1971
Bundesrepublik Deutschland, am 1. Januar.
Löhne für Goldschmiede:
1. Lehrjahr pro Monat: 190,- DM, 2. Lehrjahr pro Monat: 230,- DM, 3. Lehrjahr pro Monat: 270,- DM, 4. Lehrjahr pro Monat: 315,- DM.Gesellenlöhne:
17 bis 19 Jahre pro Stunde 4,25 DM, 19 bis 21 Jahre pro Stunde 4,75 DM.
Bundesrepublik Deutschland. Die Bundesrepublik stellt auf Erdgas um.
Dresden, am 12. Februar. Goldschmiedemeister Ulrich Kretzschmar klagt mit einer Eingabe an den Rat des Stadtbezirkes Dresden über die schleppende Bearbeitung seines Gewerbeantrages.
Stuttgart, am 11. März. Die erste DDR-Ausstellung in der Bundesrepublik unter dem Titel „Fünf Städte mahnen“ eröffnet. Gezeigt werden Bilder der Zerstörung der Städte Dresden, Leningrad, London, Rotterdam und Warschau im Zweiten Weltkrieg.
Bielefeld, im Mai. Auf Initiative von Obermeister Wilhelm Holtmann wird die Amtskette für den Obermeister fertiggestellt. Arbeitsbeginn war 1964!
Würzburg. Goldschmiedemeister Karl Süssenguth (geb. 17.12.1913) legt das Amt als Obermeister nieder, das er seit 1950 inne hat. Nachfolger wird Adelmar Dölger (geb. 7.5.1911 in Obernau).
Saarbrücken, vom 13. bis 15. Mai. Tagung des Zentralverbandes der Juweliere, Gold- und Silberschmiede im Hotel „Am Triller“. 51 Kollegen kommen zur Tagung. Von den 43 stimmberechtigten Vertretern sind 37 anwesend. Begrüßung durch Obermeister Lang, Saarbrücken. Gäste: Eine Delegation aus Luxemburg mit Präsident Kass. Wahl des Präsidenten des Zentralverbandes zwischen Fischer und Hartkopf. 19 Stimmen für Fischer, 17 Stimmen für Hartkopf bei einer Enthaltung. Obermeister Peter Ferner aus Schwäbisch Gmünd wird Vizepräsident des Zentralverbandes. Der neue Beirat: Die Herren Grimm, Hartkopf, Fuess. Der „alte“ Präsident Heinz Mohr wird Ehrenpräsident des ZV. Vorstandsmitglied Atemar Frère wird die Goldene Ehrennadel des ZV verliehen. Der Oberbürgermeister Dröse aus Hanau wird Ehrenmitglied des Verbandes. Auf der Verbandstagung des ZV wählen die Mitglieder einen neuen Fachausschuss für Ausbildungs- und Prüfungswesen. Neue Obermeister: Keller aus Köln; Klaus Winckel aus Hagen, Innung Dortmund; Bruder Dölger, Kloster Münsterschwarzach, Innung Würzburg; Hans Bergner aus Bremen.
Düsseldorf, im Mai. Der Geschäftsführer des Zentralverbandes, Rechtsanwalt Dr. Hermann Müller, erhält die Ehrennadel des Deutschen Handwerks. (Entwurf der Nadel: Goldschmiedemeister Bullermann.)
Bielefeld. Goldschmiedemeister Georg Zartmann wird zum neuen Obermeister gewählt. Er führt das Amt bis 1983 aus.
DDR, ab Juni. Die „Uhren und Schmuck“ erscheint nur noch jeden 2. Monat.
Zwickau (DDR). Die Edelschmiede bezieht ihr neues Gebäude in der Leipziger Str. 130.
Köln. Goldschmiedemeister Friedrich Keller (geb. am 27.4.1927) wird Obermeister.
Ahlen, im Juni. Rundschreiben 4/71. Der neue ZV-Präsident Werner Fischer bedankt sich bei seinen Wählern und bittet um deren Vertrauen und eine gute Zusammenarbeit.
Köln / Ahlen, im Juni. Umzug der Geschäftstelle von Köln nach Ahlen. Spediteur Anton Neuhaus berechnet: 2 m Ladung – 139 km. Rechnung 23. Juni 1971, mit 11% Mwst. Gesamt 326,34 DM.
Wiesbaden, am 5. Juli. Das Bundeskriminalamt teilt auf Anfrage des ZV die Kriminalitätsdelikte auf die Branche 1969 und 1970 mit: Im Jahre 1969: 319 Einbrüche, davon 206 in Schaufenster, im Jahre 1970: 452 Einbrüche, davon 355 in Schaufenster.
Mainz, im Juli.
Praktischer Wettbewerb der Handwerksjugend im Gold- und Silberschmiedehandwerk.
1. Bundessieger: Margot Henkel, Hildesheim / Ausbilder: Jacob Welker; 2. Bundessieger: Arno Weber, Oberhausen / Ausbilder: Otto Kaminski, Mühlheim; 3. Bundessieger: Doris Hohweiler, Neustadt/Weinstr. / Ausbilder: Herbert Maeller.
Berlin, am 8. und 9. August. Arbeitstagung des ZV-Präsidiums. Präsident Fischer legt in Begleitung von Frau Schultz am Grabe des verstorbenen Landesinnungsmeisters Erich Schultz einen Trauerstrauß nieder.
Köln, am 14. August. Im WDR wird ein berufskundliches Hörbild über
den Goldschmied und Gemmologen gesendet. (Ausgestrahlt im 2. Programm, 9.20 Uhr).
USA, am 15. August. Aufkündigung der Dollar-Gold-Konvertibilität in den Vereinigten Staaten. (Beginn der Goldpreisteigerung!)
Königstein, am 27. August. Der ZV-Präsident Werner Fischer wird von Dr. Witthöfft nach Königstein zur Einweihung des 3. Lehrsaales eingeladen. Als sichtbares Zeichen, die Verbindung zum ZV nach Königstein darstellend, hat der ZV-Präsident einen Goldenen Nagel, mit echtem Saphir angefertigt und überreicht.
Berlin. Der Rechtsanwalt und Notar Lothar Dittmar verwaltet das Goldschmiedehaus und leitet die Dienststelle des ZV-Berlin.
Hanau, am 2. und 3. Oktober. Zu einer Arbeitstagung treffen sich 17 Fachlehrer aus der Bundesrepublik. Robert Köthe hat in die Zeichenakademie eingeladen, um verbindliche Rahmenpläne zu erarbeiten. Auf Einladung des ZV besprechen die Obermeister Bräutigam, Hagemann und der Präsident Fischer mit der Presse die „Hanauer Tage 1972“.
Der scheidende Oberbürgermeister von Hanau, Herbert Dröse, wird vom Ehrenpräsidenten H. Mohr mit der Ehrenmitgliedschaft des ZV ausgezeichnet. Anwesende: Präsident Werner Fischer, Vizepräsident Ferner, Landesinnungsmeister Bräutigam, Hartkopf, Dennert, Hagemann und von der Goldschmiede Zeitung, Frau Bergmaier. Übergabe der Amtskette der Innung an Obermeister Hagemann. Die Idee zur Amtskette stammt von Willi Fix. Entworfen und angefertigt wurde sie von Herrn Astikainen, Heitzenröder, Kempel, Kunesch und dem Graveur Tölle.
Hamburg, am 9. Oktober. F. R. Wilm verstirbt. Wilm, eine der bedeutendsten Goldschmiedepersönlichkeiten der Zeit, übernahm in 5. Generation das Erbe einer fast 200-jährigen Firma, die über viele Jahre als kaiserlicher und königlicher Hofjuwelier privilegiert war. Mitglied des Deutschen Werkbundes, RV-Präsident, Gründer der Gesellschaft für Goldschmiedekunst, Mitglied der Preußischen Akademie der Bildenden Künste. (geb. 11. Oktober 1880 in Berlin.)
Zwickau (DDR), am 13. Oktober. Die Berufsgruppe des Zwickauer Goldschmiede-Handwerks versammelt sich im „Thüringer Hof“. TOP 1: Die Volkskammerwahlen am 14.11.1971. TOP 2: Bericht des Eigenkontrollorgans: Kollegen Günther und Metzner. Kollege Träger hält einen Lichtbildvortrag über seine Reise in den sowjetischen Orient.
Hanau, am 4. und 5. November. Der ZV-Präsident Fischer, Ferner, Hartkopf und Köthe reisen zu Gesprächen nach London. Themen: Intensivierung des Diamanthandels und Werbung für Diamantschmuck in Deutschland.
Dortmund, am 15. Dezember. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Unfallforschung wird gegründet. Sie soll die Bedingungen für sichere und gesunde Arbeitsplätze erforschen.
1972
Wuppertal, am 10. Januar. Obermeister Arhelger organisiert die Zusammenkunft des ZV-Präsidiums. Thema: Vorbereitung des Cellini-Wettbewerbs.
Bonn. Für das Rechnungsjahr hat der Zentralverband 3.761,00 DM an die Bundesvereinigung der Fachverbände zu zahlen.
Frankfurt/M., am 14. März. Goldschmiedemeister Karl H. Bräutigam wird Ehrenobermeister der Frankfurter Innung. Bräutigam wurde am 14. Oktober 1900 in Frankfurt geboren. Gründer der Innung Frankfurt. Meisterprüfung am 1.10.1934. Seit 1949 Landesinnungsmeister von Hessen. Bundesverdienstkreuz am Bande am 28. Juli 1967. Ehrennadel des ZV am 11.7.1970, seit 1972 Ehrenmitglied.
Bonn, am 16. März. Mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande wird Goldschmiedemeister Georg Abeler aus Wuppertal-Elberfeld ausgezeichnet. Georg Abeler besuchte die Oberrealschule, Goldschmiede-Lehre, Zeichenakademie Hanau, 1932 Meisterprüfung, 1958 Eröffnung des Uhrenmuseums. Mitglied der Uhrmacherinnung und der Goldschmiedeinnung.
BRD. Dem ZV gehören 7 Landesinnungsverbände an. Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Saarland.
West-Berlin, am 30. März. Nach dem Umzug von Darmstadt nach West-Berlin beginnt das Bauhaus-Archiv seine Ausstellungstätigkeit mit einer Werkschau des Künstlers László Moholy-Nagy.
