Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e.V. header image 5

1961 – 1970

1961

Deutschland, am 1. Januar. Der Interzonenhandel zwischen der Bundesrepublik und der DDR wird wieder aufgenommen.

West-Berlin, am 1. März. Neuregelung für Gewerbemieten in Berlin/West. Zulässige Erhöhung der Grundmiete um 75%.

Köln / Berlin, vom 24. bis 26. März. Drei Mitglieder des ZV-Vorstandes reisen nach West-Berlin um den Grundbesitz des ZV zu besichtigen und Verhandlungen mit den Behörden zu führen (Vors. H. Mohr, Paul Schmitt, Geschäftsführer Dr. Müller). Prüfung der Buchführung von Frau Gabriel-Radünz. Zeitraum 1.4.1959 bis 31.12.1960. – Keine Beanstandungen – Besichtigung des Hauses Blücherstraße mit Obermeister Schultz. Absprachen über notwendige Baumaßnahmen.

DDR, am 12. April. Die Volkskammer beschließt das „Gesetzbuch der Arbeit“. Es regelt die Positionen des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) im Rahmen der DDR-Planwirtschaft und die Position der Arbeiter in den Betrieben.

Hanau, vom 11. bis 14. Mai. Goldschmiede-Kongress in der Stadthalle. Begrüßung und Eröffnung durch den LIM Hessen, Karl H. Bräutigam. Ehrengäste: Prof. Dr. Reuß, Hessisches Wirtschaftsministerium; Präs. Schöppler, Hessisches Handwerk; Oberbürgermeister Fischer. Präsident Mohr überreicht dem Oberbürgermeister Fischer eine Silberschale aus dem Hause Schmedding in Augsburg. Er nimmt zu den Aufgaben der Berufsfachschule Stellung und betont die positive Einstellung der Branche. Seinen Gruß an die Kollegen der Ostzone, die leider nicht teilnehmen können, formuliert Heinz Mohr mit den Worten: „Haltet Bindung untereinander und seid guter Hoffnung. Wir werden unsere geistige Bindung mit Euch nie aufgeben!“ Themen der Tagung ist das Berlinvermögen. Es wird beschlossen, das Grundstück Kluckstraße an die Stadt Berlin zu verkaufen, da eine Bebauung nicht möglich ist. OM Schultz, Berlin, wird beauftragt die Verhandlungen zu führen. Erstmals nimmt nach dem Anschluss des Saarlandes OM Fritz Krämer, Saarbrücken, an der Tagung teil. Der ZV erwirbt eine Mitgliedschaft beim „Deutschen Goldschmiedehaus“. Ausstellungen in Hanau: LIV’s im Goldschmiedehaus: „Weg und Zeit, eine Dokumentation“ (Schülerarbeiten) und III. Preisausschreiben (Wettbewerb des ZV) zum Thema Ansteckschmuck in der Zeichenakademie.

291DDR, am 1. August. Die Regierung der DDR kündigt Beschränkungen im innerdeutschen Reiseverkehr an.

Berlin am 13. August. In Berlin wird eine Mauer errichtet, die „Antifaschistischer Schutzwall“ von der Obrigkeit genannt wird. Bis 1961 zählte man insgesamt 3,5 Millionen Flüchtlinge von Ost nach West.

Ost-Berlin, am 7. September. Ost-Berlin wird als Hauptstadt der DDR zum 15. Bezirk der DDR erklärt.

Dresden (DDR), am 17. Oktober. In Dresden legen 12 Goldschmiede die Meisterprüfung ab. Davon waren 7 aus dem Bezirk Karl-Marx-Stadt. Reiner Georgie, Uwe Hübsch, Hugo ­Petry, Gerthold Bretschneider, Hans-Heinrich Träger, Günter Poppitz und Herr Bennewitz. Die Meisterbriefe wurden mit dem Stempel versehen: „Handwerkskammer des Bezirkes Dresden – Land Sachsen –“. Obermeister der Dresdner Berufsgruppe: Willy Richter.

1962

Dresden (DDR). Prof. Manfred v. Ardenne entwickelt einen künstlichen „Edelstein“, der dem Aussehen des Diamanten nahe kommt. Der Stein wird auf den Namen Fabulit getauft, und den Goldschmieden Mayer und Gerlach aus Freiberg gebührt die Ehre, die ­ersten Schmuckstücke aus ihnen fertigen zu dürfen. Saarbrücken. Helmut Lang (geb. 24.8.1906 in Saarbrücken) wird zum Landesinnungsmeister für das Saarland gewählt.

Freiberg (DDR). Goldschmiedemeister Horst Gerlach wird für seine besonderen Leistungen im Handwerk mit dem Titel „Anerkannter Kunsthandwerker“ ausgezeichnet. Bonn, vom 24. bis 27. Mai. Internationaler Goldschmiedekongress in der Beethoven-Halle. Der Kongress steht unter dem Motto: „Das Schaffen der Gold- und Silberschmiede in europäischer Sicht.“ Die Teilnehmer reisen aus ganz Europa an. In der Beethoven-Halle wird die Ausstellung des Wettbewerbes „Kelch und Armschmuck“ gezeigt. Der Wert der Stücke wird auf über 3 Millionen DM angegeben. Dr. Ehrhard und Gattin erscheinen zur Eröffnung persönlich. Bundeskanzler Adenauer und Dr. Gerstenmaier schicken ein Grußtelegramm. Paul G. Hartkopf, OM der Innung Düsseldorf wird in das Präsidium des ZV gewählt. Obermeister Atemar Frère wird in den Vorstand des Zentralverbandes berufen. Ausgezeichnet wird ZV-Präsident Heinz Mohr aus Köln mit der Goldenen Ehrennadel des ZV. 

Dresden (DDR), am 27. Juli. In Dresden stirbt Johannes Eckert. Er gehörte zu den berühmtesten deutschen Goldschmieden und entstammt einer traditionsreichen Goldschmiedefamilie. Auf seinem Gebiet war er ein umfassender Könner. Sein letztes Werk war die Rektor-Amtskette der Technischen Universität Dresden.

Bremen. Hans Bergner (geb. 11.10.1932) gründet mit seiner Gattin eine Goldschmiede in der Hansestadt.

DDR. Die erste Auflage des Buches „Theorie und Praxis des Goldschmieds“ von Erhard Brepohl erscheint in einer Auflage von 3000 Stück.

DDR, am 23. November. Die SED veröffentlicht einen neuen Entwurf ihres Parteiprogramms, indem unter anderem der Führungsanspruch der SED und die nationale Einheit zur Reform des Wirtschaftssystems festgeschrieben wird.

1963

Arnstadt (DDR). Die Zentralberufsschule „Tilman Riemenschneider“ in Arnstadt eröffnet einen Leistungswettbewerb, an dem sich 46 Goldschmiede-, 5 Gürtler- und 10 Graveurlehrlinge beteiligen.

Hannover, im April. Georg Schlotter, Obermeister der Innung Lüneburg-Stade, wird zum stellv. Landesinnungsmeister gewählt. 

Baden-Württemberg, am 9. Mai. Mit der Zustimmung der IG Metall zum Kompromiss der Tarifkommission über eine gestaffelte Lohnerhöhung endet der seit 29. März andauernde Streik der Metallarbeiter. Erstmals seit 1928 haben die Unternehmer auf einen Streik mit der geschlossenen Aussperrung im gesamten Tarifgebiet reagiert.

DDR, am 14. Mai. Das Zentralkomitee der SED und der Ministerrat beschließen die Einführung einer „Arbeiter- und Bauerninspektion“ (ABI) als „Gesellschaftliches Kontrollorgan“.

Braunschweig, am 20. Mai. Obermeister Arnold Wächter legt sein Amt, das er seit 1957 inne hat, nieder (ZV-Präsident von 1952 bis 1957).

