Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e.V. header image 5

1921 – 1930

1921

Berlin. Das Arbeitsgebiet des Geschäftsführers und des Syndikus im RV wird in eine Hand vereinigt. Der Vorstand wird auf 18 Mitglieder festgesetzt, von denen 10 vom RV und 8 von den Untervereinen vorgeschlagen werden.

Dresden. Robert Neubert, Graveurmeister in der Walburgisstraße 2, hält Kurse in der Gravierkunst ab (Dauer 1 bis 2 Monate!).

Berlin. Die Verbandszeitung erscheint erstmals unter dem Titel „Das Fachblatt“. Die Zeitung erscheint alle 14 Tage und wird den Mitgliedern kostenlos zugesandt.

Karlsruhe. Jahrestagung des deutschen Goldschmiede-Verbandes. Der Verband erhält seinen neuen Namen: „Reichsverband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede“.

Königsberg, vom 14. bis 21 August. Auf der „2. Ostmesse“ beteiligen sich viele Aussteller der Schmuckbranche.

Frankfurt/Hanau. Zu der Kunstmesse im Frankfurter „Römer“ stellt Emailkünstler Karl Lang, Lehrer an der Staatlichen Fachschule Hanau, seine Arbeiten aus.

1922

Dresden. W.O. Scharffenberg verstirbt im Alter von 81 Jahren.

100Leipzig, am 6. Februar. Wilhelm Diebener verstirbt. Diebener ist Gründer des gleichnamigen Verlages und Herausgeber der Deutschen Goldschmiede-Zeitung. Darüber hinaus ist er als Begründer des Verbandes deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede zu betrachten. Ausspruch von Wilhelm Diebener: „Ich begreife nicht, wie ein Mensch ohne Ideale das Leben lebenswert finden kann.”

Schwäb. Gmünd. Das Forschungsinstitut und Probieramt für Edelmetalle wird gegründet.

Leipzig, vom 4. bis 6. März. Die Edelmetall-, Uhren- und Schmuckmesse Leipzig wird abgehalten. Am Montag gemeinschaftliche Tafel (Gedeck 35,- Mark).

Friedrichroda, im März. August Bitterling, Goldschmiedemeister und Emailleur, eröffnet eine Emaillierwerkstätte und hält Lehrkurse für interessierte Kollegen gegen Honorar ab.

Dortmund, am 20. März. Außerordentliche Mitgliederversammlung der Goldschmiede- und Uhrmacher-Zwangsinnung Dortmund-Hörde. 90 Mitglieder und einige Gäste sind anwesend. Themen: Die Probleme der „schwankenden Wirtschaftslage“; die Preisgestaltung; die Lehrzeit und Ausbildung und andere. OM O. Trawny.

Berlin, am 29. März. Es verstirbt der Vorsitzende des Reichsverbandes Rudolf Menzel. Menzel entstammt einer alten Breslauer Goldschmiedefamilie, die nachweisbar seit 1668 viele prächtige Arbeiten für Breslauer und schlesische Kirchen schuf. Menzel wurde in Berlin nach Fischer Obermeister und später Ehrenobermeister.

Deutschland. Über die „DGZ“ werden kostenlose Ferienaufenthalte für Kollegenkinder organisiert.

Gera, am 27. April. Die Freie Vereinigung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede und Graveure zu Gera hält Versammlung.

Görlitz / Freiberg, 8. Mai. Exkursion der Görlitzer Goldschmiede-Innung nach Freiberg.

Dresden, im Mai. Die Goldschmiede-Meisterprüfung besteht Rudolf Stommer.

Deutschland. Wer kann die Meisterprüfung ablegen? „Wer die Gesellenprüfung bestanden hat und 3 Jahre als Gehilfe tätig war, oder wer vor dem 1. Oktober 1908 das 24. Lebensjahr vollendet und das Goldschmiedehandwerk fünf Jahre persönlich und selbständig, oder in bedeutender Stellung betrieben hatte, oder vor dem 1. April 1901 sein 17. Lebensjahr vollendet, eine zweijährige Lehrzeit und eine dreijährige Gehilfenzeit nachweisen kann.“

Leipzig. Im Verlag von Karl Hirsemann erscheint der erste von 4 Bänden „Das Grüne Gewölbe“. Autor ist der Direktor des Grünen Gewölbes Jean Louis Sponsel. Ein Band des Werkes kostet 1926 rund 240,- RM.

Hanau, vom 2. bis 5. Juni. Die Staatliche Zeichenakademie feiert 150-jähriges Bestehen.

Deutschland, im Juni. Reichskunstwart Dr. Redslob erlässt einen „Mahnruf“ an das Kunsthandwerk, alte Handwerkstechniken zu erhalten. „Es besteht“, schreibt Redslob, „ein großes kulturelles Interesse, die Erfahrungswerte handwerklichen und technischen Könnens zu erhalten.“

Neubrandenburg, am 2. Juli. Hauptversammlung der Mecklenburgischen Vereinigung. Vom RV ist Herr Altmann zu Besuch. Die anwesenden 24 Mitglieder diskutieren über die Gründung einer ANGOSI (Ankauf von Gold und Silber). Herr Altmann vom Reichsverband empfiehlt den Mecklenburger Kollegen, der „Valoren- und Reparaturversicherung“ näher zu treten.

Leipzig, vom 8. bis 9. Juli. Die „Tagung aller werktätigen Goldschmiede Deutschlands“ findet in Leipzig im „Grünen Baum“, Roßplatz 1, statt. Hauptthema: Die Existenzsorgen im Edelmetallgewerbe.

Stuttgart, vom 8. Juli bis 10. August. Der Reichsverband beteiligt sich mit einer Kollektivausstellung an der Ausstellung für Kirchengeräte und Kirchenschmuck. Aussteller sind u.a.: die Beuroner Klosterschule mit den Arbeiten von Bruder E. Fleckenstein und Pater Göser; Eduard Zieher aus Biberach; Jakob Wachter aus Babenhausen; Mendelssohn aus Hellerau bei Dresden; Fritz C.H. Mordhorst aus Kiel; Karl Zisch aus München; Hildegard Domitzlaff aus Leipzig; Ph. Oberle aus Pforzheim; P. Bruckmann & Söhne aus Heilbronn; die Kunstgewerbeschule Pforzheim und die Werkstätten Joh. Sturm, Erhard & Söhne; Josef Geiger und W. Klein aus Schwäb. Gmünd.

Döbeln, im Juli. Zusammenkunft von Vertretern zur Bildung eines Landesinnungsverbandes für Sachsen. Gewählt wurde ein Ausschuss, der für eine Gründung ganze Arbeit geleistet hat. Beschlossen wurde, mit Werbetätigkeit alle Kollegen für den LIV zu inte­ressieren.

Deutschland. Der Reichsverband des deutschen Handwerks schlägt der Reichsregierung vor, die Innungen und sonstigen Fachverbände eines bestimmten Handwerks zu Landesverbänden und diese wiederum einem Reichsverband zu unterstellen. Zurzeit bestehen in Deutschland Zwangsinnungen, Freie Innungen und Vereinigungen.

Deutschland, am 2. August. Panikstimmung an den deutschen Börsen. Der Wert des US-Dollars ist auf 860 Mark gestiegen.

Dresden. Goldschmiedemeister Franz Reschka, Annenstraße 34, feiert sein 25-jähriges Meisterjubiläum.

Nürnberg, am 12. August. Jahresversammlung des Vereins der Juweliere, Gold- und Silberschmiede Bayerns im Restaurant „Zum Krokodil“, Weintraubengasse. TOP 3: Neuwahlen; TOP 4 Regelung der Beiträge; TOP 6: Vorbereitung zum Reichsverbandstag in Coburg. Die Nürnberger Kollegen laden die Tagungsteilnehmer zum Besuch ins Germanische Museum nach Nürnberg ein.

1922

Coburg, vom 14. bis 16. August. Auf der RV-Tagung wird F.R. Wilm zum Präsidenten des Reichsverbandes gewählt. Er nimmt die Stelle des verstorbenen Rudolf Menzel ein. Um die Folgen der Inflation vom Verband fern zu halten, wird beschlossen, den Jahresbeitrag in Feingold zu entrichten.

Stuttgart, am 17. August. Vom Tagungsort Coburg besucht der RV die 7. Jugosi-Messe.

Schwäb. Gmünd. Die Staatliche höhere Fachschule für Edelmetallindustrie wird im laufenden Sommerhalbjahr von 206 Schülern, darunter 14 Schülerinnen, besucht.

Sachsen / Chemnitz, am 22. Oktober. Es gründet sich der Landesverband der Juweliere, Gold- und Silberschmiede im Freistaat Sachsen. Die Gründung, mit 6 Vorstandsmitgliedern und 10 Beisitzern, erfolgt in Chemnitz. Beisitzer sind folgende Herren: R. Müller, Meißen; Arno Hausding, Pirna; Paul Hüttel, Plauen; Carl Günther, Zwickau; Schröter, Zittau; Kappel, Bautzen; Dorn, Chemnitz; Scholtze, Leipzig; Steinwender, Aue; Schmidt, Dresden. Thema der 1. Sitzung ist unter anderem: „Klagen über wilde Aufkäufer“, „über das eigenartige Gebaren verschiedener Scheideanstalten“; und das „beliebte Thema“ „Wer darf sich Juwelier bzw. Goldschmied nennen“.