DDR. Zum „DDR-offenen Schmuckwettbewerb“ (Armschmuck) wurden 41 Arbeiten eingesandt. Es wird über die Interessenlosigkeit am Wettbewerb geklagt. Preis: Siegfried Meyer, Freiberg. Preis: Gottfried Peloke, Löbau.
Ahlen. ZV-Präsident Fischer gründet den Förderring des ZV. Für die Jahre 1972 bis 1973 stellen sich spontan folgende Firmen bereit, den Verband mit einer namhaften Summe zu unterstützen: Degussa, Frankfurt / Heraeus, Hanau / Diamantschleiferei Köhler, Langenselbold / Gebrüder Schaffrath, Hanau / Jean Wunderlich, Hanau / Gebrüder Ott, Hanau / Zeh und Schien, Hanau.
Zwickau (DDR), im Mai. In der „Uhren + Schmuck“ Nr. 3 werden Ringe in Gusstechnik von der Edelschmiede abgebildet.
Karl-Marx-Stadt (DDR), Ende Mai. Die Arbeiten aus dem DDR-Schmuckwettbewerb werden im Schaufenster des HO-Kunstgewerbeladens, Karl-Marx-Allee, ausgestellt.
Hanau, vom 1. bis 3. Juni. ZV-Tagung im Kammermusiksaal der Stadthalle. Gäste der Tagung: Walter Dennert, Zeichenakademie; H. Bredel, Magistrat und Goldschmiedehaus; Prof. Dr. Hermann Bank, Dt. Gemmologische Gesellschaft.
Die neue Satzung mit Sitz in Ahlen ist eingetragen. Auf Vorschlag von OM Bründt, Krefeld, soll der Beitrag von bisher 20,- auf 30,- DM erhöht werden, Berlin will in Zukunft den vollen Beitrag zahlen. Weitere Themen: Wettbewerb der Warenhäuser, die damit Werben, für das erste Jahr die Schmuckversicherung zu übernehmen. Hierzu werden Gespräche mit der Mannheimer-Versicherung geführt. Ergänzung zum Vertrag Zentralverband – Goldschmiedehaus, betr. der Fachbibliothek. Bei einer evtl. Auflösung hat der ZV das Vorkaufsrecht der Bestände. Goldschmiedemeister Robert Köthe, Hannover, bekommt einen Ehrenbecher für seine Arbeit im Ausbildungs- und Prüfungswesen überreicht. Fachausschuss für Ausbildungs- und Prüfungswesen: Vors. R. Köthe, Hannover; P. Bräutigam, Berlin; H. Carstensen, Essen; H. Scheele, Hamburg; W. Wolf, Bremen.
Zum zweitägigen Sachverständigen Meeting macht Dr. Gübelin, Luzern, die rund 200 Teilnehmer mit den schweizerischen Richtlinien für Sachverständige vertraut.
Neue Obermeister: Paul Rotgerber, Vallendar, Innung Mittelrhein; Georg Zartmann, Herford, Innung Bielefeld; Horst Siomon, Münster; Albert Welker, Neu-Isenburg, Innung Frankfurt; Kurt Glaeser, Lüneburg; C. W. Garbers, Bonn. Aufnahme von förderaktiven Mitgliedern: Goldschmiede Zeitung; Fa. Eickhorst; Fa. Oskar Leiber; Gebr. Ott; Fa. Wieg & Co. Mitgliederzahl: 1.426.
BRD, am 5. Juni. Der Malermeister Paul Schnitker, geb. am 12.1.1927 in Münster, wird zum Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks gewählt.
Regensburg, am 15. Juni. Franz Riebel (geb. 30.3.1915 in Regensburg) wird zum Obermeister gewählt. Er war bereits von 1951 bis 1956 Obermeister der Innung.
Lüneburg. Kurt Glaeser (geb. am 14.1.1922 in Lüneburg) wird zum Obermeister gewählt.
Deutschland, am 16. August. Die offiziellen Verhandlungen zu einem Vertrag über die Grundlagen der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der DDR beginnen.
Ahlen. Das Goldene Buch, zur Berufsausbildung im Edelmetallgewerbe wird unter Federführung von ZV-Präsident Werner Fischer und Robert Köthe erstmals herausgegeben.
Dresden (DDR). Das Staatliche Museum für Mineralogie und Geologie zu Dresden gestaltet eine Ausstellung. Thema: „Edle Steine in Natur, Kultur und Technik“. In einer Vitrine werden besondere sächsische Edelsteine gezeigt: Topase vom Schneckenstein, hellblaue Topase von den Greifensteinen, Turmaline von Penig und Wolkenburg sowie Schörl aus dem Turmalin-Schorf von Ifersgrün und Aquamarine aus der gleichen Lagerstätte.
Hannover, im September. In den Gesellenausschuss der Gold- und Silberschmiede-Innung wurde Heinz-Jürgen Ahnefeld zum Vorsitzenden (Altgeselle), Brigitte und Horst Meyer zu ordentlichen Mitgliedern; Hasso Herdes und Richard Hübner zu stellvertretenden Mitgliedern gewählt.
Mannheim–Heidelberg, im September. Die Jahresmitgliederversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung für den Handwerkskammerbezirk Mannheim–Heidelberg wählte ihren bisherigen Obermeister Heinz Jarosch für die nächsten 3 Jahre erneut in dieses Amt. Stellvertreter wurde Goldschmiedemeister Werner Welsch, Heidelberg, Lehrlingswart Goldschmiedemeister Ullrich Ehmke, Mannheim.
Arnsberg. Goldschmiedemeister Heribert Schewe (geb. 1927) wird zum Obermeister gewählt.
DDR, am 16.Oktober. DDR-Bürgern, die vor dem 1. Januar 1972 die DDR verließen, wird die DDR-Staatsbürgerschaft aberkannt. Sie werden strafrechtlich nicht mehr verfolgt.
Unterfranken. Obermeister Adelmar Dölger arbeitet eine Obermeisterkette und einen Innungshumpen in Silber. Die Kette ist mit einem Sonnenstein und 20 Labradoriten und Email besetzt. Weiterhin erarbeitet er eine Chronik seiner Innung, die auf Büttenpapier gedruckt ist. Die Deckel der Chronik ziert ein in Zellenschmelz ausgeführtes Eligius-Motiv. Alle angeführten Arbeiten stiftet OM Dölger seiner Innung.
Aachen. Für die Goldschmiede-Innung Aachen wird in Zusammenarbeit mit den Lehrlingen wird eine Obermeisterkette geschaffen.
Bundesrepublik Deutschland, im Herbst.
Die Bundessieger im Landeswettbewerb der Deutschen Handwerksjugend im Gold- und Silberschmiedehandwerk 1972.
1. Bundessieger (Silberschmied) Michael Rohe, Kleinwallstadt. Ausbilder: Fa. Sebald & Enger, Würzburg.
1. Bundessieger (Goldschmied) Wolfgang Wünsche, Hamburg. Ausbilder: Heinz Gödecke, Hamburg.
2. Bundessieger (Goldschmied) Franz G. Stampfer, Warburg. Ausbilder: E.A. Reinhold, Hildesheim.
3. Bundessieger (Goldschmied) Thomas Hörner, Schwäbisch Gmünd. Ausbilder: Adam Hörner, Schwäbisch Gmünd.
Ahlen, am 7. November. ZV-Präsident Werner Fischer schreibt an den Innenminister Genscher, Bonn, einen Einschreibebrief. Es wird um Auskunft einer „möglichen Verordnung im Sinne einer Selbstschutzpflicht für Juweliere, Gold- und Silberschmiede“ gebeten, die am 17. Juli 1972 bei der Konferenz der Innenminister verhandelt worden sei.
Königstein/Ts., am 29. November. Präsident Werner Fischer lädt nach Königstein zu einer Grundsatzbesprechung ein. Thema: „Zunehmende Gefährdung der Fachgeschäfte“.
DDR. In der DDR werden viele genossenschaftlichen Betriebe und 11.000 private Betriebe verstaatlicht.
1973
Hamburg, am 1. Januar. Inkrafttreten der Regelung der überbetrieblichen Ausbildung betreffend. Alle Auszubildenden des Gold- und Silberschmiedehandwerkes Hamburg haben im Rahmen ihres Ausbildungsverhältnisses zum Zwecke der Grundausbildung an einem Pflichtkurs der Innung teilzunehmen. 128 Pflichtstunden. Lehrwerkstätte der Gold- und Silberschmiede-Innung, 2 Hamburg 50, Goetheallee 9.
Hanau, am 15. Januar. 50 Jahre Gebr. Schaffrath. Jubiläumsempfang im Deutschen Goldschmiedehaus. ZV-Präsident Werner Fischer dankt dem Diamant-Handelshaus mit einer Urkunde.
Ahlen i. Westfalen, im Januar. Das ZV-Präsidium setzt sich wie folgt zusammen: Präsident: Werner Fischer; Vizepräsident: Peter Ferner; Präsidiumsmitglieder: Ernst-August Grimm und Paul G. Hartkopf.
Ahlen, am 20. Februar. In der Dienststelle des ZV treffen sich die Repräsentanten der Frankfurter Versicherung und des ZV, um zu klären, welche Verpflichtungen sich aus der Vergangenheit ergeben.
DDR. Der sozialistische Wettbewerb der Betriebe der Schmuckindustrie der DDR wird ins Leben gerufen.
Langenselbold, im Frühjahr. Die Diamantschleiferei Köhler hat in der Kleinstadt Langenselbold, in der Nähe von Hanau, ein neues Diamant-Zentrum unter dem Slogan: „Alles in einem Haus!“ errichtet. Die Firma ist Mitglied des Förderringes des
Zentralverbandes.
Ahlen, am 12. März. Präsidiumssitzung des Zentralverbandes. Empfang des ZV-Präsidenten Fischer und dessen Gäste im Ahlener Rathaus.
West-Berlin, am 8. April. Auf der 3. Freien Kunstausstellung in den Messehallen unter dem Funkturm dürfen neben Berufskünstlern erstmalig Laien je ein Bild nach eigener Wahl ausstellen.
