LIM Wiegleb die Freisprechung vorgenommen.

Essen, vom 17. bis 18. August. Die Fachmesse „ADMIRA", für Schmuck, Uhren, Edelsteine und Silberwaren ist in der Stadt.

Pforzheim. Die Scheideanstalt C. Hafner geht mit ihrem neuen Firmenkonzept „KIM" (Kunde im Mittelpunkt), auf den Markt.

Leipzig, vom 31. August bis 2. September. Die Schmuckmesse „MIDORA" findet in der Handelsstadt statt. Die Messe hat sich sehr gut entwickelt und kann bei 488 Ausstellern auf 6000 Besucher zurückblicken.

Deutschland. Im Goldschmiedehandwerk nehmen in der BRD 491 Lehrlinge die Ausbildung auf. (1995 waren es 478). Bei den Silberschmieden begannen 10 Lehrlinge die Ausbildung ( 1995 waren es 6 Lehrlinge).

Pforzheim, am 13. September. Im Reuchlinhaus findet die Preisverleihung und Ausstellungseröffnung des Internationalen Schmuckwettbewerbs „Granulation" statt. 138 Schmuckgestalter aus 16 Ländern reichten 302 Arbeiten ein. Veranstalter sind die Gesellschaft für Goldschmiedekunst und die Scheideanstalt Hafner.

Pforzheim, am 13. September. Die Scheideanstalt Wieland feiert ihr 125-jähriges Gründungsjubiläum. Heute beschäftigt die Firma etwa 200 Mitarbeiter.

Leipzig, vom 26. bis 29. September. Obermeistertagung des Zentralverbandes in der Messestadt. Ausstellung zum Elias Geyer-Wettbewerb; Vorträge von Rainer Behrens, von Jochem Wolters und anderen.

Moritzburg bei Dresden, am 2. Oktober. Hanno Vollsack sucht im Forst von Moritzburg nach vergrabenen Schätzen der Wettiner und wird fündig. Es werden insgesamt 180 Einzelteile zu Tage gefördert, die von den Angehörigen des Königshauses am 10. Februar 1948, 2 Tage vor der Vernichtung Dresdens, in ihrem Wald vergraben wurden. Diese hervorragenden Kunstschätze wurden auf einer Ausstellung vom 16. Mai bis 26. Oktober 1997 der Öffentlichkeit zur Besichtigung freigegeben.

Trier, im Oktober. Hauptversammlung der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung. Themen: Berufliche Bildung, Werbung und Neuwahlen. Sechs bestanden die Gesellenprüfung. Vorgestellt wird das neue Zeichen und das Werbekonzept vom ZV „Juwelier der Meisterklasse". Bei der Wahl wird Elisabeth Alof-Lortz erneut als Obermeisterin bestätigt.

Magdeburg, am 19. und 20. Oktober. Das Sachverständigen-Treffen des Zentralverbandes wird abgehalten. Referat von Dr. Schneider: „Der Sachverständige vor Gericht".

Dortmund, am 20. Oktober. Goldschmiedemeister Bernhard Rosendahl kann seinen 90. Geburtstag feiern. Rosendahl legte 1937 seine Meisterprüfung ab. Als Prüfungsarbeit diente die Obermeisterkette für die Dortmunder Innung, die zum großen Teil seine Arbeit beinhaltet.

Berlin, vom 25. bis 27. Oktober. Die Berliner Goldschmiede-Innung veranstaltet die „Gold 96". Es ist bereits die achte Verkaufsausstellung für handgearbeiteten Schmuck. In diesem Jahr sind etwa 1200 Schmuckunikate im Mode-Center-Berlin, Tempelhofer Ullsteinhaus ausgestellt und werden zum Kauf angeboten.

Chemnitz / Lichtenstein, am 26. Oktober. Die Chemnitzer Goldschmiedeinnung hält ihre Herbsttagung in Lichtenstein ab. Am Nachmittag besuchen ca. 35 Mitglieder das Goldschmiedemuseum in Mülsen. Festabend im neuerbauten Hotel "Goldener Helm". OM Horst Gerlach.

Wolfsburg, am 9. und 10. November. Obermeistertagung des Zentralverbandes der deutschen Gold- und Silberschmiede und Juweliere im Hotel Holiday Inn.
Bericht des Vorsitzenden. Behandelt wird der Antrag von LIM Winckel, die Geschäftsstelle des ZV nach Königstein zu verlegen. LIM Kreitmeir schildert die Verhältnisse an der Berufsfachschule in Neugablonz und möchte wissen, ob die Gesellenprüfungen der Schule staatlich anerkannt seien. OM Gerlach stellt den Antrag, die ZV-Beiträge für Sachsen zu senken. LIM Winckel kritisiert die Durchführung der Tagung und stellt fest: „dass die Zeit fehle, ausreichend zu diskutieren und die räumlichen Verhältnisse dazu ungeeignet seien."

Freiburg, Ende November. Feierliche Veranstaltung mit dem ZV-Präsidenten Hans Klinkhammer und Obermeister Karlheinz Kremp. Geehrt werden die Bundessieger im Leistungswettbewerb der Gold- und Silberschmiede.

Regensburg, am 26. November. 600 Jahre Gold- und Silberschmiede-Zunft Regensburg.
„fumff tag vor sand eloy tag" (fünf Tage vor St. Eligius-Tag), am 26. November 1396 gaben sich die Regensburger Gold- und Silberschmiede eine Zunftordnung.

Dresden, vom 27. November bis 24. Dezember. Der „Gold-Palast"-Container wird geräumt. Für den Container zahlt Otmar Gehrig jährlich 30.000 DM Miete an die Stadt. Für das Objekt gilt eine „Sondernutzung".

Hannover, im Dezember. Zu einer adventlichen Kaffeetafel in der Staatskanzlei, ist der Vorstand des LIV Niedersachsen / Bremen eingeladen. Gastgeber ist der Ministerpräsident Gerhard Schröder. LIM Hans J. Wiegleb macht kritisch auf die derzeitigen Probleme im Goldschmiedehandwerk aufmerksam.

Ahlen. Im Jahre 1996 werden über 350 Seminarteilnehmer im Fortbildungszentrum Ahlen gezählt.

Münster, im Dezember. Die Eligius-Gilde stellt im Dom zu Münster die von ihnen gestalteten sakralen Geräte aus. Die Gildemitglieder wählen, da nach 12-jähriger erfolgreicher Aufbauarbeit Kurator Werner Fischer zurück tritt, einen neuen Vorstand. Zum Kurator wird Bernd Cassau und zum Stellvertreter wird Heribert Feldkamp gewählt.

Dresden / „markt intern", am 10. Dezember. In der Sachsenmetropole wird der Dresdner „Gold-Pavillon" von Profi-Räumern geräumt. Die „Strohfrau" für die Aktion heißt Kathrin Redler.

Freiberg / Halsbrücke, am 31. Dezember. Die „Saxonia" Edelmetalle GmbH stellt die Produktion von Halbzeugen aus Goldlegierungen aus Rentabilitätsgründen ein.

Deutschland, am 31. Dezember. Betriebsstatistik 1996 in Deutschland. Im Goldschmiedehandwerk sind 4310 Betriebe in die Handwerksrolle eingetragen. In den neuen Bundesländern ist die Zahl, außer in Magdeburg, zurückgegangen. 1996 begannen 491 Lehrlinge eine Ausbildung im Goldschmiedehandwerk und 10 Lehrlinge im Silberschmiedehandwerk. Insgesamt stehen 1.441 Lehrlinge in der Ausbildung. Meisterprüfungen wurden insgesamt 299 abgelegt. 289 in den alten Bundesländern und 10 in den neuen, davon 5 in Sachsen und 5 in Thüringen.
Betriebsbestand:

Alte Länder: 1995 = 3.747 Betriebe
1996 = 3.802 Betriebe
Neue Länder: 1995 = 516 Betriebe
1996 = 506 Betriebe

1997

Dresden, am 29. Januar. Obermeister U. Kretzschmar wendet sich mit einem Schreiben an den Dresdner Oberbürgermeister Dr. Herbert Wagner, um den kriminellen Ausverkäufen im sogenannten „Gold-Pallast", auf der Prager Straße, Einhalt zu gebieten.

Rheinland-Pfalz, im Frühjahr. Der 10. Benvenuto Cellini-Wettbewerb wird organisiert. 1997 steht er unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Kurt Beck aus Rheinland-Pfalz.

Idar-Oberstein, im März. Die Jahreshauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung wird in der Scheideanstalt Reischauer durchgeführt.

Dresden, im Frühjahr. Der sächsische Landesinnungsverband schreibt den 2. Sächsischen Elias-Geyer-Wettbewerb aus. Thema: Tragbare Hohlkörper.

Dresden, am 17. März. Innungsversammlung der Goldschmiede im „Alten Schützenhaus" mit Freisprechung zu Gesellen und Meistern. Zu Gast ist ZV-Präsident H. Klinkhammer, der im Anschluss mit den Obermeistern über die Probleme im ZV diskutiert. Die Innung Dresden und Leipzig erklären an diesem Abend ihren Austritt aus dem Zentralverband.

Idar-Oberstein, im April. Der „28. Deutsche Schmuck- und Edelsteinpreis Idar-Oberstein" wird ausgeschrieben. Thema: „Visionen in Edelsteinen". Einsendetermin bis 25. August 1997. (In diesem Jahr feiert die Edelsteinregion Idar-Oberstein ihr 500-jähriges Jubiläum.)

Osnabrück, am 19. April. Die Goldschmiede Rullkötter existiert 100 Jahre.

Bad Blankenburg, am 25. und 26. April. Frühjahrstagung der Landesinnung Thüringen. LIM Glaser kann etwa 60 Teilnehmer begrüßen. Als Gäste und Referenten treten auf: Walter Dennert, Hanau; Jürgen Ackermann von der „Allgemeinen"; Anette Fiedler-Schwab und Dr. Alfred Schneider.

Idar-Oberstein, vom 8. bis 11. Mai. Die Jahrestagung des ZV wird in der Edelsteinstadt abgehalten. Delegiertenversammlung am 9. Mai, 9 Uhr im Börsensaal am Schleiferplatz. Eröffnung der Tagung abends um 18 Uhr in der Kreissparkasse Idar. Begrüßung durch den Präsidenten Hans Klinkhammer.

Themen: Geschäftsbericht, Ausschüsse, Jahresrechnung 1996, Kassenprüfung, Entlastung, Wahl eines Beisitzers. Der OM Kurt Ruth, der das Treffen vorbildlich organisiert hat, spricht auf der ZV-Tagung, dass die erste RV-Tagung in der Stadt 1928 war. (Die letzte große Tagung des ZV war 1950 in Idar.) Der Kulturausschussvorsitzende des ZV Herbert Bitter schuf für den Zentralverband eine silberne Glocke, die er dem ZV-Präsidenten Klinkhammer zur Tagung überreicht. Stimmberechtigte Mitgliedsbetriebe: 1.435.

Münster. Das ZV-Logo ist auf weitere 10 Jahre verlängert worden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 3.000,- DM.

München, im Mai. Das Großhandelshaus Berger geht in Konkurs. Die „Flume-Technik" eröffnet am 26. Mai in den Geschäftsräumen der ehemaligen Fa. Berger ihre Verkaufs- und Ausstellungsräume. Zu diesem Anlass wird die Fachwelt von 11 bis 13 Uhr zu einem kleinen Umtrunk eingeladen. (Rudolf Flume Technik GmbH, Sonnenstraße 14, 80331 München).

Augsburg, im Mai. Die Repräsentanten des LIV Bayern treffen sich zu einer außerordentlichen Tagung, im Beisein von ZV-Präsident Hans Klinkhammer. Im Anschluss wird die Ausstellung „Granulation" besichtigt.

Dresden, vom 15. Mai bis 13. Juni. Das in der Presse reißerisch angekündigte „20-Millionen-Ding" des „Berger-Ausverkaufs", geht in der Wilsdruffer-Straße über die Bühne. (Ehemalige Geschäftsräume von Peek & Cloppenburg). Es sollen 60.000 Uhren und ca. 160.000 Schmuckstücke zum Verkauf kommen. „Ob Sie 20 km, 50 km, 100 km oder 200 km Anfahrt nach Dresden haben, wird mit Sicherheit keine Rolle spielen. Tausende werden jetzt kaufen und sparen!" Mit der Räumung beauftragt wird eine Münchner Firma namens Oppenhoff & Rädler.

Hannover-Garbsen, im Mai. Mitgliederversammlung des Landesinnungsverbandes Niedersachsen. Themen: Umstrukturierung des Verbandes. (Bremen scheidet aus dem Verband aus und bildet einen eigenen Verband.) Neuwahl für den Vorstand Niedersachsen: LIM: Hans J. Wiegleb, Stellvertreter: Konrad Karbe, Hannover; Kassenwart: Horst Glüsenkamp, Osnabrück. Beschlossen wird der Einstieg des Verbandes ins Internet, die Beteiligung an der EXPO 2000 in Hannover und die Intensivierung der Zusammenarbeit der Innungen.

Heidelberg. Jahreshauptversammlung der Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere Heidelberg-Mannheim. Obermeister Jarosch stellt sich nach 31 Jahren nicht mehr als Obermeister zur Verfügung. Die Versammlung ernennt ihn zum Ehrenobermeister. Neuer Vorstand: OM Werner Welsch, Heidelberg; Stellvertreter: Rainer Sauer, Mannheim; Schriftführer: Dagmar König, Heidelberg; Finanzen: Gerhard Jarosch, Mannheim.

Augsburg, vom 11. bis 27. Juni. „Granulation", ein internationaler Wettbewerb. 1996 ausgeschrieben von der Gesellschaft für Goldschmiedekunst, Hanau, und der Firma C. Hafner, Pforzheim. Ausstellung im Kundenzentrum der Sparkasse Augsburg.

Lauchhammer, im Juni. Beim Goldschmiedemeister Lothar Brunzel werden am helllichten Tag von Ganoven Goldketten gestohlen. Die Täter konnten schnell gefasst werden, doch die Staatsanwaltschaft lässt sie danach wieder laufen. In der Presse schreibt GSM Lothar Brunzel: „So entsteht der Nährboden für weitere Straftaten" ... „wenn das so weiter gehe, nimmt die Demokratie ein schlimmes Ende."

Dresden, im Juni. Etwa 150 Werke: Schmuck, Tischgerät, Amtsketten, Ratssilber, Altargerät und Entwürfe von 35 Leihgebern, werden in Pillnitz ausgestellt. Alles geschaffen von dem sächsischen Goldschmied Ernst Riegel (1871 bis 1939). Einige Daten: Geboren 1871 in Dresden; studierte von 1890 bis 1895 in München; bis 1900 im Privatatelier Miller in München beschäftigt; Kunstgewerbeausstellung in Dresden 1901, 1904 und 1906 sowie in München 1095. Beitritt zum „Werkbund" 1908; Lehrer für Kleinkunst am Lehratelier für angewandte Kunst in Darmstadt; 1912 Professor für Goldschmiedekunst an der Kunstgewerbeschule in Köln; 1913 Amtskette für den Bürgermeister von Leipzig; 1934 Teilnahme an der II. Internationalen Ausstellung für Christliche Kunst in Rom.

Kaufbeuren, am 4. und 5. Juli. LIM Bock lädt zu den Gold- und Silberschmiedetagen des Bayrischen Landesverbandes in Kloster Irsee ein. Das ehemalige Kloster ist zu einem Tagungs- und Bildungszentrum ausgebaut.

Pforzheim, am 12. Juli. Die vom Schmuckdesigner Piet van den Boom privat organisierte Veranstaltung „Pforzheimer Goldschmiedemarkt" wird mit steigendem Interesse zum 3. Mal veranstaltet.

Münster, im Juli. Im „Ring" wird das „Goldene Buch" für 10,- DM + 7% Mwst. angeboten. Das Buch beinhaltet die Ausbildungsrahmenlehrpläne und es wird empfohlen selbiges gleich mit den Lehrverträgen an die Lehrlinge auszuhändigen.

Leipzig, am 29. August. Am Vorabend der Midora-Messe werden in einer Gala, mit Schauspielerin Sophia Loren, außergewöhnliche Schmuckkreationen vorgestellt.

Essen, am 1. September. Die Goldschmiede-Innung Essen tritt aus dem LIV Nordrhein-Westfalen aus und bittet den ZV um eine weitere Mitgliedschaft.

Münster, am 1. September. Der ZV-Präsident Hans Klinkhammer lädt die Landesinnungsmeister, Obermeister und Ausschussmitglieder zur Herbsttagung des ZV nach Freiberg ein. Die Tagung wird anlässlich der 75. Wiederkehr der Gründung des Sächsischen Landesinnungsverbandes in der Silberstadt Freiberg abgehalten.

Münster, im September. Die größten Landesinnungen, nach Mitgliedbetrieben: Nordrhein-Westfalen: 282 Betriebe mit 14 Stimmen; Niedersachsen 156 Betriebe mit 7 Stimmen; Bayern 119 Betriebe mit 6 Stimmen; Sachsen 113 Betriebe mit 5 Stimmen; kleinste Innung Flensburg 10 Betriebe mit 1 Stimme.

Schwäbisch Gmünd, vom 26. bis 28. September. 6. Gold- und Silbertage. Der Edelmetallverband richtet das Ereignis unter dem Motto „Medien, Mensch, Markt und Design" aus.

Freiburg/Baden, am 28. September. Obermeister Karlheinz Kremp geht mit Elsässer- und Basler Kollegen auf „Schönberg-Wanderung". Die Wanderung ist ein Teil des Eu Re GiO Projektes. Start 10 Uhr in Merzhausen.

Münster, am 6. Oktober. Nach dem Ausscheiden der Innung Dresden und Leipzig aus dem ZV erhalten die noch verbliebenen Mitgliedsinnungen Chemnitz und Südwestsachsen neue Aufnahmeanträge.