Sondershausen, am 29. Oktober. Gründung des Unterverbandes Thüringen, Sitz Erfurt, in Sondershausen. Der neugewählte OM Freibothe betonte in seinen Ausführungen die Wichtigkeit des Zusammenschlusses der Handwerker und forderte Maßnahmen zur Bekämpfung des „wilden Goldhandels“. München. Th. Heiden fertigt als Geschenk für den Reichsverband ein vornehmes Silberbesteck. Ausgestellt auf der Gewerbeschau in München.

Augsburg, im Dezember. Die Innung hat sich zu einer Genossenschaft vereinigt, um gemeinsam Gold, Silber und Juwelen anzukaufen.

Berlin, im Dezember. Der Reichsverband erwirbt das „Haus Berlin“. In der Pallasstraße 23 wird die Firma: Deutsche Juwelenhandelszentrale GmbH gegründet. Das Unternehmen beabsichtigt auch in weiteren größeren Städten Niederlassungen einzurichten.

1923

116Deutschland, am 3. Januar. Der Wert des US-Dollars steigt auf 7.525 Mark.

Deutschland, am 15. Januar. Französische Truppen besetzen Bochum, Witten, Recklinghausen und Dortmund.

Deutschland, am 18. Januar. Der Wert des US-Dollars erreicht 23.000 Mark.

Deutschland, vom 27. bis 29. Januar. Erster Parteitag der NSDAP in München. Innerhalb eines Jahres ist die Mitgliederzahl der Partei von 6.000 auf 55.000 gestiegen.

Deutschland, am 4. Februar. Die Franzosen dehnen das Besatzungsgebiet am Rhein weiter aus und besetzen die Städte Offenburg und Appenweier.

Deutschland. Die kleinste Handwerkerorganisation im Deutschen Reich wird gegründet. Es ist der „Reichsbund der Taschenuhrgehäusemacher“.

Deutschland, am 11. Mai. Der US-Dollar wird mit 40.500 Mark gehandelt.

Essen. Die Gold- und Silberschmiede-Innung wird gegründet. Ihr erster Obermeister wird August Busch.

Chemnitz, am 19. Mai. Die „freie Innung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede des Gewerbe-Kammerbezirkes Chemnitz“ hat ihren OM Arnold Brader, welcher den Vorsitz seit der Gründung geführt hat, aus Anlass seiner 20-jährigen Tätigkeit zum Ehrenobermeister ernannt.

Pforzheim, am 19. Mai. Die Kollmar & Jourdan AG beschließt zum 2. Juni eine Dividende von 1,5 Goldmark.

Hamburg. Verbandstag der Gold- und Silberschmiede in der Hansestadt.

Deutschland, am 1. Juni. Verabschiedung des Edelmetallgesetzes.

Deutschland, am 11. Juni. Erlass des Gesetzes über den Verkehr mit Edelmetallen, Edelsteinen und Perlen.

Deutschland, am 13. Juni. Der US-Dollar erreicht einen Wechselkurs von 100.000 Mark.

Dresden, im Juni. Die 1. Tagung des Landesinnungsverbandes in Dresden wird anberaumt (OM Gäbler, Dresden).

Deutschland, am 4. Juli. Die Preise im Inflationsjahr wachsen astronomisch; allwöchentlich werden in den Fachzeitschriften die „Multiplikatoren“ veröffentlicht. Am 4. Juli wurde in Leipzig für ein Gramm 585/- Bruchgold 62.100 Mark bezahlt. Für das 20-Mark-Stück gab es 820.000,00 Mark und für das Gramm Altplatin 570.000,00 Mark.

Bochum, am 13. Juli. Goldschmiedemeister Otto Altmann verstirbt im Alter von 73 Jahren. Altmann war Hofjuwelier und Mitinhaber der Fa. Louis Hennig. Er stammt aus einer alten Goldschmiede-Familie.

Deutschland, am 15. Juli. Das Gesetz über den Verkehr mit Edelmetallen, Edelsteinen und Perlen tritt in Kraft. Das Gesetz richtet sich gegen das „wilde“ und unkontrollierbare Aufkaufwesen der Inflationszeit.

Deutschland, am 30. Juli. Der US-Dollar überschreitet die Eine-Million-Mark-Grenze.

Gera, am 1. August. Es wird für Ostthüringen eine Zwangsinnung errichtet.

Deutschland, am 7. August. Für ein 20-Mark-Stück zahlt die Reichsbank über 5 Millionen Mark.

Die Edelmetallpreise:

1 Gramm Feingold 1.700.000,- Mark
1 Gramm Silber 45.000,- Mark
1 Gramm Platin 5.000.000,- Mark

Hamburg, vom 5. bis 11. August. Der Reichsverbandstag der Deutschen Juweliere, Gold- und Silberschmiede findet statt.

Weimar, am 15. August. Die erste Bauhaus-Ausstellung mit einem Vortrag des Architekten Walter Gropius eröffnet.

Leipzig, am 28. August. Es wird für ein 20-Mark-Stück 32.000.000,00 Mark;  für 1 g 800/- Bruchsilber  84.700,00 Mark und für 1 g Platin  20.000.000,00 Mark bezahlt!!

Deutschland, am 7. September. In New York wird der US-Dollar mit 53 Millionen Mark gehandelt.

Chemnitz, am 7. September. Bei Juwelier Bleyer verdient ein Goldschmiedegehilfe in dieser Woche bei 44 Stunden á 750.000,- RM = 33.000.000,- RM abzüglich Krankenkasse 1.773.000,- RM, Innungskasse 285.000,- RM, Lohnsteuer 806.200,- RM, Invalidenvers. 14.000,- RM, wöchentlich netto: 30.121.800,- RM, (dreißigmillioneneinhunderteinundzwanzigtausendachthundert Mark)

Berlin. Den 1. Preis für den Entwurf zur Berliner Obermeisterkette erhält Adolf Müller, Berlin.

Deutschland, am 17. September. Der US-Dollar steht bei 200 Millionen Mark.

Rheinland, am 21. September. Die Rheinlandkommission beginnt mit der Ausgabe von Notgeld.

Deutschland, im Herbst. 123 private Druckereien arbeiten für die Reichsbank und drucken auf 1723 Pressen Tag und Nacht Banknoten. Zuletzt wurden die Scheine nur noch einseitig bedruckt. Der höchste Wert lautete 10 Billionen Mark.

Deutschland, am 2. Oktober. Für einen US-Dollar werden 242 Millionen Mark gezahlt.

Freiberg. Notgeld gab neben dem Stadtrat und 14 anderen Firmen auch das Staatliche Sächsische Hüttenwerk Freiberg (Muldenhütte) heraus. Bekannt sind die Scheine von 500.000 Mark, 1 und 2 Millionen, sowie Anweisungen über 500.000 Mark, 1, 2, 3, 4, 5 Millionen, 3 und 20 Milliarden Mark. Am 29. Oktober 1923 wurde noch ein 50 Milliarden Mark-Schein herausgegeben. Das Entgelt für einen kaufmännischen Lehrling in der „Hütte“ im 1. Lehrjahr steigerte sich 1923 wie folgt: Im Juli 361.000,- Mark; im August 8.170.000,- Mark; im September 234.555.000,- Mark; im Oktober 12.923.330.000,- Mark; im November 6.191.000.000.000,- Mark; im Dezember nach der Stabilisierung der Mark dann 10,20 Mark.

Deutschland, am 10. Oktober. Der Wert des US-Dollars springt auf 2,9 Milliarden Mark.

Deutschland, am 13. Oktober. Der Reichstag verabschiedet das Ermächtigungsgesetz. Der Reichswehrbefehlshaber in Sachsen, Alfred Müller, verbietet die proletarischen Kampfverbände (Proletarische Hundertschaften). Der sächsische Finanzminister Paul Böttcher (KPD) ruft zur Bewaffnung der Proletarischen Hundertschaften auf.

Deutschland, am 16. Oktober. Die Reichsregierung gibt die Errichtung der Deutschen Rentenbank bekannt. Damit sind die Voraussetzungen für den Übergang zur Rentenmark geschaffen.

Deutschland, am 19. Oktober. Der US-Dollar kostet 12 Milliarden Mark.

Deutschland, am 29. Oktober. Reichspräsident Ebert ermächtigt die Reichsregierung zur Reichsexekutive gegen

Sachsen. Die sächsische SPD/KPD-Regierung wird abgesetzt. Erste deutsche Radiosendung in Berlin.

Deutschland, am 8. und 9. November. Hitler-Putsch: Adolf Hitler verkündet im Münchner Bürgerbräukeller die „Nationale Revolution“, erklärt die bayerische Regierung für abgesetzt und proklamiert den „Marsch auf Berlin“. Die Landespolizei schlägt an der Münchner Feldherrnhalle den Putsch gewaltsam nieder. Die NSDAP wird verboten.

Deutschland, am 11. November. Der US-Dollar steht bei 631 Milliarden Mark.

Deutschland, am 15. November. Es kostet ein Pfund Brot 80 Milliarden Mark, 1 Pfund Fleisch 900 Milliarden Mark, ein Glas Bier 5,2 Milliarden Mark.

Deutschland, am 16. November. Die Deutsche Rentenbank beginnt mit der Ausgabe der neuen Rentenmark. Für 1 Billion Mark wird eine Rentenmark ausgezahlt.

Deutschland, am 1. Dezember. Höhepunkt der Inflation! Es kostet ein Pfund Brot 260 Milliarden Mark, 1 Pfund Fleisch 3,2 Billionen Mark. Eine Billion Inflationsmark wird in eine Goldmark umgetauscht.