Frankfurt/M., im April. Etwa 2.300 Gäste folgen der Einladung der Degussa (Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt) zu ihrem 100-jährigen Bestehen. Die Festansprache hält Golo Mann. Präsident Werner Fischer überbringt die Glückwünsche des ZV und überreicht eine Urkunde.
Stuttgart. Die Innungen Ulm und Reutlingen schließen sich mit der Innung Stuttgart zusammen.
Hannover, im April. Im Rahmen einer Ausstellung der Gold- und Silberschmiede-Innung vergab in den Räumen der Volksbank die Jury den 1. Preis an Henning Meyer aus der Werkstatt Dr. Pakzad & Co. Hannover; 2. Preis an Peter Raub aus der Werkstatt R. Köthe, Hannover; 3. Preis an Heidemarie Stumm aus der Werkstatt Goldschmiede Mauck, Hannover; 4. Preis an Ortrun Werner aus der Werkstatt Michel & Co., Hannover; 5. Preis an Thomas Schultchen aus der Werkstatt R. Köthe, Hannover; 6. Preis an Michael Fischer aus der Werkstatt U. Böttinger, Hannover; 7. Preis an Monika Bauerochs aus der Werkstatt R. Köthe, Hannover. Zusammen mit den Wettbewerbsarbeiten wurden die Gesellenstücke aus den Lehrabschlussprüfungen des Jahres 1972 gezeigt.
Baden-Württemberg, im April. Der Benvenuto-Cellini-Wettbewerb wird nach 5-jähriger Pause wieder ausgeschrieben. Die Jury setzt sich aus folgenden Damen und Herren zusammen: Ingeborg Filbinger, Dr. Anette Sibylle Schosland, Frau Nanine, OstR Arnold K. Lutz, Paul G. Hartkopf, Willy Abeler, Max Heydemann, Jean H. V. Koch, G. P. Spies.
Ahlen, am 21. April. Die Ahlener Volkszeitung kündigt die „Dokumentation 1973“ an. Es handelt sich um eine Darstellung des Zentralverbandes der Juweliere, Gold- und Silberschmiede aus der Feder des Präsidenten Werner Fischer.
München, vom 27. bis 30. April. Auf dem Messegelände an der Theresienwiese wird die 1. „Inhorgenta“ eröffnet. Der ZV nutzt von Anbeginn die Messe als Podium für seine Darstellung, nicht nur zum Informationsaustausch mit Kollegen und Firmen, sondern auch zur Dokumentation handwerklichen Könnens seiner Mitglieder. So zum Beispiel die Ausstellungen von Gesellenstücken unter dem Motto: „Unikate der Jugend“.
Hamburg. Jean Koch legt sein Obermeisteramt nieder; neuer Obermeister wird Hugo Scheele.
Bonn-Bad Godesberg, Anfang Mai. In der Vertretung der Israelischen Botschaft treffen sich Vertreter der Israelischen Botschaft, der Zentralverbandspräsident Werner Fischer und 4 Vertreter des ZV zu Gesprächen in Sachen „Abkommen mit Israel“.
BRD, am 4. Mai.
Edelmetallpreise pro Gramm:
Gold: 8,78 DM, Silber: 0,21 DM; Platin: 14,85 DM
Israel, im Mai. Mitglieder des Zentralverbandes bereisen Israel und besuchen dabei die Diamantbörse des Staates.
Bremen, am 27. Mai. LIM Bergner und Vorstandsmitglied Wolf haben den Zentralverbandspräsidenten Werner Fischer eingeladen, an der festlichen Mitgliederversammlung teilzunehmen, auf der eine Amtskette an den LIV überreicht werden soll.
Bundesrepublik Deutschland. Das Schmuck-Informationszentrum (SIC) wird gegründet. (Verein zur Förderung von Echtschmuck.)
Schwäbisch Gmünd, am 18. Juni. Die Jury des Benvenuto-Cellini-Wettbewerbs tagt. Frau Filbinger, Gattin des Ministerpräsidenten Baden-Württemberg; Elisabeth Schoch, Gattin des Oberbürgermeisters Schwäb. Gmünd; Nanine, Chefredakteurin „Style“; Willi Abeler, OM Osnabrück, Paul G. Hartkopf, OM Düsseldorf; Max Heydemann.
Benvenuto-Cellini-Preisträger 1968 Berlin; Jean Koch, LIM Hamburg.
Schwäbisch Gmünd, vom 21. bis 24. Juni. Der Gold- und Silberschmiede-Kongress des Zentralverbandes der Juweliere, Gold- und Silberschmiede wird anlässlich der 600-Jahrfeier der Edelmetallstadt abgehalten. Fertiggestellt hat der ZV-Präsident Werner Fischer auch seine „Dokumentation“ über den ZV, die in einer Auflage von 2000 Stück gedruckt, der Mitgliedschaft zugänglich ist. Schwäbisch Gmünd wird auch zum Austragungsort des III. Benvenuto-Cellini-Wettbewerbes.
Auf eigenen Wunsch wird Walter Fuess vom Präsidium dispensiert. Die Gruppe Werkzeuge des Förderrings hat sich aufgelöst. Neue Fördermitglieder möchten werden: Fa. Gebr. Freuding, Stetten, Laboreinrichtungen; KaVo, Leutkirch, Elektronisches Werk; Dr. Dreher, Pforzheim; Migomat, Giessen, Schweißgeräte; IGC München.
Beschluss ohne Gegenstimme für die Festsetzung des Beitrags bei 30,- DM.
Der Zentralverband wehrt sich vehement gegen die beabsichtigte Einführung eines 2. Berufschultages. Der Präsident Fischer begründet die Eingaben an die Politiker damit, „dass viele Lehrlinge über 18 Jahre alt sind und entsprechende Schulabschlüsse haben, sodass für einen zweiten Berufsschultag kein Bedarf besteht.“
Mitglieder des ZV nahmen eine Einladung des Staates Israel an und besuchten die Diamantbörse in Tel Aviv und die Diamantschleiferei der Gebrüder Lustig (300 Beschäftigte). Weiterhin folgten die Mitglieder den Einladungen verschiedener Goldschmiedewerkstätten und des Bürgermeisters von Bethlehem.
Neue Obermeister: Helmut Gerster, Pforzheim; Hugo Scheele, Hamburg; Martin Ulbrich, Nürnberg. Mitgliederzahl: 1.369.
Zwickau (DDR). Im Planjahr 1973 werden in der Edelschmiede insgesamt 272.000 Uhrengehäuse produziert.
Bonn, am 1. Juli. Inkrafttreten des neuen Preisauszeichnungsgesetzes, nach dem in allen Fachgeschäften auch eine Reparaturpreisliste ausgelegt werden muss.
BRD / Österreich. Zwischen den beiden Ländern werden die Unterlagen für das Sachverständigenwesen und die Ausbildungsrichtlinien verglichen und überarbeitet.
BRD. Dem ZV gehören insgesamt 43 Innungen in Westdeutschland an.
Frankfurt/M., am 12. November. Mit einem Presseempfang wird um 10.30 Uhr die Ausstellung der Frankfurter Schmuckschaffenden, in der Schalterhalle der Stadtsparkasse in der Hasengasse, eröffnet.
Organisatorische Leitung der Ausstellung: Goldschmiedemeisterin Marlis Braun, Mainzer Landstraße 258.
Münster, am 10. Dezember. Im Friedenssaal des Münsteraner Rathauses wird um 10.30 Uhr der Botschafter des Staates Israel, Ben Horin, vom Präsidenten des ZV Werner Fischer zu einer Presseinformation empfangen.
1974
DDR. Der Versandhandel im Lande wird total eingestellt. DDR. Die Firmenstempel der DDR-Goldschmiede werden vom „Amt für Patentwesen der DDR“ registriert.
München, im Frühjahr. Auf der Inhorgenta werden die Meisterprüfungsarbeiten des Berufsnachwuchses ausgestellt.
Köln, am 4. März. Das neue Römisch-Germanische Museum wird eröffnet.
München, vom 9. bis 17. März. 26. Internationale Handwerksmesse München.
Zwickau (DDR), im März. Die Edelschmiede ist erneut Aussteller auf der Leipziger Messe. Ihre Stände 301 bis 307 befinden sich im Specks Hof in der 3. Etage.
Ahlen. Der Sachverständigenausschuss des ZV wird intensiviert. Vorsitz des Ausschusses Georg Abeler, Wuppertal; Voelker, Neustadt; Omanowski, Berlin, zusammen mit den Vorsitzenden des Verbandes der Exporteure und Importeure für Edelsteine und Perlen, Herrn Hahn aus Düsseldorf, und dem Geschäftsführer Herrn Dr. Georgi.
DDR. Im Wettbewerb der VEB-Schmuckbetriebe – der erstmalig durchgeführt wurde – erzielen der VEB Dresdner Silberwaren, die Gold- und Silberschmiede Köthen, der VEB Gablona, der VEB Ostseeschmuck, der VEB Brillant Leipzig und die Zwickauer Edelschmiede Preise.
Zwickau (DDR), im April. Im „Pulsschlag“ 4/74 stellt Ruth Werner die Zwickauer Edelschmiede vor. „… Übrigens entstehen 1974 nicht weniger als 264.000 Trauringe in zehn verschiedenen Mustern. …“
München, vom 27. bis 30. April. Deutsche Goldschmiedetage in München im Hotel Domus, Hotel Bayrischer Hof und Messegelände. Begrüßung durch den OM Paul. Neuwahlen des Präsidiums: Präsident Werner Fischer; Vizepräs. Friedrich Weiss, München. Mitglieder: Paul G. Hartkopf, Düsseldorf; Ernst-August Grimm, Berlin; Robert Köthe, Hannover; Gerhard Lehmann, Kiel; Peter Ferner, Schwäb. Gmünd.
Erste Vereinbarungen mit dem Zentralverband der Uhrmacher unter Präsident Fritz Vollbrecht. Neue Obermeister: Jürgen Umland, Lüneburg-Stade; Hans Peter Kaltschmidt, Freiburg. Mitglieder: 1.405.
DDR, im Frühjahr. Die Gesellschaft des Landes wird zur Diskussion über die Wehrerziehung und die Gewährleistung von Ordnung und Sicherheit aufgerufen.