Essen. Manfred Klein (geb. 3.5.1930 in Wuppertal) wird zum Obermeister der Innung Essen gewählt.

Bensheim – Auerbach, vom 23. bis 25. Mai. Jahrestagung des Zentralverbandes im Hotel Krone. Vorstellung neuer Obermeister: Werner Kölsch, Wuppertal; Werner Winkemann, Solingen; Gottfried Lubahn, Münster; Manfred Klein, Essen; Kurt Meier, Reutlingen; Otto Schulz, Wiesbaden. Fachvorträge: Prof. Eppler, Edelsteinkunde; Prof. Schrage, Gestaltung im Handwerk und C.H. Neumetzger über Aufgaben und Werbemaßnahmen des Diamant Komitees. Produktschau von Geräten für moderne Oberflächenbearbeitung. Der Berliner Obermeister Erich Schultz berichtet über den Sachstand des Berlinvermögens. Der Verkehrswert des Grundstückes Kluckstraße bewegt sich bei ca. 85,- DM pro Quadratmeter. Kiel. Gerhard Lehmann (geb. 15.3.1921 in Kiel) wird zum Obermeister gewählt.

DDR. Der Stundenverrechnungssatz eines selbstständigen Goldschmieds (Ortsgruppe II) liegt bei 3,14 Mark.

Solingen. Zum neuen Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung Solingen wird Werner Winkemann (geb. 1910) gewählt.

Hanau. Obermeister Werner Fischer beginnt ein Studium an der Zeichenakademie. Köln, am 19. September. ZV-Präsident Mohr teilt dem Berliner Obermeister Schultz mit, dass das Grundstück Kluckstraße 21 zu einem Preis von 32.435,- DM an die Stadt Berlin verkauft werden soll. Grundbuch (Lützowviertel Band 14, Blatt 406, Lastenwechsel am 1.4.1964)

DDR am 15. November. Die Richtlinie über den „Verkauf von Goldschmuck gegen Abgabe von Altgold“ – eine Mitteilung des Ministeriums für H & V – wird erlassen. Angestrebt wird ein Netz von „Spezialverkaufsstellen“ (sprich HO!). „Die Einschaltung der Münze als Zwischenglied in der Goldverrechnung zwischen Handel und Produktion bringt für den Verkauf von Goldschmuck gegen Abgabe von Altgold wesentliche ökonomische Vorteile“. (Sprich die totale Kontrolle der Kundschaft!)

Freiburg / Baden. Franz Spintzig (geb. 25.5.1907) wird zum Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung gewählt.

Deutschland, am 17. Dezember. Unterzeichnung des 1. Passierscheinabkommens zwischen der Bundesrepublik und der DDR, das den Besuch von West-Berlinern in Ost-Berlin über die Weihnachtsfeiertage und Silvester regelt. Damit öffnen sich erstmals seit dem Mauerbau wieder die Sektorenübergänge.

1964

301DDR, am 2. Januar. In der DDR werden neue Personalausweise mit dem zusätzlichen Vermerk „Bürger der Deutschen Demokratischen Republik“ ausgegeben.

Bonn, am 14. Februar. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik konstituiert sich. Die sogenannten „fünf Weisen“ werden vom Bundespräsidenten als unabhängige Gutachter berufen.

Bitterfeld (DDR), am 24. und 25. April. Die 2. Bitterfelder Konferenz für sozialistische Nationalkultur in der DDR räumt ein, dass die Erwartungen in das Kulturprogramm von 1959 nicht erfüllt worden sind. Köln. 1000 Jahre Goldschmiedekunst in Köln mit Ausstellung in der Handwerkskammer.

Bielefeld. Unter Leitung des OM Wilhelm Holtmann wird mit der Fertigung einer OM-Kette begonnen, die 1971 unter Mitwirkung der gesamten Innung, fertig gestellt wird. 

Bamberg, vom 28. bis 31. Mai. Jahrestagung des Zentralverbandes der Juweliere, Gold- und Silberschmiede im Hotel Bamberger Hof. Auf der Tagung wird beschlossen, den Benvenuto-Cellini-Preis zu stiften. In der Präambel heißt es: „Der Benvenuto-Cellini-Wettbewerb soll dokumentieren, dass, wie zu Zeiten Benvenuto Cellinis, die Werkstatt auch heute Quelle der handwerklichen und künstlerischen Kräfte der Gold- und Silberschmiede ist, d.h. die schöpferische Möglichkeit, eine Idee über den Entwurf bis zur vollendeten Arbeit aus eigener Kraft zu verwirklichen.“ Neue Obermeister: Gerhard Lehmann, Kiel; Rudolf Lehmann, Nordstemmen; Berthold Steiber, Freiburg. Wichtiges Thema auf der Tagung ist der Versuch einer einheitlichen Punzierung in Europa.

Görlitz (DDR), am 13. Mai. Goldschmiedemeister Lothar Voigt wird zum Obermeister der Berufsgruppe „Ostsachsen“ gewählt. Die Aufgabe als Lehrlingsobmann hat noch Harald Wolter aus Zittau inne. Nach seinem Tode übernimmt das Amt Kollege Christian Lange aus Zittau. Wiesbaden. Otto Schulz (geb. 3.6.1907 in Berlin) wird zum Obermeister der Innung Wiesbaden gewählt. Er war bereits 2 Jahre Geschäftsführer der Innung.

Karl-Marx-Stadt (DDR), am 19. Juni. GSM Karl Funcke wird von der Abteilung Finanzen der Stadt beauflagt, einem Kunden 9,40 M zurückzuerstatten, die er angeblich bei einem Trauringauftrag dem Kunden zuviel berechnet hätte. (Der zulässige Preis der Trauringe: 7 mm breit, Sonderanfertigung: 39,10 M.) Diese schikanösen Preisüberprüfungen fallen in eine Zeit, in der man das private Handwerk in Genossenschaften zusammenschließen wollte!

Frankfurt/M., am 10. Juli. Die Ehrenplakette der Handwerkskammer wird dem Goldschmiedemeister K.H. Bräutigam verliehen.

DDR, am 1. August. Neue Banknoten mit der Bezeichnung „Mark der deutschen Notenbank“ werden ausgegeben. Memmingen, im August. Hans Kühn (geb. 30.4.1922) gründet seine Goldschmiede.

DDR. Die Zeitschrift „Uhren und Schmuck“ erscheint zum ersten Mal.

DDR, am 9. September. Der Ministerrat der DDR beschließt die Möglichkeit einer Besuchsreise jährlich von Bürgern der DDR im Rentenalter in die Bundesrepublik und nach West-Berlin.

Bonn, am 16. September. Die Bundesregierung beschließt die Gründung einer „Stiftung Warentest“ mit Sitz in West-Berlin. Die Institution zum Schutz der Verbraucher wird durch den Bundeshaushalt finanziert.

Hildesheim. Rudolf Lehmann (geb. 19.7.1924 in Heyersum) wird zum Obermeister der Innung Hildesheim gewählt.

Köln. Die Goldschmiede feiern „1000 Jahre Goldschmiedekunst Köln“. Dazu eine Ausstellung in der Handwerkskammer mit Arbeiten aus der heutigen Zeit.

1965

311Karlsruhe, am 16. Januar. Das Bundesverfassungsgericht beurteilt den Interzonenhandel weiterhin „als auf der Rechtsgrundlage alliierter Gesetze basierender Binnenhandel besonderer Art“. Die Grenze zwischen der Bundesrepublik und der DDR ist dementsprechend keine Zollgrenze.

Bonn, am 27. Januar. Der Bundestag verabschiedet ein Gesetz über Hilfsmaßnahmen für deutsche Flüchtlinge aus der DDR.

Pforzheim, im März. 1. Internationaler Schmuckwettbewerb des Schmuckmuseums Pforzheim. Ausgeschrieben ist Ohrschmuck.

