1991
Betriebsstatistik inkl. neue Bundesländer im Edelmetallgewerbe: 4.090 Betriebe, 14.000 Mitarbeiter, Organisationsgrad in Innungen 48 %. Mitglieder im ZV 825, davon zahlende 700.
Neue Bundesländer, ab 1. Januar. Es treten wichtige Neuerungen im Steuerrecht in Kraft. Die Lohnsteuer wird ab 1991 generell nach der Karte berechnet. Arbeitnehmer erhalten entsprechende Vordrucke über ihre Betriebe.
GZ, im Januar. Der Präsident des ZV, Eberhard Rullkötter warnt im Fachblatt: „Zusammenarbeit darf nicht zur Vereinnahmung führen …“
Pforzheim, am 20. Januar. Die Scheideanstalt „Allgemeine“ feiert 100-jähriges Bestehen.
Weimar / „markt intern“, am 30. Januar. Das Blatt meldet: „Gerissene Geschäftemacher grasen Mitteldeutschland ab und machen mit fürchterlichen Übertreibungen tolle Geschäfte.“ Es geht um einen Schmuckverkauf in einem Hotel in der Dichter-Stadt.
München, vom 8. bis 11. Februar. Die Schmuckmesse „Inhorgenta“ wird auf dem städtischen Messegelände ausgerichtet. Als Attraktion wird erstmals ein aus Platindraht gewirktes Kleid vorgeführt. Der Wert des edlen Stückes beläuft sich auf 500.000 DM. „gold + silber“-Fachzeitschrift, Mitte Februar. Beim Konradin-Verlag gehen zwei Briefe aus den neuen Bundesländern ein, die in der Zeitschrift im Faksimile abgedruckt werden. Die Schreiber der Briefe, Hans-Joachim Förster, Potsdam, und Tobias Keucher, Leipzig, nehmen kritisch die neuen gesellschaftlichen Verhältnisse aufs Korn und fordern von der Zeitung sich den Problemen zu stellen.
Kassel, im Frühjahr. Auf Einladung des Präsidiums des ZV gründet sich der „Kasseler Kreis“. Aus allen Teilen der neuen Bundesrepublik werden Ehrenamtsträger aufgerufen eine für alle tragbare neue Satzung des Zentralverbandes zu erstellen. Der Kreis besteht aus den Präsidiumsmitgliedern Klinkhammer, Grebe und Flach. Weitere Kollegen:
LIM Rullkötter, Niedersachsen; LIM Winckel, NRW; LIM Glaser, Thüringen; LIM Both, Saarland; LIM Eidel, Bayern; LIM Bergmann, Hamburg; LIM Elling, Brandenburg; OM Jarusch, Mannheim; OM Galke, Magdeburg; OM Matthiessen, Leipzig; OM Kirsch, Kassel; OM Reindl, Kiel.
Dresden / Stuttgart, im Frühjahr. Der Rühle-Diebener-Verlag (GZ) wird von der Innung Dresden mit der Dinglinger-Plakette geehrt.
München, vom 16. bis 24. März. Internationale Handwerksmesse. Sachsen ist als einziges Land der neuen Bundesländer erstmals vertreten. Vom Goldschmiedehandwerk stellen die Goldschmiedemeister Horst Gerlach und Siegfried Meyer aus Freiberg aus.
Gera, im Fachblatt „Ring“ Nr. 3/1991. Die Treuhandanstalt, Niederlassung Gera, Puschkinplatz 7, bietet eine Schmuckwarenfabrik mit Presserei und 15 Arbeitskräften zum Kauf an. Grundstück und Fabrik sind im Besitz des Unternehmens.
„Sachsenpost“, am 22. März. „Ost-Handwerk im Aufschwung“. Wolfgang Glaser, Geschäftsführer des ZHD: „Seit der Wende stieg die Zahl der Handwerksbetriebe im Osten von 82.000 auf inzwischen 110.000 Betriebe.“
Lückendorf, am 24. März. Die „Berufsgruppe der Gold- und Silberschmiede, Graveure und Edelsteinschleifer für Ostsachsen“ lädt zu einer Informationsveranstaltung nach Lückendorf ein. TOP: Vorträge über Versicherungen, Vorstellung von Firmen aus den alten Bundesländern und ein reger Erfahrungs- und Meinungsaustausch zu den aktuellen Fragen sowie ein Bericht über das Obermeister- und Fachtreffen in Arnstadt. Eingeladen hat der Obermeister Lothar Voigt, Görlitz.
Schwäbisch Gmünd. Die Gold- und Silberschmiedemeisterin Doris Raymann-Nowak wird zur Obermeisterin der Innung gewählt.
Dresden, am 7. April. Berufung der Meisterprüfungskommission Sachsen (Zeitraum 1991–1994) Vorsitzender: Dipl. Jurist H. Büttner; Mitglieder: R. Georgi, M. Heyn, E. Schöhnherr, D. Forberger, H.-H. Träger, B. Greif, A. Gerlach, U. Kretzschmar, B. Bischoff und Berufsschul-Lehrer R. Nimus.
Bonn, vom 9. bis 11. Mai. ZV-Tagung im Residence Hotel. Der Präsident Rullkötter beziffert die Verbindlichkeiten zum Jahresende auf 75.000,- DM und beabsichtigt einen Sparhaushalt. Einstellung des Informationsblattes „Der Ring“ und die Auflösung der Geschäftsstelle. Hier treten Meinungsverschiedenheiten mit dem Präsidenten offen zu Tage. Das Präsidium wirft dem Präsidenten vor, sich über Beschlüsse hinweggesetzt zu haben. Zur Finanzierung des Hauses Berlin wird ein Darlehn von 35.000,- DM genehmigt. (Wurde nie aufgenommen!) Im Laufe der Diskussion über den Haushalt und die weitere Vorgehensweise tritt zunächst Robert Köthe zurück. Dem Präsidenten wird aus der Versammlung vorgeworfen, Anträge zu provozieren, die sich mit der Verlegung der Geschäftsstelle befassen.
Der Präsident tritt zurück! Hans Klinkhammer stellt den Rücktritt des Präsidenten fest und bittet um das Vertrauen der Versammlung, dass das jetzige Präsidium die Geschäfte weiterführt bis zur Neuwahl im nächsten Jahr. Die Innung Bonn erhält eine Obermeisterkette, die erstmals beim Empfang des Oberbürgermeisters Dr. Daniels getragen wird.
Memmingen, Mitte Mai. Neuwahlen des Landesverbandes Bayern. LIM Hans Kühn kann alle Obermeister Bayerns begrüßen und erklärt den Anwesenden, dass er aus Gründen des Alters sein Amt niederlegt. Neuer LIM wird Wolfgang Eidel, Augsburg; Stellvertreter Karl Rothmüller. Vorstandsmitglieder werden: Herr Heiden, München; Herr Keim, Passau; Herr Kühn, Memmingen.
Karl-Marx-Stadt / Chemnitz, am 1. Juni. Die Stadt erhält ihren alten Namen „Chemnitz“ wieder.
Hildesheim, am 3. Juni. Goldschmiedemeister Rudolf Lehmann verstirbt. Meisterprüfung 1955, Obermeister der Innung Hildesheim seit 1964.
Deutschland, am 20. Juni. Der Bundestag beschließt mit 338 gegen 320 Stimmen, dass Berlin Sitz von Regierung und Parlament wird.
Hamburg, am 23. Juni. Im Alter von 88 Jahren verstirbt der Ehrenobermeister Jean Koch. 1967 Vizepräsident des ZV; 1969 Goldene Ehrennadel.
Pforzheim, am 25. Juni. Ehrengäste, Gäste und Repräsentanten aus dem Handwerk und der Goldschmiedeschule erscheinen zur Meisterfreisprechung in der Gaststätte Alinger. Mit den Worten: „Ich verpflichte mich zur Wahrhaftigkeit, zur höchstmöglichen Qualität meiner Arbeit, mit meiner Goldschmiedekunst stets Freude zu geben und den Lehrlingen ein Vorbild zu sein“ und dem gemeinsamen: „Ich spreche dies, so wahr ich Goldschmied bin“ erhalten die Jungmeisterinnen und Jungmeister ihre Weihung mit dem Tupfer Borax, dem Punkt Polierrot, dem Hammerschlag und einem kräftigen Schluck aus dem Meisterpokal. Darauf werden die Meisterbriefe von Obermeister Manias übergeben.
Bremen, im Juli. Die ZV-Geschäftsführerin Gisela Kettler wird 50 Jahre alt.
Dresden, am 1. August. Die Goldschmiede von Walter Stückert kann auf ein 45-jähriges Bestehen zurückblicken. Insgesamt wurden in ihr 34 Lehrlinge ausgebildet und 32 Goldschmiede legten in seinem Betrieb die Meisterprüfung ab.
Bonn, im August. Frau von Weizsäcker empfängt im Palais Schaumburg Vertreter der Gold- und Silberschmiede-Innung. Obermeister St. Düren stellt die neue Obermeister-Kette vor. 1980 hat Frau v. Weizsäcker als Jury-Mitglied den Entwurf der Kette befürwortet. Die Kette ist in 925 Silber gearbeitet, mit emailliertem Wappen. Sie wurde von den Innungsmitgliedern, in mehreren Jahren intensiver Arbeit, jetzt fertiggestellt.
Deutschland. Es wird eine dramatische Zunahme von Ladendiebstählen registriert. 1990 waren es 22% mehr und somit insgesamt fast eine halbe Million Fälle in den westlichen Bundesländern. In Schmuckgeschäften nehmen neben den Diebstählen auch die Überfälle erschreckend zu.
Glashütte, am 1. September. Als Betriebsleiter und Goldschmiedemeister nimmt bei Castello Patriarca Peter-Wolfhard Sieper die Arbeit auf. Sieper ist am 22.1.1949 in Hanau geboren und hat am 2. Juli 1971 in Wiesbaden die Meisterprüfung abgelegt. Sein Bruttogehalt wurde im Arbeitsvertrag bei 20 Wochenstunden mit 2.000 DM festgelegt.
Arnstadt, am 7. September. Der „Verein der Freunde und Förderer der Bildungseinrichtung der Gold- und Silberschmiede an der Staatlichen Berufsbildenden Schule Arnstadt“ wird gegründet. Gleichzeitig findet die Eröffnung und Übergabe der neuen Ausbildungs- und Fortbildungsstätte für Gold- und Silberschmiede in Arnstadt statt. Insgesamt stehen 26 Arbeitsplätze zur Verfügung.
Schwäbisch Gmünd, vom 20. bis 22. September. Die 3. Gold- und Silberschmiede-Tage werden in der Schmuckstadt veranstaltet.
Kassel, Anfang Oktober. 2. Sitzung „Kasseler-Kreis“. Teilnehmer: LIM Bergmann, LIM Both, LIM Eidel, LIM Elling, VP Flach, OM Galke, LIM Glaser, OM Grebe, OM Jarosch, OM Kirsch, VP Klinkhammer, OM Matthiessen, OM Reindl, LIM Rullkötter, LIM Winckel und Frau Bergmaier von der GZ.
Dresden, am 14.Oktober. Goldschmiedemeister Ulrich Kretzschmar wird zum Obermeister der Goldschmiede-Innung gewählt. Vorstand: Gerhard Kurzawski, Monika Salomo, Volker Stohr und Herbert Fuchs. Die Landesinnung Thüringen informiert über eine Entscheidung zur Ausbildungsvergütung von Lehrlingen: 1. Jahr 295,- DM; 2. Jahr 350,- DM; 3. Jahr 415,- DM; 4. Jahr 435,- DM.
Schweinfurt, im Herbst. Handwerkermarkt zum 1200-jährigen Bestehen der Stadt. An zwei Tagen arbeiten drei Goldschmiede in ihren Schauwerkstätten. Obermeister Rudolf Leder ist Inhaber der Firma Edelmann & Belchner, gegründet 1730.
Berlin, vom 18. bis 20. Oktober. Zum 3. Mal in Folge findet die Verkaufsausstellung „Geformtes Gold 91“ im Haus der Kaufleute statt. Der Obermeister der Goldschmiede-Innung kann die Schirmherrin Senatorin Ingeborg Stahmer herzlich begrüßen.
Bad Iburg, am 25. bis 27. Oktober. Obermeistertagung des ZV im Kurhaus Bad Iburg. Im Mittelpunkt der Tagung, zu der alle Innungen eingeladen sind, steht die Neuorientierung des Verbandes. Durch den Rücktritt von Präsident Eberhard Rullkötter auf der ZV-Tagung im Mai hat das Restpräsidium unter Vizepräsident Hans Klinkhammer die Führung des Verbandes bis zur Neuwahl eines Präsidenten übernommen. Nach der Begrüßung durch Hans Klinkhammer, dem gastgebenden Obermeister der Innung Osnabrück-Emsland, Wolfgang Grändorf, und dem Präsidenten der Handwerkskammer Osnabrück Herrn Haug erläutert Klinkhammer die Lage des ZV. So bezifferte er die Verbindlichkeiten des Verbandes zum Jahresende 1991 auf ca. 20.000 DM und schlägt eine Umlagefinanzierung vor. Die Abstimmung ergibt eine Zustimmung von 20,– bis 30,– DM pro Mitglied (wurde allerdings nicht durchgeführt). Einstimmig angenommen wird der Vorschlag von Hans Klinkhammer mit der Vergangenheit endgültig abzuschließen und einen Neuanfang einzuleiten. Hans Klinkhammer stellt ein neues Satzungsmodell vor, das vom „Kasseler Kreis“ erarbeitet wird und ruft alle Verbände auf sich daran zu beteiligen, um einen neuen Zentralverband ins Leben zu rufen, den alle mittragen könnten. Haus Berlin: Obermeister Grebe erläuterte die Situation: Das Haus ist für einen Verband nicht mehr tragbar. Mieteinnahmen ca. 110.000 DM, Kosten ca. 90.000 DM, Belastung ca. 500.000 DM, geschätzte Sanierungskosten ca. 500.000 DM. Wert des Hauses ca. 1,3 Mio. DM. Eine Abstimmung über die Zukunft des Hauses ergibt 1/3 für Sanierung, 1/3 für Verkauf und Neuinvestition des Erlöses, 1/3 Enthaltung. Über die schwierige Situation in den neuen Ländern nach der Wende berichteten die OM Hermann Galke, Magdeburg, und Wolfgang Radicke, Greifswald. Weitere Themen der Tagung: Sammlung von Meisterzeichen. Die EU-Richtlinie zur Stempelung von Edelmetallen. Die Errichtung einer überbetrieblichen Ausbildungswerkstatt für Silberschmiede in Osnabrück u.a.
Pforzheim. In einem Rundschreiben der „GZ“ werden die Abonnenten der Zeitung in den neuen Bundesländern über „Zahlungs- und Mahnverfahren“ durch den Fachverlag informiert.
Dortmund, im November. Dem Goldschmiedemeister Peter Tiemann wird die Silberne Ehrennadel des Landesinnungsverbandes NRW verliehen. Anlass sind die Erfolge zu Wettbewerben und Ausstellungen. Letztlich sein Auftritt im ZDF in der Sendung „Ein Abend in Gold“, zu der er vom Sender eingeladen wurde.
1992
Stuttgart / Freiberg, im Januar. In der „Goldschmiede Zeitung“ 1/92 erscheint wieder ein interessanter Beitrag von Siegfried Meyer, Freiberg, unter dem Titel „Werkstatttipps“.
Hanau, am 26. Januar. Einsendeschluss der 10. Silberbiennale. Der Internationale Wettbewerb wird anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Goldschmiedehauses und des 60-jährigen Jubiläums der Gesellschaft für Goldschmiedekunst ausgeschrieben.
Kassel, am 15. Februar. Arbeitstreffen der Satzungskommission „Kasseler Kreis“. Ziel: Ein „schlanker“ Zentralverband bestehend aus nur 16 Ländervertretungen, in denen die einzelnen Innungen zusammengeschlossen sind. Übergangsfrist 2 Jahre. Präsidium: Präsident und 2 Vizepräsidenten mit einem wechselnden Beirat aus 2 Ländervertretern.
Ansbach, im Januar. LIM Hans Kühn wird mit der Goldenen Ehrennadel des Bayrischen Handwerks geehrt.
Kassel, im Februar. Der Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung Kassel, Klaus Kirsch, wird mit der Silbernen Ehrennadel der Handwerkskammer Kassel ausgezeichnet.
Leipzig, im März. Der „Jacob-Bote“ erscheint anlässlich der Leipziger Frühjahrsmesse. Es ist ein Informationsblatt, das an die Traditionen des alten Handelshauses anknüpfen soll. Die Firma wurde als Georg Jacob Nachf. GmbH von der Fa. Stengelhofen übernommen und mit dem Geschäftsführer Werner Jonas besetzt. Die Firma hat im November 1990 durch einen spektakulären Ausverkauf von sich reden gemacht und ist später liquidiert worden.
Sachsen, am 11. März. Vom Sächsischen Staatsministerium wird die neue Gesellen-Prüfungsordnung, gemäß §§ 42 Abs. 2, 106 Abs. 2 HwO, genehmigt. Die Innung „Südwestsachsen“ erhält als einzige das Recht, im Kammerbezirk die Prüfungen abzunehmen.
Pforzheim, am 22. März. Anlässlich seines 90. Geburtstages stiftet Fritz Hammer einen Förderpreis für Schmuckdesign. Das Hammersche Schmuckunternehmen wurde am 1. April 1860 im sächsischen Geringswalde gegründet und nach dem 2. Weltkrieg in Pforzheim neu etabliert. Heute gehört das Unternehmen zu den größten Schmuckbetrieben in Deutschland.
Kevelaer, am 28. März. Der ehemalige LIM von Nordrhein-Westfalen, Paul van Ooyen (1984 bis 1990), wird mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.
Bad Zwischenahn, Ende März. Gründung der Gold- und Silberschmiede-Innung für den Kammerbezirk Oldenburg/Ostfriesland. Zum Obermeister wird Peter Speckmann gewählt. Sein Stellvertreter wird Jochen Kaltenbach. Nach einer kurzen Ausführung von LIM Rullkötter tritt die Innung dem Landesverband bei.
Augsburg, Ende März. Obermeister Hans Kühn tritt zurück. Uta Werner-Dick (geb 1951) wird zum Obermeister gewählt. (Lehre in Augsburg – Kunstschule München – Meisterprüfung 1974)
Bremen, am 30. März. ZV-Geschäftsführerin Gisela Kettler verlässt nach 10-jähriger Tätigkeit den Verband.
Berlin, am 2. April. Vollversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung in Berlin. Burghard Grammerstorf tritt zurück. Neuer Obermeister wird Uwe Grebe, Stellvertreterin Claudia Zugck.
Arnstadt, am 2. April. Die neue Ausbildungsverordnung tritt in Kraft (Goldenes Buch) und damit ein neuer Lehrplan für Goldschmiede und eine neue Prüfungsordnung.
Deutschland, Ende April. Die Obermeister der ehemaligen DDR, mit Ehepartnern, starten zu einer mehrtägigen Studienfahrt. Mit dem Bus geht es nach Holland und Belgien. Besucht werden die Diamantzentren und Schleifereien.