Heiligendamm / Berlin (DDR). 1974 wird der „Schmuckbaukasten“ von Erhard Brepohl als Wirtschaftspatent Nr. 109299 beim Patentamt Berlin registriert.
Zwickau (DDR), am 1. Juni. Im VEB Edelschmiede wird ein Vervielfältigungsgerät (Hektograph) angeschafft. Aus Sicherheitsgründen wird über den Zugang und dessen Benutzung eine „Benutzerordnung“ angelegt. „Das Gerät ist unter Verschluss zu halten und zu versiegeln“.
Zwickau (DDR), im Juni. Die Goldschmiede-Abteilung der Zwickauer Edelschmiede wird nach umfangreicher Rekonstruktion wieder bezogen.
Ost-Berlin, am 26. und 27. Juni. Die wirtschaftswissenschaftliche Konferenz zur „Wirkungsweise der ökonomischen Gesetze des Sozialismus“ findet in Berlin statt.
Bonn, am 5. August. Der Bundestag verabschiedet das Einkommenssteuergesetz, das den Familienlastenausgleich und die Sparförderung regelt.
DDR, am 14. September. Die Staatsbank der DDR beginnt mit der Herausgabe neuer Banknoten, welche die Währungsbezeichnung „Mark der DDR“ anstatt der alten Bezeichnung „Mark der Deutschen Notenbank“ tragen.
Ahlen / Westfalen. ZV-Präsident Werner Fischer setzt seine Idee um, ein „Fortbildungszentrum der deutschen Gold- und Silberschmiede“ zu gründen. Aufgabe und vordringliches Ziel ist es, dem Beruf des Juweliers, Gold- und Silberschmieds zu dienen, den Einzelnen zu fördern und die Betriebe des Gold- und Silberschmiedehandwerks wirtschaftlich und rentabel zu halten, um somit Existenzen und Arbeitsplätze zu sichern.
DDR, am 27. September. Die Volkskammer beschließt eine Änderung der DDR-Verfassung, danach wird der Begriff „deutsche Nation“ aus dem Text getilgt.
Karlsruhe, im Herbst. Die Gold- und Silberschmiede der Bezirke Karlsruhe, Bruchsal, Baden-Baden und Bühl schließen sich zu der Innung Mittlerer Oberrhein zusammen.
Bundesrepublik Deutschland, im Herbst. Die Bundessieger im Leistungswettbewerb der Deutschen Handwerksjugend 1974 im Gold- und Silberschmiedehandwerk.
1. Platz: Birgit Specht, Berlin. Ausbilder Fritz Specht, Soest
2. Platz: Fritz Rottler, Trier. Ausbilder Fritz Rottler sen. ,Trier.
3. Platz: Rudolf Neumair, München. Ausbilder Hans-Ulrich Kaddick, München.
1975
DDR. Die Finanzierung der Meisterprüfung wird im Gesetzblatt 173 Teil 1 Nr. 9 neu geregelt. Die Kündigung eines Werktätigen kann nur mit Zustimmung der Ortsgewerkschaftsleitung erfolgen. Die Meisterprüfung ist auch „verdienten Werktätigen des Bereiches der Haus- und kommunalwirtschaftlichen Dienstleistungen“ (DLK) zu ermöglichen.
Zwickau (DDR). Der Berufswettbewerb der Zwickauer Edelschmiede „ist als Bestandteil des sozialistischen Wettbewerbs“ unter der Losung: „Werdet klassenbewusste Facharbeiter! Handelt als sozialistische Patrioten und proletarische Internationalisten!“ zu führen (Betriebskollektivvertrag).
Dresden (DDR). Es bestehen von 18 Bewerbern 16 die Meisterprüfung im Goldschmiedehandwerk. Es musste „ein vorliegendes Modell maßgerecht nachgearbeitet werden, dabei konnte nur die Arbeit eines Bewerbers voll befriedigen!“
Dresden (DDR), am 1. April. Goldschmiedemeister Dieter Forberger, bisher stellvertretender Obermeister der Berufsgruppe, wird zum Obermeister berufen.
Berlin, vom 9. bis 11. Mai. Tagung des Zentralverbandes Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede im Hotel „Hilton“. Der ZV feiert sein 75-jähriges Jubiläum. Aus der Festrede des Präsidenten Fischer: „Alljährlich ein Goldschmiedetag ist zu wenig. Jedes Bundesland, jeder Kreis, jede Stadt, überall dort, wo Goldschmiede beheimatet sind, brauchen wir einen Goldschmiedetag, brauchen wir Ausstellungen als Schaufenster für die Öffentlichkeit.“ Der ZV lehnt einen Verkauf des Hauses Berlin ab. Die Firmen Engelkemper, Münster, und Färber, München, werden Mitglieder im Förderring. Aufgrund der neuen Satzung (Amtszeit jetzt 5 Jahre) wird beschlossen, dass das Präsidium bis zur Neuwahl 1980 im Amt bleibt. Der ZV unterstützt den eingeführten Warndienst in NRW, an dem sich bereits 90 Firmen beteiligen. Der Beitrag zum ZV für 1976 wird auf 48,- DM genehmigt. Neue Obermeister: LIM Niedersachsen, der OM aus Braunschweig Eberhard Rullkötter; LIM Jürgen Both, Saarland; Wilhelm Kranefoed, Gelsenkirchen. Mitgliederzahl: 1.363.
Zwickau (DDR). Die Warenproduktion der Zwickauer Edelschmiede wird mit 75.400.000 Mark geplant.
Darunter: Uhrengehäuse und Ansatzbänder 8.607.000 Mark; Goldschmuck 24.695.000 Mark; Trauringe 36.868.000 Mark; Doubléschmuck 2.030.000 Mark; Ehrengeschenke für NVA (Nationale Volksarmee) 700.000 Mark; Oberflächenveredlung 2.500.000 Mark.
Hannover. Obermeister Köthe entwirft die Ehrennadel des LIV Niedersachsen. Die erste Nadel (750 Gold) geht an Georg Schlotter.
Bielefeld, am 14. Mai. In der Zeitung „Neue Westfälische“ wird die im Cellini-Wettbewerb ausgezeichnete Arbeit von Edwin Nölke vorgestellt.
Bonn, am 20. Mai. Versammlung der Bundesverbände der Fachverbände. Der Zentralverband ist vertreten durch Präsident Werner Fischer.
Düsseldorf, am 21. Mai. Empfang im Düsseldorfer „Malkasten“. Paul Günter Hartkopf wird 50 Jahre alt. Anlässlich seines Geburtstages wird er mit der höchsten Auszeichnung, die der ZV je verliehen hat, geehrt. Für seine besonderen Verdienste um den Verband erhält er die Sonderstufe der Cellini-Medaille (Feingold in Bergkristall.).
Leer, am 8. Juni. Innungsversammlung des Juwelier-, Gold- und Silberschmiedehandwerks Aurich, Bremen, Oldenburg. Besondere Beachtung finden die Berichte über die Berliner ZV-Tagung von LIM und OM Hans Bergner.
Mainz, am 9. Juni. Innungstagung der Juweliere, Gold- und Silberschmiede im Hilton-Hotel. Der Obermeister H. Kley und der stellv. OM H. Becker werden von der Versammlung wiedergewählt.
Berlin, am 9. Juni. Deutscher Handwerkstag. Den Zentralverband vertritt Präsidiumsmitglied Paul G. Hartkopf.
Ahlen, am 8. Juli. Der neugewählte Präsident des Europäischen Diamant-Rates Curt Albert Neumetzger besucht die ZV-Geschäftsstelle. Besprochen wird die zukünftige Arbeit in Sachen Diamant.
DDR / Freiberg. In der „Uhren und Schmuck“ veröffentlicht Siegfried Meyer seinen Beitrag „Gedanken zu Gegenwartsproblemen“.
Zwickau (DDR), im September. Die Edelschmiede Zwickau kann die kritischen Anmerkungen zur Facharbeiterprüfung nicht ertragen und entzieht, ohne Gründe zu nennen, dem Beisitzer aus dem Handwerk die Mitgliedschaft in der Prüfungskommission.
DDR. Das neue Edelmetallgesetz verbietet den privaten Goldschmieden den Ankauf von Schmuck aus der Bevölkerung und verweist darauf, dass nur die VEB (Volkseigene Betriebe) berechtigt sind Ankäufe zu tätigen.
Ahlen, am 20. und 21. September. Erstes Seminar „Galvanotechnik in der Goldschmiede“, im neuen Fortbildungszentrum.
Idar-Oberstein, am 27. und 28. September. Das neuerbaute Deutsche Gemmologische Ausbildungszentrum wird eröffnet. Finanziert durch die Bundesanstalt für Arbeit, das Land Rheinland-Pfalz, die Stadt Idar-Oberstein und die Gemmologische Gesellschaft.
DDR, am 7. Oktober. Der 26. Gründungstag der DDR wird erstmals als Nationalfeiertag begangen. Zwischen der DDR und der Sowjetunion wird ein Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe mit einer Laufzeit von 25 Jahren geschlossen. Im Gegensatz zu früheren Abmachungen enthält er keinen Hinweis auf eine Wiedervereinigung Deutschlands.
Zwickau, am 14. Oktober. Leitungssitzung in der Edelschmiede. Vom Produktionsleiter und dem technischen Leiter werden entsprechend der Beratung vom 02.10.1975 „Untersuchungen über die tatsächlichen Leistungen der Jugendlichen“ durchgeführt.
Frankfurt/M., am 14. Oktober. Geburtstag des Ehrenmitgliedes und LIM Karl H. Bräutigam. Herr Welker überbringt die Glückwünsche des ZV.
Zwickau (DDR), im Oktober. Im „Pulsschlag“ Nr. 10/75 schreibt ein Dipl.-Ing. Hertel in seinem Aufsatz „Edelsteine – Schmucksteine“ wörtlich: „… In der DDR gibt es zwei Betriebe, die echten Schmuck herstellen, den VEB Zwickauer Edelschmiede als größten und einzigen Edel- und Schmucksteinverarbeitenden Betrieb und den VEB Ostseeschmuck Ribnitz-Damgarten. …“
Freiburg. In einer unter Denkmalschutz stehenden historischen Ölmühle richtet sich der Goldschmiedemeister Jürgen Brandes eine Goldschmiede ein.