Bundesrepublik Deutschland, am 23. März. Der Deutsche Gewerkschaftsbund verabschiedet sein zweites Aktionsprogramm. Unter anderem wird das 13. Monatsgehalt, ein Mindesturlaub von vier Wochen, die Herabsetzung der Altersgrenze in der Rentenversicherung, die Einführung eines zehnten Schuljahres und bezahlter Bildungsurlaub gefordert.

West-Berlin, am 21. April. Kassenprüfung des Berlinvermögens von H. Mohr, Albert Litzinger und Werner Omanowsky. Die Herren Mohr und Litzinger logieren im Flughafen-Hotel Tempelhof, Platz der Luftbrücke.

Görlitz (DDR). Görlitz zeigt „400-jährige Goldschmiedetradition Ostsachsens“ auf einer Ausstellung. Motto: Schmuck aus vier Jahrhunderten.

West-Berlin, vom 2. bis 7. Juni. Deutscher Goldschmiedekongress des Zentralverbandes der Deutschen Juweliere, Gold- und Silberschmiede.    Mitglieder: 1.494
Zum Schirmherrn der ZV-Tagung erklärt sich der Berliner Oberbürgermeister Willy Brandt bereit. Organisator der Tagung ist Landesinnungsmeister Erich Schultz und der Präsident der HWK Herbert Snigola.
Erstmals werden Preise für den Cellini-Wettbewerb im Charlottenburger Schloss verliehen (420 Einsendungen). Preisträger Goldmedaille: Bernd Abt, Karlsruhe; Max Heidemann, Berlin; Hans Markl, Berlin. Silbermedaille: H.U. Bullermann, Steinheim; Hubertus Holland, Nürnberg; Peter Tauchnitz, Berlin; Peter Thate, Osterrath; Peter Schmid, München; Klaus Zeitz, Essen.
ZV-Vorstandswahlen: 1. Vors. Heinz Mohr, 2. Vors. Karl Bräutigam.
Beiräte: Atemar Frère, Trier; Paul G. Hartkopf, Düsseldorf; Jean Koch, Hamburg; Fried­rich Paul, München; Georg Schlotter, Celle; Erich Schultz, Berlin.
Thema: Punzierung. Einführung von Schauzeichen für Betriebe im Rahmen der EWG.
Vorträge:     Berliner Silber in 3 Jahrhunderten, Dr. Scheffler.
Natur, Entwurf, Goldschmiedekunst, Hans Markl.
Transluzide Naturachate, Hans Flüchter.
Erstmals findet ein Junggoldschmiedetreffen in der Kongresshalle mit 450 Lehrlingen und Gesellen statt.

Braunschweig. Die Auszubildenden und ihre Meister unternehmen eine Exkursion in die Edelsteinstadt Idar-Oberstein.

Pforzheim. Hermann Leppert (geb. 16.4.1914 in Pforzheim) wird in die Internationale Experten-Union als Sachverständiger berufen. 1969 wird er zum Obermeister in Pforzheim gewählt.

Bonn, am 20. Oktober. Ludwig Erhard wird zum Bundeskanzler gewählt.

DDR, am 18. Dezember. Bildung des Staatssekretariats für gesamtdeutsche Fragen in der DDR.

Bonn, am 28. Dezember. Novellierung der Handwerksordnung, Trennung von Gold- und Silberschmied in der Anlage A (Positivliste). Der Silberschmied ist ein eigenständiger Beruf.

1966

325West-Berlin, am 1. Januar. Mieterhöhung bei Altbauten bis zu 25%.

Halle (DDR). Professor Joachim Fitzermann wird Prorektor an der “Burg” in Halle.

Schwäbisch Gmünd. Peter Ferner, Silberschmiedemeister (geb. 20.8.1928 in Schwäb. Gmünd) wird zum Obermeister gewählt.

DDR, am 16. März. Neues Gesetz über die Besteuerung im Handwerk wird verabschiedet.

Hamburg, am 1. April. In der Universität werden die Preise für den erstmalig ausgetragenen Wettbewerb „Jugend forscht“ vergeben.

Zwickau (DDR). Das Edelmetallkontingent für die Berufsgruppe Zwickau – zu der 2 Stadtkreise und 10 Landkreise gehören – beträgt im Jahre 3.176 Gramm Feingold. Diese Zuteilung teilen sich 27 Betriebe.

Hannover, im April. Goldschmiedemeister Georg Schlotter wird LIM in Niedersachsen. Herr Schlotter wurde am 10. Dezember 1919 in Hildesheim geboren. Lehre von 1934 bis 1938. Am 5. Mai 1948 Meisterprüfung. Seit 1.2.1951 selbstständig in Celle. Obermeister der Innung Lüneburg-Stade im April 1961. Seit Juni 1965 Vorstandsmitglied im ZV.

West-Berlin, am 11. Mai. Im Amtsgericht Tempelhof wird der Rechtsstreit des ZV gegen die Mieterin Frieda Klingbeil, Blücherstraße 19, verhandelt. Der ZV strebt die Zwangsräumung der Wohnung an, da der Sohn der Mieterin die Mitmieter permanent terrorisiert. („Zimmer, Küche und Nebengelass, Monatsmiete: 54,17 DM.)

Hanau, im Mai. Studienrat und Goldschmiedemeister Siegfried Männle arbeitet mit 2 Assistenten in einem Labor von Degussa an neuartigem Email. Seine Neuentwicklungen werden schon sehnsüchtig am Markt erwartet.

Zwickau (DDR), am 16. Mai. Ergänzung zur Wettbewerbskonzeption des VEB Zwickauer Edelschmiede. Motto: „Durch sozialistische Rationalisierung zur Erhöhung des Nationaleinkommens – Aus dem Groschen die Mark.“

Hanau, vom 19. bis 22. Mai. Gold- und Silberschmiedetage in Hanau, im Haus des Handwerks. Mitglieder im Zentralverband: 1.544. Begrüßung und Eröffnung im Schloss Phillippsruh mit dem Oberbürgermeister Dröse, dem Hessischen Minister für Wirtschaft Herr Arndt und Obermeister Fix aus Hanau. Für das Ratssilber der Stadt wird ein Silberleuchter dem Oberbürgermeister überreicht. Auf der Tagung wird die Anschaffung einer Präsidentenkette und die Einführung von Meisterzeichen für eingetragene Betriebe beschlossen. Neue Obermeister: Robert Stein, Recklinghausen, Helmut Christiansen, Innung Flensburg, und erneut Obermeister Werner Fischer, Innung Münster.

Heidelberg / Mannheim. Die Gold- und Silberschmiedeinnung Heidelberg-Mannheim wird gegründet. Zum OM wird Heinz Jarosch gewählt.

Trier, am 19. August. Fachabend der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung. OM Frère berichtet über die Ausstellung „Edle Steine im Hanauer Goldschmiedehaus“ und hält dazu einen Vortrag über Edelsteine. Frère ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Edelsteinkunde.

Hanau, am 6. September. Anlässlich des 8. Internationalen Hanauer Diamant-Seminars findet das „Diamant-Festival 1966“ statt. Landshut. Obermeister Karl Herzer sen. wird zum stellv. Landesinnungsmeister Bayern gewählt.

Pforzheim, am 16. September. Direktor Reinhard Kollmar (Fa. Kollmar & Jourdan) wird anlässlich seines 65. Geburtstages mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Bonn, am 30. September. Herausgabe der fachlichen Vorschriften zur Regelung des Lehrlingswesen und der Gesellenprüfung im Silberschmiedehandwerk. Erlass des Bundesministers für Wirtschaft.

Mainz. Hermann Kley (geb. 1924) wird zum Obermeister der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung Rheinhessen gewählt.

Pforzheim, im Oktober. Die Schmuck-Gemeinschaftswerbung e.V. bringt den „Schmuckkalender“ und das Prospekt „Goldenes Make up?“ heraus. Preise: Kalender pro Stück 0,28 DM, Prospekt pro Stück 0,10 DM.