Thüringen, vom 1. bis 3. Mai. Landes-Innungs-Tagung der Gold- und Silberschmiede im Ringberghaus Suhl. Referenten: Oberstudienrat Dennert, Hanau; ZV-Vizepräsident Hans Klinkhammer, Münster; Dipl. Jurist Bache, HWK Erfurt; Prof. Dr. Erhardt Brepohl, Heiligendamm; Herr Dr. Freiesleben u.a. Es lädt ein: Landesinnungmeister Glaser.
Hamburg, am 4. Mai. Nach Umzug in den Pilatuspool 1 eröffnen die Goldschmiede Gudrun und Konrad Bergmann ihr Geschäft wieder.
Fulda, am 9. und 10. Mai. Die Innung feiert die Eligius-Tage. Heidelberg, vom 28. bis 30. Mai. Im Queenshotel wird die Mitgliederversammlung und Delegierten-Vollversammlung des Zentralverbandes abgehalten. Gastgeber ist die Innung Mannheim-Heidelberg, OM Jarosch. Vizepräsident Klinkhammer stellt 66 eingetragene, stimmberechtigte Delegierte fest. Themen: Satzungsänderung, Wahlen, Berufsbild, Punzierung, Normenausschuss, Verbandstätigkeit.
Nach dem Rücktritt des Präsidenten Rullkötter hat das „Restpräsidium“ den Verband für ein Jahr weitergeführt. Der Vize stellt fest, daß etwa 400 neue Mitglieder, überwiegend aus den neuen Bundesländern hinzugekommen sind und der Verband derzeit 1133 Mitglieder zählt. (Beigetreten sind folgende Innungen bzw. LIV: Chemnitz, Halle, Leipzig, Magdeburg, Oberlausitz, Thüringen, Mark-Brandenburg, Oldenburg-Friesland.) Die neue Satzung des Zentralverbandes wird beschlossen.
Sein neuer Name ist: „Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e.V.“
Hans Klinkhammer wird mit überwältigender Mehrheit zum neuen Präsidenten des ZV gewählt. Vizepräsidenten: Herr Grebe und Herr Koch. Sprecher der Länder: Herr Kremp und Herr Elling. Kassenprüfer: Herr Karbe und Herr Schuldt.
Bundesrepublik Deutschland, am 30. Juni. Betriebsstatistik der edelmetallverarbeitenden Betriebe im Handwerk: Alte Länder: 3.533 Goldschmiede, 69 Silberschmiede. Neue Länder: 552 Gold- und Silberschmieden. Seit dem 1.1.1992 ein Rückgang von 19 Betrieben.
Münster, am 1. Juli. Der ZV eröffnet seine neue Geschäftsstelle in der Kreishandwerkerschaft Münster. Geschäftsführer des ZV wird Reinhold Wegmann, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.
Deutschland, am 9. Juli. Erich Honecker kehrt von Russland nach Deutschland zurück.
Hanau, vom 12. Juli bis 6. September. Im Deutschen Goldschmiedehaus ist eine Ausstellung des OStR. Siegfried Männle, Lehrer an der Fachschule Hanau, unter dem Thema „Schmuck und Schmückendes“, zu sehen.
Aachen, am 13. Juli. Die Innung beschließt, dem ZV beizutreten. Der Obermeister ist Prosper Brüderlin. Essen, im Juli. Tagung des Landesinnungsverbandes NRW in den Räumen der Fachschule, zum „Tag der offenen Tür“. Gäste: ZV-Präsident Hans Klinkhammer, LIM Wolfgang Eidel und OM Klaus Kirsch. TOP: Verabschiedung des Fachschuljahrganges 1990/92; Warenwirtschaftssystem Nathan Aurum; ZV-Tagung in Heidelberg, Warndienst zur Verbrechensabwehr.
Bonn, am 1. August. Inkrafttreten der Verordnung über die Berufsausbildung zum Goldschmied/in, zum Silberschmied/in und zum Edelsteinfasser/in.
Augsburg, am 4. August. Am Goldschmiedebrunnen werden erstmals Lehrlinge freigesprochen. Die Obermeisterin Uta Werner-Dick nimmt die sieben Lehrlinge in den Kreis der Gehilfen auf.
Leipzig / Idar-Oberstein, im August. Gold-Wittmann aus Idar-Oberstein hat in Leipzig unter Ausnutzung ungeklärter Eigentumsverhältnisse drei Geschäfte im Zentrum zu Räumungsverkäufen präpariert. In den Läden wurde kaum etwas investiert. Selbst die Kassenzettel – noch aus HO-Zeiten – finden neue Verwendung.
Hamburg. Die Goldschmiedeinnung schafft für Ausstellungen 15 gleiche und transportable Vitrinen an. Mit diesen Vitrinen werden regelmäßig Ausstellungen in der Hamburger Musikhalle und der Hamburgischen Staatsoper unter dem Motto: „Hamburger Goldschmiedetage“ durchgeführt.
Halle, am 29. und 30. August. Tagung des Sachverständigen-Referates des Zentralverbandes. Egon Ludwig hat seine Kollegen Atemar Frére, Horst Gerlach und Hans-Jürgen Wiegleb eingeladen. Themen: Erarbeitung eines Leitfadens für Sachverständige: Zusammenarbeit der Sachverständigen in der Bundesrepublik.
Deutschland, am 4. und 5. September. Über die Fernsehsender ZDF und 3sat wird die erste Folge der mehrteiligen Serie über „Historischen Schmuck“ ausgestrahlt. Autoren und Akteure sind OM Rudolf Leder, Schweinfurt und Hans Wilfart, Hersbruck.
Deutschland, am 10. September. Anlässlich des 225-jährigen Bestehens der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie gibt die Deutsche Post eine Sonderbriefmarke heraus. Gedruckt werden 32 Mio. Stück zum Nennwert von 100 Pf.
Pforzheim, im Herbst. Die Kettenfabrik Ernst Gideon Bek stellt Vergleichsantrag. Eine Sanierung des Unternehmens, mit seinen 100 Mitarbeitern wird unmöglich. Der Betrieb beschäftigte 1970 mehr als 260 Mitarbeiter.
Dresden, am 10. und 11. Oktober. Die Gold- und Silberschmiede halten Jahrestagung. Gast ist der ZV-Präsident Hans Klinkhammer, der zu den Aufbauplänen einer Landesinnung referiert. Weitere Themen: Tarif- und Arbeitsrecht, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Löhne und die Ausbildung. Am 11. Oktober wird nach einigen Ringen die Satzung des LIV beschlossen.
Bremen, am 11. Oktober. Hans Bergner, Ehrenpräsident des ZV feiert seinen 60. Geburtstag. Bergner stand dem ZV 10 Jahre als Präsident vor und wurde 1985 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
Augsburg, vom 16. bis 18. Oktober. Tagung des Zentralverbandes und Obermeistertreffen in Augsburg, Hotel Arcade. Im goldenen Saal der Stadt Augsburg wird am Samstag die Ausstellung „Gold- und Silberschmiedelehrlinge schmieden und gestalten“ eröffnet. LIM Eidel kann ca. 700 Gäste zur Preisverleihung des Lehrlingswettbewerbes begrüßen.
Themen: Der Umzug des Zentralverbandes nach Münster; Strukturverbesserung der Branche; das Verhältnis Uhrmacher / Goldschmied; Punzierungsrichtlinie; das Verhältnis zu den Mitgliedern aus den neuen Ländern und das ewige „Juwelier-Thema“. ZV-Präsident Klinkhammer referiert über den Stand der Punzierung in der EG, über Marketing und Werbung u.a. Gelobt werden die Impulse, die von den Obermeistern der neuen Bundesländer einfließen. Große Beachtung findet auch der Vortrag von Rudolf Leder, über historischen Schmuck.
Krefeld, im Oktober. Herbsttagung des Landesinnungsverbandes NRW. Der Vorstand wird ermächtigt, dem Zentralverband beizutreten.
Dortmund, im Oktober. Die Innung hat sich einstimmig für den Beitritt zum ZV ausgesprochen. Obermeister P. Tiemann.
Dresden, am 28. Oktober. Bei der Handwerkskammer sprechen vor: Castello Partiarca und Finanzkaufmann Uwe Hohlfeld. Es geht um die Umschulung von 16 Feinmechanikern zu Goldschmiedemeistern. Zu prüfen sei, inwieweit die Voraussetzungen zu schaffen seien, die praktische und theoretische Ausbildung in Glashütte zu gewähren.
Holzau, am 6. bis 8. November. Die Chemnitzer Goldschmiede-Innung hält im Hotel „Lindenhof“ ihre Jahrestagung ab. Bedeutendster Gast ist Prof. Dr. E. Brepohl, der den Vortrag „Ein Goldschmied entdeckt Deutschland“ hält.
Bundesrepublik Deutschland, im November. Der Mietpreis für Schmuckgeschäfte liegt durchschnittlich bei 36,60 DM pro qm. in Städten über 100.000 Einwohner bei 46,20 DM.
Dresden, am 11. November. In Dresden eröffnet Hannes Berger (geb. 10.12.1957) eine Filiale des Handelshauses Horst Berger KG in der Heinrichstraße 9.
BRD, am 12. November. Prozessbeginn gegen die Mitglieder der DDR-Führungsriege Honecker, Mielke, Stoph, Keßler, Strelitz und Albrecht.
BRD, am 13. November. Das Verfahren gegen Stoph wird eingestellt. Am 17. November scheidet Mielke aus und am 12. Januar wird auf Anweisung des Verfassungsgerichtes das Verfahren gegen Honecker eingestellt. Honecker darf nach Chile ausreisen.
Freiburg, im November. Auf der 11. Badischen Handwerks- und Gewerbeausstellung präsentieren die Gold- und Silberschmiede-Innung Freiburg-Südbaden die Sonderschau „Außergewöhnliche Diamanten“. OM Kremp eröffnet die Schau.
Leipzig, am 19. November. Werner Jonas, 1. Geschäftsführer der Fa. Georg Jacob Nachf., zeigt bei der IHK Leipzig einen Räumungsverkauf an, den die IHK am 1. Dezember untersagt. Am 3. Dezember geht trotz heftiger Gegenwehr der Ausverkauf über die Bühne.
Leipzig, am 20. November. Goldschmiedemeister Josef Blümer kündigt seinen Totalausverkauf an, der am 17.12. beendet sein soll. Vor der Handwerkskammer weist der sonst eher ärmliche Laden plötzlich einen Warenwert von 670.000 DM aus. Später kann festgestellt werden, dass hinter dieser Aktion der Profiräumer Werner Kümmerlin steckte. Trotz allgemeiner Proteste stellen Blümer & Co. erst am 11. 1. 1993 die Geschäftstätigkeit in der Reichsstraße ein.
Mülsen St. Jacob, am 23. November. Der Mitteldeutsche Rundfunk besucht das Goldschmiedemuseum bei H.-H. Träger und strahlt am 28. November den Beitrag aus.
Mannheim, am 20. Dezember. Goldschmiedemeister Heinz Jarosch, seit 26 Jahren Obermeister der Innung, ZV-Mitglied und Bundesverdienstkreuz-Träger, wird 75 Jahre alt.
1993
Münster, am 1. Januar. Herausgabe des „Goldenen Buch“. Leitfaden über die Berufsausbildung zum Goldschmied/in, zum Silberschmied/in und zum Edelsteinfasser/in mit betrieblichen Ausbildungsplänen.
Köln, im Januar. Zum alljährlichen traditionellen Ochsenessen der Juwelier, Gold- und Silberschmiede-Innung im festlich geschmückten Messeclub kann OM Aluis 130 Gäste begrüßen.
Augsburg. Goldschmiedemeister Hans Kühn bekommt das Bundesverdienstkreuz verliehen. Wien, am 23. Januar. Einladung an die deutschen Goldschmiede zum 8. Ball der Wiener Goldschmiede im Hotel Papagino. Das Vier-Tage-Wien-Programm kostet pro Person 830,- DM.
Braunschweig, am 2. Februar (Maria Lichtmess). Die GZ meldet: Die Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung Braunschweig lässt einen alten Brauch aus Westpreußen wieder aufleben. Gefeiert wird erstmals wieder das „Lichtgans-Essen“, das anlässlich Maria Lichtmess in seiner Heimat von den Goldschmieden gefeiert wurde, berichtet Raimund Lange. Leider ist in der Überlieferung der Termin nicht korrekt. (Siehe: Lichtegans-Feier 1909!)
Münster, vom 9. Februar bis 6. Juni. Zum Festakt des 1200-jährigen Stadtjubiläums zeigt das Stadtmuseum eine große Sonderausstellung zum Thema: „Gold und Silber aus Münster“. Ausgestellt werden nahezu 150 Stücke, vom 14. Jh. bis Anfang des 20. Jh.
Trier, im Frühjahr. Atemar Frére wird zum Ehrenobermeister ernannt. Er ist 27 Jahre Obermeister und ein treuer Vertreter im ZV.
Dithmarschen, im Frühjahr. Der Kulturpreis des Kreises geht an den 90-jährigen Goldschmied Paul Gosch Möller aus Meldorf. Möller fungierte 18 Jahre lang als Obermeister.
München, vom 2. März bis 31. Mai. Ausstellung: „Drei Generationen Gold- und Silberschmiede – von der Weimarer Republik bis heute“. Gezeigt werden Arbeiten von Franz Rickert, Erhard Hößle, Hermann Jünger, Ulla Mayer und Otto Künzli.
Schwäbisch Gmünd, am 17. März. Dr. Erhard Brepohl hält im Prediger seinen Vortrag „Theophilius Presbyter und die mittelalterliche Goldschmiedekunst“.
Essen, vom 18. bis 20. März. Tagung des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, gemeinsam mit den gewerblichen Schulen. Leitung LIM Klaus Winckel.
Sachsen, am 19. März. Die Satzung des Landesinnungsverbandes für das Gold- und Silberschmiedehandwerk und Juweliere des Freistaates Sachsen wird laut Schreiben vom Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit genehmigt.
Stuttgart – Bad Cannstatt, am 19. und 20. März. Die Innung Stuttgart-Heilbronn-Reutlingen veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Degussa und der Platingilde im „Buchbinder-Colleg“ einen Workshop mit Seminar unter Leitung von Wilfried Schäfer.
Landshut, am 20. März. Goldschmiedemeister Dieter Becker, OM der Innung der Pfalz, aktives Mitglied im ZV und Träger der silbernen Ehrennadel des ZV, wird 50 Jahre alt.
Borgholzhausen, im April. Die Delegierten der Gold- und Silberschmiede-Innung Osnabrück-Emsland treffen sich zu ihrer zweitägigen Sitzung. Obermeister Grändorf teilt mit, dass die Bereitschaft der HWK, eine Silberschmiedeausbildungswerkstatt einzurichten, vorhanden sei. OM Grändorf stellt sich für den Gesellenprüfungsausschuss für Silberschmiede zur Verfügung.
Kevelar, im April. Im Alter von 73 Jahren verstirbt Paul van Ooyen.
Suhl, am 17. und 18. April. Tagung des Landesinnungsverbandes Thüringen. Über 100 Teilnehmer und Gäste kann der Landesinnungsmeister Glaser begrüßen. Die Fachvorträge: HWK Günzler, Arbeitsschutz: Dr. Moser; Berufsschule: Cieciorra; Sachverständigenwesen: Ludolf Dührsen; Punzierung: ZV-Präsident Klinkhammer; Verkaufen: Frau Klaus; Schmuck im Historismus: Dr. Thiele.
Aachen, im April. Turnusmäßige Wahl und Mitgliederversammlung.Wieder gewählt zum Obermeister wird Prosper Brüderlin, Stellvertreter Johannes Hieronimi, Schriftführer: Ursula Maahnen; Schatzmeister: Wilhelm Comouth.
Cuxhaven, im April. Landesinnungsverbandstag Niedersachsen-Bremen. Nach 22 Jahren Vorstandsarbeit tritt Landesinnungsmeister Eberhard Rullkötter zurück. Zum neuen LIM wird Obermeister Wolfgang Grändorf, Osnabrück, gewählt. Eberhard Rullkötter wird mit der goldenen Ehrennadel mit Brillanten ausgezeichnet und gleichzeitig zum Ehreninnungsmeister des Landesinnungsverbandes ernannt.
Freiburg / Baden, am 3. Mai. Die Freiburger Gold- und Silberschmiede-Innung nimmt die Tradition von 1415 wieder auf, immer am 3. Mai mit einer Besinnungsfeier in der Klosterkapelle St. Albert, der Bruderschaft der „Stein-Slyffer-Borrer- und Balierer“ zu gedenken.
Münster, im Mai. Zum 8. Mal wird der Benvenuto Cellini-Wettbewerb ausgeschrieben. Der Jury gehören an: Goldschmiedemeister Günter Arhelger, Wuppertal; Goldschmiedemeister Herbert Bitter, Hannover; Goldschmiedemeisterin Marlies Braun, Frankfurt; Kunsthistorikerin Dr. Beatriz Chadour, Münster; Goldschmiedemeister Joachim Kaiser, Erfurt; Goldschmiedemeister Peter Speckmann, Oldenburg; Redakteur der GZ, Heinz-Jürgen Ahnefeld, Stuttgart.
Pfalz, im Mai. Ehren-Obermeister Kurt Voelker ist im Alter von 83 Jahren verstorben. (War Obermeister von 1947 bis 1987.)
Sachsen, am 14. Mai. Der Landesinnungsverband für das Gold- und Silberschmiedehandwerk und Juweliere – Freistaat Sachsen -,wird vom Sächsischen Staatsministerium bestätigt. Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Dieter Forberger, Landesinnungsmeister; Uwe Matthiessen, stellv. Landesinnungsmeister; Horst Gerlach, Vorstandsmitglied; Hans-Heinrich Träger, Vorstandsmitglied, und Ulrich Kretzschmar, Vorstandsmitglied.
Als Wahlmann für die Innung SWS ist Kollege Rudolf Hahn nominiert.
Nürnberg, am 14. Mai. Die Mitglieder der Gold- und Silberschmiede-Innung Mittelfranken treffen sich zu einem zwanglosen Kennenlernen bei einem Stehempfang im Grand-Hotel in Nürnberg. Aus gesundheitlichen Gründen tritt die langjährige Obermeisterin Wächtler zurück. Als neuer OM wird Weng Mong Ruan gewählt. Ruan ist in Taiwan geboren, lebt seit 14 Jahren in Deutschland und ist außer Goldschmiedemeister auch Diplom-Bildhauer und Gemmologe. Gäste sind der LIM Wolfgang Eidel und die Obermeisterin der Innung Augsburg-Schwaben, Uta Werner-Dick.
Erfurt, vom 14. bis 16. Mai. Im Restaurant Gildehaus trifft sich das Eligius-Komitee zur Tagung. Essen, im Mai. Obermeister Labisch stellt sein Amt nach 12 Jahren zur Verfügung. Erstmals wird in der Innung eine Frau Obermeister. Gewählt wird die ehemalige Stellvertreterin Ursula Fischer.