Arnstadt (DDR). In den 70er- und 80er-Jahren werden in Arnstadt jährlich DDR-offene Schmuckwettbewerbe bzw. Leistungsvergleiche in der praktischen Ausbildung ausgerichtet. Die jährlich ca. 350 Teilnehmer werden durch die zentrale Kommission in Arnstadt bewertet.
Zwickau (DDR), am 4. November. Der Wirtschaftsrat des Bezirkes Karl-Marx-Stadt beschließt, dass der VEB Zwickauer Edelschmiede dem Kombinat Musikinstrumente und Kulturwaren, Sitz Plauen, ab 1.1.1975 unterstellt wird.
Königstein, am 11. November. Aufsichtsratssitzung im Förderungswerk. Präsident Werner Fischer berichtet u. a. über das neue Fortbildungszentrum des ZV in Ahlen.
Dresden (DDR), am 21. November. Goldschmiedemeister Ulrich Kretzschmar kann nach einigen Kämpfen mit den Behörden seine Goldschmiede mit Laden auf der Schandauer Straße eröffnen.
Hanau, am 13. Dezember. Jahresausstellung des Künstlerbundes Simplizismus im Deutschen Goldschmiedehaus. Die Presse berichtet u. a. über den von Siegfried Männle ausgestellten emaillierten, auf Schiefer montierten Edelstahlstern.
1976
Ahlen, am 14. Januar. Erstes Treffen zwischen Alarmanlagenherstellern und der Kriminalpolizei in der Dienststelle des Zentralverbandes.
Bonn, am 23. Januar. Der Bundestag verabschiedet ein neues Jugendarbeitsschutzgesetz. Für Jugendliche wird unter anderem die Fünf-Tage-Woche, der Acht-Stunden-Tag, die Vierzig-Stunden-Woche und die Erhöhung des Urlaubs von 24 auf 25-30 Tagen eingeführt.
Bundesrepublik Deutschland, am 6. Februar. Aufruf des ZV, gemeinsam mit der Degussa, an die Lehrlinge im Gold- und Silberschmiedehandwerk zur Teilnahme an einem Wettbewerb. Prämierung der Arbeiten zu den Goldschmiedetagen in Idar-Oberstein.
DDR, am 22. Februar. Stimulierung der Ausbildung von Lehrlingen! Der Ausbildungsbetrieb erhält eine Stimulierung von 500,– Mark bzw. 750,– Mark pro Lehrling und Lehrjahr, wenn der steuerpflichtige Gewinn des Betriebes jährlich 30.000,– Mark nicht übersteigt.
Hamburg. In der berühmten Krameramtswohnung, neben dem berühmten Wahrzeichen Hamburgs, dem Michel, beginnen neun junge Hamburger Goldschmiedemeister und Meisterinnen, das so genannte Hamburger Gold- und Silberschmiedehaus mit viel Idealismus auszubauen und einzurichten. Die Arbeiten an diesem Projekt ziehen sich über vier Jahre hin.
Ahlen, am 4. März. Das Präsidiumsmitglied Robert Köthe stellt den neuen Dozenten, Uwe Böttinger, Hannover, vor. Er soll in Ahlen, nach einem Probeseminar, „Schmuck- Entwurf und Darstellung“ unterrichten.
Neu-Isenburg, am 13. April. Sitzung des Diamant-Komitees. Den Zentralverband vertritt der Präsident Werner Fischer.
Ahlen, am 15. und 16. April. Präsidiumssitzung des Zentralverbandes. Eingeladen sind auch die Landesinnungsmeister.
Bonn, am 27. April. Handwerksrats-Sitzung. Geschäftsführender Vorstand des Bundesverbandes der Fachverbände. Der Zentralverband ist vertreten durch den Präsidenten Werner Fischer.
Frankfurt/M., am 3. Mai. Jury-Sitzung für das Degussa-Wettschmieden. Vizepräsident Weiss nimmt als Juror teil.
Braunschweig, am 12. Mai. Beerdigung des ehemaligen ZV-Präsidenten Arnold Wächter. Im Namen des Zentralverbandes legt Präsident Werner Fischer an der Bahre des verstorbenen einen Kranz nieder.
Münster, am 14. Mai. Franz Abeler führte 40 Jahre die Firma Carl Engelkemper. Die Firma Engelkemper ist Mitglied des Fördervereins des Zentralverbandes. Präsident Werner Fischer überbringt Glückwünsche und spricht auf der Festveranstaltung.
Ahlen, am 19. Mai. Treffen der Förderring-Mitglieder in der ZV-Dienststelle. Anwesend die Repräsentanten der Firmen Degussa, Heraeus, Hafner, Dr. Wieland.
Arnstadt / Gotha (DDR). In der Handwerkerzeitung wird Hans Kister als überzeugter Marxist vorgestellt. Goldschmied Kister war Mitbegründer der Berufsschule in Arnstadt 1953. „Er war – im Auftrag der Partei – mehrere Jahre Lehrer, wirkte aktiv im Kulturbund mit, wurde als Taxator eingesetzt, fungierte als Obermeister seines Gewerbes und ist heute Ehrenobermeister.“
Idar-Oberstein, am 27. Mai. Tagung des Zentralverbandes Deutscher Juweliere, Gold- und Silberschmiede in Idar-Oberstein, im Börsensaal. Begrüßung durch OB Erwin Korb und den Präsidenten der Edelsteinbörse Herrn Wild.
Die Innung Pforzheim ist aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nicht mehr Mitglied im ZV. Je eine Flasche Nahe-Wein erhalten vom Präsidenten: E. Rullkötter, G. Maimann und OM Scheele dafür, dass es ihnen gelungen ist mehr als 3 Neumitglieder zu werben. Neues Fördermitglied wird die A. Ruppenthal KG. Der ZV beschließt die Errichtung eines Fortbildungszentrums in Ahlen in Form einer GmbH. Präsident Werner Fischer wird Mitglied im Kuratorium der Zeichenakademie Hanau. Die Goldschmiedeschule Pforzheim sucht die Unterstützung des ZV zur Vermittlung von Betrieben, die bereit sind, Absolventen nach einer 2-jährigen Schulausbildung eine 1-jährige Abschlusslehre zu ermöglichen. Vorstellung eines Verbandsabzeichens, Aufsteller für die Schaufenster. Text: „Edelstein + Goldschmied = Schmuck“. Neue LIM: Friedrich W. Weiss, Bayern; Albert Welker, Hessen.
Neue Obermeister: Siegfried Pohlmann, Solingen; Günter Maimann, Warendorf, Innung Münster; H. Neuner, Bamberg, Innung Oberfranken; Jürgen Umland, Stade; Wolfgang Grändorf, Osnabrück. Mitgliederzahl: 1.295.
Bonn, am 10. Juni. Der Bundestag beschließt erstmals ein Gesetz zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität.
Zwickau (DDR). Die Edelschmiede, gegründet 1951, feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläums erscheint eine Medaille, die an die Gefolgschaft verteilt wird.
DDR, am 30. Juli. Der Staatsrat beschließt die Erhöhung des monatlichen Mindestlohnes von 350,- Mark auf 400,- Mark.
DDR, am 10. August. Eine Medaille für hervorragende Leistungen im Bereich der Haus- und kommunalwirtschaftlichen Dienstleistungen (DLK) wird geschaffen, auch werden Preise für Edelmetallerzeugnisse vergeben.
Dresden (DDR), vom 22. bis 28. August. Die Exponate des DDR-offenen Schmuckwettbewerbs (31 Stücke) werden im Schaufenster des Goldschmiedemeisters Kretzschmar in der Schandauer Str. 94 ausgestellt (Halsschmuck für die Jugend).
DDR. Eine weitere Durchführungsbestimmung über die Besteuerung im Handwerk tritt in Kraft. Die Pauschalsteuer für Handwerker – mit höchstens einem Beschäftigten – wird eingeführt und in den Versammlungen diskutiert.
Dessau (DDR), am 19. November. Die Rekonstruktion des Bauhauses nach den Plänen von Walter Gropius 1925 wird abgeschlossen. In dem Gebäude sollen Ausstellungen mit Arbeiten der früheren Hochschule für Gestaltung stattfinden.
Hanau, am 28. Dezember. Der Obermeister Gerd Hagemann beantwortet ein Schreiben des ZV vom 23. November 1976 zum Thema „Freischaffender Künstler – Handwerke“. Darin gibt Hagemann zu bedenken, dass durch den offenen Weg zum Handwerk die „Künstler“ bald in der Überzahl sein werden.
1977
Bundesrepublik Deutschland, am 1. Januar. Im edelmetallverarbeitenden Handwerk sind in die Handwerksrolle eingetragen: 2.729 Goldschmiede; 73 Silberschmiede; 30 Ziseleure. Im Vergleich: 849 Graveure und 7.432 Uhrmacher.
Karl-Marx-Stadt (DDR). Ein Fachausschuss für Goldschmiede wird in der Handwerkskammer gebildet.
Deutschland, am 17. Februar. Der DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker bestätigt in einem Interview mit der „Saarbrücker Zeitung“, dass rund 10.000 DDR-Bürger Ausreiseanträge gestellt hätten. Eine großzügigere Reiseregelung in das westliche Ausland könne es aber nur bei Anerkennung der DDR-Staatsbürgerschaft durch die Bundesregierung geben.
DDR. Die Verordnung über die Freiwillige Zusatzrentenversicherung tritt in Kraft.
Ahlen, am 26. April. Herausgabe des „Goldenen Buches“. Die Berufsausbildung zum Goldschmied und zum Silberschmied mit Muster der betrieblichen Ausbildungspläne.
DDR. Neues Ausbildungsprogramm für Gold- und Silberschmiede. Das Programm umfasst insgesamt 550 Ausbildungsstunden.
