2011
Hildesheim, im Januar. Die Gold- und Siberschmiede-Innung Hildesheim-Göttingen veranstaltete im Baroksaal des Freimaurerhauses in Hildesheim einen Neujahrsempfang mit Freisprechung der neuen Gesellinnen. Die frischgebackenen Gesellinnen Anna Funke und Svenja Theierl erhielten ihre Zeugnisse.
Ahlen, 22. – 27. Januar. In der Europäischen Akademie, FBZ Ahlen fand in der Zeit die Sachverständigenausbildung statt. Guido Stegmann und Hans-J. Wiegleb, beides erfahrene Sachverständige, vermittelten in den Seminaren Wissen und Know-how. Am 28. Januar absolvierten die Teilnehmer die Sachkundeprüfung.
Ahlen, 29. + 30. Januar. In Zusammenarbeit mit dem Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e. V. veranstaltete das FBZ Ahlen eine Fortbildung für Sachverständige. Zum Abschluss der Fortbildung erhielten die Teilnehmer ihre Akkredetierung in den Sachverständigenrat des ZV sowie eine Bescheinigung zum Zweck der Vorlage bei den Kammern.
Osanbrück, am 31. Januar. In der Geschäftsstelle des Zentralverbandes der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e. V. in Osnabrück begutachtete eine fürnköpfige Jury die über 100 eingesandten Arbeiten zum Wettbwerb “Junge Cellinis” 2011, der in diesem Jahr unter dem Motto “Coole Männer” stand. Für den zum vierten Mal ausgeschriebenen Nachwuchswettbewerb hatten Auszubildende und ambitionierte Nachwuchskräfte des Gold- uns Silberschmiedehandwerks ihre eigens für diesen Zweck angefertigten Kreationen eingereicht. Nach sieben Stunden war es geschafft: Aus einer vielfalt von Schmuckstücken und Objekten wurden die herausragendsten Arbeiten ermittelt.
Braunschweig, am 02. Februar. Im 780. Jahr der Gold- und Silberschmiede-Innung Braunschweig – der ältesten Innung Deutschlands – fand die traditionelle Lichtegansfeier statt. Die Lichtegansfeier ist ein alter Brauch, der auf die Zeit um 1900 zurückgeht. Da die Goldschmiede vor Weihnachten meitst wenig Zeit zum feiern hatten, wurde das Festessen auf Maria Lichtmess gelegt. Verbunden wurde das Festessen mit der Freisprechungsfeier der Innung.
Hannover, im Februar. Hans-J. Wiegleb, Goldschmiedemeister und Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere, überreichte dem niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister die Ministerprädidentennadel der Goldschmiede und Silberschmiede und steckte sie ihm ans Revers. Die Nadel ist Ausdruck des Amtes und zeigt immer etwas Besonderes des jeweiligen Bundeslandes. Die Nadel von McAllister beispielsweise ziert das Niedersachsenross.
München, 25. – 28. Februar. Der ZV und das FBZ waren gemeinsam auf der INHORGENTA vertreten. Die Werke des internationalen Wettbewerb “Benvenuto Cellini” 2010 und die Wettbewerbsarbeiten “Junge Cellinis” 2011 wurden dort ausgestellt.
Hongkong, im März. Auf Einladung des Hongkong Trade Development Council besuchte das Referat Wirtschaft + Werbung des Zentralverbandes die Jewelery Fein in Hongkong.
Halle/Saale, 19. + 20. März. Die Gold- und Silberschmiede-Innung Halle/Saale führte ihre Jahreshaupversammlung in Lutherstadt Wittenberg durch. Während der Samstag der entspannten kultuellen Weiterbildung vorbehalten war, standen am Sonntag die berufliche Weiterbildung im Vordergrund.
Braunschweig, im Mai. Die Gold- und Silberschmiede-Innung Braunschweig wählte zu sechsten Mal Hans-J. Wiegleb zu ihrem Obermeister. Sein Stellvertreter ist Jens Christian Peters. Weiter wurde Andreas Morgenroth zum Vorstandsmitglied gewählt, Stephan Weiß zum Lehrlingswart und Katrin Erben zu seiner Stellvertreterin. Im Gesellenausschuss werden die Meister Stephan Weiß und Katrin Erben repräsentiert. Dem Ausstellungsausschuss steht Katrin Erben vor. Die Schriftführerin ist Katrin Peters, Kassenprüfer sind Katrin Erben und Stephan Weiß.
Hagen/NRW am 15. Mai. Im Freilichtmuseum Hagen, im Goldschmiedehaus, wurde die Ausstellung zum Wettbewerb “Junge Cellinis” eröffnet. Zu sehen sind die Stücke zum diesjährigen Thema “Colle Männer”. Ingied Nordmann, Landesinnungsmeisterin von Nordrhein-Westfalen und stellvertretende Obermeisterin der Gold- und Silberschmiede-Innung Dortmund, sprach ein Grußwort zu Eröffnung.
Brandenburg, 13. – 15. Mai. Der Obermeister Hans-Ulrich Jagemann lud zur diesjährigen Mitgliederversammlung nach Brandenburg ein. Am Freitag nach der Anreise trafen sich die Kollegen zum gemeinsammen Erfahrungsaustausch. Lothar Voigt und Hans-Ulrich Jagemann wurden vom Präsidenten Hans-J. Wiegleb mit der “Benvenuto-Cellini-Medaille” für ihre Verdienste im Gold- und Silberschmiedehandwerk ausgezeichnet. Bernhard Thein erhielt vom ZV die “Silberne Ehrennadel”.