Wuppertal. Günter Arhelger ( geb. 1930 in Dortmund) wird zum Obermeister der Innung gewählt.

Bonn, am 30. und 31. Oktober. Jahrestagung der Gesellschaft für Edelsteinkunde im Poppelsdorfer Schloss.

Bonn, am 1. Dezember. Kurt Georg Kiesinger wird zum Bundeskanzler einer Regierung der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD gewählt. Vizekanzler und Außenminister wird Willy Brandt.

Pforzheim, am 28. Dezember. Letzter Termin für die Beteiligung am Internationalen Schmuckwettbewerb 1966. Thema: „Armband in Gold“.1967

Bonn, am 14. Februar. Auf Initiative des Bundeswirtschaftsministers Karl Schiller kommen Vertreter von Arbeitnehmer- und Unternehmerverbänden sowie des volkswirtschaftlichen Sachverständigenrates und der Bundesregierung zu informellen Gesprächen über eine „Konzertierte Aktion“ zusammen, mit der die Rezession bekämpft werden soll.

DDR, am 20. Februar. Die Volkskammer der DDR verabschiedet das Gesetz über die Staatsangehörigkeit der Deutschen Demokratischen Republik und proklamiert damit eine eigene DDR-Staatsnation. Damit reagiert die DDR auf den Alleinvertretungsanspruch der Bundesrepublik.

Hannover, im März. Robert Köthe (geb. 29.7.1931 in Hannover) wird zum Obermeister gewählt.

DDR, im März. In der „Uhren und Schmuck“ März 1967, erscheint ein Artikel mit der Überschrift: „Der Beitrag des Uhren-, und Schmuckhandels zur Vorbereitung des VII. Parteitages der SED.“ Das einzige Bemerkenswerte an diesem Artikel ist, dass von den Autoren einer Flasche und der andere Hoffmann heißt.

Pforzheim, am 17. März. 2. Internationaler Schmuckwettbewerb des Pforzheimer Schmuckmuseums. Zu Ausschreibung gelangt Halsschmuck.

331Hamburg. Die Hamburger Goldschmiedeinnung stellt den Antrag eine Kette für den Zentralverbandspräsidenten zu schaffen. Aus einem Wettbewerb wird der Entwurf von Peter Tauchnitz aus Berlin favorisiert. Die Ausführung der Kette wird ebenfalls Peter Tauchnitz übertragen. Die Kette ist aus über 400 Punzierungszeichen alter deutscher Goldschmiedemeister in 750 Gold geschaffen. In einem großen runden Amethyst in der Mitte des Anhängers ist das Wappen des Zentralverbandes eingeschnitten. Die Wappen der Bundesländer und des Landes Berlin sind um den Amethyst platziert. Die nicht geschnittenen Steine sind für die Wappen der deutschen Länder reserviert, die bei einer glücklichen Wiedervereinigung in der Kette ihren Platz finden sollen.

Pforzheim, vom 4. bis 6. Mai. Tagung des Zentralverbandes der Deutschen Juweliere, Gold- und Silberschmiede in der Goldstadt. Mitglieder: 1.562. Eröffnung im Reuchlinhaus im Beisein von Bürgermeister Dr. Klein; Herrn Huber, Präs. der Industrie- und Handelskammer; Herrn Beck, Vertr. der Schmuckindustrie und die Oberbürgermeister Dröse, Hanau, und Scheffold, Schwäb. Gmünd. Themen: Punzierungszeichen: Großes D mit innen einer Innungszahl und dem Meisterzeichen. Peter Tauchnitz erhält den Zuschlag für die Herstellung der Präsidentenkette. Fachliche Vorschriften für die „Nebenberufe“ wie Edelsteinfasser, Uhrgehäusemacher, Emailleur und Polierer werden erarbeitet sowie die Meisterprüfung im Silberschmiedehandwerk erstellt.

Frankfurt/M., am 28. Juli. Das Bundesverdienstkreuz am Bande erhält für seine Leistungen um den Berufsstand K.H. Bräutigam.

Bundesrepublik Deutschland, am 25. August. ARD und ZDF treten in das Farbfernseh-Zeitalter ein. Die Live-Fernsehshow „Der goldene Schuß“ ist die erste Farbsendung, die das ZDF ausstrahlt.

Görlitz (DDR), im Herbst. „VEB Görlitzer Schmuck- und Silberwarenindustrie“ weihen im Herbst ihre neue Lehrwerkstatt ein. Hannover. Mit dem Bundesverdienstkreuz I. Klasse wird Ehrenlandesinnungsmeister Fritz Schneider ausgezeichnet.

Zwickau, im September. In der Wettbewerbskonzeption der Zwickauer Edelschmiede wird die Losung vom VEB Strickmaschinenbau Karl-Marx-Stadt übernommen: „Rationeller produzieren – für Dich – für Deinen Betrieb – für unsern sozialistischen Friedensstaat – dem VII. Parteitag entgegen“.

1967

Hanau. F. R. Wilm vermacht testamentarisch seine Kunst- und Fachbibliothek von über 1000 Bänden der vom Zentralverband und der Stadt Hanau neugegründeten Bibliothek im Goldschmiedehaus.

Bonn, am 30. September. In der Bundesrepublik gibt es 2.788 selbstständige Goldschmiede, die insgesamt 10.436 Mitarbeiter beschäftigen.

Lüneburg, am 15. Oktober. LIV-Tagung der Verbände Niedersachsen, Berlin, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein.
Thema: Ausbildungs- und Prüfungswesen, das bereits 1955 von Fritz Schneider, Raig und Oberlehrer Hostmann vorbereitet wurde, in die Tat umzusetzen.

Bonn. Carl Wilhelm Garbers ( geb. 1933 in Hamburg) gründet seine eigene Goldschmiede. Er wird 1972 zum Obermeister der Bonner Innung gewählt. (Löst OM Emil Rodd ab.)

Leipzig (DDR), im Oktober. Die Goldschmiedeobermeister der DDR treffen sich in Leipzig.

1968

346Bundesrepublik Deutschland, am 1. Januar. In der Bundesrepublik wird die Bruttoumsatzsteuer durch die Mehrwertsteuer ersetzt. Außerdem wird die Versicherungspflichtgrenze für Angestellte aufgehoben, womit deren Rentenversicherung der geltenden Regelung für Arbeiter angeglichen wird.

Hanau, im Januar. Michael Heynen, Lehrer an der Zeichenakademie, veröffentlicht in der „Goldschmiede Zeitung“ seine 11. Fortsetzung „Gestaltungslehre“.

DDR, ab Januar. 1968 erscheint die Fachzeitschrift „Uhren und Schmuck“ wieder monatlich und kostet pro Heft 4,50 Mark.

Berlin, am 2. Februar. Jahreshauptversammlung der Goldschmiede-Innung. OM Schöneberg berichtet, dass die Innung jetzt 119 Mitglieder zählt. Die Innungsmitglieder werden aufgefordert, einen freiwilligen Beitrag für die Amtskette des ZV-Präsidenten zu ­leisten.

BRD, am 1. Februar.

Die Edelmetallpreise:

Feingold à Gramm: 4,80 DM, Feinsilber  à Gramm: 0,26 DM, Platin à Gramm: 28,25 DM.

Pforzheim, am 6. Februar. Prof. Theodor Wende stirbt im Alter von 84 Jahren. Wende, in Berlin geboren, arbeitete unter anderem als Goldschmiedemeister in Dresden und war bis zu seiner Pensionierung an der Badischen Kunstgewerbeschule Pforzheim tätig.