Motorschiff Princess Ragnhild von Kiel nach Oslo, vom 5. bis 9. Mai. ZV-Tagung. Besuch des Norwegischen Goldschmiedeverbandes. Die Innung Kassel ist wieder Mitglied im ZV. Die Innungen Düsseldorf und Krefeld schließen sich zusammen. OM Bründt tritt für diesen Zusammenschluss von seinem Amt als OM von Krefeld zurück. Mit vermindertem Beitrag wird die Innung Pforzheim wieder aufgenommen. Der ZV beschließt ein neues Verbandszeichen. Gestaltet von Hans Michael Heynen, mit der dazugehörigen Satzung. Für das Fortbildungszentrum Ahlen wird eine Umlage von 10,– DM als GmbH-Einlage beschlossen. Der ZV hat damit 7 Anteile. Herr Bullermann, Hanau, regt eine Sammlung von Meisterzeichen an, die im Goldschmiedehaus zu Dokumentationszwecken gesammelt werden sollen. Der ZV ruft seine Mitglieder auf, sich an der ersten Handwerksdokumenta in Kassel unter dem Motto: „Signal, Signet, Medium“ zu beteiligen. Mitgliederzahl: 1.305.
Stuttgart, am 20. Juni. Der Rühle-Diebener-Verlag stellt zur Verstärkung der Redaktion der Goldschmiede Zeitung und Uhrmacher Zeitschrift den Goldschmiedemeister, Gemmologen DgemG und Diamantgutachter DGemG Heinz-Jürgen Ahnefeld als Redakteur ein.
Münster, am 3. Juli. In der Stadt findet die Ausstellung „Skulptur im öffentlichen Raum“ statt. In den Grünanlagen sind unter anderem Arbeiten des Kölners Ulrich Rückriem und des US-Amerikaners Claes Oldenburg zu sehen.
Karl-Marx-Stadt (DDR). Es finden Meisterprüfungen statt. Ort ist das Lehrkabinett der dortigen Berufsgruppe. Im Anschluss hat sich die Kommission aufgelöst. Die Einschätzung: „Es war leider festzustellen, dass viele der jungen Meisterhandwerker den Grad für eine Meisterqualifikation noch nicht erreicht haben.“
Ahlen, Anfang September. Pressekonferenz anlässlich des Wettbewerbes „Kontraste“. Alle Zeitungen des Ruhrgebietes und Westfalens berichten über das Ereignis. Zwei Tage ist das Regionalfernsehen und der WDR zur Berichterstattung anwesend.
Bundesrepublik Deutschland, im Herbst. Die Bundessieger im Leistungswettbewerb der Deutschen Handwerksjugend 1977 im Gold- und Silberschmiedehandwerk: 1. Platz: Susanne Gautzsch, Barsinghausen. Ausbilder: Herbert Bitter, Hannover. 2. Platz: Silvia Bunke, Scharbeutz. Ausbilder: Max Lachmann, Lübeck. 3. Platz: Hans Getrey, Überherrn. Ausbilder: Günter Gruber, Saarbrücken. Silberschmiede: Waldemar Then, Sommerach. Ausbilder: Adelmar Dölger, Münsterschwarzach.
Arnstadt (DDR), im Herbst. Der Bau einer neuen Berufsschule beginnt. Unter dem neuen Dach der Berufsschule „Karl Liebknecht“ lernen die Schüler der ehemaligen „Zentralberufsschule Tilman Riemenschneider“, der „Landwirtschaftlichen Berufsschule Thomas Münzer“ und der „Allgemeinen Berufsschule Arnstadt“. Als Internat für die Goldschmiede wird weiterhin der „Hopfengrund“ genutzt.
London, am 21. November. Im Gebäude der Royal Academy of Arts findet die Gründungsversammlung der „Society of Jewellery Historians“ statt. Die etwa 30 Mitglieder wählen zum Präsidenten Dr. Reynold Higgins, London. Deutsche Mitglieder: Der ehemalige Leiter der Antikabteilung der Staatlichen Museen Berlin, Prof. Dr. Adolf Greifenhagen, und der Leiter des Schmuckmuseums Pforzheim, Dr. Fritz Falk.
Ahlen / Frankfurt/M., am 20. Dezember. Der Präsident des Zentralverbandes Werner Fischer bedankt sich bei Wilfried Schäfer für sein Engagement als Dozent. Hamburg, im Herbst. Auf Einladung der Iduna/Signal-Versicherungen trafen sich die Ehrenamtsträger des Zentralverbandes zu einer erweiterten Präsidiumssitzung mit den Ehrenmitgliedern, den Landesinnungsmeistern und deren Stellvertretern sowie den Mitgliedern des Sachverständigenrates in Hamburg.
1978
Zwickau (DDR) / Pforzheim. Der VEB Zwickauer Edelschmiede kauft über das Schalck-Golodkowsky-Unternehmen.
Damstadt, im Januar. Ausstellung “Kontraste” in der Dresdner Bank. Fernsehsendung und Ausstrahlung bundesweit.
München, am 02. Februar. Gespräch von Verbandsvorstitzenden, Obermeistern und Frau Bergmaier von der GZ über die Umbenennung von Uhrmacherinnungen.
DDR, am 18. Februar. Das DDR-Kulutusministerium legt einen “Plan zur lanfristigen Entwicklung der sozialistischen Kultur und ihrer materiel technischen Basis” vor. Darin wird unter anderem eine Steigerung der jährlich erscheinenden Bücher von 5.900 auf 7.200 genannt. Als vordringlichstes Bauvorhaben bezeichnet das Ministerim den Wiederaufbau des Dresdner Zwingers.
DDR. Im DDR-offenen Schmuckwettbewerb sind von 58 Einsendern insgesamt 89 Stücke zu bewerten. 1. Preis: Horst Gerlach, Freibert. 2. Platz: Thomas Günther, Zwickau.
Bonn, im März. Die Innung Bonn bemüht sich um die Ausstellung “Kontraste” und leistet dafür in der Bundeshauptstadt vorbildliches.
Hannover, am 17. April. Die Jury für den Benvenuto-Cellini Wettbewerb bewertet die eingegangenen Arbeiten. Vergeben werden 3 Goldmedaillen, 15 Silbermedaillen und 20 Feingoldbarren á 20 g. Für die Teilnehmer wird eine Kostenbeteiligung von 3 % des Wertes vom Stück, aber mindestens 10,00 DM gerechnet.
Bundesrepublik Deutschland, am 27. April. Die CIBJO legt für die Qualitätsbestimmung für Diamanten den Satz von sieben Farbgraden der Mustersteine fest.
Ahlen, am 21. Mai. Das Fortbildungszentrum Ahlen wir ins Handelsregister eingetragen.
Hannover, vom 24. bis 28. Mai. ZV-Tagung mit 3. Meeting der “Vereidigten Sachverständigen” in der niedersächsischen Hauptstadt.
Am Benventuo-Cellini Wettbewerb, den fünften, nehmen 177 Gold- und Silberschmiede teil, die 399 Stücke einreichen. Die Teilnehmer sind, neben Deutschen, aus der Schweiz, Österreich, Frankreich und den Niederlanden.
ZV-Präsident Werner Fischer halt anlässlich der Eröffung der ZV-Tagung eine brisante Rede vor den Delegierten und Gästen. Goldschmiedemeister Drabe-Soer stellt den Antrag, den Benvenuto-Cellini Wettbewerb “neu zu fixieren und zu überdenken”.
Als Gastgeschenk erhält die Stadt für das Ratssilber 6 silberne Becher mit Tablett. Obermeister Thewis überreicht einen von ihm gefertigten silbernen Ehrenbecher an Peter Ferner.
Themem: Umbenennung von Uhrmacherinnungen und Vorgehensweise des ZV in dieser Frage (Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik). Obermeister Hartkopf will nicht, dass die 2-jährige Ausbildung an der Schule in Schwäbisch Gmünd auf eine Ausbildung in NRW anerkannt wird. Der ständige Ansieg des Goldpreises bringt die Industrie auf die Idee, eine Goldlegierung von 4 Karat anzubieten. Darauf bezieht der Präsident des ZV Werner Fischer wie folgt Stellung: “Als verantwortungsbewusster Goldschmiedemeister und vornehmlich das Präsident des ZV muss ich mich von Legierungen, die nur einen Hauch von Gold beinhalten, distanzieren… Schon der Gedanke an eine neue Scheingoldlegierung von 4 Karat ist für mich unlauter. Es ist absurd, eine 4-Karat-Legierung noch als Gold zu bezeichnen, herzustellen und zu vertreiben”. Mitgliederzahl: 1.300.
Hannover, vom 16. bis 17. Juni. Schwerer Einbruch in das Handwerksforum Hannover. Aus der Ausstellung des Benventuo-Cellini Wettbewerbes werden von 398 Arbeiten 334 Stücke entwendet. Die Gestehungskosten der Stücke werden mit insgesamt 718.770,- DM angegeben. Der Schadensbetrag beläuft sich bei der IDUNA-Versicherung auf 661.502,-DM.
Ulm, am 4. September. Eine Arbeitsgruppe unter dem Goldschmiedemeisterehepaar Drabe-Soer, Obermeister Stumpe, Schwäbisch Gmünd, und Goldschmiedemeister Welte, Wangen, erarbeitet einen neuen Entwurf für die Ausschreibung zum Cellini Wettebewerb.
DDR, am 2. Oktober. Die Staatsbank bringt neue 100-Mark Banknoten im Umlauf. Die tragen die Währungsbezeichnung “Mark der Deutschen Demokratischen Repubik”. Die sind in einem blauen Farbton gehalten. Die Vorderseite zeigt das Kopfbild von Karl Marx, die Rückseite den Palast der Republik. Die aufgedruckte Jahreszahl ist 1975.
DDR, am 22. November. Die Staatsbank gibt neue 1- und 2- Mark-Stücke mit der Bezeichnung Mark, statt der alten Bezeichnung “Deutsche Mark” heraus.
Hanau, am 31. Dezember. Der Leiter des Deutschen Goldschmiedehauses Fritz Bredel geht in Pension. Fritz Bredel (geb. 23.03.1913 in Leipzig) hatte 16 Jahre die Leitung des Hauses inne.
1979
Hanau. Als Patent Nr. 971 243 wird das Zeichen geschützt, welches der OStR Hans Michael Heynen für den ZV geschaffen hat. (Stein/Sonne/Mond)
Wolfenbüttel. Mit der Ehrennadel des LIV Niedersachsen wird Eberhard Rullkötter ausgezeichnet. Es ist die 3. Verleihung; die zweite Nadel ging 1977 an Robert Köthe.