Bielefeld. Die Goldschmiede Schlüter feiert ihr 125-jähriges Bestehen. Hans-Dietrich Schlüter, der das Familienunternehmen bereits in 5. Generation führt, wird anlässlich des Jubiläums vom Landesinnungsverband NRW mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.
Münster, vom 20. bis 23. Mai. Der Zentralverband lädt alle Gold- und Silberschmiede und Juweliere (nicht nur Delegierte und Mitglieder!) nach Münster ein. Es finden die Schmuck- und Juwelentage im Bildungszentrum der Handwerkskammer Münster und im Parkhotel Schloss Hohenfeld statt. Etwa 180 Delegierte kommen, um über die wichtigsten Fragen der Zukunft des Verbandes zu beraten. „Die Tage in Münster sollen ein Neubeginn sein, ….“ Präsident Hans Klinkhammer bezeichnet es als Meilenstein der Geschichte des ZV, dass die Innungen der neuen Bundesländer eingetreten sind und somit von Flensburg bis Görlitz die Goldschmiede im ZV vertreten sind. Allgemein begrüßt wird von den Delegierten der Wiedereintritt des Landesinnungsverbandes Bayern.
Brandenburg, am 22. Mai. Während der Meisterfeier der Handwerkskammer, nehmen auch vier Goldschmiedinnen ihren Großen Befähigungsnachweis entgegen. Es ist die erste Meisterprüfung nach der „Wende“ in Brandenburg.
Sachsen. Lehrgangsangebot zur Meisterprüfung im Gold- und Silberschmiedehandwerk durch die Handwerkskammer Dresden: Lehrgangsgebühr 2985,00 DM, Prüfungsgebühr Teil I und II 685,00 DM, Übernachtung pro Nacht 18,50 DM.
Taucha, am 28. Juni. Die Edelsteinschleiferei der Edelschmiede Zwickau geht in Konkurs. Der Auktionator Röhricht aus Dortmund verschickt den Bestandskatalog an interessierte Betriebe. Zwischenzeitlich firmiert der Betrieb unter „Edelsteinschleiferei Geermann GmbH“, Eilenburger-Str. 42, Taucha.
Aachen, im Sommer. Gerda Brüderlin, Ehefrau von Goldschmiedeobermeister Prosper Brüderlin, wird als „Meisterfrau 93“ von Rita Süßmuth ausgezeichnet.
Bundesrepublik Deutschland, im Sommer. Bekanntgabe der neuen Obermeister und Landesinnungsmeister: Obermeister: Elisabeth Alof-Lortz, Trier / Thomas Klein, Landshut / Robert Dähne, Neubrandenburg / Wen Mong Ruan, Mittelfranken / Petra Schmidt, Flensburg, Landesinnungsmeister: Wolfgang Grändorf, Niedersachsen / Dieter Forberger, Sachsen.
Stuttgart und Norderney, am 18. Juli. Es verstirbt Senta Bergmaier (geb. Rühle, am 3. Februar 1923) an ihrem Ferienort Norderney. Als Mitinhaberin war sie nach dem Krieg stark am Wiederaufbau des Rühle-Diebener-Verlages beteiligt. Deutschland, am 1. August. Ein neues Berufsbild für das Silberschmiedehandwerk tritt in Kraft.
Lübeck, im August. In die Reihe festlicher Veranstaltungen zum 850. Geburtstag der Hansestadt Lübeck, schaltet sich eine Werkschau der Goldschmiede ein. Gezeigt werden die Arbeiten von 21 Goldschmieden des Bundeslandes Schleswig-Holstein.
Leipzig am 28. August. Die Goldschmiedeinnung Leipzig kann in diesem Jahr auf eine 500-jährige Geschichte zurückblicken. Anlässlich dieses bedeutenden Jubiläums zeigt das Stadtgeschichtliche Museum vom 28. August bis zum 25. September eine Ausstellung der Branche unter dem Titel „Kostbarkeiten aus 5 Jahrhunderten“.
Erfurt, im August. Die Mitglieder der „Goldschmiedegilde Eligius“ besuchen mit ihrem Kurator der Gilde, Werner Fischer aus Ahlen, die Domstadt Erfurt. Die Führung der Gäste übernimmt Goldschmiedemeister Joachim Kaiser. Im Festsaal des Rathauses zeigt die Archivarin Antje Bauer ein Kleinod: Das Goldschmiedesiegel aus dem Jahre 1592, das den hl. Eligius darstellt.
Deutschland, am 1. September. Der Zentralverband fasst die Meisterzeichen Deutschlands zusammen und gibt einen Katalog dazu heraus. Ebenfalls im Heft die Obermeister Deutschlands und deren Adressen.
Wolfsburg, am 11. und 12. September. Die Mitglieder des Sachverständigenwesens des ZV treffen sich in der VW-Stadt. Eingeladen hat Hans-Jürgen Wiegleb.
Hanau / Arnstadt. OStR i.R. Walter Dennert (geb. 1924) beteiligt sich aktiv an der Berufsausbildung im neuen Bundesland Thüringen.
Pforzheim, am 12. September. Die Goldschmiedeschule der Stadt begeht ihr 225-jähriges Stiftungsfest. Die Einrichtung gilt als die älteste Berufsschule der Welt.
Halle / Bamberg, im September. Obermeister Neuner hat Kollegen aus Halle zum Gedanken- und Meinungsaustausch nach Bamberg eingeladen.
Münster, am 16. September. Der Zentralverband der Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere Deutschlands wird in das Vereinsregister beim Amtsgericht Münster unter -VR 3515- eingetragen.
Schwäb. Gmünd, am 17. und 18. September. Die 4. Gold- und Silbertage finden statt.
Zwickau / Idar-Oberstein. „5. Deutscher Nachwuchswettbewerb für Edelstein- und Schmuckgestaltung Idar-Oberstein 1993“. Den ersten Preis erhält die Zwickauer Goldschmiedin Bettina Röber für einen Armschmuck aus Holz, Kupfer und Moosgummi.
Nürnberg, am 22. September. Die Gold- und Silberschmiede-Innung lädt in das Germanische National-Museum ein. Gast und Referent ist Prof. Dr. Erhard Brepohl, der einen interessanten Vortrag über „Mittelalterliche Goldschmiedekunst“ hält.
Leipzig, am 24. und 25. September. Der ZV hat das Jubiläum der Leipziger Innung genutzt, erstmals in Leipzig eine Obermeister-Tagung durchzuführen. ZV-Präsident Hans Klinkhammer kann nahezu alle Obermeister aus dem gesamten Bundesgebiet begrüßen. Tagungsthemen: Aktivitäten des ZV; Wettbewerbsrecht; Nickelallergie. Der Vizepräsident und Berliner Obermeister Uwe Grebe lädt alle Kollegen zu den Schmuck- und Juwelentagen, vom 12. bis 15. Mai 1994, nach Berlin ein. Der Verband zählt rund 1.700 Mitglieder.
Hanau, am 17. und 18. Oktober. 50 Jahre Deutsches Goldschmiedehaus. Die Idee, das alte Rathaus der Stadt zum Goldschmiedehaus zu machen, stammt von Juwelier Ferdinand Richard Wilm und von Bernd Oehmichen, Leiter der Staatl. Zeichenakademie.
Deutschland, am 28. Oktober. Laut Beschluss des Zentralverbandes beträgt der Beitrag für Mitgliedsbetriebe aus den neuen Bundesländern jährlich 58,50 DM. (Halbe Gebühr!)
Schmallenberg, Ende Oktober. Der LIV Nordrhein-Westfalen hat die Voraussetzungen getroffen, geschlossen dem ZV beizutreten.
Arnstadt, am 2. November. Im Berufsschulzentrum Arnstadt beraten einige Handwerksfunktionäre aus Thüringen und Sachsen über die Berufsschulausbildung in Arnstadt und die Bildung eines Gesellenprüfungsausschusses für Sachsen. Festgestellt wird u.a., dass die Lehrlinge zu wenig Zeit in den Werkstätten verbringen.
Augsburg, am 11. November. Die Gold- und Silberschmiede-Innung feiert 125-jähriges Bestehen. Die Gründung erfolgte 1868, als „Verein der Gold- und Silberarbeiter in Augsburg.“ Feierliche Eröffnung der Ausstellung der Innungsmitglieder in der Sparkasse, durch die Obermeisterin Uta Werner-Dick.
Erxleben, im November. Goldschmiedemeister Holger Bartel ist vom Kuratorium für Begabtenförderung im Handwerk eine Prämie von 3.000,- DM zugesprochen worden.
Münster, am 1. Adventssonntag. In der Aegidiekirche zelebriert Pastor Franz Jung die Messe zur Eligius-Feier, die die Gold- und Silberschmiede-Innung wieder aufleben ließ.
1994
Deutschland, am 1. Januar. Eine Novellierung der Handwerksordnung tritt in Kraft. Junge Handwerker werden ab sofort mit zinsgünstigen Darlehen gefördert, wenn sie mit dem Ziel der Selbstständigkeit den Meistertitel anstreben.
Dresden – Budapest – Wien, am 20. Januar. Der Landesinnungsmeister von Sachsen, Dieter Forberger, lädt alle Obermeister der neuen Bundesländer zu einer Studienreise nach Budapest und Wien ein. Ziel ist es, die Kontakte zu den dortigen Goldschmieden weiter zu pflegen.
Helmsdorf bei Stolpen, vom 5. bis 6. Februar. Zu einen Kurzlehrgang lädt der Landesinnungsverband auf Schloss Helmsdorf ein. Goldschmiedemeister Wilfried Schäfer, bekannt durch das „Praktikum“ in der GZ, führt interessante und neue Techniken vor. Schwerpunkt: Platinverarbeitung.
München, im Frühjahr. ZV-Präsident Hans Klinkhammer wird in den Fachbeirat der Inhorgenta-Messe gewählt. Nach Jahren der Abstinenz hat der ZV wieder einen Informationsstand auf der Inhorgenta in Halle 21 eingerichtet.
Hanau, am 22. Februar. Im Rahmen des 222-jährigen Jubiläums der Staatlichen Zeichenakademie beginnt die Reihe „Ehemalige Lehrer und Schüler berichten“. Erster Vortrag: C.-F. Dau, Berlin.
Pforzheim, im März. Der Kreditoren-Verein Pforzheim begeht seinen 100. Geburtstag. Der Verein hat zur Zeit weltweit 900 Mitglieder.
Nürnberg, im März. Zur Freisprechung mit einer Gesellentaufe kann der Obermeister Weng-Mong Ruan herzlich den Präsidenten des ZV Hans Klinkhammer begrüßen.
Münster, im März. Der ZV ruft seine Mitglieder auf, sich gegen die Richtlinie der EU, betreffs der Punzierung zu stellen und die politischen Vertreter auf die Situation aufmerksam zu machen.
Rothenfelde, am 9. und 10. April. Frühjahrstagung der Gold- und Silberschmiede-Innung Osnabrück-Emsland. Obermeister Grändorf eröffnet eine Ausstellung von Kreativschmuck, in den Schaufenstern und Vitrinen von Frau Maimann in Rothenfelde. Darüber berichtet auch ausführlich die überregionale Presse.
Greifswald-Wieck, am 23. und 24. April. Der Landesinnungsverband Niedersachsen / Bremen kommt zu seiner Tagung im Maria-Hotel zusammen. OM Radicke hat eingeladen, aber von seinen Innungskollegen ist keiner anwesend. Landesinnungsmeister Grändorf nimmt als Gast alles in die Hand und die Tagung ist gerettet. Neues Mitglied im Landesinnungsverband wird die Obermeisterin von Braunschweig, Frau Pieper. Diskutiert wird über die ZV-Tagung in Berlin und die Einladung zur OM-Tagung nach Aachen.
Chemnitz, am 29. und 30. April. Auf der Chemnitzer Handwerkermesse präsentiert sich die Chemnitzer Goldschmiede-Innung mit einem Gemeinschaftsstand.
Zeulenroda, vom 29. April bis 1. Mai. Landesinnungstag der Gold- und Silberschmiede Thüringens. Etwa 120 Innungsmitglieder und Gäste treffen sich zu gemeinsamen Gedankenaustausch und interessanten Vorträgen. Themen: Kriminalität und Sicherheit; Tarifverträge und Arbeitsrecht; Wettbewerbe und Ausbildung; Fundstellen der edlen Steine; neue Werkstoffe und deren Verarbeitung.
Aue / Erzgebirge, am 1. Mai. Die Traditionsfirma Besteckfabrik Wellner (einst die größte in Deutschland) wird privatisiert. Neuer Besitzer wird die Familie Herbert Hillebrandt aus Kerpen-Horrem bei Köln. Die 150 Arbeitsplätze wären für 5 Jahre garantiert, ließ Hillebrandt über seinen Geschäftsführer Erhard Schleiff berichten. Hillebrandt sammelt nicht nur Betriebe, sondern auch Burgen und Schlösser, von denen er weit über ein Dutzend in Deutschland besitzt.
Dresden, am 5. Mai. Die Gold-/Silberscheideanstalt C. Hafner GmbH lädt die Goldschmiede von Sachsen zu einer Schulungstagung in ihre neue Dresdner Filiale ein.
Osnabrück, vom 6. bis 8. Mai. Treffen der Mitglieder des Eligius-Komitees im Franziskaner-Kloster. Kurator der Eligiusgilde, Werner Fischer, Oststraße 69, 59227 Ahlen.
Wien, am 12. Mai. Der österreichische Bundesinnungsmeister für Goldschmiede, Silberschmiede, Juweliere und Uhrmacher, Kommerzienrat Bruno Schiller, wird 70 Jahre alt.
Berlin, vom 12. bis 15. Mai. Die Schmuck- und Juwelentage richtet die Berliner Innung aus. Tagungsort ist das Hotel „Radisson Plaza“, in dem auch die Zentralverbandstagung stattfindet. Uwe Grebe, Obermeister von Berlin und ZV-Präsident Hans Klinkhammer eröffnen die Tagung. Es folgen interessante Vorträge über wirtschaftliche und fachliche Belange. Ausstellung mit Schmuckunikaten und die Ergebnisse des internen Wettbewerbs „Originelle Trinkgefäße“. Neue Obermeister: Frauke Pieper, Braunschweig; Manfred Flessa, Hof; Rudolf Neumair, München; Peter Tiemann, Dortmund; LIM Klaus Winckel, NRW. Mitgliederzahl: 1.539.
Bregenz, im Mai. Das Vorarlberger Landesmuseum in Bregenz zeigt die Ausstellung „Zauber des Art déco“. Alle Stücke stammen aus der Sammlung des Chemnitzer Kunsthistorikers Georg Brühl. (Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi!)
Erfurt, vom 30. Mai bis 27. August. „6. Erfurter Schmucksymposium“. Die Stadtverwaltung schreibt ein Stipendium für einen „Stadtgoldschmied“ aus, der in den offenen Werkstätten arbeiten soll und Vorträge hält.
München, am 5. und 6. Juni. Jahreshauptversammlung des Landesinnungsverbandes Bayern. LIM Wolfgang Eidel lädt die Kollegen aus den sieben Innungen in die Landeshauptstadt ein. Hauptthema: Finanzen! „Zusätzliche Kosten durch den Beitritt zum ZV, Erhöhung der Attraktivität der Interessenvertretung bei gleichzeitiger Einsparung kann mit der Quadratur des Kreises verglichen werden.“ Neuwahlen des LIM: Zwei Kandidaten stellen sich zur Wahl, der amtierende Wolfgang Eidel und Peter Kreitmeir. Wolfgang Eidel wird wiederholt zum LIM gewählt, sein Stellvertreter wird Peter Kreitmeir. Beiratsmitglieder: Rudolf Neumair, Kurt Riebel, Heidrun Kissinger. Der Präsident des ZV, Hans Klinkhammer, berichtet über die Berliner Tagung.
Münster im Juni. Das erste Verzeichnis der deutschen Meistermarken liegt gedruckt vor. Für Mitgliedsbetriebe des ZV wird das Verzeichnis für 10,- DM + Porto angeboten.
Deutschland, am 25. Juni. Nachdem am 18. Juni die Westalliierten sich verabschiedet haben, ziehen auch die Russen am 25. Juni endgültig aus Deutschland ab.
Deutschland. Im Goldschmiedehandwerk haben von 346 Meisterprüfungsteilnehmern 295 die Prüfung bestanden. (Davon waren 156 weiblich!)
Kassel, am 26. Juli. Der Landesinnungsmeister von Hessen, Klaus Kirsch, ist verstorben. (geb. 1938 in Dessau.)
Freiberg, am 24. und 25. September. Die Sachverständigen des Zentralverbandes halten ihre Tagung in der Bergstadt ab. Eingeladen hat OM Gerlach.
Sachsen. Der Landesinnungsverband zählt 118 Mitglieder, die sich auf die Innungen wie folgt verteilen:
Zwickau 16 Mitglieder 2 Stimmen
Leipzig 43 Mitglieder 3 Stimmen
Chemnitz 25 Mitglieder 2 Stimmen
Dresden 33 Mitglieder 3 Stimmen
E. Schönherr 1 Einzelmitglied 1 Stimme.
Die Kosten für den Zentralverband betragen pro Mitgliedsbetrieb im Jahre 58,50 DM. Der Jahresbeitrag des Landesinnungsverbandes beträgt pro Mitgliedsbetrieb 20,- DM.
Deutschland. Die „Zweite Novelle der Handwerksordnung“ – im Mittelpunkt stehen erleichterte Möglichkeiten für Handwerker, sich in anderen Handwerken zu betätigen. Die Anlage B zur Handwerksordnung wurde von 40 auf 50 Berufe erweitert.
Kassel. Ludolf Dührsen (geb. am 24.07.1934 in Flensburg) wird neuer Obermeister der Innung.
Aachen, vom 7. bis 9. Oktober. Obermeistertagung des ZV in Aachen. Dazu Einladung von Obermeister Prosper Brüderlin. Hauptthema: Die Zusammenarbeit mit dem ZV. Über die Arbeit des ZV referiert Geschäftsführer Reinhold Wegmann. Vizepräsident Uwe Grebe berichtet über die finanzielle Situation des „Hauses Berlin“. Präsident Hans Klinkhammer: Punzierungsrichtlinie. Über ein wirkungsvolles Werbekonzept und ein „Gütesiegel“ hält der Werbefachmann, Herr Gottesleben, einen Vortrag. Neue Obermeister: Ludolf Dührsen, Kassel; Peter Kreitmeir, Vize-LIM Bayern; Elisabeth Alof-Lortz, Trier. Weng Mon Rouan, OM Nürnberg, stellt seine gefertigte OM-Kette vor.
Zwickau, am 14. Oktober. Castello Partriarca erklärt der IHK Dresden, dass nach dem Räumungsverkauf der Geschäftsstelle in Dresden der Geschäftsbetrieb in und um Dresden eingestellt werde.