Brandenburg/Wildenbruch, am 11. und 12. Oktober. Auf Initiative des Brandenburger Obermeisters Hans-Ulrich Jagemann kommt ein Treffen der OM der neuen Bundesländer in Wildenbruch zu stande. Die Einladung steht unter dem Thema: „7 Jahre nach der Wende – und nun?" Teilnehmer: OM H.-U. Jagemann, stellv. OM Diether Sack, Cottbus; OM Schwarze, Potsdam; OM U. Kretzschmar, Dresden; LIM Dieter Forberger, Dresden; ein Vertreter des OM Nothdurft, Schwerin; OM Lothar Voigt, Görlitz; LIM Glaser, Erfurt; stellv.LIM P. Urban, Gera; Bertram Berger, Chemnitz; OM B. Swiekatowski, Halle; OM H. Galke, Magdeburg; OM H.-H. Träger, Zwickau. Themen: Das Verhältnis zum ZV; die aktuellen Anträge des LIM NRW Klaus Winckel; das Werbekonzept des Herrn Gottesleben und andere.

Stuttgart /GZ. Drei neue Fachbücher erscheinen im Verlag: Praktikum Goldschmieden Band 9 / Kontakt 1998 – für aktive Verkäufer / Antiker Schmuck.

Freiburg / Baden. Die Goldschmiede-Innung unter Obermeister Karlheinz Kremp erhält für die Pflege und den Ausbau ihrer grenzüberschreitenden partnerschaftlichen Beziehungen, zu den Kollegen nach dem Elsass und der Schweiz, den Innovationspreis des ZV.

Beilngries, am 16. Oktober. Der Landesinnungsverband der Gold- und Silberschmiede Bayerns, hält seine Jahreshauptversammlung ab. Hauptthemen: Reorganisation des LIV und Neuwahlen. Der neue Vorstand des LIV: LIM Hans Bock, Beilngries; Stellvertreter: Uta Werner-Dick, Augsburg; Beisitzer: Heidrun Kisslinger, Salzweg; Kurt Riebel, Regensburg; Manfred Flessa, Hof.

Freiburg/Baden, im Oktober. Auf Antrag der Goldschmiede-Innung werden die von OM Karlheinz Kremp erfundenen Bergriffe „EUREGIA / EREGIO / ERGO" patentamtlich geschützt.

Deutschland, im Herbst. In Deutschland existieren 4.281 Goldschmiedebetriebe. (West: 3.783 und Ost: 498). Insgesamt ist diese Zahl seit einem Jahr um 19 zurückgegangen. In Sachsen gibt es mit 158 Betrieben die meisten in Ostdeutschland, gefolgt von Thüringen mit 91 und Sachsen-Anhalt mit 87 Betrieben.

Freiberg, am 25. und 26. Oktober. Sächsischer Landesinnungsverbandstag und Obermeistertagung des ZV in der Bergstadt. Anlass ist der 75. Gründungstag der Landesinnung der Gold- und Silberschmiede Sachsens. Programm: Ausstellung zum 2. Sächsischen Elias-Geyer-Wettbewerb im Bergbaumuseum. Führung durch das Drusenkabinett und Besichtigung des Bergwerks „Alte Elisabeth". Festabend im Städtischen Festsaal, mit Preisverleihung. Zu Gast: ZV-Ehrenpräsident Werner Fischer. Programm der ZV-OM-Tagung: Empfang beim OB im Rathaus (Mit Amtsketten!). Obermeistertagung im Hotel Kreller. Eröffnung, Begrüßung, Berichte, Anträge, Wettbewerbe. Erläutert werden die Widersprüche von Mitgliedsbetrieben gegen die Bescheide der Berufsgenossenschaft und der Austritt aus dem ZDH Bonn.

Freiburg, am 31. Oktober. Einsendeschluss für den Schmuckwettbewerb EuReGia. Die Gold- und Silberschmiede-Innung Freiburg-Südbaden schreibt für alle Jungmeister, Gesellen und Lehrlinge einen Wettbewerb unter dem Motto „Formsache" aus.

Dresden, am 30. November. Der Silberschatz der Wettiner, der im Moritzburger Wald entdeckt wurde, ist auf einer Ausstellung im Dresdner Schloss zu bewundern. Am Schluss sahen die Ausstellung ca. 50.000 Besucher. Das Haus Wettin beabsichtigt, da das Land Sachsen an einem Ankauf kein Interesse zeigt, die Schätze dem Auktionshaus Sotheby zur Versteigerung anzubieten.

Handwerkszeitung, am 5. Dezember. Statistik von Edelmetallbetrieben. Am 31.12.1996 waren in Deutschland 4310 Unternehmen in die Handwerksrolle eingetragen. In den neuen Bundesländern davon 508. Silberschmiede gibt es derzeit in Deutschland 80.

Dresden, am 18. Dezember. „markt intern" dankt OM U. Kretzschmar für den Einsatz gegen den „Goldpavillon" und übermittelt Glückwünsche zum Erfolg.

Mannheim, am 20. Dezember. Obermeister Heinz Jarosch feiert seinen 80. Geburtstag.

Deutschland, am 31. Dezember. In Deutschland werden 1413 Lehrlinge im Goldschmiedehandwerk ausgebildet. In den neuen Bundesländern sind es insgesamt 105 Lehrlinge, dabei liegt der Kammerbezirk Dresden mit 20 an der Spitze. 1997 wurden in der Bundesrepublik insgesamt 442 neue Lehrverträge abgeschlossen, davon entfallen auf die neuen Bundesländer 25.

Deutschland.

Vergleich der Edelmetallkurse:

30. 12. 1996 31. 12. 1997
Gold 19,46 DM/g 17,65 DM/g
Silber 0,26 DM/g 0,38 DM/g
Platin 19,00 DM/g 21,65 DM/g
Palladium 6,10 DM/g 11,75 DM/g

1998

Hamburg, am 10. Januar. Goldschmiedemeister Hans Konrad Bergmann feiert seinen 70. Geburtstag.

Münster, am 30. Januar. Einsendeschluss für die Beteiligung am Wettbewerb „Innovationspreis 1997". Mit dem Wettbewerb sollen die Innungen angeregt werden, nette Ideen zu entwickeln, um sich und das Handwerk der Gold- und Silberschmiede in der Öffentlichkeit darzustellen. Teilnahmeberechtigt sind alle Innungen des ZV.
An Preisen werden insgesamt 22.000 DM vergeben.

Köln, am 13. Februar. Der Wettbewerb der Kölner Goldschmiede Karnevalsorden-Unikate zu fertigen, wird zum 50. Mal ausgerichtet. Die Ausstellung der „50. Generation" wird in den Räumen der Handwerkskammer Köln gezeigt. Diesmal sind 23 Orden entstanden, berichtet der OM Hans-Jürgen Alius.

Frankfurt/M, vom 14. bis 18. Februar. Die „Ambiente-Messe" wird abgehalten.

München, vom 20. bis 23. Februar. Die Inhorgenta feiert 25-jähriges Bestehen. Bundeswirtschaftsminister Günter Rexrodt eröffnet die Uhren- und Schmuck-Fachmesse am 19. Februar um 18 Uhr in der Kongresshalle. Der Verbandsehrenpräsident Goldschmiedemeister Werner Fischer erklärt, dass der durchschnittliche Umsatz an Uhren und Schmuck pro Einwohner in den alten Ländern bei 120,- DM; jährlich liege, dagegen in den neuen Ländern nur bei 25,60 DM. In Deutschland gibt es etwa 11.000 mittelständige Fachgeschäfte für Uhren und Schmuck.

Idar-Oberstein, am 28. Februar. OM Kurt Ruth kann seinen 60. Geburtstag feiern.

Deutschland, am 1. April. Im Zuge der Novellierung der Handwerksordnung werden die Goldschmiede mit den Silberschmieden vereint.

Deutschland, im April. Im ZV der Gold- und Silberschmiede sind insgesamt 1.243 Betriebe organisiert. Größter LIV ist Nordrhein-Westfalen mit 239 Betrieben, ihm folgen Niedersachsen mit 156 und Bayern mit 98 Betrieben.

Münster i.W., am 23. April. ZV-Kassenprüfung durch Obermeister Brüderlin, Aachen und Goldschmiedemeister Glüsenkamp. (Keine Beanstandungen!)

Meerane, am 23. April. Die „Freie Presse" meldet: „HRA 174- 7. April 1998. Gold-Süss & Co. Schmuckwarengroßhandelsgesellschaft Meerane. Die Firma ist erloschen."

BRD, am 4. Mai. Gesetz zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität. (Geldwäschegesetz! Als Zahlungsmittel gelten neben Bargeld, auch Edelmetalle und Edelsteine, auch Schmuck, soweit dieser nicht offensichtlich zum persönlichen Gebrauch bestimmt ist.)

Pforzheim, am 7. Mai. Die Vereinigung der Bundesverbände des deutschen Schmuck- und Silberwarengewerbes, dem auch der Zentralverband der Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere angeschlossen ist, diskutieren über die Problematik bei der Einführung des Euro. Die Vereinigung der Bundesverbände empfiehlt der Branche, ab dem 1. Januar 2000 in der neuen Euro-Währung zu fakturieren.

Schmalkalden, am 8. und 9. Mai. Die Landesinnung Thüringen feiert ihre 50. Frühjahrstagung. Goldschmiedemeister Jochen Kaiser referiert dazu über die Anfänge der Goldschmiede-Tagungen in Thüringen bis in die jüngste Vergangenheit.

Hof, im Mai. Juwelier Hohenberger wirbt in den Südwestsächsischen Zeitungen mit Schmuck- und Uhren-Sonderangeboten, von 10 bis 30% Preisnachlass, anlässlich seines 100-jährigen Firmenjubiläums. Der Firmeninhaber von Hohenberger ist OM der Gold- und Silberschmiedeinnung Oberfranken Manfred Flessa, wohnhaft in Kronach, Alte Bambergerstr. 4. Zur Gratulation erscheinen der LIM Hans Bock und die ZV-Vizepräsidentin Uta Werner-Dick im gefüllten Festsaal der Hofer Bürgergesellschaft.

Frankfurt/M., vom 21. bis 24. Mai. Der Zentralverband hält seine Jahrestagung in der Mainmetropole ab. Donnerstag, am 21. Mai Sachverständigentagung. Folgende Anträge werden gestellt: 1. Antrag des LIV Niedersachsen, betr. der Anlage des ZV-Vermögens. Im Antrag werden 3 Varianten der Anlage aufgeführt, die sich auf eine Anlage in Berlin beziehen. 2. Antrag des LIV Bayern betr. der Anlage des ZV-Vermögens. Die entgültige Entscheidung soll auf die Herbsttagung verschoben werden. Bis dahin kann das vorgeschlagene Objekt der Obermeisterin Uta Werner-Dick, Augsburg, ein Haus in der bekannten Silberschmiedestadt zu erwerben, klarere Formen annehmen. 3. Antrag des LIV NRW. LIM Klaus Winckel wünscht beim ausgelobten Innovationspreis auf die Vergabe von Geldpreisen zu verzichten, oder diese zumindest stark zu reduzieren. Weiter wünscht er, die geprüften Jahresabschlüsse und die Vermögensaufstellung den Mitgliedern schneller und transparenter und unaufgefordert in Zukunft zuzustellen. Am Samstag Vormittag wird das Förderungswerk Königstein besucht. Es geht um die Verlegung der Geschäftsstelle und die Anlage des Berlin-Vermögens. Herbert Bitter wird für seine gute und langjährige Kulturarbeit und für seine 40-jährige Zugehörigkeit zum ZV mit einem silbernen Ehrenbecher ausgezeichnet. Neue Obermeister werden vorgestellt: Innung Kassel, Dagmar Pfaff; Innung Oberlausitz (Görlitz) Manfred Lehmann; Innung Hildesheim Bernd Swetje. Der 1. Preis im Innovationswettbewerb von 5.000,- DM geht an die Innung Freiburg-Südbaden, OM Karlheinz Kremp. Ausgezeichnet mit der Silbernen Ehrennadel des ZV werden Kurt Soucek und Hans-Heinrich Träger.

Chemnitz, vom 28. Mai bis 26. Juni. In der Rathausstraße 7, inszeniert Juwelier Köster, ein berühmt-berüchtigter Räumer, einen Totalausverkauf.

Dresden, am 17. Juni. Dresdner Neuste Nachrichten: „Aus dem Gerichtssaal". Pavillonbetreiber muss Ordnungsgeld doch nicht zahlen. Das Oberlandesgericht hob die Ordnungsgeldstrafe, zu der der Profi-Räumer Gehrig verurteilt war, wieder auf. Der vorsitzende Richter: (Im Paragraphendschungel!) „Ich sehe die Gefahr, dass auf diese Weise Sanktionen gegen unlauteren Wettbewerb immer wieder ins Leere laufen."

Pforzheim, am 25. Juni. Die Scheideanstalt C. Hafner lädt erstmals in die Scheideanstalt zur Betriebsbesichtigung ein. Besprochen werden die Seminare und Kursangebote zur Edelmetallverarbeitung, die von Seiten der Scheideanstalt angeboten werden. (Handgestrickte Ketten aus Silber, Granulation, Palladiumverarbeitung, Filigran, Fassen, Emaillieren, Silberschmiede, Schmuckdesign.)

Deutschland /„FZ", am 5. Juli. Ladendiebstahl erreicht Rekordhöhe. Noch nie wurde im deutschen Einzelhandel so viel gestohlen wie im Jahr 1997. Registriert wurden 677.542 angezeigte Fälle (Anstieg von 32 % gegenüber dem Vorjahr). Das Vorgehen der Diebe wird zunehmend professioneller und organisierter. Rund 91% aller befragten Einzelhandelsunternehmen waren in den letzten 2 Jahren von Ladendiebstahl, 36% durch Einbruch und 27% durch organisierten Bandendiebstahl betroffen.

Leipzig, Midora-Messe 1998. Der Ministerpräsident von Sachsen Kurt Biedenkopf schreibt im Geleitwort: „Die in den neunziger Jahren zu neuer, hoher Blüte gekommene Uhrenproduktion aus Glashütte wird – da bin ich sicher – ebenso ihre Interessenten finden wie Katharina Witts Schmuckkollektion. ..." 6.200 Fachbesucher – 470 Aussteller aus 24 Ländern.

Halle, am 27. und 28. September. Auf Initiative von Goldschmiedeobermeister Hans-Ulrich Jagemann, aus Brandenburg, treffen sich Goldschmiedeobermeister zu einer internen Besprechung über die Zukunft des Zentralverbandes im Hotel Ankerhof. Themen: Das Innungsleben; Räumungsverkäufe und UWG, Factory-Outlett, Berufsschule, Der ZV und Sonstiges. Anwesend: H.-U. Jagemann, Diether Sack, Horst Gerlach, Jens Geipel, H.-U. Kretzschmar, Bernd Swiekatowski, Peter Urban, K.-H. Glaser, H.-H. Träger, Kellner aus Eisleben und 1 Goldschmiedemeister aus Magdeburg.

Ahlen, am 28. September und am 2. Oktober. Im Fortbildungszentrum werden für Kollegenkinder ab 16 Jahren „Schnupperkurse" durchgeführt.

Idar-Oberstein, vom 30. September bis 6. Dezember. Eine Sonderausstellung der Staatlichen Kunstsammlung im Grünen Gewölbe in Dresden mit dem Titel „Deutsche Steinschneidekunst aus dem Grünen Gewölbe in Dresden", zeigt das deutsche Edelsteinmuseum Idar-Oberstein. Zu sehen sind 78 Meisterwerke deutscher Steinschneidekunst aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Hannover, vom 2. bis 4. Oktober. Im Hotel Körner findet das jährliche Treffen der Sachverständigen des ZV statt. Eingeladen hat LIM Hans J. Wiegleb.

Osnabrück. OM Werner Welsch fertigt auf der Delegiertentagung des ZV von den anwesenden Amtskettenträgern mit seiner Digitalkamera Fotos an. Die Diskette stellt er freundlicher Weise für die ZV-Chronik zur Verfügung.

Dortmund. Zum OM wird Manfred Erdmann gewählt. Erdmann wurde 1948 in Hamm geboren. 1972 bis 1973 Fachschule in Schwäbisch Gmünd. Abschluss Meisterprüfung und seit 1979 selbständig.

Osnabrück, im Herbst. Die Mitglieder der Gold- und Silberschmiede-Innung Osnabrück-Emsland fertigen aus Anlass des 1648 ausgehandelten Friedens nach dem 30-jährigen Krieg, eine Friedenskette mit 48 Gliedern an. Obermeister Horst Glüsenkamp übergibt zur Festveranstaltung die Kette an OB Hans-Jürgen Fip.

Bad Gögging, am 10. und 11. Oktober. Herbsttagung des Zentralverbandes im Hotel „Marc Aurel". Themen: Entscheidung über die Anlage des Vermögens das durch den Verkauf des Hauses Berlin zur Verfügung steht. Abstimmung über die Verlegung der Geschäftsstelle des ZV. Vizepräsident Wiegleb berichtet über die Problematik Goldabbau, der in einigen Regionen der Welt mit erheblichen sozialen und ökologischen Folgen verbunden ist.
Sonntag: Rechtsanwalt Gabriel, Berater des LIV Bayern, beantwortet wettbewerbsrechtliche Fragen.

Hanau. Das Deutsche Goldschmiedehaus Hanau, Altstädter Markt 6, ruft zur 12. Silbertriennale 1998" auf.

Aachen. Dem Obermeister Prosper Brüderlin wird das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Kollege Brüderlin ist nicht nur als reger Obermeister bekannt, sondern auch in vielen anderen Ehrenämtern tätig. Seine Goldschmiedearbeiten sind bei Wettbewerben und Ausstellungen mehrfach ausgezeichnet worden.

Berlin, vom 29. Oktober bis 1. November. Mit der Ausstellung „Gold 98" wird auch ein Lehrlingswettbewerb unter dem Thema „Plaste und Kontraste" veranstaltet. Am Wettbewerb, der von der Berliner Innung und der Aurum Goldschmiedeausstellungsgesellschaft organisiert wurde, sind alle 21 Stücke prämiert worden. Ort: Mode Center Berlin, Mariendorfer Damm 1-3.

Würzburg, vom 2. bis 20. November. Ausstellung, „Gold- und Silberschmiedelehrlinge schmieden und gestalten" in der Städtischen Sparkasse Würzburg. Veranstalter: LIV Bayern. Eröffnung durch den Oberbürgermeister von Würzburg. Grußworte: OM Rudolf Leder und LIM Hans Bock.