Bruchsal, im Januar. Die Firma Selectra Schäfer GmbH und die Firma Uhren-Schmuck-Diamanten-Depot GmbH geraten in die Schlagzeilen. Die Erna Schäfer GmbH treit unlauteren Wettbewerb, indem sie Schmuckgeschäfte gekauft und Räumungsverkäufe insziniert.
Ahlen, im Januar. Mit Genehmigung des Bundesministers für Wirtschaft wird dem ZV gestattet eine Beratungs- und Informationsstelle einzurichten. Bestetzung erfolgt ganztägig mit Dipl. Kaufmann Bodo Jonda (geb. 1943 in Braunschweig). Büro: Hellstr. 18, 4730 Ahlen. Der “Tiegel” als Mitteilungsblatt des ZV wird erstmals gedruckt. Die Kosten für den Verband werden auf jährlich 25.000 ,- DM geschätzt.
München, am 2. Februar. Preisverleihung des Degussa-Wettschmieden ´79 in Verbindung mit dem Zentralverband.
Bundesrepublik Deutschland, im Februar.
Edelmetallpreise per Gramm:
Gold: 15,00 DM / Silber: 0,44 DM / Platin: 27,30 DM.
Ahlen, im Frühjahr. Der Fachhandelsberater der IGC (International Gold Corporation) J. Heier stattet dem Fortbildungszentrum Ahlen einen Besuch ab.
Ahlen. Der Zentralverbandsbeitrag beträgt jährlich 58,00 DM pro Mitgliedsbetrieb.
Cuxhafen, vom 30 März bis 1. April. Norddeutsches Goldschmiedetreffen im Hotel Seelust.
Kronberg, am 10. April. Im Schlosshotel wird der Deutsche Carat Club aus der Taufe gehoben. ZV-Präsident Werner Fischer ist eingeladen und wird in den Club aufgenommen.
Bundesrepublik Deutschland. Im genannten Jahr betragen die Durchschnittslöhne für Goldschmiede-Gesellen im Monat 1.782 ,- DM = Stundenlohn von 10,28 DM.
Ahlen, im Mai. Im “Tiegel” ruft der ZV-Präsident Werner Fischer unter der Überschrift “Hallo Senioren” die Kollegen auf, die Geschichtszeugen aus dem Handwerk zu erhalten und zu sammeln.
Bundesrepublik Deutschland, am 23. Mai.
Edelmetallpreise per Gramm:
Gold: 16,80 DM / Silber: 0,54 DM / Platin: 29,50 DM.
Ahlen, vom 14. bis 17. Juni. Deutsch Gold- und Silberschmiedetage in Ahlen. Motto: “Das goldene Ahlen”. Präsident Werner Fischer eröffnet die Tagung im Rathaussaal. Diskutiert wird über die Inhorgenta; den internationalen Berufswettkampf in Irland; den Cellini-Wettbewerb; Antrag über die “Schmuckbörse” . Die Durchführung des Wettbewerbs “Schätze des Meeres”. Die Innung Schwaben erreicht die Zulässigkeit einer Klage gegen die Handwerkskammer Schwaben bezüglich der Genehmigung von Satzungsänderungen von Uhrmacherinnungen (Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik). Die Mitgliederversammlung beschließt eine Rechtskostenfond von 5 ,- DM pro Mitglied. Wertplomben mit dem neuen ZV-Zeichen und der Unterschrift “Goldschmiede-Kunst” sind in der ZV-Dienststelle zu erhalten und dürfen nur an Schmuckstücke aus eigener Werkstatt angebracht werden. Zum Lehrlingstreffen, Initiator die Degussa, verantwortlich Goldschmiedemeister Hans Klinkhammer, Goldschmiedemeister Haumer und Dipl. Kaufmann Jonda, kamen etwa 300 Auszubildende. Mitgliederzahl: 1.335.
Frankfurt/M., am 16. Juni um 9 Uhr. “Antiquitätenmarkt” im Hessischen Rundfunk. Die Goldschmiedin Prinzessin Margarethe v. Isenburg moderiert die Sendung: “Unterschiede im Jungendstil in Deutschland, Wien und Paris”.
DDR. Es wird “freies” Gold im Handel mit der doppelten Verbauchsabgabe belegt ( = zweimal 30 ,- Mark = 60 ,- Mark je Gramm). Bezeichnet als “Exiquisit Gold”.
Münsterschwarzach. Der Abt von Münsterschwarzach schenkt dem Zentralverband ein Gästebuch. Gefertigt von Bruder Adelmar Dölger mit den Klostergoldschmieden.
Hanau. Der ZV schließt mit der Stadt einen Vertrag über finanzielle Unterstützung zwecks Anschaffung von Fachliteratur für die Bibliothek des Deutschen Goldschmiedehauses von jährlich 1.000 ,- DM. Bei einer möglichen Auflösung der Bibliothek wird dem ZV das Vorkaufsrecht zugesprochen.
Ahlen, am 20. August. Die Dienststelle des ZV bietet die neue “Familien-Fibel” an.
Gelsenkirchen, am 9. September. Wihelm Kranefoed wird 60 Jahre alt und sein Betrieb kann auf ein 25-jähriges Bestehen zurückblicken.
Stuttgart, am 7. Oktober. Der Goldschmied und Redakteur der GZ, Gustav Merkle, wird 75 Jahre alt. Aulage des Fachblattes “GZ” der ca. 12.000 Stück.
Ahlen, am 13. Oktober. Obermeister Grändorf lädt seine Osnabrücker Innungskollegen zur Tagung nach Ahlen ein.
Bundesrepublik Deutschland, am 22. Oktober.
Edelmetallpreise pro Gramm:
Gold: 23,40 DM / Silber: 1,05 DM / Platin: 32,90 DM.
Ahlen, im Herbst. Im Informationsblatt “Tiegel” wird zu einer Feingoldspende aufgerufen. Das Material soll zu einem “Eligius-Becher” verarbeitet werden, der dem Papst Johannes Paul II. geschenkt werden soll.
Karlsruhe, im Herbst. OM Johann Kölmel schreibt im “Tiegel” über Gutachten.
Köln, im November. Das Bundesverwaltungsamt in Köln teilt mit, dass die vom ZV benutzte Adler-Darstellung nicht im Widerspruch zu den geltenden “Richtlinien” steht.
Mannheim, im Dezember. Obermeister Jarosch und der Sachverständige Wöhler gehen erfolgreich gegen eine Kunst- und Antiquitäten-Auktion vor, welche neuen Schmuck als alten versteigern wollte.
Bundesrepublik Deutschland. Praktischer Leistungswettbewerb der Goldschmiede-Handwerksjugend auf Bundesebene. 1. Preis: Beate Kaczmarek bei Wolfgang Schäfer, Detmold. 2. Preis: Wolfgang Kraft bei Bruder Adelmar Dölger, Münsterscharzach. 3. Preis: Beate Hanke bei Arnold Hanke, Mayen.
Ahlen, am 3. Januar. Goldpreis-Explosion! ZV-Präsident Werner Fischer schreibt an den Bundesminister für Wirtschaft, Graf Lambsdorf, einen Brief und bittet darin um die “vorrübergehende Aufhebung der Preisauszeichnungspflicht für Edelmetallschmuck”.
Bonn, am 4. Januar. Konferenz der Schmuckverbände. Regierungsdirektor Dr. Groger spricht über die Problematik der Preisauszeichnungspflicht.
Bundesrepublik Deutschland, im Januar. Die Edelmetallpreise schaukeln sich im Wechsel nach oben. Das Gold erreicht eine Rokordhöhe von 47,50 DM per Gramm Feingold.
Schöningen, im Januar. Ernst August Grimm, der bisherige Obermeister von Berlin, verlässt seine Heimatstadt Berlin un eröffnet in 3338 Schöningen ein neues Geschäft.
Arnstadt (DDR). Für Edelmetallfacharbeiter mit der Spezialisierungsrichtung Schmuckgürtler und Graveur werden unter Leitung des Ministerims für Musik und Kulturwaren (Sitz Plauen) neue Lehrpläne erarbeitet. Die Lehrpläne sind für das gesamte Gebiet der DDR gültig und verbindlich.
Münster, am 29. Januar. Lossprechungsfeier für sechs Auszubildende. OM Maimann und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses Hans Klinkhammer überreichen die Gesellenbriefe.
Ahlen, am 30. Januar. Der Zentralverband beantragt beim Deutschen Institut für Normung (DIN) DIN-Normen für Doublé.
München, am 8. Februar. Die Sonderstufe der Cellini-Medaille wird an den Präsidenten des Zentralverbandes Werner Fischer verliehen. Die Eingravierung in den Bergkristall:
Dem Goldschmiede Werner Fischer dem Präsidenten des Zentralverbandes für das Juwelier-, Gold- und Silberschmiedehandwerk in Anerkennung und Würdigung seines Vielfältigen Wirkens für den Berufsstand.
München, 8. Februar 1980.
München, am 10. Februar. Präsidiumssitzung während der Inhorgenta-Messe. Außer Robert Köthe und Gerhard Lehmann ist kein Präsidiumsmitglied bereit sich für iene weitere Amtsperiode im Zentralverband zur Verfügung zu stellen.
Berlin, im Februar. Neuer Obermeister wird Max Heydemann. (Lehre von 1947-1950, Meisterprüfung 1954, Mitglied des ZV-Präsidiums).
München, im Februar. G. Spies von der International Gold Corporation, München: “Der Goldpreis macht uns allen Kopfschmerzen, unsere Kunden sind aber über die Preisentwicklung durch die Medien so gut wie noch nie zuvor informiert”.
Bundesrepublik Deutschland, im März. Das Gramm Feingold kostet ca. 32 ,- DM.
Koblenz, am 25. März. Innungsversammlung Mittelrhein. Paul Rothgerber tritt zurück. Zum neuen Obermeister wir Joachim Flach gewählt. Flach ist Jahrgang 1943 und hat im November 1971 die Meisterprüfung bestanden.