Augsburg. Goldschmiedemeister Schmedding legt das Amt des OM nieder. Schmedding wurde am 11. August 1893 in Augsburg geboren. Er lernte den Beruf bei seinem Vater, Gesellenprüfung am 4. 4. 1911. War tätig in mehreren großen Städten Europas. Meisterprüfung am 2.3.1921. Bis 1966 Obermeister. Goldene Ehrennadel des ZV 1961.

Hamburg, am 8. März. J. Friedrich Goldemann ist im Alter von 63 Jahren verstorben. Goldemann fertigte u.a. für den Schah von Persien auserlesenen Schmuck und verfasste das Buch „Das Edelmetallgewerbe“. Münster, im Frühjahr. Im Bürgersaal des historischen Rathauses stellt die Goldschmiede-Innung in 10 Vitrinen ihre Arbeiten aus. Der Erfolg der Ausstellung ist auf die Initiative von OM Werner Fischer zurückzuführen.

München, vom 14. bis 17. März. Deutscher-Goldschmiede-Kongress in München, verbunden mit dem 2. Benvenuto-Cellini-Wettbewerb im Rahmen der Handwerksmesse. Es laden ein: Heinz Mohr, Präsident und Dr. Müller, Geschäftsführer. Die Amtskette des Präsidenten des Zentralverbandes ist fertiggestellt und wird Heinz Mohr durch den Handwerkspräsidenten Wild übergeben. Entwurf und Ausführung: Peter Tauchnitz, Berlin.
Dem Oberbürgermeister Dr. Vogel wird ein Silberleuchter für die Stadt München als Dank für die spontane Einladung zum Weißwurstessen ins Rathaus übergeben.
ZV-Wahlen: 1. Vors. Heinz Mohr. Für Karl Bräutigam, der nicht mehr kandidiert, wird Jean Koch, Hamburg 2. Vors. Beisitzer werden die Herren Schönberg, Berlin; Paul, München; Schlotter, Niedersachsen; Fischer, Münster. Beschlüsse: Genehmigung des Entwurfs für die fachlichen Vorschriften, für Ausbildung und Prüfungen im Gold- und Silberschmiedehandwerk. Bildung eines Ausschusses für Sachverständigenwesen.

München, im März. Für hervorragende Leistungen bei der Durchführung des Cellini-Wettbewerbs erhält auf der 20. Internationalen Handwerksmesse der ZV-Präsident Heinz Mohr vom Bayr. Staatsministerium für Wirtschaft und Verkehr eine Ehrenurkunde. Die Goldschmiedemeisterin Eva Maschner-Elsässer aus Braunschweig wird für ihre Leistungen „Internationaler Schmuck“ mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Trier / Milwaukee, im Frühjahr. Die Goldschmiede Schwarzmann aus Trier errang auf der Internationalen Ausstellung in Mount St. Mary College einen bedeutenden Erfolg, der einige Aufträge aus den USA und England nach sich zog.

Münster, im März. Die Innungsversammlung der Goldschmiede findet in der Werkstatt von Karl-Heinz Metzger statt, der den kompletten Schleuderguss praktisch demons­triert. OM Fischer gibt einen Jahresrückblick und plant für die Lehrlinge eine Studienfahrt nach Idar-Oberstein.

Saarbrücken, im Frühjahr. Die Innung wünscht dem ZV beizutreten und stellt den Antrag zur Aufnahme.

Köln, im Frühjahr. Dem Bewertungsausschuss für den Leistungswettbewerb 1968 gehören folgende Herren an: Emil Rodd, Eugen Zahn, Leo Richarz und Heinz Dienst aus Bonn.

Bundesrepublik Deutschland, am 1. April. Verabschiedet wird das Gesetz über die Handwerkerzählung.

Schwäb. Gmünd, am 5. April. OM Ferner ehrt den ehemaligen OM Prof. Fritz Möhler mit dem Ehrenobermeister und einem silbernen Becher. Geehrt wird er für seine 20-jährige Tätigkeit als OM, die er im vergangenen Jahr beendete.

Leipzig (DDR), März / April. Das Grassi-Museum gestaltet wieder seine Kunsthandwerker-Ausstellung. Leiter des Museums: Fritz Kämpfer.

Kassel, am 6. April. Jahreshauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung. Die 25 Mitglieder zählende Innung diskutiert über eine Gebührenordnung. Der Jahresbeitrag pro Mitglied wird von 30,- DM auf 45,- DM angehoben, für die Gesellen von 5,- DM auf 12,- DM. Ein weiteres Thema ist die Fortbildungsstätte, die im Neubau der Handwerkskammer entstehen soll. OM Stiehl überreicht dem früheren OM F. Bauer die Ehrenobermeister-Urkunde.

Köln, am 8. April. Jahreshauptversammlung der Innung im Haus des Handwerks. OM Wortmann gibt einen Bericht über die Tagung des Zentralverbandes in München. Vorführung eines Farbfilmes „Diamantgewinnung in Südafrika“. Die geplante Studienfahrt für die Jugend führt über Belgien, Luxemburg nach Idar-Oberstein.

Hamburg, am 9. April. Jahreshauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung. OM Jean Koch gibt einen Bericht über die Zentralverbandstagung in München und stellt fest: „…. Wir Preußen haben uns in dieser Zeit bei den Bayern recht wohl gefühlt …”
TOP 2: „Die Fortbildungswerkstatt“ (Kochs Lieblingsobjekt!). Leipzig (DDR), am 9. April. Juwelier Ernst Treusch verstirbt im Alter von 87 Jahren. Treusch trat stets für das Neue ein. Wirkungsstätten: Künstlerkolonie Darmstadt, Werkbund, Dessauer Bauhaus.

Hanau, vom 11. April bis 13. Mai. Im Goldschmiedehaus werden die Arbeiten des Cellini-Wettbewerbes ausgesellt. Die feierliche Eröffnung wird im Fernsehen und Rundfunk übertragen.

Stuttgart, im April. Die „Goldschmiede Zeitung“ erscheint mit einer neuen Titelseite.

Hanau, am 23. April. Feierstunde in der Staatl. Zeichenakademie. Walter Dennert (geb. 1924 in Hamburg) wird neuer Schulleiter und löst Direktor B. Oehmichen ab.

Hannover, am 27. April. Jahreshauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung. Zur gutbesuchten Veranstaltung kann OM Köthe auch den LIM Schlotter aus Celle und den Ehrenlandesinnungsmeister Fritz Schneider begrüßen. Tagesordnungspunkte: Telefon-Warndienst, Werkkunstschule, Innungssatzung, Meister-Freisprechung.

Wuppertal, am 27. April. Um 11 Uhr beginnt im Hause Abeler die Ausschusssitzung des Sachverständigenwesens. Anwesend: Litzinger, Abeler, Wortmann, Düe, Heidemann, Frère. Omanowski wegen Krankheit entschuldigt. Themen: Änderung der Gebührenordnung. Entwurf eines Formblattes von Goldschmiedemeister Schneider. Entwurf zu einem Anhang über Diamantqualitäten, RAL 560.

Hanau. Das Goldschmiedehaus und die Gesellschaft für Goldschmiedekunst schreiben einen Wettbewerb unter dem Titel „Amtsketten deutscher Städte“ aus.

Hannover, am 5. Mai. Im Alter von 74 Jahren stirbt Goldschmiedemeister Fritz Schneider. Schneider hat sich sehr für die Erarbeitung von Ausbildungs- und Prüfungsvorschriften eingesetzt.

Berlin, am 14. Mai. Ehrung der Berliner Preisträger im Cellini-Wettbewerb im Hause Wipperfeld, wo der Goldmedaillenpreisträger Uwe Pabel beschäftigt ist. Für den Herbst wird die Ausstellung „Geformtes Gold“ organisiert.

BRD. Auf der Jahrestagung der Fachverbände wird ZV-Präsident Heinz Mohr mit dem Deutschen Handwerkszeichen geehrt. Hanau. Ausstellung „Europäisches Silber“ im Goldschmiedehaus. Eröffnungsreferat: Heinz-Ulrich Bullermann.