1924

Deutschland, am 1. Januar. Die Goldschmiede haben eine Inventur mit „Goldwertbilanz“ zu erstellen. 1 Reichsmark = 1/2784 kg Gold = 0,3591 gr.

Deutschland. Auf Edelmetallerzeugnissen liegen 15% Luxussteuer.

Deutschland, am 4. April. Errichtung der Golddiskontbank im Deutschen Reich.

Dresden. Bei einer Einschätzung der Diamanten im Grünen Gewölbe kommt man auf ein Gesamtgewicht von rund 7.000 Carat.

Erfurt. Als Tagungsort für die Zentralverbandstagung kündigt sich Erfurt an.

Meißen, vom 14. bis 16. Juni. Der 3. Verbandstag des sächsischen Landesinnungsverbandes wird einberufen. Anwesend Herr Direktor Altmann vom RV. Tagungslokale: „Kellermeister“, „Hamburger Hof“ und „Burgkeller“. Montag: Besichtigung der Porzellan-Manufaktur, des Domes und der Albrechtsburg und Spaziergang nach der „Bosel“. Vors. OM des LIV Alfred Gäbler, Dresden.

Deutschland, am 30. August. Das im Zuge der Dawes-Gesetze erlassene neue Reichsbankgesetz sieht die internationale Kontrolle der Reichsbank vor. Die Ende 1923 eingeführte Rentenmark wird in Reichsmark umbenannt.

Dresden. Die Landesbildstelle Sachsen wird gegründet. Die Bildstelle ist eine Abt. der Sächs. Landesbibliothek und bewahrt rund 1,6 Mio. Bildmotive auf.

Leipzig, im Oktober. Die Werkufa gibt eine 84-seitige Broschüre mit viel Firmenwerbung mit dem Titel „Reichs-Mindest-Tarif der Reparatur-Preise von Goldschmiede-Arbeiten an Wiederverkäufer“ heraus. Die Ladeninhaber sollen auf die Preise 50% Aufschlag nehmen bei Abgabe an Privatkunden. Alle Preise gelten für abgabefertige Ware, also poliert usw. Es sind Mindestpreise, unter denen keine Arbeit abgegeben werden soll. Örtliche Zuschläge sind zulässig! Für Zinn verlötete oder hart verschmolzene Arbeiten werden Erhöhungen bis zum doppelten Preis des Mindesttarifes berechnet.

Berlin. Einer der bedeutenden Gold- und Silberschmiede der Zeit, Josef Wilm, verstirbt.

Deutschland. Der Reichsverband gründet eine „Einbruchskasse“ und eine „Sterbe­kas­se“. Weiterhin empfiehlt er für seine Mitglieder eine Valorenversicherung, eine Feuer­versicherung, eine Reparaturversicherung und eine Versicherung des Privatmobiliars gegen Feuer und Einbruchsdiebstahl. Anfragen an die Geschäftsstelle des Reichsverbandes, Berlin W.57, Kurfürstenstraße 21/22.

1925

110Berlin, am 18. Januar. Die Innungsmitglieder beschließen auf ihrer Versammlung einstimmig die Anschaffung einer Obermeisterkette.

Berlin, am 20. Januar. Juwelier-, Gold- und Silberschmiedezwangsinnung in den Gemeinden Schöneberg, Friedenau, Steglitz, Deutsch-Wilmersdorf und Charlottenburg tagt. 1. Quartalsversammlung in „Rotes Haus“ Nollendorfplatz. Der neue OM Gustav Ostwald begrüßt Herrn Leidecke vom RV, Vorstandsmitglieder der Berliner und der Potsdamer Innung. Hauptthemen des Tages sind die Verbandsbildung im Großraum Berlin. Ziel: Gemeinsamer Beitritt zum RV.

Leipzig, am 7. Februar. Die Schmelz-, Probier- und Scheideanstalt Deutscher Goldschmiede – Windmühlenstraße 44 – hat Liquiditätsschwierigkeiten. Der gesamte Aufsichtsrat legt die Ämter nieder. Tags darauf wird der neue Aufsichtsrat auf der Generalversammlung gewählt. Die Leitung übernehmen die Herren Schubert, Treiber, Räbel aus Leipzig; Direktor Altmann und Herr Esdohr aus Berlin; Herr Jahr aus Gera und Herr Hampel aus Halle. Die Leitung der Genossenschaft wird Chemiker Weigand, dem Direktor Häuser und dem Goldschmied Steinwachs übertragen. Gegründet wurde die Genossenschaft Anfang 1923 von Goldschmieden und Mitgliedern der Vereinigung der Werkstätten und Fabriken im Edelmetallgewerbe Deutschlands, der „WERKUFA“, die als Organisation dem Reichsverband Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede angeschlossen ist.

Stuttgart, vom 13. bis 17. Februar. Die zwölfte Edelmesse „JUGOSI“ wird abgehalten.

Leipzig, im Februar. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Kunstgewerbevereins Leipzig werden im Grassi-Museum auch hervorragende Gold- und Silberschmiedearbeiten gezeigt. Besonders zu erwähnen sind die Arbeiten des erst kürzlich verstorbenen Silberschmieds Joseph Wilm, die des Weißenfelser Silberschmieds Kurt Poetsch und die Goldschmiedearbeiten von Johann Michael Wilm.

DGZ, vom 7. März. Die Deutsche Goldschmiede-Zeitung schreibt zwei Wettbewerbe aus.

Deutsches Reich, Anfang März. Die Reichsregierung hebt die aus Gründen der Selbsterhaltung während des Krieges eingeführten Ausfuhrverbote letztendlich auch für Edelmetalle auf.

Schwäbisch Gmünd, im Frühjahr. Die Staatliche Fachschule erhält eine neue Metalldrückerwerkstätte. Das Arbeitsministerium stiftet 500 Mark und einige Firmen stellen die Maschinen zur Verfügung.

Weimar, am 1. April. Das Bauhaus in Weimar löst sich aufgrund eines Beschlusses der konservativen Landesregierung in Thüringen auf und siedelt nach Dessau über. Vorausgegangen sind Anfeindungen der Rechtspresse, die das Bauhaus als „kommunistische Zentrale sowjetischer Aufmachung“ diffamierten.

Berlin, am 16. April. Das Stammkapital der Fa. Deutsches Goldschmiedehaus GmbH ist auf 40.000 RM umgestellt.

Oppeln, am 10. Mai. Versammlung der Innungsmitglieder der Oberschlesischen Goldschmiede, Juweliere, Uhrmacher, Optiker und Graveure.

Breslau, am 25. Mai. Die „Schlesische Rundfunkstunde“ A.-G. in Breslau sendet einen Werbevortrag unter dem Thema „Schmuck und Mode“. Verfasser ist die Schriftleitung der „DGZ“. Der Vortrag wurde bereits mit großem Erfolg in Berlin, Leipzig, Stuttgart, Königsberg und Münster gesendet.

Pforzheim. Die hiesige Goldschmiedeinnung besteht 25 Jahre. Deutschland.

Die Edelmetallpreise am 22. Mai 1925:

Gold für ein Gramm 2,82 Reichsmark
Platin für ein Gramm 15,20 Reichsmark
Silber für ein Kilogramm 93,50 Reichsmark

Pforzheim / Schwäb. Gmünd, im Juni. Lohnkämpfe in der Bijouterie-Industrie. Gefordert werden in Pforzheim Spitzenmindestlöhne von 0,72 RM; Akkordgrundlage von 0,85 RM. Erkämpft werden folgende Löhne: ab 21. Juli = 0,66 RM; ab 1. August = 0,68 RM; ab 19. September= 0,69 RM. In Schwäb. Gmünd wird der Lohn von 0,58 RM auf 0,70 RM erhöht.

Leipzig, im Juni. Die Fachzeitschrift „Deutsche Edelmetall-Kunst“ geht an den Verlag Wilhelm Diebener und wird mit der „Deutschen Goldschmiede-Zeitung“ verschmolzen. Das alte Fachblatt erscheint im Juni 1925 zum letzten Mal; der Herausgeber Dr. Dessauer wird vom Diebener Verlag in den Redaktionsstab aufgenommen.

Berlin, am 1. Juli. Der Vorsitzende der „Werkufa“, Hans Julius Müller, legt sein Amt nieder. Herr Müller wird gebeten, die Austrittserklärung zu annullieren und sein Amt weiter zu führen. Müller nimmt den Wunsch an. Müller ist auch der geistige Vater der Scheideanstalt Leipzig. Neuer Vorstand der „Werkufa“: H.J. Müller, Reinhold Pohl, Paul Schubert, Georg Dombrowski, Richard Rost (alle aus Leipzig), Hermann Esdohr, Berlin, Arthur Neff, Dortmund. Die Vereinigung der Fabrikanten und Werkstätten im Edelmetallgewerbe Deutschlands e.V. (Werkufa) hat ihren Sitz in Leipzig, Schloßgasse 20, 2. Stock.

Pforzheim, am 21. Juli. Streik in der Pforzheimer Schmuckwarenindustrie. Die Polizei treibt in der Bahnhofstraße die Streikenden mit Gummiknüppeln auseinander. Gefordert wird der Spitzenlohn von 66 Pfg., ab 1. August 68 Pfg. und ab 19. September 69 Pfg. Fulda. Der Hofjuwelier und Domgoldschmied Wilhelm Rauscher ist im Alter von 62 Jahren verstorben. Rauscher gilt als Begründer der Fuldaer kirchlichen Kunst, die mit seiner Firma Weltruf erlangte.