Köln, im Oktober. Die Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung unter Vorsitz des OM Hans-Jürgen Alius, hat eine umfangreiche Broschüre als Beitrag zum Umweltschutz erstellt. Die Mappe enthält die Richtlinien zum Arbeitsschutz und den Umgang mit Gefahrenstoffen im Edelmetallgewerbe. Preis: 48,50DM + Versandkosten.
Münster, im Herbst. Norbert Hammer wird zum Obermeister der Innung gewählt. Hammer tritt die Nachfolge von Hans Klinkhammer an, der das Amt wegen seines Postens als ZV-Präsident abgibt.
Pforzheim, im Oktober. Mit einem Meistertrunk, Borax Polierrot und Hammerschlag werden 45 junge Meister von Obermeister Heiko Lampert freigesprochen. Hanau, im Herbst. Im Goldschmiedehaus ist bis 15. Januar 1995 die Ausstellung „222 Jahre Staatliche Zeichenakademie Hanau“ zu sehen.
Arnstadt. In Arnstadt wurden von 1960 bis 1994 3.500 bis 4.000 Lehrlinge in der zentralisierten Ausbildung der Schmuck- und Kunstgewerbe-Klassen ausgebildet.
Hohenmölsen, am 19. Dezember. Der Hallenser OM Bernd Swiekatowski wendet sich in einem Schreiben an die Mitglieder des ZV, gegen die geplante EU-Punzierungs-Regelung und bittet um gemeinsame Aktionen.
1995
Dresden, im Januar. In den Ausstellungshallen am Straßburger Platz präsentiert sich zur „Bildungsmesse“ die Gold- und Silberschmiedeinnung Dresden, auf dem Gemeinschaftsstand der Handwerkskammer.
Sachsen, am 27. Januar. Die neue Meisterprüfungsordnung im Handwerk tritt in Kraft. §§50 und 91 Abs. 1 Nr. 6.
München, am 24. Februar. INHORGENTA. Informationsveranstaltung des ZV um 14 Uhr, im Konferenzraum Chiemsee. Thema: Der ZV heute und morgen – Aufgaben und Perspektiven“. Um 19 Uhr sind die Goldschmiede mit Partner in den Ratskeller eingeladen. Der stellv. LIM Peter Kreitmeir hat von der HWK München Michael Biberger eingeladen, der über neues im Handwerksrecht referiert.
Görlitz /Oybin, am 11. März. Satzungsgemäße Neuwahl der Goldschmiede-Innung Oberlausitz in der Gaststätte Nensch, Oybin. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Lothar Voigt, Obermeister; Lothar Lange, 1. Stellvertreter; Manfred Lehmann, 2. Stellvertreter. Zum Fachgebiet der Innung gehören die Berufe der Gold- und Silberschmiede, Edelsteinschleifer und Edelsteingraveure. Bedingt durch die Kreisreform vom 1. August 1994, bezeichnet sich der Innungsbezirk jetzt Landkreis Niederschlesischer Oberlausitzkreis, LK Sächsischer Oberlausitzkreis, LK Westlausitzkreis, LK Bautzen mit den Kreisstädten und die kreisfreie Stadt Hoyerswerda.
Pforzheim am 16. März. Die Innung Pforzheim, unter Obermeister Heiko Lampert beschließt den Beitritt zum Zentralverband.
Schloss Trebsen, am 4. April. Der Leipziger Obermeister Uwe Matthiessen lädt zu einer Sitzung den Vorstand des Landesinnungsverbandes auf das Schloss Trebsen ein. Tagesordnung: Die weitere Vorbereitung des Landesinnungsverbandstages. Zum Schluss der Tagung stellt Obermeister Träger die fast fertiggestellten Innungsrequisiten – bestehend aus einer Amtskette, einem Kelch und einem Tischglöckchen – vor.
Niedersachsen, im Frühjahr. Auf dem Landesverbandstag wird Hans J. Wiegleb zum neuen LIM gewählt. Der Vorgänger, Wolfgang Grändorf, tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Stellvertreter wird Konrad Karbe aus Garbsen.
Dresden, am 21. April. Anlässlich des bevorstehenden Verbandstages lädt die Handwerkskammer zur Pressekonferenz nach Dresden ein. Der Frage- und Themenkomplex: Landesinnungsmeister Dieter Forberger: „Probleme des Gold- und Silberschmiedehandwerks in Sachsen“. Stellv. Landesinnungsmeister Uwe Matthiessen: Die Kriminalitätsentwicklung, ein existenzbedrohender Faktor für das Goldschmiedehandwerk.
Obermeister Horst Gerlach: Goldschmied / Juwelier alles Handwerker?
Obermeister Hans-Heinrich Träger: Gold- und Silberschmiede – nur in der Großstadt?
Hannover, am 22. April. Der bekannte und geschätzte Goldschmiedemeister, Herbert Bitter, feiert seinen 75. Geburtstag.
Dresden, am 22. und 23. April. Der 1. Landesinnungsverbandstag wird wie geplant in Dresden abgehalten. Landesinnungsmeister Dieter Forberger eröffnet die Tagung. Vortragsthemen: Kriminalität; Wettbewerbsrecht (Herr Saupe); Marketing (Gottesleben). Am Abend gemütliches Beisammensein mit den Ehepartnern auf dem Weingut „Schloss Wackerbart“. Prominentester Gast vom ZV ist der Vizepräsident Uwe Grebe. Dabei Freisprechung von Lehrlingen und die Vorstellung der Innungsrequisiten der Gold- und Silberschmiedeinnung Südwestsachsen. (Amtskette, Kelch und Tischglocke). Dazu Bild und Beschreibung! Obermeister Träger macht dem Landesinnungsmeister die Ehre, als erster den Innungskelch antrinken zu dürfen.
München, am 27. April. Auf einer Wanderung in Nepal verstirbt, 64-jährig, der bekannte Goldschmied Johann Michael Wilm jr.
Schwäbisch Gmünd, vom 28. bis 30. April. Unter dem Patronat von Bischof Dr. Walter Kasper der Diözese Rottenburg-Stuttgart werden die Eligiustage 1995 abgehalten.
Freiburg, am 3. Mai. Jahresversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung Freiburg-Südbaden im Dominikaner-Kloster. Obermeister Karlheinz Kremp stimmt die Kollegen mit einer besinnlichen Andacht, „auf die Gedanken die heute jeden bewegen“, ein.
Pforzheim, am 5. Mai. Die Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule Pforzheim gibt ihr Aus- und Weiterbildungsprogramm Goldschmied / Silberschmied heraus und verbreitet es an die zuständigen Verbände. Unterzeichner OStD Jochem Wolters.
München / Bamberg, am 7. Mai. Chef des Handelshauses Berger, Horst Berger wird 90 Jahre alt.
Idar-Oberstein, im Mai. Die Goldschmiede-Zunft feiert ihren 250. Geburtstag. Anlässlich des Jubiläums sind Feierlichkeiten und Ausstellungen in der Edelsteinstadt zu sehen. ZV-Präsident Hans Klinkhammer überbringt die Glückwünsche des ZV und überreicht OM Herbert H. Stein ein Ehrengeschenk.
Zwickau, am 18 Mai. Im Hotel „Am Windberg“ findet in Zwickau die Innungsversammlung der Innung Südwestsachsen statt. Hauptthema: ist der Wechsel des Innungssitzes von Aue zurück nach Zwickau. Zu diesem Schritt sind vom Obermeister und der Kreishandwerkerschaft die Vorbereitungen getroffen worden. Der Vorschlag wird einstimmig gefasst und die Wahl durchgeführt. Der Obermeister stellt die Amtskette und die anderen dazugehörenden Teile vor. Weiterhin wird beschlossen den 5. Jahrestag der Innungsgründung im September feierlich zu begehen.
Deutschland. Erste gesamtdeutsche Handwerkszählung seit der Wiedervereinigung Deutschlands -zunächst im Vollhandwerk.
Nürnberg, vom 16. bis 18. Juni. Die Nürnberger Schmuck- und Juwelentage werden von der Gold- und Silberschmiedeinnung Mittelfranken abgehalten. Auf der Delegiertenversammlung des Zentralverbandes am ersten Tag, werden anstehende Probleme diskutiert und Beschlüsse gefasst. (Punzierung, Werbung/Marketing, Berufsbildung, Gestaltung, Dekoration, Berufsgenossenschaft). Der Goldschmied, so heißt es auf der Tagung in Nürnberg, habe die fachliche Kompetenz, um Schmuck selbst individuell herzustellen, bestens einzukaufen, vertrauensvoll zu beraten, einen optimalen Service zu bieten und in einem guten Preis/Leistungsverhältnis zu verkaufen. Samstag abend: Fränkisches Büffet in der alten Vogtei in Wolframs-Eschenbach mit Nürnberger Kollegen.
Leipzig, im Juni. Der Fachbuchverlag Leipzig gibt das neue verbesserte Werk von E. Brepohl: „Theorie und Praxis des Goldschmieds“ zum Preis von 98,- DM in der 11. Auflage heraus.
Augsburg, vom 22. Juni bis 13. August. „Augsburger Gold- und Silberschmiede-Sommer“. Im Schaezler-Palais stellen 27 Gold- und Silberschmiede insgesamt 74 Arbeiten aus. Acht Tänzerinnen präsentieren die Schmuckobjekte. Die Augsburger Regionalpresse und die Fachzeitschriften berichten über das besondere Ereignis.
Deutschland, am 1. Juli.
Die aktuellen Edelmetallpreise per Gramm:
Gold: 17,83 DM / Silber: 0,24 DM / Platin: 20,65 DM.
Hamburg, am 1. Juli. Das 50-jährige Berufsjubiläum feiert Hans Konrad Bergmann. Hans Bergmann ist seit 1987 Obermeister der Hamburger Innung und Mitglied des ZV.
Ahlen, im August. Das Fortbildungszentrum Ahlen führt ein neues Logo ein.
Münster, am 11. August. Der ZV verschickt ein Schreiben, mit den 1.Terminen für die Vorstellung des neuen Werbe- und Marketingkonzeptes. (2.9.95 Berlin / 3.9.95 Leipzig / 9.9.95 Neumünster)
Berlin, am 14. August. Goldschmiedemeister August Grimm ist verstorben. (geb. 1934 in Dassel) 1971 wurde Grimm in das fünfköpfige Präsidium des ZV gewählt und hat sich besonders um das „Berlin-Vermögen“ verdient gemacht. 1978 erhielt er vom ZV den Silbernen Ehrenbecher.
Leipzig, am 2. September. Der Vorstand des Landesinnungsverbandes trifft sich zu einer Sitzung, anlässlich der Uhren und Schmuckmesse in Leipzig. Als Gast ist der Präsident des ZV – Hans Klinkhammer – anwesend. Hauptthema sind die Mitgliedsbeiträge zum ZV, die den Innungen der neuen Bundesländer für nicht erwirtschaftbar erscheinen.
Deutschland, im September. Ein „Verein zur Förderung der Goldschmiedekunst“ soll gegründet werden. Dafür ist eine Vereinssatzung erarbeitet worden und soll den Obermeistern zugeleitet werden. Sitz des Vereins: Bonn.
Schwäbisch Gmünd, im September. Prof. Dr. Ernst Raub ist im Alter von 90 Jahren verstorben. Raub war von 1930 bis 1970 Leiter des Forschungsinstitutes für Edelmetalle und Metallchemie in der Schmuckstatt.
Augsburg, am 23. September. Ehrenpräsident des ZV Günter Winkler wird 85 Jahre alt.
Hannover, am 23. September. LIM Hans-Jürgen Wiegleb ruft die an der Ausbildung beteiligten Meister zu einem Treffen in die Handwerkskammer Hannover zusammen. Themen: „Neue Ausbildung“, „Neue Prüfung“, „Vorschriften und deren Umsetzung“.
Hartenstein, am 23. und 24. September. Fünfjähriges Gründungsfest der Gold- und Silberschmiedeinnung Südwestsachen auf der mittelalterlichen Burg Stein. Der Einladung folgten der Landesinnungsmeister Dieter Forberger, Kollegen aus der Schwesterinnung Chemnitz und aus Ebermannstadt Henry Leidholdt. Vorstandsmitglied Winfried Wurlitzer und Freunde, bringen hervorragende musikalische Darbietungen zu Gehör. Die ganze Burg ist „in den Händen“ der Goldschmiede. Laut Rechnung: 20 Übernachtungen a. 25,- DM = 500,- DM; Getränke: 759,80 DM; Speisen: 903,60 DM; Sonstiges (Museumsbesuch) 84,- DM. Gesamtkosten: 2.247,10 DM
Glashütte, am 5. Oktober. Das Amtsgericht hat für den 25. Oktober die Zwangsversteigerung von der Immobilie am Erbenhang, des C. Patriarca angeordnet. „Bezahlt er seine Schulden, werde die Zwangsversteigerung ausgesetzt“, heißt es.
Augsburg, am 10. Oktober. Eröffnung der Ausstellung „Gold und Silber, Schmuck und Gerät heute“, mit Stücken aus dem Benvenuto Cellini-Wettbewerb 1995 im Sparkassensaal der Kreissparkasse Augsburg. Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse, der Obermeisterin Uta Werner-Dick und dem Landesinnungsmeister Wolfgang Eidel. Auftritt der Tanzakademie Subklew.
Zwickau, am 12. Oktober. Die Zwickauer Edelschmiede gerät unter Zahlungsschwierigkeiten. Es fehlen 350.000,- DM an Lohn und Beiträgen. Landtagsabgeordneter Thomas Pietzsch bemüht sich die Arbeitsplätze zu erhalten.
Halle, vom 13. bis 15. Oktober. Obermeistertagung des Zentralverbandes im Hotel „Rotes Ross“. TOP: Antrag der neuen Bundesländer wegen Beitragsnovellierung; das Haus des ZV in Berlin; das Werbekonzept der Goldschmiede (Gottesleben) „Deutschlands Goldschmiede setzen Zeichen“; Satzungsänderung!
Zwickau, am 17. Oktober. „Freie Presse“: „Nur neues Geld rettet die Edelschmiede“.
„Geschäftsführung, Anwälte und Vertreter der Sächsischen Aufbaubank sowie des Sächsischen Wirtschaftsministeriums hatten sich gestern in Dresden getroffen, um über die Zukunft des Unternehmens und die Gewährung von Unterstützung zu verhandeln.“
Augsburg, am 18. Oktober. Zu Gunsten des „Bunten Kreises“ (Förderkreis Kinderklinik Augsburg für Familien mit chronisch-, krebs- und schwerkranken Kindern) veranstaltet die Gold- und Silberschmiedeinnung Schwaben / Augsburg eine Versteigerung von Schmuckgegenständen in der hiesigen Sparkasse. 13.000,- DM ist der Reinerlös, der übergeben wird.
Schwäbisch Gmünd, am 20. und 21. Oktober. Der Edelmetallverband veranstaltet die 5. Gold- und Silbertage.
Dresden. Walter Geltermair, ein Profiräumer aus Koblenz betreibt in der Goldpassage einen Ausverkauf.
Trier, im Dezember. Im Alter von 74 Jahren verstirbt Ehrenobermeister Atemar Frére. Seine profunden Fachkenntnisse reichte er bereitwillig der Jugend weiter.
Sachsen, am 31. Dezember. Im Land beziehen 66.184 Menschen Sozialhilfe, das sind rund 11 % mehr als im Vorjahr. Die Bedürftigen werden jedoch auf noch mal soviel geschätzt. Dass dies natürlich Auswirkungen auf die Schmuckbranche hat, ist selbstverständlich.
1996
Dresden, am 6. Januar. Die Bild-Zeitungs-Schlagzeile „Millionenschulden – Gläubiger jagen Dresdner Juwelenkönig.“ Castello Partriarca, Besitzer der Edelschmiede Zwickau und Gründer der „Glashütter Schmuck-Manufaktur“ wird per Haftbefehl gesucht.
Braunschweig, am 15. Januar. Hans-Jürgen Wiegleb (geb. 19.11.1948 in Ehrenfriedersdorf/Sa.) wird zum Obermeister der Innung Braunschweig gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder der Innung: Jens Chr. Peters, Andreas Morgenroth.
Dresden, am 7. Februar. Vorstandssitzung des Landesinnungsverbandes in der Handwerkskammer Dresden. TOP 1: Bericht zur Lage unseres Handwerks. LIM Dieter Forberger. TOP 2: Zentralverbandstagung der Gold- und Silberschmiede im Mai 1996 in Dresden. TOP 3: Kassenbericht und Revision. TOP 4: Satzungsmäßige Feststellung der Stimmenzahl 1996.
Zwickau / Leipzig, am 10. bis 12. Februar. Auf der Leipziger Uhren- und Schmuckmesse stellt die Edelschmiede im Messehof am Stand 251 ihre Produkte aus. „In einigen Artikelgruppen bieten wir Ihnen einen Preisnachlass von 25 bis 40 Prozent an.“
Hamburg, am 28. Februar. Das Inventar eines der größten und bekanntesten Häuser für Schmuck und Edelsteine H. J. Wilm, Hamburg an der Binnenalster – seit 228 Jahren im Dienst anspruchsvoller Kunden – wird versteigert.
Zwickau, am 1. März. Über das Vermögen der Firma Edelschmiede Zwickau GmbH (HRB 1049), Leipziger Straße 130, 08058 Zwickau, vertreten durch den Geschäftsführer Castello Patriarca, wird am 1.3.1996, 6.00 Uhr das Gesamtvollstreckungsverfahren eröffnet. Verwalter: Rechtsanwalt Wolfgang Tack, 09247 Röhrsdorf/Chemnitz.
Münster, am 1. März. Das Mitteilungsblatt des ZV „Der Ring“ veröffentlicht den Veranstaltungsplan für die Deutschen Schmuck- und Juwelentage 1996 in Dresden. Termin der ZV-Tagung ist der 16. bis 19. Mai im Hotel Mercure in Dresden.
Leipzig, im Frühjahr. Vom LIV-Sachen wird erstmals der Elias-Geyer-Wettbewerb ausgeschrieben. Thema: Ornamente im Wandel der Jahrhunderte“.
Fürstenau, am 23. März. Der Präsident der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland zeichnet auf der Innungsversammlung der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung Wolfgang Grändorf mit der Goldenen Ehrennadel aus. Seit 1976 Obermeister, seit 1991 Landesinnungsmeister, war Vorstandsmitglied im ZV. Zur Neuwahl tritt Grändorf nicht mehr an. Neuer Obermeister wird Horst Glüsenkamp aus Osnabrück.
Hagen, am 25. März. Der LIM NRW Klaus Winckel stellt einen Antrag zur ZV-Delegiertentagung in Dresden: Es soll eine Werbeagentur beauftragt werden, ein Prospekt zu entwickeln, der die Arbeit der Innungen in Wort und Bild darstellen soll. Gemeinschaftsveranstaltungen der Innungen sollen mit Mitteln des ZV unterstützt werden, die jährlich nach einem Schlüssel zur Verteilung kommen können.
Berlin, am 29. März. Max Heydemann, ehemaliger Obermeister (1979-85) und Vorstandsmitglied im ZV (seit 1980), feiert seinen 70. Geburtstag.