1999

Augsburg, am 10. Januar. Die Goldschmiedemeisterin Gertrud Fries-Arauner wird 90 Jahre alt. Anlässlich ihres Geburtstages werden im Schaezlerpalais bedeutende Arbeiten von ihr gezeigt.

Münster / Königstein, im Januar. Die ZV- Geschäftsstelle in der Kreishandwerkerschaft Münster, zieht nach Königstein, in die Bürogemeinschaft Uhren + Schmuck um.

München, im Februar. Die Inhorgenta wird erstmals in der neuen Messe München ausgerichtet. Mehr als 25.000 registrierte Fachbesucher aus 77 Ländern werden gezählt. Beteiligt sind 1.315 Aussteller aus 34 Staaten. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Inhorgenta Manfred Wutzlhofer zeichnet zwei Mitglieder des Inhorgenta-Beirates aus: Ehrenpräsident des ZV Werner Fischer, Ahlen und Schmuckfabrikant Fritz Eberle aus Pforzheim.

Stralsund, am 14. März. Im Festsaal der Kreishandwerkerschaft eröffnet OM Stabenow die Jahreshauptversammlung der Goldschmiedeinnung.

Hanau, im März. Der ehemalige Studiendirektor der Staatlichen Zeichenakademie, Georg Froschauer ist im Alter von nahezu 89 Jahren verstorben.

Essen, am 20. März. 10 Goldschmiedinnen und Goldschmiede werden in der Gaststätte „Zur Margarethenhöhe" von der Obermeisterin Ursula Fischer freigesprochen.

Halle, am 27. und 28. März. Erstmals tagen die Innungen Halle und Magdeburg gemeinsam. Freisprechung von 3 Gesellen. LIM NRW Klaus Winckel hält einen Vortrag zum Thema: „Die Konzentration im Handel und deren Auswirkungen auf Händler oder Goldschmied – Chancen der Zukunft".

Duisburg, am 27. und 28. März. Die Mitglieder der Goldschmiedegilde St. Eligius treffen sich zur Jahrestagung. Das Programm hat in diesem Jahr Claus Pohl zusammengestellt.

Hannover, am 10. April. Die Jury „Leibniz-Ring" tagt.

Bonn, vom 16. bis 18. April. Tagung im Gustav-Stresemann-Institut. Thema: „Goldabbau im Konflikt mit Umwelt und Menschenrechten".

Oldenburg, am 17. April. Jahrestagung des LIV der Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere Niedersachsen. Der LIM Hans-Jürgen Wiegleb würdigt die Auszeichnung des ZV im Innovationswettbewerb als Ausdruck für die aktive Innungsarbeit.

Weimar, am 17. und 18. April. Frühjahrstagung des Landesinnungsverbandes Thüringens im Intercity-Hotel. Der LIM Glaser begrüßt besonders die Vizepräsidentin des ZV, Uta Werner-Dick. Weiterhin Jeanette Fiedler-Schwab vom Deutschen Diamant-Institut und Dr. Alfred Schneider vom Bundesverband Schmuck und Uhren.

Augsburg, im Frühjahr. Eine Radierung „Hommage an Cellini" entsteht unter den Händen des in Augsburg geborenen Michael Maschka. Das Kunstblatt, das an den 500. Geburtstag des großen Goldschmieds erinnern soll, kann bei der Goldschmiede Werner, Friedberger-Str. 117, 86163 Augsburg, bestellt werden.

Münster, am 23. April. Die Kassenprüfung des ZV wird in der Kreishandwerkerschaft Münster durchgeführt. Zugegen: OM Brüderlin, OM Glüsenkamp, ZV-Präsident Klinkhammer und Herr Bader. (Unregelmäßigkeiten werden nicht festgestellt!)

Zwickau, am 23. April. Die Edelschmiede Zwickau GmbH wird aus der Handwerksrolle gelöscht und am 26. Mai darauf erfolgt die Löschung der ZE Schmuckproduktion GmbH.

Zwickau, am 1. und 2. Mai. 4. Landesinnungstag der sächsischen Gold- und Silberschmiede im Achat-Hotel. Ausrichter die Innung Südwestsachsen unter OM Träger. Der Landesinnungsmeister Dieter Forberger kann neben den 4 Obermeistern der sächsischen Innungen auch den Präsidenten des ZV Hans Klinkhammer und den LIM von Brandenburg Hans-Ulrich Jagemann begrüßen. Ausstellung der Arbeiten des „3. Sächsischen Elias-Geyer-Wettbewerb". Thema: „Schmuck für das Universum". Besichtigung des Domes der Stadt und dessen Silberschatz. Freisprechungsfeier junger sächsischer Goldschmiedegesellen. Führung durch das Zwickauer „Albert-Museum" und dessen Mineralienkabinett.

Osnabrück, vom 13. bis 16. Mai. Deutsche Schmuck- und Juwelentage. Tagungshotel „Remarque". Gastgeber ist die Innung Osnabrück unter ihrem Obermeister Horst Glüsenkamp. Der ZV-Präsident Hans Klinkhammer stellt die neue Geschäftsführung vor, die jetzt in Königstein ihren Sitz hat und nennt die Gründe der Verlegung. Schwerpunktthemen: Berufsbild „Juwelier", Steuer- und Wirtschaftspolitik, Rabatthandhabung, Räumungsverkäufe, PR-Arbeit, Verbandsstatistik, Bildungspolitik, Handwerksrecht u.a. Für den Cellini-Wettbewerb werden wichtige Beschlüsse gefasst. Vorträge: Schmucktrends: Susan Sagherian / Berufsausbildung: OM Bernd Swetje und LIM Hans J. Wiegleb / Punzierung: Dr. Alfred Schneider / Werbegemeinschaft: Wolfgang Gottesleben. Ehrungen: OM Horst Gerlach erhält den Silbernen Ehrenbecher und OM Heiko Lampert die Silberne Ehrennadel des ZV. Mitgliedsbetriebe: 1.139.

Karlsruhe, vom 28. bis 30. Mai. Jahrestagung der Gesellschaft für Goldschmiedekunst. Besuch der Schmuckgalerie „Der goldene Schnitt".

Stuttgart, im Juni. Die Goldschmiede-Zeitung ist „online", unter der Adresse: www.gz-journal.de.

Ahlen. Das Fortbildungszentrum Ahlen feiert mit 250 Gästen sein 25-jähriges Bestehen. Geschäftsführerin Gunhild Loboda eröffnet den Festabend. Besondere Gäste: Werner Fischer, Vorsitzender und Gründer der Schule; Günter Harms, Bürgermeister der Stadt; Hans Klinkhammer, Präsident des ZV. Seit Bestehen der Einrichtung haben sich über 8000 Goldschmiede und Silberschmiede aus aller Welt in Ahlen weitergebildet.

Beilngries, am 19. und 20. Juni. Goldschmiedetag des Bayrischen Landesinnungsverbandes. In die Akademie der Bayrischen Genossenschaften lädt LIM Hans Bock auch den LIV der Uhrmacher ein, dessen OM auch vollzählig teilnehmen. R. Leder hält einen Vortrag über historischen Schmuck. Werner Mühlbauer spricht über „EDV im Fachbereich". Über Bedeutung und Heilkraft von Schmucksteinen hält am 2. Tag die Goldschmiedemeisterin Regina Rohrmüller aus Dachau einen Vortrag.

Dresden, am 10. Juli, um 11 Uhr. In der Landeshauptstadt trifft sich im Bildungszentrum des Handwerks, Am Lagerplatz 8, der Meisterprüfungsausschuss des Goldschmiedehandwerks zur Vorbereitung des Teil I/99 (Fachpraxis). Prüflinge: Herr Schneider, Herr Salomo, Frau Lewe, Frau Waldhof. Beraten wird auch über die Neubesetzung des MPA, nach dem 31.12.99.

Paderborn, im Sommer. Der Gold- und Silberschmied Bernd Cassau eröffnet in seinem Haus, In der Grube 7, ein Museum für sakrale Kunst. Ausgestellt wird das Ergebnis von 30 Jahren intensiver Sammeltätigkeit.

Münster, am 20. August. Der Bundespräsident Roman Herzog zeichnet den Ehrenpräsidenten des ZV Werner Fischer mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse aus.

Deutschland, am 23. August. In der "BILD" Zeitung werden der ehemalige Treuhandchef von Chemnitz, Dr. Wefelschied, und 2 weitere "Westimporte" als Versager verurteilt. Wefelscheid war an der "Zerschlagung" der Zwickaucer Edelschmiede maßgeblich beteiligt.

Vallendar, am 9. September. Die Goldschmiede und Kunsterwerkstätte der Schönstetter Marienbrüder GmbH bietet sich bundesweit als Ausbildungsbetrieb an.

Halle, am 18. September. Goldschmiedemeister und Mitglied im Sachverständigenausschuss des ZV, Egon Ludwig wird 70 Jahre alt.

Leipzig, am 1. Oktober. Festakt und Ausstellung zum 125. Gründungsfest des Grassi-Museums Leipzig. Sonderausstellung "Wettbewerb der Moderne - Die Grassimessen 1920 - 1956".

Erfurt, im Herbst. LIM Karl-Heins Glaser legt sein Amt nieder. Peter Urban aus Gera wird zum Landesinnungsmeister gewählt.

München, am 4. Oktober. Gold- und Silberschmiedemeister Friedrich W. Weiss ist verstorben. Geboren am 12. Dezember 1930 in München; 1958 Meister; später Landesinnungsmeister. Weiss war Präsidiumsmitglied und Vizepräsident des Zentralverbandes.

Hannover, im Herbst. Ausbildungsforum. Goldschmiedemeiter Diether Wolff hält ein Referat under dem Thema: "Welche Chance hat unser Handwerk unter den sich veränderten Bedingungen in Europa? Sollen wir weiter Goldschmiede ausbilden, und wenn ja, müssen wir die Ausbildung nicht an neue Bedingungen anpassen?" Wolff stellt fest, dass die Ausbildung eines Goldschmieds ca. 40.000 DM kostet. Die "Werte", die während der Ausbildung geschaffen werden, sind dabei nicht gegengerechnet.

Schwäbisch Gmünd, am 23. und 24. Oktober. Obermeistertagung im Hotel Fortuna der Schmuckstadt. Paralell finden die 7. Gold-und Silberschmiedetage in der Stadt statt. Für die Öffentlichkeit wird im Prediger die "Museumsnacht" veranstaltet. Thema: "Für dich - für mich". Im Haus des Edelmetallverbandes wird eine "Produkt-Show" gezeigt. Der ZV-Präsident H. Klinkhammer, der Vizepräsident H.J. Wiegleb, einige Obermeister und Kollegen besuchen und besichtigen die Goldschmiede von Jörg Hirner. (Spezaliät: Ketten in handwerlicher Fertigung) Bie einem Gespräch am Rande der Tagung bittet der Präsident den OM Träger (Südwestsachsen) eine Festschrirft oder ähnliches zu erarbeiten. Die Arbeit soll auf die 100 Jahre ZV verweisen und im nächsten Jahr zum Jubiläum fertig sein.

Görlitz, im Herbst. Die Gold- und Silberschmiede-Innung begibt sich auf Exkursion in benachbarte polnische Städte, die eng mit der deutsch-schlesischen Goldschmiedekultur einher gehen. Mit eingeladen ist Goldschmiedemeister Rudolf Leder aus Schweinfurt, Kenner historischen Schmucks und gebührtiger Breslauer.

Königstein, im Herbst. Die Geschäftsstelle des ZV bietet ein EDV-Programm für die Innungsarbeit an. Entwickelt wurde das Programm vom LIV Niedersachsen und beinhaltet im Wesentlichen Selbstverwaltung der Innungen und die Berufsbildung.

Düsseldorf, vom 10. bis 26. November. Im Industrieclub wird die Ausstellung "Kostbarkeiten aus Stahl - Schmuck und Kleinplastik" gezeigt. Anlass ist das 125-jährige Bestehen der Wirtschaftsvereinigung Stahl. Daran haben sich 14 Studenten beiteiligt. Die Preisträger: Nana Malik / Beate Klockmann / Kathleen Fink.

Hannover, am 26. November. Im Kuppelsaal des Congress-Centers werden die Siegerinnen und Sieger im Leistungswettbewerb der Handwerkjugend auf Bundesebene im Wettbewerb "Gute Form" geehrt. Die Arbeiten werden im Ausstellungsforum der HWK gezeigt.

Deutschland, am 3. Dezember. Der Euro fällt auf einen Tiefstand von 0,999 Dollar.

Bielefeld, am 4. Dezember. Neuwahlen des Vorstandes der Gold- und Silberschmiede-Innung Bielefeld. Erneut wird der seit 15 Jahren amtierende Obermeister, Hans-Dietrich Schlüter, wiedergewählt. Sein Stellvertreter wird Wilhelm Holtmann jun., Bielefeld.

2000

Bundesrepublik Deutschland, am 1. Januar. Der Facheinzelhande mit Handwerk Uhren und Schmuck in der BRD setzte knapp 7,4 Mrd. DM um.

Münchberg, am 10. Januar. Landesinnungsversammlung der bayrischen Gold- und Silberschmiede. LIM Hans Bock wird einstimmig wiedergewählt. Stellv. LIM Babara Steinbach, Regensburg; Beisitzer: Uta Werner-Dick, Augsburg; Heidrun Kisslinger, Salzweg; Günter Engelhard, Würzburg; Manfred Felssa, Hof.

Königstein, vom 12. Januar bis 5. Mai. Das Förderungswerk geht "on tour" mit dem Intensiv-Praxis-Seminar "Synthetischer Moissanit und behandelte Farbedelsteine". (München / Nürnberg / Königstein / Stuttgart / Bremen / Hannover / Dortmund / Köln / Berlin / Leipzig / Chemnitz / Erfurt).

Ahlen, am 5. Februar. Einsendeschluss der Arbeiten zum Jubiläumswettbewerb, den das Fortbildungszentrum Ahlen ausgeschrieben hat. Thema: "Schmuckgestalten mit alten und neuen Goldschmiedetechniken, aus dem Programm des Fortbildungszentrums Ahlen". Jury: W. Fischer, G. Harms, H. Klinkhammer, F. Obring, R. Rosplesch, H.-D. Schlüter.

Kiel, am 10. Februar. Der ehemalige langjährige Obermeister der Innung Kiel, Gerhard Lehmann, ist im Alter von fast 79 Jahren gestorben.

Augsburg, am 16. Februar. Die Gold- und Silberschmiede-Innung Schwaben-Augsburg hat einen neuen Vorstand. Nachdem Uta Werner-Dick ihr Ehrenamt niedergelegt hat, wird neu gewählt: Obermeister: Christof Lachenmann; Stellvertreter: Jürgen Pauer; Vorstand: Edith Sawatzki, Michael Bader, Renate Ammer.

Kassel, im Februar. Die Goldschmiede Stiehl feiert ihr 125-jähriges Bestehen. Das Geschäft wird in der 4. Generation von der Tochter, Goldschmiedemeisterin Doris Stiehl, geleitet. Hermann Stiehl wirde 1967 Obermeister der Kassler Innung und stand ihr 18 Jahre vor.

Königstein, im Frühjahr. Der Zentralverband gibt bekannt, dass eine Chronik anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Zentralverbandes erarbeitet werden soll. Dazu werden die Kollegen aufgerufen, bemerkenswertes Material für die Chronik zur Verfügung zu stellen.

Ahlen. "Der Ring" Nr. 2 berichtet: Das Goldschmiedemuseum Ahlen konnte dank eiens Hinweises ein Tora-Schild ersteigern. Nach jüdischem Brauch wird nach dem Zusammenrollen der Tora ein Schild um die Rolle gehängt, um die Tora zu verschließen. Gefertigt 1874 bei Leggen, Paderborn, in 12-lötigem Silber.

Idar-Oberstein, im Frühjahr. Die Goldschmiede-Innung schreibt an die Auszubildenden einen Wettbewerb aus. Gefordert wird der Entwurf einer Obermeister-Kette für die Goldschmiede-Innung. Ein Preisgeld von insgesamt 1.500 DM wird vergeben. Kontaktadresse: Jürgen Stellwagen, Idar-Oberstein.

Osterwald, am 27. März. Der LIV Niedersachsen schreibt an das Bundesministerium für Finanzen, z.Hd. Herrn Torsten Albig, Referent Presse. Aufgelistet werden die Probleme, die als Belastung für unser Handwerk angesehen werden: EU-Gesetzesregelungen, Steuerreform 2000, arbeitsmedizinische Betreuung in den kleinen Betrieben, Wegfall des Wertbriefes.

Königstein, am 31. März. Der ZV informiert seine Mitglieder, das der Präsident H. Klinkhammer nach zweimaliger Amtszeit als Präsident für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung steht. Vizepräsident Hans J. Wiegleb erklärt seine Bereitschaft für eine Kandidatur.

Oldenburg, am 4. April. Die Goldschmiede-Innung Oldenburg-Ostfriesland wählt einen neuen Vorstand. Peter Speckmann scheidet als Obermeister aus. Gewählt wird Michael Morawietz zum Obermeister, Stellvertreter wird wieder Jochen Kaltenbach, Leer; Schriftführer H.-F. Schmidt, Bad Zwischenahn; Kassenwart Klaus Olligs, Oldenburg.

Lüneburg, am 8. und 9. April. Tagung des Landesinnugsverbandes der Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere Niedersachsen im Hotel Bremer Hof. Ausbildungsforum mit Bernd Schwetje.

Hagen, am 10. April. Die Innungen zu Düsseldorf und Bielefeld beantragen zur Delgiertenversammlung des ZV in Bonn, dass das Vermögen des ZV gesondert geführt wird und für die Werbegemeinschaft zukünftig ein gesonderter Haushalt aufgestellt wird. Unterzeichner: LIM Klaus Winckel. Darüberhinaus werden noch einige Satzungsänderungen beantragt.

Goslar, im April. Die Prager-Schule lädt die Mitglieder der Gold- und Silberschmiede-Innung Braunschweig ein. Goldschmiedemeisterin Antje Herbst macht mit den Möglichkeiten der Ausbildung des Institutes bekannt.

Leipzig, im Mai. Nach 15-jähriger Amtszeit verabschiedet sich Uwe Matthiessen als Obermeister. Seine Verdienste werden von LIM Dieter Forberger, der Innung und der Handwerkskammer gewürdigt. Er wird ausgezeichnet und zum Ehrenobermeister ernannt. Seine Nachfolgerin wird Monika Götze, Stellvertreter Frank Belger.