DDR, am 10. und 11. Juni. Die Volkskammer beschließt die Einführung der Pass- und Visapflicht im Reise- und Transitverkehr zwischen der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin. 

Hanau, im Juni. Im Anschluss an die Handwerksmesse werden die preisgekrönten Arbeiten des zweiten Cellini-Wettbewerbes im Goldschmiedehaus ausgestellt. Zur Eröffnung wird ZV-Präsident Heinz Mohr herzlich begrüßt. Göttingen. Die Goldschmiede von Albert Kramer feiert ihr 225-jähriges Bestehen. 1743 gegründet, befindet sie sich in 6. Generation in Familienbesitz.

Dortmund. Albert Litzinger legt sein Amt als Obermeister von Dortmund nieder. Litzinger wurde am 9.12.1905 in Wiesbaden geboren. 1924 Goldschmiedegeselle, Meisterprüfung 1934 in Dortmund, seit 1948 OM von Dortmund. 1948 Mitbegründer des ZV in Fulda.

Würzburg. Adelmar Dölger wird vom Präsidium der Internationalen Welser Messe mit der Goldenen Medaille ausgezeichnet.

Hanau, am 17. Juli. Obermeister Willi Fix ist im Alter von 67 Jahren verstorben (geb. 9.4.1901 in Hanau). Seit 1946 bis zu seinem Ableben war er Innungsobermeister.

Düsseldorf, am 20. Juli. Die Zwillingsbrüder Alfred und Hermann Weyersberg feiern ihren 60. Geburtstag. Die Goldschmiede stammen aus Dresden und betreiben seit 1946 in der Königsallee 50 ihr Geschäft.

Köln, am 26. Juli. Der ZV gibt bekannt, dass die Mitglieder Emil Lehmann, Kiel; Paul Kapteina, Gelsenkirchen, und Willi Fix, Hanau, verstorben sind.

Berlin. Goldschmiedemeister Max Heydemann wird Cellini-Preisträger.

Augsburg, am 11. August. Der frühere OM und langjährige bayr. LIM C. A. Schmedding kann seinen 75. Geburtstag feiern.

Annaberg (DDR), am 15. August. Die Fa. Karl Beyer besteht 125 Jahre. Gegr. 1843 vom Goldschmiedemeister Eduard Merkel konnte sich das Geschäft bis heute erhalten. Die Haustür des historischen Gebäudes ziert ein kunstvoll geschnitztes Goldschmiedewappen (Inh. Kleinschnitz).

Berlin, am 23. August. Zur Hochzeit von Goldschmiedemeister Peter Bräutigam mit Goldschmiedemeisterin Angela-Elisabeth Drechsler (Bundessiegerin 1964) bilden die Junggoldschmiede Spalier.

348Brüssel, vom 10. bis 12. September. Die „EWG-Arbeitsgruppe Edelmetall“ tagt. Thema: Neubestimmung der Feingehalte und die Punzierungsvorschriften.

West-Berlin, am 15. September. Die von Ludwig Mies van der Rohe entworfene Neue Nationalgalerie wird eröffnet.

Düsseldorf, am 16. September. Tagung des Landesinnungsverbandes Nordrhein-Westfalen. Themen: Erziehungsbeihilfen, Mindeststundenlöhne, Sachverständigenausschuss, Ausbildungsvorschriften, Versicherungen. Empfehlung der Stundenlöhne:     1. Gesellenjahr 2,45 DM; 2. Gesellenjahr 2,92 DM; 3. Gesellenjahr 3,20 DM; 4. Gesellenjahr 3,65 DM; 5. Gesellenjahr 4,15 DM. Biberach, am 29. September. Anlässlich des 300. Geburtstages von Georg Christoph Dinglinger (geb. 6.9.1668 in Biberach, gest. 28.5.1746 in Dresden) veranstaltet der Kunst- und Altertumsverein und der Familienverband Dinglinger eine würdige Feierstunde. Den Festvortrag hält Dr. Holzhausen, Bonn.

Köln, am 26. Oktober. Den Lossprechungsfeierlichkeiten der Gold- und Silberschmiede-Innung Köln wohnen 27 französische Junghandwerker aus Lyon bei.

Bonn, am 28. Oktober. Willy Brandt erklärt die Bereitschaft, von der Existenz der DDR als eines zweiten deutschen Staates auszugehen und der Regierung der DDR auf gleichberechtigter Basis zu begegnen.

Bonn, im Herbst. Die Begabtenförderung im Handwerk bewilligt Mittel für folgende Goldschmiede: Egbert Bahrs, Uli Gaißer, Renate Hötz, Hans Peter Jost, Andreas Killinger, Axel Möhrle und Doris Nowak.

Düsseldorf, am 3. November. Einbruch bei Goldschmiedemeister René Kern in der Königsallee. Es werden 2 Panzerglasscheiben zerstört und 33 Schmuckstücke im Gesamtwert von 20.000,- DM geraubt.

DDR. Durchführung des 1. DDR offenen Schmuckwettbewerbes, an dem insgesamt 106 Stücke zur Bewertung vorliegen. Erfolgreichste „Werkstatt“ war die Firma Meyer/Gerlach aus Freiberg. Sechs Arbeiten kamen von 4 Mitarbeitern und alle sechs waren unter den ersten 15 Wertungsplätzen. Der 1. Preis ging an Horst Gerlach für einen Damenring, 585 Gold mit Perlen und Granulation. Unter den weiteren „schönsten Stücken“ ein Damenring in 585 Gold mit Amethyst von Helga Schlegel, Firma Träger, Mülsen St. Jacob.

BRD, am 19. November.

Edelmetallpreise:

Feingold à Gramm: 5,37 DM, Feinsilber à Gramm: 0,28 DM, Platin à Gramm: 36,95 DM.

Düsseldorf, am 28. November. An der Kunstakademie kommt es zu Auseinandersetzungen um die Lehrtätigkeit von Joseph Beuys, weil dieser sich für Mitbestimmungsrechte der Studenten einsetzt.

Bonn. Herausgabe der „Fachlichen Vorschriften zur Regelung des Lehrlingswesen und der Gesellenprüfung im Goldschmiede- und im Silberschmiede-Handwerk durch den Deutschen Handwerkskammertag. Damit werden die Vorschriften vom März 1941 ersetzt.

Bundesrepublik Deutschland, Bundesgesetzblatt vom 21. Dezember. Die vom Minister für Wirtschaft erlassene Verordnung über verwandte Handwerke ist in Kraft getreten. Aufführungsliste Nr. 30: „Silberschmiede, Gürtler und Metalldrücker werden für verwandt erklärt“.

Köln, am 31. Dezember. Die Jahresrechnung des ZV wie folgt: Einnahmen: 46.900,86 DM; Ausgaben: 42.801,71 DM. Die ZV-Kette wird mit 27.000,- DM in der Bilanz geführt. Das Berlin-Vermögen mit 134.879,91 DM angegeben.

1969

348Zwickau (DDR), am 17. Januar. Im „Aufruf zur Weiterführung des sozialistischen Wettbewerbs zum 20. Jahrestag der DDR“ der Zwickauer Edelschmiede steht unter anderem: „Erarbeitung eines Modells zur Bildung eines Schmuckkombinates“. (Betriebsleiter Heinz Barth)

Hamburg, vom 6. bis 8. Februar. Vorstandssitzung des Zentralverbandes der Deutschen Juweliere, Gold- und Silberschmiede.

BRD, im Februar. Edelmetallpreise in Gramm ca.: Gold: 5,50 DM, Silber: 0,24 DM, Platin 34,00 DM.