Am Samstag begrüßte die Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann die Delegierten im Brandenburger Rathaus. Zum Dank erhielt sie von Hans-J. Wiegleb die Chronik des Zentralverbandes. Danach trafen sich die Delegierten im Tagungshotel zur Mitgliederversammlung. Parallel dazu wurden für interessierte Goldschmiede/innen Referate u. a. über Falschgeld und das richtige Verhalten bei Überfällen gehalten. Am Abend trafen sich alle wieder, um gemeinsam einen gemütlichen Abend zu verleben.
Am Sonntag informierte Herr Siggel, Richter beim Arbeitsgericht, die Teilnehmer über Arbeitsrecht, Arbeitsverträge und Abmahnungen. Danach wurde noch das Steuerrecht im Goldschmiedehandwerk behandelt.
Es war ein gelungenes und erfolgreiches Wochenende.
Rinteln, am 17. Mai. Die diesjährige Landesverbandstagung der niedersächsischen Gold- und Silberschiede fand ganz im Zeichen der Ausbildung statt. Die teilnehmenden Obermeister aus Niedersachsen formulierten als Ziel, die Qualität der Lehre im Gold- und Silberschmiedehandwerk sicherzustellen. Bei der Zusammenkunft im Hotel “Schaumburger Ritter” diskutierten sie unter dem Vorsitz von Landesinnungsmeister Horst Glüsenkamp auch die betriebsbegleitende Ausbildung und deren personelle Besetzung, die Kooperation mit berufsbildenden Schulen sowie die Gestaltung der Lossprechungsfeiern. Darüber hinaus tauschten sich die Ehrenamtsträger über eine effizientere Öffentlichkeitsarbeit und geeigente Maßnahmen zur Imagepflege aus.
Krakau, 27. – 29. Mai. Die diesjährige Tagung der Eligius Gilde fand in Krakau statt. Bernd Kassau, Kurator der Eligius Gilde, hatte dafür ein anspruchsvolles Programm zusammen gestellt. Besucht wurde die Marienkirche, die alte Universität, die Adalbertkirche, das Franziskanerkloster und die Annakirche. Am zweiten Tag standen der Wawel mit dem Krakauer Dom, das Königsschloss sowie die Schatzkammer mit Schmuck und Gerät aus der Renaissance und dem Barock auf dem Plan. Besichtigt wurden auch die Kirche Bernhard von Siena, die Michael- und die Stanislauskirche, die Katharina-von -Alexandira-Kirche und die Basilika der Regulären Laterankanoniker. Am Sonntag besuchte die Gilde noch das Czartoryski-Museum und das Nationalmuseum im Palast des Bischofs Erazm Ciolek. Im nächsten Jahr treffen sich die Mitglieder auf der Insel Reichenau am Bodensee.
Hannover, im Juni. Während der Hauptversammlung der Gold- und Silberschmiede-Innung Hannover wurde Goldschmiedemeister Andreas Bitter für sein langjähriges Engagement in der Nachwuchsförderung geehrt. Seit 1956 sind insgesamt 32 Lehrlinge in dem Hannoverschen Familienbetrieb ausgebildet worden. Daürber hinaus wurde bei der Hauptversammlung ein neuer Vorstand gewählt. Obermeister: Konrad Karbe, Garbsen; Stellvertetender Obermeister: Günther Meyer, Hameln; Kassenwart: Rainer Herrmann, Hameln; Lehrligswart: Michael Geaeber, Isernhagen; Schriftführer: Torsten Trautvetter, Hannover.
Ahlen, im Juni. Werner Fischer hat als erster Goldschmiedemeister im Bezirk der Handwerkskammer Münster den Diamantenen Meisterbrief erhalten. Zu diesem Anlass hatte sein Sohn und Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung Münster, Raphael Fischer, zu einem Empfang in das Museum im Goldschmiedehaus Ahlen geladen. Unter den Gratulanten waren Handwerkspräsident Hans Rath, Ahlens Bürgermeister Bendikt Ruhmöller und ZV-Präsident Hans-J. Wiegleb.
Leipzig, am 17. Juli: Der ehemalige Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung Leipzig, Uwe Matthiesen, verstirbt im Alter von 57 Jahren.
Freiberg, am 08. + 09. Oktober. Mitgliederversammlung. Bundesweit trafen sich die Obermeister und Obermeisterinnen aller Innungen zur alljährlichen Herbstversammlung in der Silberstadt Freiberg in Sachsen. Oberbürgermeister Bernd Erwin Schramm hielt zu Beginn der Tagung ein Grußwort und vermittelte einen Einblick in die Stadtgeschichte.
Bertram Berger, Goldschmied in Freiberg und Organisator der Tagung, wurde vom Zentralverband mit der „Silbernen Ehrennadel“ und einer Urkunde für seine Verdienste im Gold- und Silberschmiedehandwerk ausgezeichnet.
Auf der Tagesordnung standen Themen wie die zahlreichen Messeauftritte, auf denen der Zentralverband in Zusammenarbeit mit dem FBZ Ahlen vertreten war, und der kürzlich abgeschlossene erfolgreiche Wettbewerb “Junge Cellinis” 2011. Es gab auch Gelegenheit zu besonderen Erfahrungen, abgestimmt auf die beruflichen Interessen der Teilnehmer: Eine seltene und für manchen auch ein wenig unheimliche Erfahrung stellte die Einfahrt in den Schacht „Reiche Zeche“ dar. Im Schloss Freudenstein begeisterte die weltweit größte private Mineraliensammlung „terra mineralia“, in der Obhut der TU Bergakademie Freiberg, die Teilnehmer der Tagung. Atemberaubende Exponate – mehr als 3.500 Minerale, Edelsteine und Meteoriten aus Fundstellen in Europa, Asien, Australien, Afrika und Amerika – zogen die Besucher in ihren Bann.