Berlin, am 19. Mai. Die Anmeldefrist für die Schmuckausstellung "Gold 2000" endet. Informationen im Internet unter: www.gold-2000.de.

Mülsen St. Jocob, am 23. Mai. Goldschmiedeobermeister der Innung Südwestsachen, Hans-Heinrich Träger, kann seinen 60. Geburtstag feiern. 1940 in Mülsen St. Jocob geboren, 1954 Lehre bei Dathe & Missbach in Zwickau, 1961 Meisterprüfung in Dresden. Seit Frühjahr 1963 in Lichtenstein selbstständig. Begründer des Sächsischen Gold- und Silberschmiede-Museums.

Vallendar. Die Mitglieder der Eligius-Gilde treffen sich im Haus der Gold- und Silberschmiede Schönstatt.

Hannover, am 1. Juni. Die Weltausstellung "EXPO 2000" eröffnet ihre Pforten. Die Pforzheimer Schmuckwarenmanufaktur Victor Mayer stellt ihre Produkte auf dem EXPO-Gelände aus.

Bonn, am 1. bis 4. Juni. ZV-Tagung im Rheinhotel Dreesen, Bad Godesberg. Delegiertenversammlung am 2. Juni. Begrüßung durch OM Weingarz. Der Präsident begrüßt die Vertreter der Gmünder Ersatzkasse, der Interversicherung und Herrn Ahnefeld von der GZ. Neue Ehrenamtsträger: LIM Peter Urban, Thüringen; Obermeister: Frau Schwarz, Einbeck; Herr Morawietz, Oldenburg; Herr Hähner, Remscheid; Gräfin Stachwitz, Iserlohn. Herr Jonda, in Vertretung von Frau Wanhoff, gibt den Bericht über die Aktivitäten des ZV. Themen: Wettbewerbsrecht, Handwerksordnung, "Partnerschaftsmodell ZV - Mannheimer Versicherung", Branchenmessen, Branchenpolitik, Internationale Arbeit. Berichte und Ausschüsse: Sachverständigenwesen, Berufsbildlungsausschuss, Kunst- und Kulturausschuss, Marketing und Werbung. Jahresrechnung und Kassenprüfung, Entlastung von Präsidium und Geschäftsführung. Satzungsänderung. Turnusmäßiger Rücktritt des Präsidiums. Neuer ZV-Präsident ist Hans J. Wiegleb aus Wolfsburg. Hans Klinkhammer wird zum Ehrenpräsident gewählt. Zahlende Mitglieder 1.107.

Hamburg, vom 2. Juni bis 4. Juni. Jahrestagung der Gesellschaft für Goldschmiedekunst. Der Kunsthistoriker Dr. Stefan Demmrich aus Stuttgart spricht über die Werkstätte von H. J. Wilm.

Deutschland. Die Goldschmiedin Mitra Hadjebi will nach der alten Tradition der Vorfahren auf die Walz gehen. Ihr Vorhaben kündigt sie in der Fachpresse an und sucht Kontakte unter Tel.: 07161 25558 oder über Mail: mitransider@hotmail.com.

Königstein, am 22. Juni. Präsidiumssitzung des ZV. Teilnehmer: ZV-Prädident H. J. Wiegleb, die Vize-Präsidenten U. Werner-Dick und B. Swiekatowski, die Mitglieder Marion Meckel und Kurt Soucek, die Geschäftsführerin Irene Wanhoff und Dipl. Kfm. Bodo Jonda. Themen: Zuordnung zur Prädiumsarbeit, Darstellung des ZV, Freigabe des ZV-Werbe- und Fachzeichens für die Mitgliedschaft. Verständigung über den Ablauf der Obermeistertagung und des Festaktes zur Jubiläumsveranstaltung in Berlin. Jubiläumsschrift "100 Jahre ZV". Dikutiert wird über die Benennung der Arbeit, für die Herr Hans-Heinrich Träger federführend genannt wird. Kontakte zu anderen Verbänden. Satzungsrefortm Ehrenzeichensatzung und der Brauch des Ehrenbechers. Feststellung: Von insgesamt 52 Innungen der Bundesrepublik Deutschland gehören 42 dem ZV an. Von insgesamt 4.355 Edelmetall verarbeiteten Betrieben in der Handwerksrolle sind lediglich 1.109 davon in Innungen organisiert.

Bundesrepublik Deutschland, am 24. Juni. Die "Nickel-Verordnung" tritt in Kraft. Die Verwendung von Nickel im Schmuck wird grundsätzlich verboten. Ansgenommen sind Erzeugnisse deren Nickelgehalt unter 0,05 % liegt.

Zwickau/Hanau, am 24. Juni. Die Gold- und Silberschmiede-Innung Südwestsachsen nimmt Herrn Oberstudienrat i.R. und Goldschmiedemeister Siegfried Männle als Ehrenmitglied in die Innung auf. Anlass zu dieser Ehrung sind das Vermächnis seiner Arbeiten an das Museum Schwarzenberg/Sa. und sien 88. Geburtstag.

Braunschweig. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der HWK Braunschweig schenken die Braunschweiger Goldschmiede drei Schmuckunikate, die zur Verlosung gelangen. Der Gewinn daraus fließt dem Bildungszentrum der HWK zu.

Pforzheim, am 1. Juli. Der Goldschmiedemarkt vor dem Rathaus findet zum 8. Mal statt. An über 40 Ständen wird ein breites Spektrum von Arbeiten individuellen Schmuckschaffens gezeigt und zum Verkauf angeboten.

Idar-Oberstein, im Sommer. In der Edelsteinstadt eröffnet der erste Factory-Outlet. Der Fabrikverkauf wird in einer rund 2000 qm Halle der ehemaligen Firma Gottlieb & Sohn GmbH vorgenommen. Angeboten werden Mode- und Echtschmuck, Uhren, Edelsteine und Minerale, aus sogenannten Überproduktion.

Berlin, am 8. Juli. In den Räumen der HWK werden Jungesellinen und Jungmeisterinnen freigesprochen. Glückwünsche, Präsente und ein Schluck aus dem Innungsbecher kommen von OM Uwe Grebe.

Mannheim, im Juli. Prof. Gert Gutjahr, Leiter des Instituts für Marktpsychologie stellt fest, dass gut 80 % aller Innovationen sich als Flop erweisen. Er, Gutjahr, stehe der Trendforschung eher skeptisch gegenüber.

Dresden, im Sommer. Der berühmteste und wertvollste Diamant Deutschlands, der 40,7 Karat schwere flaschengrüne stein aus dem grünen Gewölbe, wird in den USA ausgestellt. Im Auftrage von August dem III. wurde der Diamant auf einer Leipziger Ostermesse zu einem unbekannten Preis erworben. 1768 ist das Juwel, das zu den bedeutensten Diamanten der Welt zählt, neu gefasst worden.

Hanau, am 12. Juli. OM der Innung, Gerd Hagemann ist verstorben. Gerd Hagemann, selbst Schüler der Zeichenakademie , war seit über 30 Jahren Obermeister und in vielen Funktionen des Goldschmiedehandwerks tätig.

Münster, im Sommer. Der Ehrenpräsident des ZV Hans Klinkhammer wir mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Bürgermeister Günter Schulze-Blasum nimmt im Sitzungssaal des Rathauses die Auszeichnung vor.

Dresden, am 17. Juli. In Bannewitz bei Dresden kann Walter Stückert seinen 90. Geburtstag feiern. Geboren am 17. Juli 1910 in Hanau. Von 1945 bis 1957 Vorsitzender der sächsischen Meisterprüfungskommission.

München, im Juli. Hauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung für München und Oberbayern. Michael Mann löst den Obermeister Rudolf Neumayer ab, der das Amt des Stellvertreters übernimmt. Albrecht Heiden wird für Verdienste um den Berufsstand zum Ehrenobermeister ernannt.

Deutschland, am 18. Juli. Die bisher geltnede Verordung über gemeinsame Anforderungen in der Meisterprüfung im Handwerk (AMVO) von 1972 ist noveliert worden. Die Verordnung tritt am 01.11. 2000 in Kraft.

Pforzheim, am 21. Juli. Die Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule lädt zum "Meistertrunk" ins Parkhotel ein. Ansprache: OStR Jochem Wolters. OM Sieglinde Heel kann 45 Absolventen feierlich freisprechen.

Hannover, im Sommer. Auf der Mitgliederversammlung des LIV Niedersachsen wird Horst Glüsenkamp zum neuen LIM gewählt. Er übernimmt das Amt von H. J. Wiegleb, der jetzt als ZV-Präsident fungiert. Stellv. LIM Konrad Karbe, Kassenwartin Brigitte Schwarz, Schriftführer Jochen Kaltenbach.

Deutschland, am 1. August.

Edelmetallpreise per Gramm:

Gold: 19,83 DM / Silber: 0,37 DM / Platin: 42,50 DM / Palladium: 59,75 DM

Der Euro steht bei 0,85 Dollar.

Deutschland, 17. August. Die Lizenzen für die neue Generation der Mobilfunknetze, die UMTS-Technik, sind vom Staat versteigert. Der Erlös, zahlbar innerhalb 10 Tagen, den der Finanzminister Eichel für die Tilgung der Staatsschulden einsezten will, beträgt 98,8 Milliarden Mark (98.800.000.000 ,- DM).

Königstein, am 4. September. Der ZV wendet sich mit einem Schreiben an das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Dr. Werner Müller gegen die Aufweichung des Ladenschlussgesetzes; weiter um die Herbeiführung von Klarheiten im Wettbewerbsrecht und des Rabattgesetzes.

Pforzheim, am 9. und 10. September. Die erste Schmuckmese in Pforzheim. Im edelen Ambiente der Stadthalle zeigen 130 Firmen die Vielfalt und Leistungsstärke der Pforzheimer Schmuckindustrie.

Pforzheim, vom 9. bis 19. September. Das Schmuckmuseum veranstaltet eine Sonderausstellung "Gürtelschließen im Jugendstil", aus der Sammlung Kreuzer. Gedacht wird auch der "Exposition Universelle" vor 100 Jahren in Paris.

Hagen, am 11. September. Der LIM NRW Klaus Winkel schreibt and das Präsidium des ZV, dass zur Herbsttagung des Landesinnungsverbandes am 1. November über eine weitere Mitgliedschaft im ZV abgestimmt wird. Als Grund dafür werden Differenzen mit der Jahresrechnung 1999 genannt, die von seinem Steuerbüro erkannt worden seien. Bezugnehmend auf die bevorstehende Jubiläumsfeierlichkeit ist Winckel der Meinung: "Ein Trauerakt zum 100-jährigen Bestehen wäre daher sicher angemessener Gewesen".

Leipzig, vom 15. bis 17. September. Internationale Uhren- und Schmuckmesse. Umfangreiches Informations- und Weiterbildungsangebot mit 10 Einzelveranstaltungen. Gerechnet wurde mit rund 20.000 Besuchern, letzlich sind nur 5400 gezählt worden.

Königstein, am 22. September. Sitzung des Referats Berufsbildung. Teilnehmer; Vorsitzender Kurt Ruth. Mitglieder: Doris Raymann-Nowak, Manfred Erdmann, Michael Morawietz, Bernd Schwetje, Kurt Soucek und von der Geschäftsstelle Bodo Jonda. THemen: Meisterprüfungsverordnung, Leistungswettbewerbe, Aufstellung einer Liste der Fachliteratur, Bildungsmaßnahmen betr. "Restauration im Handwerk".

Augsburg, am 23. September. Der Ehrenpräsident des ZV Günter Winkler kann bei bester Gesundheit seinen 85. Geburtstag feiern. Aus den Händen von OM Lachenmann-Fries nimmt er sienen 5. Ehrenbecher entgegen.

München, am 29. September. Das Bayrische Nationalmuseum wird 100 Jahre alt.

Idar-Oberstein, vom 30. September bis 3. Oktober. Die Messe Intergem in der Edelsteinstadt. Highlights: Schmuck aus Platin und farbigen Edelsteinen von Günter Krauss.

Dresden, am 6. Oktober. Einsendeschluss für den sächsischen Schmuckwettbewerb "10 Jahre Deutsche Einheit". Vorsitz der Jury: Ulrich Kretzschmar, OM Dresden.

Berlin, am Dienstag den 17. Oktober. Pressekonferenz "100 Jahre Zentralverband". Teilnehmer: Präsident Hans-Jürgen Wiegleb und die Geschäftsführerin Irene Wanhoff.

Berlin, am 19. Oktober. XI. Benvenuto-Cellini Wettbewerb 2000. Ausstellungseröffnung und Preisverleihung im Rahmen der "Gold 2000".

Berlin, am 20. Oktober. Jubiläumsversammlung des Zentralverbandes im Hotel "Art'otel", Wallstr. 70-73. Galaabend im Ermeler-ahsu, Märkisches Ufer 10. Festakt im "Haus des Deutschen Handwerks", Mohrenstr. 20/21.

Der Prädsident Hans-Jürgen Wiegleb begrüßt die Gäste. Ein besonderer Gruß gilt den beiden anwesenden Ehrenpräsidenten Werner Fischer und Hans Klinkhammer, weiterhin Herrn Högerle von der Mannheimer Versicherung. Aufnahmer der neuen Ehrenamtsträgern in den ZV: LIM Horst Glüsenkamp, Niedersachsen; OM Christof Lachenmann-Fries, Augsburg; OM Michael Mann, München. Die Versammlung beschließt einstimmig eine Zusammenarbeit mit FIAN (Organisation für sozialverträglichen und ökologischen Goldbergbau). Beim Thema "Diamantenmarkt" wird festgestellt, dass zunehmend Diamantanalysen auf dem Markt auftauchen. Herkunft wahrscheinlich USA. Vorstellung der Chronik über 100 Jahre ZV-Geschichte. Der Verfasser Hans-Heinrich Träger (OM Südwestsachsen) erläutert seine Arbeit und die Mitglieder der Versammlung überzeugen sich davon. Bei der Abstimmung, ob die Chronik gedruckt werden soll, gibt es eine Einstimmigkeit, ohne Gegenstimmen oder Enthaltung.

Hannover, vom 27. bis 29. Oktober. In den Hallen des Kongress-Zentrums stellen über 100 Künstler und Designer auf der "designa 2000" ihre Kunstobjekte aus.

Frankfurt/M., am 28. Oktober. Die Goldschmiedemeisterin Marlis Braun schreibt einen offenen Brief an den LIM von NRW Klaus Winckel, indem sie einige Verhaltensweisen des LIM gegenüber dem Zentralverband kritisiert. Marlies Braun schreibt u.a.: "Wenn nach Ihrer Meinung die ZV-Tagung in Berlin ein Trauerakt gewesen sein soll, dann sind Sie der Totengräber, denn mit Ihrem Verhalten sind Sie leider kein Vorbild".

Bundesrepublik Deutschland, am 31. Dezember. Branchenkonjunktur 2000. Der Facheinzelhandel mit Uhren und Schmuck setzte im genannten Jahr rund 7,2 Mrd. DM um. Auf den klassischen Facheinzelhandel kommen von den über 7 Mrd. DM Gesamtumsatz davon etwa ein Drittel. Die Filialisten und Fachmarktketten haben erneut zurgelegt. Die Umsatzentwicklung der rund 11.000 traditionellen mittelständischen Facheinzelhandelsgeschäfte liegt damit etwa 3 % unter dem Vorjahresniveau.

2001-2010

München, am 24. Februar. Gold- und Silberschmiede treffen sich während der Inhorgenta im Müncher Ratskeller.

Wittenberg, am 17. März. Anlässlich der Jahreshauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung Halle (Sachsen-Anhalt) fand die Freisprechung der Gesellen statt. Obermeister Bernd Swiekatowski und Prüfungsvorsitzender Berger beglückwünschen die jungen Kollegen zu den erbrachten guten bis sehr guten Leistungen. Zum Thema stand ein Halsschmuck, welcher die Möglichkeit der Veränderbarkeit des Schmuckes in sich vereint.

Görlitz, im März. Vor 100 Jahren, am 30. März 1901, wurde im Görlitzer Restaurant "Stadt Pilsen" am Obermarkt 23 die Frei Vereinigung der Gold- und Silberschmiede zu Görlitz gegründet, die eine Anknüpfung an die jahrhundertealte Tradition dieses Handwerks bedeutete, sich in einer Innung zu organisieren. An dieses Ereignis erinnterte die Goldschmiedeinnung der Oberlausitz, Sitz Görlitz, die sich als Nachfolgerin der früheren Vereinigung vertsteht, mit einem Fest an einem der ersten Frühlingswochenenden, zu dem Obermeister Manfred Lehmann prominente Gäste und Mitglieder befreundeter Innungen aus dem benachtbarten Polen und verschiedenen Bundesländern geladen hatte. Rudolf Leder, der aus Breslau stammt und heute Obermeister der Goldschmiedeinnung Unterfranken ist, ist Ehrenmitglied der hiesigen Innung und hielt die Laudatio in der Krypta der Kirche St. Peter und Paul, wo das Jubiläum eröffnet wurde.

Österreich. Per 31.03.2001 endet das obligatorische Punzierungswesen in Österreich. Ab dem 1. April müssen keine Waren mehr den Punzierungsämtern zur staatlichen Punzierung vorgelegt werden.

Die Devise lautet fortan: "eingenverantwortliche Punzierung".

Wolfsburg, vom 25. bis 26. Mai. Bei dieser Mitgliederversammlung begrüßt Hans-J. Wiegleb die Tagungsteilnehmer nicht nur in seiner Eigenschaft als Präsident des Zentralverbandes sondern auch als Obermeister der die Mitglieder­ver­sammlung ausrichtenden Gold- und Silberschmiedeinnung Braun­schweig. Herr Wiegleb teilt des weiteren mit, daß die Innung Chemnitz eine neue Ober­meisterin gewählt hat, es ist Frau Regina Liebers aus Hartmannsdorf, die die Nachfolge von Herrn Gerlach im Ehrenamt des Obermeisters übernommen hat. Mit der Silbernen Ehrennadel wurden Herr Hans Bock, Landesinnungsmeister von Bayern und Herr Hans-Ulrich Jagemann, Landesinnungsmeister von Brandenburg geehrt. Darüber hinaus verlieh Uwe Grebe, Landesinnungsmeister von Berlin, den von ihm geschaffenen Ehrenbecher an Hans-Ulrich Jagemann. Es ist Tradition, dass der mit dem Sibernen Becher Ausgezeichnete seinerseits wieder einen silbernen Becher schafft und an eine weitere Perönlichkeit bzw. einen Ehrenamtsträger den Becher übergeben wird. Ins Leben gerufen wurde der Becher von Werner Fischer. Anno 1971 erhielt ihn erstmals Georg Abeler. Der Begründer stelbst erhielt ihn 1973.