Leipzig. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des K.G.V. (Kunstgewerbeverein) wird im Grassi-Museum eine Ausstellung gezeigt. Aus dem Schmucksektor sind folgende Künstler vertreten: Der kürzlich verstorbene Josef Wilm, Silberschmied; die Weißenfelser Silberschmiede Kurt Poetsch; Goldschmiedemeister Johann Michael Wilm.

Berlin, am 4. August. Im Reichsarbeitsministerium wird die Streiklage von Pforzheim behandelt.

Bautzen, am 9. August. Den 4. Verbandstag des Landesverbandes der Juweliere, Gold- und Silberschmiede im Freistaat Sachsen eröffnet in der äußersten Südostecke des Freistaates der Vorsitzende des Landesverbandes Herr Obermeister Gäbler aus Dresden. Gewählt wurden: 1. Vorsitzender Obermeister Gäbler, Dresden; Vorstandsmitglieder: Moosblech, Chemnitz; Resch, Bischofswerda; Ausschussmitglieder: Müller, Meißen; Kappel, Bautzen; Scholze, Leipzig; Hausding, Pirna; Bauer, Bischofswerda; Schmidt, Dresden; Kassenprüfer: Hausding und Bauer. Direktor Altmann vom RV hält einen Vortrag über die Aufgaben des RV. Er freute sich an der Tagung des Landesverbandes Sachsen teilnehmen zu können und lobte den LV als den „rührigsten innerhalb der Gesamtorganisation“.

Deutschland, im August.

Edelmetallpreise in Gramm:

Gold 2,80 RM,
Silber 0,10 RM
Platin 14,50 RM

Berlin. Es erscheint eine Denkschrift: „25 Jahre Deutscher Handwerks- und Gewerbekammertag 1900 – 1925“.

Dortmund, am 16. August. Auf der Goldschmiede-Tagung von Rheinland und Westfalen kritisierte Goldschmiedemeister Neff, dass der RV und die Werkufa eigene Wege gingen und wünschte einen Zusammenschluss beider Organisationen.

Pforzheim. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Fa. Kollmar & Jourdan wurde dem Generaldirektor Kommerzienrat Emil Kollmar der Titel Doktor Ing.h.c. verliehen.

Berlin, vom 7. bis 9. September. IV. Hauptversammlung der Werkufa im Berliner Hotel „Deutscher Hof“, Luckauer Str. 15. TOP: Das Stammkapital der „Goldschmiede-Haus-GmbH“ ist auf 40.000 RM umgestellt. Laut Beschluss vom 14. April 1925 ist der Gesellschaftsvertrag bezüglich des Stammkapitals und der Geschäftsanteile abgeändert. Die Geschäftsstelle der Werkufa wird nach Berlin verlegt. Der Jahresmitgliedsbeitrag in der Werkufa beträgt 8,00 RM. Folgende Ausschussmitglieder scheiden aus: Männle, Schwarzenberg; Jahr, Gera; Omanowsky, Berlin; Hartthaler, Chemnitz.

Berlin, vom 10. bis 14. September. Die 25. Tagung des Reichsverbandes wird in den prächtigen Räumen des ehemaligen preußischen Herrenhauses eröffnet. Der 1. Vorsitzende, Hofjuwelier F.R. Wilm, erteilte nach seiner Ansprache dem Syndikus des Reichsverbandes Direktor Altmann das Wort, der den Geschäfts- und Kassenbericht abgibt. Die Gesamtausgaben für den Reichsverband und das Fachblatt betragen etwa 35.000 RM. Als Überschuss verbleiben etwa 5.000 RM. Obermeister Mendelsohn forderte aus ökonomischen Gründen die Loslösung des Fachblattes. Der Mitgliedsgrundbeitrag für den Reichsverband beläuft sich auf jährlich 12,- RM, bei mehreren Teilhabern wird der Grundbeitrag 2 mal erhoben. Außerordentliche Mitglieder zahlen 36,- RM jährlich. Dr. Fuchs aus Stuttgart legt sein Amt als 2. Vorsitzender nieder. Weiter scheiden aus dem Vorstand aus: Kluge, Krebs und Frankenberg. Neu in den Vorstand werden gewählt: Esdohr, Schaper, Gadebusch. Zu Ehrenmitgliedern ernannt werden: August Merklein, Nürnberg; Ludwig Schmieth, Schwerin; Fritz Range, Kassel; Arthur Schmidt, Berlin; Peter Beetz, Hannover. Der Vorsitzende F.R. Wilm gibt bekannt, dass er eine Albrecht- Dürer-Medaille gestiftet hat, die vom RV zu den Verbandstagen in drei Exemplaren jährlich verliehen werden soll.

Schwäb. Gmünd, am 19. Oktober. Der Deutsche Goldschmiedetag wird in der Stadt abgehalten. Ausrichter ist der Verein der Juweliere, Gold- und Silberschmiede Württemberg. Die Teilnehmerkarte, einschließlich Mittagessen, wird für 10,- RM angeboten. Prof. Klein ist als Initiator des Tages zu bezeichnen, an dem knapp 50 Gäste teilnehmen. Direktor des RV Wilhelm Altmann, Berlin, berichtet über wirtschaftliche Tagesfragen.

Deutschland, im Herbst. Die Reichsregierung plant einen Stempelzwang einzuführen.

Berlin. Eine Monographie über Josef Wilm erscheint. Herausgeber ist die Verwaltung des Deutschen Goldschmiedehauses in Berlin W 8, Friedrichstr. 77. Pforzheim. Der Schmuckbetrieb Kollmar & Jourdan hat seine Fabrik in der Bleichstraße. Filialen befinden sich in Mühlhausen a.d.W., in Boxberg im Odenwald, in Neckarbischofsheim und in Grötzingen bei Karlsruhe. Vorstand Kommerzienrat Emil Kollmar als Generaldirektor und die Direktoren Otto und Max Kollmar.

Hanau. Goldschmied Prof. Joseph Limburg modelliert eine Auszeichnungsmedaille für den RV. Die Medaille wird „Dürer-Medaille“ genannt und von F.R. Wilm gestiftet. Davon sollen jährlich 3 Exemplare für hervorragende Leistungen für den RV verliehen werden. Münster. Goldschmiedemeister Bernard Lühn gründet sein Geschäft.

Deutschland. Im gesamten Jahr 1925 hat die unbefriedigende Lage in der Edelmetall- und Schmuckbranche angehalten. Das Ausfuhrgeschäft gestaltete sich schwierig. Deutschland. Die Verbandstage der letzen 25 Jahre fanden in folgenden Städten statt:
1900 in Berlin (Cellinifeier)     1908 in Heidelberg                            1919 in Kassel
1901 in Stuttgart                          1909 in Hannover                              1920 in Weimar
1902 in Dresden                           1910 in Berlin                                       1921 in Karlsruhe
1903 in Köln                                  1911 in Rothenburg                            1922 in Coburg
1904 in Halle                                 1912 in Breslau                                     1923 in Hamburg
1905 in München                        1913 in Goslar                                       1924 in Erfurt
1906 in Eisenach                         1915 in Berlin                                       1925 in Berlin
1907 in Kiel                                   1916 in Berlin
In den Kriegsjahren 1914, 1917 und 1918 fielen die Verbandstage aus.

1926

Leipzig, am 1. Januar. Obermeister Müller legt sein Amt nieder. Zum neuen Obermeister wird Herr Faber und in den Vorstand die Herren Berg und Dombrowski gewählt.

Neustadt a.d. Haardt, am 1. Januar. Auf Anforderung der Kreisregierung wird eine Zwangsinnung für das Gold- und Silberschmiedehandwerk der Pfalz gegründet.

Hanau / Dresden, im Januar. Im Hanauer Kunstverein hält Prof. D. Sponsel aus Dresden einen Vortrag über das Grüne Gewölbe und Dr. Dr. Hülsen referiert über Stilkunde.

Leipzig / Stettin, im Februar. Die Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Zwangsinnung Stettin beteiligt sich auf Antrag des Kollegen Schellmann als Genosse an der „Scheideanstalt Deutscher Goldschmiede Leipzig“ und zeichnet zehn Anteile.

Bautzen, am 14. Februar. Die Innung hält in Neugersdorf Versammlung. Hauptthema: „Kalkulations-Formulare“, die vom Reichsverband angefordert werden sollen. Der Kassenbestand der Innung beläuft sich auf 204,90 RM.

Zwickau, am 25. Februar. Eine Zwangsinnung wird für das Goldschmiedehandwerk im Bezirk der Kreishauptmannschaft Zwickau errichtet. In allen Zeitungen der Region wird die Errichtung der Zwangsinnung durch deren Kommissar D. Gerald, Zwickau, bekannt gemacht. Am 1. Mai nimmt die Zwangsinnung ihre Arbeit auf. Der Sitz wird nach Zwi­ckau verordnet. Auch die Schwarzenberger Goldschmiede – bis dato in Schwarzenberg- Aue mit den Uhrmachern in einer Innung – werden mit in Zwickau aufgenommen.