Wolfsburg, am 13. und 14. April. Jahrestagung des LIV Niedersachsen/Bremen. Der Landesinnungsverband kann auf ein 50-jähriges Bestehen zurückblicken. Der Oberbürgermeister, Werner Schlimme, begrüßt im Rathaus die Delegierten des Landesinnungsverbandes und trägt zur Würde, die Amtskette der Stadt. (Die Kette ist eine Stiftung des Vorstandsvorsitzenden des VW-Werkes Prof. Nordhoff.) Robert Köthe erinnert an die Geschichte und Gründung des Verbandes 1946. LIM Hans-Jürgen Wiegleb schildert die Aufgaben und Ziele, die in Angriff genommen werden.
Bremen, am 15. April. Der LIV stellt einen Antrag an den ZV zur Aktivierung und steuerlichen Erleichterung für Auszubildende und Ausbildungsbetriebe. Ferner wird zur Zusammenarbeit mit europäischen Berufskollegen aufgerufen.
Beilngries, am 28. und 29. April. Im Haus des Gastes findet die feierliche Ehrung der Preisträger im Nachwuchswettbewerb statt. Darüber hinaus tagt der Landesinnungsverband Bayern. LIM Wolfgang Eidel erklärt seinen Rücktritt. Die Versammlung wählt als Nachfolger, Peter Kreitmeir aus Weilheim und zur Stellvertreterin Uta Werner-Dick. Beisitzer wird Hans Bock, aus Beilngries.
Hamburg. OM Konrad Bergmann legt sein Amt nieder, Obermeisterin wird Marion Meckel.
Dresden, vom 17. bis 19. Mai. Tagung des Zentralverbandes im Hotel „Mercur“, Petersburger Str. 34. ZV-Präsident Hans Klinkhammer eröffnet die Tagung mit der Begrüßung der neuen Obermeister: Peter Haarstick, Innung Oldenburg / Bremen, Horst Glüsenkamp, Innung Osnabrück / Emsland, Hans J. Wiegleb LIV Niedersachsen / Bremen, Peter Kreitmeir, LIV Bayern; Kurt Soucek, Innung Frankfurt; Marion Meckel, Innung Hamburg und Kurt Ruth, Innung Idar-Oberstein. Beschlüsse: Neuordnung des Stimm- und Wahlrechts, Satzungsänderung. Einstimmig wiedergewählt zum ZV-Präsidenten, wird Hans Klinkhammer, Vizepräs. Uta Werner-Dick und Hans-Jürgen Wiegleb. Vorträge: Konsumtrends, Hans-Rainer Glaser; Goldschmiedekunst in Sachsen, Dr. Joachim Menzhausen; Punzierungsrichtlinie, Dr. Alfred Schneider; Werbekonzept „Juwelier der Meisterklasse“, Wolfgang Gottesleben; Berufsbild, Robert Köthe; Kulturausschuss, Herbert Bitter; Lichtbildervortrag „Grünes Gewölbe“, Hans J. Wiegleb.
Die sächsischen Goldschmiede unternehmen mit Vertretern des ZV eine Raddampferfahrt auf der Elbe. Im Anschluss an den Galaabend der Schmuck- und Juwelentage wird anlässlich seines Geburtstages der Vorsitzende der sächsischen Meisterprüfungskommission Herr Büttner, mit einem Schluck aus dem südwestsächsischen Innungskelch in die Gilde der Goldschmiede aufgenommen.
Geschäftsbericht: Das „Goldschmiedehaus“ in Berlin wurde verkauft. Uwe Grebe leitete die Verhandlungen und konnte ein gutes Ergebnis erzielen. Schätzung 1,55 Millionen; Verkaufsergebnis: 1,8 Millionen DM. Ausgezeichnet werden unter anderem die sächsischen Obermeister Ulrich Kretzschmar, Dieter Forberger und Horst Gerlach.
Mülsen St. Jacob, am 25. Mai. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) dreht in Lichtenstein und Mülsen für den „Sachsenspiegel“ eine Fernsehsendung. Dabei wird im Goldschmiedemuseum, unter Leitung von Frau Klemt und dem Kameramann Mühlberg, von 14.30 bis 18.15 Uhr aufgezeichnet. Sendung am 15. Juni.
München, am 15. und 16. Juni. Zum Stadtgründungsfest ist die Innung mit einer „lebendigen Werkstätte“ im Handwerkerhof vertreten.
Dresden. Das „Dresdner Hofmuster“ wird in altbekannter Güte weiterhin von der „Dresdner Silber und Metallveredlung GmbH“, Sosaer Str. 39, gefertigt. Inhaber Herr Strohbach, Sohn des Gründers (geb. 1906).
Deutschland, im Juli. In rund 3500 Unternehmen des Schmuckhandwerks sind 12.800 Beschäftigte tätig. Davon wiederum sind 57% Frauen.
Deutschland, am 25. Juli. Novellierung des Gesetzes Aus- und Räumungsverkäufe. Die Änderung hat zur Folge, dass den Räumungsverkäufen Tür und Tor noch weiter geöffnet werden. (§§ 7-10 UWG und § 8 UWG (BGB 11 1196)
Deutschland, im Sommer. Der Zentralverband der Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere ist im Internet unter http:// www.zv-gold.com zu finden.
Münster, am 2. August. Monika Klinkhammer, die Gattin des ZV-Präsidenten, verstirbt nach einem mit Geduld ertragenen Leiden. Der Fachwelt wird sie unvergesslich bleiben.
Leipzig / Oberursel, am 7. August. Die „Platin-Gilde“ stellt auf der Leipziger Messe aus. „Es freut sich ganz besonders auf Ihren Besuch in Leipzig das Team der Platin-Gilde International.“ Roswitha Affemann, Elke Barnhofer, Rosemarie Sauer, Christel Übelacker.
Braunschweig, im August. Im historischen Rahmen des Städtischen Museums wird durch den LIM Wiegleb die Freisprechung vorgenommen.
Essen, vom 17. bis 18. August. Die Fachmesse „ADMIRA“, für Schmuck, Uhren, Edelsteine und Silberwaren ist in der Stadt.
Pforzheim. Die Scheideanstalt C. Hafner geht mit ihrem neuen Firmenkonzept „KIM“ (Kunde im Mittelpunkt), auf den Markt.
Leipzig, vom 31. August bis 2. September. Die Schmuckmesse „MIDORA“ findet in der Handelsstadt statt. Die Messe hat sich sehr gut entwickelt und kann bei 488 Ausstellern auf 6000 Besucher zurückblicken.
Deutschland. Im Goldschmiedehandwerk nehmen in der BRD 491 Lehrlinge die Ausbildung auf. (1995 waren es 478). Bei den Silberschmieden begannen 10 Lehrlinge die Ausbildung ( 1995 waren es 6 Lehrlinge).
Pforzheim, am 13. September. Im Reuchlinhaus findet die Preisverleihung und Ausstellungseröffnung des Internationalen Schmuckwettbewerbs „Granulation“ statt. 138 Schmuckgestalter aus 16 Ländern reichten 302 Arbeiten ein. Veranstalter sind die Gesellschaft für Goldschmiedekunst und die Scheideanstalt Hafner.
Pforzheim, am 13. September. Die Scheideanstalt Wieland feiert ihr 125-jähriges Gründungsjubiläum. Heute beschäftigt die Firma etwa 200 Mitarbeiter.
Leipzig, vom 26. bis 29. September. Obermeistertagung des Zentralverbandes in der Messestadt. Ausstellung zum Elias Geyer-Wettbewerb; Vorträge von Rainer Behrens, von Jochem Wolters und anderen.
Moritzburg bei Dresden, am 2. Oktober. Hanno Vollsack sucht im Forst von Moritzburg nach vergrabenen Schätzen der Wettiner und wird fündig. Es werden insgesamt 180 Einzelteile zu Tage gefördert, die von den Angehörigen des Königshauses am 10. Februar 1948, 2 Tage vor der Vernichtung Dresdens, in ihrem Wald vergraben wurden. Diese hervorragenden Kunstschätze wurden auf einer Ausstellung vom 16. Mai bis 26. Oktober 1997 der Öffentlichkeit zur Besichtigung freigegeben.
Trier, im Oktober. Hauptversammlung der Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung. Themen: Berufliche Bildung, Werbung und Neuwahlen. Sechs bestanden die Gesellenprüfung. Vorgestellt wird das neue Zeichen und das Werbekonzept vom ZV „Juwelier der Meisterklasse“. Bei der Wahl wird Elisabeth Alof-Lortz erneut als Obermeisterin bestätigt.
Magdeburg, am 19. und 20. Oktober. Das Sachverständigen-Treffen des Zentralverbandes wird abgehalten. Referat von Dr. Schneider: „Der Sachverständige vor Gericht“.
Dortmund, am 20. Oktober. Goldschmiedemeister Bernhard Rosendahl kann seinen 90. Geburtstag feiern. Rosendahl legte 1937 seine Meisterprüfung ab. Als Prüfungsarbeit diente die Obermeisterkette für die Dortmunder Innung, die zum großen Teil seine Arbeit beinhaltet.
Berlin, vom 25. bis 27. Oktober. Die Berliner Goldschmiede-Innung veranstaltet die „Gold 96“. Es ist bereits die achte Verkaufsausstellung für handgearbeiteten Schmuck. In diesem Jahr sind etwa 1200 Schmuckunikate im Mode-Center-Berlin, Tempelhofer Ullsteinhaus ausgestellt und werden zum Kauf angeboten.
Chemnitz / Lichtenstein, am 26. Oktober. Die Chemnitzer Goldschmiedeinnung hält ihre Herbsttagung in Lichtenstein ab. Am Nachmittag besuchen ca. 35 Mitglieder das Goldschmiedemuseum in Mülsen. Festabend im neuerbauten Hotel “Goldener Helm”. OM Horst Gerlach.
Wolfsburg, am 9. und 10. November. Obermeistertagung des Zentralverbandes der deutschen Gold- und Silberschmiede und Juweliere im Hotel Holiday Inn.
Bericht des Vorsitzenden. Behandelt wird der Antrag von LIM Winckel, die Geschäftsstelle des ZV nach Königstein zu verlegen. LIM Kreitmeir schildert die Verhältnisse an der Berufsfachschule in Neugablonz und möchte wissen, ob die Gesellenprüfungen der Schule staatlich anerkannt seien. OM Gerlach stellt den Antrag, die ZV-Beiträge für Sachsen zu senken. LIM Winckel kritisiert die Durchführung der Tagung und stellt fest: „dass die Zeit fehle, ausreichend zu diskutieren und die räumlichen Verhältnisse dazu ungeeignet seien.“
Freiburg, Ende November. Feierliche Veranstaltung mit dem ZV-Präsidenten Hans Klinkhammer und Obermeister Karlheinz Kremp. Geehrt werden die Bundessieger im Leistungswettbewerb der Gold- und Silberschmiede.
Regensburg, am 26. November. 600 Jahre Gold- und Silberschmiede-Zunft Regensburg.
„fumff tag vor sand eloy tag“ (fünf Tage vor St. Eligius-Tag), am 26. November 1396 gaben sich die Regensburger Gold- und Silberschmiede eine Zunftordnung.
Dresden, vom 27. November bis 24. Dezember. Der „Gold-Palast“-Container wird geräumt. Für den Container zahlt Otmar Gehrig jährlich 30.000 DM Miete an die Stadt. Für das Objekt gilt eine „Sondernutzung“.
Hannover, im Dezember. Zu einer adventlichen Kaffeetafel in der Staatskanzlei, ist der Vorstand des LIV Niedersachsen / Bremen eingeladen. Gastgeber ist der Ministerpräsident Gerhard Schröder. LIM Hans J. Wiegleb macht kritisch auf die derzeitigen Probleme im Goldschmiedehandwerk aufmerksam.
Ahlen. Im Jahre 1996 werden über 350 Seminarteilnehmer im Fortbildungszentrum Ahlen gezählt.
Münster, im Dezember. Die Eligius-Gilde stellt im Dom zu Münster die von ihnen gestalteten sakralen Geräte aus. Die Gildemitglieder wählen, da nach 12-jähriger erfolgreicher Aufbauarbeit Kurator Werner Fischer zurück tritt, einen neuen Vorstand. Zum Kurator wird Bernd Cassau und zum Stellvertreter wird Heribert Feldkamp gewählt.
Dresden / „markt intern“, am 10. Dezember. In der Sachsenmetropole wird der Dresdner „Gold-Pavillon“ von Profi-Räumern geräumt. Die „Strohfrau“ für die Aktion heißt Kathrin Redler.
Freiberg / Halsbrücke, am 31. Dezember. Die „Saxonia“ Edelmetalle GmbH stellt die Produktion von Halbzeugen aus Goldlegierungen aus Rentabilitätsgründen ein.
Deutschland, am 31. Dezember. Betriebsstatistik 1996 in Deutschland. Im Goldschmiedehandwerk sind 4310 Betriebe in die Handwerksrolle eingetragen. In den neuen Bundesländern ist die Zahl, außer in Magdeburg, zurückgegangen. 1996 begannen 491 Lehrlinge eine Ausbildung im Goldschmiedehandwerk und 10 Lehrlinge im Silberschmiedehandwerk. Insgesamt stehen 1.441 Lehrlinge in der Ausbildung. Meisterprüfungen wurden insgesamt 299 abgelegt. 289 in den alten Bundesländern und 10 in den neuen, davon 5 in Sachsen und 5 in Thüringen.
Betriebsbestand:
Alte Länder: 1995 = 3.747 Betriebe
1996 = 3.802 Betriebe
Neue Länder: 1995 = 516 Betriebe
1996 = 506 Betriebe
1997
Dresden, am 29. Januar. Obermeister U. Kretzschmar wendet sich mit einem Schreiben an den Dresdner Oberbürgermeister Dr. Herbert Wagner, um den kriminellen Ausverkäufen im sogenannten „Gold-Pallast“, auf der Prager Straße, Einhalt zu gebieten.
Rheinland-Pfalz, im Frühjahr. Der 10. Benvenuto Cellini-Wettbewerb wird organisiert. 1997 steht er unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Kurt Beck aus Rheinland-Pfalz.
Idar-Oberstein, im März. Die Jahreshauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung wird in der Scheideanstalt Reischauer durchgeführt.
Dresden, im Frühjahr. Der sächsische Landesinnungsverband schreibt den 2. Sächsischen Elias-Geyer-Wettbewerb aus. Thema: Tragbare Hohlkörper.
Dresden, am 17. März. Innungsversammlung der Goldschmiede im „Alten Schützenhaus“ mit Freisprechung zu Gesellen und Meistern. Zu Gast ist ZV-Präsident H. Klinkhammer, der im Anschluss mit den Obermeistern über die Probleme im ZV diskutiert. Die Innung Dresden und Leipzig erklären an diesem Abend ihren Austritt aus dem Zentralverband.
Idar-Oberstein, im April. Der „28. Deutsche Schmuck- und Edelsteinpreis Idar-Oberstein“ wird ausgeschrieben. Thema: „Visionen in Edelsteinen“. Einsendetermin bis 25. August 1997. (In diesem Jahr feiert die Edelsteinregion Idar-Oberstein ihr 500-jähriges Jubiläum.)
Osnabrück, am 19. April. Die Goldschmiede Rullkötter existiert 100 Jahre.
Bad Blankenburg, am 25. und 26. April. Frühjahrstagung der Landesinnung Thüringen. LIM Glaser kann etwa 60 Teilnehmer begrüßen. Als Gäste und Referenten treten auf: Walter Dennert, Hanau; Jürgen Ackermann von der „Allgemeinen“; Anette Fiedler-Schwab und Dr. Alfred Schneider.
Idar-Oberstein, vom 8. bis 11. Mai. Die Jahrestagung des ZV wird in der Edelsteinstadt abgehalten. Delegiertenversammlung am 9. Mai, 9 Uhr im Börsensaal am Schleiferplatz. Eröffnung der Tagung abends um 18 Uhr in der Kreissparkasse Idar. Begrüßung durch den Präsidenten Hans Klinkhammer. Themen: Geschäftsbericht, Ausschüsse, Jahresrechnung 1996, Kassenprüfung, Entlastung, Wahl eines Beisitzers. Der OM Kurt Ruth, der das Treffen vorbildlich organisiert hat, spricht auf der ZV-Tagung, dass die erste RV-Tagung in der Stadt 1928 war. (Die letzte große Tagung des ZV war 1950 in Idar.) Der Kulturausschussvorsitzende des ZV Herbert Bitter schuf für den Zentralverband eine silberne Glocke, die er dem ZV-Präsidenten Klinkhammer zur Tagung überreicht. Stimmberechtigte Mitgliedsbetriebe: 1.435.
Münster. Das ZV-Logo ist auf weitere 10 Jahre verlängert worden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 3.000,- DM.
München, im Mai. Das Großhandelshaus Berger geht in Konkurs. Die „Flume-Technik“ eröffnet am 26. Mai in den Geschäftsräumen der ehemaligen Fa. Berger ihre Verkaufs- und Ausstellungsräume. Zu diesem Anlass wird die Fachwelt von 11 bis 13 Uhr zu einem kleinen Umtrunk eingeladen. (Rudolf Flume Technik GmbH, Sonnenstraße 14, 80331 München).
Augsburg, im Mai. Die Repräsentanten des LIV Bayern treffen sich zu einer außerordentlichen Tagung, im Beisein von ZV-Präsident Hans Klinkhammer. Im Anschluss wird die Ausstellung „Granulation“ besichtigt.
Dresden, vom 15. Mai bis 13. Juni. Das in der Presse reißerisch angekündigte „20-Millionen-Ding“ des „Berger-Ausverkaufs“, geht in der Wilsdruffer-Straße über die Bühne. (Ehemalige Geschäftsräume von Peek & Cloppenburg). Es sollen 60.000 Uhren und ca. 160.000 Schmuckstücke zum Verkauf kommen. „Ob Sie 20 km, 50 km, 100 km oder 200 km Anfahrt nach Dresden haben, wird mit Sicherheit keine Rolle spielen. Tausende werden jetzt kaufen und sparen!“ Mit der Räumung beauftragt wird eine Münchner Firma namens Oppenhoff & Rädler.
Hannover-Garbsen, im Mai. Mitgliederversammlung des Landesinnungsverbandes Niedersachsen. Themen: Umstrukturierung des Verbandes. (Bremen scheidet aus dem Verband aus und bildet einen eigenen Verband.) Neuwahl für den Vorstand Niedersachsen: LIM: Hans J. Wiegleb, Stellvertreter: Konrad Karbe, Hannover; Kassenwart: Horst Glüsenkamp, Osnabrück. Beschlossen wird der Einstieg des Verbandes ins Internet, die Beteiligung an der EXPO 2000 in Hannover und die Intensivierung der Zusammenarbeit der Innungen.
Heidelberg. Jahreshauptversammlung der Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere Heidelberg-Mannheim. Obermeister Jarosch stellt sich nach 31 Jahren nicht mehr als Obermeister zur Verfügung. Die Versammlung ernennt ihn zum Ehrenobermeister. Neuer Vorstand: OM Werner Welsch, Heidelberg; Stellvertreter: Rainer Sauer, Mannheim; Schriftführer: Dagmar König, Heidelberg; Finanzen: Gerhard Jarosch, Mannheim.