Berlin, am 30. Mai. Herr Norbert Strahler wurde in das Amt des Obermeisters der Berliner Gold- und Silberschmiede-Innung gewählt. Er begleitet seit 6 Jahren die Vorstandsarbeit, anfänglich als Schatzmeister, später als stv. OM.

Stuttgart, am 25. Juni. In der Mitgliederversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung Stuttgart-Heilbronn-Reutlingen wurde ein neuer Obermeister und ein neuer Vorstand gewählt. Obermeister Manfred Kühner, stellte sich aus Altersgründen nach 13 Jahren Amtszeit, nicht mehr zur Wahl. Nachfolger mit einstimmigem Wahlergebnis wurde der bisher stellvertretende Obermeister Reiner Fein aus Stuttgart. Zum Stellvertreter wählte die Versammlung ebenso einstimmig Wolfgang Groh und als weitere Vorstandsmitglieder Tina Morcher, Imke Sperling und Peter Bainczyk. Auf Beschluss wurde Manfred Kühner zum Ehrenobermeister und Doris Schellhammer, welche nicht mehr für den Vorstand kandidierte, zum Ehrenmitglied ernannt.

Nordrhein-Westfalen. Der Landesinnungsverband der Gold- und Silberschmiede sowie Juweliere verleiht Karl-Heinz Bründt, Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung Düsseldorf und deren langjährigen Lehrlingswart Klaus Schneider das "goldene Ehrenzeichen".

Halle. Goldschmiedemeister Egon Ludwig ist in den Ruhestand getreten. Der Meister ist nicht nur als Goldschmiedemeister, sondern auch als Gutachter für Edemetall, Edelsteine und Perlen über der Region hinaus bekannt. In Anerkennung besonderer Verdienste um die Innung der Gold- und Silberschmiede im Kammerbezirk Halle überreicht Obermeister Bernd Swiekatowski eine Ehrenurkunde und die goldene Ehrennadel der Innung. Gleichzeitig wird Herr Egon Ludwig zum Ehrenmitglied ernannt.

Bundesrepublik Deutschland. Zum Jubiläum 100 Jahre Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juwelier werden jedem Mitgliedsbetrieb die Zeichen des Verbandes in Gold als Geschenk überreicht. Alle Geschäfte mit diesem Zeichen bürgen für Kompetenz, Innovation und Qualität.

Pforzheim. Von der "Schönheit der Edelsteine und ihren Behandlungen" heißt eine Broschüre, die von der Vereinigung der Bundesverbände des deutschen Schmuck- und Silberwarengewerbes unter Federführung des BV Uhren und Schmuck heraus gebracht wurde.

Königstein. Auch in diesem Jahr bietet das Förderungswerk Königstein wieder Veranstaltungen unter der Überschrift "Wir kommen zu Ihnen - Kommen Sie zu uns" an.

Frankfurt, am 14. August. Wurden in kleiner Feierrunde vier junge Goldschmiedegesellinnen freigesprochen.

Frankfurt, am 26. August. Das war der Tag des diesjährigen Innungsausfluges nach Luxemburg.

Hamburg, am 20. Oktober. Das Motto dieser Mitgliederversammlung lautet: "Nur Meister schaffen Meiterwerke". Als neue Delegierte ihres Verbandes begrüßt Herr Wiegleb Frau Regina Liebers, neue Obermeisterin der Innung Chemnitz, die das Amt vom bisherigen Obermeister, Herrn Horst Gerlach übernommen hat und Herrn Norbert Strahler, Obermeister der Innung Berlin, der das Amt von Herrn Uwe Grebe übernommen hat. Als neues Mitglied im Zentralverband begrüßt der Präsident die Innung Pfalz. Aufgrund ihrer Verdienste um das Gold- und Silberschmiedehandwerk, um die Berufsorganisation der Gold- und Silberschmiede, verleiht Herr Präsident Wiegleb im Namen des Zentralverbandes Frau Marion Meckel, Landesinnungsmeisterin von Hamburg und Herrn Manfred Lehmann, Obermeister der Gold- und Silberschmiede Oberlausitz, im Namen des Zentralverbandes jeweils die „Silberne Ehrennadel".

Chemnitz, im Herbst. Die Gold- und Silberschmiede-Innung hat eine neue Obermeisterin. Regina Liebers aus Hartmannsdorf tritt die Nachfolge von Horst Gerlach an, der in den Ruhestand geht. Im Oktober wird ihm die goldene Ehrennadel verliehen.

Augsburg. Im Alter von 86 Jahren ist der Goldschmiedemeister Günter Winkler gestorben. Er war Ehrenpräsident des Zentralverbandes der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere. 1939 hatte er sich in Augsburg selbstständig gemacht, engagierte sich früh fürs Handwerk, wurde 1945 Obermeister und Landesinnungsmeister von Bayern. 1950 wurde er zum Vorsitzenden des Zentralverbandes gewählt. Er sichterte dem Verband das Berlin-Vermögen und verhandelte mit den Alliierten. Ihm wurden zahlreiche Ehrungen zuteil, darunter der Silberne Becher des Verbandes, die Goldene Ehrennadel und Ehrenmitgliedschaft. Der Verband wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Ahlen. Als jüngster Goldschmied der Bundesrepublik machte Werner Fischer in Fulda damals seinen Meister mit der Note "sehr gut". 50 Jahre später erhielt der Geschäftsmann aus den Händen von Norbert Haumer, Obermeister der Gold- und Silberschmiede Innung Münster den Goldenen Meisterbrief. Viele damalige Mitstreiter waren gekommen und gratulierten.

Hanau. Trauer um Eberhard Burgel. Er prägte über Jahrzehnte die Zeichenakademie im gestalterischen und handwerklichen Bereich - in den letzten Jahren.

Zentralverband. Veröffentlichung der Aussschreibung für den XII. Benvenuto Cellini Wettbewerb 2002. Die Aufgabenstellungen lauten: Flacon, Verschluss und Wertumstellung.

Nordrhein-Westfalen. Der Landesinnungsverband der Gold- und Silberschmiede sowie Juweliere NRW hat mit Wirkung vom 31.12.2001 seinen Austritt aus dem Zentralverband erklärt.

2002

Bundesrepublik Deutschland, am 01. Januar. Der Euro wird als alleiniges Zahlungsmittel in den Mitdgliedsstaaten der Euro-Zone eingeführt. Bis zum 28. Februar könne Einzelhandel und Geschäftsbanken noch die Mark als Zahlungsmittel akzeptieren, dann werden Mark und Pfennig nur noch bei der Bundesbank umgetauscht. Der amtliche Kurs: 1 Euro = 1,95583 DM und 1 DM = 0,511292.

Berlin. Gespräche auf höhster Ebene: Beim Festakt zum 100. Geburtstag des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks in Berlin kamen unter anderem der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen, ZDH-Präsident Dieter Philipp und Hans-J. Wiegleb, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Gold- und Silberschmiede zusammen.

Ost-Westfalen-Lippe. Im Alter von 84 Jahren ist vor kurzem der Ehrenobermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung OWL Georg Zimmermann verstorben.

Ulm. Die Handwerkskammer Ulm berichtet, das die Meisterprüfung als Grundlage zur Selbstständigkeit weiterhin hoch im Kurs steht. Auch Dieter Philipp, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks und Dr. Werner Müller, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, erklären in einer gemeinsamen Verlautbarung: "Der große Befähigungsnachweis ist und bleibt das Fundament für die Leistungsfähigkeit des Handwerks und Voraussetzung für die Selbstständigkeit".

Wolfsburg, im Februar. Auch in diesem Jahr feierte die Gold- und Silberschmiede-Innung Wolfsburg ihr traditionelles Lichtmessganz-Essen.

Idar-Oberstein, im Mai. Die Sachverständigen des Zentralverbandes trafen sich zur Tagung. Auf dem Programm im Ausbildungszentrums der DGemG in Idar-Oberstein standen zunächst aktuelle Informationen aus dem Bereich Diamanten und Farbedelsteine. Weiterhin wurde über Qualitätskriterien von Farbedelstein, spezielle Rubine, Saphire und Smaragde gesprochen. Am Ende gab es allgemeine Informationen des Sachverständigenreferats.

Idar-Oberstein, am 11. Mai. Mitgliederversammlung in der Edelsteinmetropole Idar-Oberstein. Als neue Obermeister in der Berufsorgnisation der Gold- und Silberschmiede wurden begrüßt: Raphael Fischer, Innung Münster, Rainer Fein, Innung Stuttgart, Adolf Kunesch, Innung Main-Kinzig-Kreis und Ulrike Gremmelspacher, Innung Freiburg/Südbaden. Ehrengast und Referent war der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Dieter Philipp. Kurt Ruth, Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung Idar-Oberstein wurde wegen seiner besonderen Verdienste um die Berufsorganisation des Gold- und Silberschmiedehandwerks und für seinen Einsatz im Referat Berufsbildung mit der Cellini-Medaille ausgezeichnet. Bernd Robert, Düsseldorf, Mitglied des Referates Kunst und Kultur, wurde für seinen Einsatz und seine Aktivitäten rund um den Cellini-Wettbewerb 2002 eine Chronik mit Widmung überreicht. Mit einem deutlichen Votum von der Mitlgliederversammlung wurde die Kooperationsvereinbarung des Zentralverbandes der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e.V., des Zentralverbandes für Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik und des Bundesverbandes der Juweliere, Uhren, Schmuck und Fachgeschäfte im HDE. Die Präsidenten aller drei Verbände haben sich einmütig darauf verständigt, dass Probleme und Themenstellungen, die alle drei Verbände betreffen, gemeinsam erörtert werden, beraten und ausgelotet werden, um entsprechend agieren und reagieren zu können.

Idar-Oberstein, im Mai. XII. Benvenuto-Cellini-Wettbewerb. Schirmherr ist der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, Kurt Beck. Der Präsident des Zentralverbandes Hans-J. Wiegleb und der stv. Obermeister der Innung Idar-Oberstein, Wolfgang Wild, überreichten dem Ministerpräsidenten Kurt Beck die Ehrennadel. Ein markanter Ansteckschmuck in Form des Rheinland-Pfälzischen Wappens.

Görlitz, 26. Mai. Die Görlitzer Goldschmiede-Innung unternahm eine Reise nach Schlesien.

Braunschweig. Die Juwelier, Gold- und Silberschmiede-Innung Braunschweig hat einen neuen Vorstand gewählt. Er setzt sich wie folgt zusammen: Obermeister Hans-J. Wiegleb, stv. Obermeister Jens-Christian Peters, Vorstandsmitglied Andreas Morgenroth, Lehrlingswart Stefan Weiß, stv. Lehrlingswart Dirk Hanemann, Gesellenprüfungsmitglied Thomas Dinger, Schriftführerin Katrin Peters, Kassenprüfer Joachim Graßhoff und dem Ausstellungsausschuss bestehend aus Frau Braun und Stephan Mrochen.

Idar-Oberstein. Goldschmiedemeister Wolfgang Wild kann in diesem Jahr auf 25 Jahre Selbstständigkeit zurückblicken. Aus diesem Anlass überbrachte der stv. Innungsobermeister, Franz Risch, sowie der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Birkenfeld, Klaus Meng, im Namen des Handwerks und aller Innungskollegen die besten Wünsche. Als Dank und Anerkennung überreichten sie Herrn Wild eine Ehrenurkunde der Handwerkskammer Koblenz sowie ein Blumenpräsent.

Frankfurt, am 30. Mai. Die Goldschmiede-Innung Frankfurt a.M. präsentierte sich auf dem Renntag des Handwerks. Neben der Präsentation feiner Goldschmiedearbeiten startete um 14:30 Uhr das Rennen der Gold- und Silberschmiede-Innung sowie Juweliere. Die Innung stiftete vier Preise für dieses Rennen.

Münster. Im Rahmen eines feierlichen "Goldschmiede-Meister-Familienabends", zu dem Ulrich Schlattmann, stv. Leiter des HBZ Münster auch die rund 120 Gäste, Familienmitglieder und Freunde begrüßte, wurden insgesamt 17 Goldschmiedemeisterinnen und -meister mit dem Meisterbrief in der Tasche in die neue Phase ihrer beruflichen Laufbahn entlassen.

Wolfenbüttel, am 02. Juni. Im Alter von 76 Jahren verstarb Gold- und Silberschmiedemeister Eberhard Rullkötter. Nach Ausbildung und Ablegung der Meisterprüfung setzte sich Rullkötter vorbildlich für seinen Berufsstand ein. Von 1990 bis 1991 stand Eberhard Rullkötter dem Zentralverband als Präsident vor. Der Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere wird Eberhard Rullkötter ein ehrendes Andenken bewahren.

Bundesrepublik Deutschland. Im Handwerk haben im vergangenen Jahr 156.399 Auszubildende die Gesellen- und Abschlussprüfung bestanden. Damit hat sich die Erfolgsquote gegenüber dem Vorjahr bundesweit um 1,3 Prozent erhöht.

Stuttgart am 08. Juni. Die Gold- und Silberschmiede-Innung Stuttgart, Heilbronn, Reutlingen veranstaltete eine Fortbildung mit dem Thema: "Schmuckgestaltung mit dem Computer". Als Referent konnte Jürgen Marquart gewonnen werden.

Halle/Saale. Auf der Jahreshauptversammlung wurde die neue Obermeisterkette offiziell vorgestellt und eingeweiht. Das rund 1000 Gramm wiegende Schmuckstück wurde aus 925 Silber und 750 Rotgold von Goldschmiedemeister Steffen Bergner aus Weißenfels gefertigt. Der in der Kette enthaltene grüne Spinell wurde früher im Innungsbezirk Bitterfeld traditionell hergestellt.

Bundesrepublik Deutschland. Der Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere ruft zur Solidarität mit den Kollegen und Betrieben auf, die von den verheerenden Hochwasserschäden betroffen sind. Auch die Mannheimer Versicherung hat bereits ein Signal zur Unterstützung gegeben.

Schwäbisch Gmünd, am 19. Oktober. Mitgliederversammlung des Zentralverbandes. Präsident Wiegleb nahm drei Ehrungen vor: Obermeisterin Doris Raymann-Nowak, Schwäbisch-Gmünd und Obermeisterin Dagmar Pfaff, Kassel, bekamen die "Silbere Ehrennadel" des Zentralverbandes. Vizepräsidentin Uta Werner-Dick wurde die "Golden Ehrennadel" verliehen.

Präsident Wiegleb informiert die Mitgliederversammlung über eine in der Branche bisher einmalig gestaltet Kampange unter dem Arbeitstitel "Initiative Schmuck". Unter Einbezug aller Branchenverbände und der großen Branchenorganisationen wirde ein Arbeitskreis mit dem Namen "Juwelery Relations Group" ins Leben gerufen, die in Theorie und insbesondere Praxis Modelle, Kampangen, sonstige Aktivitäten, Marketingstrategien etc. erarbeiten und ausarbeiten soll. Ergänzt werden die Maßnahmen der JRG (Juwelery Relations Group) derzeit auch weiterhin von Aktivitäten des SIC (Schmuck Informations Centrums).

Der Zentralverband bittet alle Gold- und Silberschmiede-Meisterbetriebe der Geschäftsstelle in Königstein ihre Verantwortlichkeitsmarken - Meisterzeichen - Punzen zukommen zu lassen. Sowohl alte, historische Zeichen, wie auch die aktuellen Meisterzeichen und Verantwortlichkeitsmarken.

2003

Bremen, im Januar. Goldschmiedemeister Hans Bergner verstarb am 02. Januar 2003 nach längerer Krankheit. Sein berufliches Engagement führte den gelernten Goldschmiedemeister über Innung und Landesverband and die Spitze der beruflichen Organisation des Zentralverbandes. Von 1980 bis 1990 war er Präsident des Verbandes. Für sein über das normale Maß hinausgehende Engagement verlieh im der Bundespräsident 1985 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Dies ist nur eine der zahlreichen Ehrungen, die Hans Bergner im Laufe der Jahre zuteil wurde. Der Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere wird Hans Bergner ein ehrendes Andenken bewahren.

München, am 22. Februar. Anlässlich der INHORGENTA treffen sich interessierte Kollegen im Ratskeller in München zum zwanglosen Gedankenaustausch.

Braunschweig, im Februar. Auch im 772. Jahr der Innung Braunschweig fand wieder das traditionelle Lichtmessgans-Essen statt. An diesem Abend wurde Goldschmiedemeister Jost Nöschle zum Ehrengoldschmied geschlagen.

Hamburg, im Februar. Eine interessante Freisprechungsfeier hat die Goldschmiede-Innung Hamburg in diesem Jahr organisiert. Stolze 18 neue Gesellen hatten ihre Gesellenprüfung abgelegt.

Nürnberg. Zum Landesinnungsmeistser des Landesinnungsverbandes Bayern des Gold- und Silberschmiedehandwerks wurde Stefan Eiden gewählt.

Lübeck, am 06. März. Obermeister Klaus Tünnermann stellte sein Amt aus persönlichen, gesundheitlichen Gründen zur Verfügung und so wählten die Innungsmitglieder Martin Otte einstimmig zu seinem Nachfolger.

Oldenburg, am 19. März. Auf der Innungsversammlung wurde Michael Morawietz in seinem Amt als Obermeister, Jochen Kaltenbach als stv. Obermeister, Andreas Speckmann als Lehrlingswart und Klaus Olligs als Kassenwart bestätigt.