Deutschland. Die Fachverbände rufen im Frühjahr zum Kampf gegen die Luxussteuer auf. Die Steuer auf alle Edelmetallerzeugnisse beträgt 5%. Bremen, am 8. April. Versammlung der Goldschmiede-Zwangsinnung im Gewerbehaus. Koll. G. Schmidt richtet einen „Warnruf“ an die Meister, nicht mehr Lehrlinge einzustellen, als unbedingt nötig sei. Der Lehrvertrag sei kein Arbeits-, sondern ein Erziehungsvertrag; die Lehrlinge dürften nicht ausgenutzt, sondern sie sind gründlich und gewissenhaft auszubilden. Weiter beschließt die Versammlung den korporativen Austritt aus dem Reichsverband. Die Einzelmitgliedschaft bleibt jedem Kollegen freigestellt. Obermeister C. Kleymann.

Stade, am 12. April. Im Klubhaus der Stadt versammeln sich die Mitglieder der Uhrmacher- und Goldschmiede-Zwangsinnung für die Kreise Stade, Jork und Kehdingen. Anwesend 31 Mitglieder. Die Prüfungskommission der Goldschmiede bleibt in alter Besetzung. Als Ersatzmann für den Verbandstag in Segeberg wird Koll. Becker aus Freiburg gewählt.

Antwerpen, im April. Gründung der Organisation „Internationale Förderation der Fabrikanten-, Handwerk-, Groß- und Einzelhandels-Verbände des Juwelen- und Edelmetallfaches“ (B.I.B.O.A.). Präsident ist der Holländer Carel J. A. Beeger.

Berlin, im April. Die Werkufa erstellt eine Statistik für den Aufbau ihrer Organisation und bittet um Informationen, an welchen Orten und in welcher Weise Gold- und Silberschmiede mit Uhrmachern in Zwangs- oder in freien Innungen zusammengeschlossen sind. Adresse: Hermann Esdohr, Berlin S 42, Ritterstraße 96.Pößneck, am 2. Mai. Die Goldschmiede-Zwangsinnung für Ostthüringen hält Innungsversammlung im Ratskeller Pößneck. Kollege Stoephasius berichtet über die Gesellenprüfung. Weiter wird der „Abbau der Luxussteuer“ erläutert. Mittags wird ein Ausflug in die nähere Umgebung unternommen.

Deutschland, im Mai. Nach fast achtjährigem Ringen aller Fachverbände des Edelmetallgewerbes wird die „Luxussteuer“ abgeschafft. Berlin. Der Vorstand der „Werkufa“ ruft zur Bildung einer Wirtschaftsgemeinschaft der deutschen Gold- und Silberschmiede auf.

Weißenfels. Die Gold- und Silberschmiede-Zwangsinnung Naumburg-Weißenfels-Zeitz wird gegründet.

Berlin. Julius Faselt, Goldschmied und Graveur, Leiter der Berliner Schulwerkstatt, fertigt nach dem Entwurf von Adolf Müller die Berliner Obermeisterkette an.

Weimar, am 16. Mai, um 11 Uhr. OM Walter Reinbothe lädt zur 4. Versammlung der Zwangsinnung der Gold- und Silberschmiede, Sitz Weimar, ein. Es wird angeregt, dass der RV einheitliche Richtlinien zur Lehrlings- und Meisterprüfung herausgeben soll. Eine lebhafte Debatte entspinnt sich über die hohen Beiträge, die an den RV zu zahlen sind. Es wird beschlossen, trotz Anerkennung seiner Tätigkeit, dem RV die Beiträge zu kürzen.

Dresden. Robert Neuberts Buch „Renaissance-Monogramme“ wird im Verlag Hermann Schlag Nachf. Leipzig verlegt und kostet 2,30 M mit Porto und Verpackung.

Deutschland.

Die Edelmetallpreise am 19. Mai 1926 wie folgt:

Gold je Gramm: 2,80 Mark
Platin je Gramm: 11,90 Mark
Silber je Kilogramm: 90,50 Mark

Schwerin, am 30. Mai. Im Hotel „Reichshof“ versammelt sich die Vereinigung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede. Anwesend sind 26 Mitglieder (etwa 50%) und Herr Altmann vom RV.

Hannover, am Mittwoch den 9. Juni. Die Vereinigung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede der Provinz Hannover und Schaumburg-Lippe feiert im alten historischen Rathaus das 25-jährige Bestehen ihrer Vereinigung. Die Tagesordnung der Hauptversammlung umfasst 8 Punkte. Punkt 6: Delegierten-Wahl zum Verbandstag in Schwäb. Gmünd. Abends 8 Uhr Festessen im Hochzeitssaal. Gedeck 4,50 RM. Der Vorstand: Sewig, Höfer, Dangers, Gehrke, Böckeler.

Hindenburg/O.S., am 27. Juni. In Stadlers Marmorsaal finden sich die Mitglieder des Oberschlesischen Provinzialverbandes der Uhrmacher und Goldschmiede, Sitz Gleitwitz, zusammen.

Deutschland, am 29. Juni. Das Gesetz über den Verkehr mit Edelmetallen, Edelsteinen und Perlen tritt in Kraft und wird bereits 2 Tage später vom Reichspräsidenten Hindenburg geändert.

Sachsen. Bei einem Wettbewerb zur Beschaffung einer Rektoren-Amtskette für die Handelshochschule Leipzig wurde der Entwurf des Dresdner Goldschmieds Johannes Eckert ausgewählt und ihm die Ausführung der Kette übertragen.

Zwickau, am 11. Juli. Am Sonntag, dem 11. Juli, hält der sächsische Landesverband der Juweliere, Gold- und Silberschmiede seine diesjährige Hauptversammlung ab. Unter den zahlreichen Gästen anderer Verbände und Behörden ist die Anwesenheit von Direktor Altmann vom Reichsverband zu nennen. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Zwickauer Zwangsinnung „aus der Taufe“ gehoben. Weiter wurde festgestellt: „… dass unter den Goldschmieden Sachsens ein volles Verständnis für die ernsten Fragen unserer Zeit vorhanden ist.“Zum Obermeister der neuen Zwangsinnung wird Carl Günther, der sich um das Zustandekommen der Innung in besonderem Maße verdient gemacht hat, gewählt. Weitere sechs Vorstandsmitglieder sollen in der nächsten Sitzung nominiert werden.

Bremen, am 7. Juli. Chr. Kleymann lädt zur Mitgliederversammlung der Gold- und Silberschmiede-Zwangsinnung ein.

Schwäb. Gmünd, am 28. und 29. Juli. Die Staatliche Fachschule begeht ihr 150-jähriges Gründungsfest.

120Cottbus, am 16. August. Monatsversammlung der Freien Vereinigung Cottbuser Uhrmacher und Juweliere. Anwesend sind 13 Mitglieder. Es wird bekannt gemacht, dass ein hiesiger Gastwirt mit Weckern handle. Koll. Frank bringt die eingegangene Post des RV zur Kenntnis und berichtet über die Kölner Reichsverbandstagung.

Schwäb. Gmünd, vom 16. bis 20. August. Es wird der 25. Jahrestag des Reichsverbandes der Deutschen Juweliere, Gold- und Silberschmiede feierlich begangen. Herr Dr.h.c. Karl Boß hält die Einführungsrede zum Reichsverbandstag. Herr Schnauffer aus Dresden kritisiert die Umschreibung der Befugnisse des Vorstandes. Es wird bekanntgegeben, dass das „Goldschmiedehaus“ in Berlin erworben wurde. Leider konnten für die Geschäftsstelle des Reichsverbandes noch keine Räume freigezogen werden. Beklagt wird von der Mitgliedschaft, dass sich der Verband mehr den großen Juwelieren und nicht den kleinen Goldschmieden an der Werkbank verbunden fühlt. Der Reichsverband erhöht den Beitragssatz. Für die Berliner Innung beispielsweise auf jährlich 3.700,- RM. Die Folge war die einstimmige Entscheidung zum Austritt aus der Organisation.

Bochum, am 18. August. Versammlung der Uhrmacher- und Goldschmiede-Zwangsinnung Bochum. OM Hartwig eröffnet die Sitzung in der Gaststätte „Bürgergesellschaft“. TOP: Bericht über den RV-Tag in Köln.

Berlin, am 26. August. Das Juweliergeschäft von Rudolf Menzel, Dennewitzstraße, begeht sein 40-jähriges Geschäftsjubiläum. Leider ist Rudolf Menzel, ehemaliger RV-Präsident, vor kurzem verstorben. Das Geschäft wird jetzt von seiner Witwe geführt.

Berlin, am 16. September. Auf der „Werkufa“-Ortsgruppensitzung berichtet Kollege Esdohr, dass bei der jetzigen Zusammensetzung des Reichsverbandes eine Zusammenarbeit mit dem Selben nicht möglich wäre. Der 1. Vorsitzende der „Werkufa“ Berlin, Josef Drechsel, berichtet, er sei zur Zeit „noch Mitglied“ im RV.

Berlin, am 26. September. 1. Jahrestag der „Wilm-Kunstvereinigung“. Josef Wilm war vor 2 Jahren verstorben.

Dresden, am 6. Oktober. Die Goldschmiedekreis-Zwangsinnung tagt unter Leitung von Obermeister Gäbler. Unter anderem wird beschlossen, den Lehrlingen eine wöchentliche Entschädigung in Höhe von zwei, vier, sechs bis acht Mark zu zahlen.

Berlin. Beim RV wird weiter zielstrebig an der Gründung eines „Goldschmiedehauses“ gearbeitet.

Leipzig, vom 10. bis 11. Oktober. 4. Jahreshauptversammlung der „Werkufa“ wird in der Stadt ausgerichtet.