Augsburg, vom 11. bis 27. Juni. „Granulation“, ein internationaler Wettbewerb. 1996 ausgeschrieben von der Gesellschaft für Goldschmiedekunst, Hanau, und der Firma C. Hafner, Pforzheim. Ausstellung im Kundenzentrum der Sparkasse Augsburg.
Lauchhammer, im Juni. Beim Goldschmiedemeister Lothar Brunzel werden am helllichten Tag von Ganoven Goldketten gestohlen. Die Täter konnten schnell gefasst werden, doch die Staatsanwaltschaft lässt sie danach wieder laufen. In der Presse schreibt GSM Lothar Brunzel: „So entsteht der Nährboden für weitere Straftaten“ … „wenn das so weiter gehe, nimmt die Demokratie ein schlimmes Ende.“
Dresden, im Juni. Etwa 150 Werke: Schmuck, Tischgerät, Amtsketten, Ratssilber, Altargerät und Entwürfe von 35 Leihgebern, werden in Pillnitz ausgestellt. Alles geschaffen von dem sächsischen Goldschmied Ernst Riegel (1871 bis 1939). Einige Daten: Geboren 1871 in Dresden; studierte von 1890 bis 1895 in München; bis 1900 im Privatatelier Miller in München beschäftigt; Kunstgewerbeausstellung in Dresden 1901, 1904 und 1906 sowie in München 1095. Beitritt zum „Werkbund“ 1908; Lehrer für Kleinkunst am Lehratelier für angewandte Kunst in Darmstadt; 1912 Professor für Goldschmiedekunst an der Kunstgewerbeschule in Köln; 1913 Amtskette für den Bürgermeister von Leipzig; 1934 Teilnahme an der II. Internationalen Ausstellung für Christliche Kunst in Rom.
Kaufbeuren, am 4. und 5. Juli. LIM Bock lädt zu den Gold- und Silberschmiedetagen des Bayrischen Landesverbandes in Kloster Irsee ein. Das ehemalige Kloster ist zu einem Tagungs- und Bildungszentrum ausgebaut.
Pforzheim, am 12. Juli. Die vom Schmuckdesigner Piet van den Boom privat organisierte Veranstaltung „Pforzheimer Goldschmiedemarkt“ wird mit steigendem Interesse zum 3. Mal veranstaltet.
Münster, im Juli. Im „Ring“ wird das „Goldene Buch“ für 10,- DM + 7% Mwst. angeboten. Das Buch beinhaltet die Ausbildungsrahmenlehrpläne und es wird empfohlen selbiges gleich mit den Lehrverträgen an die Lehrlinge auszuhändigen.
Leipzig, am 29. August. Am Vorabend der Midora-Messe werden in einer Gala, mit Schauspielerin Sophia Loren, außergewöhnliche Schmuckkreationen vorgestellt.
Essen, am 1. September. Die Goldschmiede-Innung Essen tritt aus dem LIV Nordrhein-Westfalen aus und bittet den ZV um eine weitere Mitgliedschaft.
Münster, am 1. September. Der ZV-Präsident Hans Klinkhammer lädt die Landesinnungsmeister, Obermeister und Ausschussmitglieder zur Herbsttagung des ZV nach Freiberg ein. Die Tagung wird anlässlich der 75. Wiederkehr der Gründung des Sächsischen Landesinnungsverbandes in der Silberstadt Freiberg abgehalten.
Münster, im September. Die größten Landesinnungen, nach Mitgliedbetrieben: Nordrhein-Westfalen: 282 Betriebe mit 14 Stimmen; Niedersachsen 156 Betriebe mit 7 Stimmen; Bayern 119 Betriebe mit 6 Stimmen; Sachsen 113 Betriebe mit 5 Stimmen; kleinste Innung Flensburg 10 Betriebe mit 1 Stimme.
Schwäbisch Gmünd, vom 26. bis 28. September. 6. Gold- und Silbertage. Der Edelmetallverband richtet das Ereignis unter dem Motto „Medien, Mensch, Markt und Design“ aus.
Freiburg/Baden, am 28. September. Obermeister Karlheinz Kremp geht mit Elsässer- und Basler Kollegen auf „Schönberg-Wanderung“. Die Wanderung ist ein Teil des Eu Re GiO Projektes. Start 10 Uhr in Merzhausen.
Münster, am 6. Oktober. Nach dem Ausscheiden der Innung Dresden und Leipzig aus dem ZV erhalten die noch verbliebenen Mitgliedsinnungen Chemnitz und Südwestsachsen neue Aufnahmeanträge.
Brandenburg/Wildenbruch, am 11. und 12. Oktober. Auf Initiative des Brandenburger Obermeisters Hans-Ulrich Jagemann kommt ein Treffen der OM der neuen Bundesländer in Wildenbruch zu stande. Die Einladung steht unter dem Thema: „7 Jahre nach der Wende – und nun?“ Teilnehmer: OM H.-U. Jagemann, stellv. OM Diether Sack, Cottbus; OM Schwarze, Potsdam; OM U. Kretzschmar, Dresden; LIM Dieter Forberger, Dresden; ein Vertreter des OM Nothdurft, Schwerin; OM Lothar Voigt, Görlitz; LIM Glaser, Erfurt; stellv.LIM P. Urban, Gera; Bertram Berger, Chemnitz; OM B. Swiekatowski, Halle; OM H. Galke, Magdeburg; OM H.-H. Träger, Zwickau. Themen: Das Verhältnis zum ZV; die aktuellen Anträge des LIM NRW Klaus Winckel; das Werbekonzept des Herrn Gottesleben und andere.
Stuttgart /GZ. Drei neue Fachbücher erscheinen im Verlag: Praktikum Goldschmieden Band 9 / Kontakt 1998 – für aktive Verkäufer / Antiker Schmuck.
Freiburg / Baden. Die Goldschmiede-Innung unter Obermeister Karlheinz Kremp erhält für die Pflege und den Ausbau ihrer grenzüberschreitenden partnerschaftlichen Beziehungen, zu den Kollegen nach dem Elsass und der Schweiz, den Innovationspreis des ZV.
Beilngries, am 16. Oktober. Der Landesinnungsverband der Gold- und Silberschmiede Bayerns, hält seine Jahreshauptversammlung ab. Hauptthemen: Reorganisation des LIV und Neuwahlen. Der neue Vorstand des LIV: LIM Hans Bock, Beilngries; Stellvertreter: Uta Werner-Dick, Augsburg; Beisitzer: Heidrun Kisslinger, Salzweg; Kurt Riebel, Regensburg; Manfred Flessa, Hof.
Freiburg/Baden, im Oktober. Auf Antrag der Goldschmiede-Innung werden die von OM Karlheinz Kremp erfundenen Bergriffe „EUREGIA / EREGIO / ERGO“ patentamtlich geschützt.
Deutschland, im Herbst. In Deutschland existieren 4.281 Goldschmiedebetriebe. (West: 3.783 und Ost: 498). Insgesamt ist diese Zahl seit einem Jahr um 19 zurückgegangen. In Sachsen gibt es mit 158 Betrieben die meisten in Ostdeutschland, gefolgt von Thüringen mit 91 und Sachsen-Anhalt mit 87 Betrieben.
Freiberg, am 25. und 26. Oktober. Sächsischer Landesinnungsverbandstag und Obermeistertagung des ZV in der Bergstadt. Anlass ist der 75. Gründungstag der Landesinnung der Gold- und Silberschmiede Sachsens. Programm: Ausstellung zum 2. Sächsischen Elias-Geyer-Wettbewerb im Bergbaumuseum. Führung durch das Drusenkabinett und Besichtigung des Bergwerks „Alte Elisabeth“. Festabend im Städtischen Festsaal, mit Preisverleihung. Zu Gast: ZV-Ehrenpräsident Werner Fischer. Programm der ZV-OM-Tagung: Empfang beim OB im Rathaus (Mit Amtsketten!). Obermeistertagung im Hotel Kreller. Eröffnung, Begrüßung, Berichte, Anträge, Wettbewerbe. Erläutert werden die Widersprüche von Mitgliedsbetrieben gegen die Bescheide der Berufsgenossenschaft und der Austritt aus dem ZDH Bonn.
Freiburg, am 31. Oktober. Einsendeschluss für den Schmuckwettbewerb EuReGia. Die Gold- und Silberschmiede-Innung Freiburg-Südbaden schreibt für alle Jungmeister, Gesellen und Lehrlinge einen Wettbewerb unter dem Motto „Formsache“ aus.
Dresden, am 30. November. Der Silberschatz der Wettiner, der im Moritzburger Wald entdeckt wurde, ist auf einer Ausstellung im Dresdner Schloss zu bewundern. Am Schluss sahen die Ausstellung ca. 50.000 Besucher. Das Haus Wettin beabsichtigt, da das Land Sachsen an einem Ankauf kein Interesse zeigt, die Schätze dem Auktionshaus Sotheby zur Versteigerung anzubieten.
Handwerkszeitung, am 5. Dezember. Statistik von Edelmetallbetrieben. Am 31.12.1996 waren in Deutschland 4310 Unternehmen in die Handwerksrolle eingetragen. In den neuen Bundesländern davon 508. Silberschmiede gibt es derzeit in Deutschland 80.
Dresden, am 18. Dezember. „markt intern“ dankt OM U. Kretzschmar für den Einsatz gegen den „Goldpavillon“ und übermittelt Glückwünsche zum Erfolg.
Mannheim, am 20. Dezember. Obermeister Heinz Jarosch feiert seinen 80. Geburtstag.
Deutschland, am 31. Dezember. In Deutschland werden 1413 Lehrlinge im Goldschmiedehandwerk ausgebildet. In den neuen Bundesländern sind es insgesamt 105 Lehrlinge, dabei liegt der Kammerbezirk Dresden mit 20 an der Spitze. 1997 wurden in der Bundesrepublik insgesamt 442 neue Lehrverträge abgeschlossen, davon entfallen auf die neuen Bundesländer 25.
Deutschland.
Vergleich der Edelmetallkurse:
30. 12. 1996 31. 12. 1997
Gold 19,46 DM/g 17,65 DM/g
Silber 0,26 DM/g 0,38 DM/g
Platin 19,00 DM/g 21,65 DM/g
Palladium 6,10 DM/g 11,75 DM/g
1998
Hamburg, am 10. Januar. Goldschmiedemeister Hans Konrad Bergmann feiert seinen 70. Geburtstag.
Münster, am 30. Januar. Einsendeschluss für die Beteiligung am Wettbewerb „Innovationspreis 1997“. Mit dem Wettbewerb sollen die Innungen angeregt werden, nette Ideen zu entwickeln, um sich und das Handwerk der Gold- und Silberschmiede in der Öffentlichkeit darzustellen. Teilnahmeberechtigt sind alle Innungen des ZV.
An Preisen werden insgesamt 22.000 DM vergeben.
Köln, am 13. Februar. Der Wettbewerb der Kölner Goldschmiede Karnevalsorden-Unikate zu fertigen, wird zum 50. Mal ausgerichtet. Die Ausstellung der „50. Generation“ wird in den Räumen der Handwerkskammer Köln gezeigt. Diesmal sind 23 Orden entstanden, berichtet der OM Hans-Jürgen Alius.
Frankfurt/M, vom 14. bis 18. Februar. Die „Ambiente-Messe“ wird abgehalten.
München, vom 20. bis 23. Februar. Die Inhorgenta feiert 25-jähriges Bestehen. Bundeswirtschaftsminister Günter Rexrodt eröffnet die Uhren- und Schmuck-Fachmesse am 19. Februar um 18 Uhr in der Kongresshalle. Der Verbandsehrenpräsident Goldschmiedemeister Werner Fischer erklärt, dass der durchschnittliche Umsatz an Uhren und Schmuck pro Einwohner in den alten Ländern bei 120,- DM; jährlich liege, dagegen in den neuen Ländern nur bei 25,60 DM. In Deutschland gibt es etwa 11.000 mittelständige Fachgeschäfte für Uhren und Schmuck.
Idar-Oberstein, am 28. Februar. OM Kurt Ruth kann seinen 60. Geburtstag feiern.
Deutschland, am 1. April. Im Zuge der Novellierung der Handwerksordnung werden die Goldschmiede mit den Silberschmieden vereint.
Deutschland, im April. Im ZV der Gold- und Silberschmiede sind insgesamt 1.243 Betriebe organisiert. Größter LIV ist Nordrhein-Westfalen mit 239 Betrieben, ihm folgen Niedersachsen mit 156 und Bayern mit 98 Betrieben.
Münster i.W., am 23. April. ZV-Kassenprüfung durch Obermeister Brüderlin, Aachen und Goldschmiedemeister Glüsenkamp. (Keine Beanstandungen!)
Meerane, am 23. April. Die „Freie Presse“ meldet: „HRA 174- 7. April 1998. Gold-Süss & Co. Schmuckwarengroßhandelsgesellschaft Meerane. Die Firma ist erloschen.“
BRD, am 4. Mai. Gesetz zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität. (Geldwäschegesetz! Als Zahlungsmittel gelten neben Bargeld, auch Edelmetalle und Edelsteine, auch Schmuck, soweit dieser nicht offensichtlich zum persönlichen Gebrauch bestimmt ist.)
Pforzheim, am 7. Mai. Die Vereinigung der Bundesverbände des deutschen Schmuck- und Silberwarengewerbes, dem auch der Zentralverband der Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere angeschlossen ist, diskutieren über die Problematik bei der Einführung des Euro. Die Vereinigung der Bundesverbände empfiehlt der Branche, ab dem 1. Januar 2000 in der neuen Euro-Währung zu fakturieren.
Schmalkalden, am 8. und 9. Mai. Die Landesinnung Thüringen feiert ihre 50. Frühjahrstagung. Goldschmiedemeister Jochen Kaiser referiert dazu über die Anfänge der Goldschmiede-Tagungen in Thüringen bis in die jüngste Vergangenheit.
Hof, im Mai. Juwelier Hohenberger wirbt in den Südwestsächsischen Zeitungen mit Schmuck- und Uhren-Sonderangeboten, von 10 bis 30% Preisnachlass, anlässlich seines 100-jährigen Firmenjubiläums. Der Firmeninhaber von Hohenberger ist OM der Gold- und Silberschmiedeinnung Oberfranken Manfred Flessa, wohnhaft in Kronach, Alte Bambergerstr. 4. Zur Gratulation erscheinen der LIM Hans Bock und die ZV-Vizepräsidentin Uta Werner-Dick im gefüllten Festsaal der Hofer Bürgergesellschaft.
Frankfurt/M., vom 21. bis 24. Mai. Der Zentralverband hält seine Jahrestagung in der Mainmetropole ab. Donnerstag, am 21. Mai Sachverständigentagung. Folgende Anträge werden gestellt: 1. Antrag des LIV Niedersachsen, betr. der Anlage des ZV-Vermögens. Im Antrag werden 3 Varianten der Anlage aufgeführt, die sich auf eine Anlage in Berlin beziehen. 2. Antrag des LIV Bayern betr. der Anlage des ZV-Vermögens. Die entgültige Entscheidung soll auf die Herbsttagung verschoben werden. Bis dahin kann das vorgeschlagene Objekt der Obermeisterin Uta Werner-Dick, Augsburg, ein Haus in der bekannten Silberschmiedestadt zu erwerben, klarere Formen annehmen. 3. Antrag des LIV NRW. LIM Klaus Winckel wünscht beim ausgelobten Innovationspreis auf die Vergabe von Geldpreisen zu verzichten, oder diese zumindest stark zu reduzieren. Weiter wünscht er, die geprüften Jahresabschlüsse und die Vermögensaufstellung den Mitgliedern schneller und transparenter und unaufgefordert in Zukunft zuzustellen. Am Samstag Vormittag wird das Förderungswerk Königstein besucht. Es geht um die Verlegung der Geschäftsstelle und die Anlage des Berlin-Vermögens. Herbert Bitter wird für seine gute und langjährige Kulturarbeit und für seine 40-jährige Zugehörigkeit zum ZV mit einem silbernen Ehrenbecher ausgezeichnet. Neue Obermeister werden vorgestellt: Innung Kassel, Dagmar Pfaff; Innung Oberlausitz (Görlitz) Manfred Lehmann; Innung Hildesheim Bernd Swetje. Der 1. Preis im Innovationswettbewerb von 5.000,- DM geht an die Innung Freiburg-Südbaden, OM Karlheinz Kremp. Ausgezeichnet mit der Silbernen Ehrennadel des ZV werden Kurt Soucek und Hans-Heinrich Träger.
Chemnitz, vom 28. Mai bis 26. Juni. In der Rathausstraße 7, inszeniert Juwelier Köster, ein berühmt-berüchtigter Räumer, einen Totalausverkauf.
Dresden, am 17. Juni. Dresdner Neuste Nachrichten: „Aus dem Gerichtssaal“. Pavillonbetreiber muss Ordnungsgeld doch nicht zahlen. Das Oberlandesgericht hob die Ordnungsgeldstrafe, zu der der Profi-Räumer Gehrig verurteilt war, wieder auf. Der vorsitzende Richter: (Im Paragraphendschungel!) „Ich sehe die Gefahr, dass auf diese Weise Sanktionen gegen unlauteren Wettbewerb immer wieder ins Leere laufen.“
Pforzheim, am 25. Juni. Die Scheideanstalt C. Hafner lädt erstmals in die Scheideanstalt zur Betriebsbesichtigung ein. Besprochen werden die Seminare und Kursangebote zur Edelmetallverarbeitung, die von Seiten der Scheideanstalt angeboten werden. (Handgestrickte Ketten aus Silber, Granulation, Palladiumverarbeitung, Filigran, Fassen, Emaillieren, Silberschmiede, Schmuckdesign.)
Deutschland /„FZ“, am 5. Juli. Ladendiebstahl erreicht Rekordhöhe. Noch nie wurde im deutschen Einzelhandel so viel gestohlen wie im Jahr 1997. Registriert wurden 677.542 angezeigte Fälle (Anstieg von 32 % gegenüber dem Vorjahr). Das Vorgehen der Diebe wird zunehmend professioneller und organisierter. Rund 91% aller befragten Einzelhandelsunternehmen waren in den letzten 2 Jahren von Ladendiebstahl, 36% durch Einbruch und 27% durch organisierten Bandendiebstahl betroffen.
Leipzig, Midora-Messe 1998. Der Ministerpräsident von Sachsen Kurt Biedenkopf schreibt im Geleitwort: „Die in den neunziger Jahren zu neuer, hoher Blüte gekommene Uhrenproduktion aus Glashütte wird – da bin ich sicher – ebenso ihre Interessenten finden wie Katharina Witts Schmuckkollektion. …“ 6.200 Fachbesucher – 470 Aussteller aus 24 Ländern.