Ahlen, 30. April. Die 22 Gesellschafter des Fortbildungszentrums Ahlen der Deutschen Juweliere, Gold- und Silberschmiede trafen sich u.a. zur Neuwahl des Aufsichtsrates. Gewählt wurden: Werner Fischer, Gründer des Fortbildungszentrums und Ehrenpräsident des ZV, Hans-J. Wiegleb, Präsident des ZV, Benedikt Ruhmöller, Bürgermeister der Stadt Ahlen, Friedrich Obring, Unternehmer aus Ahlen, Dieter Ritter, Vorstandsmitglied der Volksbank Ahlen, Raphel Fischer, Obermeister der Innung Münster. In Abwesenheit gewählt wurden: Kurt Soucek, Obermeister der Innung Frankfurt und Dieter Schlüter, Obermeister der Innung Bielefeld.

Um die Internationalität des Fortbildungszentrums Ahlen und seine besondere Bedeutung in der Förderung der Gold- und Silberschmiedekunst herauszustellen, wird das Fortbildungszentrum in Zukunft den Zusatztitel "Europäische Akademie der Gold- und Silberschmiede Ahlen" führen.

Zwickau, am 30. Mai. Für diese Frühjahrstagung der Gold- und Silberschmiede hat der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Herrn Professor Dr. Georg Milbradt, die Schirmherrschaft übernommen.

Als neue Ehrenamtsträger begrüßt Herr Wiegleb Frau Regina Liebers, neue Landesinnungsmeisterin des LIV Sachsen, Herrn Stefan Eiden, neuer Landes­innungsmeister von Bayern und Herrn Ekkehart Schenk, neuer Landesinnungs­meister von Thüringen.

Als neue Obermeister im Kreis der Ehrenamtsträger begrüßte Herr Wiegleb Herrn Martin Otte, Innung Lübeck-Kiel und Herrn Herbert Cürvers, Innung Niederrhein.

Gemäß einstimmigen Präsidiumsbeschlusses vom 29. Mai 2003 wird Herrn Obermeister Hans-Heinrich Träger, Mülsen-St. Jacob, wegen seiner besonderen Verdienste um die Berufsorganisation des Gold- und Silberschmiedehandwerks und ins­besondere auch für die Integration der Kollegen/innen aus Ost und West die Goldene Ehrennadel einschließlich Ehrenurkunde verliehen.

Die gleiche Ehrung und hohe Auszeichnung der Verleihung der Goldenen Ehren­nadel des Zentralverbandes wurde Herrn Präsident Wiegleb zuteil. Im Namen des Präsidiums und des Zentralverbandes nehmen Vizepräsidentin Frau Werner-Dick und Präsidiumsmitglied Frau Meckel die Auszeichnung vor.

Für die nächste Amtsperiode werden Herr Norbert Strahler und Frau Dagmar Pfaff zu Kassenprüfern gewählt. Herr Guido Stegmann tritt die Nachfolge von Herrn Egon Ludwig im Referat Sachverständige an. Da Frau Braun und Herr Klinkhammer für das Referat Wirtschaft und Werbung nicht mehr zur Verfügung stehen, werden Herr Heitkamp und Herr Fischer dafür neu gewählt.

Oldenburg, am 07. Juli. Bei der Freisprechungsfeier haben vier Auszubildende im Gold- und Silberschmiedehandwerk der Goldschmiede-Innung Oldenburg/Ostfriesland mit Erfolg ihre Ausbildung beendet.

Kloster Irsee, am 01. November. "Der Geist von Kloster Irrsee" - unter diesem Motto fand in dem Schwäbischen Bildungszentrum Kloster Irrsee in der Nähe von Kaufbeuren die Herbsttagung des Zentralverbandes statt. Die Schirmherrschaft hatte der Mininsterpräsident des Freistaates Bayern, Dr. Edmund Stoiber übernommen. Für seine Verdienste um das Gold- und Silberschmiedehandwerk wurde dem frühren Landesinnungsmeister von Thüringen, Peter Urban, die "Silberne Ehrennadel" verliehen. Mit der "Cellini-Medaille" in Gold wurde wegen seiner Verdienste für den Beruf und die Berufsorganisation der ehehmalige Landesinnungsmeister von Bayern, Hans Bock, ausgezeichnet.

Bundesrepublik Deutschland, am 03. November. Bundesweit startete der Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e. V. mit den ihm angeschlossenen Mitgliedsbetrieben den "Tag der Goldschmiede".

Bundesrepublik Deutschland. 25 Jahre im Dienste der Gold- und Silberschmiede Mitteilungen des Zentralverbandes für das Juwelier-, Gold- und Silberschmiedehandwerk der Bundesrepublik Deutschland. Das Mitteilungsblatt des Zentralverbandes der "Tiegel" feiert 25. Geburtstag. 1983 entschied sich das Präsidium, den "Tiegel" in "Der Ring" umzubenennen.

2004

Bundesrepublik Deutschland, am 01. Januar. Die Neufassung der Handwerksordnung tritt in Kraft. Auch das Gold- und Silberschmiedehandwerk wurde zu einem zulassungsfreien Handwerk gemacht. Trotz vielfältiger Bemühungen im Vorfeld des Novellierungsverfahrens ist es dem Zentralverband nicht gelungen, das Gold- und Silberschmiedehandwerk in der Anlage A der HwO zu belassen. Der Zentralverband wird deshalb nicht resignieren sondern im Gegenteil alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen um eine erneuerliche Novelierung der HwO zu erreichen. Diesbezüglich haben wir den Zentralverband des Deutschen Handwerks um ausführliche Begründungen gebeten warum 41 Handwerke von ursprünglich 94 Handwerken in der Anlage A verbleiben dürfen und der Rest in Anlage B1 HwO abgestuft werden. Zusätzlich hat der Zentralverband den Deutschen Bundestag um ausführliche begründende Stellungsmaßnahmen gebeten.

Bayern. Die deutschen Gold- und Silberschmiede gedenken mit Hochachtung an das Lebenswerk ihres langjährigen bayrischen Landesinnungsmeisters und Obermeisters der Gold- und Silberschmiede-Innung Schwaben-Augsburg, Hans Kühn, der die Belange unseres Handwerks stets mit Vehemens, aber auch mit menschlicher Fairness und Großherzigkeit vertreten hat.

Würzburg, am 06. März. Insgesamt 21 Prüflinge wurden auf der Feier in Würzburg freigesprochen. Die Prüflinge kommen aus den Unterfränkischen, Oberfränkischen und Mittelfränkischen Innungen sowie der Innung Oberpfalz.

Dresden, 23.-25. April. Die Eligius Gilde lädt zum alljählichen Treffen nach Dresden ein.

Chemnitz, am 08.Mai. In diesem Jahr wurden sieben Goldschmiede-Lehrlinge freigesprochen und zwei Gesellen zur Meisterprüfung beglückwünscht. Landesinnungsmeisterin Regina Liebers begrüßte einige Ehrengäste. Darunter der Präsident des ZV Hans-J. Wiegleb, die Obermeister von Dresden, Görlitz, Leipzig, sowie den Ehrenobermeister von Dresden.

Ahlen, am 16. Mai. Im Rahmen der Gold- und Silberschmiedetage fand die Frühjahrsmitgliederversammlung in Ahlen/Westf. statt. Mit der "Silbernen Ehrennadel" wurden ausgezeichnet: Heinz-Jürgen Ahnefeld, ehemals Redakteur der GZ, Irene Wanhoff, Leiterin der Geschäftsstelle des ZV, Dipl.-Kaufmann Bodo Jonda und Raphael Fischer, Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung Münster. Turnusgemäß standen die Neuwahlen zum Präsidim an. Das Ergebnis der Wahlen bestägigte die bisherigen Amtsinhaber. Präsident bleibt Hans-J. Wiegleb. Als Vizepräsidenten bestätigt wurden Uta Werner-Dick und Bernd Swiekatowski. Ebenso bestätigt in ihrem Amt wurden Marion Meckel und Kurt Soucek.

Bundesrepublik Deutschland. Seit dem 08. Juli 2004 ist das neue UWG, Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerg, in Kraft getreten.

Würzburg. Neuer Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung Unterfranken ist Bernhard Thein. Er tritt damit die Nachfolge vom bisherigen Obermeister Rudolf Leder an.

Oldenburg, am 07. Juli. Bei der diesjährigen Freisprechung haben die 12 Auszubildenden im Gold- und Silberschmiedehandwerk der Goldschmiede-Innung Oldenburg/Ostfriesland mit Erfolg ihre Ausbilung beendet. Die Prüflinge wurden von Herrn Speckmann in alter Tradition mit den Ringriegel zum Goldschmied geschlagen.

Wolfsburg. Höchste Anerkennung wurde Präsident Hans-J. Wiegleb zuteil. Aus der Hand des Wolfsburger Oberbürgermeisters Rolf Schnellecke erhielt er das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Dresden, am 08. September. Das neue Grüne Gewölbe ist den Besuchern wieder zugänglich. Dresden erhält damit eine seiner größten Atraktionen zurück.

Halle/Saale, am 18. September. Goldschmiedemeister Egon Ludwig vollendet sein 75. Lebensjahr.

Stuttgart, im September. Die Goldschmiede-Innung Stuttgart-Heilbronn trauert um den viel zu früh verstorbenen Ehrenobermeister Manfred Kühner.

Braunschweig, am 22. September. Im Dom St. Blasii wurden in diesem Jahr die jungen Goldschmiede freigesprochen.

Gelsenkirchen, am 31. September. Hier fand die diesjährige Herbstversammlung des Zentralverbandes statt. Das Präsidium nahm zwei Ehrungen vor, Obermeister Kranefoed wurde die Silberne Ehrennadel verliehen, Hermann Galke war die Cellini-Medaille verliehen worden, die Ehrung erfolgt posthum.

Magdeburg, am 26. Oktober. Nach langer schwerer Krankheit verstarb der Goldschmiedemeister Hermann Galke kurz vor Vollendung seines 60. Lebensjahres. Unter anderem war Hermann Galke lange Zeit im Referat Sachverständige des Zentralverbandes tätig. Der Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e. V. wird Hermann Galke stehts ein ehrendes Gedenken bewahren.

Bundesrepublik Deutschland. Unter dem Titel "Goldschmied - alles außergewöhnlich" setzten Gold- und Silberschmiedebetriebe das Filmprojekt des Zentralverbandes der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e. V. aufgrund eines bestehenden Lizenzvertrages ein. Der Film zeigt dem Zuschauer den Goldschmied, seine vielfältigen subtilen Tätigkeitsfelder, seine Schmuckstücke von der Idee bis zur Entstehung des tragbaren und vollendeten Schmucks. Er eignet sich zur Vorführung im Schaufenster, zu Ausstellungen, Kinowerbung, zu Kundenveranstaltungen und Informationsabenden.

2005

München, im Februar. Während der INHORGENTA gab es eine gemeinsame Sitzung der Vorsitzenden des Bundesverbandes der Juweliere, Hans Luithle, des Präsidenten des Zentralverbandes Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik, Horst Valentin und des Präsidenten des Zentralverbandes der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e.V. Hans-J. Wiegleb.

Braunschweig, im Februar. Auch im 774. Jahr der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung Braunschweig fand das traditionelle Lichtmessgans-Essen im Gewandhauskeller in Braunschweig statt.

Halle/Saale, am 20. März. Zum Ausflu trafen sich Mitglieder der Innung der Gold- und Silberschmiede des Kammerbezirkes Halle/Saale in Sachsen-Anhalt. Im Landesmuseum für Vorgeschichte hattten die Teilnehmer eine Führung für die Ausstellung "Der geschmiedete Himmel" gebucht.

Wiesbaden. Zur Steigerung des Images der Handwerksmeister hat die Handwerkskammer Wiesbaden als neue Kurzbezeichnung für den Meistertitel das Kürzel "me." eingeführt und markenrechtlich unter Schutz stellen lassen. Der Begriff Meister und amit das "me." stehen für höchste Qualität des Produktes, für herausragende Leistungen, für die Spitze, für Persönlichkeit und Charakter.

Bundesrepublik Deutschland. Der Bayrische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber wurde vom Präsidenten des Zentralverbandes der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e.V., Hans-J. Wiegleb, mit der Ministerpräsidentennadel des Zentralverbandes geehrt.

Halle/Saale, am 2.+3. April. Die diesjährige Jahreshauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung fand im Hotel Landgut Ochsenkopf in der Dübener Heide statt.

Bayern. Anfang April verstarb Silberschmiedemeister Hans Bock im Alter von 55 Jahren. Die Familientradition wird von Tochter Monika Bock fortgeführt.

Stralsund, am 07. Mai. In der altehrwürdigen Ostseestadt Stralsund fand die Frühjahrstagung des Zentralverbandes der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere statt. Das Präsidium nahm zwei Ehrungen vor, Vizepräsident Bernd Swiekatowski wurde die Goldene Ehrennadel verliehen, Obermeister Claus Stabenow die Silberne Ehrennadel.

Unterfranken, am 24. Mai. Die Gold- und Silberschmiede-Innung bekam zur Hauptversammlung Besuch vom ZV Präsidenten Hans-J. Wiegleb.

Lübeck, im Juni. Die deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere trauern um Klaus Tünnermann. In der Zeit von 1990 bis 2003 war Tünnermann Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung Lübeck. Der Zentralverband wird ihm ein ehrenamtliches Andenken bewahren.

Niederbayern. Neuer Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung Niederbayern ist Andreas Reißmüller. Er tritt damit die Nachfolge vom bisherigen Obermeister Christian Buchner an.

Achen, im September. Im Alter von fast 83 Jahren verstarb der Gold- und Silberschmiedemeister Gerhard Thewis. Von 1963 bis 1970 war Thewis stv. Obermeister der Innung Aachen, von 1970 bis 1986 Obermeister. In Anerkennung seiner Verdienste wurde er 1986 zum Ehrenobermeister gewählt.

Freiburg-Südbaden. Die Mitglieder der Goldschmiede-Innung haben einen neuen Vorstand gewählt. Neuer Obermeister ist Dieter Lechler aus Freiberg. Stellvertreter sind Thomas Landwehr aus Elzach und Jürgen Wiedemann aus Freiburg.

Berlin, am 23. Oktober. Diese Mitgliederversammlung stand unter dem Leitwort: "Vergangenheit pflegen, Gegenwart gestalten, Zukunft gewinnen!"

Gemäß einstimmigem Präsidiumsbeschluss werden Herrn Leder und Herrn Strahler die Silberne Ehrennadel des Zentralverbandes verliehen.

Grundlegende Änderungen im Bildungswesen sind: Master (of art) statt Meister und Bachelor statt Geselle. Präsident Wiegleb rief alle Anwesenden dazu auf, das Kürzel "me." als Ausdruck des Meistertitels zu nutzen.

Deutschland, am 05. November. Bereits zum dritten mal öffneten die Goldschmiede ihre Ateliers und Werkstätten zum "Tag der Goldschmiede".

2006

Hamburg. Aus gleich drei Kammerbezirken sind in Hamburg nach erfolgreicher Gesellenprüfung die Silberschmiede und 15 Goldschmiede freigesprochen worden. Die Obermeister Marion Meckel, Hamburg, Uwe Frieß, Flensburg, und Martin Otte, Lübeck, haben gemeinsam die Zeugnisse übergeben.

Bayern, am 26. März. Über 100 Gäste sind ins Münchner Künstlerhaus zur Freisprechungsfeier der Junggesellinnen und Junggesellen des Prüfungsjahrganges 2006 gekommen. Die achtzehn "frisch gelöteten" Gesellen kommen aus Oberbayern, Niederbayern und Schwaben.

Osnabrück, am 23. April. Die Ausbildungssituation und die Auswirkung en der letzten Novellierung der Handwerksordnung (HwO) standen im Mittelpunkt der Landesverbandstagung des Landesinnungsverbandes (LIV) der Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere Niedersachsen im "Haus der Innungen" in Osnabrück.

Braunschweig, am 25.Mai. XIII. internationaler Benvenuto Cellini Wettbewerb. Schirmherr ist der Niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff. Die Preisverleihung und die Ausstellungseröffnung fand im Landesmuseum statt.

Braunschweig, am 26. Mai. Die Gold- und Silberschmiede-Innung feiert 775 Jahre Innung Braunschweig. Ihre Dinge selbst zu regeln, diese Recht wurde den Goldschmieden zu Braunschweig im Jahre 1231 verliehen. Als erste Gilde der Stadt erhielten die Goldschmiede das Recht der freien Meisterwahl.

Braunschweig, am 27. Mai. Präsident Wiegleb begrüßt die Delegierten zur Mitgliederversammlung. Als neue Ehrenamtsträger begrüßt Herr Wiegleb Frau Werner-Dick, Landesinnungsmeisterin von Bayern und Herrn Robertz, Landesinnungsmeister von Nordrhein-Westfalen.

Im Namen des Zentralverbandes wird Frau Wanhoff und Herrn Jonda durch Herrn Präsident Wiegleb für ihre Verdienste für den Zentralverband und insbesondere für die gesamte Branche die Benvenuto Cellini-Medaille verliehen. Frau Wanhoff und Herr Jonda bedanken sich ausdrücklich für die harmonische und konstruktive Zusammenarbeit mit Präsidium und Ehrenamtsträgern.

Königsstein/Osnabrück, am 01. Juni. Neuer Sitz des Zentralverbandes ist nunmehr Osnabrück. Die Geschäftsstelle ist bei der dortigen Kreishandwerkerschaft angesiedelt.

Stuttgart, am 08. Oktober. Das große "Familientreffen" des Zentralverbandes fand in diesem Herbst im Ralaxa-Waldhotel Schatten in Stuttgart statt. Zum ersten Mal wird die Zentalverbandstagung der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere in Kooperation mit dem Rühle-Diebener-Verlag durchgeführt.

Obermeister Rainer Fein, Innung Stuttgart, wurde mit der Silbernen Ehrennadel des Zentralverbandes ausgezeichnet.

Außerdem drehte sich auf der Herbsttagung alles um den goldschmiedischen Nachwuchs, denn die Gewinner des Wettbewerbes "Junge Cellinis" wurden hier prämiert.

Hannover, am 03. November. Robert Köthe, langjähriges Präsidiumsmitglied des Zentralverbandes, ist im Alter von 75 Jahren verstorben. Er hat sich über viele Jahre hinweg in der Innung, aber auch auf der Landes- und Bundesebene ehrenamtlich in vorbildlicher Weise für den Berufsstand der Gold- und Silberschmiede eingesetzt. Die Zentralverbandsmitglieder werden das Andenken an Robert Köthe in hohen Ehren halten.