Plauen, am 17. Oktober. Die 2. Innungsversammlung der Goldschmiede-Zwangsinnung für die Kreishauptmannschaft Zwickau findet im Restaurant „Tunnel“ in Plauen statt. Die Tagung eröffnet der Obermeister Carl Günther, Zwickau. Anwesend waren: Günther, Steinwender, Maler, A. Kolbe, E. Kolbe, Koch, Neubauer, Noack, Wege, Hüttel, Doerffer, Beyer, Kurz, E. Geigenmüller, Thorn, Männle, Teichmann, Birke und Curth. In den Vorstand wurden gewählt: 1. Vors.: Carl Günther, Zwickau; Stellv. Vors.: Robert Hüttel, Plauen; Schriftf.: Erich Doerffer, Zwickau; stellv. Schriftf.: Otto Koch, Reichenbach; Schatzmeister: Karl Steinwender, Aue. Der Lehrlingsausschuss besteht aus den Mitgliedern Männle, Schwarzenberg und Teichmann, Plauen. Beschlossen wird der Anschluss an das Wirtschaftskartell Zwickau. Der monatliche Beitrag zur Innungskasse beträgt 1,- RM pro Mitgliedsbetrieb. Die Umbenennung der Innung auf: „Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Zwangsinnung“. Ferner, dass Fernbleiben von den Sitzungen beim 1. Mal mit 3,- Mark; beim 2. Mal mit 5,- Mark bestraft wird. Kollege Männle gibt Tipps zur Erzielung besserer Geschäfte und für ein besseres kollegiales Zusammenhalten an die Mitglieder. Eine außerordentliche Sitzung zu den neu anstehenden Fragen wird für den 16. Januar 1927 anberaumt.

Erfurt, am 17. Oktober. Einladung zum Landesinnungstag ins Gildehaus zum breiten Herd. Berichtet wird u.a. über den RV-Tag in Schwäb. Gmünd.

Deutschland. Herr Hofjuwelier F.R. Wilm legt den Vorsitz im Reichsverband nieder. Die Leitung des Verbandes übernimmt der Stellvertreter des Verbandes Erich Hülse.

Berlin. Die Gesellenprüfungsgebühren der Goldschmiede werden auf RM 12,00 je Lehrling festgesetzt.

Frankfurt/Oder, am 7. November. OM Franz Sack lädt seine Innungsmitglieder in das Hotel „Prinz von Preußen“ ein.

Berlin. Der Sängerchor der Berliner Goldschmiede hat mehrere Auftritte.

Deutschland. Der RV entwickelt sich zu einem „Juweliersverein“. Dieser Trend zieht den Austritt einiger Innungen nach sich (z.B. Bremer Innung, Berliner Innung, Schöneberger Innung, Leipziger Innung!).

1927

Pforzheim, im Frühjahr. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Kunstgewerbeschule Pforzheim schreibt der Kunstgewerbeverein der Stadt einen Wettbewerb für eine Jubiläums-Plakette aus.

Deutschland. Eine Goldschmiede-Stunde wird mit 1,00 bis 1,20 RM berechnet.

1928

Potsdam, am 31. Januar. Erste Vierteljahres- und Generalversammlung der Goldschmiede-Zwangsinnung Potsdam im Central-Hotel. Jahresbericht, Neuwahlen, Lehrlingsausbildung, Werkstattbesichtigungen. OM P. Henschke.

Dresden, am 23. Februar. Die Goldschmiede-Kreis-Zwangsinnung zu Dresden hält eine außerordentliche Hauptversammlung ab, um im Beisein eines Vertreters des Gewerbeamtes eine Satzungsänderung zu beschließen, die sich infolge gesetzlicher Vorschriften nötig macht. Im Anschluss hieran hält Dr. Espig von den I.G. Farbenwerken AG Bitterfeld einen längeren Vortrag über die Herstellung der synthetischen Edelsteine. Der ­Vortrag wird von etwa 70 Mitgliedern besucht und den zwei älteren Jahrgängen der Lehrlinge.

Berlin, am 28. Februar. In den Räumen des Justizrates Dr. Lenzen, Leipziger Str. 105, werden die üblichen Regularien für die endgültige Auflösung des Deutschen Uhrenhandelsverbandes vollzogen.

Berlin, im Frühjahr. Für das Deutsche Goldschmiedehaus gehen von 38 Firmen und Goldschmieden insgesamt 944,- RM Spenden ein.

Schwarzenberg. Nach der Schule (Obertertia) geht Siegfried Männle nach Hanau und beginnt bei Christian Peter die Goldschmiedelehre. Bereits nach 5 Wochen bricht er die Lehre ab, da ihm Prof. Leven an der Zeichenakademie einen Studienplatz mit einem fes­ten Stipendium anbietet. (Sein Vater Oskar Männle hat das Goldschmiedehandwerk in Görlitz erlernt.) Siegfried Männle studiert 9 Semester, geht 1933 als Geselle nach Rostock, dann nach Bielefeld, wo er bis zum Ausbruch des Krieges bei Schlüter beschäftigt ist.

Zwickau, am 18. März. Außerordentliche Versammlung der Goldschmiede-Zwangsinnung für den Bezirk der Kreishauptmannschaft Zwickau im Gasthof „Zum Hirsch“. Themen: Satzungsänderungen, Arbeitsgerichtsgesetz. Obermeister Carl Günther.

Schwäb. Gmünd. 1928 kann Prof. Walter Klein an der Fachhochschule der Stadt sein 25-jähriges Arbeitsjubiläum feiern.

Berlin. Die Berliner Innung weist ihre Mitglieder darauf hin, dass im Erholungsheim der Handwerkskammer in Fürstenberg  Doppelzimmer pro Nacht ca. 5,- RM kosten.

Idar-Oberstein. Der Reichsverbandstag wird in der Edelsteinstadt abgehalten.

Dresden. Alfons Ungerer veröffentlicht in der „DGZ“ seine neusten Schmuckentwürfe.

Deutschland. Im „Fachrechenbuch des Gold- und Silberschmiedes“ von Gustav Wehlack werden folgende Kostenanschläge veröffentlicht:
Für einen kleinen Goldschmiedebetrieb: 750,- RM
Für eine größere modern eingerichtete Goldschmiede: 2.500,- RM
Für einen kleinen Silberschmiedebetrieb: 4.400,- RM

Karlsruhe, am 4. November. Generalversammlung des Vereins der Juweliere, Gold- und Silberschmiede Baden e.V., im Bahnhofsrestaurant. Die Tagesordnung: Bericht über das laufende Geschäftsjahr, Kassenbericht, Entlastung des Vorstandes, Neuwahlen, Kalkulationen, gemeinsame Propaganda, Anträge und Allgemeines. Obermeister Künkel.

Berlin. Der Haushalt des RV: Einnahmen 44.712,- RM, darin 30.234,- RM Mitgliedsbeiträge. Ausgaben: 45.835,- RM Halle. Pokale werden von Silberschmiedemeister Karl Müller in der „DGZ“ vorgestellt.

München, am 8. Dezember. Hofgoldschmied Theodor Heiden, einer der markantesten Goldschmiede der Zeit, ist verstorben. Er fertigte u.a. die Bürgermeisterketten verschiedener Städte, auch die Sängerkette des deutschen Kaisers. Er war Mitglied des RV.

1929

Lübeck, am 28. Januar. Versammlung des Vereines Lübecker Gold- und Silberschmiede. Erster Punkt, die Besteckpreisfrage. Es ergab sich eine allseitige Einigkeit, sich einmütig hinter den Reichsverband zu stellen und dessen Beschlüsse zu befolgen. Punkt 2, Wahlen. Als Obermeister wird Otto Lohmeyer wiedergewählt, Schriftführer Gustav Dähn, Schatzmeister Max Buchwald jun.

Deutschland, am 11. Februar. In Deutschland wird die Handwerksrolle eingeführt. Es macht erforderlich, sämtliche Innungssatzungen daraufhin umzuändern und anzupassen (Handwerksnovelle).

Essen, am 24. Februar. Ausschuss-Sitzung und anschließende Mitgliederversammlung des Vereins der Juweliere, Gold- und Silberschmiede von Rheinland und Westfalen e.V. Anwesend 40 Kollegen. 3 Mitglieder treten aus und 10 Mitglieder werden wegen jahrelanger Nichtzahlung der Beiträge ausgeschlossen. Hauptthema, Besteckpreise. Dazu gibt Verbandsdirektor Altmann einen ausführlichen und sehr sachlichen Bericht.

Deutschland, am 27. Februar. Die Besteckpreisreglung und die Kartellverordnung werden bekannt gemacht. Der Reichsverband strebt eine Entschließung der Fabrikanten dahin an, nur die Händler zu beliefern, die es übernehmen, zu dem Besteckkonventionspreis einen Zuschlag von wenigstens 40 % zu machen.

Zwickau im April. Das Zwickauer König-Albert-Museum zeigt im Frühjahr eine Ausstellung alter Goldschmiedearbeiten, die in sächsischem Besitz sind bzw. die sächsischen Meistern zugeordnet werden. Diese Ausstellung gilt als die Vierte, größere dieser Art in Sachsen, nachdem eine 1875 in Dresden und 1897 und 1907 je eine in Leipzig zu sehen war. Initiatoren dieser bedeutenden Präsentation waren Dr. Hildebrandt Gurlitt und Dr. Albert Schröder.