Ahlen, am 31. März. In der Dienststelle des ZV Ahlen treffen sich die drei Herren, Geschäftsführer der Platingilde Freiherr von Loe, ZV-Präsident Werner Fischer und Dipl. Kaufmann Jonda vom Zentralverband. Besprochen werden Kooperationsmaßnahmen mit der Platingilde.
DDR, am Freitag, dem 11. April. “Aktion Rudi!” Es werden Punkt 17 Uhr alle Goldschmiede und edemetallverarbeitenden Betriebe in der DDR heimgesucht, um durch eine körperliche und buchmäßige Erfassung die Edelmetallbestände für die Aufbewahrung festzustellen. Die Aktion, welche unter dem Decknamen “Rudi” läuft, dauert bei vielen Kollegen bis nach Mitternacht und wird jeweils von 2 Beamten durchgeführt. Nachdem alle Bestände – auch das Material und die Aufträge der Kunden – erfasst sind, wird die Umbewertung von Gold á Gramm, von 33,67 Mark auf 250 ,- Mark und von Silber á Gramm 0,28 Mark auf 6,50 Mark vorgenommen. Die “Wertdifferenz” muss binnen Wochen an das Finanzamt abgeführt werden.
Arnstadt (DDR). An der Thüringer Berufsschule werden Berufe ausgebildet: Edelmetallfacharbeiter mit Spezialisierungsrichtungen: Goldschmied, Serienfertigung von echtem Schmuck, Schmucksteinfasser mit Gravierfertigkeiten, Silberschmied, Steinschleifer. Weiterhin Graveure mit den Spezialisierungsrichtungen: Reliefgravur, Falchdurckgravur, Jagdwaffengravur, Maschinengravur, Flachstichgravur und Stahlstichgravur.
Bückeburg, am 12. April. Tagung des Landesinnungsverbandes. LIM Eberhard Rullkötter berspricht mit den OM die bevorstehende ZV-Tagung, das Norddeutsche Goldschmiedetreffen in Hamburg 1981 und die Ausbildungsbeihilfen.
Bonn, im April. Nach der Eingabe eines Bürgers und der Überprüfung durch das Bundesamt wird ausdrücklich festgestellt, dass der Zentralverband des Juweliere, Gold- und Silberschmiede berechtigt ist das Hoheitszeichen der BRD, den Adler, in seiner Korrospondenz bei Urkunden, Mitteilungen etc. zu führen.
Würzburg, im April. Zum neuen Obermeister der Innung Unterfranken wir Rudi Engert gewählt.
Frankfurt/M., im April. Gerd Walter wird neuer Obermeister der Goldschmiede-Innung.
Wißgoldlingen, im April. Der Präsident Fischer lobt im “Tiegel” das Engagement von Jo Stotz, die sich mit dem “Haldenhof” verdiet gemacht hat.
Zwickau (DDR), am 17. April. Wegen der Aktion “Rudi” ruft die Berufsgruppe sofort eine “Krisensitzung” ein, an der auch der “Staatsapparat” als Gast und Horcher teilnimmt. (Tauschert, Hirsch, Fickert, Fritzsch)
Hanau, vom 18. bis 20. April. Jahreshauptversammlung der Gesellschaft für Goldschmiedekunst. Klaus Osthues: “Altes Silber aus Münster”.
Basel, vom 19. bis 28. April. Europäische Uhren- und Schmuckmesse.
Vatikanstadt, am 30. April. ZV-Präsident Werner Fischer überreicht dem Papst Johannes Paul II. zu einer Audienz einen goldenen Becher (258 Gramm 900/- Gold), den Peter Ferner fertigte und er aus Spenden der Mitglieder des ZV entstand. Es handelt sich um den ersten St. Eligius-Becher.
Pforzheim, am 9. und 10. Mai. Feierlichkeiten zum 75-jährigen Jubiläum der Goldschmiedeschule. Ausstellung: 7. bis 26. Mai, Lehrerarbeiten OStR A. Lutz / Dipl. Ing. Studiendirktor H. Meyer.
Hanau, vom 15. bis 18. Mai. Deutsche Juwelier-, Gold- und Silberschmiedetage. Vorträge: Prinzessin von Isenburg über “Schmuck im Art déco”. Hans Michael Heynen: “Kreativität – eine Herausforderung für das gestaltende Handwerk”. OStR. Walter Dennert: “Die Staatliche Zeichenakademie Hanau; Aus- und Weiterbildung”.
Nach einem Jahr Pause wird der 6. Benvenuto-Cellini Wettbewerb wieder ausgerichtet. Beteiligt haben sich 92 Gold- und Silberschmiede aus Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz, die zusammen 179 Arbweiten einreichten. 3. Goldmedaillen: Willy Wiemann, Meran; Günter Arhelger, Wuppertal; Gearg Dobler, Berlin.
Die Mitglieder des Zentralverbandes für das Juwelier-, Gold- und Silberschmiedehandwerk wählen ihr neues Präsidium. Nach über zehnjähriger Amtszeit tritt Werner Fischer zurück. Mit großer Mehrheit wählen die Delegierten Hans Bergner zum neuen Präsidenten. Vizepräsident wird Gerhard Lehmann, Kiel. Weitere Mitglieder des Präsidiums: Max Heydemann, Berlin; Hermann Jaufmann, Augsburg; Johannes Kemter, Freiburg; Robert Köthe, Hannover; Paul van Ooyen, Kevelaer. Für das Haus Berlin wird ein eigenes Referat eingerichtet: OM Heydemann. Die Punzierungsverhandlungen mit der EWG bezüglich einer einheitlichen Punzierung müssen durch den Beitritt Großbritanniens mit dem 9-Karat-Gold neu aufgenommen werden. Der ZV erhält nach vorheriger Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens den Bescheid, den “Bundesadler” in seiner Korrospondenz zu führen (eigentlich als staatliches Hoheitszeichen vorhanden!). Der ZV Beitrag wird auf 58,-DM erhöht. Goldschmiedemeister E. A. Grimm überreicht den vom ihm geschaffenen Ehrenbecher an Obermeister Hans Kühn. Neue OM Max Heydemann, Berlin; Joachim Flach, Koblenz; Gerd Walter, Frankfurt. Fritz Bredel, ehem. Leiter des Goldschmiedehauses wird Ehrenmitglied. Mitgliederzahl: 1.292.
Königstein, am 22. Mai. Das Förderwerk feiert sein 25-jähriges Bestehen. ZV-Präsident H. Bergner übermittelt Glückwünsche der Goldschmiede.
BRD, am 11. Juni.
Edelmetallpreise per Gramm:
Gold: 34,50 DM / Silber: 0,94 DM / Platin: 41,55 DM.
Bremen, am 24. Juni. Rolf G. Lange soll einen Diamanten in einer versiegelten Diamantbox begutachten, der als Sicherheit von einem Kunden für 95.000,-DM entgegengenommen wurde. (Zertifikat eines Schweizer gemmologischen Instituts). Nach der Öffnung, in Anwesenheit eines Notars, stellt sich heraus, dass der Stein nicht die angegebenen 2,47 ct wog, sonder 3,77 ct. Die versiegelte Box beherberte eine Steinfälschung im Wert von ca. 100,-DM.
Kassel, im Juni. Obermeister Herman Stiehl stirbt im Alter von 51 Jahren.
BRD, im September. Die Platingilde Deutschlands bekennt sich zur Zusammenarbeit mit den Schwestergilden in London und Tokio und wird somit mit ihrem Warenzeichen “Pt” international.
BRD, im Sommer.
Edelmetallpreise per Gramm:
Gold: ca. 39,00 DM / Silber: ca. 1,00 DM / Platin: ca. 43,00 DM
Bonn, im August. Zum Obermeister der Goldschmiede-Innung wird Stephan Düren gewählt.
Augsburg, am 23. September. Günter Winkler kann seinen 65. Geburtstag feiern. Geboren in Pforzheim, Meisterprüfung 1939, Obermeister der Innung Augsburg/Schwaben, seit 1945 2. Vorsitzender des ZV. 1947 und von 1948 bis 1952 1. Vorsitzender des Zentralverbandes.
Stuttgart, am 27. September. Hauptversammlung der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung. OM Hermann Leppert wird wiedergewählt. Stellv. OM wird Theophil Schreiber.
Hamburg. Die norddeutschen Goldschmiedetage werden in der Stadt ausgerichtet.
DDR. In der Mai-Ausgabe der “Uhren und Schmuck” erscheint ein Artikel des Prof. Dr. Klaus Kolloch über “Gold und Geld im Kapitalismus”. Kolloch kommt zu dem Schluss: “Erst im Sozialismus wurde der Geldfetischismus als gesellschaftliche Erscheinung überwunden”.
Bremen, im Herbst. Das Präsidium des ZV des Juwelier-, Gold- und Siblerschmiedehandwerks der BRD hat in Bremen seine Dienststelle eingeweiht. Eine erste Ausstellung befasst sich mit dem Edlemetall Platin.
Dortmund, im Herbst. Albert Litzinger, Mitbegründer des Zentralverbandes, Obermeister und Landesinnungsmeister, ist verstorben.
Münster, am 10. Oktober. Im Zimmertheater des Hauptbahnhofs ist Premiere für das Schauspiel “Der Laden des Goldschmieds” von Karol Wojtyla. (Papst Johannes Paul II.)
DDR, am 20. Oktober. Die Preisanordnugn 4257 tritt in Kraft.
Hamburg, am 25. Oktober. Der Obermeister Hugo Scheele wird 70 Jahre.
Köln, am 4. November. Der Ehrenpräsident des ZV, Heinz Mohr, wird 75 Jahre. Von 1958 bis 1971 leitete er die Geschicke des Verbandes.
Wachenheim, am 13. November. Der weltbekannte Edelsteinexperte Prof. Dr. Schlossmacher verstirbt im Alter von 93. Jahren.
Bremen, im November. Zu einer gemeinsamen Arbeitswoche treffen sich angehende Goldschmiede aus Bremen und Zürich (Schweiz) in den Räumen der Berufsschule zu Bremen.
Bonn, im Winter. 23 Mitglieder der Innung reichen Entwürfe für eine Obermeisterkette ein. Der Vorschlag des Goldschmieds H. G. Bathauer aus Bonn, Franzstr. 34, wird angenommen und mit 1.500 DM prämiert.