Köln, am 28. Februar. Eröffnung der Ausstellung „Kunst der sechziger Jahre“ im Wallraf-Richartz-Museum. Es handelt sich dabei um die Privatsammlung des Aachener Industriellen Peter Ludwig, der eine der wichtigsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst in Europa besitzt. In der Ausstellung sind rund 100 Bilder und Objekte sowie Lithographien als Dauerleihgaben zu sehen. (Aus der Dauerleihgabe entsteht später das Museum Ludwig.)

West-Berlin, am 5. März. Gustav Heinemann wird mit 512 Stimmen zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Saabrücken. Die Innung Saarbrücken mit dem Obermeister Lang wird Mitglied im Zentralverband.

Hamburg, im März. Eine Delegation des ZV besucht die Hauptverwaltung der IDUNA-Versicherung in Hamburg. Präsident Heinz Mohr, Vizepräsident Jean Koch und weitere Repräsentanten des Handwerks informieren sich vor Ort über die Dienstleistungen und Verbindungen der Versicherung.

Neumünster, am 16. März. Jahreshauptversammlung der Goldschmiede-Innung Kiel, im Tannhof, Neumünster. Themen: Vorbereitung der 500-Jahrfeier der Kieler Innung 1970 und Schaffung einer Amtskette und einer Medaille.

Iserlohn, am 25. März. Hauptversammlung der Goldschmiede-Innung Iserlohn. Zum Nachfolger des langjährigen OM Peter Schneider wird Rudolf Leder aus Siegen gewählt.

Münster, im April. Die Gold- und Silberschmiede-Innung Münster stiftet für die älteste Einwohnerin, Agnes Beckmann, zum 102. Geburtstag eine Ehrenkrone. OM Fischer und der Bürgermeister Dr. Biermann überreichen das Schmuckstück und übermitteln die Grüße.

BRD, im April.

Edelmetallpreise, per Gramm:

Gold: 5,60 DM, Silber 0,23 DM, Platin: 27,00 DM.

Pforzheim, am 25. April. Freisprechungsfeier in der Aula der Goldschmiedeschule. 49 junge Goldschmiede, 2 Silberschmiede und 4 Fasser haben die Meisterprüfung abgelegt.

München, am 29. April. Im Alter von 80 Jahren ist Goldschmiedemeister Max Olofs gestorben. Kurz vor seinem Tod richtete er sich noch eine neue Werkstatt ein. Seine letzte große Arbeit war die Amtskette für die Stadt

Günzburg/Donau. Max Olofs hat viele Auszeichnungen erhalten und war auch Träger des Goldenen Ehrenringes.

Bonn, am 13. Mai. Der Bundestag verabschiedet ein Arbeitsförderungsgesetz (AFG), das die Funktion der Bundesanstalt für Arbeit neu festlegt. Das AFG, das am 1.7. in Kraft tritt, umfasst neben der finanziellen Arbeitslosenunterstützung vorbeugende Maßnahmen, wie Beratung, Vermittlung, Umschulung und Fortbildung zur Verhinderung von Arbeitslosigkeit.

Rostock (DDR), am 14. Mai. Der erste Museums-Neubau der DDR, die Rostocker Kunsthalle, wird eröffnet.

Wißgoldingen, vom 14. bis 17. Mai. Arbeitstagung des Zentralverbandes für das Juwelier-, Gold- und Silberschmiedehandwerk. Präsident Heinz Mohr wendet sich an die „neuen“ Obermeister, denen er ans Herz legt 3 Dinge zu beherrschen: „Den Beruf kennen – Toleranz üben – Sich selbst Mäßigung auferlegen“. OM Werner Fischer berichtet mit Lichtbildaufnahmen über seine Ceylon-Reise. OM Köthe referiert über die Arbeit des Fachausschusses für das Ausbildungswesen. OM Frère hält einen Vortrag über „synthetische Smaragde“. Beschlüsse: Für die Fachbibliothek im Goldschmiedehaus werden 1.000,– DM bereitgestellt. Einrichtung eines Ausschusses für das Berlinvermögen, Umbau des Hauses Blücherstraße 19 in Berlin. Der ZV zählt insgesamt 1.558 Mitglieder. Der Jahresbeitrag beträgt jährlich 14,40 DM. Auf der Jahrestagung wird beschlossen, den ZV-Beitrag um 20% zu erhöhen.
Festlegung der Stimmrechte:
                                                            1967    1968    1969    Stimmen
Baden-Württemberg                  160         158     157             5
Bayern                                             265         265     265             7
Berlin                                               122         122      122             4
Bremen                                             40           40        40             2
Rheinland-Pfalz                          106         106      103            4
Hamburg                                         95            95        95             3
Hessen                                           135          130     133             4
Niedersachsen                           120          120     119             4
Nordrhein-Westfalen              465          465    455             11
Schleswig-Holstein                    54             54       37              2
Saarbrücken                                  –               –         32               2
                                                      1.562       1.555    1.558         48

354Arnstadt (DDR). Es werden unter Leitung des Ministeriums für Musik und Kultur, Sitz Plauen/V., für Goldschmiede Lehrpläne für Theorie und Praxis erarbeitet.

Freiberg (DDR), im Mai. In der „Uhren und Schmuck“ Mai 1969 wird Goldschmiede­meis­ter Horst Gerlach aus Freiberg vorgestellt. (Mitglied der Jury des DDR Schmuckwettbewerbes seit 1968).

Dortmund, im Mai. Versammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung. OM Albert ­Litzinger legt sein Amt nieder. Neuer Obermeister wird Berthold Knies, Dortmund. Stellv. OM Klaus Winckel, Hagen.

München, am 10. Juni. OM Friedrich Paul wird 65 Jahre alt. Paul ist seit 1967 LIM und seit vielen Jahren im Vorstand des ZV tätig.

Pforzheim, am 11. Juni. Einlieferungstermin für den „3. Internationalen Schmuckwettbewerb des Schmuckmuseums“.

Bonn, am 12. Juni. Verabschiedung des Gesetzes über die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall im Bundestag.

Wißgoldingen, vom 19. bis 22. Juni. Fach-Happening im Haldenhof. Junggoldschmiede aus allen Teilen der Bundesrepublik kommen zu Vorträgen und zum Erfahrungsaustausch zusammen.

Bundesrepublik Deutschland, am 24. Juni. „Der Betrieb“ 1969/1505. Urteil des Oberlandesgerichtes „Preisunterbietung ist ein unlauteres Mittel …. Allerdings werde die Preis­unterbietung wettbewerbsrechtlich angreifbar, wenn sie verwerflich sei …“

Hanau, im Sommer. Semesterabschlussfeier an der Fachschule. Oberstudienrat H. U. Bullermann und seine Kollegen E. Burgel, G. Froschauer, S. Männle, A. Amend und deren Schüler gestalten den Festabend.

Burg (DDR), GZ Nr. 7. Kirchengoldschmied Hans Adolf wird in der „Goldschmiede Zeitung“ vorgestellt. 1911 in Breslau geboren, studierte in München, Meisterprüfung 1934, Umsiedlung aus Schlesien 1945 und seit 1947 anerkannter Kunsthandwerker der DDR.

Karl-Marx-Stadt (DDR). Auf der „Konferenz der sozialistischen Kollektive, der Schrittmacher und Neuerer des Handwerks im Bezirk Karl-Marx-Stadt“ reift bei den Goldschmieden der Berufsgruppe der Gedanke, ein Fachkabinett einzurichten.

Nürnberg, vom 3. bis 6. Juli. Tagung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. Bundesrepublik

Deutschland, am 10. Juli. Der Bundesrat stimmt in seiner 342. Sitzung dem Berufsbildungsgesetz zu. Am 1. September des Jahres tritt das Gesetz in Kraft.