Halle, am 27. und 28. September. Auf Initiative von Goldschmiedeobermeister Hans-Ulrich Jagemann, aus Brandenburg, treffen sich Goldschmiedeobermeister zu einer internen Besprechung über die Zukunft des Zentralverbandes im Hotel Ankerhof. Themen: Das Innungsleben; Räumungsverkäufe und UWG, Factory-Outlett, Berufsschule, Der ZV und Sonstiges. Anwesend: H.-U. Jagemann, Diether Sack, Horst Gerlach, Jens Geipel, H.-U. Kretzschmar, Bernd Swiekatowski, Peter Urban, K.-H. Glaser, H.-H. Träger, Kellner aus Eisleben und 1 Goldschmiedemeister aus Magdeburg.
Ahlen, am 28. September und am 2. Oktober. Im Fortbildungszentrum werden für Kollegenkinder ab 16 Jahren „Schnupperkurse“ durchgeführt.
Idar-Oberstein, vom 30. September bis 6. Dezember. Eine Sonderausstellung der Staatlichen Kunstsammlung im Grünen Gewölbe in Dresden mit dem Titel „Deutsche Steinschneidekunst aus dem Grünen Gewölbe in Dresden“, zeigt das deutsche Edelsteinmuseum Idar-Oberstein. Zu sehen sind 78 Meisterwerke deutscher Steinschneidekunst aus dem 16. und 17. Jahrhundert.
Hannover, vom 2. bis 4. Oktober. Im Hotel Körner findet das jährliche Treffen der Sachverständigen des ZV statt. Eingeladen hat LIM Hans J. Wiegleb.
Osnabrück. OM Werner Welsch fertigt auf der Delegiertentagung des ZV von den anwesenden Amtskettenträgern mit seiner Digitalkamera Fotos an. Die Diskette stellt er freundlicher Weise für die ZV-Chronik zur Verfügung.
Dortmund. Zum OM wird Manfred Erdmann gewählt. Erdmann wurde 1948 in Hamm geboren. 1972 bis 1973 Fachschule in Schwäbisch Gmünd. Abschluss Meisterprüfung und seit 1979 selbständig.
Osnabrück, im Herbst. Die Mitglieder der Gold- und Silberschmiede-Innung Osnabrück-Emsland fertigen aus Anlass des 1648 ausgehandelten Friedens nach dem 30-jährigen Krieg, eine Friedenskette mit 48 Gliedern an. Obermeister Horst Glüsenkamp übergibt zur Festveranstaltung die Kette an OB Hans-Jürgen Fip.
Bad Gögging, am 10. und 11. Oktober. Herbsttagung des Zentralverbandes im Hotel „Marc Aurel“. Themen: Entscheidung über die Anlage des Vermögens das durch den Verkauf des Hauses Berlin zur Verfügung steht. Abstimmung über die Verlegung der Geschäftsstelle des ZV. Vizepräsident Wiegleb berichtet über die Problematik Goldabbau, der in einigen Regionen der Welt mit erheblichen sozialen und ökologischen Folgen verbunden ist.
Sonntag: Rechtsanwalt Gabriel, Berater des LIV Bayern, beantwortet wettbewerbsrechtliche Fragen.
Hanau. Das Deutsche Goldschmiedehaus Hanau, Altstädter Markt 6, ruft zur 12. Silbertriennale 1998“ auf.
Aachen. Dem Obermeister Prosper Brüderlin wird das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Kollege Brüderlin ist nicht nur als reger Obermeister bekannt, sondern auch in vielen anderen Ehrenämtern tätig. Seine Goldschmiedearbeiten sind bei Wettbewerben und Ausstellungen mehrfach ausgezeichnet worden.
Berlin, vom 29. Oktober bis 1. November. Mit der Ausstellung „Gold 98“ wird auch ein Lehrlingswettbewerb unter dem Thema „Plaste und Kontraste“ veranstaltet. Am Wettbewerb, der von der Berliner Innung und der Aurum Goldschmiedeausstellungsgesellschaft organisiert wurde, sind alle 21 Stücke prämiert worden. Ort: Mode Center Berlin, Mariendorfer Damm 1-3.
Würzburg, vom 2. bis 20. November. Ausstellung, „Gold- und Silberschmiedelehrlinge schmieden und gestalten“ in der Städtischen Sparkasse Würzburg. Veranstalter: LIV Bayern. Eröffnung durch den Oberbürgermeister von Würzburg. Grußworte: OM Rudolf Leder und LIM Hans Bock.
1999
Augsburg, am 10. Januar. Die Goldschmiedemeisterin Gertrud Fries-Arauner wird 90 Jahre alt. Anlässlich ihres Geburtstages werden im Schaezlerpalais bedeutende Arbeiten von ihr gezeigt.
Münster / Königstein, im Januar. Die ZV- Geschäftsstelle in der Kreishandwerkerschaft Münster, zieht nach Königstein, in die Bürogemeinschaft Uhren + Schmuck um.
München, im Februar. Die Inhorgenta wird erstmals in der neuen Messe München ausgerichtet. Mehr als 25.000 registrierte Fachbesucher aus 77 Ländern werden gezählt. Beteiligt sind 1.315 Aussteller aus 34 Staaten. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Inhorgenta Manfred Wutzlhofer zeichnet zwei Mitglieder des Inhorgenta-Beirates aus: Ehrenpräsident des ZV Werner Fischer, Ahlen und Schmuckfabrikant Fritz Eberle aus Pforzheim.
Stralsund, am 14. März. Im Festsaal der Kreishandwerkerschaft eröffnet OM Stabenow die Jahreshauptversammlung der Goldschmiedeinnung.
Hanau, im März. Der ehemalige Studiendirektor der Staatlichen Zeichenakademie, Georg Froschauer ist im Alter von nahezu 89 Jahren verstorben.
Essen, am 20. März. 10 Goldschmiedinnen und Goldschmiede werden in der Gaststätte „Zur Margarethenhöhe“ von der Obermeisterin Ursula Fischer freigesprochen.
Halle, am 27. und 28. März. Erstmals tagen die Innungen Halle und Magdeburg gemeinsam. Freisprechung von 3 Gesellen. LIM NRW Klaus Winckel hält einen Vortrag zum Thema: „Die Konzentration im Handel und deren Auswirkungen auf Händler oder Goldschmied – Chancen der Zukunft“.
Duisburg, am 27. und 28. März. Die Mitglieder der Goldschmiedegilde St. Eligius treffen sich zur Jahrestagung. Das Programm hat in diesem Jahr Claus Pohl zusammengestellt.
Hannover, am 10. April. Die Jury „Leibniz-Ring“ tagt.
Bonn, vom 16. bis 18. April. Tagung im Gustav-Stresemann-Institut. Thema: „Goldabbau im Konflikt mit Umwelt und Menschenrechten“.
Oldenburg, am 17. April. Jahrestagung des LIV der Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere Niedersachsen. Der LIM Hans-Jürgen Wiegleb würdigt die Auszeichnung des ZV im Innovationswettbewerb als Ausdruck für die aktive Innungsarbeit.
Weimar, am 17. und 18. April. Frühjahrstagung des Landesinnungsverbandes Thüringens im Intercity-Hotel. Der LIM Glaser begrüßt besonders die Vizepräsidentin des ZV, Uta Werner-Dick. Weiterhin Jeanette Fiedler-Schwab vom Deutschen Diamant-Institut und Dr. Alfred Schneider vom Bundesverband Schmuck und Uhren.
Augsburg, im Frühjahr. Eine Radierung „Hommage an Cellini“ entsteht unter den Händen des in Augsburg geborenen Michael Maschka. Das Kunstblatt, das an den 500. Geburtstag des großen Goldschmieds erinnern soll, kann bei der Goldschmiede Werner, Friedberger-Str. 117, 86163 Augsburg, bestellt werden.
Münster, am 23. April. Die Kassenprüfung des ZV wird in der Kreishandwerkerschaft Münster durchgeführt. Zugegen: OM Brüderlin, OM Glüsenkamp, ZV-Präsident Klinkhammer und Herr Bader. (Unregelmäßigkeiten werden nicht festgestellt!)
Zwickau, am 23. April. Die Edelschmiede Zwickau GmbH wird aus der Handwerksrolle gelöscht und am 26. Mai darauf erfolgt die Löschung der ZE Schmuckproduktion GmbH.
Zwickau, am 1. und 2. Mai. 4. Landesinnungstag der sächsischen Gold- und Silberschmiede im Achat-Hotel. Ausrichter die Innung Südwestsachsen unter OM Träger. Der Landesinnungsmeister Dieter Forberger kann neben den 4 Obermeistern der sächsischen Innungen auch den Präsidenten des ZV Hans Klinkhammer und den LIM von Brandenburg Hans-Ulrich Jagemann begrüßen. Ausstellung der Arbeiten des „3. Sächsischen Elias-Geyer-Wettbewerb“. Thema: „Schmuck für das Universum“. Besichtigung des Domes der Stadt und dessen Silberschatz. Freisprechungsfeier junger sächsischer Goldschmiedegesellen. Führung durch das Zwickauer „Albert-Museum“ und dessen Mineralienkabinett.
Osnabrück, vom 13. bis 16. Mai. Deutsche Schmuck- und Juwelentage. Tagungshotel „Remarque“. Gastgeber ist die Innung Osnabrück unter ihrem Obermeister Horst Glüsenkamp. Der ZV-Präsident Hans Klinkhammer stellt die neue Geschäftsführung vor, die jetzt in Königstein ihren Sitz hat und nennt die Gründe der Verlegung. Schwerpunktthemen: Berufsbild „Juwelier“, Steuer- und Wirtschaftspolitik, Rabatthandhabung, Räumungsverkäufe, PR-Arbeit, Verbandsstatistik, Bildungspolitik, Handwerksrecht u.a. Für den Cellini-Wettbewerb werden wichtige Beschlüsse gefasst. Vorträge: Schmucktrends: Susan Sagherian / Berufsausbildung: OM Bernd Swetje und LIM Hans J. Wiegleb / Punzierung: Dr. Alfred Schneider / Werbegemeinschaft: Wolfgang Gottesleben. Ehrungen: OM Horst Gerlach erhält den Silbernen Ehrenbecher und OM Heiko Lampert die Silberne Ehrennadel des ZV. Mitgliedsbetriebe: 1.139.
Karlsruhe, vom 28. bis 30. Mai. Jahrestagung der Gesellschaft für Goldschmiedekunst. Besuch der Schmuckgalerie „Der goldene Schnitt“.
Stuttgart, im Juni. Die Goldschmiede-Zeitung ist „online“, unter der Adresse: www.gz-journal.de.
Ahlen. Das Fortbildungszentrum Ahlen feiert mit 250 Gästen sein 25-jähriges Bestehen. Geschäftsführerin Gunhild Loboda eröffnet den Festabend. Besondere Gäste: Werner Fischer, Vorsitzender und Gründer der Schule; Günter Harms, Bürgermeister der Stadt; Hans Klinkhammer, Präsident des ZV. Seit Bestehen der Einrichtung haben sich über 8000 Goldschmiede und Silberschmiede aus aller Welt in Ahlen weitergebildet.
Beilngries, am 19. und 20. Juni. Goldschmiedetag des Bayrischen Landesinnungsverbandes. In die Akademie der Bayrischen Genossenschaften lädt LIM Hans Bock auch den LIV der Uhrmacher ein, dessen OM auch vollzählig teilnehmen. R. Leder hält einen Vortrag über historischen Schmuck. Werner Mühlbauer spricht über „EDV im Fachbereich“. Über Bedeutung und Heilkraft von Schmucksteinen hält am 2. Tag die Goldschmiedemeisterin Regina Rohrmüller aus Dachau einen Vortrag.
Dresden, am 10. Juli, um 11 Uhr. In der Landeshauptstadt trifft sich im Bildungszentrum des Handwerks, Am Lagerplatz 8, der Meisterprüfungsausschuss des Goldschmiedehandwerks zur Vorbereitung des Teil I/99 (Fachpraxis). Prüflinge: Herr Schneider, Herr Salomo, Frau Lewe, Frau Waldhof. Beraten wird auch über die Neubesetzung des MPA, nach dem 31.12.99.
Paderborn, im Sommer. Der Gold- und Silberschmied Bernd Cassau eröffnet in seinem Haus, In der Grube 7, ein Museum für sakrale Kunst. Ausgestellt wird das Ergebnis von 30 Jahren intensiver Sammeltätigkeit.
Münster, am 20. August. Der Bundespräsident Roman Herzog zeichnet den Ehrenpräsidenten des ZV Werner Fischer mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse aus.
Deutschland, am 23. August. In der “BILD” Zeitung werden der ehemalige Treuhandchef von Chemnitz, Dr. Wefelschied, und 2 weitere “Westimporte” als Versager verurteilt. Wefelscheid war an der “Zerschlagung” der Zwickaucer Edelschmiede maßgeblich beteiligt.
Vallendar, am 9. September. Die Goldschmiede und Kunsterwerkstätte der Schönstetter Marienbrüder GmbH bietet sich bundesweit als Ausbildungsbetrieb an.
Halle, am 18. September. Goldschmiedemeister und Mitglied im Sachverständigenausschuss des ZV, Egon Ludwig wird 70 Jahre alt.
Leipzig, am 1. Oktober. Festakt und Ausstellung zum 125. Gründungsfest des Grassi-Museums Leipzig. Sonderausstellung “Wettbewerb der Moderne – Die Grassimessen 1920 – 1956″.
Erfurt, im Herbst. LIM Karl-Heins Glaser legt sein Amt nieder. Peter Urban aus Gera wird zum Landesinnungsmeister gewählt.
München, am 4. Oktober. Gold- und Silberschmiedemeister Friedrich W. Weiss ist verstorben. Geboren am 12. Dezember 1930 in München; 1958 Meister; später Landesinnungsmeister. Weiss war Präsidiumsmitglied und Vizepräsident des Zentralverbandes.
Hannover, im Herbst. Ausbildungsforum. Goldschmiedemeiter Diether Wolff hält ein Referat under dem Thema: “Welche Chance hat unser Handwerk unter den sich veränderten Bedingungen in Europa? Sollen wir weiter Goldschmiede ausbilden, und wenn ja, müssen wir die Ausbildung nicht an neue Bedingungen anpassen?” Wolff stellt fest, dass die Ausbildung eines Goldschmieds ca. 40.000 DM kostet. Die “Werte”, die während der Ausbildung geschaffen werden, sind dabei nicht gegengerechnet.
Schwäbisch Gmünd, am 23. und 24. Oktober. Obermeistertagung im Hotel Fortuna der Schmuckstadt. Paralell finden die 7. Gold-und Silberschmiedetage in der Stadt statt. Für die Öffentlichkeit wird im Prediger die “Museumsnacht” veranstaltet. Thema: “Für dich – für mich”. Im Haus des Edelmetallverbandes wird eine “Produkt-Show” gezeigt. Der ZV-Präsident H. Klinkhammer, der Vizepräsident H.J. Wiegleb, einige Obermeister und Kollegen besuchen und besichtigen die Goldschmiede von Jörg Hirner. (Spezaliät: Ketten in handwerlicher Fertigung) Bie einem Gespräch am Rande der Tagung bittet der Präsident den OM Träger (Südwestsachsen) eine Festschrirft oder ähnliches zu erarbeiten. Die Arbeit soll auf die 100 Jahre ZV verweisen und im nächsten Jahr zum Jubiläum fertig sein.
Görlitz, im Herbst. Die Gold- und Silberschmiede-Innung begibt sich auf Exkursion in benachbarte polnische Städte, die eng mit der deutsch-schlesischen Goldschmiedekultur einher gehen. Mit eingeladen ist Goldschmiedemeister Rudolf Leder aus Schweinfurt, Kenner historischen Schmucks und gebührtiger Breslauer.
Königstein, im Herbst. Die Geschäftsstelle des ZV bietet ein EDV-Programm für die Innungsarbeit an. Entwickelt wurde das Programm vom LIV Niedersachsen und beinhaltet im Wesentlichen Selbstverwaltung der Innungen und die Berufsbildung.
Düsseldorf, vom 10. bis 26. November. Im Industrieclub wird die Ausstellung “Kostbarkeiten aus Stahl – Schmuck und Kleinplastik” gezeigt. Anlass ist das 125-jährige Bestehen der Wirtschaftsvereinigung Stahl. Daran haben sich 14 Studenten beiteiligt. Die Preisträger: Nana Malik / Beate Klockmann / Kathleen Fink.
Hannover, am 26. November. Im Kuppelsaal des Congress-Centers werden die Siegerinnen und Sieger im Leistungswettbewerb der Handwerkjugend auf Bundesebene im Wettbewerb “Gute Form” geehrt. Die Arbeiten werden im Ausstellungsforum der HWK gezeigt.
Deutschland, am 3. Dezember. Der Euro fällt auf einen Tiefstand von 0,999 Dollar.
Bielefeld, am 4. Dezember. Neuwahlen des Vorstandes der Gold- und Silberschmiede-Innung Bielefeld. Erneut wird der seit 15 Jahren amtierende Obermeister, Hans-Dietrich Schlüter, wiedergewählt. Sein Stellvertreter wird Wilhelm Holtmann jun., Bielefeld.
2000
Bundesrepublik Deutschland, am 1. Januar. Der Facheinzelhande mit Handwerk Uhren und Schmuck in der BRD setzte knapp 7,4 Mrd. DM um.
Münchberg, am 10. Januar. Landesinnungsversammlung der bayrischen Gold- und Silberschmiede. LIM Hans Bock wird einstimmig wiedergewählt. Stellv. LIM Babara Steinbach, Regensburg; Beisitzer: Uta Werner-Dick, Augsburg; Heidrun Kisslinger, Salzweg; Günter Engelhard, Würzburg; Manfred Felssa, Hof.
Königstein, vom 12. Januar bis 5. Mai. Das Förderungswerk geht “on tour” mit dem Intensiv-Praxis-Seminar “Synthetischer Moissanit und behandelte Farbedelsteine”. (München / Nürnberg / Königstein / Stuttgart / Bremen / Hannover / Dortmund / Köln / Berlin / Leipzig / Chemnitz / Erfurt).
Ahlen, am 5. Februar. Einsendeschluss der Arbeiten zum Jubiläumswettbewerb, den das Fortbildungszentrum Ahlen ausgeschrieben hat. Thema: “Schmuckgestalten mit alten und neuen Goldschmiedetechniken, aus dem Programm des Fortbildungszentrums Ahlen”. Jury: W. Fischer, G. Harms, H. Klinkhammer, F. Obring, R. Rosplesch, H.-D. Schlüter.
Kiel, am 10. Februar. Der ehemalige langjährige Obermeister der Innung Kiel, Gerhard Lehmann, ist im Alter von fast 79 Jahren gestorben.
Augsburg, am 16. Februar. Die Gold- und Silberschmiede-Innung Schwaben-Augsburg hat einen neuen Vorstand. Nachdem Uta Werner-Dick ihr Ehrenamt niedergelegt hat, wird neu gewählt: Obermeister: Christof Lachenmann; Stellvertreter: Jürgen Pauer; Vorstand: Edith Sawatzki, Michael Bader, Renate Ammer.