Deutschland, am 04. November. "Es gibt keine bessere Möglichkeit, Schmuckliebhaber direkt anzusprechen, als den "Tag der Goldschmiede". Auch in diesem Jahr wurden wieder die Ateliers und Werkstätten für Interessierte geöffnet.

Hannover, im Dezember. Die Ministerpräsidentennadel hat ZV-Präsident Hans-J. Wiegleb an den niedersächsischen Regierungschef Christian Wulff verliehen. Wulff ist der fünfte Träger der Ministerpräsidentennadel nach seinem Amtsvorgänger Gabriel und den Länderchefs Beck (Rheinland-Pfalz), Milbrandt (Sachsen), und Stoiber (Bayern).

2007

Stuttgart, im Februar. Die Mitglieder der Gold- und Silberschmiede-Innung Stuttgart-Reutlingen haben ihren Vorstand turnusgemäß gewählt. Im Amt des Obermeisters bestätigt wurde Rainer Fein. Den Vorstand komplettieren Gerald Heinrich, Peter Baynczyk, Tina Morcher, Imke Sperling, Karin Fix und Thomas Mayer.

Halle/Saale, am 17. März. Im Alter von 77 Jahren verstarb Egon Ludwig. Die Innung Halle/Saale im Land Sachsen-Anhalt verliert in ihm einen Goldschmied mit bewundernswertem Einsatz für seinen Beruf und seine Kollegen. Unser Ehrenmitglied wird uns stets ein Vorbild beleiben.

Oldenburg, im März. Die Gold- und Silberschmiede-Innung Oldenburg-Ostfriesland hat den bisherigen Lehrlingswart, Andres Speckmann, zum neuen Obermeister der Innung gewählt. Er löst Michael Morawietz ab, der die Innung seit 2000 geführt hat.

Wolfsburg, im April. Ganz im Zeichen der handwerkspolitischen Diskussion hat die Landesverbandstagung gestanden. Zum Abschluss überreichte Präsident Wiegleb seinen Kollegen Horst Glüsenkamp ein Ahornbäumchen, verbunden mit dem Wunsch, es möge stetig wachsen und gedeihen, wie die wirtschaftliche Entwicklung und die erfolgreiche Arbeit der Berufsorganisation.

Braunschweig, vom 27. - 29. April. Hier fand das alljährliche Treffen der Eligius-Gilde statt. Neben einer Domführung und Besichtigung der Kypta hatten die Teilnehmer an den Eligiustagen auch die Gelegenheit, den Domschatz von St. Blasii zu besichtigen.

Mannheim, am 28. + 29. April. Auf dieser Mitgliederversammlung steht ein umfangreiches Arbeitsprogramm auf der Tagesordnung. Mit der „Silbernen Ehrennadel" des ZV und einer Urkunde werden der Obermeister der Innung Heidelberg/Mannheim Werner Welsch und Bernd Högerle von der Mannheimer Versicherung geehrt. Herr Dr. Krämer wird stellvertretend für das Team der Mannheimer Versicherung mit der goldenen "Cellini-Medaille" und einer Urkunde geehrt. Herr Telschow, der Nachfolger von Herrn Högerle stellt sich kurz den Mitgliedern vor und bekommt als kleines Dankeschön von Herrn Wiegleb eine Chronik überreicht.

Die Mitglieder einigten sich auf eine neue Empfehlung für die Ausbildungsvergütung auszusprechen.
1. Ausbildungsjahr: 220,00 €
2. Ausbildungsjahr: 250,00 €
3. Ausbildungsjahr: 305,00 €
4. Ausbildungsjahr: 320,00 €

Berlin, im Mai. Der Zentalverband macht sich in Berlin für die Gleichbehandlung der Gold- und Silberschmiede stark. Kurt Soucek, Uta Werner-Dick und Hans-J. Wiegleb besuchten das Kanzleramt.

Berlin, im Sommer. Der Berliner Goldschmiedemeister und frühere Obermeister Burkhard Grammerstorf. Die Mitglieder des Zentralverbandes sowie die Mitglieder der Gold- und Silberschmiede-Innung Berlin werden Burkhard Grammerstorf ein ehrendes Andenken bewahren.

Leipzig, am 17. August. Die Jury, bestehend aud Wolf-Rüdiger Galley, Stefan Toderov, Andreas Zachlod, Inge Priebe und Dr. Alfred Schneider waren mit dem Ergebnis des diesjährigen Wettbewerbs "Junge Cellinis" 2007 zurfieden. Aus über 100 Wettbewerbsstücken wählte die Jury fünf Preisträger aus. Die Stücke werden auf der MIDORA prämiert und ausgestellt.

Leipzig, 08. + 09. September. Mitgliederversammlung. Der Oberbürgermeister Burkhard Jung wurde die "Silberne Ehrennadel" des Zentralverbandes verliehen. Frau Marion Meckel und Herr Kurt Soucek wurden vom Präsidenten Wiegleb mit der "Goldenen Ehrennadel" des Zentralverbandes und einer Urkunde für besondere Verdienste ausgezeichnet.

Magdeburg, im Oktober. Die Gold- und Silberschmiede-Innung Magdeburg feiert im ihr 750 jähriges Jubiläum. Goldschmiedemeister Wolfgang Kreitsch fand in einem Buch über Goldschmiedezunft im Mittelalter Hinweise auf das Gründungsjahr der Magdeburger Innung, das nun sicher 1257 benannt werden kann. Damit ist die Innung Elbstadt nach der Innung Braunschweig die zweitälteste Goldschmiede-Innung Deutschlands.

Deutschland, am 03. November. Am Geburtstag von Benvenuto Cellini öffnen die Goldschmieden und Ateliers wieder ihre Pforten zum „Tag der Goldschmiede".

2008

Osnabrück , im Januar. Innungsobermeister Horst Glüsenkamp überreichte sieben Prüflingen die Gesellenbriefe. Neben wichtigen Mitgliedern aus Handwerk und Innung war auch der CDU-Landtagsabgeordneter Martin Bäumler zur traditionellen Lossprechung erschienen.

Münster. Zur Lossprechungsfeier erhielten die Auszubildenden eine besondere Einladung. Erstmals fanden die Feierlichkeiten in den Räumlichkeiten der CEM statt.

München, im Februar. Der INHORGENTA Auftritt des Zentalverbandes war ein voller Erfolg. Die Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten "Junge Cellinis" 2007 sorgten für anregende Gespräche. Mit dem Thema "Gedanken in Bernstein heute" entstanden tolle, zeitgemäße Stücke.

Regensburg, Ende April. Zur Jahrestagung traf sich die Gilde des heiligen Eligius. Spannende Vorträge, interessante Führungen und bayrische Schmankerl prägten das Wochenende.

Niederrhein, am 02. Mai. Im Alter von 83 Jahren verstarb Paul G. Hartkopf. Freunde, Kollegen sowie die gesamte Fachwelt bedauert den großen Verlust.

Regensburg, im Mai. Innerhalb weniger Tage verstarben Franz Riebel und Kurt Riebel. Dies bedeutete einen großen Verlust für die Gold- und Silberschmiede-Innung Oberpfalz-Kehlheim.

Regensburg, am 16. - 18.Mai. Sachverständigentagung und Mitgliederversammlung. Herr Wiegleb informiert die anwesenden Delegierten über zwei neue Obermeister, nämlich u. a. Herrn Obermeister Schulz aus Stralsund. Zudem freut man sich über die neue Innung Dresden-Oberlausitz mit Herrn Lehmann als weiteren neuen Obermeister.

Präsident Wiegleb überreicht Maximilian Dieterle die "Silberne Ehrennadel" des Zentralverbandes. Raphael Fischer erhält eine Uhr vom Zentralverband. Auch Herr Jagemann ergreift das Wort und lobt den Einsatz von Herrn Fischer und überreicht ihm einen Silberbecher.

Ahlen, im Juli. Das Fortbildungszentrum Ahlen (FBZ) heißt nun offiziell "Europäische Akademie der Juweliere, Gold- und Silberschmiede GmbH, Fortbildungszentrum Ahlen". Mit dieser Taufe zeigt sich das FBZ bewusst offen für internationale Gäste.

Mannheim, im September. Der ZV-Präsident ehrte während der Innungsversammlung langjährig ehrenamtlich tätige Mitglieder der Innung der Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere für den Handwerkskammerbezirk Mannheim. Geehrt wurden die Goldschmiedemeister Maximilian Hayart und Albert Kritter.

Chemnitz, 11. + 12. September. Unter dem Motte "Tag der Innungen" trafen sich die Obermeister des Zentralverbandes zur Herbstversammlung. Des Weiteren stand ein Empfang mit der Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und die Weihe der Obermeisterketten auf dem Programm.

Die sächsische Landesinnungsmeisterin Frau Regina Liebers wird vom Präsidium mit der "Silbernen Ehrennadel" und einer Urkunde geehrt und ausgezeichnet.

Magdeburg, am 27. September. Die Mitgieder der Gold- und Silberschmiede-Innung trafen sich zur Jahreshauptversammlung. Auf der Tagesordnung stand die Neuwahl des Obermeisters. Für den bisherigen Obermeister Frank Witteweg wählten die Mitglieder Ulrike Galke-Carl zur neuen Obermeisterin.

Deutschland. Der Zentralverband erklärt das 1. Adventswochenende, 29. November, zum"Tag der Goldschmiede". Der nach Beschluss in Regensburg in "Tag der offenen Goldschmiede" umbenannt wurde.

2009

München, im Februar. Der Zentralverband zeigte im Eingangsbereich der Hallen A1 und B" in großen Ausstellungsvitrinen zum ersten Mal die Obermeisterketten auf der INHORGENTA. Sie sollten den Besucher neugierig auf den Stand des Verbandes in der Designerhalle machen.

Hannover. Obermeister Konrad Karbe eröffnete in der netten Umgebung des Stadthallenrestaurants die Hauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung Hannover.

Osnabrück, am 12. Mai. In der Geschäftsstelle des ZV im Osnabrücker "Haus der Innungen" tagt die Jury, um die Sieger des Wettbewerbes "Junge Cellinis" 2009 zu ermitteln. Die Jurymitglieder, unter ihnen der Ehrenpräsident des ZV, Hans Klinkhammer, Irene Wanhoff, Dr. Ulrich Henn, Iris Grupe, Andras Beuchle und Susanne Schlimgen mussten in mehreren Wahlgängen die besten Einsendungen ermitteln.

Osnabrück, am 16. + 17. Mai. Mitgliederversammlung. Zu Beginn der Tagung versammelten sich die Mitglieder des Zentralverbandes im Friedenssaal des historischen Osnabrücker Rathauses. Danach begrüßten Kammerpräsident Voss und Kreishandwerksmeister Glüsenkamp die Mitglieder im "Haus der Innungen".

Der niedersächsische Landesinnungsmeister Horst Glüsenkamp wird vom Präsidium mit der „Benvenuto-Cellini-Medaille" und einer Urkunde ausgezeichnet.

Rinteln, am 07. Juni. Der Landesinnungsverband Niedersachsen traf sich zum niedersächsichen Landesverbandstag in Rinteln.

Koblenz. Zu einem vollen Erfolg gerieten bei bestem Wetter die Eligiustage 2009 der Deutschen Eligius-Gilde, zu denen Kurator Bernd Cassau viele Gilde-Mitglieder in Koblenz begrüßen durfte.

Frankfurt, im Juli. Anlässlich der TENDENCE in Frankfurt wurden die Arbeiten vom Wettbewerb "Junge Cellinis" 2009 mit dem Thema "Schmuck ist bunt - Opal im Schmuck" prämiert und ausgestellt. Danach gingen die Wettbewerbsstücke auf Deutschlandtournee (Hagen (NRW), Leipzig, Oberpfalz, Hamburg, Idar-Oberstein, Freiburg, Münster, Thüringen, Essen, Augsburg, München).

Idar-Oberstein, am 03. Oktober. Am Tag der Deutschen Einheit tagte der Zentralverband im Rahmen der INTERGEM-Messe in Idar-Oberstein.

Herr Obermeister Risch bekommt von Herrn Wiegleb den Abschlag des St. Eligius überreicht. Herr Prof. Brehpohl wird vom Präsidenten mit der „Silbernen Ehrennadel" des Zentralverbandes ausgezeichnet. Herrn Ruth und Herrn Jagemann wird zur Ehrung eine „Zentralverbandsuhr" überreicht.

2010

München, im Februar. Anlasslich der INHORGENTA wurde der Wolfsburger Goldschmiedemeister und Zentralverbands-Präsident Hans-J. Wiegleb zu Sprecher der "Kooperation Juweliere, Goldschmiede, Uhrmacher" gewählt.

Würzburg, am 07. März. Die Freisprechungsfeier der Gold- und Silberschmiede fand im Würzburger Goldschmiedehaus statt. Neben Obermeister Bernhard Thein waren die Gesellen aus den oberfränkischen, mittelfränkischen und unterfränkischen Innungen sowie der Innung Oberpfalz anwesend.

Braunschweig. Im 779. Jahr ihres Bestehens fand das traditionelle Lichtmessganz-Essen mit Freispechungsfeier der Goldschmiede-Innung Braunschweig statt.

Bamberg, am 23. - 25. April. 25 Jahre St. Eligiusgilde Deutschland. Das Weltkulturerbe Bamberg bescherte der Eligiusgilde drei herrliche Jubiläumstage mit viel Sonne und einen Hochgenuss an Kunst.

Wien, am 07. - 09. Mai. Sachverständingentagung und Mitgliederversammlung. Während dieser drei Tage tagten nicht nur die Mitglieder, sondern es wurden auch die Gewinner des "Benvenuto Cellini" Wettbewerbs geehrt. Herr Dr. Alfred Schneider wurde von Präsident Wiegleb mit der "Silbernen Ehrennadel" vom ZV geehrt.

Berlin, am 01. Juni. Der Zentralverband, vertreten durch seinen Präsidenten Hans-J. Wiegleb und sein Präsidiumsmitglied Hans-Ulrich Jagemann, geladen zu einem mehrstündigen Gespräch im Bundeskanzleramt.

Dortmund, am 03. Juli. Im Berufskolleg Essen-Ost fand die Preisverleihung zum Wettbewerb "Kultur Ring Kultur" statt. Der offene Wettbewerb wurde vom Landesinnungsverband Nordrhein-Westfalen ausgeschrieben und ist für Lehrlinge, Gesellen und Meister gleichermaßen.

Dortmund, am 25. Juli. Die Ausstellung "50 Meisterstücke aus 50 Jahren" zum 50-jährigen Bestehen des Technischen Freilichtmuseums in Hagen wurde eröffnet.

Würzburg, im August. Bernhard Thein, Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung Unterfranken und Präsidiumsmitglied beim Zentalverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e. V. überreichte dem Goldschmiedemeister Günter Engelhard das Goldene Siegel der Handwerkskammer Unterfranken und die Silberne Ehrennadel des ZV. Diese beiden hohen Auszeichnungen erhält Eberhard für sein Lebenswerk. Seit 1962 ist er in der Gesellenprüfungskommission vertreten, heute als Prüfungsausschussvorsitzender. Ausßerdem ist er seit 25 Jahren stellvertretender Obermeister der Innung Unterfranken.

Leipzig, am 4. - 6. September. Der Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e. V. und die Europäische Akademie, FBZ Ahlen sind mit einem Gemeinschaftsstand auf der MIDORA in Leipzig vertreten.

Aachen, am 11. + 12. September. Die Gold- und Silberschmiede-Innung Aachen feiert in diesem Jahr den 500. Gründungstag ihrer Zunft. Damit ist sie die älteste Innung im Handwerkskammerbezirk Aachen. Aus diesem Anlass fand eine große Geburtstagsfeier mit einer Live-Band, Schmuckausstellung und Tombular statt.

Straubing, im Oktober. Die Gold- und Silberschmiede-Innung Niederbayern veranstaltete einen digitalen Fotoworkshop in den Räumen der Gold- und Silberschmiede Leser. Dazu waren auch die Mitglieder der Innung Oberpfalz eingeladen. Alle Teilnehmer bekamen die Möglichkeit, mit ihrer eigenen Kamera ihre neu erworbenen Kenntnisse in die Praxis umzusetzen. Auch das anschließende Bearbeiten der Fotos am Computer war Teil des Programms.

Koblenz, am 16. + 17. Oktober. Mitgliederversammlung. Ursula Fischer und Klaus Näther wurden mit der "Silbernen Ehrennadel" vom ZV geehrt. Mit dem obligatorischen Bechertrunk wurden begrüßt Herr Wittlich, Handwerkskammerpräsident, Herr Börner, Kreishandwerksmeister, Herr Göttert von der Mannheimer Versicherung, Frau Foryta, neue Obermeisterin der Innung Berlin und Frau Prof. Brehpohl.

Osnabrück, am 15. November. Anmeldeschluss für den internationalen Wettbewerb "Junge Cellinis" 2011 mit dem Thema "Coole Männer".

Berlin, im November. Wie jedes Jahr rief die Berliner Gold- und Silberschmiede-Innung auch in diesem Jahr alle Lehrlinge zum Wettbewerb "Rolling Stone" auf. Das Thema lautete "Krise". Insgesamt nahmen 17 Lehrlinge teil. Mitte Septemer fand sich die Jury zusammen und ermittelte die Gewinner. Bei der Freisprechungsfeier wurden alle Preisträger geehrt und erhielten von der Familie B. Lorenz einen Brillianten.

Wolfsburg. Hans-J. Wiegleb, Goldschmiedemeister und Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juwelier e. V., überreichte dem Niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister die Ministerpräsidentennadel der Goldschmiede und Silberschmiede und steckte sie ihm ans Revers. Die Nadel ist Ausdruck des Amtes und zeigt immer etwas Besonderes des jeweiligen Bundeslandes.

2011-2020

Hildesheim, im Januar. Die Gold- und Siberschmiede-Innung Hildesheim-Göttingen veranstaltete im Baroksaal des Freimaurerhauses in Hildesheim einen Neujahrsempfang mit Freisprechung der neuen Gesellinnen. Die frischgebackenen Gesellinnen Anna Funke und Svenja Theierl erhielten ihre Zeugnisse.