Düsseldorf, am 10. Juli. Die Victoria-Versicherung kündigt den Goldschmieden den Rahmenvertrag über „Bearbeitungsschäden“. Begründung: „Zu wenige Gold- und Silberschmiede machen von der Möglichkeit der Versicherung Gebrauch“. Bundesrepublik Deutschland. Die Begabtenförderung für Goldschmiede geht an Hans Klinkhammer, Münster; Armgart Redlich, Hamburg, und Frauke Kühn, Rendsburg.

Bonn, am 14. August. Der Bundestag verabschiedet das Berufsbildungsgesetz, das betriebliche und überbetriebliche Ausbildung bundeseinheitlich neu regelt.

DDR / Freiberg. Die „Uhren und Schmuck“ stellt Ziseleur- und Goldschmiedemeister Siegfried Meyer aus Freiberg vor. Meisterprüfung der beiden Berufe 1951. Siegfried Meyer fertigte u.a. die Beschläge für das Gästebuch von Wilhelm Pieck; eine Nachbildung der historischen Rektoratskette der Freiberger Bergakademie. Siegfried Meyer ist auf vielen Ausstellungen präsent, gibt seine Erfahrungen und Ideen bereitwillig an die Kollegen weiter und ist als hervorragender sächsischer Goldschmied zu bezeichnen.

Görlitz (DDR). Aus Anlass des 20. Jahrestages der Gründung der DDR findet in Görlitz eine Schmuckausstellung statt, an der sich das Handwerk und die Industrie beteiligen.

Krefeld. Karl-Heinz Bründt (geb. 8.6.1930 in Krefeld) wird zum Obermeister gewählt.

Freiberg (DDR). In Freiberg wird der Erz- und Silberbergbau eingestellt.

Berlin, am 5. September. Versammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung. Wahl eines neuen Vorstandes: Obermeister Ernst August Grimm, stellv. OM Else Kowalski, Schatzmeister Max Heydemann, Schriftführer Burkhard Grammersdorf, Lehrlingswart Peter Bräutigam.

Bundesrepublik Deutschland, am 17. September. Der vormalige Präsident des ZV, Arnold Wächter, kann seinen 70. Geburtstag feiern.

DDR, am 3. Oktober. Der DDR-Staatschef Walter Ulbricht eröffnet ein zweites Fernsehprogramm in der DDR.

Paris, am 23. Oktober. Die Fabrikanten in der Internationalen Vereinigung Schmuck- und Silberwaren tagen in der französischen Hauptstadt. Hauptthema: Die Vereinheitlichung der Feingehalts- und Punzierungsvorschriften in der EWG.

Bundesrepublik Deutschland, im Herbst. Sieger im praktischen Leistungswettbewerb der Handwerkerjugend. Gold- und Silberschmiede: Peter H. Siegel, München; Burkhard Schürmann, Abtei Münsterschwarzach. 2. Sieger: Karin Blumberg, Düsseldorf; Michael Robscheit, Aachen. 3. Sieger: Christiane Göbel, Hamburg. Bundesrepublik

Deutschland, im Herbst. Im Edelmetallhandwerk werden die Mindestlöhne um 8 % erhöht. Jetzt: 1. Gesellenjahr Brutto 2,65 DM; 2. Gesellenjahr Brutto 3,15 DM; 3. Gesellenjahr Brutto 3,45 DM; 4. Gesellenjahr Brutto 3,95 DM; 5. Gesellenjahr Brutto 4,48 DM.

Bonn, am 28. Oktober. In seiner Regierungserklärung kündigt Bundeskanzler Willy Brandt das umfangreichste Reformprogramm der deutschen Nachkriegsgeschichte an. Unter anderem zeigt er unter dem Motto „Zwei Staaten – eine Nation“ Bereitschaft zu gleichberechtigten Verhandlungen mit der DDR.

Braunschweig. Eberhard Rullkötter (geb. 17.7.1926 in Braunschweig) wird zum Obermeister gewählt.

Bremen. Hans Bergner wird Landesinnungsmeister und Obermeister der Landesinnung Aurich-Bremen-Oldenburg.

1970

Hanau, am 1. Februar. Im Innungsbereich werden insgesamt 32 Goldschmiede-Gesellen und 7 Lehrlinge beschäftigt.

DDR, im März. In der „Uhren und Schmuck“ März 1970 erscheint ein Artikel „Wer darf Gold- und Silbermünzen besitzen?“ Erklärt wird, dass dabei die Bestimmungen des Devisengesetzes zu beachten sind!

Erfurt (DDR), am 19. März. Bundeskanzler Willy Brandt und der Vorsitzende des Minis­terrates der DDR Willi Stoph treffen sich in Erfurt zum ersten innerdeutschen Gipfelgespräch. Obgleich keine nennenswerten Ergebnisse erzielt werden können, macht die stürmische Begrüßung des Bundeskanzlers seitens der DDR-Bürger das Treffen zu einem politisch bedeutsamen Ergebnis.

Solingen, im April. Der ehemalige Obermeister Franz Helf ist verstorben.

Hannover, am 5. Mai. Goldschmiede- und Edelsteinfassermeister Fritz Schneider starb. Schneider wurde am 20. Oktober 1896 in Langendiebach bei Hanau geboren. Meisterprüfung 1935, selbstständig seit April 1936 in Hannover. 1951 bis 1963 Landes­innungs­meis­ter von Niedersachsen. 1962 Träger des Bundesverdienstkreuzes I. Klasse; Träger der Ehrennadel des ZV. Hanau, im Mai. Das Ehrenmitglied des ZV, Bernd Oehmichen ist verstorben. Wißgoldingen, vom 28. bis 31. Mai. Zum dritten Mal wird die Begegnung Schmuckschaffender auf dem Haldenhof durchgeführt. Eingeladen ist auch die Fachjugend aus dem Ausland. (Möglichst deutschsprechend!)

Hamburg, vom 10. bis 15. Juni. In Verbindung mit der 600-Jahrfeier der Innung Hamburg wird die Jahrestagung des ZV abgehalten. Auf der ZV-Tagung wird zum III. Benvenuto-Cellini-Wettbewerb für 1973 in Schwäb. Gmünd aufgerufen. Beschluss: Änderung der Bezeichnung 1. bzw. 2. Vorsitzender in „Präsident“ bzw. „Stellvertretender Präsident“ auf Antrag der Innung Münster. Mitgliederzahl: 1.542. Hamburg, am 15. Juni. Die Teilnehmer der ZV-Tagung machen eine Schiffsfahrt nach der Insel Helgoland.

Hamburg, am 13. August. Der Senatspräsident dankt dem ZV für den silbernen Leuchter, den Senator Kern anlässlich der Jahrestagung des ZV entgegennehmen konnte.

Bremen, am 6. September. Hans Bergner, Goldschmiedemeister im Herdentorsteinweg 7, wird zum Obermeister gewählt.

Köln, im September. Der ZV gibt bekannt, dass von der Stiftung für Begabtenförderung im Handwerk, Bonn, insgesamt 3.760,- DM bewilligt und 5.400,- DM in Aussicht gestellt werden. Die Beträge kommen den Goldschmieden Bernd Convertini, Hamburg; Lorenz Gall, Kleindingharting; Anette Lucas, Münster und Petra Popp zugute.

DDR, am 16. September. Die Volkskammer verabschiedet die „Grundsätze für die Aus- und Weiterbildung der Werktätigen“ und das „Gesetz über die Zivilverteidigung der DDR“.

Geldern. Paul van Ooyen (geb. am 7.‑12.‑1919) wird zum Obermeister der Innung Geldern, Kleve, Moers gewählt.

Bonn, am 5. November. Die Bundesregierung beschließt die Verbesserung der Qualifikationen der Ausbilder und die Schaffung neuer Ausbildungsplätze.

DDR, im Dezember. Die Erzeugnisgruppe Schmuck hält in Leipzig ihre erste Vollversammlung ab. Leiter der EG Schmuck ist Franz Gahler, Betriebsdirektor des VEB Ostseeschmuck.