Berlin / Aue, am 13. Juli. Reichspräsident von Hindenburg schickt ein Telegramm an Emil Hutschenreuter nach Aue. „Zum 80. Geburtstag, den Sie heute feiern, lässt der Reichspräsident Ihnen als Mitkämpfer von 1870/71 seine herzlichsten Glückwünsche nebst kameradschaftlichen Grüßen übermitteln.“ Gleichzeitig lässt der Herr Reichspräsident aus diesem Anlass sein Bild mit Unterschrift anbei zugehen. Emil Hutschenreuter der am 13. Juli seinen 80. Geburtstag feiern kann, ist Besitzer der weitbekannten Neusilberwarenfabrik in Aue, die im gleichen Jahre über 600 Beschäftigte zählt.

Meißen, am 4. August. Wilhelm Schwarz und Gattin aus Meißen feiern das Fest der goldenen Hochzeit. Goldschmiedemeister Schwarz ist Mitbegründer des Reichsverbandes und des Landesverbandes Sachsen.

Kassel, vom 18. bis 22. August. Der Reichsverband der Deutschen Juweliere, Gold- und Silberschmiede tagt in der Stadthalle zu Kassel. Im reichhaltigen Angebot befindet sich auch ein geselliger Abend im Schlosshotel Wilhelmshöhe. Es lädt ein: Präsident A. Schrader und Verbandsdirektor Altmann. Zur Tagung werden insgesamt etwa 70-80 Mitglieder, davon etwa 20 Mitglieder aus dem Vorstand gezählt.

Weimar. Die Metallwerkstätten der Staatlichen Hochschule für Handwerk und Baukunst, unter der Leitung von Wilhelm Wagenfeld, fertigen hervorragende Silberschmiedearbeiten im Bauhausstil an.

Deutschland. Im Fachblatt des Reichsverbandes werden neun Firmen mit Namen und Adresse genannt, welche Privatgeschäfte tätigen.

Leipzig. Die Emailklasse der Kunstgewerbeschule Leipzig leitet als Fachlehrer Curt Hasenohr-Hoeloff. Gera, am 17. Oktober. Ehrenobermeister Paul Jahr verstirbt im Alter von 69 Jahren. Von 1913 – 1917 war Jahr auch Vors. der Handwerkskammer Gera.

Berlin, am 17. Oktober. Mitgliederversammlung der „Werkufa“. Vors. H. Zeckler. Es wird empfohlen, zur Werbung das „Werkufa-Fachzeichen“ zu benutzen.

Berlin, im Herbst. Die Bode-Panzer-AG hat eine neuartige Alarmanlage auf den Markt gebracht. In Anwendung kommt erstmals das Prinzip der Lichtschranke mit Ultra-Strahlen.

Quedlinburg, im Herbst. Franz Jenrich stellt eine schöne Handwerksinnungskette in ­Silber her.

Berlin, am 13. November. Auf das „Goldschmiedehaus“, Blücherstraße 19, wird eine ­Hypothek in Höhe von 20.000 RM aufgenommen.

Gera, am 18. November. 4. Vierteljahresversammlung der Goldschmiede-Zwangsinnung im Bahnhof Süd. Kollege Krull berichtet vom Reichsinnungstag in Kassel und betont die Notwendigkeit der Mitarbeit der Innungen im RV.

Deutschland, im Dezember. Der Silberpreis fällt auf ein Rekordtief von 63,- RM pro ­Kilogramm. Jetzige Wertrelation Gold zu Silber = 1 : 48.

Pforzheim, am 22. Dezember. Die Unterstützungskasse organisiert für arbeitsunfähige Goldarbeiter eine Weihnachtsfeier in „Stadt Wimpfen“. Der Vorstand J. A. Seilfried ­berichtet, dass seit Bestehen rund 30.000 Mark zur Verteilung gelangten.

1930

Deutschland, am 1. Januar. Im Jahre 1929 werden im Deutschen Reich 13.180 Konkurse gezählt. Darunter 10.001 eröffnete Konkurse und 3.179 wegen mangels Masse abgelehnte. Die Zahl der Vergleichsverfahren betrug 5.001.

Berlin, am 11. Januar. Im Nollendorf-Kasino hält die Goldschmiede-Innung Schöneberg ein geselliges Beisammensein ab.

Bremen, im Januar. Innungsversammlung im Gewerbehaus. Obermeister Kleymann bringt im Bericht die positive Entwicklung der Innung zum Ausdruck. Für die Anschaffung einer Innungskette wird um Entwürfe gebeten.

Berlin, 20. Januar. Quartalsversammlung der Goldschmiede-Innung. Wiederwahl des Obermeisters Eichendorff und der Vorstandsmitglieder Proll und Donath. Großer Jahresbericht des Obermeisters. Ende 22.30 Uhr.

Leipzig, am 23. Januar um 10.30 Uhr. Vor dem Amtsgericht Leipzig, Harkortstraße 11, wird im Konkursverfahren über das Vermögen der Schmelz-, Probier- und Scheide­anstalt Deutscher Goldschmiede GmbH verhandelt.

München, am 23. Januar. Goldschmied Prof. Karl Rothmüller ist im Alter von 70 Jahren verstorben.

Liegnitz, am 1. Februar. Die Goldschmiede Paul Pinnberg und Martin Pöthig eröffnen in der Bäckerstraße 29 eine Werkstätte.

Pforzheim, am 12. Februar. Das Badische Oberlandesgericht Karlsruhe verkündet ein Urteil gegen zwei Firmen wegen unlauteren Wettbewerbs. (Es geht um die Herstellung von Kopien des geschützten Fahrner-Schmuckes.)

Berlin, am 13. Februar. Der Mitbegründer der „Deutschen Goldschmiede-Zeitung“, Journalist Ludwig Schröder, wird 70 Jahre alt. (Ist seit 1901 im Vorstand der Berliner Goldschmiede-Werkgenossenschaft!)

Leipzig, im Frühjahr. Der Leipziger Diplomvolkswirt Dr. Eduard Mutschelknaus schreibt ein Buch über die Entwicklung des Nürnberger Goldschmiedegewerbes, von den Anfängen bis zur Einführung der Gewerbefreiheit 1869 (Verlag A. Deichert).

Berlin, im Frühjahr. Gewerbeoberlehrer Gustav Wehlack ist zum stellv. Direktor der Berufsschule Berlin, Linienstraße 162, befördert worden.

Halle, im Frühjahr. Die Zeppelin-Wasserstoff- und Sauerstoffwerke A.G. beabsichtigt in Ammendorf bei Halle die Herstellung synthetischer Edelsteine. Die Firma nennt sich jetzt Rubis GmbH.

Schwäbisch Gmünd, im Frühjahr. Die Gesamtprokura von Alexander Ott ist erloschen (Fa. Josef Pauser KG). Köln-Klettenberg, am 3. März. Der Hofgoldschmied Alois Kreiten verstirbt im Alter von 75 Jahren.

Breslau, am 13. März. Der „Künstler-Goldschmied“ Richard Schröder, Neue Weltgasse 5, feiert seinen 60. Geburtstag.

Münster, im März. Die Meisterprüfung legen Bernard Lühn und Franz Wächter ab.

Saarbrücken, am 25. März. Goldschmiedemeister Both feiert sein 25-jähriges Geschäftsjubiläum.

Berlin, am 29. und 30. März. Jahresversammlung der „Werkufa“ im Restaurant „Greiffenberger“, Ritterstraße.

Stuttgart, am 1. April. An der Staatlichen Kunstgewerbeschule kann der Leiter Paul Haustein sein 25-jähriges Jubiläum feiern.

Saarbrücken, am 8. April. Die Goldschmiede und Uhrmacher gründen eine Gehilfenvereinigung für das Saargebiet. 1. Vorsitzender Heinrich Ridder.

Münster, am 15. April. Fräulein Erna Stotz, Tochter des Ernst Stotz (Fa. Bruun, päpstlicher Hofgoldschmied), hat die Meisterprüfung abgelegt.

Bremen, am 17. April. Im Gewerbehaus finden sich die Mitglieder der Gold- und Silberschmiede-Zwangsinnung zusammen. Themen: Haushaltsplan, unlauterer Wettbewerb, Freisprechung der Lehrlinge. OM Chr. Kleymann ist wegen Krankheit verhindert und entschuldigt.

Frankfurt/a.O., am 27. April. Obermeister Franz Sack lädt zur Innungsversammlung ins Hotel Prinz v. Preußen ein.

Dresden, am 29. April. Emil Paul Eckart verstirbt im Alter von 74 Jahren.

Finsterwalde, am 1. Mai. Die Goldschmiede Alfred Peschtrisch besteht 60 Jahre.

Gera, am 4. Mai. Im Gesellschaftshaus „Heinrichsbrücke“ hält die Glasschutzvereinigung des LV-Thüringen der Juweliere, Gold- und Silberschmiede die Generalversammlung ab. 1. Vorsitzender Walter Prell, Geschäftsführer Curt Brunner.

Weimar, am 11. Mai. Obermeister Carl Koch lädt zur Jahreshauptversammlung in das Stadthaus ein.

Lübeck, am 16. Mai. Goldschmiedemeister Ludwig Kehl verstirbt im Alter von 92 Jahren.

London, vom 20. bis 22. Mai. Internationaler Juwelierkongress. Für die deutschen Teilnehmer wird ein achttägiges Programm angeboten, das für insgesamt 150,- RM zu haben ist. Vom Reichsverband nehmen folgende Herren teil: W. Altmann, Berlin / Scheel, Kassel / Leidicke, Berlin / Prof. Johnsen, Berlin. Einzelteilnehmer: Heinrich Heine, Oberstein / Riese, Apolda / van Gulik, Goch / F.R. Wilm von der Fa. H.J. Wilm, Berlin.