Ahlen, 22. - 27. Januar. In der Europäischen Akademie, FBZ Ahlen fand in der Zeit die Sachverständigenausbildung statt. Guido Stegmann und Hans-J. Wiegleb, beides erfahrene Sachverständige, vermittelten in den Seminaren Wissen und Know-how. Am 28. Januar absolvierten die Teilnehmer die Sachkundeprüfung.

Ahlen, 29. + 30. Januar. In Zusammenarbeit mit dem Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e. V. veranstaltete das FBZ Ahlen eine Fortbildung für Sachverständige. Zum Abschluss der Fortbildung erhielten die Teilnehmer ihre Akkredetierung in den Sachverständigenrat des ZV sowie eine Bescheinigung zum Zweck der Vorlage bei den Kammern.

Osanbrück, am 31. Januar. In der Geschäftsstelle des Zentralverbandes der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e. V. in Osnabrück begutachtete eine fürnköpfige Jury die über 100 eingesandten Arbeiten zum Wettbwerb "Junge Cellinis" 2011, der in diesem Jahr unter dem Motto "Coole Männer" stand. Für den zum vierten Mal ausgeschriebenen Nachwuchswettbewerb hatten Auszubildende und ambitionierte Nachwuchskräfte des Gold- uns Silberschmiedehandwerks ihre eigens für diesen Zweck angefertigten Kreationen eingereicht. Nach sieben Stunden war es geschafft: Aus einer vielfalt von Schmuckstücken und Objekten wurden die herausragendsten Arbeiten ermittelt.

Braunschweig, am 02. Februar. Im 780. Jahr der Gold- und Silberschmiede-Innung Braunschweig - der ältesten Innung Deutschlands - fand die traditionelle Lichtegansfeier statt. Die Lichtegansfeier ist ein alter Brauch, der auf die Zeit um 1900 zurückgeht. Da die Goldschmiede vor Weihnachten meitst wenig Zeit zum feiern hatten, wurde das Festessen auf Maria Lichtmess gelegt. Verbunden wurde das Festessen mit der Freisprechungsfeier der Innung.

Hannover, im Februar. Hans-J. Wiegleb, Goldschmiedemeister und Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere, überreichte dem niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister die Ministerprädidentennadel der Goldschmiede und Silberschmiede und steckte sie ihm ans Revers. Die Nadel ist Ausdruck des Amtes und zeigt immer etwas Besonderes des jeweiligen Bundeslandes. Die Nadel von McAllister beispielsweise ziert das Niedersachsenross.

München, 25. - 28. Februar. Der ZV und das FBZ waren gemeinsam auf der INHORGENTA vertreten. Die Werke des internationalen Wettbewerb "Benvenuto Cellini" 2010 und die Wettbewerbsarbeiten "Junge Cellinis" 2011 wurden dort ausgestellt.

Hongkong, im März. Auf Einladung des Hongkong Trade Development Council besuchte das Referat Wirtschaft + Werbung des Zentralverbandes die Jewelery Fein in Hongkong.

Halle/Saale, 19. + 20. März. Die Gold- und Silberschmiede-Innung Halle/Saale führte ihre Jahreshaupversammlung in Lutherstadt Wittenberg durch. Während der Samstag der entspannten kultuellen Weiterbildung vorbehalten war, standen am Sonntag die berufliche Weiterbildung im Vordergrund.

Braunschweig, im Mai. Die Gold- und Silberschmiede-Innung Braunschweig wählte zu sechsten Mal Hans-J. Wiegleb zu ihrem Obermeister. Sein Stellvertreter ist Jens Christian Peters. Weiter wurde Andreas Morgenroth zum Vorstandsmitglied gewählt, Stephan Weiß zum Lehrlingswart und Katrin Erben zu seiner Stellvertreterin. Im Gesellenausschuss werden die Meister Stephan Weiß und Katrin Erben repräsentiert. Dem Ausstellungsausschuss steht Katrin Erben vor. Die Schriftführerin ist Katrin Peters, Kassenprüfer sind Katrin Erben und Stephan Weiß.

Hagen/NRW am 15. Mai. Im Freilichtmuseum Hagen, im Goldschmiedehaus, wurde die Ausstellung zum Wettbewerb "Junge Cellinis" eröffnet. Zu sehen sind die Stücke zum diesjährigen Thema "Colle Männer". Ingied Nordmann, Landesinnungsmeisterin von Nordrhein-Westfalen und stellvertretende Obermeisterin der Gold- und Silberschmiede-Innung Dortmund, sprach ein Grußwort zu Eröffnung.

Brandenburg, 13. - 15. Mai. Der Obermeister Hans-Ulrich Jagemann lud zur diesjährigen Mitgliederversammlung nach Brandenburg ein. Am Freitag nach der Anreise trafen sich die Kollegen zum gemeinsammen Erfahrungsaustausch. Lothar Voigt und Hans-Ulrich Jagemann wurden vom Präsidenten Hans-J. Wiegleb mit der "Benvenuto-Cellini-Medaille" für ihre Verdienste im Gold- und Silberschmiedehandwerk ausgezeichnet. Bernhard Thein erhielt vom ZV die "Silberne Ehrennadel".

Am Samstag begrüßte die Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann die Delegierten im Brandenburger Rathaus. Zum Dank erhielt sie von Hans-J. Wiegleb die Chronik des Zentralverbandes. Danach trafen sich die Delegierten im Tagungshotel zur Mitgliederversammlung. Parallel dazu wurden für interessierte Goldschmiede/innen Referate u. a. über Falschgeld und das richtige Verhalten bei Überfällen gehalten. Am Abend trafen sich alle wieder, um gemeinsam einen gemütlichen Abend zu verleben.

Am Sonntag informierte Herr Siggel, Richter beim Arbeitsgericht, die Teilnehmer über Arbeitsrecht, Arbeitsverträge und Abmahnungen. Danach wurde noch das Steuerrecht im Goldschmiedehandwerk behandelt.

Es war ein gelungenes und erfolgreiches Wochenende.

Rinteln, am 17. Mai. Die diesjährige Landesverbandstagung der niedersächsischen Gold- und Silberschiede fand ganz im Zeichen der Ausbildung statt. Die teilnehmenden Obermeister aus Niedersachsen formulierten als Ziel, die Qualität der Lehre im Gold- und Silberschmiedehandwerk sicherzustellen. Bei der Zusammenkunft im Hotel "Schaumburger Ritter" diskutierten sie unter dem Vorsitz von Landesinnungsmeister Horst Glüsenkamp auch die betriebsbegleitende Ausbildung und deren personelle Besetzung, die Kooperation mit berufsbildenden Schulen sowie die Gestaltung der Lossprechungsfeiern. Darüber hinaus tauschten sich die Ehrenamtsträger über eine effizientere Öffentlichkeitsarbeit und geeigente Maßnahmen zur Imagepflege aus.

Krakau, 27. - 29. Mai. Die diesjährige Tagung der Eligius Gilde fand in Krakau statt. Bernd Kassau, Kurator der Eligius Gilde, hatte dafür ein anspruchsvolles Programm zusammen gestellt. Besucht wurde die Marienkirche, die alte Universität, die Adalbertkirche, das Franziskanerkloster und die Annakirche. Am zweiten Tag standen der Wawel mit dem Krakauer Dom, das Königsschloss sowie die Schatzkammer mit Schmuck und Gerät aus der Renaissance und dem Barock auf dem Plan. Besichtigt wurden auch die Kirche Bernhard von Siena, die Michael- und die Stanislauskirche, die Katharina-von -Alexandira-Kirche und die Basilika der Regulären Laterankanoniker. Am Sonntag besuchte die Gilde noch das Czartoryski-Museum und das Nationalmuseum im Palast des Bischofs Erazm Ciolek. Im nächsten Jahr treffen sich die Mitglieder auf der Insel Reichenau am Bodensee.

Hannover, im Juni. Während der Hauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung Hannover wurde Goldschmiedemeister Andreas Bitter für sein langjähriges Engagement in der Nachwuchsförderung geehrt. Seit 1956 sind insgesamt 32 Lehrlinge in dem Hannoverschen Familienbetrieb ausgebildet worden. Daürber hinaus wurde bei der Hauptversammlung ein neuer Vorstand gewählt. Obermeister: Konrad Karbe, Garbsen; Stellvertetender Obermeister: Günther Meyer, Hameln; Kassenwart: Rainer Herrmann, Hameln; Lehrligswart: Michael Geaeber, Isernhagen; Schriftführer: Torsten Trautvetter, Hannover.

Ahlen, im Juni. Werner Fischer hat als erster Goldschmiedemeister im Bezirk der Handwerkskammer Münster den Diamantenen Meisterbrief erhalten. Zu diesem Anlass hatte sein Sohn und Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung Münster, Raphael Fischer, zu einem Empfang in das Museum im Goldschmiedehaus Ahlen geladen. Unter den Gratulanten waren Handwerkspräsident Hans Rath, Ahlens Bürgermeister Bendikt Ruhmöller und ZV-Präsident Hans-J. Wiegleb.

Leipzig, am 17. Juli: Der ehemalige Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung Leipzig, Uwe Matthiesen, verstirbt im Alter von 57 Jahren.

Frankfurt, 26. - 30. August. Der Zentralverband ist mit einem Stand auf der TENDENCE in Frankfurt vertreten.

Leipzig, 03. - 05. September. Der Ehrengast Raimund Dinglinger, Nachfahre vom Hofjuwelier August des Starken, Johann Melchor Dinglinger, eröffnete am Stand des Zentralverbandes der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juwelier e. V. und der Europäischen Akademie, FBZ Ahlen, das diesjährige prägen des Messetalers.

Hamburg, 09. - 11. September. Die Goldschmiede-Innung Hamburg, der Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e. V. und die Europäische Akademie der Juweliere, Goldschmiede und Silberschmiede, das FBZ Ahlen, stellten gemeinsam auf der USSIFA aus.

Freiberg, am 08. + 09. Oktober. Mitgliederversammlung. Bundesweit trafen sich die Obermeister und Obermeisterinnen aller Innungen zur alljährlichen Herbstversammlung in der Silberstadt Freiberg in Sachsen. Oberbürgermeister Bernd Erwin Schramm hielt zu Beginn der Tagung ein Grußwort und vermittelte einen Einblick in die Stadtgeschichte.

Bertram Berger, Goldschmied in Freiberg und Organisator der Tagung, wurde vom Zentralverband mit der „Silbernen Ehrennadel" und einer Urkunde für seine Verdienste im Gold- und Silberschmiedehandwerk ausgezeichnet.

Auf der Tagesordnung standen Themen wie die zahlreichen Messeauftritte, auf denen der Zentralverband in Zusammenarbeit mit dem FBZ Ahlen vertreten war, und der kürzlich abgeschlossene erfolgreiche Wettbewerb "Junge Cellinis" 2011. Es gab auch Gelegenheit zu besonderen Erfahrungen, abgestimmt auf die beruflichen Interessen der Teilnehmer: Eine seltene und für manchen auch ein wenig unheimliche Erfahrung stellte die Einfahrt in den Schacht „Reiche Zeche" dar. Im Schloss Freudenstein begeisterte die weltweit größte private Mineraliensammlung „terra mineralia", in der Obhut der TU Bergakademie Freiberg, die Teilnehmer der Tagung. Atemberaubende Exponate – mehr als 3.500 Minerale, Edelsteine und Meteoriten aus Fundstellen in Europa, Asien, Australien, Afrika und Amerika – zogen die Besucher in ihren Bann.

Hannover, am 02. November. In der VIP-Lounge der AWD-Arena in Hannover wurde die Landessiegerehrung im Leistungswettbewerb der Handwerksjugend abgehalten. Hans-J. Wiegleb, Vorstandsmitglied des LIV Niedersachsens und Präsident des ZV, überreichte der Gewinnerin ein Geschenk in Form eines Buches und eines Harzer Edelsteins.

Deutschland, am 5. November. Der Zentralverband lädt bundesweit zum "Tag der offenen Goldschmiede" ein.

Ahlen, am 07. November. Goldschmiedemeister und Ehrenpräsident des Zentralverbandes, Werner Fischer, wurde mit dem Ahlener Wirtschaftspreis für seine beruflichen Erfolge geehrt. Dazu gehören unter anderem die Gründung des Ahlener Goldschmiedemuseums und seine zahlreichen Ehrenämter.

Wolfsburg-Braunschweig, am 11. November. Goldschmiedemeister Hans-J. Wiegleb feiert sein 40-jähriges Dienstjubiläum.

NRW, am 10. November. Der Landesinnungsverband der Gold- und Silberschmiede sowie Juweliere NRW hat Karl-Heinz Bründt zum Ehren-Landesinnungsmeister ernannt. Aus diesem Anlass erhielt der Krefelder einen Weinbecher aus Silber mit einer aufwendigen Handgravur sowie eine Urkunde von der Landesinnungsmeisterin Ingid Nordmann überreicht.

Braunschweig, im Dezember. Goldschmiedemeister Joachim Graßloff wurde während der Mitgliederversammlung der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung Braunschweig zum Ehrenmitglied ernannt. Damit würdigten die Mitglieder sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement.

2012

Rinteln, am 29. Januar. Auf der Landesverbandstagung in Rinteln wurde der Wolfsburger Goldschmiedemeister Hans-J. Wiegleb einstimmig zum Landesinnungsmeister des Landesinnungsverbandes der Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere Niedersachsens gewählt. Der amtierende Landesinnungs- und Goldschmiedemeister Horst Glüsenkamp aus Osnabrück wurde nach zwölf Jahren zum Ehrenamtsinnungsmeister ernannt.

Niedersachsen, im Januar. Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff empfing den Niedersächsischen Handwerkspräsidenten Karl-Heinz Bley und eine Handwerksdelegation im Schloss Bellevue. Anlass war die Verleihung des Ehrenringes des Niedersächsischen Handwerks im Mai vergangenen Jahres für Wulffs Verdienste um das Handwerk.

Ahlen, im Januar. Nachdem Anfang des Jahres die Gesellinnen und Gesellen der Gold- und Silberschmiede-Innung Münster freigesprochen wurden, konnte sich nun eine ihrer Ausbilderinnen über einen Wanderpreis freuen. Gaby Gote aus Billerbeck nahm von Innungsobermeister Raphael Fischer "Das dynamische A" entgegen. Ihre ehemalige Auszubildende Jana Tschersich wurde Jahrgangsbeste und verhalf ihr somit zu dieser Auszeichnung.

Braunschweig, am 02. Februar. Die Gold- und Silberschmiede-Innung Braunschweig lud ihre Mitglieder zum traditionellen Lichtmessgans-Essen in das Hotel Aquaius in Braunschweig ein.

München, am 10. - 13. Februar. Der Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e. V. lädt im Rahmen der INHORGENTA zum Stand in die Halle C 2.

Frankfurt, am 15, Februar. Sieben Gesellinen und zwei Gesellen der Handwerkskammer Rhein-Main und Kassel erhielten ihre Freisprechung zum Goldschmiedehandwerk. Im festlichen Rahmen wurden dem Nachwuchs die Gesellenbriefe durch OM Kurt Soucek und Goldschmiedemeisterin Beate Schellhas, Vorsitzende des Prüfungsausschusses der Goldschmiede-Innung Frankfurt, überreicht.

Dresden, am 10. März. Im Deutschen Stuhlbaumuseum Rabenau fand die festliche Freisprechungsfeier der Gold- und Silberschmiede-Innung Dresden-Oberlausitz statt. Die Freisprechung erfolgte traditionell mit einem überarbeiteten Text aus dem Schuhmacherhandwerk von 1850 und einem Schluck aus dem silbernen Innungsbecher.

Erfurt, im April. Das letzte Aprilwochenende verbrachten die Mitglieder Gold- und Silberschmiede-Innung Thüringen und Brandenburg gemeinsam in Erfurt. Bei der Neuwahl des Brandenburger Innungsvorstandes wurden Obermeister Hans-Ulrich Jagemann, die stellvertretende Obermeisterin Inez Lanowski und als weiteres Vorstandsmitglied Anje Timm einstimmig wiedergewählt.

Reichenau, am 19. - 22. April. Die Eligius-Gilde traf sich in Reichenau am Bodensee, um zu tagen und gemeinsam die Insel und ihre schöne Umgebung zu erkunden.

Ostfriesland, im April. Die Gold- und Silberschmiede-Innung Oldenburg-Ostfriesland hat auf ihrer Versammlung Vorstandsneuwahlen durchgeführt. Im Amt bestätigt wurden Andreas Speckmann als OM, Jochen Kaltenbach als stell. OM, Jochen Kaltenbach als Lehrlingswart und Prüfungsvorsitzenden, Manfred Buchmesser als Kassenprüfer und Irene Mätzke-Rischmann als Schriftführerin. Die Innung feiert in diesem Jahr außerdem ihr 20-jähriges Bestehen.

Bayern, im Mai. Uta Werner-Dick, langjährige Landesinnungsmeisterin des Landesverbandes der Gold- und Silberschmiede Bayerns, ist für drei weitere Jahre in ihrem Amt bestätigt worden.

Schlewig, am 11. - 13. Mai. Goldschmiedemeister Uwe Frieß von der Gold- und Silberschmiede-Innung Lübbeck/Kiel organisierte die Mitgliederversammlung und erhielt für seine Verdienste für das Gold- und Silberschmiedehandwerk die "Silberne Ehrennadel" des ZV.

Thorsten Dahl, Bürgermeister von Schleswig, begrüßte die Tagungsteilnehmer. Präsident Hans-J. Wiegleb überreichte ihm als Dankeschöne eine Chronik des ZV.

Hans-Ulrich Jagemann wird von den Delegierten einstimmig zum neuen ZV-Präsidenten gewählt. Er löst damit Hans-J. Wiegleb ab, der das Amt zwölf Jahre innehatte. Zu den neuen Vizepräsidenten wurden Rainer Fein aus Stuttgart und Kurt Soucek aus Frankfurt gewählt. Das ZV-Präsidium komplettieren Maren Foryta aus Berlin und Bernhard Thein aus Würzburg.

Mehrheitlich beschlossen die Mitglieder die Verlegung des Geschäftssitzes von Osnabrück ins brandenburgische Cottbus zum Jahresanfang 2013.

Frankfurt, am 24. - 28. August. TENDENCE

Leipzig, am 01. - 03. September. MIDORA

Hamburg, am 07. - 09. September. USSIFA

Deutschland, am 03. November. "Tag der offenen Goldschmiede"