Kassel, im Februar. Die Goldschmiede Stiehl feiert ihr 125-jähriges Bestehen. Das Geschäft wird in der 4. Generation von der Tochter, Goldschmiedemeisterin Doris Stiehl, geleitet. Hermann Stiehl wirde 1967 Obermeister der Kassler Innung und stand ihr 18 Jahre vor.
Königstein, im Frühjahr. Der Zentralverband gibt bekannt, dass eine Chronik anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Zentralverbandes erarbeitet werden soll. Dazu werden die Kollegen aufgerufen, bemerkenswertes Material für die Chronik zur Verfügung zu stellen.
Ahlen. “Der Ring” Nr. 2 berichtet: Das Goldschmiedemuseum Ahlen konnte dank eiens Hinweises ein Tora-Schild ersteigern. Nach jüdischem Brauch wird nach dem Zusammenrollen der Tora ein Schild um die Rolle gehängt, um die Tora zu verschließen. Gefertigt 1874 bei Leggen, Paderborn, in 12-lötigem Silber.
Idar-Oberstein, im Frühjahr. Die Goldschmiede-Innung schreibt an die Auszubildenden einen Wettbewerb aus. Gefordert wird der Entwurf einer Obermeister-Kette für die Goldschmiede-Innung. Ein Preisgeld von insgesamt 1.500 DM wird vergeben. Kontaktadresse: Jürgen Stellwagen, Idar-Oberstein.
Osterwald, am 27. März. Der LIV Niedersachsen schreibt an das Bundesministerium für Finanzen, z.Hd. Herrn Torsten Albig, Referent Presse. Aufgelistet werden die Probleme, die als Belastung für unser Handwerk angesehen werden: EU-Gesetzesregelungen, Steuerreform 2000, arbeitsmedizinische Betreuung in den kleinen Betrieben, Wegfall des Wertbriefes.
Königstein, am 31. März. Der ZV informiert seine Mitglieder, das der Präsident H. Klinkhammer nach zweimaliger Amtszeit als Präsident für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung steht. Vizepräsident Hans J. Wiegleb erklärt seine Bereitschaft für eine Kandidatur.
Oldenburg, am 4. April. Die Goldschmiede-Innung Oldenburg-Ostfriesland wählt einen neuen Vorstand. Peter Speckmann scheidet als Obermeister aus. Gewählt wird Michael Morawietz zum Obermeister, Stellvertreter wird wieder Jochen Kaltenbach, Leer; Schriftführer H.-F. Schmidt, Bad Zwischenahn; Kassenwart Klaus Olligs, Oldenburg.
Lüneburg, am 8. und 9. April. Tagung des Landesinnugsverbandes der Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere Niedersachsen im Hotel Bremer Hof. Ausbildungsforum mit Bernd Schwetje.
Hagen, am 10. April. Die Innungen zu Düsseldorf und Bielefeld beantragen zur Delgiertenversammlung des ZV in Bonn, dass das Vermögen des ZV gesondert geführt wird und für die Werbegemeinschaft zukünftig ein gesonderter Haushalt aufgestellt wird. Unterzeichner: LIM Klaus Winckel. Darüberhinaus werden noch einige Satzungsänderungen beantragt.
Goslar, im April. Die Prager-Schule lädt die Mitglieder der Gold- und Silberschmiede-Innung Braunschweig ein. Goldschmiedemeisterin Antje Herbst macht mit den Möglichkeiten der Ausbildung des Institutes bekannt.
Leipzig, im Mai. Nach 15-jähriger Amtszeit verabschiedet sich Uwe Matthiessen als Obermeister. Seine Verdienste werden von LIM Dieter Forberger, der Innung und der Handwerkskammer gewürdigt. Er wird ausgezeichnet und zum Ehrenobermeister ernannt. Seine Nachfolgerin wird Monika Götze, Stellvertreter Frank Belger.
Berlin, am 19. Mai. Die Anmeldefrist für die Schmuckausstellung “Gold 2000″ endet. Informationen im Internet unter: www.gold-2000.de.
Mülsen St. Jocob, am 23. Mai. Goldschmiedeobermeister der Innung Südwestsachen, Hans-Heinrich Träger, kann seinen 60. Geburtstag feiern. 1940 in Mülsen St. Jocob geboren, 1954 Lehre bei Dathe & Missbach in Zwickau, 1961 Meisterprüfung in Dresden. Seit Frühjahr 1963 in Lichtenstein selbstständig. Begründer des Sächsischen Gold- und Silberschmiede-Museums.
Vallendar. Die Mitglieder der Eligius-Gilde treffen sich im Haus der Gold- und Silberschmiede Schönstatt.
Hannover, am 1. Juni. Die Weltausstellung “EXPO 2000″ eröffnet ihre Pforten. Die Pforzheimer Schmuckwarenmanufaktur Victor Mayer stellt ihre Produkte auf dem EXPO-Gelände aus.
Bonn, am 1. bis 4. Juni. ZV-Tagung im Rheinhotel Dreesen, Bad Godesberg. Delegiertenversammlung am 2. Juni. Begrüßung durch OM Weingarz. Der Präsident begrüßt die Vertreter der Gmünder Ersatzkasse, der Interversicherung und Herrn Ahnefeld von der GZ. Neue Ehrenamtsträger: LIM Peter Urban, Thüringen; Obermeister: Frau Schwarz, Einbeck; Herr Morawietz, Oldenburg; Herr Hähner, Remscheid; Gräfin Stachwitz, Iserlohn. Herr Jonda, in Vertretung von Frau Wanhoff, gibt den Bericht über die Aktivitäten des ZV. Themen: Wettbewerbsrecht, Handwerksordnung, “Partnerschaftsmodell ZV – Mannheimer Versicherung”, Branchenmessen, Branchenpolitik, Internationale Arbeit. Berichte und Ausschüsse: Sachverständigenwesen, Berufsbildlungsausschuss, Kunst- und Kulturausschuss, Marketing und Werbung. Jahresrechnung und Kassenprüfung, Entlastung von Präsidium und Geschäftsführung. Satzungsänderung. Turnusmäßiger Rücktritt des Präsidiums. Neuer ZV-Präsident ist Hans J. Wiegleb aus Wolfsburg. Hans Klinkhammer wird zum Ehrenpräsident gewählt. Zahlende Mitglieder 1.107.
Hamburg, vom 2. Juni bis 4. Juni. Jahrestagung der Gesellschaft für Goldschmiedekunst. Der Kunsthistoriker Dr. Stefan Demmrich aus Stuttgart spricht über die Werkstätte von H. J. Wilm.
Deutschland. Die Goldschmiedin Mitra Hadjebi will nach der alten Tradition der Vorfahren auf die Walz gehen. Ihr Vorhaben kündigt sie in der Fachpresse an und sucht Kontakte unter Tel.: 07161 25558 oder über Mail: mitransider@hotmail.com.
Königstein, am 22. Juni. Präsidiumssitzung des ZV. Teilnehmer: ZV-Prädident H. J. Wiegleb, die Vize-Präsidenten U. Werner-Dick und B. Swiekatowski, die Mitglieder Marion Meckel und Kurt Soucek, die Geschäftsführerin Irene Wanhoff und Dipl. Kfm. Bodo Jonda. Themen: Zuordnung zur Prädiumsarbeit, Darstellung des ZV, Freigabe des ZV-Werbe- und Fachzeichens für die Mitgliedschaft. Verständigung über den Ablauf der Obermeistertagung und des Festaktes zur Jubiläumsveranstaltung in Berlin. Jubiläumsschrift “100 Jahre ZV”. Dikutiert wird über die Benennung der Arbeit, für die Herr Hans-Heinrich Träger federführend genannt wird. Kontakte zu anderen Verbänden. Satzungsrefortm Ehrenzeichensatzung und der Brauch des Ehrenbechers. Feststellung: Von insgesamt 52 Innungen der Bundesrepublik Deutschland gehören 42 dem ZV an. Von insgesamt 4.355 Edelmetall verarbeiteten Betrieben in der Handwerksrolle sind lediglich 1.109 davon in Innungen organisiert.
Bundesrepublik Deutschland, am 24. Juni. Die “Nickel-Verordnung” tritt in Kraft. Die Verwendung von Nickel im Schmuck wird grundsätzlich verboten. Ansgenommen sind Erzeugnisse deren Nickelgehalt unter 0,05 % liegt.
Zwickau/Hanau, am 24. Juni. Die Gold- und Silberschmiede-Innung Südwestsachsen nimmt Herrn Oberstudienrat i.R. und Goldschmiedemeister Siegfried Männle als Ehrenmitglied in die Innung auf. Anlass zu dieser Ehrung sind das Vermächnis seiner Arbeiten an das Museum Schwarzenberg/Sa. und sien 88. Geburtstag.
Braunschweig. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der HWK Braunschweig schenken die Braunschweiger Goldschmiede drei Schmuckunikate, die zur Verlosung gelangen. Der Gewinn daraus fließt dem Bildungszentrum der HWK zu.
Pforzheim, am 1. Juli. Der Goldschmiedemarkt vor dem Rathaus findet zum 8. Mal statt. An über 40 Ständen wird ein breites Spektrum von Arbeiten individuellen Schmuckschaffens gezeigt und zum Verkauf angeboten.
Idar-Oberstein, im Sommer. In der Edelsteinstadt eröffnet der erste Factory-Outlet. Der Fabrikverkauf wird in einer rund 2000 qm Halle der ehemaligen Firma Gottlieb & Sohn GmbH vorgenommen. Angeboten werden Mode- und Echtschmuck, Uhren, Edelsteine und Minerale, aus sogenannten Überproduktion.
Berlin, am 8. Juli. In den Räumen der HWK werden Jungesellinen und Jungmeisterinnen freigesprochen. Glückwünsche, Präsente und ein Schluck aus dem Innungsbecher kommen von OM Uwe Grebe.
Mannheim, im Juli. Prof. Gert Gutjahr, Leiter des Instituts für Marktpsychologie stellt fest, dass gut 80 % aller Innovationen sich als Flop erweisen. Er, Gutjahr, stehe der Trendforschung eher skeptisch gegenüber.
Dresden, im Sommer. Der berühmteste und wertvollste Diamant Deutschlands, der 40,7 Karat schwere flaschengrüne stein aus dem grünen Gewölbe, wird in den USA ausgestellt. Im Auftrage von August dem III. wurde der Diamant auf einer Leipziger Ostermesse zu einem unbekannten Preis erworben. 1768 ist das Juwel, das zu den bedeutensten Diamanten der Welt zählt, neu gefasst worden.
Hanau, am 12. Juli. OM der Innung, Gerd Hagemann ist verstorben. Gerd Hagemann, selbst Schüler der Zeichenakademie , war seit über 30 Jahren Obermeister und in vielen Funktionen des Goldschmiedehandwerks tätig.
Münster, im Sommer. Der Ehrenpräsident des ZV Hans Klinkhammer wir mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Bürgermeister Günter Schulze-Blasum nimmt im Sitzungssaal des Rathauses die Auszeichnung vor.
Dresden, am 17. Juli. In Bannewitz bei Dresden kann Walter Stückert seinen 90. Geburtstag feiern. Geboren am 17. Juli 1910 in Hanau. Von 1945 bis 1957 Vorsitzender der sächsischen Meisterprüfungskommission.
München, im Juli. Hauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung für München und Oberbayern. Michael Mann löst den Obermeister Rudolf Neumayer ab, der das Amt des Stellvertreters übernimmt. Albrecht Heiden wird für Verdienste um den Berufsstand zum Ehrenobermeister ernannt.
Deutschland, am 18. Juli. Die bisher geltnede Verordung über gemeinsame Anforderungen in der Meisterprüfung im Handwerk (AMVO) von 1972 ist noveliert worden. Die Verordnung tritt am 01.11. 2000 in Kraft.
Pforzheim, am 21. Juli. Die Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule lädt zum “Meistertrunk” ins Parkhotel ein. Ansprache: OStR Jochem Wolters. OM Sieglinde Heel kann 45 Absolventen feierlich freisprechen.
Hannover, im Sommer. Auf der Mitgliederversammlung des LIV Niedersachsen wird Horst Glüsenkamp zum neuen LIM gewählt. Er übernimmt das Amt von H. J. Wiegleb, der jetzt als ZV-Präsident fungiert. Stellv. LIM Konrad Karbe, Kassenwartin Brigitte Schwarz, Schriftführer Jochen Kaltenbach.
Deutschland, am 1. August.
Edelmetallpreise per Gramm:
Gold: 19,83 DM / Silber: 0,37 DM / Platin: 42,50 DM / Palladium: 59,75 DM
Der Euro steht bei 0,85 Dollar.
Deutschland, 17. August. Die Lizenzen für die neue Generation der Mobilfunknetze, die UMTS-Technik, sind vom Staat versteigert. Der Erlös, zahlbar innerhalb 10 Tagen, den der Finanzminister Eichel für die Tilgung der Staatsschulden einsezten will, beträgt 98,8 Milliarden Mark (98.800.000.000 ,- DM).
Königstein, am 4. September. Der ZV wendet sich mit einem Schreiben an das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie Dr. Werner Müller gegen die Aufweichung des Ladenschlussgesetzes; weiter um die Herbeiführung von Klarheiten im Wettbewerbsrecht und des Rabattgesetzes.
Pforzheim, am 9. und 10. September. Die erste Schmuckmese in Pforzheim. Im edelen Ambiente der Stadthalle zeigen 130 Firmen die Vielfalt und Leistungsstärke der Pforzheimer Schmuckindustrie.
Pforzheim, vom 9. bis 19. September. Das Schmuckmuseum veranstaltet eine Sonderausstellung “Gürtelschließen im Jugendstil”, aus der Sammlung Kreuzer. Gedacht wird auch der “Exposition Universelle” vor 100 Jahren in Paris.
Hagen, am 11. September. Der LIM NRW Klaus Winkel schreibt and das Präsidium des ZV, dass zur Herbsttagung des Landesinnungsverbandes am 1. November über eine weitere Mitgliedschaft im ZV abgestimmt wird. Als Grund dafür werden Differenzen mit der Jahresrechnung 1999 genannt, die von seinem Steuerbüro erkannt worden seien. Bezugnehmend auf die bevorstehende Jubiläumsfeierlichkeit ist Winckel der Meinung: “Ein Trauerakt zum 100-jährigen Bestehen wäre daher sicher angemessener Gewesen”.
Leipzig, vom 15. bis 17. September. Internationale Uhren- und Schmuckmesse. Umfangreiches Informations- und Weiterbildungsangebot mit 10 Einzelveranstaltungen. Gerechnet wurde mit rund 20.000 Besuchern, letzlich sind nur 5400 gezählt worden.
Königstein, am 22. September. Sitzung des Referats Berufsbildung. Teilnehmer; Vorsitzender Kurt Ruth. Mitglieder: Doris Raymann-Nowak, Manfred Erdmann, Michael Morawietz, Bernd Schwetje, Kurt Soucek und von der Geschäftsstelle Bodo Jonda. THemen: Meisterprüfungsverordnung, Leistungswettbewerbe, Aufstellung einer Liste der Fachliteratur, Bildungsmaßnahmen betr. “Restauration im Handwerk”.
Augsburg, am 23. September. Der Ehrenpräsident des ZV Günter Winkler kann bei bester Gesundheit seinen 85. Geburtstag feiern. Aus den Händen von OM Lachenmann-Fries nimmt er sienen 5. Ehrenbecher entgegen.
München, am 29. September. Das Bayrische Nationalmuseum wird 100 Jahre alt.
Idar-Oberstein, vom 30. September bis 3. Oktober. Die Messe Intergem in der Edelsteinstadt. Highlights: Schmuck aus Platin und farbigen Edelsteinen von Günter Krauss.
Dresden, am 6. Oktober. Einsendeschluss für den sächsischen Schmuckwettbewerb “10 Jahre Deutsche Einheit”. Vorsitz der Jury: Ulrich Kretzschmar, OM Dresden.
Berlin, am Dienstag den 17. Oktober. Pressekonferenz “100 Jahre Zentralverband”. Teilnehmer: Präsident Hans-Jürgen Wiegleb und die Geschäftsführerin Irene Wanhoff.
Berlin, am 19. Oktober. XI. Benvenuto-Cellini Wettbewerb 2000. Ausstellungseröffnung und Preisverleihung im Rahmen der “Gold 2000″.
Berlin, am 20. Oktober. Jubiläumsversammlung des Zentralverbandes im Hotel “Art`otel”, Wallstr. 70-73. Galaabend im Ermeler-ahsu, Märkisches Ufer 10. Festakt im “Haus des Deutschen Handwerks”, Mohrenstr. 20/21.
Der Prädsident Hans-Jürgen Wiegleb begrüßt die Gäste. Ein besonderer Gruß gilt den beiden anwesenden Ehrenpräsidenten Werner Fischer und Hans Klinkhammer, weiterhin Herrn Högerle von der Mannheimer Versicherung. Aufnahmer der neuen Ehrenamtsträgern in den ZV: LIM Horst Glüsenkamp, Niedersachsen; OM Christof Lachenmann-Fries, Augsburg; OM Michael Mann, München. Die Versammlung beschließt einstimmig eine Zusammenarbeit mit FIAN (Organisation für sozialverträglichen und ökologischen Goldbergbau). Beim Thema “Diamantenmarkt” wird festgestellt, dass zunehmend Diamantanalysen auf dem Markt auftauchen. Herkunft wahrscheinlich USA. Vorstellung der Chronik über 100 Jahre ZV-Geschichte. Der Verfasser Hans-Heinrich Träger (OM Südwestsachsen) erläutert seine Arbeit und die Mitglieder der Versammlung überzeugen sich davon. Bei der Abstimmung, ob die Chronik gedruckt werden soll, gibt es eine Einstimmigkeit, ohne Gegenstimmen oder Enthaltung.
Hannover, vom 27. bis 29. Oktober. In den Hallen des Kongress-Zentrums stellen über 100 Künstler und Designer auf der “designa 2000″ ihre Kunstobjekte aus.
Frankfurt/M., am 28. Oktober. Die Goldschmiedemeisterin Marlis Braun schreibt einen offenen Brief an den LIM von NRW Klaus Winckel, indem sie einige Verhaltensweisen des LIM gegenüber dem Zentralverband kritisiert. Marlies Braun schreibt u.a.: “Wenn nach Ihrer Meinung die ZV-Tagung in Berlin ein Trauerakt gewesen sein soll, dann sind Sie der Totengräber, denn mit Ihrem Verhalten sind Sie leider kein Vorbild”.
Bundesrepublik Deutschland, am 31. Dezember. Branchenkonjunktur 2000. Der Facheinzelhandel mit Uhren und Schmuck setzte im genannten Jahr rund 7,2 Mrd. DM um. Auf den klassischen Facheinzelhandel kommen von den über 7 Mrd. DM Gesamtumsatz davon etwa ein Drittel. Die Filialisten und Fachmarktketten haben erneut zurgelegt. Die Umsatzentwicklung der rund 11.000 traditionellen mittelständischen Facheinzelhandelsgeschäfte liegt damit etwa 3 % unter dem Vorjahresniveau.