Dresden, am 21. Mai. Nach kurzem, schweren Leiden verstirbt Herr Hofjuwelier Johannes Heinrich Mau.

Berlin, am 3. Juni. Mitgliederversammlung der „Werkufa“, Ortsgruppe Berlin. TOP 4: Dampferfahrt am 29. Juni. Karten im Vereinslokal „Fritz“ und bei den Vorstandsmitgliedern. Deutschland. Konkurse in Deutschland insgesamt:
                                                Eröffnete                                  Wegen Massemangel                             Konkurse
                                                Konkursverf.                          Abgel. Konkursverf.                              insgesamt
1909/ 13 Durchs.               8.936                                                   2.598                                              11.534
1924                                         6.187                                                   1.847                                               8.034
1925                                       11.380                                                    3.425                                              14.805
1926                                       12.034                                                    3.795                                             15.829
1927                                       5.702                                                    2.168                                               7.870
1928                                       8.120                                                    2.475                                              10.595
1929                                      10.001                                                   3.179                                               13.180

Schwäbisch Gmünd, vom 11. bis 14. Juni. 6. Fachtagung der Juweliere. Vorträge unter anderen von Dr. A. Hartlaub, Mannheim; Hanna Odening, Leipzig; Carel J. A. Beeger, Amsterdam. Motto: „Der Juwelier und die neue Zeit.“ Schweinfurt, im Juni. Gottfried Belschner, Hospitalgasse 41, feiert 100-jähriges Bestehen.

Gablonz, am 21. Juni. 50. Jahrestag der Gründung der Staatsfachschule. Veranstaltung mit Jubiläumsausstellung.

Schwäb. Gmünd. Die Staatliche Höhere Fachschule für Edelmetallindustrie wird im laufenden Sommerhalbjahr von 179 Schülern, darunter 27 Schülerinnen und 31 Gastschülern, besucht.

Hanau, am 25. Juni. Die Mitglieder des Cellini-Vereins wählen auf der außerordentlichen Tagung einstimmig A.H. Ulbide zum neuen Vorsitzenden. Böhmen. Die Staatsfachschule für Schmuck und Bijouterie in Gablonz wird 50 Jahre alt.

Dresden, vom 27. Juni bis 1. Juli. Reichsverbandstag in Dresden.
27. Juni, Treffen im Ratskeller
28. Juni, 9 Uhr: Sitzung des Direktoriums auf dem Belvedere
29. Juni, 10 Uhr: Mitgliederversammlung des Reichsverbandes.
30. Juni: Fortsetzung der Mitgliederversammlung des Reichsverbandes.

Rahmenprogramm: Festakt – Festabend mit Tafel – Tanz – Internationale Hygieneausstellung – Grünes Gewölbe – Gemäldegalerie – Physikalischer Salon – Pillnitz – Bastei – Schandau – Dampferfahrt – Abschiedstrunk im Dampfschiffhotel Blasewitz. Reichenbach, am 30. Juni. Goldschmiedemeister Julius Kurz stirbt im Alter von 89 Jahren. Von der RV-Tagung in Dresden sind ihm noch Glückwünsche übermittelt worden, die ihn aber lebend nicht mehr erreichten.

Dessau, am 1. August. Auf Druck rechtsgerichteter Kreise wird der Direktor des Bauhauses, Hannes Meyer, entlassen. Meyer hatte an einer von Studenten organisierten Sammlung für die „Internationale Arbeiterhilfe“ teilgenommen. Sein Nachfolger wird der Architekt Ludwig Mies van der Rohe.

Schwerin, am 17. August. Im Hotel Reichshof wird die Hauptversammlung der Vereinigung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede bei der Mecklenburge abgehalten. TOP 6: Geschäftliche Fragen wie Handwerkskammerbeiträge; Regelung der Lehrlingsfragen; Steuerfragen; Besteckpreisreglung; Alters- und Lebensversicherung und die Sterbekasse des RV; Reparaturpreisliste usw.

Leipzig, am 17. August. Der volkswirtschaftliche Redakteur der Deutschen Goldschmiede-Zeitung, Direktor Hermann Pilz, ist verstorben. Pilz, im Jahre 1856 geboren, war 40 Jahre lang eng mit dem Diebener Verlag verbunden.

Berlin, im Sommer. Silberschmied Lorenz Hinterberger verstirbt im Alter von 90 Jahren.

Stuttgart, am 18. August. Dr. h.c. Franz Fuchs wird 50 Jahre alt. (War 2. Vorsitzender im RV und Gründer der „Jugosi“.)

Leipzig, am Montag den 1. September. Zur Herbstmesse treffen sich im Sachsenhof um 20 Uhr die Cellinisten.

Görlitz, am 6. September. Der „Verein der Gold- und Silberschmiede und verwandter Berufe zu Görlitz e.V.“ begeht im festlich geschmückten Saale des „Tivoli“ die Feier seines 50-jährigen Bestehens. 1. Vorsitzender: Kollege Kloß. Wahlspruch: „Ist Handwerk in Nöten, so Innungen von Nöten!“ Dem Verein gehören die Kollegen Günzel, Rothe, Nippert, Schulze, Reichelt, Helbig, Richter, Cloid, Swoboda, Munzig, Janke und Kuscher an.

Baden-Baden, am 6. September. Der geheime Hofrat Dr. phil. Dr. Ing. h.c. Marc Rosenberg ist im Alter von 78 Jahren verstorben. (Geboren in Russland, kommt 1883 an die TH Karlsruhe.) Rosenberg ist ein hervorragender Kenner der Goldschmiedekunst und Verfasser der neuesten Fachliteratur.

Oppeln, am 7. September. Der Oberschlesische Provinzialverband der Uhrmacher und Goldschmiede e.V., Sitz Gleitwitz, wird in Forms Hotel Oppeln ausgerichtet. Hauptthemen: Die Osthilfe und die Altersversorgung des Handwerks. „Jeder will Hilfe, jeder verlangt, daher muss auch jeder mithelfen und mitverlangen“.

Dresden. Obmann des Reichsfachausschusses ist Goldschmiedemeister Kurt Herrnsdorf aus Dresden.

Berlin, am Sonntag den 14. September. Die „Werkufa“ Ortsgruppe Berlin, trifft sich im Restaurant „Max und Moritz“ in der Oranienstraße 162. TOP: Geschäftsbericht, Wahlen, Satzungsänderung u.a. Vorsitzender: Hugo Zeckler, Schöneberg, Martin-Luther-Str. 45.

Essen, vom 20. bis 22. September. Der Rheinisch-Westfälische Verband der Uhrmacher und Goldschmiede e. V., Sitz Köln, Kreuzgasse 19, veranstaltet anlässlich seiner diesjährigen Jahrestagung in Essen wieder die bekannte Westdeutsche Fachausstellung.

Gera, am 22. September. Die Goldschmiede-Zwangsinnung für Ostthüringen und Gera hält in der Geraer Gastwirtschaft „Bahnhof Süd“ ihre Mitgliederversammlung ab. Obermeister Fritz Jahr eröffnet; Goldschmiedemeister Dobrinsky berichtet ausführlich über den Reichsverbandstag in Dresden.

Leipzig, am 26. September. Hofjuwelier Hugo Meschke feiert sein 50-jähriges Firmenjubiläum. (Geboren am 26. September 1854 in Rawitsch bei Posen. Macht sich 1880 an seinem 26. Geburtstag selbstständig).

Antwerpen, am 27. September. Unter Anwesenheit des Königs und der Königin von Belgien sowie der Mitglieder des Hofes findet im großen Ausstellungssaal des Antwerpener Diamantenhändlerverbandes der „Juwelenball“ statt.

„Ehre – deutsches Volk – und hüte
treulich Deinen Handwerksstand.
Als das deutsche Handwerk blühte,
blühte auch das deutsche Land.“

Berlin, am 1. Oktober. Direktor Wilhelm Altmann feiert 10 Jahre Dienst im RV.

Frankfurt/O. und Berlin, am Montag den 6. Oktober. Obermeister Franz Sack lädt seine Kollegen der Goldschmiede-Zwangsinnung nach Berlin , in die Räume des RV ein. Direktor des RV Altmann berichtet über die derzeitige wirtschaftliche Lage.

Berlin, am 11. Oktober. Der Sohn des Hofjuweliers H.J. Wilm, R.R. Wilm, wird 50 Jahre alt.

Berlin, am 13. Oktober. Der neu gewählte Reichstag tritt zusammen.

Dresden. Die Staatliche Akademie für Kunst gibt für die letzten fünf Jahre einen Tätigkeitsbericht heraus. Der Bericht gibt Aufschluss über die Organisation der Akademie, Lehrpläne und Lehrziele und über den Unterricht im Allgemeinen. Direktor: Prof. Karl Groß.

Hannover, am 26. Oktober. Ordentliche Hauptversammlung der Vereinigung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede der Provinz Hannover, Schaumburg-Lippe und Oldenburg, im Ratskeller zu Hannover. TOP 4: Besprechung über den Verbandstag in Dresden. TOP 6: Delegierten-Wahl für den nächsten Verbandstag. Der Vorstand: E. Sewig, G. Dangers. Stuttgart, am 11. Dezember um 18.05 Uhr. Paula Stotz aus Heilbronn spricht im Radio auf Welle 360,1 über Edelsteine und Perlen.